Band 6 der Bestseller-Reihe um die beliebten Erdmännchen Ray und Rufus verspricht wieder ein tierisches Krimi-Vergnügen, in dem die Erdmännchen aus dem Berliner Zoo in den Wald fliehen. Dort erwarten sie neue Abenteuer, vom grandiosen Hörbuch-Sprecher und "Erdmännchen ehrenhalber" Christoph Maria Herbst köstlich umgesetzt.
So kann es gehen: Der Berliner Zoo braucht Geld, und Zoochef Windhoeck verhökert kurzerhand den Clan der beliebten Erdmännchen an ein Gartencenter im eiskalten Oslo. In letzter Sekunde gelingt dank Ray und Rufus die Flucht. Völlig erschöpft und mit nichts als dem felligen Leben landet der Clan nach langer Irrfahrt in einem lauschigen, Sicherheit verheißenden Wald.
Doch die Idylle trügt, denn die Waldbewohner, allen voran Keiler Herrmann, sind alles andere als begeistert von den Neuen. Als ausgerechnet Rufus sich in eine Häsin verguckt, Ray einen Discoschuppen aufzieht und ein paar junge Erdmännchen mit halluzinogenen Früchten experimentieren, eskaliert der Konflikt zwischen den alten und neuen Waldbewohnern...
Danke für das Renzensionsexemplar „ Der Wald ruft“ von Moritz Matthies und dem dtv Verlag.
🦋Zum Inhalt:
Die Erdmännchen-Brüder Ray& Rufus sollen mit ihrem Clan nach Oslo in einen Baumarkt umgesiedelt werden. Doch bevor das geschieht , brechen sie aus und landen unerwartet im deutschen Wald, deren Einwohner größtenteils feindselig und mit Vorurteilen, gegenüber Ausländern, gesinnt sind . Sie stoßen auf viele Probleme. Werden sie diese mit ihren neu gefundenen Freunden bewältigen ?
🦋Meine Meinung:
Ich hatte echt Spaß beim Lesen 😂 Ich habe viel gelacht und konnte nicht aufhören, der Geschichte der beiden Erdmännchen-Brüder zu folgen . Der eine ist intelligent und der andere der Macher . Zusammen ein unschlagbares Team. Der Roman ist witzig, spritzig und hält einen in seinen Bann . Es werden politische Themen angesprochen, wie Ausländerfeindlichkeit, Akzeptanz und Toleranz. Alles leider immernoch aktuelle Themen, die hier , zum Teil auf eine satirische Art, widergespiegelt werden . „Im deutschen Wald sollen nur deutsche Tiere leben“. Der Inhalt erinnert an Geschichtsunterricht, wird hier aber von Tieren symbolisiert. Durch den Klugscheisser Rufus, darf man sich hier sogar noch das ein oder andere an Wissen aneignen 😉 Super leicht und humorvoll geschrieben. Bin wirklich positiv überrascht. Mehr als lesenswert !
Das hätten sich die Erdmännchen des Berliner Zoos niemals träumen lassen: weil das Geld fehlt, werden sie kurzerhand an einen Baumarkt in Oslo verscherbelt. In letzter Sekunde gelingt ihnen eine halsbrecherische Flucht und letztendlich finden sie sich im deutschen Wald wieder. Doch von Ruhe und Entspannung keine Spur, denn schnell bahnen sich Konflikte an. Die Waldbewohner, allen voran Keiler Herrmann, hätten es nämlich gerne, dass der deutsche Wald auch deutsch bleibt. Da stören die fremden Erdmännchen selbstredend das Idyll.
Es ist der sechste Teil der Ray & Rufus Reihe und kommt ebenso lustig und amüsant daher wie seine Vorgänger, die allerdings eher Krimis sind. Zusammen mit dem menschlichen Detektiv Phil lösen die Erdmännchen-Brüder Ray und Rufus dort einige knifflige Fälle, erleben spannende und urkomische Abenteuer. In „Der Wald ruft“ geht es zwar auch wieder humorvoll daher, allerdings weiß man manchmal nicht, ob man nicht doch vielleicht eher weinen sollte. Denn die Clanmitglieder werden unfreiwillig zu Flüchtlingen aus ihrer Heimat, verlieren dabei alles und müssen sich als Migranten im Wald integrieren und bewehren. Dabei stoßen sie mitnichten nur auf Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, sondern werden eher mit jede Menge Misstrauen, Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Hass konfrontiert. Die Ungerechtigkeit schreit förmlich zum Himmel, sodass aller Charme und Humor von Ray, Rufus und Co. doch arg getrübt wird.
