Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess' Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas Mann und Tess' Vater – in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?
Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich als erstes durch das Cover. Es hat mich gleich total angesprochen. Dieses alte Haus wirkt düster, geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich. Genau das, was ich mag. Und der Inhalt des Buches hat sich dann auch als spannend und geheimnisvoll erwiesen. Ich habe ab der ersten Seite gerätselt, was es denn nun mit diesem Mord auf sich hatte. Mit jeder Seite kommt man der Erklärung und Auflösung näher, und doch bleibt es immer spannend und bis zum Schluss rätselhaft. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, was auf der nächsten Seite passiert. Genau so soll ein Buch sein. Packend, mitreißend und fesselnd. Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Bücher von Ildy Bach geben wird!
„Die Quintessenz ist, dass die meisten Leute grundsätzlich erst mal davon ausgehen, dass sie recht haben.. Und weil die Menschen nicht nur recht haben, sondern auch recht behalten wollen, deuten sie alles, was danach kommt , so, dass es ihre Meinung belegt.“
Worum geht's? Vor 11 Jahren wird der Vater von Tess brutal ermordet. Seitdem sitzt ihre Stiefmutter im Gefängnis und büßt dafür. Aber sie hat immer wieder ihre Unschuld beteuert. War sie es wirklich? An dem Tag, an dem ihre Stiefmutter entlassen wird, wird auch sie überfallen und nur durch Zufall gefunden. Nun beginnt Tess zu forschen, wenn auch nicht ganz freiwillig und stößt auf so manches Familiengeheimnis. Kann sie den Mörder finden und ist er ihr vielleicht sogar näher, als es ihr lieb ist?
Schreibstil/Gestaltung: Das Buch ist aus der Sicht des personalen Erzählers geschrieben. Für mich ist dies nicht immer ganz leicht zu lesen, jedoch klappte es bei diesem Buch ganz gut. Der personale Erzähler schlüpft hauptsächlich in die Rolle von Tess, die die Hauptprotagonistin ist. Aber auch die Stiefmutter und zwei weitere Nebencharaktere bekommen ihre Chance, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Die Kapitel sind schön kurz, sodass man sich beim Lesen absolut nicht langweilt, allerdings sind sie, meiner Meinung nach, unüblich beschriftet. Es gibt mehrere Hauptkapitel mit einigen Unterkapiteln, was mich beim lesen aber nicht gestört hat.
Meine Meinung: Für mich war dieses Buch das erste der Autorin. Ich war sehr gespannt, weil ich in letzter Zeit gar nicht mehr so viele Thriller gelesen hatte. Und nachdem ich letzten Monat die Hornisse beenden konnte, habe ich doch wieder Lust auf dieses Genre bekommen. Der Prolog gefiel mir sehr gut und hat mich auf dieses Buch gut vorbereitet. Ebenso gefielen mir die medizinischen Begriffe, die Akteneinsicht und die Gespräche, die Becca mit ihrer Psychologin geführt hat. So hatte der Leser noch mehr Einblick. Durch die diversen Nebencharaktere wurde man irgendwie selbst Teil der Geschichte. Auch wenn man in diesem Buch Humor nicht unbedingt vermutet, hat mir der Charakter Eric sehr gut gefallen, denn er brachte einen gewissen humorvollen Touch in die Geschichte. Er hat die ganze Sache aufgelockert. Die Geschichte springt zwischendurch zu anderen „Drehorten“, was ich sehr gut fand. Es ist quasi so, dass da zwei Geschichten parallel laufen und diese im Laufe aufeinandertreffen. Für mich war bis zum Ende nicht klar, wie die Geschichte ausgehen wird und somit war das Buch für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig, denn nie wusste man so genau, was nun wahr und was eventuell nur gespielt ist. Alle Personen wirkten auf der einen Seite vertrauensvoll, aber irgendwie hat man sich immer gedacht, dass man nicht jedem trauen kann. Somit wurde man selbst zu Tess, der Ermittlerin. Leider blieb ich am Ende mit einigen offenen Fragen zurück, die auch nicht im Epilog beantwortet wurden. Schade, das hätte ich mir gewünscht.
