Sie hat nichts zu verlieren. Sie hat eine mörderische Wut. Und sie kann sich an nichts erinnern ... Als Helen die schockierende Diagnose Krebs im Endstadium erhält, wagt sie den Schritt, Berlin zu verlassen und Zuflucht in der alten Heimat bei ihrer Familie zu suchen. Sie hofft, sich endlich mit ihrer utter aussöhnen zu können, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Schon bald nach ihrer Ankunft muss sie feststellen, dass ihre schwangere Schwester von Ehemann Leon gedemütigt und misshandelt wird. In ihrer Angst um Kristin und das Baby spielt Helen mit dem Gedanken, Leon aus dem Weg zu räumen. Was hat sie groß zu verlieren? Aber einen Menschen töten? Ist sie dazu wirklich fähig? Am nächsten Morgen ist Leon tot - ermordet. Und Helen fehlt jede Erinnerung an die vergangene Nacht ...
Helen hat Krebs im Endstadium. Sie möchte ihre Familie endlich darüber informieren und fährt von Berlin ins Saarland zu ihrer Mutter und ihrer Schwester Kristin. Dort angekommen, lernt sie den Ehemann ihrer Schwester kennen: Leon. Sie kennt Leon allerdings schon aus ihrer Schulzeit und kann ihn überhaupt nicht leiden, denn er hat ihrer besten Freundin damals sehr wehgetan. Auch jetzt hat sie Leon schnell in Verdacht, ihre schwangere Schwester zu schlagen. Kristin wäre viel besser dran ohne Leon. Dann ist Leon plötzlich tot - ermordet. Und es gibt Anzeichen dafür, dass Helen ihn umgebracht haben könnte, doch sie kann sich dank ihrer schweren Medikamente nicht erinnern...
Mein Leseeindruck:
Ich habe bereits die beiden früheren Bücher der Autorin gelesen, die mir sehr gut gefallen haben. Somit war ich nun sehr neugierig auf diesen neuen Thriller.
Dank des einfachen und unkomplizierten Schreibstils und der nur knapp 300 Seiten war das Buch auch wieder schnell gelesen, zumal die Geschichte von Helen sehr spannend ist! Es deutet wirklich vieles auf sie als Täterin hin, und doch zweifelt man beim Lesen; ist es wirklich so einfach?
Mich hat die Geschichte auf jeden Fall sehr gefesselt. Ich war durchgehend neugierig auf das Ende bzw. die Auflösung des Falles.
Die Charaktere haben mir gut gefallen; ich konnte mir ein gutes Bild von ihnen machen. Sie sind gut ausgearbeitet und wirken dadurch echt und authentisch.
Das Buch verbreitet eine leicht düstere und unschöne Atmosphäre durch Helens Krankheit, durch den Zwist zwischen Mutter und Tochter und natürlich nicht zuletzt durch den Mord an Leon! Die Atmosphäre ist für einen Thriller perfekt, wie ich finde.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich nun auf hoffentlich weitere Bücher der Autorin!
Das Cover alleine hat mir schon Gänsehaut bereitet. Wenn man mit den Fingern darüber streift, merkt man, dass es ziemlich rau ist. Dies verursachte zumindest bei mir einen hohen Gänsehautfaktor. Die Farben auf dem Cover wurden meiner Meinung nach auch gut gewählt und passen zu einem Thriller. Meines Erachtens wurde beim Cover alles richtig gemacht.
Meiner Meinung nach hat die Autorin hier ein meisterhaftes Werk erschaffen. Ich bin einfach nur begeistert. Es gibt viele unerwartete Wendungen und die Ereignisse überschlagen sich schon fast, weil sehr vieles gleichzeitig passiert. Von der ersten Seite an war die Spannung bei mir schon spürbar und sie blieb konstant bis zum Schluss. Auch der Schreibstil der Autorin ist nicht zu verachten. Er ist richtig klasse. Die Autorin schreibt sehr locker und gleichzeitig ernst und spannend. Ich persönlich habe an der Geschichte überhaupt nichts auszusetzen und bin froh, dass ich dieses tolle Werk lesen durfte. Ich muss immer noch über dieses spannende und gut ausgearbeitete Ende nachdenken, welches mich atemlos zurückgelassen und vom Hocker gehaut hat. Ich war außerdem ziemlich verstört und überrascht.
Ich brauche auf jeden Fall Nachschub. Die Autorin hat noch zwei andere Thriller herausgebracht, soweit ich weiß und ich will diese unbedingt noch lesen. Ich hoffe auch, dass sie in Zukunft weitere Geschichten schreiben, wird in denen ich mich verlieren und mit den Charakteren mitfiebern kann. Dies ist der erste Thriller bzw. das erste Buch was ich von dieser Autorin gelesen habe, aber es wird auf jeden Fall nicht das Letzte gewesen sein. Am liebsten hätte ich einen zweiten Teil von Amnesia, da ich den Charakter Helen irgendwie nicht loslassen will, doch ich glaube, dieser Wunsch wird mir nicht erfüllt werden.
