Auf Sylt eröffnet eine neue Wellness-Oase. Allerdings steht schon bald der Verdacht der Geldwäsche im Raum. Kari Blom soll undercover ermitteln, sehr zur Freude der alten Damen von der Häkelmafia. Sie wollen Kari bei ihren Nachforschungen mal wieder tatkräftig unterstützen und belegen einen Achtsamkeitskurs in der Wellness-Oase. Als kurz darauf am Strand eine Leiche angespült wird, ist Kari entsetzt, denn der Tote ist kein Unbekannter. Und wie sich herausstellt, hat auch er kurz vor seinem Tod an einem Achtsamkeitsseminar teilgenommen. Kari ahnt, dass das kein Zufall ist.
Möwen, Strand und Inselflair – ein atmosphärischer und packender Kriminalroman auf Sylt
Auf Undercover-Mission in einer luxuriösen Wellness-Oase auf Sylt - kein Zweifel, es gibt schlimmere Jobs für LKA-Ermittlerin Kari Blom. Bloß etwas blöd, dass sie gerade den spontanen Heiratsantrag ihres Freundes abgelehnt hat, der ebenfalls auf Sylt Polizist ist. Da sind einfach ein paar Beziehungsreparaturarbeiten fällig, um deren Erledigung sie sich gerade nicht kümmern kann. Mal ganz abgesehen davon, dass in ihrem Undercoverfall die Versuchung in Form eines attraktiven Schönheitschirurgen lauert...
Soweit die Ausgangslage von Bent Kryst Tomassons Nordseekrimi "Sylter Schuld". Ich kannte die Reihe um Kari Blom und ihre Hobby-Assistentinnen von der "Häkel-Mafia" - vier Witwen in den 80-ern bisher nicht, es ist aber nicht weiter schwer, trotzdem das Beziehungsgefüge zu durchschauen. Problematischer finde ich, dass bei dem Buch nicht so recht klar wird, was es genremäßig eigentlich sein soll - cozy Krimi (dafür spricht die Häkel-Mafia) oder doch ernsthafte Spannung? Und auch mit den Hauptfiguren tue ich mir ein wenig schwer und kann für keinen Sympathien entwickeln.
Kari sollte in ihrem Besuch als LKA-Ermittlerin auf Undercover-Einsatz ja eigentlich eine starke, intelligente, fokussierte Figur sein - aber irgendwie schafft sie es ja nicht einmal, sich über ihr eigenes Beziehungsleben klar zu werden. Und wenn sie in der Vergangenheit von einem Quartett 80-jähriger enttarnt wurde bzw den alten Damen ihre eigentliche Identität offenbarte, stellt sich eigentlich die Frage, wie sie es geschafft hat, über mehrere Jahre hinweg ihr Incognito auf Sylt überhaupt zu wahren. Ihr Freund wiederum rauft sich ständig die Haare und hat auch schon mal nah am Wasser gebaut - tja, da frage ich mich schon, wie die beiden jemals zusammengekommen sind.
Das hübsche Inselflair tröstet dann auch nicht darüber hinweg, dass hier manches einer gewissen Logik entbehrt beziehungsweise allzu leicht durchschaubar ist. Mit dem Setting und den teils skurrilen Figuren ist das zwar ganz nett, aber mehr auch nicht. Insofern für mich leider nur ein recht durchschnittlicher Inselkrimi und kein Vergleich etwa mit der Spreewald-Reihe im gleichen Verlag.
Sylter Schuld ist der 6. Küstenkrimi von Ben Kryst Tomasson, in dem Kari Blom Undercover ermittelt. Mit von der Partie sind natürlich die Damen der Häkelmafia, die in der Wellness Oase an einem Kurs teilnehmen. Die Geschäftsführerin der Oase steht im Verdacht der Geldwäsche. Als auch noch eine Leiche am Strand gefunden wird, ist auch Jonas Voss vor Ort.
