Glück ist Leben. Glück ist Macht. Glück ist alles. Ohne Glück bist du tot.
Die sechzehnjährige Gemma lebt in einer Welt, in der Glück lebensnotwendig ist. Jedem, der nicht glücklich ist, droht nach wenigen Stunden der Tod. Nach ihrer Aufnahmeprüfung in der Akademie, in der junge Menschen lernen, positive Gefühle künstlich zu erzeugen, hat Gemma nur ein Ziel: Sie muss ihren Vater heilen, bevor dessen Glückspegel noch weiter sinkt und er vor Kummer sterben wird.
Doch hier, inmitten all der dauerlächelnden Menschen, zieht es Gemma ausgerechnet zu Keno. Er ist ein Grenzgänger und will sich dem Glückszwang entziehen. Er liebt die Existenz am Limit, wandelt zwischen Glück und Trauer, Leben und Tod. Entschlossen versucht Gemma, am Glück festzuhalten - doch ihre Überzeugung bröckelt immer weiter. An Kenos Seite lernt Gemma, was wahre Gefühle bedeuten … und was die Menschen aufgeben, wenn sie das Glück über alles stellen.
Hochspannende Near-Future-Fantasy für alle Leserinnen von Suzanne Collins, Ally Condie und Veronica Roth. Unkonventionell, romantisch und berührend.
„Gemma. Sei glücklich oder stirb“ ist ein ziemlich provokanter Titel, finde ich, zumindest für ein Jugendbuch. Bei einem Thriller würde er als normal durchgehen, doch davon ist die Handlung recht weit entfernt. Ich stehe dem Titel zwar skeptisch gegenüber, inhaltlich geht es in diesem Near-Future-Fantasyroman jedoch tatsächlich um genau das: Wer nicht glücklich ist, stirbt. Denn vor weniger als hundert Jahren, also in unserer Gegenwart, landete „der Glanz“ aus dem Weltraum in einer Stadt in Deutschland. Alle Menschen in unmittelbarer Umgebung starben und der Glanz, ein regenbogenfarbig schillerndes Etwas, überzog den Himmel rund um den gesamten Erdball. Fortan müssen die Menschen glücklich sein, wer dies nicht ist, löst sich in besagtem Glanz auf. Klingt ziemlich nach Science-Fiction, oder? Auf jeden Fall ist die Idee ungewöhnlich und da der Roman zudem aus der Feder einer deutschen Autorin stammt, war ich neugierig genug, um diesen Titel zu lesen. Wie mir „Gemma. Sei glücklich oder stirb“ gefallen hat, erfahrt ihr hier.
Gemma, die Protagonistin der Geschichte, ist glücklich – obwohl ihre Mutter kurz nach der Geburt starb und ihr Vater kürzlich erst in 2, dann in die 3. Zone abgerutscht ist. Sichtbar gemacht wird diese Veränderung durch sogenannte Arkaniten, die als Kette um den Hals getragen werden. Sind sie golden, befindet man sich in Zone 1 und alles ist in bester Ordnung. Befindet man sich in Zone 2 ist auch noch alles okay, doch man sollte sich um Positivität bemühen. In Zone 3 und 4 wird man entweder in spezielle Zentren und Erholungsheime geschickt, wo mithilfe von sogenannten Modulationen, also der positiven Beeinflussung auf Traumebene, versucht wird, den Abstieg zu stoppen und die Menschen wieder in Zone 1 und 2 zu katapultieren. Oder man landet in Cloverhill, in Quarantäne, um andere nicht mit Negativität anzustecken. Wer hingegen in Zone 5 ist, ist ein hoffnungsloser Fall.
Um zu verhindern, dass ihr Vater weiter abrutscht und aus der Quarantäne nach Hause zurückkehren kann, kämpft Gemma um die Aufnahme in die Akademie, ein Forschungszentrum unweit der Einschlagstelle des Glanzes. Dort lernen die Student:Innen, Modulationen durchzuführen und so ihren Teil im Kampf gegen negative Gefühle beizutragen. Und ist Gemma erst Studentin, ist sie einflussreich genug, um ihren Vater für Modulationen zu qualifizieren. Doch kaum ist sie in der Akademie angekommen, lernt sie Keno kennen. Er ist Grenzgänger, also bewusst in der 3. Zone, und er bringt ihr gesamtes Weltbild ins Wanken.