Dabei sind vor allem besagte Erdmännchen sowas von putzig und possierlich. Ray ist loyal, nicht immer mutig, aber doch bereit über seinen Schatten zu springen, wenn es nötig ist. Für seine Familie und Freunde würde er alles tun. Sein Bruder Rufus ist das Genie des Clans, er kann sogar lesen und ein Smartphone bedienen. Natürlich hat er auch kein Problem damit diesen Umstand anderen bei jeder Gelegenheit unter die Nase zu reiben. Clan-Chef Rocky dagegen ist - naja, etwas schwer von Begriff - dafür aber wagemutig und besonders in diesem Band teilweise sogar ziemlich cool drauf.
Die Bewohner des Waldes hingegen sind nicht alle sympathisch. Dort wird aufgewiegelt, angeprangert, fremdenfeindliche Parolen gegrunzt (besonders eben von einer Rotte Wildschweinen). Andere tun nicht unbedingt etwas schlimmes, sehen aber einfach weg und grade dieses Nichts-Tun ist auch nicht wirklich besser. Es handelt sich um eine Gesellschaftssatire, in der allerdings Erdmännchen die Hauptrollen übernehmen. Hier trifft also Humor auf Ernsthaftigkeit. Alles wird überspitzt dargestellt, was teilweise ziemlich erschreckend ist und zum Nachdenken anregt. Auf der anderen Seite unterhält der Autor aber eben auch durch seine goldigen Protagonisten, auf deren Seite man sich gerne schlägt, auch wenn selbst die sich nicht immer vorbildlich verhalten.
Bisher habe ich alle Teile der Reihe als Hörbuch gehört, was ich auch jedem nur wärmstens empfehlen würde! Christoph Maria Herbst erweckt die Tiere gekonnt zum Leben. Jeder Charakter erhält seine eigene Stimme, was alleine schon schreiend komisch ist. Für mich macht grade diese Umsetzung die Geschichte besonders hörenswert und nochmal doppelt so amüsant als sie sowieso schon wäre.
Inhalt: Ray, Rufus und der Erdmännchen-Clan sollen ihren Bau in Berliner Zoo verlassen und an einen Baumarkt in Norwegen verkauft werden. So hat das zumindest die Zoo-Direktion geplant… Zum Glück haben die Erdmännchen früh genug davon erfahren um ihre erfolgreiche Flucht zu planen. Auf geht’s in den „deutschen Wald“, in dem die Einwanderer zumindest bei einigen der alt eingesessenen Tiere nicht gern gesehen sind.
Meine Meinung: Auch dieses Hörbuch wird von Christoph Maria Herbst gelesen und das allein ist schon ein Hochgenuss. Auf den Punkt trifft er mit seiner virtuosen Stimme alle Charaktere, ganz egal ob er den hochbegabten Rufus, die sinnliche Natalie oder den sächselnden Keiler Hermann darstellt. Seine Leistung ist einfach grandios, es passt immer und Lachtränen sind garantiert. Ich bevorzuge bei diesen humorvoll – albernen Geschichten rund um den Erdmännchen – Clan die Hörbücher, die gedruckte Version reizt mich in diesem Fall weniger. Bisher haben die Ray und Rufus eher „Kriminal-Fälle“ gelöst, aber diesmal geht es im übertragenen Sinn eher um politische Themen. Mir war es hier zeitweise ein wenig zu viel moralische Zeigefinger, aber die Geschichte hat trotzdem großen Spaß gemacht.
Die Erdmännchen müssen den Zoo verlassen - und finden sich nach einer abenteuerlichen Flucht im Wald wieder. Womit die Probleme erst so richtig beginnen, denn die Ankunft von 30 Flüchtlingen stößt unter den Waldbewohnern auf nur wenig Begeisterung. Allen voran die Wildschweine starten prompt diverse Anti-Erdmännchen-Aktionen... Der Humor, mit dem Erdmännchen Ray von den Erlebnissen seines Clans berichtet, ist, wie in den vorherigen Bänden auch, extrem komisch. Moritz Matthies berichtet pointiert von den skurrilen Waldbewohnern, wie Leser der Reihe es bereits von den Zoo-Tieren kennen. Manchmal ist die Parallele zu den Strömungen in der deutschen Gesellschaft wenig subtil, aber es ist wahnsinnig amüsant, diese Spiegelung im Reich der Tiere zu sehen. Ich habe die Figur von Phil und die Dynamik der Kriminalfälle vermisst, die die ersten fünf Bände so wahnsinnig einzigartig gemacht haben. Aber: ich hoffe, es wird noch viele weitere Erdmännchen-Bücher geben!