Mein Fazit: Für mich war dieses Buch eher ein Krimi. Für einen Thriller fehlte mir ein wenig der gewisse Nervenkitzel. So manches Mal schoss mir zwar der Puls durch die Decke, aber es war mir einfach zu wenig. Dennoch eine spannende Geschichte mit Spionage, Ermittlungsarbeit und Familiendrama.
Selten hab ein Buch gehabt, was mich gleich zu Beginn schon fesseln konnte. Dabei dreht sich das Buch nicht nur, um Tess, die Stieftochter und ihre komatöse Stiefmutter Rebecca, sondern auch um andere Personen, die jedoch erst ab etwa einem Drittel des Buch in Erscheinung treten und für mich persönlich keine tragende Rolle gespielt haben, sondern nur dazu dienten, die Seiten etwas zu füllen, meine persönliche Meinung.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, dies wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.
Gegen Ende verliert dann die Geschichte aber deutlich an Tempo und vieles passiert auf wenigen Seiten sehr schnell. Noch dazu waren einige Stellen am Ende doch sehr offensichtlich und kamen nicht überraschend.
Trotz des Endes konnte mich das Buch aber größtenteils überzeugen und die Spannung wurde stets beibehalten.
Mein Fazit
Wer einen spannenden Thriller mit verschiedenen Handlungssträngen sucht, dem kann dieses Buch gefallen.
Das Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite ist es ein unterhaltsamer und spannender Thriller. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Langeweile kommt beim Lesen nicht auf, denn es gibt verschiedene Handlungsstränge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, sich aber schließlich im dramatischen Finale miteinander verbinden und Sinn ergeben. Da gibt es von meiner Seite wirklich nichts zu bemängeln. Was mir allerdings nicht so gut gefiel, waren zum einen die Charaktere, allen voran Tess, die mir seltsam fremd geblieben sind und zum anderen der zweite Erzählstrang um die jungen Kämpfer. Diesen empfand ich letztlich als sehr unglaubwürdig und konstruiert. Angezogen hatte mich zuerst das düstere, geheimnisvolle Cover, das aber dann tatsächlich nur wenig mit der Story zu tun hat. Auch habe ich anhand des Klappentextes etwas anderes erwartet, als das Buch schließlich geliefert hat. Die Geschichte und die Auflösung des Familiengeheimnisses lässt mich teilweise unzufrieden zurück, obwohl der Fall aufgeklärt wird. Ich wurde zwar insgesamt gut unterhalten, aber das Buch wird keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Fazit: Grundsätzlich ein spannender, unterhaltsamer Thriller. Nicht mehr und nicht weniger. 3,5 Sterne.
Angenehm und flüssig zu lesen, sympathischer und glaubwürdiger Hauptcharakter. Eine wirklich gute Geschichte, die viele Facetten einer Familie aufzeigt und ein überzeugendes und glaubwürdiges Ende. Alles in allem rund und gelungen, der Thriller bekommt in jedem Fall einen Platz im Regal.
Ein vielfältiger Thriller mit einem fulminanten Finale!
Dem Mörder so nah! Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess’ Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas' Mann und Tess' Vater – in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?