Ich hätte es auch gut gefunden, wenn die Geschichte etwas länger gewesen wäre. Dies soll aber kein Kritikpunkt sein. Es soll nur heißen, dass mir das Buch wirklich gefallen hat. Ich habe diese Geschichte in einem Rutsch durchgelesen, weil es einfach so spannend war, dass ich nicht aufhören konnte. Das Buch hat einen hohen Suchtfaktor. Die Geschichte hat mich regelrecht gefesselt und mich in ihren Bann gezogen. Dies lag zum Teil auch an der Erzählweise der Geschichte.
Die Geschichte wird nämlich aus der Ich – Perspektive von Helen erzählt. Sie ist eine unserer Hauptcharaktere. Helen habe ich besonders ins Herz geschlossen. Ich habe wirklich mit Helen mitgefühlt und mitgefiebert. Helen leidet nämlich an Lungenkrebs und hat gerade eine eher schlimme Phase in ihrem Leben, da sie laut Prognose der Ärzte nur noch ein Jahr zu Leben hat. Da sie sich schon immer nicht wirklich gut mit ihrer Familie verstanden hat, will sie nun endlich Frieden mit ihnen finden und fährt in die Kleinstadt, in der ihre Schwester mit ihrem Mann und Helens Mutter wohnt. Es entwickeln sich verschiedene Handlungsstränge. Leon, der Mann von Helens Schwester wird ermordet, doch wer hat ihn umgebracht? War es vielleicht Helen, der jegliche Erinnerungen an die Mordnacht fehlen, oder war es Kristin, Helens Schwester und die Ehefrau von Leon?
Ich hatte mit Helen oft Mitleid. Ich habe mich ihr auch sehr nahe gefühlt. Ich hatte das Gefühl, das ich sie bin und selbst in dieser Geschichte drinstecke und sie gerade am eigenen Leib erlebe. Ich konnte mich einfach voll und ganz in sie und ihre Welt hineinfühlen. Ich konnte auch alle ihre Handlungen, die sie im Laufe der Geschichte begangen hat, nachvollziehen. Ich an ihrer Stelle hätte nichts anders gemacht.
Durch die starken Tabletten die Helen wegen ihren Ängsten nimmt, hat sie auch oft Aussetzer und Gedächtnislücken, da der Leser die Geschichte aus ihrer Sicht erlebt, weiß man manchmal selber nicht, was nun wahr ist und was Fiktion. Dies hat das Ganze noch spannender gemacht. Man stellt sich die Frage, ob man Helen wegen ihren ganzen Aussetzern überhaupt trauen kann.
Ich finde, dass Helen eine richtig starke Frau ist, auch wenn sie ihre Lebensfreude immer mehr zu verlieren scheint. Das Wichtigste ist, dass man in so einer Situation nicht aufgibt und genau das hat sie gemacht. Nie aufgegeben. Dies hat mich besonders von ihr verzaubert und mich auch zum Nachdenken gebracht. Die Autorin hat mit Helen auf jeden Fall einen einzigartigen und tollen Charakter erschaffen, von dem sich jeder eine Scheibe abschneiden kann bzw. sich ein Beispiel nehmen sollte.
Vielleicht sollte die Geschichte auch vermitteln, dass man nie aufgeben sollte, egal wie schlecht die Lage gerade aussieht und das es immer irgendetwas, oder irgendjemanden gibt der dich zum weiter machen bringt. Auch hat Helen langsam schon den Überblick über ihren Tablettenkonsum verloren. Dies war auch sehr realistisch dargestellt. Man hat bemerkt, dass sie so langsam in eine Tablettensucht hineinfällt, ohne es selbst richtig zu realisieren, den die Dosis die sie vom Arzt verschrieben bekommen hat, hat sie schon längst überschritten.
Außerdem werden besonders Helens Emotionen dem Leser sehr gut vermittelt. Meiner Meinung nach sind Helens Gedanken auch sehr tiefgründig dargestellt. Besonders die die sich um den Tod drehen gingen mir sehr nahe. Nicht nur Helen wurde ganz toll dargestellt, sondern auch die anderen Charaktere. Sie sind alle sehr lebendig beschrieben. Außerdem sind die Charaktere auch alle sehr unterschiedlich.
Am Ende kann der Leser auch noch selber diverse Spekulationen anstellen. Das finde ich auch sehr klasse, weil man so die Fantasie spielen lassen kann. Das Ende ist zwar nicht wirklich offen, lässt aber genug Raum für die eigene Fantasie. Meines Erachtens nach gab es am Ende auch einen regelrechten Showdown. Es war atemberaubend. Die Autorin hat das ganze Buch über den Leser auf verschiedene falsche Fährten geführt, sodass der Leser am Ende nicht nur überrascht, sondern auch schockiert zurückbleibt. Ich hatte zwar eine Theorie, wer Leon den nun wirklich ermordet hat, allerdings habe ich immer wieder daran gezweifelt. Am Ende sollte sich herausstellen, dass ich doch recht hatte. Das Gute ist, dass in diesem Buch eigentlich jeder ein Motiv an dem Mord von Leon hat und es deswegen theoretisch auch jeder getan haben könnte. Das gibt der Geschichte noch einen zusätzlichen Kick.