Mir gefiel die Idee von „Gemma. Sei glücklich oder stirb“ gut. Sie fühlte sich frisch und ungewöhnlich an, mal wieder etwas anderes als Climate Fiction oder andere beliebte Dystopie-Szenarien. Dennoch hatte ich mit dem ein oder anderen Aspekt des Konzepts Schwierigkeiten. So ist es bekanntlich der Glanz, der Menschen tötet, die sich in der 5. Zone befinden. Warum wird dann das Glücklichsein so verherrlicht? Hätte sich die Menschheit nicht eher gegen den Glanz auflehnen müssen? Hätte nicht versucht werden müssen, den Glanz zu erforschen, um ihn irgendwann wieder vertreiben zu können? Stattdessen wird so getan, als wäre es das höchste Gut, immer glücklich zu sein. Das Glücklichsein wird meinem Empfinden nach von zu vielen gar nicht als eine vom Glanz auferlegte Daseinsform betrachtet. Ständig fragte ich mich: Wie konnte innerhalb von nur 80 Jahren eine derartige „Positiv-Gesellschaft“ entstehen? Das erschien mir einfach nicht logisch.
Auch nicht ganz schlüssig erscheint mir, weshalb Menschen, die in der 3., 4. oder 5. Zone sind, zunehmend lethargisch werden. Teilweise sind sie schlicht bewegungsunfähig und können sich kaum vom Sofa erheben. Wieso werden Menschen mit negativen Gefühlen wie Trauer, Angst und Wut auf so drastische Weise dargestellt? Es wirkte auf mich, als würden Menschen in tieferen Zonen allesamt an einer Depression erkrankt sein – zumindest deuten Symptome wie Teilnahmslosigkeit oder starke Müdigkeit darauf hin. Alle negativen Empfindungen in ihrer Intensität einer Depression gleichzusetzen, erschien mir jedoch nicht richtig und zu pauschalisierend. Hier hätte die Autorin meiner Meinung nach stärker differenzieren müssen.
Teilweise empfand ich in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung der Figuren nicht ganz stimmig. Natürlich erlebt Gemma vieles, was sie traurig macht und was sie ihre bisherigen Überzeugungen infrage stellen lässt, ihr vollständiger Stimmungswandel war mir dennoch zu abrupt. Kaum dass sie Keno begegnet, beginnt sie zu zweifeln und allzu schnell ändert sie ihre gesamte Sicht auf die Welt. Ebenso rasch steigt sie in tiefere Zonen ab. Wieso ist das so schnell möglich? Zudem wirkte es auf mich so, als würden die Figuren, allen voran Keno, bewusst entscheiden können, von der 4. in die 5. Zone abzusteigen. Auch dies erschien mir nicht schlüssig, denn Gefühle, so meine Meinung, lassen sich nicht derart bewusst steuern.
Spannend und gelungen ausgearbeitet fand ich hingegen den Aspekt der Selbstoptimierung, der immer wieder im Laufe der Geschichte aufgegriffen wird: Bist du nicht glücklich, hast du es nicht genug probiert, hast du nicht genug an dir gearbeitet. Du hast nicht den neuesten Ratgeber gelesen, nicht die Superfoods gegessen, nicht genug meditiert auf dem besten Meditationskissen. Immer ist die Botschaft, man habe sich nicht genug angestrengt, nicht das richtige konsumiert, um das Glück zu fühlen. Hinter dem Gücklichsein steckt eine ganze fragwürdige Marketing-Maschinerie, die einigen wenigen Menschen zu Reichtum verhilft.
Alles in allem kommt mir das sogar erschreckend bekannt vor. Ticken wir nicht auch schon oft genug so? Hecheln wir nicht auch jedem neuen Yoga- und Hygge-Trend hinterher, um möglichst ausgeglichen, zufrieden und in uns selbst ruhend zu sein? Und vergessen wir darüber nicht oft, dass uns schlicht ein fauler Tag auf dem Sofa gut tun würde? Schön, dass solch eine gesellschaftliche (Konsum-)Kritik auch in Jugend-Fiction angesprochen wird.
„Gemma. Sei glücklich oder stirb“ von Charlotte Richter überzeugte mich vor allem mit der ungewöhnlichen Idee des Glanzes und dem damit einhergehenden Zwang, immer glücklich zu sein. Welche Folgen hat permanentes Glücklichsein? Wie kann das überhaupt gelingen? Darüber hinaus ist diese Near-Future-Fiction spannend und bisweilen romantisch. Doch leider habe ich einige Aspekte der Handlung als unlogisch oder nicht plausibel empfunden, so dass ich insgesamt ein wenig enttäuscht war. Für andere Leser:Innen hält der Roman aber vielleicht unterhaltsame Lesestunden bereit.
