Ein kluger und frischer Roman über die Freuden und Fallen einer Freundschaft zwischen zwei Frauen, und ein Sommer, der vieles in Frage stellt. Sonia und Bea sind beste Freundinnen. Sie sind zusammen in einer Kleinstadt aufgewachsen und waren immer füreinander da. Doch je älter sie geworden sind, desto seltener haben sie sich gesehen. Ein gemeinsamer Sommerurlaub auf einer Baleareninsel soll ihre alte Freundschaft neu beleben. Aber die Reise entwickelt sich ganz anders als erwartet. Sonia entdeckt, wie sehr sie sich nach Freiheit und Abstand sehnt, nicht nur von ihrem Alltag, sondern auch von Bea. Sie beginnt eine Liebelei und lernt eine Familie kennen, die ihre eigenen Vorstellungen vom Mutter- und Tochtersein durcheinanderbringt.
Ein zu kurzer Spaß, der zwar das Potential für etwas Großes hatte, aber es nicht genutzt hat. Sonia und Bea sind beste Freundinnen, die ein gemeinsames Urlaub mit Strand und Spaß planen um ihre langjährige Freundschaft zu beleben. Sonia und Bea könnten nicht unterschiedlicher sein, es ist nicht nur die äußerliche Erscheinung, sondern auch ihre Persönlichkeiten, die so anders sind. Bea ist das Feuer und Sonia ist der "rothaarige Schatten" von Bea, wie es auch im Buch einmal erwähnt wird. Sie scheint ruhig, aber ist geplagt von ihrer inneren Unruhe und Zweifel.
Das Setting und auch die Erzählweise haben mir sehr gefallen. Kurze Absätze, die viel Wert auf die Atmosphäre legen. Lebhafte Charaktere und der dahinziehende innere Monolog von Sonia mit ihren Rückblicken. Die Geschichte springt zwischen der Gegenwart und Vergangenheit, aber man kann der Geschichte mühelos folgen. Sonia fand ich als Charakter super interessant, weil sie so sparsam mit sich selbst war. Allerdings fand ich schade, dass viele Dinge nur oberflächlich angekratzt wurden ohne dass wirklich über etwas tiefgründig reflektiert wurde. Es gab nie wirklich ein Moment des Konflikts. All die Problemzonen, die auftauchten, hat man dann auch flüchtig verlassen. Allein Bea hat als Gegenpol gedient und Bea tat mir dann am Ende am meisten leid.
Ich finde das Buch auf jeden Fall lesenswert. Es fühlt sich tatsächlich an wie ein Sommerurlaub mit viel Sonne an einem fremden Ort, wo man sich gezwungener maßen mit sich selbst beschäftigen muss. Das Buch schwankt zwischen 3 und 4 Sternen, wobei ich zu 3 Sternen tendiere.
** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Zur Hälfte des Buches wollte ich schon aufgegeben und hab diese Rezension in meine Notizen getippt: Bei dem folgenden Satz im Klappentext ("über eine besondere Freundschaft und darüber, was es heißt, heute eine junge Frau zu sein") habe ich mir was anderes vorgestellt, etwas Schönes, wenn auch vielleicht manchmal Anstrengendes mit tollen Momenten und vielen Gesprächen, vielleicht auch Diskussionen. Stattdessen war diese Geschichte völlig ernüchternd. Ich bin dann noch ein bisschen in die Geschichte reingekommen, aber es bleibt die Ernüchterung über diese Freundschaft, die für mich leider nicht besonders ist und die ich mir für mich so auf keinen Fall wünsche.
Ich habe dieses Debüt sehr genossen und war sehr froh, es schon vorab lesen zu können. Es weht die ganze Zeit eine sommerliche Melancholie durch die Luft. Das Thema Freundschaft und Erwachsenwerden wird sehr treffend dargestellt. Ich halte es für einen idealen Sommerroman: kurzweilig, einfühlsam, atmosphärisch.
