Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er. Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schweren Schicksalsschlag.
Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach den Spannungsromanen Nur Blau (2006) und Schnee kommt (2009) erschienen bei Haymon die Max-Broll-Krimis Die Schöne und der Tod (2010), Für immer tot (2011) und Leichenspiele (2012). Totenfrau ist der erste Thriller, der bei btb erscheint. Für die Recherche dazu arbeitete Aichner ein halbes Jahr bei einem Bestattungsinstitut als Aushilfe.
Da ist er. Der neue Krimi von Bernhard Aichner mit David Bronski. Kennt ihr diese Neuerscheinung bereits? Oder habt ihr schon in der Vergangenheit andere Werke von Aichner gelesen? Ein sehr gelungener Roman. Herzlichen Dank an BTB und das Team von Ehrlich&Anders für das Rezensionsexemplar zu „Dunkelkammer“. Starker Tobak. Eine sehr mitreißende und spannende Geschichte, die Bernhard Aichner erzählt. Bronski ist Fotograf, genau genommen fotografiert er Tote für die Presse, die Arbeit ist für ihn routiniert. Er weiß ganz genau wie er seinen Job macht und ist stets konzentriert, gelassen und distanziert. Doch eines Tages wird er in einen Auftrag verwickelt, dessen Gefahr er sich noch nicht bewusst ist... Der Erzähl- und Schreibstil in „Dunkelkammer“ ist ihm sehr gut gelungen. Spannend und brutal erzählt schafft der Autor trotzdem, die Ereignisse in einem besonderen Tempo zu erzählen und eine bedrückende, bedrohende und ernste Stimmung in das Leben des Protagonisten zu verleihen. Ohne unnötige Floskeln oder in die Länge gezogene Erzählungen bringt Aichner in kurzen aber aussagekräftigen Sätzen die Geschichte sehr gut voran. Ohne besondere Details weiterhin ausschmücken zu müssen ist es ihm durchweg gelungen, eine bildhafte, schockierende und atemberaubende Erzählung abzuliefern. Die Geschichte kommt mit einigen spannenden und überraschenden Wendungen, somit gelingt es dem Autor, die Leser stets im Bann zu halten. Lediglich hat mir hin und wieder der Tiefgang zu Beginn der Geschichte gefehlt, zwar lässt der Autor die Leser schockiert und berührt am Ende der Geschichte, dennoch, hätte schon zu Beginn der Handlung einiges intensiver erzählt werden können. Letztendlich ist das eine sehr gelungene Idee und eine erfolgreiche Umsetzung im Buch, dennoch fehlt es an manchen Stellen an emotionaler Tiefsinnigkeit. Da kommen wir auch schon zum Protagonisten persönlich, dem David Bronski. Er ist ein sehr gelungener Charakter der von Beginn an bis zum Schluss authentisch, glaubwürdig und sehr sympathisch beschrieben wird. Der Leser wird direkt in seine Lage versetzt, so dass man die Geschichte zum greifen nah, an seiner Seite bildhaft miterlebt. Nach Außen wirkt er wie ein Mann der Hart im nehmen ist, dennoch ist er verletzt und gebrochen, erst mit der Zeit merkt man, wer er wirklich ist und wie es ihm geht. Man erfährt für mein Geschmack allerdings zu wenig über Bronski’s Vergangenheit. Somit wirkt er geheimnisvoller und lässt somit die Neugier der Leser aufrecht, dennoch hoffe ich mir in Zukunft Bronski ein bisschen besser kennenzulernen. Ein super Krimi, wenn auch mit kleinen Schwächen, die aber in Fortsetzungen der Bronski Reihe alle ausgemerzt werden können. Mit diesem Buch habe ich mein zweites Aichner gelesen und es in keinem Moment bereut. Umso mehr freue ich mich, wenn David Bronski wieder in einem neuen Fall dran ist. Meine Kauf-Leseempfehlung, vor allem für Krimi Fans mit 4 von 5 Sternen.
Genau der ereignet sich in Innsbruck. Dem Geburtsort von dem Pressefotograf David Bronski, der genau in diesem Fall recherchieren soll. Denn ein alter Freund, mittlerweile ein Obdachloser, findet eine Frauenleiche in ihrer Wohnung, nachdem er sich in ebendiese geflüchtet hatte um dem Erfrierungstod zu entkommmen, nachdem er davon ausging das hier niemand mehr leben würde. Nur, was dieser alte Freund nicht geahnt hätte, dass hier eine seit über zwanzig Jahren vermisste Frauenleiche schlummern würde. Bronsik wittert einen großen Fall und stolpert selbst hinein in seine Vergangenheit, denn diese Frau könnte an seinem Schicksalsschlag beteiligt gewesen sein, der sein ganzes Leben veränderte.
