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Provenzhauptschtadt

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Seinen Schwalbensommer stellt sich der Ich-Erzähler Thomas eigentlich anders vor, wenn er sich hin und wieder dem Betrachten der Schwalben am Himmel hingibt. Als Schwalbe, wie Fussballer sie zum Punkteholen produzieren, erlebt er das Verhalten seines Freundes Brazzo. Und damit beginnt sein Absturz. Die beiden Freunde leben in der Provinz. Nicht in der tiefen, meint Thomas, sondern in deren Hauptstadt. Und darauf ist er schon ein wenig stolz. Doch das ändert nichts am leisen Trübsinn, den er nur in wenigen Glücksmomenten vergisst. Unglück in der Liebe vergällt ihm den anfänglich vielversprechenden Sommer der Fussballweltmeisterschaft 2018. Dass dieses Ungemach aber eher komisch als tragisch wirkt, erreicht Béla Rothenbühler, indem er seinen Protagonisten als unzuverlässigen Erzähler immer leicht neben den Dingen und Begebenheiten her räsonieren lässt. Die daraus entspringende ironische Distanz verstärkt er durch die deutliche Markierung des Vokalismus in der Luzerner Mundart. Ein Luzernroman? Unbedingt! Aber für Menschen aller Hauptstädte und Provinzen. Dem Autor gelingt ein humorvoller und einfallsreicher Roman über verpassten Fussball, verpasste Liebe und verpasste Freundschaft, kurz: über eine heutige Lost Generation, die ihre Verlorenheit nicht ganz ernst nimmt.

178 pages, Kindle Edition

Published January 29, 2021

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Béla Rothenbühler

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Profile Image for Nadja.
145 reviews11 followers
December 10, 2023
Das isch eifach s perfekte Buech zum amene chillige Sunntignamitag i eim Rutsch durelese. D Mundart isch agnehm, liecht verständlich, au vom Schriftbild her. De Thomas, de Protagonist, redt ein als Leser immer wieder als „du“ aa, das zieht ein sehr id Gschicht ine. Generell hets sich vom Stil her immer chli agfühlt, als würsch miteme Kolleg inere Beiz hocke & er verzellt der grad, was bi ihm ide letzte Mönet so los gsi isch. Es git Ziitsprüng, hin und wieder mal en Name wo gnännt wird, uf de aber erst später Bezug gno wird, wie inere echte, unplante Konversation halt. De Thomas verzellt vo sine Summerferie 2018, vom Fuessball luege, vom Suffe und Kiffe mit Kollege, vo Liebeleie mit Fraue… Alles ganz normal. Bis mer im Verlauf immer meh merkt, dass doch ned alles ganz eso normal verlauft, wie mer villicht denkt. Und mer au afangt z hinterfrege, wie vertrauenswürdig de Thomas als Erzähler eigentli isch. De Shift hani sehr, sehr glunge gfunde! De ganzi psychologischi Aspekt vom Thomas und sinere Gedankewelt hani vo Afang aa sehr stark umgsetzt gfunde. Als Leser bisch em Thomas oft e bitz vorus, du denksch der scho, ui, das tönt etz aber chli depressiv, aber er checkts ersch es paar Siite später. Das Vorahne macht bim Lese irgendwie recht spass.
Generell het mir au gfalle, wie relatable vieli Szene sind. Z.B. wenn erklärt wird, i was fürere Art vo Beiz mir eus etz befindet, eini mit Aromat und Maggi ufem Tisch, oder eini, wos der ganz selbstverständlich en Lillet usschenked. Da chasch als Schwiizer doch nume schmunzle. Die chline Hints uf d Kultur, das isch halt eh, was mich ade Mundartliteratur generell eso begeistered:)
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