Diesmal hab ich von Charlotte Richter,, Gemma, sei glücklich oder stirb " gelesen.
Vielen Dank schonmal für das schnelle Zusenden von diesem Leseexemplar.
Es ist wieder ein Einzelband, das schon mal gleich zur Information.
Natürlich habe ich durch Hidden Lies Erwartungen gehabt, das mich dieses Buch auch begeistern könnte. Doch leider ist es nicht eingetreten. Das Thema rund um das Glück und das man nicht unglücklich sein sollte finde ich schon interessant. Aber die Umsetzung hat mir nicht ganz gefallen. Stellenweise finde ich es zu langatmig.
Außerdem habe ich diesmal nicht mit den Figuren mitfühlen können. Teilweise finde ich Gemmas Art später sehr anstrengend, da sie so viel weint und sich mit Selbstvorwürfen zu bombardiert. Ich konnte auch zu anderen Figuren keinen Draht finden. Die Schicksale haben mich nicht berührt.
Die Liebesgeschichte finde ich zu plump.
Die langen Kapiteln sind leider nicht meins gewesen.
Ich finde das Cover hübsch, den Schreibstil (locker, in der Ich-Perspektive). Das Setting und wie gesagt diese coole Idee mit den verschiedenen Stufen und die Vorstellung, keine negativen Gedanken mehr zu haben, ist toll.
Und wie gesagt, es ist immer alles eine Geschmackssache, gibt dem Buch eine Chance, wenn euch der Klappentext anspricht. Die Autorin ist sehr sympathisch und wie gesagt, Hidden Lies ist der Wahnsinn.
Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin, lies sich das Buch schnell und einfach lesen. Das Setting rund um die Stadt, die Academy und den Glanz wurden sehr detailreich beschrieben und ich konnte es mir bildlich gut vorstellen. Die Zonen wurden auch gut erklärt. Die Wendungen der Geschichte waren leider nicht immer überraschend. Man konnte es sich vorher schon einiges selbst zusammenreimen und wusste was passiert. Dennoch blieb eine gewisse Spannung.
Die Protagonistin Gemma ist eine sehr zielstrebiges, (anfangs) naives und aufmerksames Mädchen. Sie ist mit dem Glanz aufgewachsen und tu das was man von ihr verlangt. 𝗕𝗟𝗘𝗜𝗕 𝗜𝗡 𝗗𝗘𝗥 𝗘𝗥𝗦𝗧𝗘𝗡 𝗭𝗢𝗡𝗘 Genau dies ist auch ihre Eintrittskarte in die Akademie in der sie lernt andere Menschen aus tieferen Zonen herauszuholen. Denn alle Menschen die nicht in der 1. oder 2. Zone sind werden als "Krank" bezeichnet. Gamma steht vollkommen hinter den Regeln der Akademie und unterstützt diese tatkräftig. Bis sie Keno kennenlernt, der als Versuchskaninchen in der Academy ist. Doch als sie etwas ungewollt, schreckliches tut zweifelt sie an der 'Wahrheit' der Academy. Keno ist ein mürischer, draufgängerischer junger Mann der nichts von der Regierung, den Glanz und (anfangs) Gemma hält. Doch je besser sie sich kennenlernen, desto größer wird die Anziehungskraft zwischen ihnen und umso mehr wollen sie sich gegenseitig helfen.
Das Ende fand ich verwirrend und habe es leider auch nicht ganz verstanden. Von dem einen auf den anderen Moment war einfach alles gut, deshalb blieb bei mir viele Fragen offen.
Fazit: Gemma - Sei glücklich oder stirb ist eine faszinierende, spannende Romantasy Geschichte mit viel Potenzial, welches auch teilweise genutzt wurde. 4/5 ⭐
…Glück was einen gefährlich werden kann…eine faszinierende & gefährliche Welt bietet...
Das Buch hat mich mit dem Cover sofort angezogen, es sticht heraus und ist ein Blickfang. Der Titel ist sehr einschlagend, daher war meine Faszination geweckt und ich habe mich in das Lesevergnügen gestürzt.