"Die Stieftochter" von Ildy Bach und dem dtv-Verlag ist ein Thriller, der am 23. April 2021 erschienen ist. Hier hat mich eine Geschichte erwartet, dessen Spannung sich erst langsam aufgebaut hat. Aber ab der Mitte hat sie sich dann kontinuierlich gesteigert, gegen Ende haben sich die Ereignisse überrollt und mich hat ein fulminantes Finale erwartet. Durch den runden, flüssigen und stimmigen Schreibstil hat die Autorin mich an das Buch gefesselt. Detaillierte Beschreibungen haben für klare Bilder und die passende Atmosphäre gesorgt, auch die Protagonisten und dessen Charaktere finde ich gut ausgearbeitet. Besonders von Hauptprotagonistin Tess Gretzky und ihrer Mutter Ruth, somit hatte ich schnell eine gute Vorstellung von der familiären Situation, die sehr angespannt herüberkam. Denn die Familie Gretzky scheint nicht so Bilderbuchhaft, wie es auf den ersten Blick scheint. Böse Intrigen aus der Vergangenheit werden nach und nach von Tess aufgedeckt, denn als ihre Schwiegermutter und verurteilte Mörderin Rebecca aus dem Gefängnis entlassen und anschließend schwer verletzt wird, liegt sie im Koma. Dieser Zufall macht Tess stutzig, sie zweifelt an der Vergangenheit und sie deckt Geheimnisse auf, die jahrelang nicht entdeckt worden sind.
Rebecca hat den Mord an ihren Mann die ganzen Jahre abgestritten. Tess bereut es nun, ihre Briefe nicht gelesen zu haben und als sie schließlich Rebeccas' Rechte vertreten muss, kommt sie einer Menge schrecklicher Familiengeheimnisse auf die Spur, die sie selbst in Lebensgefahr bringen. Obwohl Rebecca nur am Anfang einen kurzen Part übernimmt und anschließend im Koma liegt, lerne ich sie im Laufe der Handlung etwas besser kennen. Denn es werden zwischendurch immer wieder Ausschnitte aus den Gesprächen mit der Psychologin aus dem Gefängnis eingebaut. Auch Ausschnitte aus Gerichtsprotokollen und dokumentierte Verbindungsdaten machen die Handlung vielfältig, langweilig wurde es mir zu keiner Zeit.
Um Tess' Job wurde geschickt eine Zeit lang ein Geheimnis gemacht, nach und nach erfuhr ich dann ihre Tätigkeit. Außerdem wechselt der Thriller zwischen zwei Handlungssträngen, neben Tess' Suche nach der Wahrheit wurde ich in eine weitere Welt menschlicher Abgründe entführt. Wie beide Handlungen zusammenhängen wurde am Ende sehr deutlich, womit ich nicht gerechnet habe. Damit hat die Autorin einen wendungsreichen, gut durchdachten und spannenden Plot entwickelt, der mir sehr gut gefallen hat.
"Die Stieftochter" enthält neben Tess' gefährlichen Ermittlungen auch ein paar Elemente aus dem Bereich Spionage, die in einem Familiendrama geschickt eingebaut wurden. Somit ist der Thriller sehr abwechslungsreich, der mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten hat. Ebenfalls positiv ist der Aufbau des Thrillers, der aus acht Teilen besteht. Sie enthalten alle kurze Kapitel, die für einen schnellen Lesefluss sorgen. Viereinhalb Sterne vergebe ich für das Werk gerne.
Zu ” Die Stieftochter ” von Ildy Bach hab ich eher zufällig gegriffen. Ein Thriller, der mich letztendlich mit seiner Vielschichtigkeit überraschen konnte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Einnehmend, eindringlich und sehr fesselnd. Die Atmosphäre empfand ich als sehr drückend und düster, was meine Neugier auf die Story nur noch mehr verstärkte. Im Fokus steht Tess,die Stieftochter von Becca. Zu Anfang hatte sie nicht unbedingt meine Sympathie. Es musste wachsen, damit ich Tess’ Besonderheit erkennen konnte. Aufgrund dessen dass Tess sehr unnahbar ist, gestaltet sich das zunächst schwierig, doch mit der Zeit fand ich Zugang zu ihr. Aber eine extrem hohe Gefühlsachterbahn wurde es dennoch nicht bei mir. Was vielleicht daran liegen mag, dass die übrigen Charaktere nicht wirklich sympathisch waren. Dennoch mochte ich das Facettenreichtum des Ganzen. Ganz besonders die Entwicklung sticht hier ganz klar heraus. Denn manchmal muss man über seinen Horizont hinauswachsen, um den wahren Kern zu entdecken. Man erfährt hierbei u.a die Perspektiven von Tess und einer weiteren Person. Letztere hat mir besonders Rätsel aufgegeben, weil es einen völlig anderen Handlungsstrang darstellte und mitten in die Abgründe der menschlichen Seele führt. Eine Thematik, die mich schmerzlich getroffen hat und die mich wirklich ununterbrochen fesselte und emotional berührte.