Meine Meinung
Ich war ja gespannt was mich hier in meinem ersten Bernhard Aichner Krimi erwartet und ich bin sowas von hin und weg.
Zuerst einmal ein extrem genial gelungener Page Turner. Hier lernt man David Bronski kennen, ein Mensch der Sozial-Inkompetent erscheint, auf den ersten Blick. Dann lernt man die Hintergründe zu Bronski kennen, erfährt Stückweise den Schicksalsschlag der ihn so veränderte. Das Erlebniss das so einschneidend war, dass Bronski sich nur noch in seiner Dunkelkammer wohlfühlt. Weit ab vom Geschehen, obwohl er im realen doch mittendrin verweilt, als Pressefotograf.
Ein Fall, der mich von Anfang an fasziniert hat. Eine Frauenleiche, die seit über zwanzig Jahren unentdeckt ist mitten in Innsbruck. Ein alter Bekannter und mittlerweile Obachloser findet genau diese Leiche und informiert Bronski.
Was tun wenn eine Mega Story wartet? Man macht sich auf den Weg. Und genau dort erfährt Bronksi etwas das alles verändert.
Ich liebe spannende Storys, die auch noch bildhaft rüberkommen. Ich wusste zwar sehr schnell wer der Täter war, trotz allem hat mich die Art und Weise wie der Autor das ganze beschreibt gefesselt. Sei es die Spurensuche, oder auch die Hintergründe sind fazinierend beschrieben und lassen einen von Anfang bis Ende nicht mehr los. Eindeutig ein Autor von dem ich mehr lesen möchte.
Der Aufbau und die stilistischen Mittel haben mir irre gut gefallen. Aber die Geschichte an sich war leider wenig spannend. Das ging alles irgendwie zu einfach.
ORIGINALAUSGABE Paperback , Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-442-75784-8 Erschienen am 22. März 2021 17,00 € Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er. Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schweren Schicksalsschlag.
Zum Autor
Bernhard Aichner (1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.
Die Thriller seiner „Totenfrau“-Trilogie standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft, u.a. auch nach USA und England. Mit „BÖSLAND“ und „DER FUND“ schloss er 2018 und 2019 an seine internationalen Erfolge an.
Meine Meinung
Da ich alle Thriller von Bernhard Aichner, abgesehen von den Max Brolls Krimis, mit absoluter Begeisterung gelesen habe, angefangen mit der Totenfrau-Trilogie, war ich schon sehr gespannt auf sein neues Buch, welches vor kurzem endlich erschienen ist.
Ich mag den Schreibstil des Autoren wahnsinnig gerne, er schreibt in recht kurzen Sätzen und hat immer tolle Wendungen in dem Verlauf der Geschichte.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch direkt wieder sehr gut gelungen. Mich konnte das Buch von Anfang bis Ende total fesseln und begeistern.
Man lernt hier den Pressefotografen David Bronski kennen, der mit dem Verlust seiner kleinen Tochter vor 20 Jahren und dem Selbstmord seiner Frau zurecht kommen muss. Er bekommt von einem ehemaligen Kollegen den Tip, dass dieser in einem abgelegenen Haus eine Leiche entdeckt hat, die dort wahrscheinlich schon sehr lange Zeit liegt.
Er fährt dort hin und entdeckt bei der Leiche in der Geldbörse ein Foto seiner damals entführten kleinen Tochter Judith, die nie gefunden wurde. Somit ist sein Ehrgeiz geweckt. Er nimmt zusammen mit seiner Pressekollegin und seiner Schwester Anna, die Privatdedektivin ist, die Fährte auf.
Alles in allem kann ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Ich finde es zwar etwas befremdlich, dass 20 Jahre lang niemand nach dem Haus gesehen hat, aber das tut meiner Begeisterung keinen Abbruch.
Von mir bekommt Dunkelkammer die vollen 5 Sterne und ich freue mich schon jetzt auf den 2. Teil dieser neuen Reihe.
Bernhard Aichner ist ein mittlerweile wirklich zu einem Garant für GUTE Bücher geworden, Dunkelkammer macht da keine Ausnahme!
