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Shiver: Meisterhafte Horrorgeschichten

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Von übernatürlichen Phänomenen und menschlichen Abgründen – Horrorgeschichten, die unter die Haut gehen

„Shiver“ ist nicht nur eine Hommage an Junji Itos unvergleichliches Talent, sondern auch eine Einladung, die düsteren Tiefen der menschlichen Psyche zu erkunden. Mit seiner meisterhaften Mischung aus Realität und Übernatürlichem offenbart er eine verstörende Welt, die Leser fasziniert und gleichzeitig in Angst versetzt: Von der mysteriösen Schallplatte einer Toten bis hin zu einem Mannequin, das als Filmstar über die Leinwand flimmert, lässt Ito seine Leser ganz allmählich vom Alltäglichen ins Unheimliche abgleiten. Die vorliegende Sammlung umfasst neun seiner besten Kurzgeschichten, ausgewählt und kommentiert vom Autor selbst. Einige Storys sind deshalb auch in anderen Geschichtenbänden von Juni Ito enthalten.

Alle Kurzgeschichten auf einem Blick:
- Die gebrauchte Schallplatte
- Shiver
- Das Model
- Henkerballon
- Das Marionettenhaus
- Der Maler
- Lange Träume
- Die ehrenwerten Vorfahren
- Glyzerid
- Das Model - der verfluchte Bildrahmen

Für Fans des Horrors und Bewunderer von Junji Itos Arbeit ist diese Sammlung ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Bibliothek.

400 pages, Hardcover

First published June 29, 2021

5 people are currently reading
32 people want to read

About the author

Junji Ito

228 books14.9k followers
Junji Itō (Japanese: 伊藤潤二, Ito Junji) is a Japanese cartoonist and illustrator, best known for his horror manga.
Ito was born in Gifu Prefecture, Japan in 1963. He was inspired to make art from a young age by his older sister's drawing and Kazuo Umezu's horror comics. Until the early 1990s he worked as a dental technician, while making comics as a side job. By the time he turned into a full time mangaka, Ito was already an acclaimed horror artists.
His comics are celebrated for their finely depicted body horrors, while also retaining some elements of psychological horror and erotism.
Although he mostly produces short stories, Ito is best known for his longer comic series: Tomie (1987-2000), about a beautiful high school girl who inspires her admirers to commit atrocities; Uzumaki (1998-1999), set in a town cursed with spiral patterns; Gyo (2001-2002), featuring a horde of metal-legged undead fishes. Tomie and Uzumaki in particular have been adapted multiple times in live-action and animation.

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Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Sana.
418 reviews9 followers
October 22, 2021
,,Ich glaube das nämlich nicht. Noch nie habe ich das geglaubt, seit ich mit den Marionetten spiele. Ich habe eher das Gefühl, sie beherrschen uns.'' - S. 190


Junji Ito. Ein Name, der einem ins Gesicht springt, sobald man sich mit Manga beschäftigt, die in eine düsterere oder horrormäßige Richtung gehen, und dessen Magnum Opus Uzumaki nächstes Jahr im Oktober als Anime erscheinen wird. Selbst Menschen, die normalerweise nur Anime schauen und keine Manga lesen, kennen seinen Namen, und warnen einen vor, dass er ... nun ja, fucked up ist. Vielleicht könnte man ihn sogar als Stephen King Japans bezeichnen, wenn auch nur von der Popularität her - denn Itos Art von Horror ist ein ganz, ganz anderer!

