Mika ist eine ganz normale Siebzehnjährige: Sie hasst Schule, mag Mangoeis und will den Kapitalismus stürzen. Als die Polizei eine Hausdurchsuchung bei ihr macht, weil sie verdächtigt wird, Maschinen der Firma Kerogreen sabotiert zu haben, platzt Mika der Kragen: Der Energiekonzern hat eine Genehmigung erlangt, in der Nähe der Stadt nach Schiefergas zu bohren und schreckt dabei vor keiner Umweltzerstörung zurück. Zusammen mit ihren Freundinnen Nova und Sana nimmt Mika den Kampf gegen die Klimakrise auf, und das Trio heckt kreative Aktionen aus, um den Industriegiganten in die Enge zu treiben. Und dann ist da auch noch Aaron, mit dem Mika sich stundenlang über Anarchie unterhalten kann, und ein Sommer, der nach Revolution schmeckt.
Schön, dass ich das Buch auch endlich auf Goodreads bewerten kann, da es ein Jahreshighlight von 2020 war! :D
Das Cover finde wirklich schön gestaltet. Die Zeichnungen der demonstrierenden Charaktere ist sehr passend und wenn ich es im Buchladen hätte stehen sehen, hätte ich es als interessierte, jugendliche (Klimaschutz-)Aktivistin definitv näher betrachtet. Zur Gestaltung muss ich auch noch sagen, dass ich die Zeichung an vielen Enden der Kapitel echt schön fand, ebenso die realistischen Textnachrichten und natürlich die Songtitel zu jedem Kapitel.
Nun aber zur Geschichte: Man taucht direkt in das Leben und die Gedanken von Mika, der Protagonistin, ein, mit der ich mich mit ihrer gesellschaftskritischen Sicht auf das System, unter anderem das Schulsystem, die Einstellung zum Klimawandel, Rassismus, Kapitalismus, Geschlechterrollen, unheimlich gut identifizieren können. Diese Themen werden für Menschen, die sich vielleicht noch nicht damit auseinander gesetzt haben, direkt im Text oder im Glossar erklärt, sodass das Buch für jede*n zugänglich ist. Die Charaktere haben mir allgemein sehr gut gefallen, jede*r ist individuell mit seiner eigenen Sicht, eigenen Geschichte und Problemen, mit denen sich viele Jugendliche identifizieren können. Auch die freundschaftlichen, familiären und romantischen Beziehungen haben mich berührt und die Entwicklung derer war sehr realitätsnah und nachvollziehbar.
Der Schreibstil war sehr flüssig, ich bin wirklich durch die Seiten geflogen und mochte besonderes die Alltagssprache verbunden mit einer Mischung aus Anglizismen und realitätsnaher "Jugend-"sprache.
Der Aktivismus für den Klimawandel wurde sehr facettenreich erläutert und zeigt, dass man nicht direkt "Ökoterroristin" sein muss, um dass Klima zu schützen. Auch wenn ich selbst links aktiv bin, habe ich noch neue Aktionsformen kennengelernt, kannte aber auch viele Dinge aus der Szene und konnte mich total gut damit identifizieren.
Insgesamt ist ,,Ökoterroristin" also ein wundervolles Jugendbuch, dass ich jedem nur ans Herz legen kann
ok ich weiß gar nicht was ich sagen soll. das ist definitiv eins der besten Bücher die ich je gelesen habe. ich bin so froh dass ich es zufällig gefunden habe. man merkt auf jeden Fall, dass der Autor selbst in der Klimabewegung aktiv ist, vorallem habe ich so viele kleine Details wiedererkannt, die ich selber so erlebt habe. dieses Buch hat definitiv einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.
Sehr empfehlenswertes Buch, was nicht nur das Hauptthema der Klimakrise aufgreift. Auch viele andere Themen, die nur selten in anderen Medien angesprochen werden, finden hier ihren Platz, was mich sehr gefreut hat :)