Wir starten gleich mit Kurt in die Geschichte. Kurt ist obdachlos und ein Trinker – auf der Flucht vor Kälte und Unwetter bricht er in einem leerstehenden Haus um dort Zuflucht zu finden. Was er nicht weiß, in dem Haus befindet sich im oberen Stockwerk eine enthauptete mumifizierte Leiche einer Frau. Laut Zeitung die auf dem Frühstückstisch liegt ist der Mord über 20 Jahre her. Kurt ruft sofort seinen früheren Kollegen und Pressefotografen Bronski an um ihm eine Story zu verkaufen. Bronski und seine Kollegin Svenja machen Bilder und beginnen in dem Fall zu recherchieren. Dass Bronski tiefer in dieser Sache mit drinsteckt als er ahnt, merkt er erst, als er in der Geldbörse der Toten ein Foto von seiner vor 20 Jahren entführten Tochter findet.
Wow, was für ein Hörbuch. Als ich es angefragt habe, wusste ich nicht, dass das Buch zum Größten Teil aus Gesprächen besteht. Das wirklich exzellent vertonte Hörbuch war hier ein wahrer Glücksgriff! Jeder Charakter hat einen eigenen Sprecher bekommen – wie ein Hörspiel. Die Stimmen waren wirklich sehr passend gewählt, vorallem die von Bronski hat hier brilliert.
Bronski selbst macht eine große Entwicklung durch innerhalb dieser Story. War er am Anfang der unsympathische in sich gekehrte komische Typ, haben wir ihn am Ende viel besser kennengelernt und trotz dass Aichner seine Charaktere oft nur mit Nachnamen anredet wie zb bei Brünhilde Blum – bekommt man eine sehr deutliche Nähe zu ihm. Man kann ihn verstehen und auch er öffnet sich und wird so viel nahbarer und sympathischer.
Die Story selbst hat mich sofort mitgerissen – Aichner blieb seinem Stil – Stakkato – kurz und prägnant – treu und ich liebe diesen Stil einfach! Den wirklichen Täter habe ich früh erahnt, ich glaube das war kein großes Geheimnis, aber WIE letztendlich alles zusammenhängt und vorallem WIE Bronski mit drinnen steckt hätte ich in diesem Ausmaß niemals erahnt! Die Auflösung, die am Ende wirklich keine Fragen mehr offen lässt hat mich eiskalt erwischt und umgehauen.
Diese Story ist wieder ein typischer Aichner – und deshalb gibt es natürlich eine absolute Empfehlung von mir UND den Tip, dieses Buch als Hörbuch zu genießen, die Sprecher sind großartig und die Gedankenwelt eines Bronskis vorgelesen zu bekommen macht das ganze noch viel fühlbarer! Ich freue mich sehr auf Band 2 der Ende Juli erscheinen soll!
Es ist der Auftakt einer Krimireihe um den Pressefotografen David Bronski. Vor 20 Jahren verlor er sein Baby, kurz darauf seine Ehefrau. Verbittert vom Leben ist er nur noch für seinen Beruf da. Er macht Bilder von Toten, entwickelt analoge Bilder in seiner Dunkelkammer. Die Vergangenheit holt ihn ein, als ein Obdachloser, ein ehemaliger Kollege, in einem leerstehenden Gebäude die vor 20 Jahren verschwundene Millionärin Zita Laufenberg enthauptet und mumifiziert in einem Zimmer entdeckt. Die Tote hat ein Foto seines Babys in der Geldbörse. Zusammen mit seiner Kollegin Svenja Spielmann und seiner Schwester Anna, einer Privatdetektivin, macht Bronski sich auf, das Rätsel um den Tod dieser Frau und das Verschwinden seines Babys aufzuklären.
Was erwartet Euch?
Ihr bekommt mit diesem Krimi eine sehr rasante und vielschichtige Erzählung, spannend von Anfang bis Ende. Bronski mag zwar anfangs ein mürrischer und unzugänglicher Protagonist sein, der es mehr mit den Toten als mit den Lebenden hält. Er ist vom Leben gezeichnet und vom Schicksal geschlagen. Seine in der Dunkelkammer entwickelten Bilder besitzen eine gewisse Ästhetik. Dennoch gibt er nicht auf und macht weiter. Das ganze Buch ist geprägt von Aichners ganz besonderem Schreibstil. Er verwendet eine eigenwillige Sprache, die Sätze sind kurz und knackig. Dadurch erhält die Erzählung ein rasantes Tempo. Im Buch wechseln sich Dialoge mit Erzählungen aus der Ich-Perspektive von Bronski mit solchen aus der Sicht des allwissenden Lesers ab. Die Dialoge selbst sind zudem optisch durch Spiegelstriche gekennzeichnet und treiben die Geschichte voran. Die Geschichte um den Mord und dem Verschwinden des Babys sind gut miteinander verwoben. Die Erzählstränge sind aufeinander abgestimmt und es gibt zahlreiche überraschende Wendungen. Alle Figuren sind sehr gut ausgebaut, Aichner lässt tief in die Seele und Psyche der Protagonisten blicken.