Worum geht’s? Der Berliner Zoo braucht Geld, deshalb soll der Erdmännchen-Clan verkauft werden. Der bekommt das mit und flüchtet rechtzeitig, bevor der Zoodirektor sie nach Oslo verschicken kann. Doch dann kentert das Boot, mit dem sie sich aus dem Staub machen wollten und der Clan landet mitten in einem Wald – in dem sie nicht bei allen Tieren willkommen sind.
Meine Meinung: Nachdem mit dem letzten Fall alles hätte vorbei sein sollen, dürfen wir doch noch einen weiteren Erdmännchen-Roman in Händen halten. Zum Glück hat das Autorenduo hinter dem Pseudonym Moritz Matthies mit „Der Wald ruft“ die kleinen Kerlchen ein weiteres Mal auf ein Abenteuer geschickt. Wenn auch ganz anders, als die Bücher davor. Wo wir zuvor Kriminalfälle mit urkomischer Spannung hatten, so wird es in diesem Buch fast ein bisschen politisch – aber dennoch ist das Buch mindestens genauso unterhaltsam zu lesen, wie die Vorgängerbände.
Neben den bekannten Clanmitgliedern Ray, Rufus, Rocky und all den anderen, lernen wir diesmal eine bunte Mischung an Wald- und Wiesentieren kennen. Die Hasendame Grete, Herrmann, den Keiler, eine lustige und komplett gechillte Gruppe Waschbären, um nur einige davon zu nennen – ein bunter Haufen, der total unterhaltsam ist. Und wir werden von den Autoren durch die verschiedenen Aeras der Geschichte geführt. Zunächst sind wir mit dem Hirschkönig in der Monarchie, mit Keiler Herrmann – der ein bisschen an Adolf Hitler erinnert und gegen Ende immer mehr in die Rolle des Führers geschrieben wird – sind wir fast schon im 2. Weltkrieg und landen ganz am Ende in einer Demokratie. Das ist wirklich Geschichte mal anders!
Und im Rahmen dieser Zeitreise durch die einzelnen Epochen der Weltgeschichte erleben wir auch aktuelle Themen wie Immigration und Fremdenfeindlichkeit. Obwohl auch dieses Buch wieder mit Unmengen an Situationskomik aufwartet, so behandelt es damit doch auch ernste und aktuelle Themen. Wie gesagt, es ist anders, als die Fälle zuvor. So gesehen haben wir gar keinen Fall. Auch habe ich Phil, Rays menschlichen Partner, etwas vermisst. Aber der Umzug und der Versuch eines Neustarts war spannend zu lesen. Auch dieses Buch hat mich total begeistert und ich habe mit den Erdmännchen mitgefiebert. Hier gab es ebenfalls spannende Momente und es war keine Sekunde langweilig – im Gegenteil! Auch hier konnte ich nicht aufhören zu lesen und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit den Fellfreunden weitergeht. Werden sie in den Zoo zurückkehren können? Bleiben sie im Wald? Werden wir Phil wiedersehen? Wird es einen neuen Fall geben? Nach diesem Buch kann ich nur sagen: Alles ist möglich und ich freue mich total auf den nächsten Roman – egal, in welche Richtung er uns führen wird.
Fazit: „Der Wald ruft“ von Moritz Matthies ist anders, als die Romane zuvor. Es wird politischer, aber dennoch genauso unterhaltsam, witzig und spannend wie die Vorgängerbände. Neben einer Reise von der Monarchie übers Dritte Reich in die Demokratie haben wir es mit Immigration und Fremdenfeindlichkeit zu tun. Ernste Themen, denen die Autoren dennoch durch Situationskomik und Spannung eine Leichtigkeit geben, die die Seiten nur so dahinfliegen lassen. Und dennoch schaffen die Autoren es, die Ernsthaftigkeit der Themen herauszustellen – anhand einem Clan Erdmännchen und einem Haufen Waldtiere, die alle wundervoll genial gewählte Charaktere darstellen. Das ist wirklich eine Kunst, die nicht jeder beherrscht.
Daher ganz klare 5 Sterne für dieses wundervolle tierische Meisterwerk!
„Der Wald ruft“ ist ein Roman von Moritz Matthies, der 2021 bei dtv erschienen ist. Das gekürzte Hörbuch wird von Christoph Maria Herbst gesprochen und ist 2021 im Argon Verlag erschienen.
Zum Autor: Moritz Matthies ist das Pseudonym eines Autoren-Duos. Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Seine Romane sind regelmäßig auf den Bestsellerlisten, zwei wurden bereits verfilmt. Edgar Rai, 1967 geboren, studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin. Er hat mehrere erfolgreiche Romane veröffentlicht. Beide Autoren leben in Berlin und haben gemeinsam die Bestsellerserie um die Erdmännchen Rufus und Ray geschrieben.
