Irena Jundts Vater ist tot. Um das Elternhaus zu räumen, muss die Rechtsmedizinerin der Berner Kripo zurück in das abgelegene Bergdorf ihrer Kindheit. Eine Kindheit, die mit dem Verschwinden ihres Bruders abrupt endete. Damals wurde ein brutaler Kindermörder für Benis Tod verurteilt. Doch bei ihrer Rückkehr erkennt Irena, dass irgendetwas an der Geschichte nicht stimmt, und die Dorfbewohner etwas verbergen. Wenig später wird in Bern ein kleiner Junge vermisst gemeldet – Sandro Bandini, Chef der Abteilung Leib und Leben bei der Berner Polizei, beginnt mit Hochdruck zu ermitteln und auch seine Freundin, Journalistin Milla, versucht mit gewohnt unkonventionellen Mitteln die Spur des Kindes zu verfolgen. Noch ahnt niemand, welche Kreise der Fall ziehen wird – und dass die Vergangenheit noch immer dunkle Schatten in die Gegenwart wirft.
thankfully this was different from the first two books & just (bites a table) the very short chapters and perspective switches just do wonders for my excitement and i really wanted to know what happened, this series is actually just a fun read even if it's a little suspension-of-disbelief at times
Nachdem ich die ersten beiden Teile gelesen hatte und bei Erscheinen dieses Klappentextes musste ich das Buch unbedingt haben. Und was soll ich sagen? Für mich ist es definitiv ein Highlight und Wohlfühlbuch trotz Behandlung sehr heikler Themen.
Meine Meinung: Der Schreibstil und die kurzen Kapitel von Christine Brand sind super. Ich werde direkt nach den ersten Seiten wieder super abgeholt und bin in der Geschichte drin. Top Einstieg mal wieder! Wie bereits gesagt, fand ich behandelte Themen wie Kinderpornografie und -Entführung schon hart, aber die Autorin hat dennoch diese Thematiken sehr gut gelöst. Und es dadurch auch irgendwie zu einem Wohlfühlbuch für mich gemacht. Ich lese ja super gerne Reihen, da man da mit den Protagonisten immer mehr mitfiebert und diese auch besser kennenlernt. Auch bei dieser Reihe finde ich die Entwicklung super. Es gab eine kleine unnötige Nebenhandlung in dieser Geschichte, aber ansonsten mag ich ausnahmslos jeden Protagonisten auf seine*ihre eigene Art. Ich kann mit ihnen mitfühlen und auch die Ängste nachempfinden. Große Klasse finde ich zudem, dass sich die Autorin mit der Problematik von Blinden sehr gut auseinander gesetzt hat und dadurch Nathaniel als Charakter so toll und echt/ehrlich ist. Mir hat dieser dritte Teil nochmal ein Stück besser gefallen als die ersten beiden. Daher gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung.
Und ich bin so so so gespannt auf den nächsten Band, der hoffentlich ganz ganz bald erscheint 🙊🥰
Nach dem Tod von Irenas Vater liegt es an der Rechtsmedizinerin, das verlassene Elternhaus zu räumen. Sie begibt sich in das Dorf ihrer Kindheit, wo Erinnerungen an ihren verschwundenen Bruder hochkommen. Zeitgleich wird ein kleiner Junge vermisst gemeldet. Die Polizei und Journalistin Milla Nova sind dem Fall auf der Spur.
„Der Bruder“ von Christine Brand ist der dritte Band der Reihe um Journalistin Milla Nova, die sich für ihre TV-Beiträge gerne mal aus dem Fenster hängt.
Ich mag die Reihe um die Journalistin Milla Nova gern, weil sie insgesamt durchdacht, aber unaufgeregt erzählt wird. Es gibt keine epischen Helden, vertrackte Polizisten oder Effekt heischende Verfolgungsjagden. Autorin Christine Brand konzentriert sich auf den Umständen entsprechend normal wirkende Figuren, ausgefeilte Fälle und sonderbare Verstrickungen, wie es im Leben manchmal ist.
