Wir müssen alle sterben. Du, ich, die Tiere im Wald, die Pflanze auf dem Fensterbrett im Büro: Früher oder später sind wir alle dran. Zieht der Tod in unser Leben ein, bringt er Schmerz mit und hinterlässt Lücken in unseren Reihen und Herzen. Er ruft Emotionen wie Wut und Ohnmacht hervor, wir fühlen uns ungerecht behandelt, sind schockiert - und es tut einfach so weh. Oft denken wir dann: »Scheiß Tod, wieso gibt es diesen Mist überhaupt, wieso können wir nicht ewig leben, es ist so unfair, was soll das, und: wieso, wieso, wieso?« Bei dieser Frage setzen wir an, denn als Biologin gehe ich den Dingen gerne auf den Grund. Gemeinsam nehmen wir in diesem Buch dem großen, schweren Thema den Schrecken und ergründen, was Leben ist und wieso es den Tod überhaupt gibt (und geben muss). Wir schauen uns an, wo in unserem Körper im Kleinen täglich vor sich hingestorben wird, und richten dann den Blick nach außen: In der Tiefsee begegnen wir einer unsterblichen Qualle, im Gebirge sammeln wir Kiefernzapfen von uralten Bäumen. Was bedeutet es eigentlich, zu altern? Was bedeutet es, zu sterben? Am Beispiel meines verstorbenen Hamsters Hermine erfahren wir außerdem, was passiert, wenn ein Körper verwest. Und wieso dieser Prozess auch Chancen birgt - für andere. So präzise wie unterhaltsam und hinreißend leicht widmet sich Jasmin Schreiber in ihrem zweiten Buch dem Sterben, von der kleinsten Zelle bis zur großen existentialistischen Frage nach dem Warum.
Jasmin Schreiber, geboren 1988, ist studierte Biologin und arbeitet als Schriftstellerin. Ihr Roman MARIANENGRABEN war eines der erfolgreichsten Debüts 2020. Im Wissenschaftspodcast BUGTALES.FM erzählt sie von Nacktmullen, Bärtierchen und Walexplosionen. Jasmin Schreiber lebt mit ihrem Mann in Hamburg.
Ich hab echt vieles gelernt, von dem ich nicht wusste, dass ich es wissen will. Zum Beispiel, dass Nacktmull-Weibchen in der Schwangerschaft länger statt breiter werden, um noch durch die Gänge zu passen.
Jasmin Schreibers erstes Buch „Mariannengraben“ war eins meiner Jahreshighlights im letzten Jahr und selbstmurmelnd musste „Hermines Abschied“ sofort auch bei mir einziehen. Ohne das ich da lang auf den Klappentext geschaut hätte.
Und tatsächlich habe ich hier einen Roman erwartet und kein Sachbuch. Es gab einen kleinen „Huch“ Moment am Anfang, aber der war dann relativ schnell einem sehr lang anhaltendem „Ui“ gewichen.
Jasmin Schreiber ist Biologin und Sterbebegleiterin und in „Hermines Abschied“ schreibt sie genau darüber. Über Biologie und übers Sterben. Immer dabei – Hamsterdame Hermine, die nach ihrem Hamsterleben in Jasmin Schreibers Wohnung nun als bildhafte und niedliche Anschauungshilfe zum Thema Leben, Sterben und Tod in einem Buch ein Denkmal gesetzt wurde. Nicht das schlechteste Hamstervermächtnis wie ich finde.
Ich muss ja sagen, über den Tod zu sprechen ist mir unangenehm. Mir ist klar – irgendwann gehen wir alle den Weg alles Irdischen, aber es ist schwierig für mich einmal ganz ernsthaft über den eigenen Tod nachzudenken. Bis jetzt. Der Tod und vor allem auch das Sterben, ist sicher nicht nur für mich ein schwieriges Thema, aber Jasmin Schreiber hat es mir leicht gemacht. Diese Mischung aus klinischer Biologie, einer humorvollen Bemerkung hier und da, einer niedlichen Hermine und klaren Worten, wo sie angebracht sind, hat dieses doch einigermaßen schmale Buch zu einem sehr interessanten und spannendem Sachbuch gemacht. Ich habe hin und wieder grinsen müssen, das Kapitel über das Sterben hat mich zum weinen gebracht und wenn die Autorin beschreibt, wie Hermines kleiner toter Hamsterkörper zur Lebensgrundlage der verschiedensten Tierchen wird, hab ich mich wieder gefreut. Und ganz klar den Gedanken verworfen jemals in einer Kiste in der Erde zu verschwinden.
