Duftende Lavendelfelder, azurblaues Meer und ein dunkles Geheimnis
Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt. Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …
Remy Eyssen, geboren 1955 in Frankfurt am Main, arbeitete als Redakteur u.a. bei der Münchner Abendzeitung. Anfang der Neunzigerjahre entstanden seine ersten Drehbücher. Bis heute folgten zahlreiche TV-Serien und Filme für alle großen deutschen Fernsehsender im Genre Krimi und Thriller. Mit seiner Krimireihe um den Gerichtsmediziner Leon Ritter begeistert er seine Leserinnen und Leser immer wieder aufs Neue und landet regelmäßig auf der Bestsellerliste.
Ich mag die Serie, ich mag(?) die Charaktere und ich mag, dass es sich für mich schon sehr heimelig anfühlt. Aaaaber dieser Teil war echt wirr und so ohne Hand und Fuß, dafür aber mit vielen unnötigen Nebenschauplätzen. 2,5 Sterne – und bin gespannt, wie‘s weitergeht. Hoffentlich besser!
Eine kurze Auszeit gefällig? Wie wäre es mit einem Abstecher in die Provence? Dann ab nach Le Lavandou, Heimat von Médecin Légiste Leon Ritter und seiner Lebensgefährtin Capitaine Isabelle Morell, die in ihrem neuen Fall eine Mordserie untersuchen müssen, deren Ursprung weit in die Vergangenheit zurückreicht.
Alles beginnt mit der Leiche eines Jungen in Mädchenkleidung, die in einem Müllsack verpackt am Stand gefunden wird. Niemand kennt ihn, hat ihn je gesehen, und auch die Polizei tappt im Dunkeln. Ritters nachfolgende Obduktion kann mit Ergebnissen aufwarten, denn diese lassen die Schlussfolgerung zu, dass das Kind maghrebinischer Herkunft und keines friedlichen Todes gestorben ist. Eine schockierende Erkenntnis, zumal es nicht bei dieser einen Leiche bleibt. In kurzen Abständen häufen sich rund um Le Lavandou mysteriöse Todesfälle, die auf den ersten Blick natürlichen Ursprungs sein könnten, bei genauerem Hinsehen sich aber als Morde entpuppen, die miteinander verbunden sind, da sämtliche Leichen eine Gemeinsamkeit aufweisen. Bei allen sind im Mundraum Reste von Mimosen zu finden, und es scheint, als ob ein Serienmörder zugange ist. Sowohl Ritter als auch Isabelle lassen nicht locker und finden eine Spur zu einem katholischen Internat, ein Verdacht, der sich dem Leser bereits recht früh aufdrängt.
Die Reihe lebt im Wesentlichen von ihren Charakteren, dem südfranzösischen Flair und den detaillierten Landschaftsbeschreibungen, die der Handlung den entsprechenden Rahmen verleiht. Diese birgt zwar selten Überraschungen, arbeitet aber dennoch, wie auch in diesem Fall, durchaus gesamtgesellschaftliche Probleme mit ein. Die unbegleiteten Flüchtlingskinder, die den Machenschaften der kirchlichen Institutionen und deren Vertretern hilflos ausgeliefert sind, während die Gesellschaft wegschaut. Die Prise Familienleben, hier verkörpert durch Isabelles Tochter, deren neuer Freund für innerfamiliäre Konflikte verantwortlich ist, sorgt für Auflockerung und gibt dem ganzen einen sympathischen Touch. Eine nette Lektüre für zwischendurch.
Eine junge Influencerin will sich gewandt in Szene setzen. Dabei stört sie eine Art Müllsack am Strand. Darin ist die Leiche eines kleinen Jungen versteckt. Der Rechtsmediziner Leon Ritter wird an den Fundort gerufen. Er muss eine erste Leichenschau durchführen. Leicht fällt es ihm nicht. Immer wird es schwierig, wenn Kinder betroffen sind, die noch das ganze Leben vor sich gehabt hätten. Der kleine Junge wurde verkleidet und angemalt. Wer weiß zu diesem Zeitpunkt, was ihm noch angetan wurde. Leon Ritter und seine Lebensgefährtin, die Polizistin Isabelle Morell, unternehmen alles, um den Mord an dem Kind aufzuklären.
In seinem siebten Fall bekommt es der Rechtsmediziner es mit einem wirklich grausamen Verbrechen zu tun. Wenn es um Kinder geht, ist er doch sehr betroffen. Doch niemand scheint den kleinen Jungen zu vermissen. Wird er immer namenlos bleiben? Eigentlich soll Leon sich nicht in die Ermittlungen einsteigen. Doch er untersucht die Leichen genau und mitunter kommen ihm einfach Ideen, denen er nachgehen muss. Zum Glück ist auch Isabelle die Lösung des Falles am Wichtigsten, so dass sie Ritters Vorschlägen offen gegenüber steht. Der Polizeichef sieht diese gute Zusammenarbeit manchmal nicht so gerne, schließlich wäre er selbst gerne an Isabelles Seite gelandet.
