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Die Frau zwischen den Welten

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Die junge Ella erfährt mit brutaler Härte, was es heißt, nach 1945 als Tochter einer Deutschen in der Tschechoslowakei aufzuwachsen. Revolutionsgarden erschlagen ihren Vater, die Mutter muss sich mit ihrem neugeborenen Sohn in einem tschechischen Dorf verstecken. Ella erträgt immer neue Schicksalsschläge: Klosterschule, Kommunismus, die Ehe mit einem Egozentriker, Psychiatrie – bis sie endlich in Prag der großen Liebe begegnet. Mit dem jüdischen Arzt Milan ist sie zum ersten Mal glücklich. Beide haben nur noch einen Wunsch: zusammen mit Ellas kleiner Tochter in den Westen fliehen. Doch der Geheimdienst ist ihnen dicht auf den Fersen …

432 pages, Paperback

First published December 14, 2020

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About the author

Hera Lind

70 books24 followers

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Community Reviews

5 stars
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4 (2%)
1 star
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Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for J. K. Huegel.
Author 1 book32 followers
January 30, 2021
Rezensionsexemplar:

Sobald ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckt hatte, wusste ich, dass ich es lesen muss. Die Geschichte von Ella erinnert mich stark an meine eigene Familienbiografie: Deutsche, die nach dem zweiten Weltkrieg in der Tschechischen Slowakei alles verloren.

In diesem Buch geht es um die wahre Geschichte der Frau Ella, eine halb-Deutsche die nach dem zweiten Weltkrieg stark unter der neuen Sowjetunion leiden muss und ganz nebenbei noch viele andere Grausamkeiten über ihr junges Leben ergehen lässt. Wir begleiten Ella über mehrere Jahre hinweg und immer wieder bewunderte ich diese Frau, deren Geschichte ich hier las.
Besonders spannend empfand ich den Blick auf Deutsche in der Sowjetunion und natürlich das Leben in dieser grundsätzlich, welches von Ungerechtigkeit und dauerhafter Überwachung geprägt war.

Das Buch hatte ich nach wenigen Tagen verschlungen und bin mithilfe des wunderbar leichten Schreibstils der Autorin, die auch immer wieder historische Einblicke und Stützen gab, durchgerutscht.
Dieses Buch hat mir so viel gegeben: Ein Eindruck über die Verhältnisse, ein Verständnis für die Menschen der Generation und neues Wissen über die Grausamkeiten der Nazis und natürlich auch der Sowjetunion.
Dieses Buch ist wieder eines der wichtigen Bücher, die wir lesen müssen, um die Biografien der Menschen, die so sehr ums Überleben gekämpft haben und unter staatlichen Grausamkeiten litten, nicht zu vergessen.
5/5 Sterne
Profile Image for Nadine Schrott.
700 reviews71 followers
May 15, 2021
Okay......die Story ist interessant.....das war es aber auch schon....

Die Lebensgeschichte einer Frau in den Wirren der tschechischen Nachkriegszeit....

Hera Lind beschreibt hier nicht gerade neutral aus Sicht der Erzählerin....mir war die Hauptfigur einfach etwas unsympathisch....

Ganz klare Meinung: kann man lesen.....muss man aber nicht...
460 reviews2 followers
January 13, 2021
Die junge Ella wächst nach dem Zweiten Weltkrieg als Tochter einer Deutschen in der Tschechoslowakei auf und sie erfährt dort alle Schrecken mit voller Härte. Ella muss immer wieder neue und grausame Schicksalsschläge ertragen. Doch dann begegnet sie in Prag dem jüdischen Arzt Milan, ihrer großen Liebe. Zusammen mit Ellas kleiner Töchter wollen sie in den Westen fliehen. Doch der Geheimdienst folgt ihnen.

