Jump to ratings and reviews
Rate this book

Ghor-el-Chras #2

Mutterschoß

Rate this book
Shiran will der angesehenste Arzt von Ghor-el-Chras werden, Ajeri eigentlich nur in Ruhe ihrer Arbeit als Hebamme nachgehen. Als beide zugleich zu einer Geburt gerufen werden, beginnt für sie ein Albtraum. Ajeri wird beschuldigt, Mutter und Kind verflucht zu haben, und flieht, um ihrer Hinrichtung zu entgehen. Mit ihr, der Tochter einer Hexe, kennt die Stadt des Blutigen Gottes keine Gnade. Auch Shiran stellt Nachforschungen an und begreift, dass mehr hinter allem steckt als eine Intrige.

Etwas Uraltes ist erwacht. Und es ruft nach seinen Kindern.

442 pages, Paperback

First published June 15, 2021

15 people want to read

About the author

Elea Brandt

17 books51 followers
Elea Brandt, 1989 im nebligen Passau geboren, kam als Kind zweier Germanisten schon früh mit phantastischer Literatur in Berührung. Als passionierte Rollenspielerin hat sie große Freude daran, fremde Welten zu entwickeln und ungewöhnlichen Charakteren Leben einzuhauchen. Während sie in ihrem wissenschaftlichen Brotjob über die Behandlung gefährlicher Straftäter schreibt, liegen ihre literarischen Interessen vor allem in den Bereichen Low Fantasy, Thriller und Mystery. Als Mia Neubert hat sie bereits einige Kurzgeschichten in diesen Genres veröffentlicht, „Opfermond“ ist ihr erster Roman.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
8 (50%)
4 stars
7 (43%)
3 stars
0 (0%)
2 stars
1 (6%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Katherina.
Author 36 books32 followers
March 13, 2023
Elea Brandt kann schreiben. Und: Oh meine Güte, ist dieses Buch eine emotionale Achterbahnfahrt und ich habe mich oft dabei erwischt, einerseits mir sehr bildlich eine verfilmte Variante vorzustellen (und das ist ein krasses Lob, denn ich habe so gut wie nie Kopfkino!) - und mich gleichzeitig gefragt, wie oft ich dann im Kino oder vor dem Fernseher die Augen zukneifen würde.

Die zwei, aus deren Sicht die meisten Kapitel verfasst sind, geben auch ein großartiges Gespann ab.
Ajeri die Hebamme hat viele, teils widersprüchliche, Facetten in ihrer Persönlichkeit, sodass ich das Gefühl hatte, eine reale Person vor mir zu haben. Eine, die sich nach bestem Wissen so gut es geht in einer Welt durchschlägt, die sich gegen sie verschworen zu haben scheint.
Shiran ist ... nun, ebenfalls sehr facettenreich und somit sehr plastisch. Ihn hätte ich nur zu gerne ein paar Mal geschüttelt, weil er so ... so ... Also ich habe an etlichen Stellen mit ihm gefiebert und dann wieder an anderen hätte ich ihn echt gern angeschrien.

Das Buch verwebt immer wieder auch Elemente des Kriminalromans mit der Fantasyhandlung und es macht Spaß, zusammen mit den Figuren die Puzzlestücke zusammenzusetzen und sich zu fragen, worauf all das hinausläuft und warum die Leute so handeln, wie sie es tun.

Und das Ende hat mich dann dazu verleitet, laut darüber zu motzen, dass ich nicht direkt mit dem nächsten Buch aus dieser Welt weitermachen kann. Ich hoffe, dass es irgendwann eins geben wird.
Profile Image for Der blaue Buchling.
Author 12 books34 followers
June 21, 2021
Vielleicht erstmal wichtig zu wissen: Ich habe „Opfermond“, den ersten Teil der Serie, (noch) nicht gelesen, aber das war überhaupt kein Problem, weil beide Geschichten unabhängig voneinander abgeschlossen sind.