Sprecher: Christoph Maria Herbst verkörperte u.a. die Titelfigur in der Serie "Stromberg", für die er den Deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis und siebenmal den Deutschen Comedypreis erhielt. Als Hörbuchsprecher ist er eine Klasse für sich.
Klappentext: So kann es gehen: Der Berliner Zoo braucht Geld, und Zoochef Windhoeck verhökert kurzerhand den Clan der beliebten Erdmännchen an ein Gartencenter im eiskalten Oslo. In letzter Sekunde gelingt dank Ray und Rufus die Flucht. Völlig erschöpft und mit nichts als dem felligen Leben landet der Clan nach langer Irrfahrt in einem lauschigen, Sicherheit verheißenden Wald. Doch die Idylle trügt, denn die Waldbewohner, allen voran Keiler Herrmann, sind alles andere als begeistert von den Neuen. Als ausgerechnet Rufus sich in eine Häsin verguckt, Ray einen Discoschuppen aufzieht und ein paar junge Erdmännchen mit halluzinogenen Früchten experimentieren, eskaliert der Konflikt zwischen den alten und neuen Waldbewohnern...
Meine Meinung: Vorneweg ein Sonderlob für den Sprecher Christoph Maria Herbst, der einen herausragenden Job macht. Wie er den Tieren Leben einhaucht, den Gefühlen Gewicht verleiht und doch jederzeit verständlich bleibt – das ist überragend. Er ist die Idealbesetzung. Nun zur Geschichte selber. Um eine Abschiebung ins kalte Oslo zu vermeiden, fliehen die Erdmännchen unter Lebensgefahr durch die Kanalisation und landen in einem Stück reinster Natur – einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Der Autor nutzt ein breites Spektrum des Humors. Zwischen Satire und Slapstick ist alles vertreten. Auch ist den Erdmännchen kein menschliches Laster fern und dies wird von den alteingesessenen Mitbewohnern mit Argwohn verfolgt. Manches erinnert an die menschliche Flüchtlingsdiskussion. Bei mancher Pointe kann einem das Lachen nachträglich schon mal im Halse stecken bleiben. Gerne verfolgt man die Geschicke der Erdmännchen und fiebert mit ihnen mit. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Politikern unter den einheimischen Tieren ist natürlich nicht beabsichtigt und doch glaubte ich den ein oder anderen schon im Fernsehen begegnet zu sein. Bewundernswert finde ich den Ideenreichtum des Autors und es gefällt mir besonders, wenn Rai auf die Stärken und Schwächen seiner Familie zu sprechen kommt. Der Mix aus Lachern und ernsten Themen ist gelungen und hat mich blendend unterhalten.
Fazit: Die Projektion menschlicher Probleme in die Tierwelt verleiht dem Buch Tiefe, doch bleibt der humorvolle Grundton bestimmend und garantiert großes Lesevergnügen. Gerne vergebe ich deshalb fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Hörempfehlung aus.
Der sechste Roman in der Ray & Rufus, die Erdmännchen-Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn diesmal doch einiges anders ist, als in den bisherigen Bänden. Es geht nicht um einen Kriminalfall und somit gibt es auch keinen menschlichen Ermittler mehr, der mit den Erdmännchen reden konnte. Die komplette Interaktion mit der Menschenwelt wurde gestrichen und stattdessen muss der Erdmännchenclan sich in das Abenteuer ihres Lebens stürzen, den Zoo verlassen und eine Zuflucht im deutschen Wald außerhalb Berlins suchen. Ein neuer Ansatz, der für mich trotzdem gelungen ist. Es gibt haufenweise humorvolle Momente zum Schmunzeln und lauthals Auflachen, sächselnde Wildschweine in Brandenburg und ein neues Leben, dass die Familie vor Herausforderungen stellt, die sie sich im Zoo kaum hätten erdenken können.
Christoph Maria Herbst gelingt es dabei mit seinem Sprach- und Stimmtalent die Welt und die einzelnen Charaktere hervorragend für den Leser greifbar zu machen. Jeder Charakter ist leicht wiedererkennbar und es war sicher einiges an Arbeit, die ganzen neuen Charaktere mit Leben zu erfüllen. Die fast acht Stunden vergehen wirklich wie im Fluge, was neben der Stimme natürlich auch an der rasanten Handlung liegt.
Die Handlung ist dabei vielleicht auch ein Punkt, der nicht jedem Gefallen wird. Ausländische Tiere im deutschen Wald, die von einigen Teilen dort nicht gerne gesehen werden, wobei die Definition des einheimischen Tieres eh relativ schwierig ist, wie Rufus zu berichten weiß. Es kommt zu Konflikten, die auf typisch erdmännische Art und ein bisschen Glück gelöst werden. Mir hat dies gut gefallen, auch wenn ich zuerst doch mit einem leichten „nicht schon wieder“ reagiert habe, vor allem als der Keiler Herrmann auftauchte, aber man gewöhnt sich ja dann doch schnell an so einiges.