Die Beschreibung dieses Romans, der auf einer wahren Begebenheit beruht, hat mich sofort angesprochen. 
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn das Buch ließ sich sehr flüssig und schnell lesen. Ich war von Anfang an in dieser emotionalen und fesselnden Geschichte gefangen und konnte das Buch nicht mehr beiseite legen.
Die Charaktere wurden sehr gut beschrieben. Ich habe Ella sofort ins Herz geschlossen und konnte mich voll in sie hineinfühlen und alles mit ihr zusammen miterleben, die Schrecken, die Angst, die Hoffnung und die Liebe.
Die Geschichte war unfassbar ergreifend und sehr emotional. Wie oft saß ich während des Lesens da und dachte, wie unerbittlich das Schicksal und die Menschen untereinander doch sein können. Ich fand es sehr spannend zu lesen, was Ella in ihrem Leben erlebt hat, was sie durchgemacht hat und wie viel Kraft sie hatte. Ich empfand die Beschreibungen der damaligen Zeiten und der politischen Gegebenheiten sehr realistisch, das wurde von der Autorin bestens recherchiert und dargestellt. Und so wie Ella wird es vielen anderen Menschen ebenfalls ergangen sein.

Mich hat dieser Roman unglaublich berührt. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Profile Image for Johannes.
200 reviews8 followers
December 27, 2022
Zwar interessant zum lesen, aber öfters wie einmal braucht man es nicht.
Nach einer wahren Geschichte, nur wurde Frau Lind zuwenig Freiheit gelassen es richtig zum Roman aus zu arbeiten. Frau Berner, die Autorin des Tagebuches, hat zuviel darauf bestanden, dass die Geschichte genau ihrer Erinnerungen entspricht. Damit wurde Frau Lind viel Freiheit genommen. Somit lässt sich das Buch zwar gut lesen als Geschichtsbuch der Zustände in Tschechien, vor allem nach Ende des Krieges. Aber irgendwie fehlt die "Spannung", die Frau Lind sonst in ihrer Geschichten einarbeiten kann ohne die geschichtliche Wahrheit zu verbiegen.
Profile Image for Sandra.
60 reviews
June 9, 2025
Eine sehr bewegene und mir gut erzählte Lebensgeschichte. Sie hat mir Prag nach meinem Kurztrip nochmal viel näher gebracht und eine andere Seite aufgezeigt. Eine Seite, die ich junge selbstständige Frau, der westlichen Welt und Touristin in Prag mir so gar nicht vorstellen kann.
Danke an Frau Berner und Hera Lind für diesen Einblick.
48 reviews
July 18, 2023
ein wirklich berührendes Buch, was ich auch gut geschrieben fand (was daran liegen mag, dass es keine Übersetzung ist...) - abgesehen von ein paar Kleinigkeiten auf jeden Fall mit von den besseren Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.
117 reviews1 follower
July 1, 2024
Interessantes Buch in Bezug auf die politischen Hintergründe aus der Sicht einer Zeitzeugin.
Die Romane von Hera Lind ähneln, wenn man 2/3 gelesen hat.
Grundsätzlich habe ich das Buch gern gelesen und würde es auch weiterempfehlen, vor allen an Erstellern von Hera Lind.
8 reviews
June 9, 2022
Einfach nur unglaublich gut!
25 reviews
May 17, 2024
Spannend und erschütternd von vorne bis hinten. Manchmal musste man sich ans Luftholen erinnern, weil man so vertieft war.
Profile Image for Tini's Bücherwelt und mehr .
186 reviews10 followers
October 13, 2021
Da ich mich mal an einem für mich ungewohntem Genre - den historischen Romanen - versuchen wollte, dachte ich mir, ich versuche es mal mit einem Buch von Hera Lind, da ich bisher über ihre Bücher nur Gutes gehört habe und gespannt war, was für Geschichten mich bei ihr wohl erwarten werden.