In dieser Story hat man das Gefühl, sie bestehe aus einer ganzen Wand aus Geheimnissen. Jeder hat eins, was es letztendlich auch wirklich so düster und gehaltvoll machte. Aber niemand lässt sich in die Karten schauen. Ein perfides Spiel, in dem nur einer gewinnen kann. Man wird in seinem Glauben erschüttert und begreift nicht, wie wenig Menschlichkeit vorhanden ist, wenn es um die eigenen Vorteile geht. Skrupellos, abgründig und manisch wird ein Ziel verfolgt, das niemals gut enden kann.
Obwohl ich dachte, es wäre sehr vorhersehbar, war es das letztendlich doch nicht. Denn hier werden Twists eingebaut, die dem Ganzen eine völlig neue Richtung geben und den Blickwinkel erweitern. Man muss erkennen, dass man letztendlich niemanden wirklich kennt. Ildy Bach gelingt ein sehr nervenaufreibender Thriller, der sich jedoch als recht ruhig und eindringlich darstellt. Sie lässt die Mauern fallen und zerrt alles ans Licht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mich dieser Thriller sehr gut unterhalten, auch wenn manchmal etwas mehr Tempo nicht geschadet hätte.
Fazit: Ildy Bach gelingt mit “Die Stieftochter ” ein sehr eindringlicher und nervenaufreibender Thriller, der merklich erschüttert und so einige Geheimnisse ans Licht bringt, die man so nicht erwarten würde. Eine “Heldin” die sich vor allem durch die Entwicklung hervortut und damit in großes Erstaunen versetzt. Ein Thriller, der offenbart wie manipulativ und intrigant das eigene Umfeld ist und man letztendlich niemanden wirklich trauen kann. Ein Thriller, der mich gut unterhalten konnte , dem aber mehr Emotionalität und Tempo nicht geschadet hätte.
Es ist Herbst. Es stürmt. In der Notzentrale geht ein Anruf ein. Rebecca Gretzky ist in der Leitung und meldet einen Notfall. Als die Polizei ankommt, finden sie Rebecca total verwirrt auf. Ihr Mann liegt tot in der Villa. Rebecca wird trotzdem des Mordes beschuldigt und landet im Gefängnis. Jahre später geschieht wieder ein Verbrechen in der Villa. Diesmal ist Rebecca das Opfer. Warum ist sie in die Villa zurückgekehrt? Und wer hat diese Tat begangen? Die Tochter von Rebecca namens Tess fängt in der Vergangenheit an zu graben. Dabei stößt sie auf ein Netz voller Intrigen und Lügen. Der Thriller „Die Stieftochter“ war der Thriller im April, auf welchen ich sehnsüchtig gewartet habe. Besonders das düstere Cover hat mich inspiriert! Der Thriller ist für mich im Allgemeinen eine gute Mischung aus Familiendrama, Psychospielchen sowie Ermittlungsarbeit. Dabei dominiert aber eindeutig der Familienaspekt, wodurch man sagen kann, dass eventuell „Hardcore-Thriller-Fans“ an manchen Stellen enttäuscht werden können. Man merkt, dass je weiter man liest, desto mehr ist die Geschichte auf Verrat und Intrigen aufgebaut. Und das war spannend! Mich hat es total gefesselt, da man nie wusste, was wirklich wahr und was falsch ist. Keiner Person konnte ich so richtig trauen und das fand ich toll! Auch die Protagonistin fand ich in ihrer Gestaltung nicht all zu transparent. Obwohl man ihr ganz nah ist, da man ihre Ängste und Sorgen total mitverfolgen konnte, fand ich sie in einzelnen Situationen recht