Fazit:
Ein sehr gelungener Auftakt der Reihe um David Bronski, sehr empfehlenswert mit hohem Wiedererkennungswert.
Als mir das neue Buch von Bernhard Aichner vorgeschlagen wurde, musste ich überhaupt nicht überlegen. Sofort stand fest, das will ich lesen. Zumal mir seine Vorgänger auch schon gut gefallen haben.
Zum Inhalt:
Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er. Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schweren Schicksalsschlag.
Eigene Meinung:
Vor allem der Anfang hatte es mir angetan. Fand den großartig und mysteriös. Gut, es war vielleicht etwas unglaubwürdig und auch ein bisschen zuviel Zufall auf einmal, aber trotzdem war es richtig gut. Ich möchte das. Zu den Zufällen kann ich nur sagen, am Ende macht es Sinn. Also, kurz die Augen verdrehen und weiterlesen! Es lohnt und erklärt sich. Die Story ist spannend und hat mir echt Spaß gemacht, auch wenn ich ein paar Details schon recht früh erahnt hatte, sodass es am Ende nicht wirklich eine Überraschung war. Abschließend war es aber ein typischer Bernhard Aichner, wie man ihn kennt und liebt. 100% Wiedererkennungswert mit seinen Dialogen, wo mit Gedankenstrichen gekennzeichnet wurde, dass die Perspektive wechselt. Sehr einfaches System und schnell zu erfassen. Entweder man mag das oder man hasst es. Ich weiß, da gehen die Meinungen auseinander. Ich aber finde es toll und würde deswegen jeden Bernhard Aichner, ohne zu wissen, worum es geht, lesen.
Fazit:
Wem diese Art bisher gefallen hat, kann sich auch wieder auf eine spannende Story freuen. Für alle anderen, ich fand sie toll und deswegen gibt es von mir eine Leseempfehlung!
Bernhard Aichner ❤️ diese Serie hat mir noch gefehlt und ich hab alle 3 Bücher auf einmal gekauft.
In gewohnter Aichner Manier gibt es einen charakterstarken Antihelden, der durch seine eigensinnige Art sofort Sympathie auslöst. Dieser Krimi spielt sowohl in Österreich als auch Deutschland an Orten an denen ich selbst schon war, was ich immer besonders liebe. Bekannte Straßen, Gassen und Lokale lassen einen noch mehr in die Geschichte eintauchen.
Witzig fand ich auch die Anspielung und Nennung des eigenen Krimis “Bösland” auf Seite 283.
Ich bin schon gespannt auf den nächsten Teil und das nächste Abenteuer von Bronski.
Meinung: David Bronski ist der Protagonist dieser Reihe. Er erhält einen Anruf von einem ehemaligen Kollegen, dass es da etwas in Innsbruck in einer Wohnung gibt, das jedes Pressefotografenherz höherschlagen lässt. Bronski vertraut ihm und auf geht’s nach Innsbruck. Und tatsächlich gerät er mitten an einen Tatort, denn eine Leiche, die seit zwanzig Jahren nicht entdeckt wurde, liegt dort im Schlafzimmer. Er soll Fotos machen und seine Kollegin Svenja, die auch nach Innsbruck kommt, einen Bericht dazu schreiben. Doch Bronski findet am Tatort etwas, das sein persönliches Interesse an diesem Fall weckt. Für mich war es das erste Buch von Bernhard Aichner. Der Einstieg war gewöhnungsbedürftig da ich den eher ungewöhnlichen Schreibstil nicht kannte. Aber nach einigen Kapiteln hatte ich mich daran gewöhnt und konnte die Seiten nur so inhalieren. Dialoge werden wie in einem Drehbuch geschrieben, wodurch sie sehr emotionslos und teilweise unrealistisch wirken. Das bleibt auch bis zum Ende so, doch ich fand es für das Buch insgesamt passend. Durch den relativ kalten Schreibstil lernt man allerdings die Charaktere kaum kennen, ihre Gefühle und Gedanken werden nur wenig beschrieben. Anfangs ist die Handlung noch sehr spannend aufgebaut, ich wusste lange nicht, wohin es gehen wird. Ab der Hälfte wird es allerdings relativ klar, was dem Buch aber nicht schadet.
Fazit: Insgesamt ein spannendes Buch, nur manchmal etwas langatmig. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und erfordert einiges an Vorstellungskraft. Dennoch hatte ich meine Freude beim Lesen und der zweite Teil ist bereits bestellt.