Die Welt, die einen geboten wird, ist auf der einen sehr faszinierend, utopisch im Sinne vom Glück und positiven Denken, das einen sein leben lebenswerter macht, aber die Abstufung dessen auch einen gefährliche Weg einschlägt.
Genau das gibt uns auch die Protagonistin wieder, Gemma muss sich beweisen, will sich durch die angesehene Akademie und ihre Ausbildung kämpfen, damit sie für ihren Vater eine bessere Einstufung und somit ein sicheres Leben gewährleisten kann. Ihre Überzeugung, ihre positive Sichtweise ist erstaunlich, jedoch merkt man dass sie durch die Erfahrungen der Ausbildung und dem Aufeinandertreffen mit dem Grenzgänger Keno an ihre Grenzen stößt. Ihre ganze Denkweise verändert sich, sie schaut hinter die Fassaden und versucht mit allen Mitteln das Dilemma zu bewältigen, an ihrem Glück und Glauben an die Richtigkeit der Gesellschaft fest zu halten.
Besonders mit und durch Keno verändert sich ihre Leben komplett, sie stößt an ihre Grenzen, bekommt eine ganz andere Sichtweise geboten und zieht und in den spannungsgeladen Verlauf.
Die wichtigste Frage überhaupt ist nämlich nicht welche Sichtweise die richtige ist, sondern was Gemma alles für das Wohlergehen ihres Vaters auf sich nehmen würde.
Wie ihr merkt gibt es viele gefährliche Aspekte, die einen nicht den idealsten Durchblick ermöglichen, jedoch ist dieser bei dem Werk auch von der Betrachtungsweise abhängig, durch die Kombination von Gemma und Keno, bekommt man in die verschiedensten Stufen Einblicke, bekommt gezeigt dass auch eine dritten Einstufung ihre Vorteile hat. Ihre Dynamik und Chemie ist anziehend zueinander, aber die Schlagabtausche, das fordern das gegenüber als auch die bewegende Gründer der jeweiligen Überzeugen sind ausschlaggebend und mitreißend.
Herausstechend die bewegenden Momente, wo Gemma durch ihre Ausbildung die Grenzen / Einstufungen vermischt, ihre Talente erstaunlich die Träume und Gefühle beeinflussen und doch am Ende nervenzehrend schockiert.
Das Werk bietet eine interessante Botschaft verpackt in einer überraschenden, fantasievollen und gefährlichen Welt mit tollen Persönlichkeiten, den man nicht immer sofort trauen sollte.
Ich bleibe daher gut unterhalten, von den Charakteren überrascht als auch von der Grund Idee eingenommen, den komplexen Persönlichkeiten erstaunt und der Liebesgeschicht1lke an sich entzückt. Leider muss ich auch gestehen dass ich eine leichte Abstufung durch das abstrakte Ende und den nicht für mich so fließenden Lesefluss in der Bewertung eingehen musste. Vielleicht liegt es aber auch an der Philosophie und dem zu positive Denken, sprich die ab und an naive Einstellung der Gesellschaft, die für mich als Skeptiker nicht konform verlief. Im Gesamteindruck ist es aber ein Werk, dass zum Nachdenken anregt und mir unterhaltsame Lesestunden geboten hat.
Vielen Dank für das Leseexemplar an den Verlag & Lovelybooks. Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt.
Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann ziehen können, da mich das Worldbuilding von Anfang an fasziniert hat. Ich mochte die Thematik und sie war mir in dieser Form auch noch nicht begegnet. Charlotte Richter kann mit originellen und kreativen Ideen glänzen, die sie innerhalb weniger Seiten greifbar erscheinen lässt. Die Darstellung war nicht lückenlos, aber dennoch gut durchdacht, vielschichtig und vor allem auch viel fundierter und besser ausgearbeitet als ich zuvor angenommen hatte. Für einen Einzelband ist die Umsetzung des Worldbuildings hier wirklich gut gelungen!
Der Spannungsbogen bewegt sich hier zwar nur selten auf einem höheren Level, aber dafür ist er konstant. Es gibt viele ruhigere Momente, langsame Entwicklungen und Planungsphasen, die bei mir aber zu keiner Zeit Langeweile aufkommen ließen. Ich habe diese Geschichte als Hörbuch gehört und die Charaktere durchweg gerne begleitet. Zudem gab es hier durchaus ein paar Handlungshöhepunkte, die mein Herz still stehen ließen, vor allem auf emotionaler Ebene.