Natürlich ist nichts so einfach wie gewünscht und Kari Blom wird voll gefordert. Mir hat dieser Küstenkrimi insgesamt gefallen, es ist nicht nötig die vorausgegangenen Bände zu kennen. Karis persönliche Probleme und die Feindschaft der verdächtigen Geschäftsführerin machen die Geschichte interessant. Die Beschreibung der Landschaft gefällt mir recht gut, die Wellness Oase entstand vor meinem geistigen Auge. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Personen und Zusammenhänge werden gut dargestellt. Der Spannungsbogen ist nicht besonders hoch, was dem Umstand geschuldet sein mag, dass bereits zu Beginn die Karten relativ offen auf dem Tisch liegen. Die Protagonistin gerät in einige gefährliche Situationen, eben weil sie Undercover ermittelt. Man wünscht ihr den Erfolg und beobachtet wie sich die Puzzlestücke allmählich zusammenfügen. Als Urlaubskrimi ist Sylter Schuld auf jeden Fall geeignet.
Der (vorerst) letzte Band dieser Sylt-Reihe hat mich wieder gut unterhalten. Kari Bloms "Zielobjekt" ist bei diesem Undercover-Einsatz eine neue Wellnessoase, bei der es finanziell nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Und es dauert auch nicht lange, bis die erste Leiche auftaucht... . Die Häkelmafia ist natürlich wieder mit von der Partie und auch die private Beziehung von Kari Blom entwickelt sich weiter. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange bis Band 7 ... .
Auch dieser Teil war wieder spannend und wie ein nach Hause kommen auf meine Lieblingsinsel 😊 Auch die Häkel-Mafia bringt mich immer wieder zum schmunzeln.
Einfach schön 😃 ich freue mich auf den nächsten Teil!!
Eigentlich könnte Urlaub so schön sein, wenn sich die Verbrecher einmal an die Urlaubszeiten von Kari Blom halten würden. Im mittlerweise sechsten Band um die LKA-Ermittlerin, den Kriminalbeamten Jonas Voss und die Häkelmafia geht es von Anfang an wieder hoch her. Im Rantumer Becken soll eine neue Wellness-Oase eröffnet werden, doch es scheint, als hätten einige Mitarbeiter dort von Anfang an Dreck am Stecken. So wird Kari Blom (in ihren Augen Gott sei Dank) aus dem Urlaub zurückgeholt, um die Sache vor Ort zu untersuchen. Doch ein Undercover-Einsatz von Kari Blom wäre unvollständig, wenn nicht parallel wieder eine Leiche auf Sylt auftauchen würde. Also muss auch Jonas Voss sich wieder auf die Suche machen, was die Wasserleiche in diesem Fall sehr erschwert. Wie immer ohne Kontakt zueinander, müssen die beiden ihre Fälle versuchen zu klären oder hängt doch wieder alles zusammen? Und warum landet die Häkelmafia komplett im Krankenhaus? Fragen über Fragen, auf die das Buch Antworten bietet. Mit viel Lokalkolorit, einer deftigen Prise Humor und einigen "das darf doch wohl nicht wahr sein"-Momenten kommt auf der sechste Teil vornehmlich als humorvoller Krimi daher. Sicherlich sind die Themen tragisch und es sei gesagt, es bleibt nicht bei einer Leiche, aber wenn man die Häkelmafia an Bord hat, kann es nur komisch werden. Dabei zeigt der Krimi auch sehr deutlich auf, welche Probleme das Inselleben gerade bei polizeilichen Ermittlungen und auch bei der Jobsuche bieten kann. Ein rundherum gelungener Krimi mit detektivischen Elementen, charmanten Charaktere und eine ordentlichen Portion Seeluft.
Wir befinden uns auf Sylt, wo Kati Bloom wieder einmal verdeckt ermittelt, diesmal in einer Wellnessoase die in kurze eröffnet, da am Strand eine tote gefunden wurde. Sie steckt mitten in der Ermittlungen mit Seht eigenwilligen Personen, die alle einen, besonderen Charakter haben. Die Ermittlungen fand ich ganz nett, leider nicht so spannend, wie die Vorgänger und ich konnte mich auch nicht dazu hinreisen diesmal mit-ermitteln. Es war ein nettes Buch gut zu lesen, aber eben zeitweise langatmig und leider wenig Spannung, habe mehr erwartet, da ich die anderen besser fand, konnte es auch nicht in einem Zug lesen, es war alles vorhersehbar und der gewisse Charme fehlte mir etwas.
Die Sylter Gegend war gut beschrieben und ich fühlte mich, als wäre ich vor Ort, es kam Urlaubsfeeling auf.