Insgesamt also eine gelungene Fortsetzung, die genug Neues bietet, so dass man sich gut weitere Bücher vorstellen und wünschen kann, auch wenn die Sache mit den Kriminalfällen in der Menschenwelt erledigt zu haben scheint. Eine Empfehlung für Fans der Serie, die wahrscheinlich eh ungeduldig auf die nicht mehr zu erwartende Fortsetzung gelauert haben. Insbesondere als Hörbuch ist die Handlung ein Genuss. Neueinsteiger sollten allerdings lieber mit dem ersten Buch beginnen.
Aberwitziges Waldabenteuer mit gekonnten Parallelen zu unserer Menschenwelt
Ins kalte Oslo will der Erdmännchenclan rund um Ray und Rufus sicher nicht! Dann lieber aus dem Zoo ausbüchsen und sich in den nächsten Wald durchschlagen. Gedacht, getan und so landet der putzige Clan nach einem gefahrvollen Weg also im Wald. Jetzt nur noch schnell einen Bau finden und dann kann man das neue Leben wieder genießen. Doch da haben die Erdmännchen die Rechnung ohne die heimischen Waldtiere gemacht. Die sind nämlich gar nicht amüsiert über die zugezogenen Bewohner mit Migrationshintergrund. Eine Handvoll Tiere, allen voran Keiler Herrmann, macht Front gegen die vermeintlichen ausländischen und damit per se störenden, faulen, lärmenden und schlicht unerwünschten Erdmännchen. Noch dazu, wenn diese es wagen, dem heimischen Waldhasen das Weibchen abspenstig zu machen (Rufus verliebt sich Hals über Kopf und die Häsin erwidert seine Gefühle), mit den Waschbären einen lärmenden Discoschuppen zu betreiben und dann auch noch Drogen in Form von halluzinogenen Früchten in Umlauf bringen. Das kann nur eskalieren.
Ich liebe und feiere es, wie Christoph Maria Herbst die Hörbücher dieser Reihe liest. Er ist ein echtes Stimmwunder und verleiht jedem Charakter seine ganz eigene Note. Und auch die Zwischentöne werden perfekt intoniert. Großartig! Ein bisschen traurig war ich allerdings, weil diese Story so wenig bis gar nichts mit den Vorgängerbänden zu tun hat, bei denen es um Krimifälle ging, die die Erdmännchen mit dem menschlichen Detektiv Phil gemeinsam lösen. Das hier ist ein absolutes Waldabenteuer nur mit Tieren. Nichtdestotrotz auch amüsant und vor allem mit herrlich überspitzten und dennoch auf den Punkt getroffenen Parallelen zu unserer Gesellschaft. Stichwort: Rassismus, Vorurteile, Kriegstreiberei. Wer eine Geschichte wie in den Vorbänden erwartet, ist vielleicht enttäuscht bzw. muss eventuell mit enttäuschten Erwartungen rechnen. Wer sich unvoreingenommen darauf einlassen kann, wird mit einer rasanten, superlustigen und vor allem genial gelesenen Geschichte belohnt. 4/5 Sterne gibt’s dafür von mir.
Das war mal wieder sowas von genial! Ich habe jede Sekunde dieses Hörbuches absolut genossen und hatte jede Menge Spaß. Zwar war ich erst ein wenig traurig, dass die Erdmännchen ihren Berliner Zoo verlassen müssen. Auch hat mir Phil sehr gefehlt, mit dem Ray schon viele spannende Abenteuer erlebt hat. Dennoch hat es auch im Wald jede Menge zu entdecken gegeben und ist nie langweilig geworden, auch wenn es keinen neuen Kriminalfall für Ray gab.
Überhaupt war in diesem Band vieles anders. Er war politischer, kritischer, hat Themen wie z.B. Rassismus, die Flüchtlingsproblematik und Mitläufertum behandelt und mich dennoch absolut perfekt unterhalten. Dies ist natürlich auch gerade deshalb so, weil Christoph Maria Herbst diese Krimis einfach überragend liest. Ich bin immer wieder völlig begeistert, wie er all diesen Charakteren so unterschiedliche Leben einhauchen kann. Daher glaube ich, dass ich nie auf die Idee kommen würde, ein Buch dieser Reihe zu lesen, denn es ist einfach so viel unterhaltsamer, sie sich von Christoph Maria Herbst vorlesen zu lassen. Ich habe stellenweise wirklich Tränen gelacht.