Abgesehen davon: Die ausführlichen Triggerwarnungen sollte man schon beachten, teilweise war es ziemlich heftig - aber das Genre ist ja auch nicht umsonst als „Grimdark-Fantasy-Thriller“ angegeben, das trifft es ziemlich gut. Ich liebe den Weltenbau, der herrlich organisch ist, man kann sich die Stadt großartig vorstellen. Ajeri hatte ich sehr gerne, Shiran ist ein gewollt schwieriger Charakter, aber auch von ihm liest man nicht ungern. Außerdem fliegen die Seiten nur so vorbei, obwohl ich schon recht früh wusste, wer dahintersteckt. Das ist aber auch vollkommen egal, denn die Reise Ajeris und Shirans zur Realisierung dessen, was hinter den ganzen Morden steht, ist super interessant und spannend.
Profile Image for Roxane Bicker.
Author 19 books28 followers
June 29, 2021
Was für ein Buch - ich bin total geflasht und es wird sicher eines meiner Jahres-Highlights 2021!
In Ghor-el-Chras, der Stadt des blutigen Gottes, arbeitet der junge Arzt Shiran an seiner Karriere, die ehemalige Sklavin Ajeri arbeitet als Hebamme und versucht, nicht aufzufallen. Eine Geburt, bei der nicht alles mit rechten Dingen zugeht, führt die beiden (wieder) zusammen und lässt sie Nachforschungen anstellen.
Die Geschichte ist blutig, düster und so unglaublich gut! Ich hatte keine Schwierigkeiten, in die Stadt einzutauchen, mit Ajeri und Shiran - die durch ihre Gegensätze bestechen - mitzufiebern. Hinzu kommen Ereignisse der Vergangenheit, die nach und nach aufgedeckt werden und ein hammermäßiges Ende. Ich habe das Buch in einem Tag verschlungen und könnte gleich nochmal von Vorne anfangen!
Großes Lob an die ausführlichen Content Notes auf der letzten Seite!
Profile Image for Susanne Krajan.
1,251 reviews9 followers
July 26, 2021
Ich hab schon das ein oder andere Buch der Autorin gelesen und muss sagen, dass sie oft mit auf wirklich überraschende und spannende Storys kommt. So auch hier wieder.

Wir haben es mit zwei Charakteren zu tun. Der eine ist die Hebamme Ajeri und der andere ist Shiran, der Arzt in Ausbildung ist. Durch Zufall verschlägt es beide zu einer Entbindung. Welche damit endet, dass die Kindsmutter stirbt, das Kind eine "seltsame" Missgeburt ist und Ajeri um ihr Leben fürchten muss. Shiran und Ajeri stellen getrennt voneinander Nachforschungen an und finden heraus, dass dies nicht der erste Fall war. Doch wer steckt dahinter und warum? Und was hat es mit dieser dunklen uralten und bösartigen Macht auf sich?

Willkommen zurück in der Stadt des blutigen Gottes, Ghor-el-Chras. Wieder führt die Autorin mit ihren Charakteren und Schauplätzen bildlich durch die Stadt. Einfach toll gemacht. Die Handlung ist spannend und passt wunderbar ist das Setting. Allerdings sollte man nicht allzu zart besaitet sein, es geht teilweise schwer zur Sache, daher findet ihr auch eine Triggerwarnung.

Ab einem gewissen Punkt bekam ich eine leichte Ahnung, wer dahinter steckt, aber das warum und wie, blieb lange unklar. Die Auflösung war absolut interessant und auch eklig. Es war spannend zu beobachten wann und wie die Charaktere zueinander finden und ob sie sich zusammen tun würden.

Zum Glück haben wir es mit wenigen Charakteren zu tun. Somit blieb es für mich überschaubar und vor allem nachvollziehbar. Jeder ist anders und man kann von mir halten was man will, aber Shiran ist einfach Niemand den ich mag. Er ist überheblich und weiß immer Alles besser. Er hat durchaus eine nette Seite, aber die zeigt er viel zu selten. Bemerkenswert ist sein Wissensdurst, aber hier hätte ich mir gewünscht, dass er einfach öfter mal daran denkt, dass er eine Familie hat und diese in Gefahr bringen könnte.

