„Troja, die Stadt der Kämpfer, die Stadt der Toten, eine Stadt, die zum Spielball von machthungrigen Göttern wurde. Ein Strom aus Blut und Frauentränen floss durch die verdurstenden Täler und vergiftete die schwere Erde. Doch einer wollte sich seinem Schicksal nicht beugen. Hector, Priamos und Hekabes Sohn, der Erbe Trojas. Der Schützling Apolls war zu stur und ehrenhaft, um sich seiner Bestimmung zu ergeben. Erhobenen Hauptes stellte er sich dem Heer der Griechen.“ Der aufkeimende Krieg der Götter, ein Produkt des eifersüchtigen Zorns, steht unmittelbar vor den Toren der Stadt Troja. Hector und Aristea. Zwei Liebende, die in ihrer gegenseitigen Umarmung den Trost fanden, den das Leben ihnen zuvor verwehrt hatte, sehen sich einem Kampf gegenüber, den kein Schwert und kein Gebet beenden könnte. Das Schicksal selbst hat sie in ihren gierigen Fängen fest umwoben und mit ihrem Tod sollen auch die Trojaner das Ende finden. Von den wachenden Augen der Götter begleitet, geht Aristea, verloren zwischen rauer Wirklichkeit und verheißungsvoller Traumwelt, einen folgenschweren Handel ein, um ihren Prinzen und ganz Troja zu retten. Doch zu welchem Preis? Eine uralte Heldensage neu erzählt.
Hector Fäden des Schicksals von Nicholle Fischer - Autorin und Dana Fichtel - Autorin aus dem Federtraum Verlag ist eine lyrische Erzählung um Hector von Troja, seine Liebe und göttlichen Intrigen.
In der neu gewobenen Sage der Autorinnen wird Troja zum Spielball der Götter. Deren Gier, Eifersucht und Streitigkeiten bringen die Welt durcheinander und Hector's Schicksal droht zu entgleiten.
Der Schreibstil der Autorin ist melodisch und lyrisch gehalten, wodurch einige Passagen langwirig wirken. Anfangs hatte ich dadurch leichte Probleme in die Story zu tauchen, im Verlauf war der Stil angenehm zu lesen doch auch sehr distanziert von den Figuren.
Aufgrund dessen konnte ich mit den Charakteren nur bedingt sympathisieren, wobei diese interessant sind und auch die Idee selbst mich angesprochen hat.
Fazit: Der mythologische Aspekt und die Idee haben mir sehr gefallen. Aufgrund des distanzierten Schreibstils, der an sich sehr schön geschrieben ist, fiel es mir schwer im die Geschichte einzutauchen, was ich Schade finde.
Obwohl mir das Buch insgesamt gut gefallen hat konnte es mich nicht komplett fesseln, allerdings ist es für Fans von Sagen und mythologischen Adaptionen zu empfehlen, weil es einfach mal etwas ganz eigenes ist.