Der Rechtsmediziner Leon Ritter und seine Lebensgefährtin Capitaine Isabelle Morell bilden ein tolles Team, sowohl beruflich als auch privat. Und diesmal wird es wirklich belastend, eben wegen der Kinder. Das ist sehr fesselnd geschrieben, aber auch die gelegentlichen Ausflüge in die provencialische Landschaft oder zum Boule-Spiel mit Veronique, haben ihren berechtigten Platz. Wie es zu einer richtigen Familie gehört, kommen auch kleine Probleme mit Isabelles Tochter Lilou hinzu. Die siebzehnjährige fängt an, eigene Wege zu gehen. Ein besonderer Reiz dieses Provence-Kirmis ist es sicherlich, an dem normalen Leben des Ermittler-Paares teilhaben zu können. Doch dieser siebte Fall bietet auch einen packenden Fall, der einen in die Untiefen einer gequälten Seele blicken lässt.
Ein sehr spannender Frankreichkrimi mit einer schönen provenzalischen Atmosphäre!
Duftende Lavendelfelder, azurblaues Meer und ein dunkles Geheimnis… Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt. Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …
"Verhängnisvolles Lavandou: Leon Ritters siebter Fall" von Remy Eyssen und dem Verlag Ullstein ist ein Krimi, der am 3.5.2021 erschienen ist. Dieses wunderschöne malerische Cover von der französischen Provinz Le Lavandou täuscht ganz gewaltig, denn der Inhalt hält einen unheimlich spannenden Krimi bereit, der mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die 512 Seiten stechen auf jeden Fall aus der Masse an atmosphärischen Provinzkrimis, die ich bis jetzt gelesen habe, deutlich heraus. Denn neben Urlaubsfeeling á la Provence mit einer tollen Atmosphäre bietet diese grausame Geschichte eine Menge Spannung. Mich hat, wie anfangs vermutet, kein gemütlicher Frankreichkrimi erwartet. Die ersten paar Seiten haben mir schon eine Gänsehaut beschert, der Spannungsbogen steigt hier unerhört und ich konnte mich wirklich schwer von dem Buch trennen.
Der deutsche Rechtsmediziner Leon Ritter war mir auf Anhieb sympathisch, sein Charakter hat mir in der Geschichte in vielen Situationen gut gefallen. Er ist mutig und neben seinem Job ist er auf der Suche nach Gerechtigkeit. Er liebt seine Arbeit, er ist mit Leib und Seele dabei und er versteht die Sprache der Toten perfekt, dessen noch so kleinstes Geheimnis durch akribische Arbeit und intensives hineinversetzen nicht verborgen bleibt. Auch weitere Protagonisten sowie die Schauplätze werden detailliert beschrieben, sodass ich bildlich die ganze Zeit mit dabei war. Jedoch arten die Beschreibungen nicht aus, es gibt keine unnötigen Längen und Langeweile war für mich hier ein Fremdwort.
Natürlich scheint hier auch die Sonne und die Menschen sind dem beliebten Rosé bei geselligen Runden nicht abgeneigt, der explizit geschilderte Fall ist aber wirklich sehr spannend und grausam geschildert. Was hier nach und nach ans Licht kam ist nichts für Zartbesaitete. Der Schreibstil ist extrem spannend, flüssig, überzeugend und gut durchdacht. Außerdem ist die Handlung gut zu verstehen und neben spannenden und extrem schockierenden Szenen hatte ich kurze Einblicke aus Leons' Privatleben, wo es dank seiner Stieftochter ebenfalls turbulent zugeht.
Bis zum Schluss habe ich den Täter nicht erraten und somit finde ich die Auflösung sehr gelungen. Die sehr kurzen Kapitel sorgen für ein schnelles Lesetempo und insgesamt finde ich diesen Krimi rundum gelungen. Obwohl dies schon der siebte Teil der Leon Ritter-Reihe ist, konnte ich diese Geschichte problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Aber da dieser Teil mir unheimlich gut gefallen hat, wird es nicht bei diesem Krimi bleiben und ich bin auf die Vorgänger jetzt schon sehr gespannt. Mich hat dieser spannende Frankreichkrimi mit seiner schönen provenzalischen Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt.
Wenn Leon Ritter draufsteht ist auch Leon Ritter drin
Buchmeinung zu Remy Eyssen – Verhängnisvolles Lavandou
„Verhängnisvolles Lavandou“ ist ein Kriminalroman von Remy Eyssen, der 2021 bei Ullstein erschienen ist.
Zum Autor: Remy Eyssen (Jahrgang 1955), geboren in Frankfurt am Main, arbeitete als Redakteur u.a. bei der Münchner Abendzeitung. Anfang der 90er Jahre entstanden die ersten Drehbücher. Bis heute folgen zahlreiche TV-Serien und Filme für alle großen deutschen Fernsehsender im Genre Krimi und Thriller.
