In einer Nacht auf Capri kommt eine dreirädrige Ape von der Straße ab und stürzt den Abhang hinunter. Das Unfallopfer ist Elisa Constantini, Mutter zweier kleiner Kinder. Bald ist klar, dass das Auto manipuliert wurde und auf Aurora Bellini zugelassen war. Galt der Anschlag also eigentlich der früheren Chefin der Limoncello-Fabrik Bellini? Und welche Rolle spielt der ehemalige Zitronenpflücker Simon Mugele, der heute den Betrieb führt? Die Ermittlungen führen Agente Enrico Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo in die inneren Kreise der Zitruswirtschaft auf Capri und in Sorrent, wo ein erbitterter Kampf ausgefochten wird: um Absatzzahlen auf der einen Seite – und den nachhaltigen Anbau und alternative Vertriebswege auf der anderen.
Luca Ventura ist ein Pseudonym. Der Autor lebt am Golf von Neapel, wo er derzeit am nächsten Fall der Capri-Serie um den Inselpolizisten Enrico Rizzi und dessen norditalienische Kollegin Antonia Cirillo schreibt.
Für mich war „bittersüße Zitronen“ ein perfekt aufgebauter Krimi 😍 die Handlung war nicht über die Maßen spannend, jedoch einfach ein solider Krimi! Was für mich den absoluten Reiz der beiden Bücher von Luca Ventura ausmacht ist der wunderbare Schreibstil der dafür sorgt, dass man selbst den Zitronengeschmack auf der Zunge schmeckt. Gerade in der ersten Hälfte des Buches wird geschickt die Illusion nach dem Sehnsuchtsort aufgebaut, während im zweiten Teil auch immer mehr die Schattenseiten der Insel deutlich werden! 🏝
Etwas temporeicher als der erste Band der Reihe, aber trotzdem eher solide Durchschnittskost aus dem beliebten Urlaubskrimi-Genre. Capri enttäuscht als malerische Kulisse des recht konventionellen Kriminalfalls einmal mehr nicht, dafür bleiben die beiden Hauptfiguren Enrico Rizzi und vor allem Antonia Cirillo auch bei ihrem zweiten Einsatz seltsam farblos. Vor allem in Sachen Figurenentwicklung hatte ich mir von "Bittersüße Zitronen" ein wenig mehr erhofft.
Gleich vorweg: Alle, die von diesem Krimi Hochspannung erwarten, die zum Nägelbeißen verleitet, sind hier fehl am Platz. Wer sich aber in Zeiten der eingeschränkten Mobilität für einige Stunden in den italienischen Süden wegträumen möchte, kann hier unbesorgt zugreifen.
Bei einem Urlaubskrimi geht es in erster Linie darum zu unterhalten, die besondere Atmosphäre einer Region und die Eigenheiten ihrer Bewohner zu beschreiben, etwas familiären oder persönlichen Hintergrund des Ermittlers hinzuzufügen, plus das Ganze dann noch mit einem eher unspektakulären Mordfall zu garnieren, der den Leser nicht aus seiner Komfortzone reißt. Und das ist dem unter Pseudonym schreibenden Autor Luca Ventura gelungen, auch wenn diesmal nicht die Sonne rot im Meer versinkt und der Himmel angesichts der dunklen Jahreszeit eher grau als blau ist.
Unfall oder Mord? Diese Frage müssen sich der einheimische Agente Enrico Rizzi und seine aus dem Norden strafversetzte Kollegin Antonia Cirillo stellen, als Elisa Constantini mit einer Ape auf einer kurvigen Straße die Böschung hinunterstürzt und ums Leben kommt. Das Fahrzeug war manipuliert und gehört Aurora Bellini, der Eigentümerin einer Fabrik, die im großen Maßstab Zitronen diverser Zulieferer unter anderem zu Limoncello verarbeitet. Und auch die Constantinis beliefern Aurora seit Jahrzehnten. Stellt sich die Frage, ob es einen Zusammenhang mit den Plänen der Familie Constantini gibt, die beabsichtigen in die Selbstvermarktung via Crowdfarming einzusteigen. Die Anzahl der Verdächtigen ist übersichtlich, ebenso die möglichen Mordmotive der Verdächtigen. Geht es um Geld? Um eine Familienfehde zwischen zwei Matriarchinnen? War es Eifersucht? Oder etwas ganz anderes?