Die Geschichte hat vielversprechend angefangen, ungefähr ab Seite 200 gings inhaltlich dann bergab. Davon abgesehen ist der Schreibstil Aichners mühsam, zu abgehakt. Alles in allem leider enttäuschend.
Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er.
Ich als großer Fan von Bernhard Aichner konnte es kaum erwarten, endlich sein neustes Werk "DUNKELKAMMER: Ein Bronski Krimi" zu lesen. Das Warten hat sich definitiv gelohnt, denn dieser Krimi hat mich wieder komplett überzeugt und von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Innerhalb eines Tages war ich mit der Dunkelkammer durch und ich freue mich wahnsinnig auf Band zwei, der in ein paar Wochen erscheinen wird.
Der typisch rasante und gehetzte Schreibstil hat mich wieder durch die Seiten gejagt, die kurzen Sätze im Aichner Stil haben dafür gesorgt, dass ich mich in diesem Krimi wieder sofort wohlgefühlt habe. Der Schreibstil des Autors ist unter anderem der Grund, warum ich seine Bücher so liebe. Es wird auch hier zu keiner Zeit langweilig, denn Bernhard Aichner konzentriert sich auf das Wesentliche und schreibt nichts drumherum, er hält sich nicht großartig mit Beschreibungen der Schauplätze oder ähnliches auf, trotzdem schafft er immer eine passende Atmosphäre. Es gibt keine Längen. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich diese verrückte und skurrile Story in einem durch gelesen. Die kurzen und knackigen Kapitel wechseln sich aus der Erzählform verschiedener Perspektiven der Protagonisten mit rasanten unterschiedlichen Dialogen ab.
Hauptprotagonist David Bronski ist Pressefotograf und er wird sehr gut beschrieben. Ich hatte schnell ein komplettes Bild von ihm. Seinen distanzierten Charakter und sein komplettes Denken/Handeln konnte ich durch seine Vergangenheit sehr gut nachvollziehen. Seine tiefe Verbindung zu seiner Schwester und der große Zusammenhalt haben mir gut gefallen. Sie war und ist immer für ihn da, sie ist der einzige Mensch, den er noch hat. Bronski liebt seinen Job, obwohl er das Unglück fotografiert. Seine Dunkelkammer gibt ihm halt im Leben, nach einem schweren Schicksalsschlag findet er dort Trost und Lebenssinn. Er erschafft skurrile Kunstwerke von toten Menschen.
Obwohl hier und da wieder etwas Schnaps fließt, wird in diesem Krimi mit übermäßigem Alkoholgenuss nicht übertrieben. Diesmal wird noch im Rahmen gesoffen, ein paar Schnäpse für die Protagonisten gehören aber mittlerweile einfach in Aichner Krimis dazu. Es passiert in der kompletten Handlung einiges, die Leiche, die der Obdachlose am Anfang entdeckt ist noch harmlos. Der Spannungsbogen ist die ganze Zeit im extrem hohen Bereich, die Handlungen aus der Gegenwart und der Vergangenheit ergeben am Ende ein gelungenes Werk mit einem gut durchdachten Plot, der einige krasse Wendungen und Überraschungen zu bieten hat. Böse Intrigen kommen hier definitiv nicht zu kurz. Ich freue mich wahnsinnig auf den weiteren Bronski Krimi "Gegenlicht", der am 26. Juli erscheint.
Im Auftaktband der „Bronski“-Reihe führt uns die Handlung ins schöne verschneite Innsbruck. In einem leerstehenden Haus findet ein Obdachloser eine enthauptete Leiche, die angeblich seit 20 Jahren unentdeckt in diesem Haus liegt. Ein gefundenes Fressen für den Pressefotografen David Bronski. Zusammen mit seiner Kollegin aus seinem Team soll er einen Bericht über den Tatort schreiben und Recherchen über das Opfer einleiten. Doch bei den Recherchen stößt er auf geheime Informationen, die er jedoch zuerst verschweigt. Dabei taucht er in eine geheime Welt ein, bei dem alles verstrickter erscheint, als gedacht. Obwohl ich vom Autor „Der Fund“ schon seit Ewigkeiten lesen wollte, kam ich irgendwie nie dazu. Deswegen wurde der Kriminalroman „Dunkelkammer“ mein erstes Buch des Autors. In das Buch konnte ich sehr gut einsteigen. Zuerst fiel mir der Recht ungewöhnliche Schreibstil des Autors auf. Er zeichnet sich durch kurze, knackige und teils abgehackte Sätze sowie einzelne Kapitel, die wie in einem Dialog aufgebaut worden sind, aus. Dies fand ich recht neu und ungewöhnlich, da ich einen derartigen Schreibstil in keinem anderen Buch wahrgenommen habe. So kann ich aber sagen, dass es mir gefallen hat, da sich die Zeilen sehr flüssig gelesen haben. Zwischendurch gibt es einzelne Sequenzen die „normal“ erzählt werden. Der Plot ist gekennzeichnet durch einen sehr verstrickten Fall sowie unvorhersehbaren Wendungen im Handlungsstrang. Dadurch lag eine gute Spannung vor, die zu 80% im Buch auf einem sehr hohen Niveau war. Besonders möchte ich die Twists positiv hervorheben, da der Autor diese an den Stellen einsetzt, an denen man es in keiner Weise erwartet. Zu den Charakteren lässt sich sagen, dass besonders Bronski auffällig hervorsticht. Ich mochte ihn sehr, da sehr originell und authentisch in seiner Gestaltung als Fotograf erscheint. Zudem ergänzen die weiteren Figuren wie Svenja, Bronskis Schwester sowie potentielle Täter die Geschichte gut. Somit kann ich sagen, dass ich mich schon auf den zweiten Band der Bronski Reihe freue. Fazit: Mit „Dunkelkammer“ schreibt der Autor einen sehr interessanten sowie vielfältigen Kriminalroman, der mit einem originellen Protagonisten sowie überragenden Twists überzeugt.