komisch. Sie handelte einfach dann unlogisch. Die zweite Perspektive, die einer kriminellen Bande, passte zu diesem Buch sehr gut, da man auch erst zum Schluss des Thrillers größtenteils den Zusammenhang erfahren hat. Jedoch muss ich sagen, dass am Ende einzelne Wissenslücken entstanden sind. In diesem Fall bietet aber das Buch viel Platz zur individuellen Interpretation. Vom Spannungsverlauf her ist auffällig, dass das Buch in der Mitte spannungstechnisch einbricht, sich aber dann zum Ende hin, enorm steigert. Besonders im Finale verspürte ich die Thrillerelemente, die mir in der Mitte des Buches so wahnsinnig gefehlt haben. Vom Schreibstil her ist das Buch ganz gut. Recht kurze Kapitel lassen sich im Buch verorten, aber mir fehlte es total, dass ich bei diesem Buch nicht in so einen Leseflow gekommen bin. Fazit: Trotz einigen Schwächen garantiert der Thriller „Die Stieftochter“ viele spannende Lesestunden. Leser*in, welche gerne Thriller mit einem Hauch an Familiendrama sowie Spionage bevorzugen, werden bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen!
Eine Villa, ein Mord und eine Täterin die 11 Jahre ihre Unschuld beteuert. Tess Stiefmutter wurde wegen des Mordens an ihrem Mann verurteilt. Kurz Nach ihrer Entlassung wird Becca in der selben Villa überfallen und halb tot geprügelt. Daraufhin wird Tess, eine Analytiker und die Stieftochter, den Mordfall ihres Vaters nochmal aufrollen. Sie stößt auf Widersprüche und wird selbst ins Fadenkreuz genommen. Ihr Leben und das ihrer Stiefmutter hängen am seidenen Faden. Was ist vor 11 Jahren geschehen und hat Becca all die Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen?
Meinung Das Cover ist sehr dunkel und düster und passt perfekt zur Stimmung in diesem Buch. Auf dem Cover sieht man die Villa,in der alles angefangen hat und auf mich wirkt sie sehr bedrohlich. Ich muss sagen ich war gleich drin in der Geschichte und habe sie innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Die Geschichte gleicht erstmal einem Albtraum und ich habe mir immer wieder Gedanken gemacht, was wäre wenn ich an Beccas stelle wäre. Die Figuren sind sehr authentisch und die Emotionen die dort zum Tragen kommen, haben mich so gefesselt. Tess versucht sehr neutral an die Dinge dran zugehen, muss sich aber öfters Fragen, ob sie das überhaupt kann, da ihre Familie ja sehr involviert ist. Ihre Angst ist praktisch greifbar und auch ihr Frust, wenn sie nicht weiterkommt, sind sehr realistisch dargestellt. Auch alle anderen Figuren der Familie sind authentisch und verdammt ehrlich beschrieben. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und die Spannung und gleichzeitig das Familiendrama, ist sehr packend. Die Kapitel werden aus verschiedenen Sichten erzählt, am Anfang ist es Becca und Tess, nachher kommt noch eine Gruppe Krimineller dazu. Und es werden auch Arztberichte von Becca dargestellt. Alles in allem sehr abwechslungsreich. Der Mafiaring kam mir die ganze Zeit fehl am Platz vor, aber am Schluss wird das alles aufgeklärt und dann habe ich die Zugehörigkeit verstanden. Das Ende wird sehr offen gehalten und es bietet viel Platz zum spekulieren.