Ajeri war hingegen sympathisch. Es war spannend und interessant ihre Arbeit zu verfolgen. Sie ist ein wunderbarer Mensch mit einem großen Herzen, der stets versucht zu helfen und sich nichts gefallen lässt. Sie packt auch selber an.

Fazit

Die Autorin hat hier eine weitere tolle und düstere Story geschaffen, in die man wunderbar eintauchen kann. Wer zartbesaitet ist, sollte sich die Triggerwarnung durchlesen, denn ab und zu kann es schon heftig zugehen. Mit Ajeri und Shiran hat man zwei solide Charaktere. Sie angenehm und er ein, zumindest für mich, unangenehmer Charakter. Wir werden keine Freunde, aber trotzdem hab ich seine Kapitel gern gelesen nur um zu sehen, ob er irgendwann über seinen Hochmut stolpert. Alles in Allem gibt es von mir 4,5 Sterne (5 auf den gängigen Portalen) für die Rückkehr in die Stadt des blutigen Gottes.
Profile Image for SometimesWonderland.
265 reviews2 followers
September 23, 2022
Meine Meinung

Allgemein
Nachdem das Buch „Opfermond“ bei mir unter die Lieblinge gewandert ist und ich auch „Unter einem Banner“ sehr mochte, lehnte ich natürlich nicht ab, als mir angeboten wurde „Mutterschoß“ zu lesen. Wie erwartet wurde ich nicht enttäuscht. Vielmehr animierte mich das Buch dazu, endlich wieder lange am Stück zu lesen.
Abschreckend war zunächst die unglaublich lange Triggerliste, die heutzutage notwendig ist und wozu ich im Nachhinein sagen kann, dass wirklich nur die „explizit erwähnten“ Themen eine wirkliche Rolle spielen und ausgeschmückt sind. Also alles, was sich um Schwangerschaft dreht. Persönlich empfand ich auch diese nicht als triggernd.
Ich tauchte erneut in die düstere Stadt Ghor-el-Chras ein. Infodump? Das gibt es nicht. Die Strukturen der Stadt werden alleine durch die verschiedenen Schauorte im Buch lebendig und greifbar. Elea verwebt ihre Informationen in den Handlungen ihrer Protagonisten. Eine Kunst, die ich bewundernswert finde.
In den Bann ziehen konnte mich das Buch nicht nur mit seiner düsteren Art, durch die bereits eine gewisse Grundspannung in der Luft lag, sondern auch mit den Handlungssträngen. Die Anzahl an Personen ist übersichtlich und jede wird benötigt, um das Puzzle zu vervollständigen. Nie hatte ich das Gefühl, dass plötzlich noch jemand aus dem Hut gezaubert wurde, damit die Geschichte stimmig wird. Sie wirkte von vorne bis hinten gut durchdacht.
Leider muss ich sagen, dass ich erstaunlich schnell ahnte, wer hinter den Machenschaften steckt, sodass ich hier keine Überraschung erfuhr. Dennoch wurde dies durch das göttliche – im wahrsten Sinne des Wortes 😉 -‌ Finale wett gemacht
Ein Keylearning war für mich sehr präsent: Alle Charaktere schienen vorschnell eine Situation zu beurteilen, obwohl sich diese im Nachhinein als anders darstellte. Nie vorschnell urteilen!
Womit ich auch bei dem Punkt wäre, den ich schon in „Opfermond“ positiv vermerkt habe: Die zwei Protagonisten finden erst sehr spät zueinander, obwohl früher die Möglichkeit bestand. Es tat weh zu lesen, dass beide zusammen die passenden Informationen haben, um das Rätsel zu lösen, sie aber einfach aneinander vorbeileben. Wo sich in vielen Büchern die Begegnungen von jetzt auf gleich „wundersam“ fügen, wirkt es hier einfach realistisch und das liebe ich.
Alle Fragen, die sich mir im Verlauf des Buches stellten, wurden gelöst. Wie auch bei „Opfermond“ wirkt die Geschichte in sich abgeschlossen, lässt aber Luft für einen weiteren Teil. Und wenn ich fangirlen darf: Aus der Welt würde ich bestimmt auch eine zehnteilige Serie lesen, weil mir das Worldbuilding, die Ideen und der Schreibstil so gut gefallen.