Die Auflösung dreht sich mehrmals im Kreis und ist nicht gänzlich überraschend. Was mich allerdings erstaunt und was ich so in einem kuscheligen Urlaubskrimi nicht erwartet hatte, waren die kritischen Einschübe, die die Vorurteile der Capresen gegenüber den meist afrikanischen Pflückern thematisierten. Ebenso die Hinweise auf die schlechten Arbeitsbedingungen, die spärliche Entlohnung sowie die menschenunwürdigen Quartiere auf den Zitronenplantagen. Gut so, und ich hoffe, dass der Autor auch in künftigen Bänden der Reihe einen kritischen Blick auf das Urlaubsparadies im Golf von Neapel wirft.
Die italienische Atmosphäre ist richtig spürbar und war mein Lieblingspart am ganzen Buch. Im Gegensatz zu „Mitten im August“ fand ich die Geschichte viel besser aufgebaut und spannender als beim ersten Teil und auch der Schreibstil hat sich positiv entwickelt. Die Hauptfiguren bleiben trotzdem irgendwie unnahbar.
Dann das große ABER: „Er hat schnell gelernt. Sogar unseren Dialekt. Wir haben immer gesagt: Simon, wenn wir über dir eine Tüte Mehl ausschütten, würde kein Mensch merken, dass du keiner von uns bist“ - Eine Beschreibung von einem der zwei PoC Charaktere in dem Buch…
Mag sein dass die Grundaussage positiv sein soll, aber das ändert für mich nichts. Die ganze Geschichte hatte eine komische Fixierung auf die Hautfarben der Figuren (und auf Afrika im Allgemeinen) und abgesehen von dem erwähnten Zitat und der Erwähnung des N-Wortes kommen noch ein paar andere grenzwertige Aussagen hinzu. Ja, die kamen von rassistischen Charakteren im Buch aber das wurde nie so richtig eingeordnet. Die Menschen in Süditalien mögen anscheinend keine „Ausländer“, der Kommisar selbst sagt, dass ers ebenfalls internalisiert hat und fertig. Der PoC Charakter hatte zwar eine wichtige Rolle aber wurde dann trotzdem häufig unterschwellig degradiert. Genauso mit der weiblichen Ermittlerin, die ganze Zeit von ihren Kollegen runtergeredet wird🥲 Es kam mir so vor als fühle sich der Autor verpflichtet, gewisse Charaktere einzubauen um sie dann eigentlich die ganze Zeit runterzumachen.
Entweder ist er ziemlich rechts oder er wollte das Gegenteil beweisen und hat das ohne große Recherche gemacht. Ich glaube zweiteres, weil z.b echt viele Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte behandelt werden, was ich wiederum super finde🙃
Vielleicht bin ich da zu sensibel, aber ich frage mich immer wie sowas in Büchern, die in den letzten paar Jahren erschienen sein kann. Liest da niemand drüber?
Ein gewöhnlicher Krimi, der durch den Schreibstil des Autors zu etwas Besonderem wird.
Der Autor hat mit seiner Erzählweise nicht nur einen Hauch Italiens vermittelt, vielmehr war es eine starke Brise. Er hat anfangs seine Insel nicht nur bildgewaltig beschrieben, sondern auch Geschmäcker und Gerüche einfließen lassen. Großartig!
Über die beiden Ermittler musste ich so manches Mal schmunzeln. Kurz gesagt, ist es irgendwie kein funktionierendes Team gewesen: Antonia Cirillo etwas zu forsch, eindringlich und unfreundlich und Enrico Rizzi, der sich stets und regelmäßig mit den Worten „Ich muss was erledigen“ verabschiedet, ohne seinen Kollegen zu verraten, wohin er geht bzw. was er vorhat. Es war unterhaltsam.
Ich kann den Roman jedem empfehlen, der Fernweh hat und gerne Krimis liest.
Solider 2. Teil der Capri Reihe. Wie bereits beim ersten Teil braucht man keine Hochspannung erwarten, allerdings & das steht für mich im Vordergrund, bringt einem der wunderbar beschreibende Schreibstil des Autors immer wieder für ein paar Minuten an die italienische Küste.