Fazit Das Buch war sehr spannend und das Familiendrama passte da sehr gut hinein. Das einzige was ich als negativ erachte war, der Mafiaring der mich die ganze Zeit ein wenig gestört hat. Ansonsten ein toller packender Thriller.
Darum geht's: Rebecca Gretzky kommt nach 11 Jahren aus dem Gefängnis frei. Damals soll sie ihren Mann Alexander ermordet haben. Kaum auf freiem Fuß, wird Becca brutal überfallen und liegt im Koma. Das ruft ihre Stieftochter Tess auf den Plan. Sie rollt die damaligen Ereignisse wieder auf und hinterfragt die bisherige Version der Geschichte...
Ich habe den Klappentext gelesen, das Cover gesehen – und wusste: dieses Buch will ich haben! Ildy Bach hat definitiv einen tollen Schreibstil und gibt der Story einen Flow, der mich in null Komma nix durch die erste Hälfte des Buches getrieben hat. "Die Stieftochter" ist ein ruhiger und atmosphärischen Thriller. Tess taucht ein in die damaligen Geschehnisse. Besonders fasziniert haben mich dabei die Kapitel, die Passagen aus Rebeccas Patienakte wiedergeben. Die Fassade der heilen Familie bröckelt. Immer mehr offenbart sich ein Familiendrama aus Lügen, Intrigen und dunklen Geheimnissen.
Es gibt aber auch Dinge, die für mich nicht so ganz gepasst haben. Irritiert haben mich die immer wieder eingestreuten kryptischen Andeutungen zu Tess Beruf. Und richtiggehend gestört haben mich Kapitel, die mit der eigentlichen Handlung zunächst scheinbar nichts zu tun haben und ein ganz anderes Fass aufmachen. Das erste Kapitel dieser Art kommt wie aus dem Nichts. Im Verlauf erhöht sich die Schlagzahl. Diese Abschnitte haben mich aber immer wieder rausgebracht. Sie kamen mir insgesamt wie Fremdkörper vor. Quasi eine zweite Geschichte im Buch. Der Zusammenhang zum eigentlichen Plot wird erst spät klar - und hätte in meinen Augen eigentlich auch anders und besser ins Buch passend erklärt werden können.
Insgesamt lässt mich das Buch etwas zwiegespalten zurück. Zum einen ist der Thriller eine düstere Familiengeschichte, die mich total fasziniert und in den Bann gezogen hat. Zum anderen gab es scheinbar total unpassende Kapitel, die ich ehrlich gesagt am liebsten komplett überlesen hätte. Auch wenn mich der Schreibstil, die Atmosphäre und der Haupthandlungsstrang eigentlich ziemlich überzeugt haben, muss ich dem Buch für den Gesamtaufbau und Spannungsbogen leider doch Sterne abziehen.
"Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess' Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas Mann und Tess' Vater – in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?"
Der Einstieg ist recht gelungen gewesen, da es anfangs recht spannend und interessant gewesen ist. Ich wollte auf jeden Fall wissen, ob die Stiefmutter wirklich Tess' Vater umgebracht hat und wenn ja aus welchen Gründen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Tess erzählt, dazu reihen sich noch Interviewauschnitte zwischen der Stiefmutter und der Polizei (Vergangenheit) und es kommt später noch ein weiterer Handlungsstrang hinzu (da gehe ich nicht darauf ein). Es hätte wirklich ein gute und spannende Geschichte werden können. Zwei Drittel der Geschichte waren auch gut, auch wenn die Charakterzeichnung nicht sonderlich gut gewesen ist und man als Leser nur an der Oberfläche kratzt. Aber das letzte Drittel? Was war denn bitte das? Total unrealistisch und total unauthentisch. Das hat mich so enttäuscht. Auch die beiden Handlungsstränge passen für mich auch nicht wirklich zusammen so wie man das aus anderen Büchern kennt, dass sich das miteinander zu einem Strang bindet. Sehr sehr schade. Da hätte man sich lieber auf die Familiengeschichte konzentriert und auf die Charaktere, anstatt mit Ach und Krach etwas "Spezielles" daraus zu machen. Anscheinend hat man hier mehr gewollt, was völlig daneben gegangen ist. Ganz knappe 3 Ottis, da zwei Drittel der Geschichte lesenswert gewesen ist, aber ich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen.