Es handelt sich hierbei um eine Kurzgeschichtensammlung des Autors, der seit 1984 Manga zeichnet und daher eine beachtliche Menge an Stories zu Papier gebracht hat. Daher werde ich zu jeder der Short Stories ein kleines Fazit abgeben, jedoch hauptsächlich in diesem Abschnitt zusammenfassen, warum Junji Ito ein wahnsinnig empfehlenswerter Autor ist und man ihm, insbesondere jetzt um die Halloweenzeit, eine Chance geben sollte. Selbst wenn man normalerweise keine Manga liest und denkt, sein Subgenre von Horror gefunden zu haben.
Denn nicht nur zeigt sich Ito in seinen Ideen sehr vielfältig, sondern auch unfassbar originell. Nur wenige seiner Grundkonzepte wird man zuvor schon gelesen oder gesehen haben, denn er nimmt sich häufig skurrile, irreale oder schlichtweg absurde Szenarien, wirft seine Protagonisten in diese hinein und scheut sich nicht, nackte Angst und das Grauen ohne jede erdenkliche Hoffnung auf Rettung darzustellen. Das macht es wahnsinnig spannend, diese Geschichten zu lesen, denn so kurz sie auch sind, sie packen einen meistens von der ersten Seite an durch diese neuen Konzepte. Egal ob Ballons, Schallplatten oder Öl - Ito schafft es, diese Alltagsgegenstände bedrohlich, auf absurde Art gruselig und ekelerregend zu machen. Es sind DINGE, die die Plots seiner Geschichten ins Rollen bringen, nicht die Figuren oder der zwölfte psychopathische Mörder mit Mommy-Issues, der einem im Horrorgenre begegnet.
Itos Grusel wird auch hervorragend durch seinen Zeichenstil hervorgehoben, der sehr detailreich ist und dabei besonders die Mimik der Figuren sowie den Horroranteil der Geschichte hervorbringen. Man merkt, dass der Autor teilweise 9 Stunden an einem Panel zeichnet, um das ganze Grauen und den Ekel vollständig einzufangen. Denn wenn es ein Wort gäbe, das alle seine Geschichten und Bilder miteinander verbände, dann wäre es: verstörend. Es geht eine sehr unangenehme Atmosphäre und ein Unwohlsein von den Seiten aus, die sich in den Stories nur steigern und nie abflachen. Dabei nutzt er auch geschickt den ,Page Turn', um dem Leser die Bilderbuchform eines Jumpscares zu bescheren und einen so dauerhaft interessiert zu halten. Er scheut dabei wie gesagt kein Blut, keine Brutalität - und auch keine Mysterien, denn es gibt so ziemlich nie eine Antwort darauf, warum etwas geschieht. Und das setzt seinen Gruselgeschichten meistens die Krone auf, denn was ist schon gruseliger, als etwas nicht zu verstehen, was so grausam ist? Was ist schlimmer, als keinen Grund dafür finden zu können, warum etwas Schreckliches passiert?

Das einzig negative, was man Ito ankreiden könnte, wäre, dass er sehr von seiner Atmosphäre und seinen Ideen lebt, jedoch nicht von den Charakteren. Diese sind allesamt sehr austauschbar und dienen wirklich nur als ,Handlungsmaschinen', in die sich der Leser selbst hineinprojizieren kann. Zwar haben sie manchmal auch eine Vergangenheit, aber keine, die sonderlich plastisch ausgestaltet wäre. Wenn man ein eher charakterfokussierter Leser ist und auf Beziehungsdynamiken steht, wird man in Itos Werken wohl nicht so viel vorfinden wie andere seiner Leser. Aber selbst mir, die ich charaktergetriebene Geschichten immer plotgetriebenen vorziehen würde, hat das, was dort war, an Substanz gereicht - und sei es, um selbst in die Rolle der Hauptperson schlüpfen und mich gruseln zu können!

Hier Genaueres zu den Kurzgeschichten:


Die gebrauchte Schallplatte : 4/5 Punkten

Eine Geschichte, die mit dem unheimlichen Gesang der Sängerin einer Schallplatte beginnt, im Laufe ihres Verlaufs Menschen betört und ein ganz grausames Geheimnis hinter sich hat. Verwunschene Gegenstände haben immer etwas sehr Mystisches an sich und können mit den richtigen Hintergrundstories wirklich eindrucksvoll sein. Das hat Ito mit dieser kurzweiligen, düsteren Geschichte, die eine sehr ausgeglichene Spannungsverteilung hat und in einem Crescendo endet, definitiv geschafft. Zwar bildtechnisch einen Hauch weniger beeindruckend als andere Stories, aber dafür von der Idee her spannend umgesetzt.