Die Geschichte ist vielschichtig und kann neben ihren fantastischen Elementen mit einer wichtigen Botschaft aufwarten, die mal subtil und mal deutlicher anklingt. Das Buch regt zum Nachdenken an und bringt seine Leser:innen dazu, sich selbst, das eigene Umfeld und die gesamte Gesellschaft zu hinterfragen. Es hat wirklich viel zu geben!
Die Geschichte wird aus der Sicht von Gemma erzählt, einer wahren Kämpferin, die für sich selbst einsteht sowie für die Menschen, die sie liebt. Sie ist eine starke Protagonistin, intelligent und reflektiert, zuweilen aber auch aufbrausend und voller widersprüchlicher Gedanken und Gefühle, die in ihr toben und an ihren Idealen und Vorstellungen rütteln.
Insgesamt wäre bei den Charakteren allerdings auch noch mehr Tiefe und Nahbarkeit möglich gewesen, vor allem auch bei Keno, den ich aber trotzdem binnen weniger Seiten in mein Herz geschlossen habe.
Die Liebesgeschichte konnte ich jedoch nur teilweise greifen. Ich mochte die Protagonist:innen zusammen, aber ihre Gefühle füreinander kamen für mich trotzdem ein bisschen zu sehr aus dem Nichts. Das Ganze ging so schnell und hat mich damit auf emotionaler Ebene nicht so sehr abholen können wie das restliche Buch. Andere Themen und Beziehungen haben mich hier einfach mehr berührt als die Liebesgeschichte.
Ich bin mir immer noch unschlüssig, was ich von dem Ende halten soll, wobei es definitiv zur Geschichte passte und ich auch nicht weiß, wie ich es mir anders hätte wünschen sollen.
An mancher Stelle hätte ich mir zwar noch etwas mehr Tiefe und Substanz gewünscht, um das volle Potenzial der Thematik zu entfalten, aber man sollte auch nicht vergessen, dass es sich hierbei zum einen um einen Jugendroman und zum anderen um einen Einzelband handelt - Und dafür ist der Autorin der Balanceakt zwischen Worldbuilding, Spannung, Charakteren und Gefühl wirklich vergleichsweise gut gelungen. Die Stärke dieses Buches liegt ohnehin in seiner Message und ich kann es euch allein deswegen schon empfehlen.
Inhalt: Seit 80 Jahren existiert „der Glanz“. Dieser sorgt dafür, dass alle glücklich sein müssen, denn unglücklichen Menschen lösen sich auf und verschwinden in den Glanz. Gemma ist 16 Jahre alt und möchte unbedingt an der Akademie studieren, um zu lernen, wie man Glück in unglückliche Menschen bringt. So könnte sie ihrem Vater helfen, der auf einer niedrigen Stufe kaum noch Chancen auf ein gesundes Leben hat …
Stil: Der Schreibstil, oder die Übersetzung, sind durchwachsen. Die Thematik, dass Menschen mit unglücklichen Gefühlen ausgestoßen werden, nur halbherzig therapiert oder gar keinen Therapieplatz erhalten, sind so aktuell, dass es gut ist, dass es endlich thematisiert wird. Glück ist nicht erzwingbar, Gefühle (auch negative) gehören zum Leben dazu, es sollte sich nur die Waage halten. In diesem Kontext hat dieses Werk volle 5 Sterne verdient. Allerdings ist es ein absolutes No-Go, dass umso mehr Gemma und die anderen in ihrer Gefühlswelt abrutschen, die Sprache darunter leidet. So viele Schimpfworte, so viel Negatives in der Stimme, das hätte man auch anders darstellen können. Zudem ist es auch fraglich, woher ein Mensch, der immer nur in der ersten Zone ist, immer glücklich ist, auf einmal so viele Ausdrücke kennt und sie so leicht nutzen kann. Eine Depression, Traurigkeit oder Müdigkeit haben wenig mit dieser Wortwahl gemein. Gerade für ein Jugendbuch ist diese Wendung der Sprache und Ausdrucksweise ein schlechtes Mittel. Franciska Friede liest mit einem sehr ausgeprägten Lächeln in der Stimme, es passt absolut zur Geschichte und zu Gemma. Als sich die Zone von Gemma allerdings in die unteren Level bewegt und Gemma mehr Kraftausdrücke als nötig verwendet, wirkt die Stimme absolut unpassend. Zum Thema Logik gibt es einiges, was absolut schlimm ist. Ich möchte nicht spoilern, aber gewisse Dinge sind zum Aufregen! Der Aufbau wirkt teilweise stark konstruiert und das Ende hätte auch spannender sein können.
