Tessa will in die Fußstapfen ihres großen Vorbilds treten und eine berühmte Journalistin werden. Allerdings beschränkt sich ihre Karriere bisher auf die Mitarbeit beim Campusradio Bielefeld. Statt große Skandale aufzudecken, soll sie den Drachenzüchter Henry interviewen. Zum Glück stellt sich Henry als sympathisch heraus, was dieses trockene Thema etwas angenehmer macht. Doch je mehr Zeit Tessa mit ihm verbringt, desto stärker wird der Verdacht, dass er ihr etwas verheimlicht. Ist das ihre Chance, endlich berühmt zu werden? Oder machen ihre Gefühle ihr einen Strich durch die Rechnung?
Werbung - „HertzFlattern“ wurde mir als Rezensionsexemplar von Lina Lintu zur Verfügung gestellt.
„HertzFlattern“ handelt von der Studentin Tessa, die am Campusradio ihrer Uni mitwirkt und von einer Karriere als (Radio-)Journalistin träumt. Davon ist Tessa aktuell aber noch weit entfernt und statt irgendwelcher spannender Aufträge bekommt sie ein Interview mit einem lokalen Drachenzüchter zugeteilt. Aber alles für die Karriere und so, Tessa führt das Interview mit Henry, hofft dabei insgeheim auf einen kleinen Skandal… Den findet sie jedoch nicht, dafür stellt sich Henry als ziemlich sympathisch heraus, auch wenn Tessa nicht damit konform geht, dass der Züchter die Flügel seiner Drachen kupieren lässt, eine in Deutschland verbotene Praktik. Henry und Tessa kommen sich mit der Zeit immer näher und dabei stößt Tessa doch noch auf ihren erhofften Skandal – nur mag sie Henry mittlerweile wirklich gerne.
Diese Rezension ist sehr zwiegespalten. Einerseits hat mir das Buch sehr gut gefallen, andererseits schätze ich einen Aspekt als sehr problematisch ein.
Das Buch hat einen sehr angenehmen und einfachen Stil, der dafür sorgt, dass sich die Geschichte in zügigem Tempo herunterlesen lässt. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, ich habe dafür etwas mehr als einen Abend gebraucht. Grundsätzlich hätte das Buch ruhig noch 30 bis 50 Seiten mehr haben können, da ich gerne etwas mehr über das Worldbuilding erfahren hätte, so wurden nur unterschiedliche Wesen erwähnt, die anscheinend gemeinsam mit den Menschen in einer Gesellschaft leben, dem hätte auf diese Weise etwas mehr Raum gegeben werden können. Außerdem hätte das etwas das Erzähltempo entschleunigen können, ich hätte mich auch über ein paar ruhigere Momente und Charakterinteraktionen gefreut, so kam es vermehrt zu schnellen Szenenwechseln, was dem Buch einen leicht hektischen Eindruck vermittelt hat, dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan hat. Mir hat auch sehr gut gefallen, wie viel Wert die Charaktere auf Consent legen, auch wiederholt, das wird ja des Öfteren außer Acht gelassen.
Aber.
Aber im ungefähr letzten Viertel kommt es zu etwas, das ich als problematisch einstufe und auf das ich nun eingehen möchte. Ab hier folgen massive Spoiler für das Buch, wer dies nicht lesen möchte, hört hier am besten auf.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Hertzflattern“ eine angenehm zu lesende und sehr solide Geschichte ist, dem ich grundsätzlich vier Sterne geben würde (Abzug wegen des etwas hohen Tempos, das auf Kosten von Worldbuilding und Charakterdarstellung ging), aber die Auflösung des Geheimnisses stufe ich als problematisch ein und hätte mir gewünscht, dass dort eine andere Möglichkeit gefunden worden wäre, denn ansonsten hat es mir wirklich gut gefallen.
Lina erzählt die Geschichte der Journalistin Tessa, die über das Uni-Radio auf den Dachenzüchter Henry trifft. Während Tessa anfangs nur auf einen Skandal aus ist,d er sie berühmt machen kann, erlebt der Leser mit, wie sie wächst und feststellt, dass Menschen wichtiger sind als Skandale. HerztFlattern hat Drachen, Nekromanten, Alltag, Freundschaft, Gefühle (oh so viele Gefühle), LGBTAIQ+ representation und ein klein wenig Drama. Man kann es wundervoll bingen, ich wollte es gar nicht weglegen, und ich freue mich schon auf Lina's nächstes Buch!