Der dritte Fall um die Journalistin fängt mit der Rechtsmedizinerin Irena Jundt an. Sie war bisher eine Nebenfigur und nimmt diesmal einen aktiveren Part ein. Sie kehrt nach dem Tod ihres Vaters in das Elternhaus zurück, um das Hab und Gut durchzusehen und den Hausstand aufzulösen. Dabei drängen Erinnerungen von einer Vergangenheit vor, die sie ihr gesamtes Leben hindurch prägen. Ihr Bruder verschwand als kleiner Junge und wurde nie mehr gesehen. Wusste ihr Vater mehr darüber?
Wenige Kilometer weg in einem anderen Schweizer Dorf wird in der Gegenwart ein Kind vermisst. Die Berner Polizei arbeitet an diesem Fall. Mit jeder Stunde, die vergeht, wird es aussichtsloser, das Kind wohlbehalten zu finden.
Mittendrin ist Milla Nova, die von einem Schauplatz zum nächsten hetzt. Ich mag Millas Art, weil sie, trotz ihrer beruflichen Souveränität, einen Hang zu Fettnäpfchen hat. Zum Beispiel ist sie ausgerechnet mit Sandro Bandini, dem Chef der Abteilung Leib und Leben liiert, was berufliche und private Begegnungen heikel gestaltet.
Mir gefällt außerdem, dass das Ermittlungsglück oder der journalistische Erfolg nicht von Zufällen getrieben wird. Manchmal haben die Figuren Glück und hatten den richtigen Riecher, dann haben sie Pech und landen mitten in einer Misere. Auf mich wirkt das glaubwürdig und realer als in vielen anderen Krimireihen.
Der Fall oder die Fälle an sich sind brillant. Zu Beginn meint man, dass die Zusammenhänge offensichtlich sind, dass klar auf der Hand liegt, was hier geschieht. Trotzdem schwenkt die Handlung abrupt in eine andere Richtung und führt zu einer spektakulären Grundlage, die viel zum Nachdenken anregt.
Sanft umrahmt wird die Haupthandlung vom privaten Umfeld der Figuren. Wie in der Realität auch, leben die Charaktere nicht nur für ihren Beruf. Sie bewahren sich zumindest ein bisschen Privatleben trotz brisanter Fälle. Diese Passagen sind genau im richtigen Maß eingesetzt, sodass es nicht zu sehr vom Krimi ablenkt.
Der Schreibstil von Christine Brand ist klar und prägnant. Sie setzt - ich nenne es mal - Momentaufnahmen ein, in denen sie von einer Figur zur nächsten überführt. Sie nimmt einen bestimmten Augenblick und beschreibt, was genau zu dieser Zeit in den unterschiedlichen Perspektiven geschieht. Mir gefällt jener Schwenk recht gut, nur diesmal wurde es mir zu häufig eingesetzt. Ich wurde dann doch immer von einem Strang in den nächsten gerissen, obwohl ich gerne länger geblieben wäre.
Jedenfalls war ich gerne ein drittes Mal mit Milla Nova unterwegs und ich freue mich, wenn es im vierten Band mit den Ermittlungen weitergeht.
Die Reihe: 1) Blind [Rezension lesen] 2) Die Patientin [Rezension lesen] 3) Der Bruder 4) Der Unbekannte
"Er hat in seiner Karriere vieles gesehen. Er weiß, dass der Mensch zu allem fähig ist, zu viel mehr, als sich ein normaler Verstand vorstellen kann." (Buchauszug) Viele Jahre ist es her, das Rechtsmedizinerin Irena Jundt ihren 11-jährigen Bruder Beni verloren hat. Nun ist ihr Vater gestorben und reißt die alten Wunden wieder auf, die Irena längst vergessen wollte. Zur Hausauflösung kehrt sie ins Berner Unterland und muss erkennen, das an der alten Geschichte etwas nicht stimmen kann. Plötzlich kann sie sich nicht mehr vorstellen, dass der Mörder, der damals verurteilt wurde, wirklich Beni getötet hat. Doch wer dann, Irena muss das unbedingt herausfinden und merkt, dass die Dorfbewohner etwas verbergen. Währenddessen sucht das Team von Sandro Bandini nach dem kleinen Fabio Della Fortuna. Jede Minute zählt, um den Jungen lebend wiederzufinden, das weiß auch Journalistin Milla Nova und macht sich ebenso auf die Spur.