Shiver : 4/5 Punkten

Diese Kurzgeschichte ist definitiv nichts für Trypophobiker, denn es geht um die mysteriöse Krankheit eines Nachbarmädchens, das immer um dieselbe Zeit anfängt zu schreien und das Löcher auf ihren Armen hat. Es kribbelt einem definitiv die Haut während des Lesens und man kann gar nicht anders, als die Story in einem Rutsch zu beenden. Denn nicht nur ist das Detailreichtum der Gestaltung bei dieser Art von Erkrankung sehr fesselnd und eklig, auch das Mysterium hinter der Krankheit treibt einem zum Weiterlesen. Gruseliges kleines Mädchen, Page Turn Jumpscares und EWWW-Momente - kann kaum besser sein!

Das Model : 3/5 Punkten

Das war wohl der Tiefpunkt der Short-Story-Collection. Es geht um eine Gruppe Nachwuchsfilmstudenten, die einen Film drehen wollen und dazu ein Model engagieren, das ... nun ja, nicht wirklich menschlich aussieht XD Das Hauptproblem an dieser Geschichte ist, dass das Build-Up für dieses eher kurze und kaum befriedigende Finale einfach zu lang ist und sich an vielen Stellen wiederholt. Diese Wiederholungen bringen einem allerdings nichts näher - außer vielleicht, dass die Freundes des Protagonisten Vollidioten sind. Sonderlich interessant oder ergreifend ist die Figur des Models ebenfalls nicht, auch nicht von ihrem Zeichenstil. Von daher ist diese Story okay, aber absolut nichts Besonderes.

Der Henkersballon : 4,5/5 Punkten

Eine Geschichte, an der einfach fast alles stimmt! Es geht hierin um eine Sängerin, die Suizid begeht, und deren Heimatstadt daraufhin von auffälligen Ballons heimgesucht wird. Was sich äußerst lustig und bizarr anhört, ist ziemlich verstörend, spannend und auch mit sehr viel Tempo erzäht. Wie für den Autor üblich, bekommt man keinerlei Antworten darauf, warum das alles passiert, und genau deswegen fühlt man sich der Situation genauso ausgeliefert wie die Hauptpersonen, die um ihr Überleben kämpfen müssen. Es gab zwar ein, zwei unlogische Handlungen, die sind aber wohl auch ein wenig der menschlichen Natur zuzuschreiben. Und es sei gesagt: Nur Ito kann Ballons so zeichnen, dass sie einen in den eigenen Träumen heimsuchen, brrrr!

Das Marionettenhaus : 5/5 Punkten

Eine Geschichte über eine Familie von Puppenspielern, die sich langsam fragt, ob es nicht in Wahrheit die Puppen sind, die ihr Leben bestimmen, und nicht umgekehrt. Diese Shortstory ist nicht nur das absolute Highlight dieser Sammlung, weil Ito es schafft, das Gruseligste aus den Puppen herauszuholen - sowohl zeichnungs- als auch handlungstechnisch -, sondern auch, weil neben dem Horror auch eine Moral darin zu finden ist. Es dreht sich viel um die Frage, was die eigene Autonomie wert ist und inwiefern es besser ist, Sachen aus eigenem Antrieb heraus zu erreichen als durch Fremdeinwirkung. Zusätzlich zu einer dauerhaft angespannten Stimmung und einem gelungenen Spannungsaufbau eine fast perfekte Horrorgeschichte, in der ausnahmsweise für Ito auch mal die Charaktere ein wenig im Vordergrund stehen.

Der Maler : 3,5/5 Punkten

Eine der Tomie-Geschichten, die Ito berühmt gemacht haben. Darin geht es um eine übernatürliche Femme Fatale, die immer wieder in verschiedenen Szenarien Männer durch ihr Erscheinen verrückt macht, und die tragisch für sie oder die Männer enden. In hier dem Fall will sie sich von einem Künstler malen lassen, ist jedoch nicht zufrieden mit seiner Arbeit. Es ist sehr spannend und intensiv, ihm dabei zuzusehen, wie er vor lauter Unsicherheit den Verstand verliert, und sich die Geschichte schließlich zuspitzt. Allerdings ist Tomie als Figur nicht sonderlich interessant; zwar mysteriös genug, dass man wissen will, was hinter ihr steckt, jedoch nicht markant genug, um sich über diese Shortstory hinaus mit ihr beschäftigen zu wollen.

