SIND WIR WIRKLICH DIE ÜBERLEGENSTE SPEZIES AUF ERDEN?
Dr. Fedora Arnwolf forscht an den Grenzen der anerkannten Wissenschaft. Die Welt der unerklärlichen Phänomene ist ihr Spezialgebiet. Als Fedora von einem jungen Verschwörungstheoretiker auf ein Lipizzanergestüt gerufen wird, traut sie ihren Augen nicht. Ein Fohlen wurde dort geboren, weiß wie der Schnee – und mit einem Horn auf der Stirn. Eine verrückte Laune der Natur, meint die Besitzerin des Fohlens. Eine einzigartige Mutation, sagt der Gestütstierarzt. Doch dann scheinen die Tiere der näheren Umgebung plötzlich verrückt zu spielen ...
Die Bände der Serie sind in sich abgeschlossen und unabhängig voneinander lesbar.
In Messiah treffen wir auf den Erlöser der... Tiere in Form eines süßen Einhorns namens Alba. Alba wird ganz unverhofft auf einem Lipizzaner Gestüt in Österreich geboren. Fedora, eine Expertin in außergewöhnlichen Vorkommnissen wird von den Besitzern des Gestüts eingeflogen, wo sie der Sache mit Alba auf dem Grund gehen soll. Ziemlich schnell wird klar, dass Alba nicht nur ein echtes Einhorn ist, sondern der neue Messias der Tiere. Alle Tiere, egal welche Rasse, spielen plötzlich verrückt und es beginnt eine abenteuerliche Reise durch die Wälder, als Fedora zusammen mit Alba und ihren Anhängern flüchten muss. Inzwischen schließen sich alle Tiere rund um den Erdball zusammen und beginnen, gegen die Menschheit aufzubegehren. Ein blutiger Kampf beginnt, der das Ende der Welt, wie wir sie kennen, einläutet...
Fazit: Messiah ist eine durchaus gelungene, spannend erzählte Geschichte mit einer genialen Idee. Was würde geschehen, wenn sich alle Tiere zusammenschließen und gegen uns rebellieren? Wie würden die Menschen reagieren? Welche Zukunft stünde uns bevor? Der Roman schildert all dies in endgültigen Tatsachen, die einen nachdenklich zurücklassen.
Mir hat etwas die Charakterentwicklung der menschl. Figuren gefehlt. Natürlich dreht es sich um Alba, aber Fedora blieb mir zu oberflächlich. Auch waren viele Dinge vorhersehbar (Marys und Annas Verrat) oder zu geradelinig (John Marshall wird plötzlich erwähnt, dann taucht er nur ein Kapitel später als Retter auf). Was mich auch etwas "gestört" hat, war, dass mir zu viele Themen angesprochen wurden, die an sich sehr tiefgründig sind. Mit einem Mal wurde die Islamisierung der Welt thematisiert, dann das Unvermögen des Papstes, dann die Massentierhaltung. An sich spannende Themen, aber zu viel auf einmal. Das Ende war brutal, aber passend. Schade nur, dass es so knapp in Rückblenden erzählt wurde.
Dennoch ist das Buch ein tolles Leseerlebnis und mal etwas ganz Anderes, was ich gerne weiter empfehle.