Meine Meinung: Wieder ein düsteres, einfaches Cover, das gut zur Milla Nova Reihe passt. Dies ist der dritte Kriminalfall, bei dem nicht nur das Team um Leib und Leben, sondern außerdem Journalistin Milla Nova ermittelt. Und natürlich erfahren wir zudem, wie es dem blinden Nathaniel mit seiner Hündin Alisha weiter ergeht. Er gehört einfach schon irgendwie dazu, seit er in Band eins seinen großen Auftritt hatte. Dass dieser Fall teils auf wahren Begebenheiten basiert, hat mich wirklich am meisten schockiert. Den die Autorin nimmt uns mit in einen Kriminalfall, der vor vierzig Jahren die ganze Schweiz erschüttert hat. Diese Kinder, die damals allesamt vermisst wurden, hat die Autorin hier zu Beginn des Buches aufgeführt. Einige davon wurden später tot aufgefunden, doch von den meisten fehlt bis heute jede Spur. Dass sie dies selbst noch immer nicht vergessen kann, verstehe ich gut. Darum hat Christine Brand hier das Geschehen für sich selbst verarbeitet, was mit diesen Kindern passiert sein könnte. Dass sich diesmal wieder Sandro und Milla beruflich in die Quere kommen, war fast naheliegend. Dass Milla wieder viel zu viel ausplaudert, was die Öffentlichkeit nicht wissen soll, passt Sandro mal wieder gar nicht. Kein Wunder also, das es erneut zu einem schweren Krach zwischen den beiden kommt. Genauso halten mich Nathaniel und Silas wieder in Atem. Den durch Nathaniel Alleingänge mit Blindenhund Alisha wird es mitunter gefährlich. Kein Wunder also, dass er dabei gerne ins Fettnäpfchen tritt und dann Millas Hilfe braucht. Jedoch diesmal ist es andersherum, den Milla braucht erstmals seine Hilfe. Auffällig gut sind diesmal die Szenenwechsel eingebaut. Sodass ich durch Spannung, humorvolle Szenen und die kurzen Kapitel kaum mehr das Buch weglegen kann. Selbst wenn die Thematik nicht gerade einfach zu verdauen ist. Den gerade die Ungewissheit, was genau passiert ist, belastet mich als Leser schon. Besonders wenn man dann am Buchende erfährt, es diese Vermisstenfälle wirklich gegeben hat. Was mag wohl wirklich mit diesen Kindern passiert sein? Das scheint Autorin und Reporterin Christine Brand ebenfalls noch immer zu belasten. Ebenso wie Ungewissheit der vielen Familien, die genauso mit ins Buch einfließt. Dass es diesmal ausgesprochen viele Tote gibt, erstaunt mich dagegen weniger. Vielmehr bin ich fasziniert, wie sie diese alle in ihre Geschichte mit einbaut. Trotzdem ich recht früh eine Ahnung habe, erwarten mich noch einige unerwartete, spannende und brisante Szenen, mit denen ich nicht rechnen konnte. Zudem erscheint der Fall wesentlich anspruchsvoller, wie ich es am Anfang erwarten hatte. Nicht nur das die Autorin wieder einmal ihre Protagonisten in Gefahr bringt, erzählt sie außerdem einiges aus dem Privatleben ihrer Hauptcharaktere. So heiratet zum Beispiel Nathaniel zum Schein, um Carole und Silas zu helfen. Humorvoll wird es erst, als er sich ausgerechnet in eine extravagante Frau verliebt, mit der er selbst nicht gerechnet hat. Mehr möchte ich jedoch nicht verraten. Alles, was sonst noch passiert, darf man gerne selbst nachlesen. Ich jedenfalls freue mich auf einen weiteren Kriminalfall und gebe 5 von 5 Sterne.