„Hermines Abschied“ hat mir gut gefallen. Die Autorin ist sehr klar und unaufgeregt in ihren Ansichten, will nichts herunterspielen und vor nichts Angst machen, sondern nur aufklären um – so hatte ich wenigstens das Gefühl – mich, bzw. den Leser, einfach an den Gedanken zu gewöhnen, dass nichts für immer ist. Dabei macht sie Exkurse in die Tierwelt, erklärt Biologische Prozesse im Entstehen des Lebens, im Leben selbst und auch im Sterben (Ich habe den Satz „Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle“ so gefeiert!), macht Schlenkerer über religiöse Ansichten zum Leben nach dem Tod (oder besser – zum Leben nach dem Sterben) und schafft es auch noch Star Trek mit einzubauen. Ein wirkliches gutes Buch, das es wert ist gelesen zu werden. Auch zwei oder dreimal. Außerdem siezt mich die Autorin in ihrem Buch, da komm ich mir wichtig und erwachsen vor.
Sterben macht mir trotzdem noch Angst. Der Tod ist immer noch eine Mischung aus absolutem Kontrollverlust und meinem Unvermögen mir das „nicht sein“ vorstellen zu können (natürlich, wie auch?). Aber „Hermines Abschied“ war auf jeden Fall für mich ganz persönlich ein erster Schritt zum Willen hin mich damit zu beschäftigen. Vermutlich ist es noch eine ganze Weile unheimlich über das eigene Dahinscheiden nachzudenken. Aber vielleicht nicht für immer. Wobei. Was ist schon für immer?
Über den Tod spricht man nicht. Ich zumindest nicht. Ich setze mich höchstens dann mit ihm auseinander, wenn ich nicht anders kann. Weil zum Beispiel ein Mensch in meiner Umgebung gestorben ist oder dem Tod plötzlich sehr nahe gekommen ist oder weil irgendjemand denkt, dass er oder sie plötzlich über den Tod sprechen muss. Ansonsten ist der Tod höchstens als fantastisches Element einer Geschichte oder eines Films in Ordnung. Ja, mein Umgang mit dem Thema ist vielleicht nicht unbedingt gesund. Der Tod macht mir Angst. Nicht weil ich irgendwann selbst sterben muss, damit kann ich umgehen. Eher weil ich nicht will, dass Menschen plötzlich aus meinem Leben verschwinden und ich weiß, dass sie für immer weg sind.
Jasmin Schreibers Buch zu lesen, war für mich daher auch fast eine Art Tabubruch. Ihr Roman "Marianengraben" gehörte zu meinen Lieblingen 2020 - deswegen habe ich ihr genug vertraut, um mich zusammen mit ihr mit diesem Thema zu beschäftigen. Und ich habe Recht behalten: Ihr Sachbuch ist einfach wunderbar! Gerade weil sie einen anderen Ton verwendet als ich erwartet hätte. Das ganze Buch ist von einem feinen Humor durchzogen, der Ton ist fröhlich, ich musste oft lächeln, manchmal sogar laut lachen. Da sind wirklich tolle Illustrationen (zum Beispiel von einer Zelle mit Hamsterohren) und die ganze Zeit ist der Hamster Hermine an unserer Seite, um uns durch das Thema zu begleiten. Dieses Buch ist ein Wohlfühlbuch - was ich absolut nicht erwartet hätte!