Aus der Danksagung kann man auch entnehmen, dass die Autorin wirklich für dieses Thema recherchiert und sich exzellent darüber informiert hat. Anscheinend hat sie sich sogar mit Ärzten unterhalten und so Verschiedenes über die Krankheit die Helen besitzt hat herausgefunden. Sie hat sogar einige Personen befragt, die selbst an Krebs leiden. So hat sie etwas über die Ängste von Krebspatienten erfahren. Meiner Meinung nach ist dies auch irgendwie ein Buch für Leute die Verwandte haben, die mit Krebs zu kämpfen haben, da man in der Geschichte eben auch viel über die Gedanken und Ängste eines Krebspatienten erfährt. Für mich war es zumindest sehr informativ und interessant, da ich auch noch nie ein Buch gelesen habe in dem es um eine Person ging die Krebs hatte. Meines Erachtens nach erfordert dies ein großes Lob an die Autorin, da es genug Autoren gibt, die sich nicht wirklich über das Thema ihres Buches informieren, sondern sich einfach nur irgendetwas aus den Fingern saugen.
Es ist auf jeden Fall der beste Thriller, den ich je gelesen habe. Außerdem ist es auch der erste der es auf meine Liste der Lieblingsbücher geschafft hat. Normalerweise zähle ich Thriller nämlich nicht dazu, da ich sie meistens nur einmal lese, weil ich ja dann schon weiß wer der Täter bzw. Mörder ist, doch bei diesem Buch ist es anders. Es wird nicht das Letzte Mal sein, dass ich es verschlungen habe. Dieses Meisterwerk verdient 5 Sterne und dazu noch eine saftige Leseempfehlung. Bitte nimmt euch meine Worte zu Herzen und ließt dieses grandiose Buch. Ich kann euch versichern das ihr es nicht bereuen werdet!
Jutta Maria Herrmann Amnesia - Ich muss mich erinnern 336 Seiten
Nachdem Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, besucht sie noch einmal ihre Familie und es kommt zu einer Katastrophe...
Ein flüssiger und spannender Krimi, der mich gut unterhalten hat und bis zum Ende das Niveau gehalten hat. Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, da die beiden Vorgänger echte Lesehighlights sind. Hier muss ich ein paar Abstriche machen, mir fehlten etwas die Wendungen, die ich von der Autorin gewohnt bin. Es gibt trotzdem eine Leseempfehlung für einen guten Krimi.
Vakkum Angst– Raffinierter und psychologisch meisterhaft inszenierter Thriller
Nachdem Helen erfahren hat, dass sie an Lungenkrebs im Endstadium erkrankt ist, verändert sich ihr Leben, denn die Erkrankung hinterlässt ihre Spuren. Von Nebenwirkungen und Therapien gezeichnet, wird sie von ihrem Lebensgefährten Sven plötzlich verlassen. Scheinbar war der Bildhauer dem Ganzen nicht mehr gewachsen und konnte mit den psychischen Veränderungen Helens nicht mehr umgehen. „Leb wohl“, schreibt er zum Abschied und verschwindet.
Zutiefst verletzt und am Ende ihrer seelischen Kräfte entwickelt sie den Wunsch, sich mit ihrer Mutter auszusöhnen. Kurzerhand packt sie ihre Sachen und reist nach Berlin zu ihrer Mutter, die sie nicht sonderlich willkommen heißt. Ein paar Häuser weiter lebt Helens Schwester, die sich sehr über Helens Besuch freut. Doch bereits nach wenigen Stunden muss Helen feststellen, dass Kristins Ehemann Leon Kristin misshandelt. Noch in Gedanken, dass sie auf Grund ihrer Erkrankung nichts mehr zu verlieren hat, denkt sie darüber nach Leon zu töten, doch ehe sie sich versieht, wird dieser tatsächlich ermordet.
Helens Alibi steht auf schwachen Säulen, denn auf Grund ihrer ständigen Einnahme von Medikamenten, kann sie sich an die Mordnacht nicht mehr erinnern.
Hat Helen Leon getötet?
Die Autorin:
Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. Nach "Hotline" und "Schuld bist du" ist "Amnesia" ihr dritter Thriller im Knaur Verlag. (Quelle: Droemer Knaur Verlag)
Reflektionen:
Amnesia ist ein raffinierter und psychologisch meisterhaft inszenierter Thriller, der mich bis ins letzte Detail überzeugt und begeistert hat. Amnesia wird in diesem Jahr zu meinen persönlichen Thriller-Highlights zählen.
Wie von einem Lasso eingefangen, zieht Jutta Maria Herrmann den Leser von den ersten Seiten an mit sich. Mühelos gelingt so der Einstig in die Handlung, die zahlreiche Wendungen und Überraschungen bereithält und bis zur letzten Seite fesselt.