Auftakt einer spannenden Krimireihe Es ist eisigkalt in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich vorm erfrieren in eine leerstehende Wohnung. Doch er ist nicht alleine in der Wohnung. Eine seit 20 Jahre unentdeckte, mumifizierte Leiche liegt im Schlafzimmer. Der Obdachlose ruft seinen früheren Kollegen, den Pressefotografen David Bronski an. Bronski wittert gleich eine große Story. Noch ahnt Bronski nicht wie die Tote mit seinem eigenen Schicksalsschlag, den er erlitten hat in Verbindung steht. Bronski ist immer da wo der Tod ist. An Unglücksorten macht er seine digitalen Pressefotos, doch danach macht er seine ganz persönlichen Fotos. Analog, mit einer alten Kamera und zu Hause in seiner Dunkelkammer lässt er seine Kunstwerke entstehen. „Dunkelkammer“ ist der Auftakt zu einer Krimireihe von Bernhard Aichner. Im Mittelpunkt steht der Pressefotograf David Bronski. Bronski ist ein ungewöhnlicher und sehr interessanter Charakter. Seit einem Schicksalsschlag lässt er keine Nähe mehr zu. Die Einzige, die Zugang zu Bronski findet ist seine Schwester Anna Dragic. Sie ist Detektivin und nimmt einen größeren Platz in dieser Story ein. Sie ist ein Fels in der Brandung, auf sie kann Bronski sich zu 100 Prozent verlassen. So hat es auch die Reporterin Svenja Spielmann, die eine Reportage zu Bronskis Bildern schreiben soll schwer das Vertrauen von Bronski zu gewinnen. Die Gliederung des Buches ist außergewöhnlich und gut. Bei jedem 2. Kapitel wohnt der Leser einem Gespräch zweier Personen bei. Der Fall wird immer undurchsichtiger und verzwickter. Der Spannungsbogen ist genial gespannt. Nach 2/3 des Buchs war mir klar wo die Reise hingeht und wie Bronskis Vergangenheit im Zusammenhang steht. Doch wie es so bei Bernhard Aichner ist, kann man nicht in die Köpfe seiner Protagonisten sehen. Was gut ist kann böse sein, was böse ist kann gut sein. Von mir gibt es für diesen außergewöhnlichen Krimi 5 Sterne und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band „Gegenlicht“ der am 26.07. erscheinen wird.
DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER! Inhalt David Bronski ist Foto-Journalist. Er ist da, wo kein Leben mehr ist. Er sorgt immer für das ultimative Bild. Ein Tipp eines ehemaligen Freundes und Kollegen bringt ihn an einen Tatort mit einer Mumie ohne Kopf und einem Bild von seiner verschwundenen Tochter. Bronski ist schockiert. Lebt seine Tochter noch? Wo ist sie?
Thema und Genre Ein sehr spannender Krimi mit Thrillerelementen über das Kernthema Menschenhandel. Kinderhandel im Speziellen.
Charaktere David Bronski ist ein unglaublich gut gestalteter Charakter. Er hat seine ganz individuellen Eigenschaften, Fähigkeiten, die ihn zu dem machen, was er ist. Man leidet mit ihm, man erlebt seine Entwicklung hautnah. Vom alkoholkranken Säufer kämpft er sich zurück ins Leben. Für seine Tochter. Um Bronski gibt es noch diverse weitere Charaktere, die neben ihm absolut bestehen können.