Trotz dem vielleicht eher ungewöhnlichen Stil wirkte das Buch auf mich seriös. Schreiber beweist großes biologisches Wissen und Talent, das auch zu vermitteln. Hätte ich sie als Biologielehrerin gehabt, wäre ich vielleicht doch in die Naturwissenschaften gegangen. Wir lernen hier zuerst darüber, was es denn aus biologischer Perspektive eigentlich heißt, am Leben zu sein und wie das mit dem älter werden funktioniert. Dann geht es darum, was es bedeutet zu sterben. Anschließend widmet sich die Autorin der Frage, was denn eigentlich nach dem Tod kommt. Zuerst aus biologischer Perspektive, dann aus kultureller und psychologischer. Am besten gefielen mir die Kapitel über die Biologie.
Mein Fazit? Klare Leseempfehlung. Ein wirklich tolles Buch!
"Jasmin Schreiber ist ein Unikum im deutschen Literaturbetrieb. Jetzt erzählt sie einzigartig über Leben, Tod und Trauer, in einem naturverliebten Werk, das sehr viel mehr ist, als bloß ein Sachbuch."
"Dieser Tage braucht es Wissen über die Natur, das Leben. Dazu gehören in letzter Konsequenz das Sterben, der Tod, die Trauer. Gute Literatur verbildlicht, informiert, unterhält, tröstet, stärkt - so wie dieses Buch."
Jasmin Schreiber hat ein phänomenales Buch geschrieben, das ab heute offiziell freigelassen wird. Das Buch erzählt die bewegende Geschichte der Zwerghamster-Dame Hermine vom Anfang bei der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle (also eigentlich ab dem kurzen aber intensiven Sex-Date der Hamstereltern) bis zum Ende voller Tod, Trauer, Abschied und Aaskäfer. Unterhaltsam und reich an Anekdoten, die als skurrile Exkurse getarnt sind, bekommt man dabei biologisches, gesellschaftliches und kulturelles Fachwissen erzählerisch vermittelt, ohne das Vorkenntnisse vonnöten wären. Der Ton changiert dabei zwischen erfrischend leicht, bisweilen nonchalant frech (Verwesung) und situationsbezogen nachdrücklich ernst (Verlust). Selbst wenn man Biologie in der Schule nicht mochte oder mag, spätestens in Anbetracht der putzigen Illustrationen, die Jasmin Schreiber selbst gezeichnet hat, wird man sich in die beschriebene Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt verlieben. Ich bin enorm dankbar, dass ich Jasmin Schreiber bei dem Entstehungsprozess dieses Werkes ein wenig begleiten durfte. Bei unserem bugtales-Podcast (https://bugtales.fm/) gab es immerhin bisweilen auch exklusive Hörproben. Ich bin mir sicher, dass allen Personen bei der Lektüre bewusst wird, wie viel beharrliche Arbeit in die Texte geflossen ist, und dass diese sich durchweg gelohnt hat.
Ein absolutes Highlight. Ich habe das Buch quasi in einem Atemzug durchgelesen. Es trifft genau den richtigen Ton, man lernt viel (wie cool sind eigentlich Nacktmulle?) und verliert ein bisschen Angst vor einem Thema, an das man sich außerhalb von True Crime freiwillig selten herantraut. Lesen! Unbedingt!
Jasmin Schreiber schreibt und erklärt sehr anschaulich und leichtfüßig. Aber ich muss gestehen, dass ich den Teil mit den Fliegen übersprungen habe. Auch sonst war es mir ein bisschen zu viel Biologie - was natürlich mein Fehler war, denn das war bei einem Buch von einer Biologin ja durchaus zu erwarten. Die Illus waren herrlich...und bei der Schilderung der fiktiven letzten Lebensphase der Krebskranken sind bei mir direkt alle Schleusen aufgegangen. Ja, es wird wohl nie so ganz easy sein, sich mit diesen Themen zu befassen. Dennoch konnte ich für mich das ein oder Andere aus dem Buch mitnehmen.
