Passend zur aktuellen Lage, aber ein wenig kitschig.
Viele Elemente des Buches erinnern an jüngste Ereignisse: Der Klimawandel, das Coronavirus und Black Lives Matter. Swantje schafft es, den/die Leser/in zum Denken anzuregen: Tun wir als Individuum wirklich genug für den Klimaschutz? Ist es bereits zu spät? Sollte man drastische Maßnahmen anwenden, um Wandel zu erzeugen? Wieviel wiegt das Individuum in dieser Geschichte eigentlich? Wieso ist Evie in Kategorie 8, obwohl sie Vegetarierin und (ehemalige) Klimaaktivistin ist?
Während die Idee Potential hat, erscheint die Umsetzung oft übereilig. Die Tode im Bekanntenkreis scheinen nur zur Überdramatisierung zu dienen, über den Tod des Vaters wurde fast nie gesprochen. Wie kam es zu "Phase 2"? Wie geht es Evies Freunden zum Abschluss der Geschichte? Was haben die Wissenschaftler herausgefunden? Was sind die Maßnahmen der Regierung und was fordern die Experten? Wie funktioniert Fieber wirklich? Wieso ließ Fieber nach? Wie entstand Fieber?
Es war wohl intendiert, dass Fieber etwas sein sollte, wonach man nicht greifen konnte. Aber das Ende und die fehlende Erklärung des Phänomens ist zumindest für mich unzufriedenstellend - da habe ich auf eine beeindruckendere Auflösung gehofft.