In einem besonders flüssigen Stil erzählt Jutta Maria Herrmann die bedrückende, düstere Geschichte der an Krebs erkrankten, stark an sich selbst zweifelnden Helen. Literarisch stark im Ausdruck und doch sanft, bis manchmal anmutig, schreibt sie so einnehmend, dass man den Thriller nur schwer aus der Hand legen kann. Niemals umgangssprachlich und niemals ausschweifend blumig, ist dieser Thriller eine exquisite Praline.
Amnesia ist ein Meisterwerk des psychologischen Spannungsaufbaus, ohne zu beschweren. Die Handlung entwickelt sich stets erfrischend vorwärts und versinkt daher nicht in den Untiefen von Gedankenwelten der Protagonisten, wie in manchen, ständig gleichklingenden Thrillern inzwischen zu genüge Gang und Gebe. Jutta Maria Herrmann findet ein außergewöhnliches, gutes und gesundes Maß, den Leser hinein in die Gedanken der Hauptfigur eintauchen zu lassen und die Handlung spürbar weiterlaufen zu lassen.
Wenn auch die Hauptfigur Helen an Krebs erkrankt ist, dreht sich der Schwerpunkt der Geschichte nicht hauptsächlich um die Erkrankung selbst. Sie dreht sich vielmehr um Helens dramatische Empfindungen, als diese feststellt, dass ihre Gedanken nur noch unzureichend von Erinnerungsfetzen zusammengehalten werden und sie sich nicht an Begebenheiten erinnert, die zur Aufklärung des Mordes an Leon aufschlussreich wären. Sie wird schier wahnsinnig vor Angst, dass sie einen Mord begangen haben könnte.
Mit einem Schlag bin ich hellwach, lausche mit angehaltenem Atem in die Stille. Da ist jemand im Zimmer. Ich spüre die Anwesenheit einer anderen Person mit jeder Faser meines Körpers. Verzweifelt versuche ich, meine Augen zu öffnen. Aber meine Lieder sind so schwer, dass ich es nicht schaffe, so sehr ich mich auch mühe. Selbst das dünne Laken auf meinem Körper scheint Tonnen zu wiegen, drückt mich immer tiefer in die Matratze hinein. Ich bin wie gelähmt, vollkommen bewegungsunfähig. Angst kriecht in mir hoch, verdichtet sich in Sekundenschnelle zu Panik. Mein Herz stolpert, verfällt dann in einen immer hektischeren Rhythmus. Die Stille ist so tief, dass ich mich für einen Moment einbilde, spüren zu können, wie sie sich auf mich herabsenkt. (Zitat)
Helens Gemütszustand liefert reichlich Futter für die Zeichnung ihres Charakters. Ihre Selbstzweifel, Ängste und ihre Panik, bekommt der Leser mit voller Intensität und Authentizität zu spüren und oftmals berühren sie ihn zutiefst, denn Helen ist versunken in einer bedauernswerten, traurigen und erbarmungslosen Einsam- und Hilflosigkeit. Die Ich-Erzählweise der Hauptfigur ist geschickt gewählt, denn sie kurbelt die rasante Spannung und düstere Dramaturgie der Story an.
Die Handlungen der weiteren, raffiniert ausgearbeiteten Figuren greifen wie in ein Zahnrad in die Perspektive Helens ein und sie verleiten dazu, atemlos und pageturnerartig, Seite um Seite, vorwärts zu lesen. Dieses Ineinandergreifen beschert zahlreiche Spannungshöhepunkte, die mit Wendungen und Überraschungen einhergehen, die ursächlich in ihrer Entstehung, in den menschlichen Abgründen der wenigen Figuren zu finden sind.
Nach dem Jutta Maria Herrmann alle Nischen und Winkel der Story ausreichen beleuchtet und jeder Figur ausreichend Raum schenkt, lässt sie das Ende dennoch offen. Es erfolgt keine Auflösung bis ins Detail, aber es gibt flimmernde Lösungsansätze an die Hand, mit der sich der Leser identifizieren und seine eigene Interpretation gestalten kann. Trotzdem oder sogar deswegen verlässt er glücklich und hoch spannend unterhalten diese Geschichte.
Amnesia ist jenseits des Thriller-Mainstream-Abklatsches, ein absolutes Muss für jeden Thriller-Fan.
Fazit und Bewertung:
Amnesia – Ich muss mich erinnern ist ein raffiniertes Meisterwerk des psychologischen Spannungsaufbaus. Hoch spannend erzählt Jutta Maria Herrmann von der an Krebs erkrankten Helen, die ihre Gedankenwelt nur noch mit Erinnerungsfetzen zusammenhalten kann. Schier wahnsinnig vor Angst, muss Helen fürchten, einen Mord begangen zu haben.
Amnesia ist jenseits des Thriller-Mainstream-Abklatsches, ein geniales und absolutes Muss für jeden Thriller-Fan.
