Manchmal sind die Gedanken von Anzu Gotijan etwas nervig, folgender allerdings nicht:
"Nie und nimmer hätte sie gedacht, dass sie einmal eine riesige Drogenküche gegen eine angreifende Schachfigur verteidigen würde. Man war eben nie vor Überraschungen sicher." S.42
Im Mittelteil der ersten FENERIK-Trilogie von Christian Montillon und Oliver Fröhlich geht es in erster Linie um die Lebensgeschichte des "Anglers" Tondar, der Anzu Gotjian und Bounder Haad aus dem Transpositstrahls des Chaoporters "geangelt" hat, der aus seinem bewegten Leben als Krieger des Gen-Clusters Sieben berichtet. Parallel verrichten Tondar, Anzu und der Haluter gute "Taten" im Sinne der Navakan, die ihnen darahin versprechen, ihnen zu helfen. Anzu und Bouner einigen sich darauf, dass sie, bevor zur RAS TSCHUBAI zurückkehren, versuchen die Geheimnisse FENERIKs zu entschlüsseln. Irgendwie will dieser Handlungsblock mir nicht so gefallen, wie seinerseits die gleichartigen 4er-Blöcke von Montillon/Schwartz, vieleicht haben sie damals mehr Senso of Wonder ausgestrahlt. Die Hintergründe und Geheimnisse FENERIK's werden in sehr kleinen Dosen offenbart...
„Ja, das Leben hielt immer irgendwelche Seltsamkeiten und staunenswerte Wunder bereit. Man musste nur die Augen öffnen, um sie zu entdecken. Und es konnte nichts schaden, alles mit Humor zu nehmen, um an den Gefahren, die damit einhergingen, nicht zu verzweifeln.“
Sehr schöne Fortsetzung des ersten Teils. Die Geschichte des Cyborg Tondar ist faszinierend und unterhaltsam, die Erkenntnisse über FENERIK bringen die Handlung voran.
Irgendwie kommt es mir so vor, als ob die Protagonisten planlos, und nicht sonderlich kurzweilig, durch eine sehr öde, und nicht sonderlich kurzweilige, Welt von vielen wandern, während die Autoren möglichst viele fremdartigste Nebenfiguren aufbauen, von denen bei mir allerdings keine so richtig zünden kann.