Agente Enrico Rizzi kommt zu einem Unfallort. Eine alte Ape ist einen Abhang hinuntergestürzt. Die Fahrerin Elisa Constantini kann gerade noch hauchen, es habe sich nicht um einen Unfall gehandelt, bevor sie stirbt. Gemeinsam mit seiner Kollegin Antonia Cirillo begibt sich Rizzi daran, die Hintergründe des Todesfalls aufzuklären. Jeder kennt jeden auf Capri und so weiß Rizzi, dass Elisas Familie ihre berühmten Zitronen an einen örtlichen Hersteller von Limoncello liefert. Doch nach des Vaters Tod hat ihre Schwester Rafaela andere Pläne, sie will auf Ökolandwirtschaft umstellen und die einzelnen Bäume mit Crowdfarming finanzieren. Elisas Tod bedeutet einen schweren Schlag.
Auch bei ihrem zweiten Auftritt entführen Enrico Rizzi und Antonia Cirillo die Leser auf die schöne Insel Capri. Sonne, blauer Himmel und ein Duft von Zitronen, so stellt man es sich vor. Und natürlich auch mal ein Hauch von Diesel von den Motoren der Fährschiffe. In so einer Idylle, die durch die Touristen gerne frequentiert werden, kann es doch keins Verbrechen geben. So würde es der Kommandant der Polizeistation am liebsten sehen. Doch leider bleiben Menschen eben Menschen und auch ein Idyll nicht zwingend von Straftaten verschont. So stellt sich schnell heraus, dass die Bremsen von Elisas Fahrzeug manipuliert wurden.
Neben dem Erzeugen von einer gewissen Sehnsucht nach Urlaub auf der schönen Insel, zeigt der Autor auch Seiten der Insel, die der Besucher eher selten zu sehen bekommt. So werden bei der Zitronenernte Hilfskräfte eingesetzt, bei denen es sich häufig um Illegale handelt. Diese werden mitunter schlecht behandelt. Als Leser kann man in gewisser Weise hinter die Kulissen blicken und feststellen, dass der schöne Schein nicht immer gewahrt wird. Auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Familien sind vielschichtig und für Zugezogene nicht leicht durchschaubar. Aus seinen Zutaten mischt der Autor einen spannenden und sehr interessanten Fall mit einem gewieften Ermittler und seiner Kollegin, der man gerne einen größeren Anteil und einen Gewinn des Wettlaufs wünscht.
Ein weiteres Buch aus der Capri-Krimi Reihe von Luca Ventura. Eine junge Frau stirbt in einer Ape und die Ermittlungen rund um den ortsansässigen sympathischen Enrico Rizzi und seiner strafversetzten Kollegin aus dem Norden beginnen. War es ein Unfall oder doch Mord? Man kann das Buch auch lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Es ist kein allzu verzwickter schwieriger Fall. Auch einige sozialkritische Themen werden wieder behandelt - diesmal geht es um die Zitronenplantagen, auf der Arbeiter vor allem aus Afrika arbeiten und ausgebeutet werden. Es geht auch um Crowdfarming, neue Wege der Landnutzung und Nachhaltigkeit. Ich freue mich auf viele weitere Fälle in dieser Serie.
Vielen Dank an NetGalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar.
The second volume of the Capri crime series was also an amusing read. The main themes are the famous southern Italian lemons, limoncello, crowdfarming, love affairs and family feuds. Elisa Constantini dies in a car accident. Rizzi does not believe that it was a tragic accident but claims that the three-wheeled Ape has been tampered with and that it is therefore a murder. He tries to solve the case with his colleague Cirillo, who, as usual, he only feeds with 'half-infos'. The good thing about this crime thriller is that the reader is often misled. If you think you know who the murderer is, you'll be disabused shortly afterwards. It remains exciting from the first to the last page.
Ich habe “Bittersüße Zitronen” während unseres Urlaubs an der Amalfikueste gelesen. Unsere Unterkunft hatte einen direkten Blick auf Capri und lag nahe Sorrento - den Hauptorten dieses Buches. Allein die Gegebenheiten, dass wir vor der Haustüre die Handlungsorte dieses Krimi erleben konnten, machte das Buch etwas ganz Besonderes für mich. Abgesehen davon fand ich das Buch wirklich schön. Eine gelungene Mischung aus Krimi, italienischem Dolce Vita und den Werten des einfachen, in seinem Heimatort verwurzelten Lebens hat mir wirklich gut gefallen. Eine wunderbare Urlaubslektuere!