Lange Träume : 4/5 Punkten

Diese Geschichte ist wohl der Höhepunkt für Itos zeichnerische Kreativität. Es geht darin um einen Mann, der von Nacht zu Nacht immer länger träumt. Erst umfassen seine Träume nur mehrere Stunden, doch nach und nach werden es Jahre und sogar Jahrhunderte, sodass er sich nicht mehr daran erinnern kann, dass er im Wachzustand in einem Krankenhaus ist, das seinen Zustand begutachtet. Es gibt wie immer keine Erklärung dafür, was genau mit dem Protagonisten los ist, aber rein zeichnerisch ist die körperliche Veränderung der Figur ein Horrorgenuss.

Die ehrenwerten Vorfahren : 3,5/5 Punkten

Diese Geschichte kann man wohl als eine der abartigsten, aber leider auch schablonenhafesten bezeichnen. Den halben Stern auf den dritten dazu gibt es eigentlich nur wegen der morbiden Zeichnungen, die sich wieder selbst übertreffen und auch eine metaphorische Bedeutung haben. Darin verliert ein Mädchen ihr Gedächtnis und wird von ihrem Freund in seine Wohnung geführt, damit er ihr wieder näherbringen kann, wer sie ist und warum sie ein Paar sind. Den beiden hätte wesentlich mehr Zeit gegeben werden sollen, um ihre Beziehung zueinander nachzuvollziehen. Denn so fühlte sich das Ganze cringe und unauthentisch an und hat den großen Twist der Geschichte nicht so groß gemacht, wie er hätte sein können.

Glyzerid : 4/5 Punkten

Die ekelerregendste Geschichte, die ich jemals gelesen habe. Es geht darin um ein Mädchen, das mit ihrem Vater und Bruder in einer Wohnung über dessen Restaurant lebt und die aufgrund dieser Tatsache sehr fettig ist. Und das eben so sehr, dass das Fett von den Wänden tropft, in ihre Kleider dringt und ihre Poren verstopft. Nicht nur macht Itos Detailreichtum diese Geschichte hochekelhaft, auch die inneren Monolge der Protagonistin und die ungesunde Familiendynamik machen die Geschichte sehr lesenwert. Zusätzlich mit dem ein oder anderen Twist eine echt spannendes Ekelpaket!

Das Model - Der verfluchte Bildrahmen : 3,5/5 Punkten

Eine weitaus kürzere Geschichte als die erste über das Model aus einer der obigen Stories, aber dafür sowohl im Pacing als auch im Outcome eine wesentlich bessere Geschichte. Sie kommt schnell zum Punkt, umreißt nötige Eigenschaften der Protagonistin, die in einer Modelagentur auf das besagte Model trifft und eine Weile von ihr verfolgt wird, allerdings auch ihre eigenen Ängste hat. Und nun ja ... diese holen sie ein, und man verlässt die Geschichte mit einem zynischen Lächeln auf den Lippen. Hier hätte Ito sogar ein klein wenig ausführlicher sein können!


Insgesamt ist Ito wirklich ein gefundenes Fressen für den Spooktober. Aus morbiden und niemals dagewesenen Ideen zeichnet er albtraumhafte, skurrile Bilder in seinem ganz eigenen Stil, den wohl keiner so schnell nachmachen oder adaptieren kann, und zieht den Leser so für einen kurzen Moment aus der Realität in seine Welten. Charaktere sind zwar nicht seine Stärke, allerdings sind seine Geschichten so besonders, neu und verstörend, dass das einen ganz und gar nicht stört. Man wird davon gepackt, weil es abstrus und grausam für einen selbst ist, nicht, weil man mit den Figuren mitfühlt, die es erleben - und das muss man erstmal schaffen! Solltet ihr mal an einer ganz neuen Art des Horrors interessiert sein, ist Ito vielleicht ein Glücksgriff für euch!