Helen ist unheilbar an Krebs erkrankt, geschwächt durch Therapien und Medikamente und von ihrem langjährigen Lebensgefährten verlassen worden, entsteht bei ihr der Wunsch, sich noch vor ihrem Tod mit der Mutter auszusöhnen. Kurz entschlossen packt Helen ihre Sachen und macht sich auf den Weg zu ihrer Familie. Während sich ihre schwangere Schwester freut, sie nach so langer Zeit wieder zu sehen, scheint ihre Mutter nicht besonders erfreut. Schon bald muss sie mit entsetzten feststellen, das ihr Schwager Leon ihre kleine Schwester misshandelt. Am liebsten würde sie ihren Schwager dafür umbringen, schließlich hat sie ja auf Grund ihrer Krankheit nichts mehr zu verlieren. Am nächsten Morgen wird Leon ermordet aufgefunden, und Helen, hat durch die Einnahme ihrer Medikamenten, die Erinnerungslücken und Halluzinationen verursachen können, keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht…
„Amnesia-ich muss mich erinnern“ ist der neueste Thriller von Jutta Maria Herrmann.
Mit Amnesia hat die Autorin für mich einen spannenden Thriller geschaffen, der vor allem durch die geschilderten psychologischen Abgründe besticht. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Helen erzählt, und so ist man als Leser sehr nah bei ihr. Man erlebt so ihre Traurigkeit über den Verlust ihres Lebensgefährten mit, ihre Panikattacken, die sie mit Medikamenten versucht in den Griff zu bekommen und auch ihre Wut über Leon direkt mit.
Auch die Verwirrung über die Erinnerungslücken empfand ich gekonnt erzählt und ließen mich als Leser mitfiebern und rätseln, was denn nun tatsächlich geschehen ist.
Helen, die Protagonistin, war mir trotz der Erkrankung, ihren Ängsten und Nöten, die natürlich ein Gefühl des Mitleids bei mir auslösten, in ihrem Denken und Handeln nicht immer wirklich sympathisch, dadurch wirkte sie als Persönlichkeit aber sehr authentisch auf mich. Die anderen Protagonisten erlebt man natürlich nur aus Helens Sicht, man bekommt aber trotzdem ein gutes Gefühl für die unterschiedlichen Charaktere mit denen Helen sich auseinandersetzen muss.
Die Geschichte entwickelt sich schrittweise, denn als Leser erhält man durch Helen aufgrund ihrer Erinnerungslücken, immer nur einzelne Bruchstücke, die man versucht in ein Gesamtbild zu fassen, um hinter das Rätsel von Leons Tod zu kommen. Durch diese Erzählweise und durch geschickt gesetzte Wendungen wird ein fesselnder psychologisch gut aufgebauter Spannungsbogen erzeugt, der mich zum Schluss überzeugen konnte. Das Ende der Geschichte passt sich wunderbar in die Geschichte ein und lässt mir als Leser noch Spielraum für Interpretationen, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Mein Fazit:
Ein spannender Thriller, der mit psychologischen Abgründen zu fesseln weiß und mich bis zur letzten Seite von sich überzeugen konnte. Klare Leseempfehlung meinerseits!
Du hast nichts zu verlieren. Du hast eine mörderische Wut. Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
Meine Meinung:
Ich habe im letzten Jahr Schuld bist Du gelesen, welches mir sehr gut gefallen hatte. Als ich nun gesehen hatte, dass die Autorin ein neues Buch herausbringt, war mir klar, dass ich auch dieses lesen möchte. Mir wurde vom Verlag freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir wieder sehr gut gelungen, der Schreibstil war auch hier wieder sehr flüssig. Ich muss aber sagen, dass mir die Spannung hier einfach ein wenig gefehlt hat.
Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass ich Helens Mutter unmöglich fand, ihr Verhalten gegenüber Helen fand ich indiskutabel. Da wundert es mich nicht, dass Helen nicht oft nach Hause gekommen ist. Am Ende gibt es allerdings einige überraschende Wendungen.
Das Ende selbst war mir persönlich etwas zu offen, aber doch mit einigen Wendungen gespickt, die mich überraschen konnten.
Alles in allem war dies ein solider Thriller, der mich gut unterhalten konnte, auch wenn ich die beiden vorherigen Thriller von ihr spannender fand. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.
Helen erhält eine erschreckende Diagnose: Krebs, Endstadium, nicht heilbar. Sie kämpft mit schweren Angstzuständen und ihre Medikamente verursachen Erinnerungslücken und Blackouts. Ihre Beziehung hat sich an der Diagnose aufgerieben und so macht sie sich auf in ihr Heimatdorf, um ihre Mutter und Schwester zu besuchen. Warum weiß sie selbst nicht so genau, schon lange war sie nicht mehr zu Hause, in dem kleinen Dorf, zieht ihre neue Heimat Berlin deutlich vor. Als sie im Dorf ankommt gibt es zuerst auch keine Überraschung: ihre Mutter sieht sie als Belästigung, ihre Schwester Kristin begrüßt sie herzlich. Doch Kristin hat mittlerweile Leon geheiratet und mit Leon verbindet Helen eine schlechte Erinnerung. Schon bald vermutet Helen, dass Leon Kristin schlägt – und keine zwei Tage später wird Leon tot aufgefunden. Hat etwa Helen Leon getötet und kann sich daran nicht mehr erinnern?