Handlung und Schreibstil Die Handlung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Aichners unverwechselbarer Schreibstil sorgt dabei für die nötige Abwechslung und Spannung. Dialoge werden als solche gekennzeichnet. Man weiß immer, wer sich da mit wem unterhält in direkter wörtlicher Rede. Unverkennbar Aichner eben. Diese Art zu schreiben ist nicht für jeden etwas. Für mich ist es genial! Zwischen diesen "Unterhaltungen" gibt es aber auch IMMER normale Kapitel. So entsteht ein Spannungsbogen, der hohen Ansprüchen absolut gerecht wird.
Fazit 5🌟 für einen typischen Aichner. Macht einfach nur Spaß!
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Ein wirklich guter Krimi! Innerhalb eines Wochenendes habe ich ihn gelesen. Das mag was heißen... Aber ich habe das Buch kaum aus den Händen legen können.
Der Schreibstil - ein Traum. Die Geschichte - fesselnd. Der Grat zum Unrealistischen, die Vorkommnisse und die Verbindungen der Figuren untereinander betreffend, war sehr sehr schmal. Der Bogen zum Greifbaren schien mir bereits überspannt, doch der Autor hat die Kurve doch noch gekonnt gekratzt, sodass meines Erachtens nach, schlussendlich ein tolles Werk entstanden ist, welches mir große Leselust bereitet hat! Ich selbst bin ein rießen Fan von langen, vielfach ausgeschmückten Sätzen, mit beherrschter Beistrichsetzung, um eine gewisse sprachliche Fertigkeit zum Ausdruck zu bringen. Allerdings missfällt mir genau das beim Lesen anderer Leutes Romanen. Man muss konzentrierter lesen, da man sonst sehr schnell den Faden verliert, wodurch das Ganze ziemlich langwierig wird... Deshalb liebte ich die kurzen, prägnanten Sätze in diesem Krimi! Dadurch kam ich erst so richtig in diesen, mir sonst eher unbekannten, Lesefluss...
Ich habe durchwegs mitgefiebert, was wohl als Nächstes passieren wird, wie alles endet und ob es doch noch ein Happy End geben wird. Soviel Euphorie beim Lesen empfand ich schon lange nicht mehr!
Normalerweise mag ich Buchreihen nicht sonderlich gerne. Ich meide sie, wo ich nur kann. Gerade bei Krimis und Thrillern gibt es sie en masse, sehr zu meinem Leidwesen.
Dies ist vermutlich die erste Reihe, bei der ich mich auf einen weiteren Teil freue... Also her mit dem nächsten Bronski Krimi!!!
Das Cover: zeigt uns eine Analoge Kamera, gezielte Perspektiven. So vermittelt es das Thema der Schwarz/Weiß Fotographie. Die Betrachter erfassen die Liebe des Hauptprotagonisten David Bronski, zur analogen Fotographie ohne Umschweife.
Inhalt: der Pressefotograph David Bronski, wird durch Kurt- einen ehemaligen Kollegen, auf eine mumifizierte Leiche aufmerksam gemacht. Um sich den Auftrag zu sichern, fährt Bronski nach Innsbruck, in die Wohnung des Opfers. Bei der Leiche findet David eine Fotographie, welche düstere Erinnerungen, seines persönlichen, familiären Schicksals, auslöst. Gemeinsam mit seiner Kollegin Svenja & seiner Schwester Anna, wird er bei den Ermittlungen aktiv. Es beginnt eine spannende Jagd nach dem Täter, den Tatmotiven sowie die Suche nach Antworten, auf das "Warum geschehen diese Dinge?" Fazit: Wir erleben einen absolut überzeugenden Schreib-& Erzählstil. In kurzen sehr genau skizzierten Kapiteln, wechseln die Erzählperspektiven fast "schwerelos". Der Leser erlebt den unausweichlichen Sog, mit dem Lesen fortzufahren. Ein rasanter Kriminalroman, der Erste der neuen David Bronski Reihe. Die ausgelegten Erzählstränge werden kunstvoll zusammengeführt. Einziger Kritikpunkt: es wird nicht ganz klar, warum die Leiche über zwei Jahrzehnte nicht entdeckt wurde.
