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Livets strand

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I ti år har den gode præst Sjera Sturla været tynget af alvor og tungsind, og både han selv og hans hengivne kone har gået ud fra, at det aldrig nogensinde vil ændre sig. Men en dag, hvor præsten er ude at fiske alene som så mange gange før, oplever han noget, der får al alvor og melankoli til at fordufte fra ham. Hans kone ved ikke, hvad det er, der har forårsaget hans forandring, og han er dårligt klar over det selv, men begge håber de på, at tingene fra nu af vil være anderledes. Gunnar Gunnarsson (1889-1975) var en islandsk forfatter, digter og skuespilforfatter, der hovedsageligt skrev på dansk. Han er mest kendt for romanerne "Borgslægtens historie", "Kirken på bjerget" og "Svartfugl". Han var nomineret til Nobelprisen seks gange i løbet af sit liv, men han modtog den aldrig. Alligevel fremstår Gunnar Gunnarsson som en af Islands største forfattere nogensinde.

286 pages, Hardcover

First published January 1, 1915

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About the author

Gunnar Gunnarsson

94 books54 followers
Gunnar Gunnarsson is one of Iceland's most esteemed writers. From a poor peasant background, Gunnar moved to Denmark in 1907 to get an education. He wrote mainly in Danish throughout his career, in order to reach a wider audience.
In 1955, he was considered for the Nobel Prize, the year in which it was awarded to his fellow countryman, Halldór Laxness.

For the Icelandic author born in 1947, see Gunnar Gunnarsson.

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Profile Image for Петко Ристић.
176 reviews14 followers
August 4, 2023
"Das Leben ist nur ein Strand, an den wir alle getrieben werden und Schiffbruch leiden, jeder auf seine Weise.
Das Leben spielt mit uns wie die hinterlistige Welle, es lächelt uns zu, um den Fall, die Verzweiflung nur noch größer zu machen. Wir sind alle nur angeschwemmte Leichen... angeschwemmte Leichen am Strande des Lebens..."

Gunnar Gunnarson's "Strand des Lebens" ist ein isländischer Roman aus dem Jahre 1915, dessen Bedeutung von der Zeit nicht gepriesen wurde und folglich größtenteils der Vergessenheit anheim gefallen ist. Umso reizvoller für mich. Ohne zu wissen, worauf ich mich mit diesem Buch einließ - denn es gibt nur noch antiquarische, deutsche Ausgaben dieses Werks aus dem Jahre 1949 die im Internet keine Beschreibungen enthalten - bestellte ich es mir und strandete in's literarische Island. Und ein moderner flüchtiger Leser würde in dem obigen Zitat naturgemäß nur den Ausdruck einer realitätsfernen Verzweiflung eines Verlierers herauslesen, ohne den Glanz der tröstlichen Strahlkraft zu erkennen, die aus einer solchen Erkenntnis hervorleuchtet.

Bekanntlich geht mein Urteil aus der Anschauung als Urquelle aller Erkenntnis hervor und wenn eine Geschichte auf ein starkes Gemüt wie das meine, auf welches die vorliegende nächste Außenwelt mit ihrer zu anschaulichen Realität gewaltsam eindringt, zu wirken wünscht, darf es keineswegs in's abstrakte oder artifizielle hinübergleiten. Wie froh ich war zu erkennen, das dies hier nicht zutrifft.

Gunnar's Geschichte eines Priesters im Kampf mit dem Leben wirkt für den Durchschnitt freilich zermürbend, was das Leben für den Echten, Edlen und Starken gewiß nicht selten ist, doch weiß unser einer, dass man aus Leid nicht nur geistig und charakterlich wächst - sofern der Druck desselben nicht übertrieben ist - sondern sogar das Denken und Urteilen positiv geprägt wird; das Leben erscheint nicht mehr als das, was wir mit trüb und elend bezeichnen, sondern gleichsam als nüchtern und kalt, denn es kennt kein Gut, kein Böse. Es gibt und es nimmt. Eine im Grunde schlichte Einsicht, wenngleich es in unserer nach Glücksüchtigen Zeit kaum einer erkennt, obgleich das Leben dadurch wesentlich gewinnt.

Wir gewinnen aus diesem Buch auch die Erkenntnis, dass der Strand des Lebens in seiner ganzen Willkür und Pein keinen Zweck verfolgt, als das, was es gegeben hat, vielfältig zurückzuholen. Die Verletzungen die man dabei erleidet können wir als Stärkung oder als Schwächung interpretieren; es obliegt dem Individuum hier ein korrektes Urteil fernab aller modernen Moralvorstellungen abzugeben, sofern es dazu überhaupt fähig ist.
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