Charaktere: Alle wirken sehr verkrampft, auch jene, welche sich freiwillig in einer niedrigen Zone aufhalten. Es ist schwer jemanden zu greifen und das Verständnis für die Charaktere ist auch nicht wirklich da. Unverständlich ist, wie sich einige in der ersten Zone halten können, obwohl sie niederträchtig sind. Die erzwungene Fröhlichkeit kann sie wohl kaum in der Eins halten. Warum die Charaktere immer weiter abstürzen und weswegen sie generell abgerutscht sind, ist unklar. Über Gefühle wird generell nicht geredet, weil es einen selbst und die anderen herunterziehen könnte. In der Akademie wird aber daran gearbeitet positive Gedanken einzupflanzen. Das widerspricht sich und macht die Charaktere zu Marionetten, welche sich in ihrer Geschichte nicht frei entfalten können.
Cover: Das Cover ist schön gestaltet und passt zur Geschichte. Es war für mich ausschlaggebend, um das Hörbuch zu laden.
Fazit: Eine interessante Idee, mit vielen Fehlern und sprachlich nicht ausgereift. Daher nur 2 Sterne und keine Lese-/Hörempfehlung.
Ein Pechvogel. Denn im Jahr 2105 gilt es glücklich zu sein, wenn man nicht sterben will. Weshalb das? Im Jahr 2025 schlug etwas auf der Erde ein, das man seither den Glanz nennt. Der Glanz der sich zehntausend Meter über den Köpfen der Menschen befindet und die Sonne und den Mond verdeckt und dabei scheint, als wenn er ein regenbogenfarbenes Licht wäre. Dieser Glanz allerdings, tötet jeden, der in die schwarze Zone abrutscht innerhalb von 72 Stunden. Für Gemma, die mit ihrem Arkanit, das sie als Kette trägt immer überprüfen kann wie ihr Zustand gerade ist, eine schwere Prüfung. Obwohl sich ihr Arkanit auf Gold befindet, was die Stufe eins darstellt. Nur das alleine fällt ihr manches Mal immer schwerer, denn sie will ihren Vater retten, der sich Richtung schwarz befindet. Er, der immer für sie da war und mit ihren gerade mal sechzehn Jahren in Quarantäne musste. Gemma ist sich sicher, das sie ihn retten kann, wenn sie als Protektor in der Akademie aufgenommen wird. Allerdings hat sie nicht damit gerechnet das ausgerechnet sich dort ihr Schicksal erfüllen wird. Denn dort lernt sie nicht nur Keno kennen, der als Testperson dort verweilt, sondern kommt auch hinter Geheimnisse die alles verändern könnten.
Meine Meinung
Ich bin Megaaaa … begeistert von der Story, der Idee dahinter und der Fantastisch bildhaften Umsetzung. Ich habe die Seiten weggesuchtet. Hier trifft man auf eine total veränderte dystopische Welt in der die 16-Jährige Gemma Degano lebt. Sie, die taffer ist als sie selbst weiß, will ihren Vater retten, denn sein Arkanit ist dunkler geworden, was ein sehr schlechtes Zeichen ist, denn bei der Farbe schwarz stirbt die Person, da sie nicht mehr glücklich ist. Eine grausame Vorstellung, nur durch positve Vibrationen zu leben und zu atmen. Sobald Negativität von dir ausgeht kommt man in Quarantäne. Ich muss sagen ich war schockiert über den Glanz, der das anrichtet und gleichzeitig neugierig. Man lernt Gemma kennen, die ihren Plan durchziehen will, eine gute Protektorin zu werden um ihren Vater zu retten. Dabei hat Gemma Geheimnisse wie sie ihr Goldenes Licht behält.
Dann lernt man den geheimnisvollen Keno Reed kennen, der selbst als Testperson im Forschungszentrum festgehalten wird. Beide lerrnen das alle Gefühle zu einem dazugehören und vor allem das es Geheimnisse gibt die keiner offenbahrt haben möchte, vor allem nicht die, die an der Macht sitzen.