Seit ihrer Kindheit sind Sonia und Bea die besten Freundinnen. Doch wie das Leben manchmal so spielt haben sich die beiden über die Jahre nach und nach entfremdet. Um ihre Freundschaft neu aufleben zu lassen, beschließen die beiden Frauen einen kleinen Sommerurlaub zu machen. Nur leider geht der Urlaub eher in die entgegengesetzte Richtung. Schnell wird Sonia klar, dass sie lieber weniger als mehr Zeit mit Bea verbringen möchte. So kommt es auch, dass die dreißigjährige einen Großteil ihres Urlaubs mit zwei Teenagern und deren Familie verbringt. Bea lässt sie dabei oft alleine zurück, worüber diese nicht besonders glücklich ist.
Character (4/10): Leider muss ich gestehen, dass ich persönlich mit den Charakteren nicht besonders warm geworden bin. Die gesamte Handlung wurde aus Sonias Perspektive erzählt und dennoch hatte ich nicht das Gefühl ihr wirklich nahe gekommen zu sein. Ich konnte sie und ihr Handeln nicht wirklich nachvollziehen. Für mich hat beispielsweise keinen Sinn ergeben, warum sie mit einem 17-jährigen Jungen etwas angefangen hat. In die anderen Charaktere hat man meiner Meinung nach noch weniger Einblick bekommen.
Atmosphere (6/10): Die Atmosphäre der Geschichte hat mir da schon besser gefallen. Als Lesender konnte man sich tatsächlich ganz gut in einen Sommerurlaub reinversetzen, da die Autorin die unterschiedlichen Eindrücke gut und ausführlich geschildert hat.
Writing Style (5/10): Hier eine neutrale Bewertung meinerseits. Mir ist der Schreibstil weder positiv noch negativ in Erinnerung geblieben. Man kam relativ schnell und flüssig durch das Buch. Persönlich hätte ich mir allerdings eher Kapitel als einzelne Abschnitte gewünscht, aber das ist wirklich absolut subjektiv.
Plot (3/10): Von allen Kriterien muss ich der Handlung leider die wenigstens Punkte geben, da ich einfach nicht verstanden habe, was mir dieses Buch sagen soll. Ich hatte eine Geschichte über eine tolle Freundschaft erwartet und im Endeffekt hatte es damit eigentlich nichts zu tun. Das Fazit der Handlung war, dass sie sich auseinander gelebt haben und auch nicht mehr zusammenfinden. Was natürlich auch realistisch betrachtet passieren kann. Es war aber einfach nicht, was ich mir von dem Buch als Storyline erhofft hatte. Die Geschichte war irgendwie relativ bedrückend, was ich mir von einer leichten Sommerlektüre nicht unbedingt wünsche.
Intrigue (5/10): Auch hier wieder eine neutrale Bewertung. Da das Buch relativ kurz war, kam man schnell durch die Geschichte durch und wie bereits erwähnt, wurde dies durch den flüssigen Schreibstil auch nochmal begünstigt. Bedauerlicherweise haben mir weder die Charaktere noch die Handlung zugesagt, weshalb ich das Buch dennoch nicht wirklich genießen konnte.
Logic (4/10): Ich denke, hierzu muss ich nicht viel sagen. Wie bereits erwähnt hat Sonias Verhalten für mich nicht wirklich Sinn ergeben und auch die Handlung konnte mich nicht für sich begeistern, wodurch das Buch für mich dann leider auch nicht wirklich logisch war.
Enjoyment (4/10): Auch hier halte ich mich kurz. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da ich jedoch scheinbar falsche Erwartungen an die Geschichte hatte, hat es mir enttäuschenderweise nicht wirklich Spaß gemacht es zu lesen.
Fazit (4,4/10): Mit 4,4 Punkten ist "Krokodile" knapp an drei Sternen vorbeigeschlittert. Persönlich kann ich es traurigerweise nicht weiterempfehlen. Es hat zwar auch seine guten Seiten, wie, dass es angenehm und kurz gehalten wurde, allerdings wiegt das für mich den Rest nicht auf. Wenn ihr meine sonstigen Rezensionen kennt und wisst, dass wir sehr unterschiedlich über Bücher denken, dann könnt ihr dem Buch super gerne eine Chance geben. Solltet ihr jedoch eher ähnlich wie ich ticken, dann greift lieber zu etwas anderem.
