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Von der politischen Berufung der Philosophie

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Während in der vollends globalisierten, kapitalisierten und integrierten Welt ohne Außen Krise auf Krise folgt und menschenfeindliche Positionen immer mehr Raum gewinnen, verhält die Philosophie sich eigentümlich In Ethikkommissionen stellt sie hier und da eine zaghafte Empfehlung moralischer Angemessenheit aus und bescheidet sich ansonsten damit, das Bestehende intellektuell mitzuverwalten. In ihrer ebenso leidenschaftlichen wie scharfsinnigen Abhandlung ruft Donatella Di Cesare die Philosophie dazu auf, sich wieder ins politische Handgemenge zu begeben und in die Stadt, die globale Polis, zurückzukehren, aus der sie nach dem Tod des Sokrates vertrieben worden war. Getragen von radikalem Existenzialismus und einem neuen Anarchismus zeigt sie, dass in die abendländische Philosophie seit ihrem antiken Anfang eine politische Berufung eingeschrieben war, deren Verdrängung sie um ihr Wertvollstes, um ihre aufklärerische Potenz, bringt. Doch Kritik und Dissens allein reichen nicht mehr aus. Der Niederlage des Exils, der inneren Emigration eingedenk kehren die Philosophen jetzt zurück, um ein Bündnis mit den Unterdrückten zu schmieden. Ein fulminantes Plädoyer für die politische Relevanz der Philosophie, ihre radikale Zeitgenossenschaft und ihre atopische Widerstandskraft.

195 pages, Kindle Edition

Published April 30, 2020

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About the author

Donatella Di Cesare

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Donatella Di Cesare (Rome, April 29, 1956) is an Italian philosopher, essayist and columnist who teaches Theoretical Philosophy at the "La Sapienza" University of Rome. She is one of the most present philosophers in the Italian and international public debate, both academic and media, collaborates with several newspapers and magazines including "L’Espresso" and "il Manifesto". Her books and essays are translated into English, French, German, Spanish, Danish, Croatian, Polish, Finnish, Norwegian, Turkish, Chinese.

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Profile Image for Jay Maxwell.
17 reviews1 follower
May 24, 2026
Saturated immanence = the paradox of running to stand still (I liked the treadmill metphor on p.2). Nice. She lost me when all this became about (anti-)capitalism.
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