Klappentext: Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt. Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …
Meine Meinung: Die Serie um den Gerichtsmediziner Leon Ritter und seine neue Heimat in Le Lavandou bietet viel Bekanntes und doch hat sie mich wieder einmal überzeugt., weil es auch Entwicklungen gibt. Lilou, die Tochter seiner Lebensgefährtin, ist nun siebzehn und hat ihren eigenen Kopf, gerade wenn es um ihren neuen Freund geht. Isabelle und Leon haben unterschiedliche Ansichten, wie sie vorgehen sollen. Dazu gibt es mehrere Tote, die Leon und die Polizei beschäftigen. Einerseits sind es Kinderleichen und dann auch zu Tode gefolterte Männer. Auch ein angehender Bischof mit dunkler Vergangenheit und mächtigen Freunden spielt eine Rolle. Die Handlung ist komplex gestaltet und wird verschachtelt erzählt. Wieder einmal gibt es Passagen aus der Sicht der Opfer, die das Leiden dieser Menschen verdeutlichen. Die Fälle sind harter Stoff und die Szenen aus dem mediterranen Leben des Ortes mit vertrauten Figuren sorgen für Auflockerung. Leon Ritter versucht die Geheimnisse der Toten zu entschlüsseln und verfolgt eigene Ermittlungsansätze, die ihn auch in Gefahr bringen. Die Figur Leon Ritter ist sehr komplex gestaltet mit einigen Grautönen, während die übrigen Figuren oft nur skizziert werden. Meist wird die Geschichte aus der Sicht des Gerichtsmediziners erzählt, der sympathisch, kompetent und energisch wirkt. Das Tempo und die Spannung nehmen immer mehr Fahrt auf und entladen sich in einem kurzen, aber spektakulären Showdown. Die Mischung aus spannender Handlung, mediterraner Atmosphäre und dem mittlerweile vertrauten Kosmos des Ferienortes mit seinen Problemen und Konflikten konnte mich auch diesmal wieder überzeugen.
Fazit: Der Autor setzt auf die erfolgreichen Zutaten, die er nur wenig verändert. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb hat mich auch dieser Fall überzeugt. Die Mischung der einzelnen Komponenten stimmt einfach und bereitet mir großes Lesevergnügen. Deshalb vergebe ich fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.
Inhalt Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt. Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …
Meinung Zurück in Le Lavandou, dem Ort, der mich trotz des Kriminalfalls wünschen lässt, ich wäre dort!
Ich bin wirklich ein Fan von Krimis aus Frankreich und inhaliere die Atmosphäre dort regelrecht. So auch bei diesem Buch von Remy Eyssen, der für mich wirklich ein Meister darin ist, Orte zu beschreiben und sie einem ganz nah zu bringen. Ich sitze regelrecht mit den Figuren in den Bistros und laufe mit ihnen am Strand entlang.
Als starker Kontrast dazu gehören die Bücher – und ganz speziell dieses – aber auch zu denen, die besonders starker Tobak sind. Zwei absolute Gegensätze, die aber auf perfide Art perfekt zueinander passen. Dieser Fall ist wirklich grausig gewesen und sicher nichts für schwache Nerven, aber er war so perfekt konstruiert und spannend aufgebaut, dass man einfach nicht mehr aufhören konnte.
Das hatten bisher alle Bücher von Remy Eyssen gemeinsam: Man muss zwingend weiterlesen und freut sich schon morgens darauf, dass es am Abend weitergeht. Das ist glaube ich das größte Lob, was man einer Geschichte machen kann.
Leon Ritter und Isabelle Morell sind wirklich ein tolles Paar – beruflich wie privat. Ich finde es toll, wie immer wieder private Szenen auftauchen, die aber den Lesefluss überhaupt nicht stören und eher noch mehr Spannung auf einer anderen Ebene erzeugen. Sie zeigen, dass auch unsere Protagonisten hier nur Menschen sind. Dass man nicht nur den beruflichen Teil mitbekommt, ist sicher auch etwas, was anderen Krimiliebhabern nicht gefällt, aber ich finde es super! Und vor allem passt es einfach hervorragend zum Setting.
Nach und nach holen Leon Ritter und Isabelle Morell auch Szenen aus der Vergangenheit ein und sorgen für noch mehr Aufwind in der Handlung. Hinzu kommt die sympathische und doch schlagfertige Art unseres Protagonisten, die einfach herrlich zu lesen ist.
Das alles kombiniert ergibt einen absolut lesenswerten Krimi mit viel Spannung und einem klasse Showdown am Ende!
Fazit Toller Autor, tolle Reihe, tolle Figuren! Ich bin wieder begeistert von diesem siebten Fall von Leon Ritter und mag die Reihe wirklich nur jedem ans Herz legen!
5 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥♥ Danke an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!