Ich bin am Anfang nicht gut in das Buch hineingekommen und hatte die Hoffnung, dass dies mit der Zeit besser wird. Doch bis zum Ende haben mich all die Namen verwirrt, wodurch ich viele Zusammenhänge leider nicht verstanden habe.
Ich dachte erst, dass es daran liegt, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe, aber die Abschnitte die ich gelesen habe, haben mich davon überzeugt, dass dies nichts damit zu tun hat.
Dadurch, dass ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte kann ich nicht viel zu Ihnen sagen. Ich weiß jetzt, direkt nach dem Ende des Buches kaum noch alle Namen und müsste diese im Buch nachschlagen. Was ich weiß, ist dass ich sie allesamt sehr nervig fand und ihre Handlungen, trotz mancher Erklärungen, nicht verstanden habe oder nachvollziehen konnte. Sie haben für mich oft keinen Sinn gemacht, wirkten erzwungen und haben der Geschichte nicht wirklich geholfen.
Das Buch hat keinen wirklichen Klappentext, sondern nur eine Beschreibung in der Innenklappbroschur. Durch diese habe ich mir eine ganz andere Geschichte vorgestellt, vor allem da das Buch unter dem Genre Thriller vermarktet wird. Ich habe keinen thrill gehabt. Mich hat es dann eher an einen Krimi erinnert, wobei es die Bezeichnung Roman am besten treffen würde. In der Geschichte passieren viele Ereignisse und Wendungen, die man sich aber sehr früh zusammenreimen kann. Ich würde den Inhalt so beschreiben: " Es geht um die Suche nach dem Mörder des Vaters der Protagonistin, nachdem gewisse Ereignisse geschehen sind (diese würden leider spoilern). Die Suche ist sehr langwierig und ereignislos."
Das Buch hatte aber auch positive Seiten an sich. Es hat viele medizinische Aspekte aufgegriffen und war zum Teil in Form eines Protokolls geschrieben. Das hat zu der Handlung gepasst.
Alles im allem war das Buch für mich aber ein Flop.
Eine herrschaftliche Villa, düsteres Wetter und eine Leiche. Das Familienoberhaupt der Greztky Familie liegt ermordet im Haus, draußen sitzt die neu angeheiratete Frau – sie ist verwirrt und weiß nicht was passiert ist. Und doch wird sie des Mordes angeklagt und landet für viele Jahre im Gefängnis. Niemand hat an ihre Unschuld geglaubt, obwohl sie diese immer wieder beteuert hat. Auch die Tochter des Ermordeten, Tess, hat jegliche Kontaktversuche abgeblockt. Nun kommt ihre Stiefmutter aus dem Gefängnis frei und wird promt Opfer eines brutalen Überfalls. Ist sie vielleicht doch unschuldig und jemand versucht die Tat zu vertuschen?
“Die Stieftochter” hat mich mit dem düsteren Cover und dem spannenden Klappentext direkt angesprochen. Etwas überrascht war ich tatsächlich, dass das Buch in Deutschland spielt. Irgendwie hatte ich von der Aufmachung her mit UK oder USA gerechnet.
Wir lesen da Buch hauptsächlich aus der Perspektive von Tess, also der Stieftochter, so dass der Titel des Buches durchaus Sinn ergibt. Zwischendurch wechseln wir immer mal in die Sicht eines jungen Mannes, dem das Leben nicht gut mitgespielt hat. Zunächst ist unklar, was dieser Erzählstrang mit der Haupthandlung zu tun hat und das Ganze löst sich auch erst ziemlich spät auf.