Klappentext: Die junge Ella erfährt mit brutaler Härte, was es heißt, nach 1945 als Tochter einer Deutschen in der Tschechoslowakei aufzuwachsen. Revolutionsgarden erschlagen ihren Vater, die Mutter muss sich mit ihrem neugeborenen Sohn in einem tschechischen Dorf verstecken. Ella erträgt immer neue Schicksalsschläge: Klosterschule, Kommunismus, die Ehe mit einem Egozentriker, Psychiatrie – bis sie endlich in Prag der großen Liebe begegnet. Mit dem jüdischen Arzt Milan ist sie zum ersten Mal glücklich. Beide haben nur noch einen Wunsch: zusammen mit Ellas kleiner Tochter in den Westen fliehen. Doch der Geheimdienst ist ihnen dicht auf den Fersen…

Mir war nicht bewusst, dass die Geschichten, die Hera Lind schreibt, wahre Geschichten sind. Dass die Dinge, die die Autorin in ihnen beschreibt, wirklich so passiert sind, daher kann ich den Inhalt von "Die Frau zwischen den Welten" gar nicht bewerten, denn wer hat schon das Recht über das Leben einer anderen Person zu urteilen, wenn es sich genau so zugetragen hat? Klar, es gab Situationen, die ich mir anders gewünscht hätte - aber ich denke, dass Ella - die Protagonistin der Geschichte - sich auch viele Dinge anders gewünscht hätte in ihrem Leben.

Geschichte war in der Schule nie mein Fach - ob es an den Lehrern oder meinem mangelnden Interesse lag, das kann ich heute gar nicht mehr so genau sagen. Aber dadurch sind mir nicht alle Dinge, die sich während und vor allem nach dem zweiten Weltkrieg ereignet haben - gerade in Tschechien hinter dem "Eisernen Vorhang" bekannt oder ich habe es vergessen. Ich fand es aber erschreckend zu sehen, unter welchen Umständen die kleine Ella in Prag aufgewachsen ist. Wie schwierig das Leben mit einer Deutschen Mutter in Tschechien - und somit selbst als Halbdeutsche - wirklich war und welche Gefahren praktisch hinter jeder Ecke lauerten. Ich kann mir nicht mal ansatzweise Vorstellen, wie schwer es gewesen sein muss, immer in Angst zu leben - vor allem nachdem ihr Vater erschlagen wurde und sich die Frauen allein durchschlagen mussten. Es hat mich fasziniert zu lesen, wie stark Ella trotz all der Widrigkeiten, die sich ihr im Laufe des Lebens in den Weg stellten, geworden ist, dass sie selten den Mut und die Hoffnung auf ein besseres Leben verloren und für sich und ihre Tochter gekämpft hat. Frauen wie Ella verdienen den größten Respekt für das, was sie erlebt und geschaffen haben und wir sollten nie vergessen, unter welchen Bedingungen Menschen gelebt haben - teilweise auch heute noch leben.

Das, was ich an diesem Buch bewerten kann, ist der Schreibstil von Hera Lind. Ich muss ehrlich sagen, dass er nicht zu hundert Prozent meinem Geschmack entspricht, da es mir teilweise zu sprunghaft und gewisse Szenen zu schnell vorbei waren. Es kann daran liegen, dass Ella selbst in ihrem "langen Brief an Jakob" natürlich nicht mehr jeden Augenblick ihres Lebens so detailliert wiedergeben konnte, dass dieser auch ausführlich beschrieben werden kann, aber so sehr ich auch kurze Kapitel und eine relativ schnelle Handlung mag, hatte ich hier teilweise meine Probleme damit. Aber abgesehen davon hat sich das Buch sehr gut lesen lassen und ich wollte es kaum aus der Hand legen, weil es mich wirklich gefesselt hat.