Ich liebe die Entdeckung wie die Welt nach solch einem Zwischenfall ist, wie man für sich einsteht und kämpft und vor allem wie man hinterfrägt und selbst etwas unternimmt. Hier steht Freundschaft, wie die Liebe zum Leben und auch das Vertrauen in sich selbst, in die eigenen Fähigkeiten und dem eigenen Willen genauso an erster Stelle, wie die Trauer, die Wut oder die Angst zu versagen. Für mich eine Story die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Gemma lebt in einer Welt, in der jeder stirbt, dessen Glückspegel zu niedrig ist und sich keine teure Behandlung leisten kann. Ihrem Vater geht es immer schlechter, deshalb will Gemma an der Akademie studieren um ihrem Vater zu helfen. Dabei trifft sie auf Keno, der eine ganz ander Sicht auf die Dinge hat, und von dem sie sich besser vernhalten sollte.
Sowohl das Cover, als auch der Titel haben sofort meine Neugierde geweckt und letztendlich hat der Klappentext mich überzeugt, dass ich das Buch unbedingt lesen will. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er hat es mir ermöglicht, ohne Probleme in die Geschichte hineinzufinden und ist den ganzen Roman über locker. Die Welt und ihre Regeln und Unterschiede zur Welt, wie wir sie kennen, werden verständlich erklärt, ohne dass ich das Gefühl hatte, ich würde mit Informationen bombadiert werden, um die Geschichte verstehen zu können. Man lernt die Welt nach und nach kennen, indem man Gemma begleitet.
Gemma als Hauptcharakter gefällt mir auch gut. Ich habe mit ihr gefiebert und auch die ein oder andere Träne vergossen. Aber auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, ihre Motive und Gefühle sind gut nachvollziehbar.
Die Geschichte hat mich gefesselt und wenn ich einmal angefangen hatte, zu lesen, konnte ich kaum wieder aufhören. Ich war sogar oft in Gedankn bei Gemma, wenn ich nicht gelesen habe. Das Buch wird mir auf jeden Fall noch lange in Erinnerung bleiben.
Interessante Grundidee, aber es hat an spannenden Momenten gefehlt. Auch die Charaktere waren nicht interessant genug, die Auflösung unbefriedend. Ich wollte wissen, woher dieses blöde Viech kam, aber das lässt die Autorin am Ende leider offen. Immerhin bekommt der junge Leser vermittelt, dass man nicht immer nur positiv drauf sein muss, allerdings stellt Frau Richter dabei die negativen Gefühle etwas zu sehr in positives Licht. Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber ich denke, dass es keinesfalls verkehrt ist, sich um Gefühlsmanagement zu kümmern und negative Gefühle auf eine gesunde Art und Weise, nicht auf Biegen und Brechen, zu transzendieren, statt diese mehr oder weniger zu zelebrieren wie Keno, der niedrige Zonen angestrebt hat. So unter dem Motto "Ich will aber depri sein!" Das ist dann das andere Extrem zu dem immer glücklich sein wollen und verkennt die Möglichkeiten, die negative Zustände bereithalten.
Ich glaube dieses Buch ist ein Meisterwerk. Nein, ich glaube es nicht nur, es ist so. Charlotte Richter sollte eine Bestseller-Autorin werden. Mit „Gemma“ hat sie schon mal ihren ersten Knaller gelandet. 1. Der Lauf der Geschichte ist so lebendig geschrieben, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Spannung ist zum Ende hin mit den Händen greifbar geworden. 2. Die Lovestory zwischen Keno und Gemma. Die beiden waren toll ausgearbeitet und haben so gut zu einander gepasst. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. 3. Das Ende. Dazu kann ich einfach nur sagen: Wow. Es war so traurig, aber doch so schön. Tilde wird immer einen Platz in unser aller Herzen haben. Also: Glatte 5 Sterne für ein grandioses Buch. Eine Absolute Weiterempfehlung! Ich liebe es ❤️
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Puh... Das war schwer - Emotional. Ich liebe dieses Buch. Ich habe dieses Buch seit fast ein Jahr und trotzdem hatte ich es nicht gelesen. Jetzt habe ich es innerhalb wenigen Tagen durch.
Ich empfehle es, weil ich die Welt mag. Ich habe mich in die Gedankengänge, die Protagonisten den Schreibstil und die Handlung verliebt.
Ich habe mich verstanden gefühlt und fühle mich irgendwie leer. Das Ende ist schön und irgendwie unzufrieden stellend, deshalb aber noch perfekter als es sonst wäre. Es passt perfekt zu dieser Geschichte und diesem Buch.
Ich freue mich auf die nächsten Geschichten dieser Autorin.