Ein neuer Fall für die Polizei in Le Lavandou und den Rechtsmediziner Leon Ritter. Am Strand wird ein kleines Kind tot aufgefunden, das brutal misshandelt und ermordet wurde. Dieser Fall geht Leon stark an die Nieren, da es sich um Kinder dreht. Die Polizei steht vor einem Rätsel, aber es steht ein Verdächtiger bereit, der neue Arzt Baladouer, der Kontakt zu dem toten Jungen hatte. Leon und Isabelle sind nicht von seiner Schuld überzeugt, aber der Polizeichef Zerna braucht Ergebnisse. Dann wird ein Unternehmer tot aufgefunden und es sieht nach einem Unfall aus. Doch Leon ist da anderer Meinung, da die Untersuchungen von einem Mord ausgehen. Zur gleichen Zeit steht der Dekan, der zum Bischof von Toulon, ernannt werden soll vor einer wichtigen Entscheidung. Er hat 300000€ Schulden und lässt sich auf einen gefährlichen Deal ein. Die Polizei ist in ihren Ermittlungen sehr begrenzt und findet keinen Hinweis, der sie weiterbringt. Doch Leon lässt das tote Kind nicht zur Ruhe kommen und er sucht nach weiteren Leichen, die er auch findet. Doch bringt die Polizei diese Funde weiter? Doch langsam, aber sicher reihen sich die Spuren aneinander, doch es wird noch weitere Tote geben, bis der Täter endlich gefasst wird. Ein Mordfall in einer tollen Urlaubsregion und das ist die Stärke dieses Krimis, er verquickt einen sehr spannenden Kriminalfall in einer sehr schönen Landschaft. Das ist Kino für den Kopf vom Feinsten. Auch die Story dieses Krimis ist sehr aktuell und sehr brutal. Mord und Missbrauch ist sehr aktuell und immer wieder in den Schlagzeilen und auch der Missbrauch in katholischen Einrichtungen ist gerade in aller Munde. Das es hier auch die Täter trifft ist ein weiteres Spannungselement. Ansonsten ist in Le Lavandou alles beim Alten. Das Cafe mit seinen Beteiligten wälzen ihre Alltagsprobleme und haben immer wieder Zeit für einen Rose und ein Spielchen Boule unter Freunden oder mit den Touristen. Auch die bei der Polizei ist alles wie immer. Zerna, der möglichst schnelle Ergebnisse will, um gut dazustehen. Masclau der mit seinem Machotum und seiner Fremdenfeindlichkeit auch einen Durchschnittspolizisten abgibt. Isabelle kämpft um ihre Reputation und mit ihrer Tochter Lilou, die mal wieder ihre eigenen Wege geht und Leon, den die toten Kinder nicht in Ruhe lassen und deshalb auch gerne wieder die Polizei unterstützt. Alles in allem ist hier auch wieder ein guter Spannungsbogen erzeugt, der viele Möglichkeiten des Miträtselns lässt, aber zum Ende doch wieder ein, vielleicht vorhersehbare Lösung bietet. Der Prolog bildet auf jeden Fall einen Teil einer interessanten Klammer. Ich liebe die Krimiserie aus der Provence mit ihren sehr sympathischen Hauptdarstellern. Deshalb kann ich auch dieses Buch mit sehr gutem Gewissen empfehlen.
Spannender Krimi aus der Provence Nach langer Regenzeit hat endlich der Sommer in Le Lavandou Einzug gehalten. Doch die Idylle wird gestört als die Leiche eines Jungen an den Strand gespült wird. Verpack in einer Mülltüte, zu einem Paket verschnürt und einfach weggeworfen. Der Junge ist nur mit einem Kleidchen bekleidet, im Gesicht sind Reste von Make up zu finden. Die Ermittlungen gehen nur zäh voran und es bleibt auch nicht bei er einen Leiche. Schließlich führt eine Spur den Rechtsmediziner Dr. Ritter und Captaine Isabelle Morell zu einem katholischen Internat.
„Verhängnisvolles Lavandou“ ist mittlerweile der 7. Fall meiner liebsten französischen Krimireihe aus der Feder von Remy Eyssen. Mit dem Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter hat er einen sympathischen wie auch interessanten Charakter erschaffen. Leon Ritter ist ein ruhiger und stiller Typ, der am liebsten in seinem Keller alleine oder mit seinem Assistenten vor sich hinarbeitet. Ich bewundere immer wieder wie gut Leon Ritter uns sein Assistent Rybaud stillschweigend zusammenarbeiten. Gerne sitzt Leon auch bei einem Kaffee Cremé in seinem Lieblings-Café oder lässt sich zu einer Runde Boule überreden. Auch die Charaktere die sich Rund um das Café aufhalten sind mittlerweile alte Vertraute geworden und ich freue mich immer wieder sie zu treffen. Seine Lebenspartnerin, die stellvertretende Polizeichefin Isabell Morell ist mir vom 1. Band an sympathisch. Sie hat es nicht immer einfach sich bei ihrem Vorgesetzten Zerna durchzusetzen. Ihre Kollegen hat sie aber meist gut im Griff und ihre Ermittlungserfolge sprechen für sich.
Der Schreibstil von Remy Eyssen gefällt mir gut. Er beschreibt die Landschaft sehr visuell, sodass man sich alles gut vorstellen kann ohne zu viel Worte Drumherum zu machen. Auch das französische Lebensgefühl kann der Autor sehr gut vermitteln. Das Privatleben von Isabell Morell und Dr. Ritter entwickelt sich von Band zu Band weiter, ist wie ein roter Faden der die Bände verbindet. Mittlerweile ist Lilou, die Tochter von Isabell fast erwachsen und möchte ihr Leben selbst bestimmen. Der Autor findet hier genau die richtige Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatleben. Die Kapitel sind recht kurz, sodass sich das Buch in Windeseile liest. Der Spannungsbogen zieht sich dann auch über das gesamte Buch und legt am Ende noch einmal einen Zahn zu. „Verhängnisvolles Lavandou“ bekommt von mir 5 Sterne es ist ein spannender Krimi der einen nach Südfrankreich entführt und eine klare Leseempfehlung.
