Karl Krolow, geboren am 11. März 1915 in Hannover, lebt heute in Darmstadt. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des PEN-Clubs. 1956 erhielt er den Georg Büchner-Preis. Seine wichtigsten Veröffentlichungen sind die Lyrikbände "Die Zeichen der Zeit" 1952; "Wind und Zeit" 1954; "Fremde Körper" 1959; "Unsichtbare Hände" 1962. Karl Krolow ist außerdem als Übersetzer und Essayist hervorgetreten. "Schattengefecht" enthält Beschreibungen dichterischer Texte, Werkstattberichte, Entwürfe zu einer Poetik als Interpretation und Selbstinterpretation. "Lyrik und Leidenschaft", "Die Rolle des Autors im experimentellen Gedicht" und "Über das Lakonische in der modernen Lyrik" heißen die Titel der umfangreichsten Essays in diesem Band. Sie bezeichnen bündig Krolows theoretisches Interesse; es gilt dem Gedicht und dessen Verwirklichungen in der Zeit.