Krokodile von Angie Volk erzählt von der Freundschaft von zwei Frauen um die 30, die sich schon als Kinder und Jugendliche kannten und viel Zeit miteinander verbrachten. Jetzt wollen sie auf einer spanischen Insel gemeinsam Urlaub machen. Der Roman ist so konzipiert, dass die Handlung mit der Ankunft beginnt und mit der Abreise endet. Schnell merken die Icherzählerin Sonia und ihre Freundin Bea, dass eine gewisse Entfremdung zwischen ihnen entstanden ist. Sonia lernt außerdem einen 17jährigen Jungen kennen und verbringt viel Zeit mit ihm und seiner Familie. Das trägt zu Spannungen mit Bea bei.
Sprachlich ist das fein gemacht, mit einem außergewöhnlichen Blick auf die Situation und Umgebung. Ein lesenswerter Roman mit vielen guten Momenten.
Zum Inhalt: Um endlich wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen, beschließen die Freundinnen einen gemeinsamen Urlaub auf den Balearen zu machen. Sie kennen sich ewig und waren immer für einander da, da wollen sie wieder neu beleben. Doch vor Ort stellen sie fest, wie sehr sie sich doch mittlerweile unterscheiden und die Reise läuft völlig anders als geplant. Meine Meinung: Das war so ein Buch, dass man ganz einfach nebenher hören kann und es unterhält einen einfach gut. Wer hat nicht schon mal erlebt, wie Freunde sich auseinander entwickeln? Die Charaktere im Buch haben mir gut gefallen und auch die Geschichte war gut. Angetan war ich auch von der Sprecherin, die wirklich eine angenehme Stimme hat. Fazit: Schöne Unterhaltung
Mir hat dieses Buch nicht wirklich gefallen, ich finde es aber nicht einfach, den Grund dafür in Worte zu fassen.
Ich glaube, es lag daran, dass ich die Protagonistin total unsympathisch fand! Sie ist eine erwachsene Frau, die sich im Urlaub mit ihrer Freundin wie ein unreifer Teenager benimmt. Es ist ihr wichtiger, mit jungen Leuten Party zu machen, Drogen zu nehmen und rumzumachen, als Zeit mit ihrer Freundin zu verbringen. Ich habe mich das ganze Buch über gefragt, was das soll und fand ihr Verhalten eher zum fremdschämen als dass ich es nachvollziehen konnte.
Nun gut, das Buch ist nicht besonders dick und leicht zu lesen, darum war es egal. Aber es ist kein Buch, das ich empfehlen würde.
Zwei Freundinnen im Sommer auf einer Insel, eine gemeinsame Vergangenheit und die Schwierigkeit nach vielen Jahren daran anzuknüpfen. „Krokodile“ ist ein gelungener Roman über die Freundschaft zweier Frauen, Urlaubsbekanntschaften u den Geruch nach Sonnencreme am Meer. Über allem schwebt eine gewisse Melancholie und dennoch macht das Buch Lust auf Sommer, Strand und darauf das Leben zu genießen. Eine (zu) kurze, aber angenehme Lektüre, die auch ein wenig nachhallt, vor allem weil es Angie Volk sehr gut gelingt Stimmungen einzufangen und sie auf Papier zu bringen. Empfohlen für alle Inselurlauber, Sonnenanbeter und zu Hause Gebliebene...
Angie Volks "Krokodile" ist ein sommerlich anmutender Roman, welcher auf einer Sommerinsel zwischen Strandbesuchen, kleinen Bummeln und Partys spielt. Bea und Sonia sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet. Gemeinsam fliegen sie in den Urlaub, um alte Erinnerungen aufleben, neue dazu zu gewinnen und sich wieder anzunähern.