Der spezielle Schreibstil von Berhnard Aichner war mit schon aus "Der Fund" bekannt, wo ich ihn zwar auch nicht mochte, er aber irgendwie zur skurillen Geschichte passte. In "Dunkelkammer" trägt er mit dazu bei, dass die Geschichte wenig Tiefe erhält. So wird beispielsweise eine sehr emotionale Szene, ein nicht zu erwartendes Wiedersehen nach Jahrzehnten, verglichen mit einem Sport-Großevent, bei welchem dem Reporter die Worte fehlen. Die Geschichte ist wirklich spannend, aber eben auch recht knapp erzählt, so dass Fragen offen bleiben. Wie konnte die Leiche mumifizieren? Es wird zwar erwähnt, wie außergewöhnlich das ist, erklärt wird es aber nicht. Insgesamt wird vieles nur angedeutet. Und wenn man an einer Stelle des Buches zurückblättert, um das erste Kapitel noch einmal zu lesen, weil man durch einen Plottwist überrascht wurde, stellt man fest, dass der Beginn dann nicht mehr stimmig ist.
„Dunkelkammer“ war mein erster Thriller von Bernhard Aichner. Der Schreibstil des Autors ist sehr eigenwillig und anders, als alles andere, was ich bisher gelesen habe. Kurze Sätze reihen sich aneinander und statt Anführungszeichen verwendet er Spiegelstriche. Die Dialoge selbst lesen sich eher wie ein Drehbuch und die Gespräche wirken häufig seltsam unnatürlich und emotionslos. Normalerweise wären all diese Kriterien Gründe für mich, ein Buch nicht zu lesen. Im Falle von „Dunkelkammer“ ist es allerdings so, dass der sonderbare Schreibstil dazu beitrug, dass ich den Thriller als großartig empfunden habe. Gleichzeitig ist er nämlich wahnsinnig spannend und temporeich geschrieben. Der Autor gönnt dem Leser nie auch nur einen Moment Verschnaufpause, die Ereignisse überschlagen sich von der ersten bis zu letzten Seite. Es handelt sich hier um den Auftakt einer neuen Serie. Im Mittelpunkt steht der Pressefotograf David Bronski, der eine ziemlich morbide Einstellung zur Totenfotografie hat. Als er Kenntnis von einem besonders schockierenden Tatort erhält, denkt er zunächst nur ans Geld. Doch als er im Geldbeutel des Mordopfers ein Foto seiner vor 20 Jahren verschwundenen Tochter findet, stellt er nach und nach fest, dass er eine Schachfigur in einem ausgeklügelten Spiel ist. David Bronski ist ein Mensch, den das Leben hart gemacht hat, doch er trägt das Herz auf dem rechten Fleck und seine Familie bedeutet ihm alles. Der Plot von „Dunkelkammer“ ist sehr spannend und mit jedem Kapitel kommen neue unfassbare Enthüllungen ans Licht. Auch Bronskis Schwester und seine neue Kollegin sind Charaktere, die man gerne mag. Dies war ein überaus gelungener Reihenauftakt und ich freue mich auf Bronskis nächsten Fall.
Meine Meinung bezieht sich auf die Hörbuch-Version bzw. Hörspiel-Version: --------------------------------------------------------------
Das Hörspiel konnte mich gut unterhalten. Normalerweise mag ich ja Hörspiele nicht so gerne. Aber die unterschiedlichen Sprecher haben in dem Fall gut gepasst. Es war unterhaltsam, wohl aber kein Buch, das mir lange in Erinnerung bleibt, tw. etwas unglaubwürdige Geschehnisse und etwas vorhersehbar.
Das war also mein erster Aichner. Ein ordentlicher Krimi mit vielschichtigen Charaktere, die mir gut gefallen haben. Die Idee und auch die Handlung war jetzt nicht neu oder besonders, aber alles in allem hat es mich gut unterhalten. Die wörtliche Rede in den separaten Kapitel mit Gedankenstrichen vorab ist gewöhnungsbedürftig und ich bin immer noch nicht sicher, ob ich es mag.
Wie immer ein wunderbarer Aichner. Bis zum Schluss fesselnd. Es kristallisiert sich zwar früh heraus in welche Richtung die Geschichte geht, aber die Erzählweise und der Schreibstil lassen einen nicht los.
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Man mag den Schreibstil von Aichner oder nicht. Ich persönlich liebe den Schreibstil! Allerdings gab es einen Logikfehler im Buch, der mich gestört hat und für die Geschichte nicht ganz unerheblich war. Weiters ging es mir gegen Ende etwas zu schnell und zu einfach, ansonsten grandios wie immer!
Unfassbar gut geschrieben. Hochspannung pur. Die Charaktere fantastisch angelegt, tiefgründig, absolut glaubwürdig. Die Geschichte selbst: bravourös, erstklassig!
I didn't quite guess what would happen, but when things happened, I wasn't too surprised about them. Bonus, it was an unusual writing style. Many ellipses.