Gesamtwertung: 4/5 Punkten
Profile Image for miss_mandrake.
826 reviews63 followers
March 18, 2024
Mein erster Sammelband von Junji Ito, aber definitiv nicht mein letzter!

Die Kurzgeschichten sind meisterhaft illustriert und spannend. Sie wissen sowohl zu begeistern, als auch zu erschrecken und erzeugen einen Sog des Bizarren, dem ich mich vollkommen hingegeben habe.
Und es ist keine Übertreibung wenn ich sage: Jeder Cent für Shiver ist gerechtfertigt.
Profile Image for Anja von "books and phobia".
796 reviews15 followers
August 24, 2021
Als ich entdeckte, das es einen weiteren Band von Junji Ito im deutschen Raum geben würde, war ich hellauf begeistert. Immerhin faszinierte mich Gyo unglaublich. Das es dann auch noch eine Sammlung von Kurzgeschichten sein würde, machte die ganze Sache da nur noch interessanter. Also stellte ich mich an einen Abend den Geschichten und muss sagen, dass sie es wirklich in sich hatten.

Von Schallplatten mit den Stimmen von Toten, über ein mehr als besonderes Model, bis hin zu Ballons, die mit Schlingen ihr Ebenbild erhängten, war alles dabei, auf was man selbst wohl nie gekommen wäre. Für mich als Fan von Horror-Bücher, ein echtes Highlight, zumal man hier eine tolle Verbindung aus Horror und Mystik schaffte, die dann auch noch mit Vielfalt glänzte.

Die Liste der Geschichten:

1. DIE GEBRAUCHTE SCHALLPLATTE
2. SHIVER
3. DAS MODEL
4. HENKERBALLON
5. DAS MARIONETTENHAUS
6. DER MALER
7. LANGE TRÄUME
8. DIE EHRENWERTEN VORFAHREN
9. GLYZERID

Zusatz:

DAS MODEL – DER VERFLUCHTE BILDERRAHMEN

Mein persönliches Highlight war übrigens Frau Fuchi aus „Das Model“. Hier zeigte der Autor wieder perfekt, wie angsteinflößend sein Zeichenstil sein konnte. Denn auch ohne das Frau Fuchi ihre wahres Wesen zeigte, umgab sie bereits eine gewisse Aura, bei der es einem schon ein wenig schüttelte. Diese Aura fand man dann auch in der Zusatz-Story, welche sich an „Das Model“ anlehnte.

Doch auch die anderen Geschichten hatte alle ihre Besonderheiten. Dafür sorgten neben dem Zeichenstil, aber auch die Geschehnisse welche in den einzelnen Storys erzählt wurden. Oder habt ihr schon einmal von Träumen gehört, die dafür sorgen das wir nicht mehr wissen, in welcher Zeit man gerade ist und zudem dafür sorgen, das sich der Körper der Zeit anpasst? Ich zumindest nicht. Doch genau das war es auch, was mich so sehr an den Geschichten faszinierte.

Natürlich verbarg sich in dieser Neuauflage auch so einiges besonderes. Das Highlight dürften hier die übersetzten Kommentare des Autors sein, in welchem er erklärte, wie er auf einzelne Elemente oder ganze Storys kam. Man sollte sie sich nicht entgehen lassen, da man hier ungeahnte Geschichten über die Geschichten zu lesen bekam.

Fazit:

Spätestens nach diesem Manga-Band würde ich Junji Ito wirklich als Meister des Horrors bezeichnen. Seine teils verstörenden Geschichten brannten sich regelrecht in mein Gedächtnis und sorgen noch heute dafür das ich Figuren wie Frau Fuchi wirklich fürchte. Doch auch die Aufmachung an sich konnte überzeugen, da man nicht nur eine hochwertige Hardcover-Ausgabe erhielt, sondern auch äußerst interessante Kommentare des Autors.
Profile Image for Blechbüchse.
6 reviews
November 13, 2025
Das wohl faszinierendste für mich, an diesem Manga, waren die, in unheimlichen Darstellungen manifestierten, interessanten Metaphern existenzieller Ängste, die fast jedem Kapitel bzw. jeder Kurzgeschichte hier innewohnten und die mich immer wieder sehr zum Nachdenken angeregt haben …