Obwohl ich das Buch durchaus als solide bezeichnen würde, hat mir doch einiges gefehlt. Hartgesottene Thriller-Fans werden hier wohl nicht finden, was sie suchen. Ich würde es eher als ein Familiendrama mit Krimielementen bezeichnen, da hauptsächlich das Familienleben im Fokus stand. Wer also nichts blutiges sucht, und es eher ruhig mag, der kann sich “Die Stieftochter” getrost mal anschauen.
Rebecca wird aus dem Gefängnis entlassen und kurze Zeit später landet sie halb tot im Krankenhaus, unfähig eine Aussage zu machen, da sie im Koma liegt. Tess hat schon lange mit Rebecca, der Mörderin ihres Vaters, abgeschlossen und ermittelt jetzt nur in ihrem Sinne, weil es von ihr verlangt wird...
Ich fand das Buch von der ersten Seite an unglaublich spannend, schon alleine der Prolog war schockierend und hat sofort Lust auf mehr gemacht. Alles was danach kam, war Spannung pur. In der gesamten Grezky Familie und auch in deren Umfeld, kommen nach und nach so viele Dinge ans Licht. Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte. Die Geschichte war auch sehr vielfältig, hat sich in mehrere verschiedene Richtungen entwickelt. Begeistert war ich auch von der Entwicklung Tessas. Trauen konnte man in diesem Buch auf jeden Fall niemandem. Zum Ende hin haben sich dann nochmals einige Dinge gedreht, vieles stand plötzlich in ganz neuem Licht da. Ich war rundum begeistert und zufrieden! Den Leser erwartet ein komplexe, mega spannende Geschichte mit tollen, undurchschaubaren Protagonisten!
Nach elf Jahren wird Rebecca aus der Haft entlassen und kehrt in ihr Haus zurück, ein Haus das sie nicht wollte. Doch schon in der ersten Nacht wird sie überfallen und hat Tess eine Vollmacht über all ihre Angelegenheiten hinterlassen. Tess ist Analystin und hinterfragt zum ersten Mal seit über zehn Jahren den Mord an ihrem Vater, denn wenn Rebecca es nicht war, läuft der Mörder noch frei rum und steht ihr vermutlich ziemlich nah.
Parallel dazu gibt es noch eine Geschichte die mich am Anfang etwas verwirrt hat, aber zum Schluß alles aufgeklärt hat.
Die Geschichte ist spannend, geheimnisvoll, aufschlußreich und überraschend in ihrer Wendung. Eine Geschichte darüber, dass man sich selbst ein Bild machen sollte und nicht immer alles glauben was die Leute erzählen.
Ich war verblüfft über das Ende aber auch ziemlich erleichtert, ich konnte mir zwar schon recht bald etwas zusammenreihmen, aber ganz richtig lag ich nicht damit.
Die Autorin lässt sich Zeit, die Geschichte zu entspinnen, was in Ordnung ist angesichts der komplexen Verstrickungen, allerdings gelingt es nicht, die Spannung, die am Anfang aufgebaut wird, konstant zu halten. Die verschiedenen Perspektiven sind gut zu verfolgen, allerdings sind nicht alle gleichermaßen ausführlich wie glaubwürdig dargestellt.
Es handelt sich um eine gute Geschichte, die auch sehr gut geschrieben wurde. Es hat Spaß gemacht es zu lesen auch wenn man nach 1-2 Kapitel schon erraten kann wer der Täter ist. Es ist nichts Weltbewegendes, aber dennoch zu empfehlen.
Unterhaltsam? Ja. Vorhersehbar? Ja. Spanned? Etwas. Leider weiß man viel zu früh wer die Täter sind und auch warum. Die Karakter sind nicht sehr glaubenswürdig. Die Cover hat mich angezogen, hat aber mit der Geschichte grundsätzlich nicht viel zu tun. Nur zwei Sterne von mir.