Ich kann gar nicht sagen, wen ich am genialsten fand: Rufus, Ray oder Rocky? Alle drei haben mich mit ihren sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an die neue Herausforderung absolut perfekt unterhalten. Allerdings muss man sagen, dass die drei in diesem Teil wirklich viel gemeinsam gestemmt haben, was mir sehr gefallen hat. Denn in den vorherigen Teilen waren sie ja doch eher ziemlich konträr. Sehr amüsant waren auch wieder der 4. und 5. Wurf, die immer für eine Überraschung gut sind.
Mein Fazit:
„Der Wald ruft“ von Moritz Matthies ist ein unglaublich unterhaltsamer 6. Teil der Erdmännchen-Krimis, der mich wieder komplett begeistert hat. Christoph Maria Herbst liest wie immer einfach grandios und so war auch dieser Teil wieder viel zu schnell zu Ende gehört. Ich hoffe auf noch viele gemeinsame Abenteuer mit Ray und Rufus und dem restlichen Erdmännchenclan. Für diese überaus witzigen Hörstunden vergebe ich eine klare Lese-/Hörempfehlung.
Eine Gesellschaftssatire und Erdmännchen sind die Hauptakteure. Ungewöhnlich wenn man diese possierlichen Tiere vor Augen hat. Aber wenn sie sprechen könnten kann ich mir Ray, Rufus und Rocky genau so vorstellen. Ihre Gedankenwelt ist frech, frei und einfach lustig.
Das sie auf einmal in die Rolle von Migranten geraten haben sie in ihrem bequemen Zoo nie gedacht. Alle Tiere im Wald sind Sinnbilder für die Bevölkerung in einem aufnehmenden Land. Der deutsche Wald soll nach Meinung der Wildschweine deutsch bleiben. Die Mandarinenten schon etwas länger da, aber noch nicht richtig angekommen. Andere Tiere sind abwartend, abweisend oder auch gerne aufnehmend und hilfsbereit.
Die überzeichneten Figuren alias Tiere sind extrem. Wildschweine, man muss sie sich vorstellen, geben hier die Nationalisten Ich weiß nicht wer sich mehr beleidigt fühlen darf, die Rotte Wildschweine oder Anhänger von Pegida und Co.
Im Ganzen ist es für mich eine gelungene humorvolle Satire.
Der Sprecher
Christoph Maria Herbst kannte ich vorher nur als Schauspieler, da bin ich nicht so ganz ein Fan, aber als Sprecher des Hörbuchs fand ich ihn sehr gut.
Er hat eine ruhige angenehme Stimme beim Vorlesen und wenn er den verschiedenen Tieren eine eigene Tonlage gibt, passt es.
Das sehr deutsche Wildschwein klingt ein bisschen wie eine alte Wochenschau Aufnahme besonders beim "deutscher Wald für deutsche Tiere" oder bei der schüchternen Feldhäsin klingt die Angst durch weil sie überhaupt den Mund auf gemacht hat.
Bei den Erdmännchen ist es der intelligente Rufus der mir am meisten als Stimme gefallen hat. Dieses ich bin dir überlegen und weiß alles besser, hat überall eine besondere Tonart und das hat der Sprecher einfach perfekt für meine Ohren gemacht.
#DerWaldruft #NetGalleyDE #Aragonverlag #hörbuch Autor: Moritz Matthies
Sprecher: Christoph Maria Herbst
Herausgeber: Aragon Verlag
Art des Mediums: Hörbuch – gekürzt
Dauer: 7 Stunden, 24 Minuten
Inhalt:
Zum Inhalt Der Berliner Zoo braucht Geld, deshalb soll der Erdmännchen-Clan kurzerhand nach Oslo verhökert werden. In letzter Sekunde gelingt Ray, Rufus und den anderen die Flucht. Mit nichts als ihrem felligen Leben landen sie in einem lauschigen Wald. Doch die Idylle trügt: Denn die Berliner bringen für den Geschmack der Einheimischen etwas zu viel Leben in die Bude …
Quelle: Netgalley Zum Hörbuch Die Stimme des Sprechers gefiel mir ausgesprochen gut. Diese Wortgewandtheit und Stimmenvielfalt, gesprochen auch in verschiedenen Dialekten, faszinierte mich beim Hören.
Die Geschichte wurde wunderbar erzählt, brachte auch die Szenen , Problematiken und Ereignisse sehr gut rüber. Christoph Maria Herbst begleitete mich durch die Geschichte, so dass ich Freude und Spaß beim Hören hatte. Er schaffte es die Zeilen, zum leben zu erwecken.
