Ein tief berührendes Buch über Abschiede und den Trost des Neubeginns. In seinem ersten Roman blickt Jörg Magenau auf das Leben eines Mannes, der erzählend zu sich selbst reist. Aus einer inneren Enge in ein weites, wildes Land.
In Kanada liegt der Vater im Sterben. Die Nachricht trifft seinen Sohn in einer Krise. Hinter ihm liegt ein gescheitertes Buchprojekt. Seit Jahrzehnten hat er den fernen Vater nicht gesehen, nun überquert er Atlantik und Rocky Mountains, um ihn hoffentlich noch lebend anzutreffen. Doch was ist überhaupt ein Leben? Was weiß man von einem fremd gebliebenen Vater, von der Liebe der anderen und der eigenen? Und wie schreibt man darüber? Die Fahrt durch die kanadische Nacht führt den Erzähler immer tiefer in die eigene Herkunft und hinaus ins Offene. Als er den Vater erreicht, geht etwas zu Ende, aber etwas Neues beginnt auch: die Suche nach dem, was trotz aller Vergänglichkeit bleibt.
Ein gescheiterter Autor auf dem Weg nach Kanada, wo sein Vater auf dem Sterbebett liegt. Die Ungewissheit, ob er rechtzeitig eintreffen wird, begleitet den Protagonisten auf seiner Reise, während er über sein bisheriges Leben reflektiert.
Beeinflusst von den eigenen Erfahrungen und Empfindungen des Autors als er eine Reise zum Sterbebett seines entfremdeten Vaters unternahm, zeigt dieser Künstlerroman auf, wie prägend die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist und welche Eindrücke die Kindheit auch noch im Erwachsenenalter haben kann. Verbunden mit dem eigenen beruflichen und privaten Scheitern des Protagonisten, begibt dieser sich auf eine Reise in die Vergangenheit, zu seinem Vater, aber auch zu sich selbst.