Sehr detailliert und brutal, gelungener Kriminalroman
Beim Anblick des Buchcovers denkt man an einen idyllischen Ort, der in der Provence liegt. Schon die ersten Zeilen des Buches verraten aber ein dunkles Geheimnis, dass über diesen Ort liegt. Der Prolog erzählt die dreckigen Machenschaften eines katholischen Internats, worin junge Schüler missbraucht und misshandelt werden. Der Schreibstil ist in dem Buch so detailgetreu, dass der Leser sich als stiller Beobachter direkt im Geschehen wiederfindet. Eines der Schüler im Alter von zehn Jahren stirbt. Als Grund wird hier ein Verkehrsunfall beim Fluchtversuch genannt, was sich im weiteren Verlauf der Geschichte aber als Vertuschung anderer Umstände offenbaren soll.
Weitere Morde erfolgen in der Gegenwart, genau 25 Jahre später. Das erste Todesopfer ist ebenfalls ein kleiner Junge, um die zehn Jahre, stark geschminkt und in einem Kleidchen. Dem Rechtsmediziner Leon Ritter wird direkt klar, dass es sich hierbei um eine Handschrift eines Serienmörders handelt und beginnt seine eigenen Ermittlungsarbeiten. Er gerät mit dieser Weise öfters in Konflikte mit dem Polizeichef, da dieser meist anderer Meinung als Leon ist und die Fälle vorzeitigt glaubt gelöst zu haben.
Die Kinderleiche am Strand löst eine Lawine an weiteren äußerst brutalen Mordfällen aus, darunter vier scheinbar unauffällige Geschäftsleute, die zunächst in keinem Zusammengang gebracht werden können und drei weitere Mordfälle an Kindern, die zeitlich aber etwas weiter zurück liegen. Leon Ritter lässt das Gefühl nicht los, dass alle Mordfälle in Verbindung stehen. Dieser Gedanke wird bestärkt, als er bei den Morden an den Geschäftsleuten eine Mimose, das Symbol der Todesblume, bei den Opfern wiederfindet.
Mordfälle allein waren schlimm, aber waren Kinder im Spiel, sah es Leon als seine Pflicht diese aufzudecken. Quasi im Alleingang geht er verschiedenen Spuren nach und steht am Ende des Buchs dem Täter gegenüber. Ein durchweg sehr packender Kriminalroman, im flüssigen Schreibstil und hohem Spannungsbogen.
„Verhängnisvolles Lavandou“ von Remy Eyssen ist der siebte Teil der Kriminalserie rund um den Rechtsmediziner Leon Ritter, allerdings braucht man hier keine Vorkenntnisse zu den vorherigen Romanen, um der Geschichte folgen zu können. Es ist mein erster Roman dieser Serie und sicherlich nicht der letzte. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen. Zwar hat es mich beim Lesen sehr unterhalten, aber ich fand die Overkills für mich weiche Seele teilweise zu brutal.
Es regnet ohne Unterlass in Le Lavandou und danach wird ein furchtbares Verbrechen entdeckt. Ein kleiner Junge im Mädchenkleid wird tot aufgefunden. Leon Ritter untersucht den Jungen und glaubt schnell, dass es sich bei dem Opfer nicht um das erste handelt. Es bleibt nicht bei dem einen Toten, denn plötzlich sterben auch erfolgreiche Männer der Region. Gibt es einen Zusammenhang?
Schon der Prolog war einfach brutal und man muss die Leser direkt darauf aufmerksam machen, dass hier Kinder Opfer werden. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, auch ich musste schon mal heftig schlucken, denn Kinder als Opfer…das ist immer heftig. So auch hier. Dann springt die Handlung in der Zeit um 25 Jahre und zunächst einmal lernt man den Ort und vor allem Ritter und seine familiären Verhältnisse kennen. Somit wäre auch in diesem Band ein Einsteigen in die Reihe möglich. Ritter ist ein bisschen ein Superbrain, aber -wie ich finde – sind seine Ideen, Gedankengänge und Alleingänge gegen so manchen Widerstand gut und richtig. Auch sein Umgang mit Ziehtochter Lilou, die in einem Nebenstrang für zusätzlichen Trubel sorgt, fand ich gelungen.