Die Rechtsmedizinerin Irenda Jundt muss zurück in das Dorf, in dem ihre Kindheit abrupt endete. Nach dem Tod ihres Vaters muss sie nun ihr Elternhaus ausräumen und stößt dabei auf viele schmerzhafte Erinnerungen. Das verschwinden ihres Bruders macht ihr heute noch schwer zu schaffen und Irena kann einfach nicht damit abschließen. Damals wurde ein brutaler Kindemörder für Beni's Tod verurteilt aber Irena zweifelt daran, denn die Dorfbewohner ihrers Heimatortes scheinen etwas zu verbergen. Als plötzlich in Bern ein weiterer kleiner Junge entführt wird, kommt alles ins rollen. Polizeichef Sandro Bandini und sein Team ermitteln auf Hochtouren, die Journalistin Milla kann ihre Nase ebenfalls nicht aus diesen Angelegenheiten lassen und auch Irena ermittelt auf ihre eigene Weise. Alle 3 ahnen ja nicht in welch große Gefahr sie sich begeben und das dieser Fall noch viel viel größere Kreise zieht.....
Mein Fazit: Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt und enden meist mit einem kleinen Cliffhanger. Diese halten die Spannung dauerhaft am Laufen 🤩 Der Schreibstil ist sehr fesselnd, angenehm, ruhig, flüssig, detailreich und man kann sich als Leser alles sehr gut vorstellen. Es fühlt sich an als wäre man mit dabei und nicht nur Leser. Ich mag die Erzählweise der Autorin sehr! Alle handelnden Personen wurden sehr gut und greifbar dargestellt. Natürlich sind wieder alle altbekannten Protagonisten dabei, die man schon aus den vorherigen 2 Teilen kennt. Die Story ist wahnsinnig gut durchdacht und alles ist stimmig! Ich wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt. Es hat eine wahnsinnige Sogwirkung! Die Spannungskurve sinkt nicht ein einziges Mal! Als Leser ist man einfach nur extrem gefesselt 🤩 Die Autorin hat mit dieser Thematik eine gute Grundidee für ihr Buch gewählt und sich an realen Vermisstenfällen von Kindern aus der Schweiz in den 80er Jahren inspirieren lassen. Die Namen der verschwundenen Kinder sind vorne im Buch vermerkt 🖤 Das Buch konnte mich an einigen Stellen sehr überraschen, auch am Ende und bei der Auflösung des Täters. Denn damit hätte ich absolut nicht gerechnet 😱 Das Ende war nicht nur ein Schock sondern brachte auch viel trauriges und grausames mit sich 🥺 Es tat mir im Herzen weh zu lesen, was nun genau passiert ist.... Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen ❤️ Der Bruder ist ein grandioser Krimi!!! Ich vergebe die vollen 🌕🌕🌕🌕🌕 und spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus!!!