Mein Versuch mit einem neuen Genre ist für mich positiv ausgegangen, sodass ich mir vorstellen kann auch noch weitere solcher Bücher - auch aus dieser Zeit - zu lesen und bin gespannt, was für Schicksale Frau Lind in ihren anderen Werken beschrieben hat.
Profile Image for bookishlifelines.
206 reviews3 followers
April 16, 2021
„Manchmal muss man an Orte der Vergangenheit zurückkehren, damit Frieden einkehren kann. Damit nimmt man den Erinnerungen die Schärfe.“ (Zitat nach Ella Berner, aus „Die Frau zwischen den Welten)

Die Handlung:
Ella ist 12 Jahre alt, als der zweite Weltkrieg endet. Als Tochter einer Deutschen lebt sie gemeinsam mit ihrer Familie in der Tschechoslowakei. Doch dann wird ihr Vater von Revolutions-garden erschlagen und fortan steht Ella mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder alleine da. Auch danach bleibt ihr kein Schicksalsschlag erspart: Klosterschule, Kommunismus, eine unglückliche Ehe mit einem Egozentrikern. Schließlich landet Ella in der Psychiatrie, aus der sie sich nur mit Hilfe von Freunden raus retten kann. Als sie den jüdischen Arzt Milan kennenlernt, scheint es, als habe sie das erste Mal ein Fünkchen Glück in ihrem Leben, doch auch dieses Glück wird durch den Geheimdienst, der ihnen dicht auf den Fersen ist überschattet.

Meine Meinung:
Für mich war dies das erste Buch von Hera Lind, und ich kann gleich vorweg nehmen, dass es nicht das letzte gewesen sein wird.

Das Buch beruht auf der Geschichte der Protagonistin Ella Berner und wäre tatsächlich fast nie erschienen, wie man dem Nachwort von Hera Lind entnehmen kann. Denn der „lange Brief an Jakob“ den Ella Berner als ihre Lebensgeschichte für ihren Enkel geschrieben hat und den sie bereits im Jahr 2012 bei Hera Lind eingereicht hat, lag bei der Autorin zunächst sehr lange in der Schublade. Umso glücklicher stimmt es mich, dass die Geschichte Ella Berners mit Hilfe von Hera Lind doch noch veröffentlicht wurde. Ebenso erwähnt Hera Lind, dass Ella Berner in ihrer Geschichte nicht viel Platz für künstlerische Freiheiten gelassen hat, so dass ich rückblickend die Geschichte noch tragischer finde als ohnehin schon.

Hera Linds Schreibstil hat mich neben der Geschichte von Ella ab der ersten Seite gefesselt. Vor Augen zu haben, wie furchtbar die damalige Zeit war und was der jungen Ella zugemutet wurde, die viel zu schnell erwachsen werden musste und lange Zeit gebraucht hat um glücklich zu werden und dabei dennoch selten ihren Mut und ihre Hoffnung verlor, ließ mich geradezu durch die Seiten des Buches fliegen. Ella ist für mich der Inbegriff einer starken Persönlichkeit. Eine bewundernswerte Frau, die für sich und ihre Tochter Alina gekämpft hat. Es wäre zu hoch gegriffen, zu sagen, dass ich mich gut in ihre Situation hineinversetzen konnte, denn ich denke, das kann man nicht, wenn man diese Zeit nicht selbst erlebt hat. Der Autorin ist es aber gelungen, dass man die Sorgen und Ängste der Protagonistin stets spüren konnte und dabei aber auch das Wissen erlangt hat, dass Ella niemals aufgeben würde für sich und ihr Glück zu kämpfen. Auch die weiteren Protagonisten und Nebencharaktere in der Geschichte waren so gut dargestellt, dass ich sie mir fast bildlich vorstellen konnte. Meiner Meinung nach erschien Ellas erster Ehemann Pavel nicht nur als Egozentriker sondern hatte selbst schon eine psychiatrische Erkrankung, was sicher nicht verwunderlich ist, denn auch er hat eine grausame Vorgeschichte.

Diese Geschichte ist voll von Traurigkeit. Sie ist herzzerreißend und dennoch so wunderschön und steckt so voller Hoffnung, dass ich sie sehr gerne weiterempfehlen möchte.
Das Nachwort von Ella Berner ging mir besonders ans Herz und ich möchte mich gerne auch bei ihr bedanken, dass sie Hera Lind ihre Geschichte zur Verfügung gestellt hat, so dass wir Leser sie lesen durften.
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