Charaktere
Die Charaktere waren überschaubar und hatten alle ihre Rolle. Jeder glänzte durch eine individuelle Persönlichkeit und mich begeisterte, wie Elea die verschiedenen Facetten eines Menschen aufleuchten ließ. Kein Mensch hat nur eine Seite und am deutlichsten wurde mir dies durch Shiran bewusst. Der junge Arzt war mir stets sympathisch. Er ist, durch seinen Wissensdurst, ein sehr ungeduldiger Mensch und scheint oft nur eine Seite der Medaille zu sehen. Fast schon jähzornig wirkt er in manchen Situationen. Zudem ist er sehr von sich selbst überzeugt, obwohl man von seinen Fähigkeiten nicht allzu viel mitbekommt. Dennoch habe ich ihn in mein Herz geschlossen. Alleine schon durch die Zärtlichkeit und Liebe, die er seiner Frau entgegen bringt. Die Autorin wies seine negativen Seiten auf und ließ ihn dennoch liebenswert erscheinen und das empfand ich als große Kunst.
Die Protagonistin Ajeri gefiel mir ebenfalls gut. Eine gute Seele, die nur helfen möchte und für Rechte einsteht, die es in ihrer Welt nicht gibt: Abtreibung. Der Bezug zur aktuellen Lage auf der Welt fiel auf, bevor ich im Anhang las, dass Elea dies auch wollte.
Tatsächlich ertappte ich mich bei dem Wunsch, dass die Protagonisten keiner Gefahr ausgesetzt werden, weil ich sie so lieb gewonnen habe.

Schreibstil&Sichtweise
Der Schreibstil baut von Anfang an Spannung auf und hinterlässt die Kulisse in einer düsteren Atmospähre. Elea bringt eine Vielfalt an Wörtern aus dem deutschen Sprachschatz ein, wodurch das Buch sprachtechnisch noch aufgebessert wird und sich von anderen abhebt.
Geschrieben ist das Buch aus der dritten Person aus Shirans und Ajeris Perspektive.

Cover&Titel
Das Cover spiegelt den düsteren Aspekt gut wieder. Ich liebe die Schriftart, die gut in das Fantasy-Genre passt und finde, dass das Motiv die Geschichte wiederspiegeln kann.
Auch der Titel erklärt sich schnell selbst und zeigt vorab die Einzigartigkeit des Buches. Ein Wort, welches sofort Neugierde weckt.

Zitat
„Fehlte ihr die Zunge, dass sie nicht sprach? Oder verlernte man schlichtweg zu sprechen, wenn man sein Tagewerk nur bei Toten und Trauernden verrichtete?“
– Kapitel 30

Fazit
Nach Langem wieder ein Fantasy-Roman, der durchweg überzeugen konnte. Tolles Setting, durchdachte Storyline und überzeugende Charaktere. Zwar war schnell ersichtlich, wer auf der dunklen Seite steht, doch das wurde durch die Spannung und die Details wett gemacht. Gerne würde ich noch weitere Bücher aus dem Universum lesen.
Profile Image for Buchdrache.
335 reviews19 followers
July 12, 2021
„Mutterschoß“ ist ein Roman voller düsterer aber auch feministischer Themen. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen und auch nicht abgeblendet, wenn es einmal dreckig wird. Der Roman wird seinem Genre Dark Fantasy auf jeden Fall gerecht und bietet spannende und unterhaltsame Lesestunden.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.