Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch Nach dem Text von Ludwig Ettmüller ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Dieter Kartschoke
Der zwischen ca. 1170 und ca. 1190 entstandene Eneasroman Heinrichs von Veldeke beschreibt die Flucht des Helden Eneas aus dem brennenden Troja und seine Irrfahrt, die ihn über Karthago, wo er der mächtigen Herrscherin Dido begegnet, und eine Unterweltfahrt schließlich nach Latium führt, den Ort, den ihm die Götter als zukünftigen Herrschaftsraum verheißen haben. Aus der Verbindung mit der latinischen Königstochter Lavinia geht eine neue Herrscherdynastie hervor, die schließlich im römischen Reich mündet.
»Die mittelalterliche Aneignung von Vergils Aeneis steht am Beginn einer nach Form und Ethos höfischen Epik in der Volkssprache. Heinreich von Veldecke, Übersetzer und Bearbeiter des altfranzösischen Roman d'Eneas, galt den Zeitgenossen und gilt den Literaturhistorikern als ihr Begründer im deutschsprachigen Raum. Grund genug, dieses Schlüsselwerk der deutschen Literatur im Mittelalter endlich auch einmal in einer handlichen Leseausgabe vorzulegen« (der Herausgeber).
Diese Ausgabe enthält den Originaltext, eine sehr genaue, wortgetreue Übersetzung und einen ausführlichen kommentierenden Anhang.
Hienrich von Veldeke's Eneit is considered to be the first of the Middle High German Courtly Romances and to have inspired authors such as Hartmann von Aue, Gottfried von Strassburg and Wolfram von Eschenbach.
The Eneit is a German adaption of the French Roman d'Enéas, which in turn is also an adaption of Virgil's Aeneid. While Veldeke's version is much shorter than Virgil, it is never the less a very important book in the German literary canon and this first English prose translation by J. W. Thomas will no doubt be much sort after by readers of Gottfried and Wolfram's works.
Readers of the German romances, Minnesang poems and even the epic poems such as the Nibelungenlied will be immediately struck by the influence that this text has exercised on some of the later poems, certain episodes seem to be drawn straight out of the Eneit. At this point, it's probably best to let one of Veldeke's contemporaries speak on the value of Veldeke's Eneit;
Heinrich von Veldeke expressed himself with great skill. How well he sang of love and how beautifully he phrased his thoughts! I think he must have gotten his lore from Pegasus's fountain, the source of all knowledge. I did not know him myself, but hear him praised by the best poets, the masters of his time and of the present. They maintain that it was he who made the first graft on the tree of German verse and that the shoot put forth the branches and then the blossoms from which they took the art of fine composition. This craft has now spread so widely and become so varied that all who devise tales and songs can break off an ample supply of the twigs and blooms of words and music. Gottfried von Strassburg's Tristan.
Eine "Übersetzung" des lateinischen Originals Aeneis von Vergil. Interessante subtile Angleichung der antiken Mythen und Göttervorstellungen an das eher christlich orientierte Mittelalter. Besonders spannende Unterweltschilderung, auf die später auch Dante in seiner Göttlichen Komödie zurückgreift.
War voll nice und manchmal so lustig weil es so random war, aber auch mega interessant. Hab sogar fast die Hälfte auf mittelhochdeutsch gelesen.
Zur Handlung, bin gespannt was wir im Seminar dazu sagen, aber ich mag Eneas echt nicht so dolle und die Darstellung von Minne ist auch ein bisschen Problematisch. Das Minnegespräch von Lavinia und ihrer Mutter war aber richtig cool.
Wenn man zwischendurch mal ein paar Seiten Aufzählungen welche Ritter alles zum Kampf erscheinen oder wie fancy Eneas Rüstung doch ist überfliegt ist die Handlung tatsächlich spannend. Hab den Roman für die Uni gelesen und mich in meiner Uni-Arbeit stark auf die Figur der Camilla fokussiert, was durchaus Spaß gemacht hat. Einer der besseren mittelalterlichen Heldenepen!
This was a satisfying break from the majority of these medieval epics. Veldeke deals with the ancient story excellently, making it relevant and suitable for a medieval audience whilst maintaining the legend aspects.