Eine Reise zu den angenehmsten Orten der Welt.Die Welt ist entdeckt. Aber das Fernweh bleibt. Christian Kracht und Eckhart Nickel haben sich deshalb aufgemacht, für uns die angenehmsten Orte der Welt aufzusuchen. Auf den Molukken sieht es inzwischen genauso aus wie in jeder beliebigen Einkaufspassage. Die Grand-Hotels, die eleganten Bars und kleinen Pensionen, die exotischen Winkel, sie alle liegen heute am großen Gemeinplatz. Aber das Fernweh bleibt. Denn Reisen kann trotz allem ein wunderbarer Schwebezustand sein. Christian Kracht und Eckhart Nickel haben sich deshalb aufgemacht, für uns die angenehmsten Orte der Welt aufzusuchen. Einmal sehen, was übrigbleibt.Von der Kronenhalle in Zürich über das Norfolk-Hotel in Nairobi bis zum heiligen Banyan-Baum in Goa waren sie unterwegs und schrieben alles auf. Herausgekommen ist ein überaus amüsantes Reisebuch, das Reiseführer und Roman über das Reisen zugleich ist. Die Beobachtungen in Ferien für immer stellen die schönen Augenblicke der Benommenheit wieder her. Dominik Monheim zeichnete zu jeder der Erzählungen im Stil der ligne claire gehaltene Vignetten. Sie fuhren zusammen in die Fremde als Fiktion.Mit einem Vorwort von Moritz von Uslar, mit genauen Anschriften und Telefonnummern und einer schönen Weltkarte.
Christian Kracht is a Swiss writer and journalist. Kracht was born in Saanen. His father, Christian Kracht Sr., was chief representative for the Axel Springer publishing company in the 1960s. Kracht attended Schule Schloss Salem in Baden and Lakefield College School in Ontario, Canada. He graduated from Sarah Lawrence College, New York, in 1989.
68 Reiseberichte (wenn ich mich nicht verzählt habe) von Pakistan bis Paraguay, von Kenia bis Usbekistan, von Namibia bis Israel - und wer glaubt, das alles sei wirklich passiert, der denkt auch, Faserland sei eine Autobiografie und Kracht mit seiner geschickt erzeugten Medienprojektion identisch. Die hier gezeigten Oberflächen sind sicher weniger deep als in allen Kracht-Romanen, doch die Flaneure Kracht und Nickel sind als Adalbert Stifter'sche Streichmacher auf Welttournee einfach abgebrühte Profis. Die berühmte Ästhetik des Verschwindens im eher wörtlichen Sinne - und man wäre einfach gern dabei gewesen, auch wenn es (wohl überwiegend) nie stattgefunden hat.
Ein weiteres Buch näher an meinem Ziel, alles mögliche von Kracht zu lesen. "Ferien für immer" ist wie "Der Gelbe Bleistift" eine Sammlung von Reisekolumnen. Und wer Christian Kracht kennt, der/die weiss, worauf er/sie sich einlassen wird.
Grundsätzlich gelten hier dieselben Aussagen, die ich bereits zum Bleistift getätigt habe. Die Orte haben sich im Verlaufe der Jahre bestimmt verändert, aber nichtsdestotrotz ist es immer noch ein Genuss, diese Texte zu lesen.
Wenn man denn auf derselben Wellenlänge wie Kracht schwimmt. Und das ist nicht unbedingt bei jeder lesenden Person der Fall. Deshalb - vor dem Kauf einen der Texte anlesen, damit man weiss, was auf einen zukommen wird (schwarzer, an Zynismus grenzender Humor, Ironie, eine Prise Bünzlitum, die mit Augenzwinkern garniert wird).
Für mich eine weitere kuriose und glorreiche Expedition rund um den Globus. Und ja, ich habe sehr viele der erwähnten Orte gegooglet. Geht ja nicht anders.
Also... wer Christian Kracht kauft, weiß wahrscheinlich eh schon, worauf er sich einlässt. Kracht ist wohl das, was man auf Neudeutsch „bourgeois“ nennt, verzogen, oberflächlich, unangenehm. Und so hat er beschlossen, mit dem ebenso schnöseligen Eckhart Nickel Reiseberichte zu schreiben und der Welt zu offenbaren, dass sie beide über allem stehen.
Erstmal: Das Buch ist völlig oberflächlich und keinesfalls ein Ersatz für einen echten Reiseführer. Abgesehen davon ist es schon sehr in die Jahre gekommen (1998 veröffentlicht), wahrscheinlich gibt es einen Großteil der Hotels und Restaurants schon gar nicht mehr, oder die Telefonnummer hat sich mittlerweile 4x geändert. Auch die hochnäsige Ausdrucksweise der beiden Autoren ist gewöhnungsbedürftig und die Sätze erinnern teilweise an Thomas Bernhard. Das muss man mögen.
Aber: Das ist eben das interessante an Christian Kracht. Wer „Faserland“ gelesen hat, weiß, wie spannend komplette Bedeutungslosigkeit sein kann, auch ohne Barbourjacke 😅.
Das ist eine Staccatosammlung von Kurzcharakterisierungen von Orten, die z. T. auch diesem Leser bekannt sind. Manche Episoden machen einen schmunzeln, andere wenige bringen Dich zum Lachen. Viele sind ein bisschen banal. Eine Freude sind die graphischen Mikroskizzen , die sehr oft repräsentativ in Schwarze treffen. Und noch eine wichtige Kritik: Warum erscheint eigentlich nichts über Australien in dieser globalen Sammlung? Hier hätten die Autoren auch allerhand Mist aufgabeln können.
Christian Kracht eben. Sprachlich hervorragend erzählt. Nette, kleine Reiseberichte, die zwar nicht immer der Wahrheit entsprechen, aber das macht ja auch nichts.