Dieses Review bezieht sich auf die deutsche Edition, erschienen im arsEdition Verlag mit der ISBN 3845850698.
Das Thema, dass Kinder in der Vorweihnachtszeit von einem Babysitter versorgt werden und dann alles drüber und drunter geht, ist nicht neu (nicht umsonst wird auf den Kinderbuchklassiker „Hilfe, die Herdmanns kommen“ verwiesen). Aber auch nicht tragisch, wenn die Geschichte gut erzählt ist. So wie es der irische Schriftsteller Kieran Crowley mit seiner wilden Weihnacht geschafft hat.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Geschwisterpaar Amy und Joe, die versuchen kurz vor Weihnachten weniger chaotisch und brav zu sein, damit sie nicht von der Liste der braven Kinder des Weihnachtsmanns gestrichen werden. Das kostet ein wenig Mühe, denn bisher haben die beiden jeden Babysitter vergraulen können. Mit Streichen, die weit über das normale Maß hinausgehen. In diesem Jahr haben ihre Eltern Mrs. Groff aufgetan, an der ihre Streiche abperlen wie Wasser auf einer seifigen Oberfläche.
Und dann führt das eine zum anderen, bis plötzlich das Weihnachtsfest für alle Kinder der Erde in Gefahr ist und sich eine bunte Truppe bildet, um das Fest zu retten. Und genau hier setzt der Autor an, um auf das Zwischenmenschliche einzugehen, und um der jungen Leserschaft zu vermitteln, dass es zu Weihnachten nicht nur um Geschenke geht. Es wird im Laufe der Geschichte zudem etwas magisch, denn wer hat behauptet, dass der Weihnachtsmann eine Erfindung sei?
Fazit
In dem Buch übertreibt der Autor gerne und wird so sicherlich die Kinder gut erreichen. Gedacht ist das Buch für leseerfahrene Kinder ab zirka 8 Jahren. Dafür sind die Kapitel kurz und die Schrift etwas größer. Zudem wird der Inhalt mit Illustrationen von Julia Christians untermalt. Wenn Kinder gerne dezent fantastische Geschichten mögen, dann ist dieses Buch eine gute Wahl.