Es gibt eine Sache, die Jutta Maria Herrmann in ihren Thrillern wunderbarerweise immer gelingt: eine bedrohliche, unheimliche Atmosphäre zu schaffen. Das gelang ihr in „Hotline“ und „Schuld bist Du“, die beide in der Großstadt spielen, aber eben auch in „Amnesia“, in einem kleinen, verschlafenen Dorf. Und dazu benötigt die Autorin auch ganz wenig: ein paar wenige Charaktere, ein Geheimnis aus der Vergangenheit, unausgesprochene Konflikte. Eine stetige Grundspannung mit leichten Spitzen, bei der man oft gar nicht so genau sagen kann, warum es jetzt eigentlich bedrohlich ist, warum einem dieses oder jenes komisch vorkommt. Die Autorin spielt mit den Erwartungen der Leser und benutzt dabei einfache, aber sehr wirkungsvolle Mittel.
Eine ungewöhnliche Protagonistin hat sich Frau Herrmann hier ausgesucht. Todkrank, mit starken Medikamenten betäubt, bis hin zu Blackouts. Und doch irgendwie geschickt gemacht, nicht? Denn Helens Gedächtnislücken sorgen für eine beständige Ungewissheit – bei Helen und beim Leser. Was hat sie in der Zeit gemacht? Hat sie tatsächlich jemand getötet? Dabei gelingt es der Autorin die ständig über Helen schwebende Krankheit zwar präsent zu halten und überzeugend einzubauen, aber nicht die Handlung zu erdrücken. Die Gedächtnislücken sorgen für den zusätzlichen Spannungskick und verstärken die unheimliche Atmosphäre.
Nichtsdestotrotz ist Helen nun kein Charakter, der mir sonderlich sympathisch war. Im Übrigen genauso wenig wie ihre Mutter, die den schwersten Fehler einer Mutter begeht und ein Kind bevorzugt. Oder ihre Schwester, die zwar aufgeregt plappernd daher kommt, allerdings mit einem Tick zu viel, so dass es aufgesetzt wird. Leon ist ja nun sowieso der Buhmann und einzig der Freund aus Kindertagen scheint sympathisch – kommt aber natürlich streckenweise auch als Täter in Frage. So wie eigentlich jeder in der Geschichte. Mit jeder neuen Wendung überlegt man erneut, wer wohl der Täter sein könnte und ist sich dann ganz sicher – bis zur nächsten Wendung. Tatsächlich bleibt das Ende vage offen, wenn auch der Thriller natürlich abgeschlossen ist, so wie die anderen Bücher der Autorin.
Fazit: So wie ich mir einen Thriller vorstelle: in einer leise bedrohlichen Atmosphäre spielt die Autorin mit den Ängsten ihrer schwer gebeutelten Protagonistin. Ein Thriller, den man an einem Nachmittag wegsaugt und mit einem leichten Frösteln zuschlägt. Sehr gut gelungen!
Handlung: Die Handlung wird durch die eine Schlüsselfrage bestimmt: Hat Helen ihren Schwager umgebracht? Sie kann sich an viele Augenblicke ihres Alltags nicht erinnern, da ihre Medikamentensucht, bedingt durch ein schweres Krebsleiden, bei ihr immer öfters eine kurze Amnesie auslöst. Helen hat Erinnerungslücken. Wäre sie wirklich fähig einen Menschen zu töten? Das fragt sich die Protagonistin und auch der Leser.
Charaktere: Das Buch wird durch Helen, die Protagonistin getragen. Sehr intensiv und detailliert wird ihre Figur von der Autorin geformt. Als Leser ist man bei jedem Gedanken, jedem Zweifel, jeder Frage und jedem Selbstmitleid ganz nah dabei, da die Geschichte in der Ich-Form von Helen erzählt wird. Sie öffnet ihre Gedanken zur Vergangenheit, der Trennung der Eltern und wie dieses aktuelle Spannungsverhältnis in ihrer Familie entstanden ist. Ein ebenso großer Fokus liegt auf der Charakterisierung der Schwester Kristin und der Mutter. Leider konnte mich aber wirklich keine Figur aus der Geschichte für sich einnehmen. Zwischen mir und einjeder gab es eine unsichtbare Mauer.
Spannung: Mit diesem Punkt habe ich das größte Problem! In dem recht dünnen Buch wird die Spannung viel zu spät und nicht kontinuierlich genug aufgebaut. Man hat deutlich über die Hälfte der Geschichte hinter sich, wenn man endlich an den Punkt kommt, der im Klappentext beschrieben ist, nämlich, dass Leon tot ist und ermordet wurde. Ab jetzt beginnt das eigentliche Katz-und-Maus-Spiel, das Helen mit sich selbst spielt, da sie sich nicht an alle Augenblicke der Tatzeit erinnern kann und sich dadurch mit Selbstzweifeln quält. Sie vertraut sich selbst nicht mehr. Doch auch dabei springt mir die Autorin zwischen Helen, ihrer Schwester, ihrer Mutter und noch zwei weiteren Figuren zu oft hin und her. Ich wurde durch ständige Wiederholungen und der Tablettensucht von Helen aus dem Spannungsbogen herausgeholt.