Ich habe die Reihe mit Band 6 gestartet und wusste direkt nachdem ich das Buch gelesen hatte, dass ich die Reihe fortsetzen möchte. Mir gefallen die Protagonisten und das beschauliche Le Lavandou – welches ich nach Corona unbedingt auch mal besuchen möchte. Der Schreibstil ist rund, gut zu lesen und verleitet mich immer weiter zu lesen. Das gelingt durch kurze Kapitel und die Perspektivwechsel, denn auch die Opfer kommen hin und wieder in den Genuss zu berichten – bis sie dann nicht mehr dazu in der Lage sind… Hier hatte ich schnell den Eindruck, dass man als Leser schon ganz schön viel weiß und vermuten kann. In Teilen landete ich auch einen Volltreffer, doch das nahm dem ganzen nicht die Spannung. Wie genau sich alles auflösen würde, hatte mich weiter interessiert. Zudem war auch die Ermittlung als solche unterhaltsam. Wobei Spannung so und so nicht extrem vorhanden ist, aber das stört nicht im Geringsten, denn authentische Charaktere, ein guter Fall und die Provence im Taschenbuchformat reichen mir völlig aus. Schön auch, dass einiges an Gesellschaftskritik mitschwingt und das auf verschiedenen Ebenen – hier kann und möchte ich noch zu sehr ins Details gehen.
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil und empfehle derweil diesen gerne weiter.
Brutale Morde in Le Lavandou Die Urlaubsidylle in Le Lavandou trügt. Nach den regnerischen Tagen wird am Strand die Leiche eines Jungen angespült. Er ist eingewickelt und verschnürt in einem Paket. Zudem trägt er ein Mädchenkleid. Das ruft den Rechtsmedizinier Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell auf den Plan. Ihre Ermittlungen führen zu einem katholischen Internat. Es soll nicht nur bei dem einen Toten bleiben. Weitere Morde geschehen und der Täter ist Leon näher als ihm lieb ist...
"Verhängnisvolles Lavandou" ist der siebte Fall für den Rechtsmedizinier Leon Ritter. Man kann es auch ohne Vorkenntnisse lesen. Der Fall ist in sich abgeschlossen nur die Vorgeschichte zu Leon & Isabell fehlt wenn man die vorherigen Teile noch nicht kennt. Man bekommt aber die notwendigsten Informationen in der Handlung mitgeliefert.
Durch die bildhafte Sprache hat mich der Autor in die Provence entführt. Er hat nicht nur alles sehr bildhaft beschrieben sondern dazu mit seinem Erzählstil auch lebendig gestaltet. Man bekam direkt Urlaubsfeeling und hat sich in die Schauplätze eingefühlt.
Die Handlung wurde in verschiedenen Erzählperspektiven der Protagonisten geschrieben. Auch der Täter kommt ab und an mal zu Wort. Das sorgt für die nötige Abwechslung und den konstanten Spannungsaufbau.
Wie man es von einer Buchreihe erwartet, kommt auch die Entwicklung des Privatlebens und die Beziehungen von Leon Ritter und seiner Familie nicht zu kurz. Die Entwicklung und die Geschehnisse in der Familie kommt alles sehr realistisch rüber.
Der Autor hat hier ein brisantes Thema aufgegriffen und sehr gut in seinem Plot verarbeitet.
Manchmal hat es mich ein wenig gestört, dass er einige Polizisten in den Himmel gelobt hat, aber andere Charaktere dafür dumm da stehen lassen hat.
Mein Fazit: Ein schöner Krimi in Le Lavandou mit brutalen Morden und trotzdem noch schönem Urlaubsfeeling. Das Buch eignet sich auch sehr gut für Leser, die die Reihe noch nicht gelesen haben. Also zugreifen und lesen :)
viele Morde im beschaulichen Urlaubsort Le Lavandou
Endlich Sommer in Le Lavandou. Nach den heftigen Regenfällen wird am Strand die Leiche eines 10jährigen Jungen angespült. Er trägt ein Kleid, ist geschminkt und in einen Plastiksack geschnürt. Der Rechtsmediziner Leon Ritter findet weitere Kinderleichen im Sumpf, die schon jahrelang dort versteckt sind. Als dann auch der Apotheker, der Schneider und ein Tatverdächtiger ermordet werden und der zukünftige Bischof verschwinden, führt eine Spur Leon Ritter und die stellvertretende Polizeichefin, Isabelle Morell, zu einem ehemaligen katholischen Internat, in dem aber niemand über die Vergangenheit sprechen will.
Meine Meinung: Für mich war der siebente Teil von Leon Ritter mein erster. Es war jedoch kein Problem in die Reihe einzusteigen, denn alles Wichtige aus der Vergangenheit von Leon Ritter wird im Laufe der Geschichte erwähnt und die Fälle sind in sich abgeschlossen. Der Schreibstil ist gefällig, man fiebert mit Leon und Isabelle mit und die wundervollen Beschreibungen der Provence lassen einen davonträumen. Das Privatleben von Leon, Isabell und deren Tochter Lilou entwickelt sich weiter - wobei mir hier Lilou mit ihrer pubertären Art sehr auf die Nerven ging und dass Leon Isabells Tochter immer alles durchgehen ließ, obwohl diese als Teenager offensichtlich noch Grenzen braucht. Leider waren es für meinen Geschmack auch insgesamt zu viele handelnde Personen sowie Handlungsstränge, was den Überblick etwas erschwert hat. Der Fall selbst ist komplex, die Auflösung ist authentisch und man konnte alles gut nachvollziehen. Allerdings wird hier ein typisches Klischee der katholischen Kirche verwertet, was ich nicht ganz so gut fand. Außerdem bin ich als Mutter natürlich kein allzu großer Fan von Krimis, in denen Kinder die Opfer sind. Toll fand ich, dass Leon und Isabelle mit diesem Thema sehr respektvoll und einfühlsam umgingen.