Unterschiedlicher könnten die beiden Protagonistinnen sowohl charakterlich, Aussehen als auch Lebensumstände nicht sein. Bea ist aufgeschlossen, kontaktfreudig und mutig. Die Ich-Erzählerin Sonia ist hingegen passiv, zurückgezogen und hält oftmals Situationen einfach aus, da sie nicht weiß, wie sie sich verhalten soll. Sie ist der Schatten ihrer Freundin Bea. Der Urlaub der beiden Freundinnen soll ihre Beziehung wieder kitten, denn beide führen mittlerweile ihr ganz eigenes Leben. Mich hat der Roman gut aufgrund der Thematik gefallen: Freundschaften sind etwas sehr besonders. Gerade die Facetten einer Freundschaft zeigt Volk ganz wunderbar in „Krokodile“ auf. Die kurzen Abschnitte, die sowohl in der Vergangenheit und Gegenwart spielen, und die sommerlich ernste Atmosphäre fand ich sehr gelungen. Das Sonia sich von ihrem Schatten-Dasein entfernt war ein berührender Gedankengang. Der Roman lässt dem Leser:in die Möglichkeit zwischen den Zeilen selber zu interpretieren. Dennoch hätte ich gerne noch mehr über die Freundschaft, die genauen Lebensumstände und wie es ist eine junge Frau zu sein erfahren. Die Höhen und Tiefen der Freundschaft wurden mir teilweise zu knapp angesprochen.
📖 Ein kurzes Buch über die Freundschaft zweier Freundinnen seit Kindheitsbeinen, die diese neu finden und ausloten müssen. Ein herrlicher, knapper Sommerroman! [3,5/5]
Ich mochte das Buch. Aus dem Grund, dass es sich sehr gut für einen Buchclub eignet. Oder zur Diskussion mit Freundinnen. Viele Themen und Situationen werden beschrieben und es wird dabei belassen. Viele andere Frauen haben sich bestimmt auch schon in ähnlichen Situationen gefunden. Im Buch fehlt oftmals die emotionale Reaktion der Protagonistin, für mich eben ein Grund, warum es guten Diskussionsstoff bietet. Leider hatte ich niemanden mit dem ich mich über das Buch austauschen konnte.
Was für ein tolles Buch! Es geht um zwei Freundinnen um die 30, einen Urlaub und all die Details dazwischen - und ich habe es wahnsinnig gerne gelesen. Die Sprache ist einfach nur der HIT! Perfekte Sommerlektüre!!!
„Ich frage mich, wie es wäre, hier zu bleiben, ob es den Versuch wert wäre - einfach immer mehr Luft ausatmen, die Lungen verschließen, sich mit allen Gliedern verpacken zu einem Bündel und hier hocken bleiben, in dieser lauwarmen salzigen Nährlösung, die Geräusche des Strandes noch schwach erahnen können, aber nichts mehr mit ihnen zu tun haben.“
Es gab ein paar schöne Beschreibungen, doch leider beschränkt sich die Handlung darauf, dass sich eine Frau während des Urlaubs noch mal jung gibt.
"Krokodile" erzählt die Geschichte zweier langjähriger Freudinnen - und hier überwiegend das Erleben eines gemeinsamen Sommerurlaub. Dieser soll die Freundschaft wieder enger machen und die alte Vertrautheit wieder herstellen. Das funktioniert nur bedingt, die Beiden haben zwischenzeitlich doch andere Vorstellungen vom Leben entwickelt. Zudem lässt sich eine der Zwei auf einen Urlaubsflirt mit einem Teenager ein. Die Stimmung, die Gefühle, die Entwicklung des Urlaubs wird in einer schönen Sprache erzählt. Kurze Szenen und Sätze lassen Raum für eigene Interpretationen. Die Sprecherin konnte mich nicht zu 100% überzeugen, ich kann es aber nicht genau begründen, an was da lag. Vielleicht hat sie einfach nicht so zur Geschichte gepasst. Insgesamt eine interessante Erfahrung und durchaus hörenswert.
Ein sehr kurzes, aber lesenswertes Buch über zwei Freundinnen, die versuchen, durch einen Urlaub ihre Freundschaft wiederzubeleben. Die sommerliche Melancholie in diesem Buch hat sich für mich persönlich sehr realistisch angefühlt. Ob man es mit in den Sommerurlaub nehmen sollte, weiß ich nicht, aber es hat total gut zu dem sommerlichen Wetter momentan gepasst und war sehr entspannend zu lesen.
Schöne Sommerlektüre. lustig und melancholisch zu gleich- Mensch versinkt schnell in ihre Welt und liegt ein paar Tage gedanklich am Strand, während Erinnerungen in Wolkenform vorbei fliegen.