Warum sterben wir eigentlich alle? Was passiert im Körper beim Altern? Und warum sind so viele kleine Lebewesen eigentlich so viel cooler drauf als wir? Um diese Fragen (so mehr oder weniger) kreist dieses Buch und Jasmin Schreiber schafft es dabei, den Tod und das Sterben aus ihrer dunklen Ecke zu holen, mit naturwissenschaftlichem Geschick und vielen Anekdoten zu schildern, was eigentlich in unseren Körpern so abgeht auf dem Weg durchs Leben und zum Finale hin, ohne in all dieser sachlichen, wenn auch oft unterhaltsamen und von viel Liebe zu Tieren, Pilzen und Pflanzen geprägten Erzählweise das Angsthaben, das Trauern und all die anderen Begleiterscheinungen des Endlichseins außer Acht zu lassen. Nur weil wir verstehen, warum wir sterben müssen, heißt das halt nicht, dass es nicht weiterhin scheiße weh tut, wenn man jemanden verliert. Dieser erfolgreiche Spagat zwischen biologischer Fachkenntnis und Einfühlsamkeit ist für mich das, was dieses Buch so besonders macht. Und gut geschrieben ist es auch noch.
Wer der Meinung ist, Sachbücher seien meist trocken, langweilig und langatmig, der sollte jetzt aufmerksam werden - vor allem wenn ein Quäntchen Interesse für den Bereich Biologie oder allgemein zum Thema Leben, Tod und Sterben besteht!
Die Autorin nimmt den Tod ihres Geliebten Hamsters Hermine zum Aufhänger um uns alles rund um das „Davor“, „danach“ und den Prozessen dazwischen nahezubringen. Der Schreibstil ist dabei so einfach wie genial - mega unterhaltsam!
Die Inhalte reichen von einfacher Zellbiologie, was Leben ausmacht, vom Anfang, über die Entwicklung bis zum Tod und was Sterben bedeutet. Hier werden Bögen zu unterschiedlichsten Bereichen gezogen, sodass ein „Rundumpaket“ entsteht. Exkurse in die Geschichte, Soziologie, Psychologie,..
Gespickt wir das Ganze mit dutzenden faszinierenden Infos, perfekt um mal mit „(unnützem) Wissen“ zu glänzen! Wusstet ihr z.B. dass bei Nacktmullen nur die Königin fruchtbar ist, nach ihrem Tod aber plötzlich die anderen Weibchen fruchtbarwerden… bis die neue Thronfolgerin sich hervorgekämpft hat, dann werden die anderen wieder „unfruchtbar“! Oh und nach dem Sex altern männliche Nacktmulle übrigens rasanter! 💁♀️ did you know?
Mein Highlight waren aber tatsächlich (neben Nacktmullen und anderen Kuriositäten der Natur) die unglaublich genialen Illustrationen mit denen dieses Werk ergänzt wird! Allein diese sind es schon Wert sich das Buch mal genauer anzusehen!
Zu Beginn dachte ich, soviel Neues könnte ich mit diesem Buch nicht lernen, vielleicht auffrischen, aber gerade durch die Vielseitigkeit der Infos in diesem Buch war ich von vorne bis hinten super unterhalten und hab unheimlich gerne gelesen!
𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧 Wer bei Sachbüchern hin und her überlegt sollte zu diesem greifen! Perfekt auch für „Nicht-Biologen“, Einsteiger und jeden Interessierten! :)
Ganz ohne genaue Vorstellung davon, was mich erwartet, habe ich dieses Buch begonnen. Die Autorin war mir zwar entfernt ein Begriff und ich wollte eigentlich immer mal das erste Buch "Marianengraben" von ihr lesen, doch bei dem Wunsch allein blieb es dann. Nun also las ich ihr zweites Buch.
Der Titel allein lässt auf alle Fälle nicht erahnen, was man erwarten darf. Denn Titel und Covergestaltung sprachen für einen Roman. Der Klappentext hingegen klang nach Sachbuch. Bekommen habe ich die vermutlich spannendste Biologie-Stunde meines Lebens. Gespickt mit niedlichen Illustrationen zum Text war dieses Buch trotz des schweren Themas Tod ein kurzweiliges Leseerlebnis, das ich durchaus genießen konnte und bei dem man auch faszinierende Dinge aus dem Bereich Biologie gelernt hat. Der positive und lockere Schreibstil sowie die Hamsterdame Hermine schafften zudem einen positiven Zugang zum Thema und bauten definitiv die Hemmschwelle, sich mit dem Sterben zu beschäftigen, ab.
Jedes Leben ist unterschiedlich, einzigartig – und doch eint uns alle, ob Mensch, Tier oder Pflanze, dass wir alle sterben müssen. Doch bis es soweit ist, passiert so einiges; was genau, erklärt Jasmin Schreiber in „Abschied von Hermine“. Sie nimmt uns mit auf eine Reise in die Welt der Biologie, der Mythologie und der Psychologie, denn sie alle sind wichtig, um die Prozesse zu verstehen, die vom Leben und Sterben handeln. Und um all diese Aspekte, die zunächst sehr abstrakt erscheinen, verständlicher, nahbarer zu machen, begleiten wir Hermine, einen Dschungarischen Zwerghamster, auf all diesen Etappen.
Mit unglaublich viel Humor und Empathie erklärt Jasmin Schreiber zunächst anschaulich biologische Grundlagen von der Entstehung des Lebens auf zellulärer Ebene, dem Erwachsen werden in all seinen Facetten und streut immer wieder kuriose und wissenswerte Beispiele aus der Tier- und Pflanzenwelt ein, beispielsweise das geheime Leben der Nacktmulle oder die größten Pilze der Welt. Sie erörtert die Sehnsüchte und Möglichkeiten der Unsterblichkeit und wieso das gar nicht so vernünftig wäre, ewig zu leben, die umfassenden Prozesse, die bei der Verwesung von statten gehen und welche Nutznießer sich daran erlaben können. Doch all dem geht der Prozess des Sterbens voran, der vor allem durch seine Undurchschaubarkeit, seine Individualität und manchmal auch Brutalität erschreckend sein kann – umso wichtiger ist es, sofern das möglich ist, sich Hilfe zu suchen. Anhand einer fiktiven Krankheitsgeschichte schafft Jasmin Schreiber es, selbst so einen einschneidenden Teil des Lebens, der uns alle ereilen wird, behutsam darzustellen in all seinen Facetten und Folgen. Wenn dieser Punkt des Lebens gekommen, die Schwelle in eine andere Welt überschritten ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den verstorbenen Körper und Geist zu bewahren und ihm zu gedenken, und die Vielfalt an Huldigungen, die von Kulturen, Völkern und Religionen durchgeführt werden, hat mich fasziniert – und teils auch erschrocken. Die alten Ägypten pflegten beispielsweise die Tradition, das Gehirn des Verstorbenen durch die Nase zu verquirlen, um den Körper anschließend einbalsamieren und konservieren zu können.
Neben all dem Wissen, das die Autorin sensibel und leicht verständlich vermittelt und durch Anekdoten und Pointen in den Gedanken festigt, haben mir ihre liebevollen Skizzierungen unglaublich gut gefallen. Nicht nur lockern sie die doch harte Kost immens auf, sind sie auch für das visuelle Übertragen des Gelernten in das eigene Wissensdepot essentiell.
„Abschied von Hermine“ ist eine umfassende, empathische Reise zu einem festen Bestandteil unseres Lebens, die Licht in dieses dunkle Thema bringt und, einer herzlichen Umarmung gleich, alle Ängste nimmt.
Ein Buch über das Leben und den Tod. Ein Buch darüber wie Leben entsteht, wie es sich entwickelt und letztendlich endet.
Die Autorin, Biologin schreibt humorvoll, verständlich und informativ. So nimmt sie ihren Zwerghamster Hermine als Beispiel und erklärt wie Zellteilung, Wachstum und das Altern von statten geht. Was definiert ein Lebewesen? Wann beginnt das Leben und wann der Tod? Und warum brauchen wir den Tod sogar?
Solche und mehr spannender Fragen widmet sich die Autorin. Sie geht auf verschiedene faszinierende Lebewesen ein, wie Bärentierchen, Quallen oder den Nacktmull. Was sie besonders macht oder welche anderen Lebewesen ein besonderes hohes Lebensalter erreichen und warum.
Anekdoten zur Unsterblichkeit, das Streben nach ewiger Jugend oder warum man damals testamentarisch veranlasst hat, ab wann man beerdigt werden möchte. Wir lesen von explodierenden Walen, darüber welche Krabbeltiere so auf einer Leiche angetroffen werden können und über deren Aufgaben.
Wir erfahren auch von Bestattungsriten aus verschiedenen Glaubensrichtungen und deren Vorstellungen vom Jenseits. Sie geht auch darauf ein das jeder Mensch anders trauert und sich dafür nicht zu schämen braucht.
Für mich ein wirklich spannendes und bereicherndes Buch. Welches mich auch hin und wieder, trotz des Themas, zum schmunzeln gebracht hat.
ENGLISH VERSION BELOW ---------------------------- Ich wusste vor Beginn des Lesens nicht, dass dieses Buch ein Sachbuch ist. Positive Überraschung! Das Buch war schnell gelesen, es ist unterhaltsam und lehrreich. Manches wusste ich schon, manches war mir neu. Ich mochte den Stil von Jasmin Schreiber, auch mit ihrem unterschwelligen Humor konnte sie mich gut abholen (wer generell ein Problem mit dem Thema Tod hat, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen).
I didn't know this book was non-fiction before I started reading. Positive surprise! The book was read quickly, it is entertaining and informative. Some things I already knew, some things were new to me. I liked Jasmin Schreiber's style, and her subliminal humour was also good for picking me up (if you have a problem with the subject of death in general, you should keep your hands off the book).
Normalerweise schreibe ich hier keine Rezensionen. Bei diesem Buch komme ich jedoch nicht darum herum es doch zu tun. "Abschied von Hermine" ist rein praktisch gesehen ein Sachbuch über den Tod. Letztlich war es für mich (und vermutlich auch für viele andere Leser*innen) jedoch viel mehr. Die Autorin setzt sich so empathisch mit dem Thema auseinander, dass ich letztendlich bei diesem Sachbuch laut aufgelacht, grübelnd die Stirn verzogen und sogar geweint habe (es hat mich wirklich zum weinen gebracht, das kann bisher kein anderes Sachbuch von sich behaupten) Für mich bleibt nach dem Beenden des Buches aber vor allem eines. Das Gefühl von Hoffnung und die eindringliche Bitte der Autorin das Leben, das wir haben, so zu nutzen, dass wir damit glücklich sind.
Seit ihrem Roman „Marianengraben“ verfolge ich literarisch die wunderbare Autorin Jasmin Schreiber. Mit „Abschied von Hermine“ hat Schreiber ein sehr interessantes Sachbuch rund um das Thema Sterben geschaffen. Dabei steht der persönliche Abschied, das Leben, die Vergänglichkeit durch das Altern und der Tod ihres Hamsters 🐹 Hermine im Mittelpunkt.
Jasmin Scgreiber schreibt aus der Perspektive einer Biologin und Hamsterfreundin, was wirklich einen gewissen Charme hat. Wörter aus meinem Biokurs, wie Endoplasmatisches Retikulum oder auch das Kraftwerk der Zelle lassen sich finden. Jasmin Schreiber bringt mit ihrem biologischen und gut recherchierten Fachwissen einem das Thema „Sterben“ auf sachlicher und gut verträglicher Ebene näher! So ein Sachbuch hätte ich mir schon früher gewünscht, denn trotz des ernsten Themas gibt es immer wieder humorvolle Momente, die durch die eigenhändigen Zeichnungen der Autorin unterstützt werden. Mein Wissen bezüglich Nacktmulche, Weinbergschnecken und Bärtetierchen hat sich deutlich gesteigert. Bei der nächsten Sichtung einer Weinbergschnecke werde ich ihr/ihm den nötigen Respekt zollen! Ach ja: was mir auch gut gefallen hat ist, dass Jasmin Schreiber konsequent in ihrem Werk gendert!
📖 Ein sehr lesenswertes Sachbuch rund um den Abschied eines geliebten Hamsters, der einem das Wirken der Natur auf einfühlsame und sachliche Weise näher bringt. [5/5]
am anfang hat es mich etwas genervt, weil es mir zu biologisch war und mich dieser aspekt jetzt nicht so wahnsinnig interessiert. genervt (durchgängig) hat mich auch der inflationäre gebrauch der redewendung "ganz ehrlich?". uuuh, das ist schon schlimm genug in gesprächen, bitte jetzt nicht auch noch in büchern.
die kapitel über das sterben, den tod und die trauer aber, haben mich sehr bewegt und waren schön geschrieben und haben mich dazu animiert nochmal anders über eben die 3 themen nachzudenken, auch über mein eigenes begräbnis. wie soll das sein? wie möchte ich, dass meine trauergesellschaft stattfindet? welche musik soll gespielt werden? was sollen die gäste anziehen? und das sind ja mal wirklich wichtige fragen. und die antworten darauf waren erstaunlich schnell klar. inclusive meiner erkenntnis, dass ich jetzt aber mal echt zügig aus der kirche austreten will. weil, reicht.
Unglaublich interessant! Lehrreich, unterhaltsam - so hätte Biologie-Unterricht aussehen sollen in der Schule. Ich würde sofort fünfzehn weitere Sachbücher der Autorin lesen.
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(Fast) jeder muss mal sterben. Du, ich und auch Hermine. Dieses Sachbuch erzählt so liebevoll vom Tod und allem was damit verbunden ist, das man sich glatt zurück in den Biologie Unterricht wünscht. Und ja, dieser Satz ist mein voller Ernst.
Wenn ich garantiert Jasmin Schreiber als meine Bio-Lehrerin haben kann gebe ich Brief und Siegel dass ich sofort wieder in die Schule gehen würde.
Das erste Buch der Autorin, ein Roman namens MARIANENGRABEN, wurde sehr gelobt auf Bookstagram als auch in den übrigen Bücher-Bubbles. Sowas schreckt mich ja gerne ab und ich habe deshalb noch nicht dazu gegriffen bisher. Bei diesem Buch handelt es sich allerdings um ein Sachbuch.
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Ich liebe es makaber. Wenn ich eine neue Stadt besuche google ich immer: creepy sights in xy, graveyards in xy, ghost stories xy ... Ich liebs makaber. Katakomben, Friedhöfe, Serienmörder-Stadtfürhungen - Hauptsache creepy.
Das Interesse am Tod ist bei mir schon lange vorhanden. Das fing schon mit Medical Detectives an - kennt ihr noch oder?
Ein ganzes Sachbuch über die Biologie des Todes - das musste einfach einziehen bei mir.
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Egal was ihr euch unter Sachbuch vorstellt, schiebt das gleich mal beiseite. Denn hier wartet ein ganz besonderes Schmankerl auf euch.
Es ist völlig gleich ob ihr in Biologie in der Schule gut wart oder nicht, dieses Buch reißt noch den größten Bio-Muffel vom (Schul-)Hocker.
Die Autorin schafft es mir großartigem Humor, einfacher Formulierung und spannenden Fakten den Prozess rund um das Ableben von Lebewesen zu beschreiben.
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Neben dem klassichen 'Tod' und den biologischen Vorgängen drum herum beschäftigt sie sich aber auch mit der Psyche. Und hier muss ich sagen habe ich sehr viel gelernt.
Jasmin Schreiber beleuchtet das Sterben in allen Fassetten und hat einige sehr weise Sätze in diesem Buch verewigt die ich mir zu Herzen nehme.
Kann das Buch beim Trauern helfen? Meiner Meinung nach ja.
Denn obwohl hier das Thema ist: Tod und Sterben - hinterlässt das Buch ein leichtes Gefühl. Ich bewundere die Natur noch ein bisschen mehr, bin ein wenig neugieriger auf biologische Prozesse und auf jeden Fall deutlich aufmerksamer was meine mich umgebende Flora und Fauna angeht.