Teil 2 der Enrico Rizzi Serie ist wieder ein grundsolider Regionalkrimi. Capri, der Golf von Neapel sind weiterhin der Standort für den Fall. An sich ein Eifersuchtsdrama in der Familie. Leider ist die ungelöste Dynamik im Ermittlerduo und die Gegensätze vom Inselvolk zu den "Landitalienern" sind noch nicht wirklich ausgearbeitet. Auch ist mir die Lösung etwas zu schnell und zu einfach. Die Charaktäre könnten noch etwas mehr ausgearbeitet werden und mehr Tiefe vertragen.
Ich habe den ersten Teil um Enrico Rizzi ebenfalls gelesen, aber ,,Bittersüße Zitronen'' blieb etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Die Atmosphäre rund um Capri und Napoli wurde wieder eindrucksvoll dargestellt und die Erzählweise ist sehr charmant, jedoch fehlte mir bei diesem zweiten Teil das gewisse Etwas. Die Geschichte bot durchaus Potenzial, jedoch empfand ich die Auflösung als etwas abgedroschen und vorhersehbar - deshalb dieses Mal nur 3/5 Sternen.
Der zweite Teil der CAPRI-Krimi-Reihe von Luca Ventura hat mir weitaus besser gefallen. Es ist dem Autor in diesem Roman nun gelungen von Beginn weg bis zum Ende hin einen Faden durchzuziehen. Auch ist die Spannungskurve entlang dieses Fadens stetig gestiegen, sodass es auch leicht war, die eigene Phantasie spielen zu lassen und in "Lesepausen" darüber zu grübeln, wie es hätte sein können bzw. wie die Geschichte ausgehen könnte.
Das Hörbuch war ok zum Backen/Kochen, aber die Handlung war nicht sooo spannend. Irgendwann war es auch nicht mehr so interessant, wer denn nun die Ape manipuliert hatte. Ständig falsche Vergangenheit nervte ein bisschen. Und das Afrika bashing hat null zur Handlung beigetragen - Ghana ist ein verdammtes Land, es ist ein verdammter Kontinent - why?! Vom Klappentext habe ich mir mehr versprochen...
Das Buch „Bittersüße Zitronen“ hat mich überrascht; am Anfang hat sich die Handlung sehr gezogen aber ab Mitte des Buches wurde die Handlung besser und es wurde spannender als auch interessanter. Allerdings hat das ständige Beschreiben von all möglichen Dingen etwas dem Handlungsvorgang langweiliger gemacht aber wer dieses Beschreiben mag, hat eine gute Wahl mit „Bittersüße Zitronen“ getroffen.
Schöner Krimi, der die Lust nach Italien und Urlaub weckt. Der erste Teil gefiel mir bereits sehr gut und beschrieb so schön das Italienische Flair. Die Story ist nicht hochspannend jedoch sehr unterhaltsam und lässt sich schnell „weglesen“. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, es war eine schöne entspannte Urlaubslektüre die mich gut unterhalten hat.
Guter Krimi, jedoch werden die Personen Zusammenhänge nicht gut erklärt, was es etwas schwer zum lesen macht. Ende wurde ganz oke. Anders als bei den meisten Krimis konnte man hier nicht gleich erahnen, wer der Mörder/ die Mörderin war.
Ein sehr schöner Sommer-Krimi! Nicht unbedingt besonders oder unglaublich spannend ( muss ja auch nicht immer sein hihi), aber doch gut zu lesen , besonders eben in der warmen Jahreszeit. Capri wird bildhaft und wunderschön beschrieben; die Komissare haben mich jedoch nicht so gepackt
Ein super schönes leichtes Buch für den Sommer für Zwischendurch! Langsam aber sicher verliebe ich mich in Cirillo und Rizzi und die kleine Polizeimannschaft von Capri!
Die ganze Serie ist grundsolid, ohne aussergewöhnlich zu sein. Dieser Fall hat mir aber besser gefallen als die anderen Fälle. Vielleicht liegt es daran, dass dieser Fall wirklich nur im Golf von Neapel spielen kann. Nur hier gibt es diese Mischung zwischen Insel und Festland einerseits und qualitativ hochwertige Zitronen andererseits. Die Ermittlungen führen Enrico Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo in die verschwiegene Welt der Zitroneproduktion auf Capri und in Sorrent, denn ein erbitterter Kampf um Absatzzahlen und nachhaltigen Anbau führt zu einem verdächtigenTodesfall. Trotz allem lese ich die Bücher dieser Serie immer mit Freude, weil sie geographisch und kulturell gut eingebettet sind.