Ein ganz tolle, einzigartige und beeindruckende Geschichte, die mich aber leider nicht ganz überzeugen konnte. Für mich hat es bei den meisten Charakteren ein wenig an Tiefe gefehlt und mir wurde das Ende leider viel zu schnell und einfach abgehandelt. Trotzdem kann ich euch das Buch wirklich empfehlen, weil die Idee zu der Geschichte wirklich richtig toll ist und auch ein wenig zum Nachdenken bringt.
Ich habe bis jetzt noch nicht viel von dem Buch gehört aber ich bin begeistert. Eine sehr spannende Geschichte, die mal ein komplett anderes Thema anspicht als ich aus dem Sci-Fi oder Dysturpie Bereich gewohnt bin. Vor allem mag ich ihren Schreibstil der mich sehe hat in die Geschichte eintauchen lassen. Jedoch geb ich dem Buch nur 4 Sterne, weil ich gegen Ende teils nicht mehr so richtig mitgekommen bin. Mir fehlte irgendwie etwas. => Trotz allem ein sehr empfehlenswertes Buch das einen begeisteren kann :)
Leider hat es mich nicht ganz so mitgenommen wie ich es mir erhofft habe und auch sonst war das Finale meiner meinung nach Unspektakulär und die Liebesbeziehung auch eher flach gehalten. Als Jugendbuch vor allem auch für jüngerer Leser könnte ich es mir jedoch passend vorstellen aber wie gesagt mir hat es nicht ganz gefallen
Eins der besten bücher die ich je gelesen habe, die Vorgeschichte wie das weltsetting sind schlüssig und logisch aufgebaut und gut erklärt, die Handlung ist extrem spannend und der plot enthält viele wendungen, sodass es bis unmittelbar vor ende spannend bleibt, und trotzdem ist es verständlich und logisch geschrieben. Eine tolle Leseerfahrung, eins meiner neuen lieblingsbücher!
Also, im großen und Ganzen war dieses Buch sehr interessant. Ich mochte das Thema, wie es umgesetzt wurde und überhaupt wie sich die Geschichte und mit ihr die Protagonistin entwickelt hat. Es hat dennoch der letzte Funke gefehlt, dazu kommt das die Geschichte Anfangs noch sehr langatmig war. Dennoch kann ich dieses Buch nur empfehlen
Ich kann das Buch wirklich empfehlen, es spricht ein wichtiges Thema an, wie ich finde. Mir hat es echt gut gefallen und bin froh darüber gestolpert zu sein 🥰.
An sich ein sehr schöner Jugendthriller, allerdings war mir das Ende etwas zu kurz und einfach. Spannung baute sich sehr langsam auf, da zu Beginn viel erklärt werden musste
Traurig sein dürfen – Glück – das Leben in seiner Vielfalt
Ein beeindruckender Roman. Glück als alleiniges Ziel im Leben ist nicht erfüllend und führt zur Katastrophe. Im Roman von Charlotte Richter ist ein Leben in der Zukunft mit erzwungenem Dauerglück gefordert. Aber Gemma sucht einen Weg zum Leben mit allen emotionalen Höhen und Tiefen. Der Handlungsbogen ist spannend und mitnehmend. Diesen Roman habe ich unbedingt zügig lesen müssen und die Gedanken und Erlebnisse von Gemma und ihren Freundinnen und Freunden haben mich über das Lesen hinaus beschäftigt. Der dystopische Entwurf mit seinem erstaunlichen Ende machen das Buch für mich zu einem gelungenen Beitrag zum Nachdenken über eine Welt von morgen.
Eine Dystopie mit einer sehr spannenden Idee und viel Spannung. Es hat mir Spaß gemacht, Gemma als Protagonistin zu begleiten, lediglich ihr „Seitenwechsel“ bzw. die Änderung ihrer Überzeugungen ging mir zu schnell.
Das Cover ist wahnsinnig schön! Und das Setting hat mich auch gleich angesprochen. Es herrscht quasi ein Zwang zum glücklich sein. Wer zu sehr unglücklich wird löst sich einfach auf.
Die Story war spannend, zwischenzeitlich nahm sie recht weitreichende, die ganze Welt betreffende Ausmaße an. Hier gefiel mir wie Gemma reagiert und das Ende war sehr passend. Es gab eine ganz süße Liebesgeschichte, welche sich gut in die Story einfügt und - wie ich finde - auch nicht zu viel Raum einnimmt. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch.