Es ist Winter und so kalt, dass alle Schulen geschlossen werden. Erst kommt es Clara fast so vor wie ein langes Wochenende oder schneefrei. Aber schnell fühlt es sich gar nicht mehr lustig an. Wie gut, dass Claras kleine Schwester Luze einen unsichtbaren Hund hat, der für Aufregung sorgt. Und dann ist da ja noch Vincent, der schönste Junge der Welt, der zum Glück auch zu Hause bleiben muss. Vielleicht kann Clara ihn doch noch mit einem ihrer Witze zum Lachen bringen, wenn alle Aufgaben geschafft sind.
Tamara Bach has been writing since she was sixteen. She spent her teen years living in Oppenheim -- a small town very much like Miriam's -- and, like Miriam, wishing she lived in a big city. Today she lives and writes in Berlin, where she also works in young people's television and theater.
Neočekivano me raznežila ova knjiga. Od početka je, naime, bilo jasno da je polazna situacija - škola se otkazuje zbog velike hladnoće, ali roditelji i dalje moraju na posao - preuzeta neposredno iz trenutka u kome je roman nastajao (2020/21), ali da autorka nije htela da pominje koronu.
I kad sam se jasno setila proleća i leta 2020, "Konj je pas" (naslov ima smisla) razmotao se preda mnom kao lepo i čovekoljubivo terapeutsko nastojanje. Klara i njena sestra Luce ne mogu da uživaju u neočekivanim neradnim danima jer škola teče onlajn, roditelji se svađaju oko toga ko će ići na posao a ko paziti na decu, najlepši dečko u školi i prvi komšija je večito tužan i ćutljiv, a povrh svega je Luce stekla imaginarnog psa po imenu Konj. I onda - neočekivani preokret: Klara, Luce i Viktor (onaj najlepši) kreću sa snimanjem filma o stanarima u svojoj zgradi i pritom se sprijateljuju i otkrivaju jedni drugima svoje tajne i probleme. Tamara Bah je ovde na malom prostoru, uz svoj klasični zajedljivi humor i dobar osećaj za govor dece i mladih, izgradila prilično uverljivu sliku o tome kako u maloj stambenoj zgradi komšije i dalje mogu biti solidarna mala zajednica, podržavati jedni druge i zvoniti na vrata sa sveže ispečenim kolačima - a to nam svima nedostaje! I još više nam je nedostajalo 2020!
Završetak romana je po realističnosti tu negde s krajem filma "Život je lep" (Frenka Kapre, ne Bore Draškovića). Roditelji se masovno mire, odsutni prijatelji se iznenada pojavljuju, hladnoća prolazi i počinje raspust :) I to je ok, žao mi je samo što nisam na ovu knjigu naišla čim se pojavila jer mi je (sad shvatam) bila neophodna, takva, tada.
«Und sie hat auch nicht mehr andauernd geredet und gesungen, wie sonst. Irgendwie ist sie kleiner geworden und grauer. Ich dachte, irgendwann verschwindet sie einfach.»
In diesem Buch steckt eine Metapher: Es ist Winter und so kalt, dass alle Schulen geschlossen werden. Kein Virus, sondern Kälte – die wiederum für die innere Einsamkeit steht. Schulfrei – fast – natürlich gibt es ein wenig Onlineunterricht und Hausaufgaben, Clara kommt es zunächst vor wie ein langes Wochenende. Doch schnell fühlt es sich gar nicht mehr lustig an, zumal sie sich mit ihrer besten Freundin so richtig verkracht hat. Kein Chat mehr miteinander. Auch Claras kleine Schwester Luze ist einsam. Sie hatte nur einen Freund, und der ist fortgezogen, weit weg. Seit dieser Zeit hatte sich Clara zurückgezogen, nichts mehr konnte sie erfreuen. Bis sie eines Tages einen weißen Hund anschleppte, einen unsichtbaren Hund, der immer bei ihr ist, mit dem sie reden kann. Der weiße Hund ist eigentlich ein Pferd, stellt sie später fest. Die Kleinste im Bund der Geschwister ist Emmchen. Im Haus weiter oben wohnt Vincent, für Clara der schönste Junge der Welt. Ein düsterer Typ, der nie lacht. Clara versucht ihn mit Witzen zum Lachen bringen, doch er ignoriert sie im Treppenhaus.
Gregor und Mama haben Stress miteinander, weil nun einer der Eltern stets zu Hause bleiben muss. Homeoffice im Schlafzimmer. Die Kinder müssen still sein, dürfen die Onlinemeetings nicht stören. Mama hat Präsentationen und Gregor findet ebenso wichtig, was er zu arbeiten hat. Wer bleibt zu Hause, wer darf gehen? Dicke Luft ist angesagt. Nun fragt Vincents Vater, ob er Vincent mal abgeben darf. Doch der hat darauf gar keine Lust. Aber er muss. So schlimm wird es dann gar nicht. So Mama sieht ihre Chance, ihre Mädchen auch mal bei Vincents Vater abzugeben. Die Eltern arbeiten, die Kinder müssen sich selbst beschäftigen, und so Sie drehen einen Film über die Hausgemeinschaft, interviewen alle Hausbewohner.
«Der Vater von Vincent hat mich angestarrt und dann in die andere Richtung geguckt, in die ich nach Mama gerufen habe. Ich hab noch mal gerufen. Wieder nichts. Und dann hab ich gesagt ‹ich guck mal› und bin ins Schlafzimmer geschlichen.»
Das Buch ist in extrem einfacher Prosa aus Sicht von Clara erzählt, mich haben die Wortwiederholungen etwas genervt. «Und dann» ist gefühlt 20 Mal pro Seite vorhanden. Es liegt eine Absicht hinter der einfachen Struktur, die die Monotonie unterstreicht, auch die Monotonie der Handlung, Prosa, aus dem Bauch auf Papier gesetzt. Es passiert oberflächlich nicht viel, so fehlt auch ein Spannungsbogen. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Clara ist die Älteste, ihr obliegt es, auf die Kleinen aufzupassen. Anwesende Eltern, die nicht da sind, weil sie im Homeoffice sitzen. Verlust, der Umgang damit – fast alle diese Kinder haben jemanden verloren. Die Interviews mit den Hausbewohnern; auch die haben es nicht alle einfach, Verlust ebenfalls hier ein Thema. Schule, Freunde, der Verlust im Alltäglichen – Langeweile kommt auf. Trotz allem zieht sich Humor durch das Kinderbuch, schon allein, weil Clara ständig Witze erzählt. Ein authentisches Buch im Mikrokosmus eines Mietshauses im Lockdown, das sich mit dem Thema Verlust als Hauptthema befasst. Der Carlsen Verlag gibt eine Altersempfehlung von 10 - 14 Jahren, ich bin hier eher bei 8 -11 Jahren. Das Sprachniveau ist für mich persönlich ab 12 Jahren nicht mehr angemessen.
Tamara Bach, 1976 in Limburg an der Lahn geboren, studierte in Berlin Englisch und Deutsch für das Lehramt. Ihr erstes Buch, «Marsmädchen», wurde als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und erhielt außerdem den Deutschen Jugendliteraturpreis. Weitere Bücher und Auszeichnungen folgten, u.a. der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis 2013 für «Was vom Sommer übrig ist». 2014 stand «Marienbilder» auf der internationalen Auswahlliste White Ravens. Ihr Roman «Vierzehn» wurde gleich in zwei Kategorien für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Heute lebt und schreibt Tamara Bach in Berlin. 2021 wurde sie für ihr «beeindruckendes literarisches Werk» mit dem James Krüss Preis ausgezeichnet!
Ulrike Möltgen, 1973 in Wuppertal geboren, studierte Kommunikationsdesign bei Wolf Erlbruch. Sie lehrte als Dozentin an der Folkwang Universität der Künste in Essen, ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und in Ausstellungen gezeigt. Zuletzt hat sie Cover und Vignetten dieses Kinderbuch angefertigt.
Vor kurzem ist bei mir Überraschungspost aus dem Carlsen Verlag angekommen. Denn obwohl ich das Buch nicht angefragt hatte, wurde es mir zugeschickt. Danke an den kalten Keller. Von der Autorin Tamara Bach habe ich schon vorher viel gehört, aber dies ist mein erstes Buch von ihr gewesen.
Inhalt
Im Winter ist es immer kalt, aber diesmal ist es kälter als sonst, denn Lana und ihre Schulfreunde kriegen Kälte frei. D.h. die Ganzheit zu Hause bleiben und nicht raus zu können. Am Anfang findet sie es noch ziemlich cool aber auf die Zeit wird es sehr langweilig alleine zu Hause. Zum Glück hat sie ihre Schwester, die seit neusten ein Pferd hat, dass eigentlich ein Hund ist. Dieses magische Wesen bringt spannende Abenteuer mit sich. Außerdem kommt sie in Kontakt mit ihrem Nachbar, der zwei Jahre älter ist.
Fakten Das Pferd ist ein Hund wurde geschrieben von Tamara Bach und ist dieses Jahr im Carlsen Verlag erschienen. Es kostet 12 Euro und hat 236 Seiten.
Meine Meinung Ich finde es sehr toll, dass dieses Buch, genau zur aktuellen Zeit passt. Denn wenn wir in Quarantäne müssen hat die Elfjährige Clara kältefrei. Das Buch zeigt, wie man das Beste aus der Situation machen kann. Besonders der Schreibstil von Tamara Bach hat mir sehr gut gefallen. Er ist super lustig und wird nie langweilig. Sehr gut gefällt mir auch, dass viele verschiedene Aspekte in das Buch mit rein spielen. Es liest sich in einem Rutsch durch. Auch die Sprache des Buches ist sehr schön für Kinder geschrieben. Früher konnte man es sich nie vorstellen so lange schulfrei zu haben, aber jetzt ist die Geschichte des Buches Realität oder eher gesagt das Buch ist eine Geschichte aus der Realität.
Cover Hätte ich das Buch nicht so zugeschickt bekommen hätte ich es nicht gekauft, weil ich Bücher eigentlich nur nach ihrem Cover kaufe. Ich finde das Cover nicht so ansprechend, aber dafür ist die Geschichte umso schöner.
Fazit Das Pferd ist ein Hund ist ein sehr schönes Kinderbuch, was perfekt zu unserer jetzigen Situation passt, aber leider finde ich das Cover überhaupt nicht ansprechend. Deshalb gebe ich ⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen.
Perfekt! - Wie kommentieren hier andere? "Die kann das einfach!"
28.01.2026: Feddich! Gelesen. Und: ist die Laube! Immernoch perfekt! Und jetzt haben wir das Buch, live und in Farbe. Tolle Illustrationen: Frau Möltgen kann das so gut wie Tamara Bach!!