Mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789 in Frankreich wurden die Grundsteine für unsere moderne Gesellschaft gelegt, für unsere Freiheit und unsere unveräußerlichen Rechte.
Das Erstaunliche an diesen Deklarationen ist, dass sie nicht die Wirklichkeit widerspiegelten. Die großen Manifeste der Menschheit verlangten eine Ordnung der Gesellschaft, die es noch nicht gab. Es waren Utopien. Heute stehen wir vor ganz neuen Herausforderungen. Globalisierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Klimawandel: Die Gefahren, denen wir heute ausgesetzt sind, waren vor 200 Jahren noch nicht einmal vorstellbar. Wir brauchen deshalb neue, zusätzliche Menschenrechte. Heute müssen wir wieder über unsere Gesellschaft entscheiden – nicht wie sie ist, sondern so, wie wir sie uns wünschen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Ist das nicht die eigentliche Aufgabe unserer Zeit?
Ferdinand von Schirach (born 1964 in Munich) is a German lawyer and writer. He published his first short stories at the age of forty-five. Shortly thereafter he became one of Germany's most successful authors. His books, which have been translated into more than 35 languages, have sold millions of copies worldwide and have made him an internationally celebrated star of German literature.
Sehr oberflächlich. Grundsätzlich ein schöner Ansatz, aber eben nur das: Ein Ansatz. Hier wird ein Thema kurz angerissen, ohne weitere Hintergrundinformationen zu geben. Da hab ich schon kostenlose Aufsätze im Internet gelesen, die wesentlich mehr Tiefgang und Recherche hatten. Ich verstehe nicht, wie ein solcher Text eine Veröffentlichung im Buchformat verdient.
Ein toller, wichtiger und richtungsweisender Impuls. Allerdings würde ich vermuten, dass das Buch einen nachhaltigeren Effekt auf die Lesenden hätte, wenn die Hintergründe, Möglichkeiten und Limitierungen der vorgeschlagenen Grundrechte vorgestellt und näher beschrieben worden wären. Man wird weniger bewegt als der Anlass es eigentlich verdienen würde.
This excellent little essay by a favourite author addresses a topic that should be dear to every one of us: the need for new basic human rights — not to replace the existing ones, but to expand them in an age of technological advances that has already overtaken the ability of national and international organisations to keep pace.
Eine wichtige Info vorweg. Das Buch hat nur 25 Seiten & ist eher eine Lektüre als dass man es als vollständiges Buch bezeichnen sollte. Schirach geht im ersten Teil auf die Unabhängigkeitserklärung und die französische Revolution ein und wie nachdem Weltkriegen die Welt modern geworden ist. Nun hat aber unsere heutige Gesellschaft neue Herausforderungen mit Klima, Umwelt und künstliche Intelligenz und Social Media. Deswegen fordert er um die Ergänzung der Menschenrechte um 6 weitere Rechte an. Die Einnahmen des Buches spendet er deshalb an eine gemeinnützige Organisation, die sich um die Durchsetzung der Rechte kümmern.
5+/5🌟📚 Bitte lest alle dieses Buch!!! Es ist so wichtig und wir können wirklich was lernen und für unsere Rechte kämpfen!! Nehmt euch die 24 Seiten Zeit!!
Richtig und wichtig, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich liebe Schirach schon allein dafür, dass er mir immer wieder bewusst macht, wie gut unser Rechtssystem eigentlich ist 🙈
ARTIKEL 1 - UMWELT Jeder Mensch hat das Recht, in einer gesunden und geschützten Umwelt zu leben.
ARTIKEL 2 - DIGITALE SELBSTBESTIMMUNG Jeder Mensch hat das Recht auf digitale Selbst-bestimmung. Die Ausforschung oder Manipulation von Menschen ist verboten.
ARTIKEL 3 - KUNSTLICHE INTELLIGENZ Jeder Mensch hat das Recht, dass ihn belastende Algorithmen transparent, überprüfbar und fair sind. Wesentliche Entscheidungen muss ein Mensch treffen.
ARTIKEL 4 - WAHRHEIT Jeder Mensch hat das Recht, dass Äußerungen von Amtsträgern der Wahrheit entsprechen.
ARTIKEL 5 - GLOBALISIERUNG Jeder Mensch hat das Recht, dass ihm nur solche Waren und Dienstleistungen angeboten werden, die unter Wahrung der universellen Menschenrechte hergestellt und erbracht werden.
ARTIKEL 6 - GRUNDRECHTSKLAGE Jeder Mensch kann wegen systematischer Verletzungen dieser Charta Grundrechtsklage vor den Europäischen Gerichten erheben.
Kein „Buch“, das sich wirklich bewerten lässt. Dennoch schätze ich wie immer Klarheit des Autors und die Einfachheit bei gleichzeitiger Tragweite, die mit dem Appell formuliert wird. Lohnt sich auf jeden Fall, gelesen zu haben und sich dazu ein paar Gedanken zu machen.
Alles wo „Ferdinand von Schirach“ draufsteht ist für mich schon mal per se interessant. Ich verehre diesen Mann und diesen Autor und musste natürlich sofort dieses schmale kleine Büchlein lesen.
Tatsächlich ist „Buch“ schon fast zu viel gesagt, Essay trifft es auch nicht ganz, es ist ein formulierter Gedankengang. Kurz, aber deswegen nicht weniger lesenswert.
Ein Gedankengang, der sich mit dem Wunsch, oder eigentlich dem Aufruf für eine Überarbeitung der Menschenrechte. Die von Ihm vorgeschlagenen neuen Grundrechte schließen beispielsweise das Recht auf eine gesunde Umwelt, das Recht darauf die Wahrheit von der Regierung zu hören, das Recht auf digitale Selbstbestimmung etc. Teilweise sehr ambitioniert, aber vor dem Hintergrund der heutigen Zeit definitiv Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten.
Das Büchlein ist in einer Viertelstunde durchgelesen, mehr als ein Denkanstoß ist es eigentlich nicht. Im Buch wird auf die Seite für die Petition jener neuen Grundrechte verwiesen, es ist nicht viel mehr als ein Hinweis, ein Impuls. Leider, muss ich sagen, ich hätte mir an vielen Stellen mehr Tiefe, mehr Informationen gewünscht, so blieb es mir ein bisschen zu oberflächlich und zu kurz. Das Thema ist dennoch mehr als einfach nur wichtig, weswegen auch eine kurze und oberflächliche Lektüre, dem Thema zwar nicht gerecht wurde, mir aber trotzdem einen wichtigen Impuls gegeben hat.
Jeder Mensch - ein knapp 30-seitiger 'Aufsatz' über das was sich ändern muss in unserer Gesellschaft.
Wenn Herr von Schirach seine Einkaufszettel in Buchform herausbringen würde, ehrlich, ich würde es lesen. Auf jeden Fall. Und ich wäre begeistert! Für mich ein absoluter Gott der Literatur.
Wie viel 'Rezension' kann man über ein so kleines dünnes Buch schreiben? Eins das kein Roman ist. Kein Erzählung.
Ein bisschen fühlt sich das Buch an wie eine Rede. Eine Rede die Herr von Schirach am besten jeden Tag zu sämtlichen Veranstaltungen lesen sollte wenn es nach mir geht.
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Er beginnt mit einer kleinen Geschichtsstunde. Ganz im Schirach-Stil. Knapp, informativ und doch sehr eingängig.
Ich habe das Buch wirklich eingeatmet.
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Viel mehr möchte ich gar nicht schreiben, außer: Empfehlung.
Hervorheben möchte ich auch das alle Einnahmen die der Autor aus diesem Buch hat, an eine entsprechende Organisation gespendet werden.
Lasst uns gemeinsam an einer Zukunft arbeiten die für JEDEN MENSCH fair ist. Gemeinsam kann man Berge versetzten oder zumindest Gesetze und Grundrechte anpassen.
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Schirach ist ein Meister! Egal ob er 200 Seiten füllt oder 30 - dieser Autor ist immer lesenswert.
Ein toller Impuls, aber viel zu wenig ausgeführt, um die Produktion dieses Buches zu rechtfertigen. Ich hoffe trotzdem, dass die Idee weitergeführt wird.