… Kann Ewigkeit in dem knappen Augenblick eines Traums existieren? Stirbt die Erinnerung an uns und unsere geliebten Vorfahren, wenn da kein Nachfahre mehr ist? Sterben wir erst endgültig, wenn niemand mehr da ist, der an uns denkt? Wird uns in fotografischen Close-Ups oder Medium-Shots ein Teil unseres Selbsts weggenommen? Sind wir es die unser Leben bestimmen? Haben wir einen freien Willen? Oder sind wir geleitete Marionetten eines soziokulturellen, gesellschaftlichen Systems?

Who knows. Doch ich habe während dem Lesen dieser wunderbar kuratierten Kurzgeschichtensammlung natürlich nicht nur vor mich hin gegrübelt, oft genug habe ich mich auch gegruselt und noch viel öfter ziemlich geekelt. "Glyceride" ist womöglich sogar mit das wiederlichte was ich je gelesen habe. Da kam mir beim Lesen sogar der ein oder andere Würgereiz. Das ist allerdings keinesfalls negativ gemeint, denn wer mich kennt weiss, dass ich Grenzerfahrungen in der Kunst absolut liebe.

Kurzum ist "Shiver" bisher mein liebster Junji Itō Manga, auch wenn ich erst drei seiner Werke gelesen habe und diese Präferenz daher vermutlich nur vorläufig sein wird.
Profile Image for Janine W..
387 reviews3 followers
March 9, 2022
Wow!!! Absolutely loved it. These short story Manga are better and more complex than most of the usual full-length Manga, that I have read so far. I lacking for words to describe the art style - it is just amazing. I felt really repulsed by some of the pictures. I want to read everything by Junji Ito - absolutely amazing and horrific!!!
Profile Image for Felix.
164 reviews2 followers
December 10, 2022
There's at least three stories in here that are so absolutely cursed, that they will forever be burned into my mind, but it's absolutely magnificent, maybe the best horror short story collection I've ever read. Itos ideas are fascinating.
Profile Image for Lesebiene.
389 reviews1 follower
September 13, 2023
Der Sammelband war richtig, richtig gut! Wieder vieles, wovor ich mich erschrocken habe, aber es war einfach so gut, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Bis auf eine Geschichte zum Ende hin haben mir alle richtig gut gefallen!
Profile Image for laven.
84 reviews
June 28, 2022
i lent this book from my lovely neighbour, so it's something i normally wouldn't read. well, here's my take on it as a non-horror-enjoyer.
i feel like the stories get more and more fucked up the further you get. fun fact i read glyceride right before interviewing a potential new roommate and it was NOT a good idea. later in the night i was watching game of thrones with some friends and even though it was game of thrones, i could for the love of god not focus on it, but instead couldn't stop thinking about that story. I'm usually not very susceptible to horror because i know my limits. i think there were only two instances when a horror story really impacted me. the first would be the movie Parasite, even though it's not even really horror. the second would be Glyceride. i think as a highly sensitive person I'm especially sensitive to something like this, because i easily get the ick about sensory input, like when food has a weird texture i can't eat it and get a gag reflex, or i feel really uncomfortable having a certain fabric on my body. and that story hit exactly that. soo yeah didn't expect that but props to Mr. Ito (or Junji? I'm never sure about the order of japanese names) for creating something like that. i even looked up later what would really happen if you actually drank oil :D. your body would try to get rid of it by puking and diarrhea, and if it were really too much, you would just die. reading that weirdly was a relief because now i know this story isn't plausible (shocker, i know). well, now i spent a ton of time talking about glyceride, but what about the rest of the book?
i liked it. at the beginning i was a bit disappointed because the stories were so short and i expected them to be less surface-level. but as i read on i accepted that this was the book's style, and it got much weirder and darker anyway.
also, i get why people like Junji Ito's art Style, it certainly is very unique and ✨aesthetic✨. However, for me, it was a bit.. static. like it didn't feel very alive or dynamic, which is something i love in cartoons and comics (including anime and manga). so I'd say it's not my favourite style.
really liked the creativity if the stories though. lots of different topics. also very different endings, sometimes everyone dies, sometimes it's open, and sometimes there might even be a happy end. didn't like that stories focusing on women were often about vanity. all in all, nice read and different from my usual :)
Profile Image for Frank Lang.
1,366 reviews15 followers
June 18, 2022
„Shiver“ ist eine Anthologie unterschiedlichster Kurzgeschichten des japanischen Horror-Manga-Autors Junji Ito. Es ist nach „Uzumaki“ aus dem Jahre 2019 und „Gyo“ aus dem Jahr 2020 das dritte Buch von insgesamt neun geplanten Veröffentlichungen. Die Kurzgeschichten aus dem vorliegenden Band wurde allesamt vorher in Magazinen oder Zeitschriften einzeln veröffentlicht, bevor sie nun zueinander gefunden haben. Einen inhaltlichen Zusammenhang bieten diese Kurzgeschichten hingegen nicht.