Aber auch psychisch - der Tod mag unvermeidbar sein, schwer, traurig, herzzerreißend aber auch wundervoll auf seine ganz eigene Art und Weise.
Ich habe das Buch direkt als es ankam angefangen zu lesen und erst mitten in der Nacht aufgehört, als ich die letzte Seite umgeblättert hatte. Was für ein Buch! Jasmin Schreiber schafft es einen an die Hand zu nehmen und behutsam, lustig und spannend an dieses Thema heranzuführen. Dabei nähert sie sich dem Thema aus einer Mischung von Biologie (keine Sorge, man versteht alles, egal wie gut die Schulkentnisse noch sind), persönlicher Erfahrung und Philosophie. Hermine, ihr Hamster, begleitet einen bei dieser Reise und hilft die Schwere des Themas sehr flauschig zu gestalten und reicht einem behutsam die Pfote, um sich mit der Vielfalt dieser Themen auseinanderzusetzen. Danke für dieses Buch, die großartigen Zeichnungen und das viele Wissen, das zwischen diesen Buchdeckeln schlummert. Ich bin sehr begeistert und kann es wirklich jedem ans Herz legen.
Normalerweise lese ich keine Sachbücher, aber dieses ist von Jasmin Schreiber und ich habe "Marianengraben" so geliebt, dass es einfach sein musste. Abgesehen davon passte aber auch das Thema sehr gut. Wenn man in seinem Leben Menschen und Tiere bei ihrem letzten Weg begleitet hat, fängt man an, sich ganz anders als zuvor mit dem Tod zu beschäftigen. Dieses Buch hilft dabei und gibt einem nochmal ganz andere Gedankenanstöße. Danke dafür. Jasmin schreibt schonungslos und somit ehrlich und das gefällt mir sehr. Ich bin froh, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe.
5⭐️ Ich habe dieses Buch geliebt!!! Absolutes Highlight für mich in diesem Jahr! Zunächst war ich verwundert, dass es sich um ein Sachbuch handelt, aber das schreckte mich nicht weiter ab. Bereits auf den ersten Seiten und bei den ersten kleinen Bildchen war mir bewusst, dass ich mich in dieses Buch verlieben werde (vermutlich weil ich total in meinem Biologie LK aufgegangen bin und durch dieses Buch viele Grundlagen wieder den Weg in mein Gehirn gefunden haben). Auch hier behandelt Jasmin Schreiber Themen wie Leben, Tod und Trauer, ähnlich zu allen anderen Büchern von ihr, die ich ebenfalls geliebt habe. Aber durch die niedliche Darstellung anhand eines kleinen Hamsters waren diese schwereren Themen für mich ertragbar und ich konnte auch in Richtung Tod und Trauerbewältigung viel lernen.
Kurz um, ich habe das Buch verschlungen und freu mich bereits total auf das nächste von ihr!
(P.S. wer bereits von der Biologie während der Schulzeit genervt war, sollte dieses Sachbuch vielleicht nicht lesen)
Ich mag die Art wie Jasmin Schreiber ihre Bücher schreibt. Ihr Buch ist gefüllt von Biologie. Denn auch der Tod ist Biologie. Toll geschrieben. Auch motivierend. Sie zeigt viele Fascetten. Auch beschreibt sie verschiedene Kulturen wie sie mit dem Tod umgehen. Sehr spannend. Müsste man mal vertiefen ;) . Trauer ist sehr individuell und man darf auf über die kleinsten Wesen in unserem Leben trauern. Man kann den eigenen Tod nochmal überdenken. Wie möchte ich beerdigt werden? Wann sollte man dieses Buch lesen? Vielleicht so einen Monat nach dem man ein geliebtes Wesen verloren hat.
Kurzweilige Lektüre, wenn auch hartes Thema. Hab eindeutig zu oft an meinen Kater denken müssen. Ich hab durchaus neue Details gelernt, aber ich ich sie mir merken werde, ist wieder was anderes. Mir hat aber die grundsätzliche Aufmachung des Buches sehr gefallen.