ORIGINALAUSGABE Paperback , Klappenbroschur, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7645-0745-9 Erschienen am 13. April 2021 15,00 € »Eine bewegende Story mit immenser Sogwirkung! Krimispannung auf höchstem Niveau. Brillant!« Romy Fölck Irena Jundts Vater ist tot. Um das Elternhaus zu räumen, muss die Rechtsmedizinerin der Berner Kripo zurück in das abgelegene Bergdorf ihrer Kindheit. Eine Kindheit, die mit dem Verschwinden ihres Bruders abrupt endete. Damals wurde ein brutaler Kindermörder für Benis Tod verurteilt. Doch bei ihrer Rückkehr erkennt Irena, dass irgendetwas an der Geschichte nicht stimmt, und die Dorfbewohner etwas verbergen. Wenig später wird in Bern ein kleiner Junge vermisst gemeldet – Sandro Bandini, Chef der Abteilung Leib und Leben bei der Berner Polizei, beginnt mit Hochdruck zu ermitteln und auch seine Freundin, Journalistin Milla, versucht mit gewohnt unkonventionellen Mitteln die Spur des Kindes zu verfolgen. Noch ahnt niemand, welche Kreise der Fall ziehen wird – und dass die Vergangenheit noch immer dunkle Schatten in die Gegenwart wirft …
Die unabhängig voneinander lesbaren Krimis um Milla Nova und Sandro Bandini bei Blanvalet:
1. Blind 2. Die Patientin 3. Der Bruder
Zur Autorin
Christine Brand, geboren und aufgewachsen im Schweizer Emmental, arbeitete als Redakteurin bei der »Neuen Zürcher Zeitung«, als Reporterin beim Schweizer Fernsehen und als Gerichtsreporterin. Im Gerichtssaal und durch Recherchen und Reportagen über die Polizeiarbeit erhielt sie Einblick in die Welt der Justiz und der Kriminologie. »Wahre Verbrechen« ist ihr erster True-Crime-Titel bei Blanvalet über Kriminalfälle, die sie als Gerichtsreporterin begleitete. Nach »Blind«, »Die Patientin« und »Der Bruder«, mit dem sie Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste erreichte, erscheint mit »Der Unbekannte« der vierte Fall für das Ermittlerduo Milla Nova und Sandro Bandini. Christine Brand lebt in Zürich, reist aber die meiste Zeit des Jahres um die Welt.
Meine Meinung
Ich habe ja auch schon die anderen Teile der Reihe gelesen. Der erste Teil Blind hatte mir richtig gut gefallen, der zweite Teil Die Patientin jedoch umso weniger. Umso gespannter war ich jetzt auf diesen Teil.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch direkt gut gelungen, es ging direkt schon sehr heftig los. Der Epilog hatte es in sich.
Man kehrt hier ja zurück zu dem blinden Nathaniel, dem Ermittler Sandro und der Journalistin Milla. Sandro wird hier konfrontiert mit einem vermissten kleinen Jungen. Darüber hinaus werden in kurzem Abstand zwei Männerleichen im Wald aufgefunden.
Ausgerehnet zu der Zeit, als sich Rechtsmedizinerin Irena Jundt nach Jahren wieder in ihre Heimat begeben musste, da ihr Vater gestorben ist und sie sich um den Nachlass kümmern muss.
Allerdings hat es auch einen Grund, warum sie damals aus dem Ort geflüchtet . Ihr kleiner Bruder ist damals brutal ermordet worden, der Täter wurde damals verurteilt. Es hat Irena aber nie los gelassen, die Leiche ihres Bruders wurde nie gefunden.
Auch für Nathaniel gibt es kurz nach seiner zum Schein eingegangenen Ehe eine erfreuliche Wendung. Zwischen Sandro und Milla gibt es allerdings wieder Spannungen, da sich ihre beruflichen Wege einfach nicht miteinander vereinen lassen.
Was mich vor allem an diesem Teil begeistert hat, war der Cold Case Effekt. Hat der jetzige Vermisstenfall etwas mit Benis damaligem Tod zu tun?
Mich konnte dieser Teil von Anfang bis Ende total fesseln und begeistern, bin trotz der recht vielen Seiten schnell durchgekommen.
Alles in allem kann ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Von mir bekommt Der Bruder die vollen 5 Sterne.
Vor Jahrzehnten verschwanden in der Schweiz mehrere Kinder. Ein Täter wurde gefasst und verurteilt, obwohl er behauptete für einen Teil der Taten nicht verantwortlich zu sein. Und nun in der Gegenwart ist wieder ein Kind verschwunden. Der sechsjährige Fabio Della Fortunata ist auf dem Weg zum Kindergarten verschwunden. Sandro Bandini, Leiter der Dienststelle, fährt persönlich zu den Eltern, um die ersten Informationen einzuholen. Natürlich erfährt auch seine Freundin Milla Nova von der Tat, von ihrem Chef bekommt sie den Auftrag, einen Bericht zu dem Fall zu machen. Bei Sandro kommt das nicht so gut an, ihrer beider Berufe bergen doch einiges an Konfliktpotential.