Schreibstil: Jutta Maria Herrmann hat eine tolle Art zu schreiben! Angenehm und flüssig lassen sich die Zeilen lesen und man fliegt förmlich durch das Buch. Eine gut gewählte Sprache zeichnet diesen Thriller aus, den ich sprachlich als überdurchschnittlich bezeichnen würde. Das ist spürbar eine Stärke der Autorin.
Stichworte: Amnesie, Krebs, Familie, Mord
Ende: Am Ende gibt es eine nicht so ganz unerwartete Verwicklung von Figuren, bei der Frage, wer denn Leon getötet haben könnte und warum. Der Kreis der Tatverdächtigen ist nicht sehr groß, außer, die Autorin schüttelt am Ende einen Ass aus dem Ärmel, an den man nicht hätte denken können. Doch so ist es nicht. Für mich jedenfalls war die Inszenierung und die Herleitung der Wendung am Schluss nicht ganz glaubwürdig. Das liegt insbesondere daran, dass die ursprüngliche Charakterisierung der Personen gegen das tatsächliche Handeln am Ende sprechen. Ich mag es nicht, wenn ich Änderungen / Wandlungen im Denken und Handeln von Figuren nicht nachvollziehen kann, wenn sie so ganz plötzlich auftreten, ohne dass man das als Leser mitverfolgen konnte. Als gelungen jedoch empfand ich das halb-offene Ende, das sehr gut zum Thema Amnesie passt. Ein sehr guter Kniff als Abschluss!
Fazit: Ein Psychothriller mit interessantem Thema, einer gut ausgearbeiteten und detaillierten Psychografie der Protagonistin, dem zum Spannungsaufbau insgesamt ein paar Seiten mehr gut getan hätten. Ein gutes Buch, das mich aber nicht bis ins letzte Detail überzeugen konnte.
Jutta Maria Herrmanns 304-seitiger Thriller „Amnesia. Ich muss mich erinnern“ ist im Juni 2017 bei Knaur erschienen Die Berlinerin Helen ist unheilbar an Lungenkrebs erkrankt. Als sich zu allem Überfluss auch noch ihr Lebensgefährte, Sven, von ihr trennt, macht sie sich auf den Weg in ihre Heimat, um sich mit ihrer restlichen Familie, Mutter und Schwester, auszusöhnen. Dort muss sie feststellen, dass ihre schwangere Schwester, Kristin, von ihrem Mann misshandelt wird. Als sie noch überlegt, wie sie der jungen Frau helfen kann, wird der zukünftige Familienvater ermordet aufgefunden. Und das Unheimliche: Vieles weist auf Helen als Täterin hin, doch diese kann sich an nichts erinnern. Geschildert werden in diesem Roman sechs Tage im Leben der Protagonistin, eingerahmt von einem Prolog und einem Epilog. Sehr eindrücklich werden Helens psychische Verfassung und ihre Medikamentenabhängigkeit geschildert, doch dauert es bis zur zweiten Hälfte des Romans, bis die Spannung zunimmt – dann allerdings rasant. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden in ihre Kindheit und Jugend, die die Identifikation erleichtern. Allerdings hat das offene Ende mich dann doch nicht völlig überzeugen können, was aus einer sich mir nicht vollends erschließenden Logik resultiert. Ich nehme Helens Mutter am Ende den Wandel einfach nicht ab, auch wenn es heißt, sie sei wie eine „verschlossene Auster“, die man nur „zu öffnen“ bräuchte. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was einen guten Einblick in die Psyche eines Menschen gibt, der dem Tod geweiht ist. Hier hat Jutta Maria Herrmann wirklich sehr gute Recherchearbeit geleistet. Kurze Sätze an den passenden Stellen lassen Helens Verzweiflung überzeugend zur Geltung kommen und verleihen dem Lesen Tempo. Dass die Autorin sprachliches Knowhow besitzt, zeigen die wirklich detailreichen Beschreibungen, eine dichte, atmosphärische Sprache und eindringliche, pointierte Formulierungen wie „ein Korsett aus Panik“. Neben dem Einblick in die Psyche einer Sterbenden und der Medikamentenabhängigkeit sind zerrüttete Familienverhältnisse und häusliche Gewalt weitere Themen des Romans. All diese sind ebenfalls realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Der Roman kommt mit einer überschaubaren Zahl an Charakteren aus. Alle sind detailliert, lebensnah und – vor allem – wandlungsfähig dargestellt. Insbesondere Helens Schwester präsentiert sich während des Geschehens sehr vielschichtig und ließ mich nach dem Lesen mit einem Gefühl des Zweifels zurück. Ähnliches gilt für ihre Mutter. Das Cover ist dunkel gehalten, mit einem zerkratzten Hintergrund versehen, und vor allem das in Großbuchstaben geschriebene Wort „Amnesia“ sticht ins Auge. Gemeinsam mit seiner „rauen“ Struktur passt es sehr gut zum beklemmenden Inhalt des Romans. Ich muss gestehen, der Thriller lässt mich doch etwas zwiegespalten zurück, denn im Grunde hat er alles, was ein guter, ja sogar brillanter Thriller braucht: einen spannenden Plot, ausgefeilte Charaktere, tiefgründige Psychologie und eine überzeugende Sprache. Dennoch konnte mich das Buch nicht restlos überzeugen, was vor allem auf den stellenweise fehlenden Nervenkitzel zurückzuführen ist. Doch kann ich das Buch nichtsdestotrotz als lesenswert einstufen.