Zur Geschichte Eine Geschichte aus der Sicht der Tiere, die unser menschliches Verhalten sehr gut wieder spiegelte. So liebevoll und humorvoll sie war, so sehr fand man auch Sozialkritische Themen aus unserer Gesellschaft Mensch sehr gut wieder. Der Autor hält uns mit seiner tierischen Geschichte einen Spiegel vor uns, der sehr wohl zum Nachdenken anregt. Es war spannend, machte mich aber auch traurig, weil sie mich an eine deutsche Geschichte erinnert, die man denken könnte, dass sie sich niemals wiederholt und doch, haben viele nichts daraus gelernt.
Diese Mischung aus tierischer Sicht, humorvoll und Ernst, haben meinen Geschmack voll getroffen.
Der neueste Band der Erdmännchen Reihe lässt wieder nichts zu wünschen übrig! Ich habe auch alle anderen Bände der Reihe als Hörbuch gehört und freute mich wieder sehr über die tollen Fähigkeiten von Christoph Maria Herbst, der die Stimmen und Stimmungen so gekonnt und virtuos rüberbringt. Die Story dreht sich diesmal nicht um eine Detektivgeschichte, es fehlt auch der menschliche Detektiv Phil, dafür ist der gesamte Clan involviert, als es darum geht, der 'Abschiebung' aus dem Berliner Zoo nach Oslo in ein Einkaufszentrum zu entgehen. Da dies schon zu Anfang geschieht, ist damit nicht zu viel verraten. wie der Titel schon andeutet, flieht der Erdmännchen-Clan, allen voran Rufus und Ray, in den 'deutschen Wald' und erlebt dort allerhand Abenteuer. Die Parallelen zur menschlichen Welt mit politischen und gesellschaftlichen Anspielungen sind meines Empfindens nach unterhaltsam in Szene gesetzt, das Erdmännchen-artige kommt nicht zu kurz. Auch zur klassischen Geschichte von George Orwell, Animal Farm, kann man durchaus Parallelen erkennen. Ich finde: wieder ein sehr unterhaltsames Buch, das auch zum Nachdenken anregen kann, wenn man möchte.
Ich habe das Buch gratis zur Verfügung gestellt bekommen
Eine Gesellschaftssatire und Erdmännchen sind die Hauptakteure. Ungewöhnlich wenn man diese possierlichen Tiere vor Augen hat. Aber wenn sie sprechen könnten kann ich mir Ray, Rufus und Rocky genau so vorstellen. Ihre Gedankenwelt ist frech, frei und einfach lustig. Das sie auf einmal in die Rolle von Migranten geraten haben sie in ihrem bequemen Zoo nie gedacht. Alle Tiere im Wald sind Sinnbilder für die Bevölkerung in einem aufnehmenden Land. Der deutsche Wald soll nach Meinung der Wildschweine deutsch bleiben. Die Mandarinenten schon etwas länger da, aber noch nicht richtig angekommen. Andere Tiere sind abwartend, abweisend oder auch gerne aufnehmend und hilfsbereit. Die überzeichneten Figuren alias Tiere sind extrem. Wildschweine, man muss sie sich vorstellen, geben hier die Nationalisten Ich weiß nicht wer sich mehr beleidigt fühlen darf, die Rotte Wildschweine oder Anhänger von Pegida und Co. Im Ganzen ist es für mich eine gelungene humorvolle Satire. Da es das erste Erdmännchen Buch ist das ich gelesen habe, werde ich mir die anderen auch holen, obwohl es dann anscheinend Krimis sind. Aber ich denke der Humor dieser Autoren wird der gleiche sein.
Meine Meinung: Dieses Hörbuch versüßt einem jede Autofahrt und lässt einen sogar gerne im Staustehen. Ich habe es geliebt ein neues, so anderes Abendteuer mit Ray, Rufus und Co zu erleben. Die neuen Charaktere sind auch wirklich toll gestaltet und man kann sehr schnell Sympathien entwickeln. Es gab so viele Stellen an denen ich mich wirklich nicht mehr eingekriegt habe vor Lachen. Und ich hätte mir auch niemanden besseren als Sprecher als Christoph Maria Herbst vorstellen können. Die Leistung die er beim Sprechen erbracht hat, wirklich Großartig.
Fazit: Ich war extrem traurig und überrascht, dass das Hörbuch zu Ende ist und hoffe sehr bald ein weiteres Abenteuer mit dem Clan erleben zu dürfen.
Obwohl es bereits der 6. Band der Ray&Rufus-Reihe ist und ich die vorhergehenden Bücher nicht gelesen habe, gab es keinerlei Probleme bei der Lektüre. Es ist schnell und leicht zu lesen, mit viel Humor versehen und eigentlich eine Fabel zu aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Einwanderung, Ausländer, Flüchtling u. dgl.. Die "Moral der Geschichte" ist von Anfang an keineswegs diffizil verpackt sondern steht sonnenklar als Grundprinzip über der gesamten Handlung. Das war mir ein etwas zu plump erkennbarer moralischer Zeigefinger und wird bei jenen, die das Werk vielleicht in ihren Einstellung und ihren Vorurteilen zum Umdenken bewegen soll, sofort zu einer Ablehnung dieses Buches führen. Nichtsdestotrotz ein gelungenes und lesenswertes Buch.