Bei diesem Roman handelt es sich um den dritten Auftritt von Milla und Sandro. Auch Millas Kumpel Nathaniel und seine Blindenhündin Alisha sind wieder mit von der Partie. Das Verschwinden des kleinen Fabio erinnert Sandro an die Fälle der vor Langem verschwundenen Kinder. Kann es Parallelen geben? Der Täter wurde doch verurteilt. Zur selben Zeit reist die Rechtsmedizinerin Irena Jundt zurück in ihren Heimatort. Ihr Vater ist verstorben. Kontakt hat sie keinen mehr, zu viel ist in der Vergangenheit passiert. Das Verschwinden ihres damals 11jährigen Bruders Beni hat die Familie zerstört.
Spannung, Humor und so manche fiese Cliffhanger am Ende einiger Kapitel. Das macht diesen fesselnden Kriminalroman aus, in dem vielleicht etwas viel gestorben wird. Wunderbar ist ein Wiederlesen mit Milla Nova, Sandro Bandini und ihren Freunden und Kollegen. Die Balance zwischen Privatem und Beruflichen wird gut gehalten. In Millas und Sandros nicht ganz einfacher Beziehung knistert es. Und auch bei Nathaniel gibt es neue Entwicklungen, die sich sehr schön an den letzten Fall anschließen. Hauptsächlich geht es um die verschwundenen Kinder, ein Motiv, das wohl einen realen Hintergrund hat. Und dieses Thema ist ausgesprochen packend aufbereitet. Manchmal denkt man, mit ihrer Kombinationsgabe wäre Milla besser bei der Polizei aufgehoben, besonders wenn sie dieser mal wieder einen Hauch voraus ist. Ein Kriminalroman mit einer fast perfekten Mischung der Zutaten. Wenn man seine Nase einmal hineingesteckt hat, um mitzuschnüffeln, mag man kaum noch aufhören.
Als Irenas Vater stirbt, muss sie zurück in ihr Heimatdorf, das sie eigentlich nie wieder betreten wollte. Die Geschehnisse von vor 30 Jahren, als ihr Bruder entführt wurde und nie mehr auftauchte, kommen sofort wieder hoch. Zur selben Zeit verschwindet in Bern ein kleiner Junge. Sandro Bandini, Chef der Abteilung Leib und Leben bei der Berner Polizei, beginnt mit Hochdruck zu ermitteln und auch seine Freundin, Journalistin Milla, versucht mit gewohnt unkonventionellen Mitteln die Spur des Kindes zu verfolgen. Noch ahnt niemand, welche Kreise der Fall ziehen wird - und dass die Vergangenheit noch immer dunkle Schatten in die Gegenwart wirft. ~ Das Buch war sensationell. Der Schreibstil von Christine Brand gefällt mir sehr, sehr gut. Rasant und spannend. Es wird nie langweilig und immer passieren neue Sachen. Die Kapitel sind nicht all zu lange, aber auch nicht zu kurz. Die drei Hauptcharakter sowie auch alle anderen harmonieren sehr gut. Das Cover passt super zum Buch und ist toll gestaltet. Der Reiz an der Geschichte an sich ist, dass es um wahre Begebenheiten geht. Vor 40 Jahren verschwanden etliche Kinder und es wurden auch gewisse als Skelette wieder ausgegraben. Bis heute wurden nicht alle Täter überführt, denn ein Journalist konnte beweisen, dass der verurteilte Mörder mindestens eines der Kinder nicht getötet hat, die gefunden wurden. ~ Ich freue mich bereits auf die nächsten Bücher dieser Reihe und werde nun auch den 1. Band lesen. ~ Ich freue mich bereits auf die nächsten Bücher dieser Reihe und werde nun auch den 1. Band lesen.