sehr kurzes essay aber es hat sehr wichtige und gute ansätze. diese werden gar nicht ausgeführt, ich bin mir nicht sicher ob ich das gut oder nicht so gut finde. hab ich aber in 5 minuten gelesen, dafür hat’s sich gelohnt!! 🤓
Dieses kleine Werk ist so klug und auf den Punkt. Es ist einfach, verständlich und so präzise wie es sein muss, um die Idee zu transportieren. Ich behaupte, dass jeder den Kern seiner 6 neuen Grundrechte erst einmal versteht - die Bedrohung unserer Zeit dahinter begreift, wenn wir es nicht so für uns formulieren. Die Schlagworte sind entscheidend. Auf sie sollen wir uns einigen. Unversehrte Umwelt, ja. Digitale Selbstbestimmung, ja. Transparenz, Wahrheit, universelle Menschenrechte: JA. Nach meinem Verständnis geht es erst einmal nicht darum, diese 6 Artikel bis ins Detail auszuloten, nein, sie sollen so allgemeingültig und mutig wie möglich bleiben, damit sich JEDER Mensch davon angesprochen und abgeholt fühlt. 6 neue Grundrechte im Sinne eines größtmöglichen Konsens. Sie sind so formuliert, dass sie einen Hauch der Utopie innehaben, die von Schirach in früheren Verfassungen als so maßgeblich herausgearbeitet hat. Das festhalten was sein soll, nicht zwingend das, was ist. Wer diesem Werk also Oberflächlichkeit unterstellt, sollte die ersten Seiten noch einmal aufmerksam lesen. Es ist großartig.
Ich gebe keine Bewertung für dieses Buch ab, da ich der Grundidee 100% zustimme, es als Buch aber absolut unnötig fand. Der Text sind vielleicht 2 oder 3 DINA4 Seiten, verteilt auf großgeschriebene kleine 25 Buchseiten. Es geht kein bisschen in die Tiefe warum es diese Forderung gibt oder was genau mit ihr bewirkt werden soll. Wenn jemand nicht ohnehin hinter dieser Idee steht wird er von diesen paar Seiten, in denen es 80% um Amerika und Frankreich geht bevor es überhaupt erst auf die Grundrechte abzielt, bestimmt nicht überzeugt. Schade. Eine vergeudete Chance.
Die Thesen sind gut, aber der Inhalt fehlt. Leider werden wird in dem Buch nicht begründet warum genau diese Thesen aufgestellt worden sind und warum sie so einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft haben werden. Unabhängig davon dass ich die "Neuen Grundrechte" des Autors unterstütze, ist dieses Buch einfach schlecht aufgebaut und es fehlt an Begründung und Inhalt.
Will jetzt nicht haten aber wieso wurde dieser Text im Druck veröffentlicht? Guter Ansatz aber ich habe schon Blogposts und Instagram Captions mit mehr Tiefe gelesen...
Schirach beweist erneut seine Leichtigkeit im Vermitteln komplexer Teil kontroverser Themen. In diesem kleinen Band widmet er sich den „neuen“ Grundrechten die seiner Meinung nach „selbstverständlich“ sein sollten. Ich stimme ihm in seiner Auswahl zu, begrüße auch die Vorrede über die bisherigen Verfassungen/Abkommen/Erklärungen. Seiner Äußerung, dass es mit diesen wenigen Und einfachen Worten im Kern des Denkanstoßes getan ist, würde ich aber widersprechen. Gerade an dieser Stelle denke ich, dass Schirach mit seinem Text ausufernder und umfassender hätte sein können. Den Lesenden zu eigenen Gedanken anregen ist ein guter Vorsatz, bei der absoluten Kürze dieses Textes jedoch fühle ich mich mehr alleine gelassen als animiert. Mehr plastische Gedanken, historische Beispiele und gerne auch Kritik und negative Folgen wären für dieses Buch ultimativ förderlich gewesen. Trotzdem eine schöne Ergänzung zum Gesamtwerk des Autoren und ein unterhaltsamer Zeitvertreib.
Sehr oberflächlich und pathetisch geschrieben. Weder klug noch ansatzweise über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut. Perspektiven eines weißen privilegierten Mann, dessen unreflektierte Position man beim Lesen abbekommt. Wäre wahrscheinlich nicht veröffentlicht worden, wenn es nicht von diesem Autor käme.
In einem 2021 veröffentlichten Buch dazu das N-Wort zu verwenden ist nicht nur hoch fragwürdig, sondern einfach inakzeptabel.
Die Menschenrechte sind einige unserer größten Errungenschaften! Unsere Welt verändert sich aber und somit brauchen wir neue Regeln und Lösungen für sich immer wandelnde Probleme.
Die 6 Artikel in Jeder Mensch sind utopisch. Aber sie sind klar, einfach, fair und an unsere Welt im 21. Jahrhundert angepasst. Also zumindest ein vielversprechender Ansatz.
Angesichts der neuen Probleme einer sich verändernden Welt müssen wir erst gemeinschaftlich definieren wie wir idealerweise leben wollen um dies dann tatsächlich erreichen zu können.