Manchmal frage ich mich ja schon, was in den Köpfen der Autoren vorgeht, die solche Geschichten schreiben. In „Shiver“ lässt Junji Ito den Leser zumindest teilweise daran teilhaben, denn am Ende einer jeden Geschichte findet sich ein kurzes Statement vom Autor, wie er zur Geschichte gekommen ist und ein Abdruck aus seinem Skizzenbuch. Teils mit sehr erhellenden Erkenntnissen.

Die Kurzgeschichten wandeln irgendwo zwischen brutal, beklemmend und ekelerregend. Es sollte für jeden Horror-Fan etwas dabei sein. Die erzählten Geschichten sind dadurch relativ abwechslungsreich, obgleich mich eine Sache an den Geschichten stört. Oftmals gibt es zwar zum Ende hin eine Pointe, die aber den Sachverhalt nicht auflösen kann. Vieles lässt der Autor einfach unerklärt und löst sie nicht auf. Ein Umstand, auf den er hin und wieder in seinen Statements eingeht. Allerdings muss ich zu seiner Ehrenrettung sagen, dass manche Ideen so herrlich abstrus sind, dass es einfach schwierig wäre, sich dafür einen Hintergrund auszudenken.

Fazit

Zum Inhalt halte ich mich bewusst sehr bedeckt, denn ich mag es nicht zu spoilern, was bei Kurzgeschichten schnell passiert. Es gelingt Junji Ito zwar nicht immer, mich mit seiner Pointe vom Hocker zu reißen, aber dennoch haben seine Horror-Geschichten ihren Reiz und der Autor beeindruckt vor allem mit seinem Ideenreichtum. Eine sehr abwechslungsreiche Anthologie unterschiedlicher Kurzgeschichten, die einen jeden Manga-Horror-Fan erreichen dürfte.
Profile Image for Lenakoko.
120 reviews2 followers
November 7, 2021
Diese Band ist ein Sammlung mehrerer Kurzgeschichten von denen einige wirklich gut waren. Ein paar waren nicht so mein Fall. Aber die Geschichten waren sehr unterschiedlich, was ich bei Kurzgeschichtensammlungen immer sehr wichtig finde.

Sehr schön fand ich die Kommentare des Authors zur Geschichte am Ende jeder Story.
Profile Image for JiixBooks.
541 reviews
January 10, 2023
4.5/5

Some of these were spooky funny others were spooky shivers and one was just absolutely revolting I wanted to die 💀💀 (kudos to Ito for glyzerid it’s been a long time since a horror story made me feel this badly ajdjdj just 💀)

My top favs: Glyzerid, Das Marionettenhaus, Der Maler, Die ehrenwerten Vorfahren

Profile Image for Lea.
58 reviews
June 3, 2023
Einfach ein Meisterwerk, mehr muss man dazu nicht sagen, manche Storys sind natürlich interessanter als anderer aber es sollte für jeden was dabei sein.
Profile Image for Kondra.
85 reviews2 followers
November 9, 2023
4.75 ⭐️
The oil story was so gross I kid you not I literally felt the need to stop reading 💀😭
Displaying 1 - 16 of 16 reviews

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