Zum Inhalt: Die Erdmännchen sind entsetzt. Weil der Zoo Geld benötigt sollen sie verkauft werden. Doch kurz vorher gelingt ihnen die Flucht. Sie landen in im Wald, aber die dortigen Bewohner sind davon wenig begeistert. Meine Meinung: Die Geschichte ist echt gut, vorallem hat man immer wieder Parallelen zur Menschenwelt, die manchmal schon etwas gruselig waren. Aber das Buch hat auch enorm viel Humor. Total begeistert hat mich Christoph Maria Herbst, denn er verleiht den einzelnen Protagonisten so was von Charakter. Und jedes der Tiere bekommt eine sehr passende Stimme. Manchmal konnte ich kaum glauben, dass es immer die gleiche Person ist, die da spticht. Fazit: Tolles Hörbuch
Sehr witzig, vor allem wenn Christoph Maria Herbst die Erdmännchengeschichte in so vielen wunderbaren Varcetten vorliest.
Von der ersten Seite an unterhaltsam und lustig: Eine Erdmännchenfamilie (die ziehmlich groß ist) soll vom Zoo Berlin in den kalten Norden umgesiedelt/verkauft werden. Das passt den Erdmännchen natürlich nicht und das klügste Erdmännchen und sein Bruder führen alle in einer Nacht und Nebel Aktion aus dem Zoo in die Freiheit - auch wenn viele von Ihnen gar nicht wissen, was das eigentlich ist. So machen sie sich auf den Weg nach Afrika (oder wie die Erdmännchen glauben: Nach Süden, also Polen...)
Auf meinen Kommentar darf man nix geben, bin einfach ein zu großer Ray-und-Rufus Fan. Allerdings wird es hier wirklich großartig: Die Asylanten, die sich inzwischen in ihrem Wald ganz gut eingelebt haben, treffen auf einen verdammt starken Feind, der auch die sich nicht immer gut gesonnenen Nachbarn auf einmal verbindet! Das Ende -- nun ja, ich kam drauf, wer helfen könnte und sollte Recht behalten.
Dieses Buch ist nicht nur humorvoll, sondern auch hochpolitisch. Es skizziert die Situation in Deutschland bezüglich Migration sehr treffend. Da ich als Frau große Probleme mit religiösen Symbolen wie Kopftuch und Burka habe, aber nicht gegen Ausländer und nicht grundsätzlich gegen Migration bin, tat es mir gut auf diese Weise einen Blick auf die Situation von Flüchtlingen zu erhalten.
Diesmal muss es sein. Der Sprecher ganz nach oben. Zuerst genannt, da Christoph Maria Herbst mit seiner Stimme großes Kino abgeliefert hat. Und das nun schon zum sechsten Mal. Die ganze Erdmännchenbande, die ganzen Nebendarsteller:innen und dann noch die Zwischentöne sind stimmlich so gut gemacht, dass man ruckzuck ein Bild im Kopfkino hat und schon läuft der Film.
Der Rest war diesmal sehr durchwachsen. Leider. Ich habe alle bisherigen Bände gehört und sie gefeiert, weil sie einfach nur schräg und überdreht und so herrlich abstrus waren. Doch diesmal hat der Autor politische Themen wie z.B. Flüchtlinge, Rassismus und den Rechtsruck eingebaut und das ganze lustig-schräge Konstrukt fiel zusammen. Die Leichtigkeit ging verloren. Es wirkte alles etwas bedrückt, teilweise auch zu gewollt und weniger unterhaltsam. Es gab Highlights, dass haben sich die Erdmännchen nicht nehmen lassen wie. z.B. die Parties unter Stechapfeleinfluss, die wilden Diskussionen zwischen den Generationen und die rasante Flucht der Erdmännchenbande.
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn gesellschaftliche Themen literarisch aufgearbeitet werden. Jedoch fand ich es bei der Rufus & Ray Geschichte nicht so richtig passend bzw. wäre hier weniger mehr gewesen. Es gab auch in den Bänden davor immer wieder Hinweise auf gesellschaftliche Probleme, jedoch nicht so dominant wie dieses Mal.
Würde ich Band 7 anhören? Ja, auf jeden Fall, denn der Sprecher ist spitze, die Grundidee auch und die Hoffnung besteht, dass die nächste Geschichte ausgewogener sein wird.