Fazit: Solider Krimi in einer schönen Umgebung, das Urlaubsfeeling hervorruft. Leider etwas viele handelnde Personen, dafür können der Fall und die Auflösung überzeugen.
Dieser Roman ist ein weiterer Südfrankreich-Krimi von Remy Eyssen. Erneut ist in diesem Kriminalroman der deutsche Leon Ritter, seines Zeichens Gerichtsmediziner in Le Lavandou, die Hauptfigur und der Ermittler. Es ist mittlerweile der siebte Fall bzw. Band mit ihm.
Im unwegsamen Gelände wird nah am Wasser und im Schlamm die Leiche eines kleinen Jungen gefunden. Offensichtlich ist er nordafrikanischer Abstammung. Er war in einem Plastiksack eingeschnürt und trug Mädchenkleidung. Dr. Leon Ritter wurde an den Ort gerufen.
Das zweite Opfer ist ein Apotheker, der beim sportlichen Radfahren eine Felsabhang hinunter stürzt und dann erschlagen wird. Und schließlich gibt es noch den angehenden Bischof, der keine Skrupel hat, seine Kirche zu betrügen und sehr viel Geld zu veruntreuen.
Diese Verbrechen werden schnell kurz aufeinander präsentiert. Als Leser beginnen die Spekulationen in alle Richtung zu laufen, aber keine Sorge, denn für Spannung hat Remy Eyssen gesorgt.
Remy Eyssen sorgt auch an anderer Stelle für ein besonderes Wohlfühlklima, denn die Figuren werden passend beschrieben, die dafür benutzten Bilder und Vergleiche sind einprägsam und bleiben dem Leser im Kopf. Das erweckt beim Leser den Eindruck, als würde er die Figuren alle persönlich kennen und sei mit ihnen auf du und du.
Wie so viele andere deutsche Autorinnen und Autoren hat auch Remy Eyssen seine Handlung in eine französische Region verlegt. Allerdings schafft es kaum einer von ihnen – obwohl ihre Bücher durchaus in den Bestseller-Listen ranken – , eine solch süffisante, angenehm lesbare Athmosphäre zu schaffen, wie dieser Autor. Das lässt seine Bücher herausragen.
Nach einer Regenperiode ist es wieder schön in Lavandou. eine junge Frau, die Selfies am Strand machen will, findet die Leiche eines kleinen Jungen, der in Mädchenkleidern angespült wurde. Gerichtsmediziner Leon Ritter begibt sich mit seiner Partnerin Capitaine Isabelle Morell an die Ermittlungen und entdecken dabei ungewöhnliches.
Dieses Buch ist der 7. Teil einer Serie um den Gerichtsmediziner Leon Ritter, der auf erhebliche Erfolge zurückblicken kann, die er seiner unkonventionellen Arbeitsweise verdankt.
Remy Eyssen hat mit diesem Fall ein Thema aufgegriffen, dass auch heute noch aktuell ist.
Der Autor entwickelt mehrere Handlungsstränge parallel und führ sie allmählich zusammen, was der Spannung in der Geschichte sehr zuträglich ist. Die Handlungsorte und Landschaften beschreibt Remy Eyssen sehr bildhaft und gut vorstellbar. Die Fantasie des Lesers wird angeregt. Besonders die detailgenauen Beschreibungen der Obduktionen hat mir gefallen. Als Gerichtsmediziner geht Leon Ritter ungewöhnliche Wege, man kann ihn fast als Profiler bezeichnen. Die Stimmung zwischen dem Mediziner und dem örtlichen Polizeichef wird sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und der Spannungsbogen beginnt früh, um sich bis zu Schluss aufrechtzuerhalten.
Mir hat sowohl das Thema als auch die Darstellung der Story sehr gut gefallen, ich gebe diesem Buch 5 Sterne.
Und immer wieder... … ticken in der Provence die Uhren anders. Das Cover ein eher azurblaues diesmal – ohne Lavendel-Feld. Dennoch steht es für die Gegend, in der dieser Krimi angesiedelt ist, die Provence. Für mich hat diese Gegend auch deshalb einen ganz besonderen Reiz, weil ich schon dort war und vieles wieder erkannt habe, sei es die Landschaft oder die Menschen. Zum Inhalt: die Urlaubsidylle ist jäh dahin als das Meer die Leiche eines Jungen anspült, verschnürt wie ein Paket. Die Spuren führen bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält … Remy Eyssens Kriminalroman „Verhängnisvolles Lavandou“ ist sein siebenter mit dem deutschen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell . Man muss aber die anderen nicht gelesen haben, um der Geschichte folgen zu können. Beim Lesen fühlt man sich schnell in die Provence versetzt, der Autor kann die Atmosphäre um Le Lavandou und das Savoir-vivre sehr gut einfangen. Für uns „Krisengeschüttelte“ kommt Urlaubsfeeling auf. Ich habe den Krimi in einem Stück durchgelesen, dafür ist er auch spannend genug, auch wenn er passend zur Gegend eher ruhig daherkommt. Der Schreibstil ist flüssig, daher leicht lesbar. Eine prima Urlaubslektüre für Daheimbleibende , merci beaucoup.