Das Buch "Der Bruder" wartet mit einem sehr brisanten und auf realen Fällen beruhendem Thema auf - Kindesentführung. Die beiden Vorgänger-Bände kenne ich nicht, bin aber gut in das Buch reingekommen. Allerdings blieben mir die Personen daher leider lange etwas blass und konturlos, einige ihrer Handlungsweisen sind auch nicht so ganz nachvollziehbar für mich gewesen. Da das Hauptaugenmerk aber auf dem Kriminalfall liegt, hat mir das nicht viel ausgemacht. Der ist nämlich richtig spannend und die 544 Seiten flogen nur so dahin. Die Kapitel sind recht kurz und warten zum Ende hin meist mit einem Cliffhanger auf, so dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann und es sich schnell zu einem richtigen Pageturner entwickelt. Die Auflösung des Falles ist schlüssig und wartet in einigen Bereichen mit Überraschungen auf. Eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite und ich werde die beiden vorherigen Bände nun auch lesen.
Band 3 fand ich bis jetzt am Spannendsten. Einzig die Story um Nathaniel dünkte mich unnötig, da er eigentlich nichts mehr mit der Handlung zu tun hat und mehr nervte, als sonst etwas. Aber wie immer bei der Serie passiert immer alles auf einmal auf den letzten 50 Seiten, so dass ich den Überblick manchmal etwas verliere und am Schluss nie sicher bin, ob auch wirklich alle offenen Handlungsstränge gelöst und erklärt wurden. Das Thema der verschwundenen Kinder war aber sehr spannend, bereits auf der ersten Seite (mit den ungeklärten Fällen) läuft es einem kalt den Rücken herab.
Das ist derr 3. Band der Milla Nova-Reihe und Christine Brand ist es gelungen die beiden sehr guten ersten Bücher nochmal zu toppen. Faszinierend wie die unterschiedlichen Handlungsstränge zusammenfinden und dabei auch wieder alle wichtigen Protagonisten der ersten beiden Bände dabei sind. Ich hoffe sehr, dass bald ein 4. Band kommt
Grossartig! Das dritte Buch in der Reihe und genauso gut oder sogar noch besser als die vorherigen. Sehr spannend und die Protagonisten sind mir inzwischen so ans Herz gewachsen. Ihre Geschichten und Entwicklung zu verfolgen macht einfach nur Spass!
Der 2. Teil des Buches war wenig ausgefeilt, zu vorhersehbar, hat wenig Spaß gemacht zuzuhören. Selbst wenn man der Handlung nicht beständig folgte, hat man nichts Wesentliches verpasst. Das ist schlecht, weil das Buch gehörig gestrafft werden könnte.
Such a shame to read a masterpiece on my stupid class trip. Oh and huge improvement of the characters! A Kleinwüchsige together with a blind giant trying to be intimidating against brutal human traffickers.
'Der Bruder' von Christine Brand ist der dritte Teil um den Polizisten Sandro Baldini und seine Freundin, die Journalistin Milla Nova. Auch dieser Krimi zeichnet sich durch eine unfassbare Geschwindigkeit aus und durch viele Wendungen die aber irgendwie einen realen Bezug haben und nachvollziehbar sind. Zudem entwickelt sich die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten immer weiter und jetzt haben sie einen Gleichstand. Zudem wird der Leser im Unklaren darüber gelassen ob das Kind, mit dem Milla Schanger ist, wirklich von Sandro ist. Der aufmerksame Leser erinnert sich an die Affäre mit dem Arzt.
Auch hier kommt, typische für weibliche Krimiautoren, meiner Meinung nach, die Empathie mehr durch und es wird sich mehr in die Probleme reinversetzt was die Taten mit den Ermittlern machen und mit den Menschen, die direkt betroffen sind. Ausserdem fällt mir bei Frau Brand auch auf, wie explizit sie die Sexszenen beschreibt. Hier bin ich gespannt auf den ersten Erotikthriller ;)
Eigentlich eine interessante Story, aber leider wird das Potenzial durch die extreme Langatmigkeit der Erzählung verspielt. Was spannend hätte sein können, zieht sich endlos hin, sodass die Spannung fast gänzlich verloren geht. Trotz der guten Grundidee fiel es mir schwer, am Ball zu bleiben.