German Audio book--a thriller in which Helen, a woman with a fatal lung cancer diagnosis decides to go see her family after her boyfriend leaves her. She's on meds which make her hallucinate and also forget things. When her brother-in-law turns up murdered, she convinces herself she has done it--and has written an entry in her diary which may suggest she has. She does not like this brother-in-law because he allegedly raped her best friend when they were in high school. This woman is now an alcoholic and feels her life is ruined. She is found dead by suicide the night before he is found. Then her ex's knife turns up in the trunk of her mother's car--which she doesn't remember borrowing. The whole story is like this. It's a good thriller, but a little on the depressing side.
Helen kehrt nach langer Zeit wieder in ihren Heimatort zurück, um ihre Schwester und ihre Mutter über ihre Erkrankung ( ein Tumor im der Lunge) zu informieren und sich zu verabschieden, denn die Ärzte geben ihr höchstens noch ein Jahr. Als sie zuhause ankommt, ist jedoch nicht der geeignete Zeitpunkt. Ihre Mutter kommt ihr distanzierter denn je vor und ihre Schwester ist schwanger und überglücklich über diesen Zustand, sodass Helen nicht mit einer Hiobsbotschaft dieses Gefühl zerstören will. Als sie allerdings erfährt, dass ihre Schwester mit Leon verheiratet ist, einem ehemaligen Schulkollegen , der Helens Freundin zusammengeschlagen und vergewaltigt hat, ist sie entsetzt. Wie kann sie ihre Schwester Kristin überzeugen, dass sie sich von Leon trennen soll, denn auch Kristin weist Zeichen von Misshandlung auf. Als dann Leon eines Morgens tot aufgefunden wird, ist sich Helen nicht im Klaren darüber, ob sie die Tat begangen hat, denn einige Hinweise deuten darauf hin.
Diese Geschichte beginnt damit, das Helen sich auf dem Weg zu ihrer Mutter macht. Was für sie nicht leicht ist, denn schon auf dem Weg dahin ist sie immer am überlegen, ob sie nicht doch lieber zurück fahren soll. Sie entscheidet sich jedoch anders. Als sie dann bei ihrer Mutter vor der Tür steht, fällt die Begrüssung schon sehr kalt aus, und sie fragt sich erneut ob sie das richtige getan hat. Hätte sie nicht lieber zu Hause bleiben sollen. Doch, sie beschließt, da zu bleiben. Von ihrem persönlichen Zustand, ihrer Krankheit, verliert sie kein einziges Wort. Ich fand das Thema im Buch schon sehr traurig. Ich habe mit Helen echt mitgelitten, denn sie war immer wieder auf Medikamente angewiesen und ihr Gedächtnis wollte dann auch nicht mehr so richtig mir spielen. Was ich aber extrem traurig fand, war, das die Mutter so kalt zu ihr war. Nicht ein einziges nettes Wort gab es, stattdessen wurden immer nur irgendwelche Vorwürfe gemacht. Als sie dann noch auf ihre Schwester trifft, nimmt das Drama seinen lauf. Ich fand diese Geschichte von Anfang bis Ende sehr düster. Schon alleine, wie die Familie miteinander umgegangen ist, ist so richtig kalt und abweisend. Bei ihrer Mutter und Schwester dreht sich alles darum, eine heile Familie vor zu spielen. Das sah man schon daran, das ihre Schwester ihr immer wiedersprochen hat, ihr zu helfen, als es darum ging, das Leon sie schlägt. Ich fand diese Geschichte eigentlich gut,nur zum Ende hin konnte ich einiges nicht so ganz nachvollziehen. Das war für mich etwas zu schnell oder besser gesagt, da hätte man doch etwas mehr draus machen können.
Die volle Rezension gibt es hier auf dem Blog: buchworte.de
Wenige Figuren und auch örtlich wenig Spielraum, sogar das Buch selbst ist kurz gehalten und dennoch ist das Tempo nicht gehetzt. Auch vom Lesegefühl kommt man gut durch’s Buch eben weil es stets spannend und fesselnd ist. Ein wirklich guter Thriller, der sogar ein bisschen in die Psychoschiene reicht. Garantiert nicht mein letztes Buch der Autorin!