Le Lavandou im Sommer, blaues Meer und idyllische Landschaft - leider wird das Ganze gestört durch die Leiche eines etwa 10-jährigen Jungen am Strand, eingewickelt in Mülltüten. Die Identität ist schwer festzustellen, denn es gibt keine Vermisstenmeldung. Doch das soll nicht der einzige Tote bleiben, denn kurz darauf werden angesehene Geschäftsleute aus der Gegend brutal ermordet aufgefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Toten? Der deutschstämmige Rechtsmediziner Leon Ritter und seine Lebensgefährtin Isabelle Morell, Capitaine bei der örtlichen Polizei, knien sich in diesen Fall rein, obwohl Polizeichef Zerna mal wieder äußerst skeptisch reagiert.
Auch der siebte Fall um den souveränen Rechtsmediziner hat mich wieder von Anfang an voll gefesselt. In wunderbarer Landschaft - wie immer sehr schön beschrieben - kommen erschreckende Machenschaften ans Tageslicht. Tiefe menschliche Abgründe tun sich auf und angesehene Bürger entpuppen sich als Kriminelle. Da es hierbei um Kindesmissbrauch geht, wird es oftmals düster und beklemmend. Dennoch versteht es der Autor, durch das Einsetzen von witzigen Szenen, wie z.B. die ewigen Kabbeleien bei der Polizei und das Privatleben mit einer Teenager-Tochter immer wieder für Humor und Leichtigkeit zu sorgen. Die schöne Umgebung tut ihr Übriges. Ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt und vergebe gerne 5 Sterne!
Duftende Lavendelfelder, azurblaues Meer und ein dunkles Geheimnis
Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt. Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …
Mein Fazit:
Mir fehlen die Worte, zum 2. mal bei dem Autor. Was er da um den Rechtsmediziner Leon Ritter und seine Freundin Capitaine Isabelle Morell für Story geschrieben hat ist schon fast Genial. Man konnte fast beim lesen das lausige Wetter vergessen. Man hörte förmlich das Meer rauschen und hat in den Sümpfen mit Mücken gekämpf. Er hat alles gepasst Landschaft und Menschen drückten der Handlung nicht den Stempel auf, sondern passten sich ein. Wie die gesammte Handlung einfach Rund ist, der Prolog am Anfang na ja. Bei den Tatverdächtigen hat es mich beruhigt das nicht nur ich oft Falsch lag , sondern auch Leon Ritter.
I keep giving this series new chance and read the new books. So much potential - characters & background story& Provence all gives a very good base. But ! ITS SOOOOOO PREDICTABLE. Seriously he always introduces 2-3 new characters, and it’s always the nice/intelligent/sophisticated person that he actually becomes friends with. The second the person was introduced in this book, I knew it was him. Change pattern pls !!
Die Lavandou-Krimis wirken vor allem auch wegen der Hauptfiguren, die ich schon recht lieb gewonnen habe. Die Story ist sehr gut und echt interessant, nur zum Ende fiel es etwas ab. Dennoch: 4 Sterne ist dieses Buch allemal wert
Das war nach "Dunkles Lavandou" der zweite Krimi vom Autor. Das Cover hat, wie in dieser Serie üblich, ein schönes Landschaftsbild, das jedoch auch etwas düster wirkt. Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, da sowohl Umgebung und Flair, wie auch die Charaktere, sehr detailliert beschrieben werden. Der Spannungsbogen wir perfekt aufgebaut und durch angenehme Szenen mit Bekannten und der Familie aufgelockert. Die Morde an kleinen Jungen gehen zwar etwas an die Nerven, allerdings werden die Beschreibungen nie unerträglich. Während der Story dachte ich immer wieder, ich wüsste die Lösung bereits, musste aber öfters feststellen, mich geirrt zu haben. Einen Thriller würde ich nie lesen, aber diese Krimis sind spannend, aber noch angenehm zu lesen. Aus dieser Serie habe ich noch ein früheres Werk, auf das ich mich nun auch sehr freue.
Am Strand wird eine in Folie verpackte Leiche eines Jungen gefunden, der bis auf ein Kleid nichts trägt. Leon Ritter und Isabelle Morell sind zunächst total ratlos, was passiert ist, selbst wer der Junge ist, bleibt ein Rätsel. Als noch weitere tote Kinder in ähnlicher Aufmachung gefunden werden, ist klar, dass es ein schwerer Fall werden wird.
Meine Meinung:
Die Serie um Leon Ritter ist einfach klasse und dieser Band hat es mal wieder so richtig in sich. Der Fall bzw. die Fälle sind heftig und berühren schon sehr. Ich hatte auch das Gefühl eines ziemlich hohen Spannungsbogen. Auch diesmal kommt das Private nicht zu kurz, wobei es hauptsächlich im die Tochter von Isabelle geht, aber auch dieser Teil des Buches ist richtig interessant und für Eltern extrem gut nachvollziehbar. Ich habe das Buch genossen und würde es uneingeschränkt empfehlen.