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Johanna: Roman

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German

243 pages, Kindle Edition

First published January 1, 1979

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About the author

Renate Welsh

123 books9 followers
Renate Welsh is an Austrian author of children's and young adult literature.

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Community Reviews

5 stars
71 (39%)
4 stars
69 (37%)
3 stars
29 (15%)
2 stars
11 (6%)
1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Eva Pormeistere IG lapaspusempapedam.
109 reviews56 followers
August 5, 2024
❓Vai tu mēdz ielūkoties savu vecāku vai vecvecāku grāmatu plauktos? Vai tu mēdz lasīt kādu no tajos atrodamajām grāmatām, kurām ir tās pauspapīra sajūtu līmenī plānās un jau iedzeltējušās lapaspuses, un kurās teksts ir iespiest mūsdienās neraksturīgi mazā izmērā?

📚 Atzīšos, ka man patīk ielūkoties grāmatās, kuras izdotas krietnu laiku iepriekš. Tā manā redzeslokā nonāca grāmata "Johanna", kas ilgus gadus nelasīta skuma manas mammas grāmatu plauktā.

Stāsts norisinās 20. gadsimta 30. gados Lejasaustrijā, kad valstī valdīja liels bezdarbs, kad valdība mainījās cita pēc citas, kad valsts bija nonākusi sarežģītā ekonomiskā situācijā, un Vācijas reihs elpoja pakausī gan valdībai, gan ikkatram sabiedrības loceklim.
Stāsta galvenā varone ir Johanna, kura vecāku pievilta, nonāk audžuģimenē, kur strādā par kalponi. Viņas ceļā pretī nāk dažādi gan fiziski, gan mentāli pārbaudījumi. Bet neskatoties uz to, Johanna savā sirdī glabā sapni.

Kādus pārbaudījumus nākas piedzīvot Johannai? Un vai viņa piepildīs savu sapni? To visu un vēl vairāk - lasi grāmatā.

💡Grāmatas oriģināls izdots 1979. gadā un tam ir piešķirta Vācijas jaunatnes literatūras un Vīnes pilsētas jaunatnes literatūras prēmija.
Grāmata man patika, bet aiz sajūsmas gaisā nelecu. Bija interesanti ielūkoties, cik vēl nesenā pagātnē, sabiedrībā bija diezgan atšķirīgi uzskati gan par attiecībām, gan sieviešu lomu un nozīmi sabiedrībā un ģimenē, gan audžubērnu ikdienas sūrumu un sabiedrības attieksmi pret viņiem, kā arī bērnu audzināšanas metodes. Tik nesena pagātne, un tik daudz kas ir krasi mainījies.
Mazliet šajā stāstā tika ietverta politika un nozīmīgi vēstures notikumi - man bija mazuma piegarša šajā jomā un pietrūka lielāka šo notikumu iesaiste stāstā.
Man ļoti patīk, ka vecajos izdevumos viss nav burtiski uzrakstīts priekšā un sniedz iespēju lasītājam fantazēt pašam - arī intīmajās ainās.
Izdevniecība "Liesma" latviešu valodā šo grāmatu izdeva 1987. gadā. Interesanti, ka laikaposmā, kad Latvija vēl bija zem cenzūras lupas, šajā grāmatā var atrast ilustrāciju, kurā attēlota kaila sieviete visā savā burvībā.
Profile Image for Kerstin.
17 reviews
August 29, 2021
Eine berührende Geschichte, die uns Einblick gewährt in eine Zeit, zu der wir bald keinen Zugang mehr haben werden und uns zeigt, wo wir her kommen.
Profile Image for LittleMissBookworm.
757 reviews7 followers
October 22, 2024
„Ihre Mutter hatte sie hergeschenkt, als sie zwei Monate alt war. Manchmal dachte sie: Ein Geschenk ist doch etwas Gutes. Verschenken ist nicht dasselbe wie Wegwerfen.“

Johanna wächst in der Zwischenkriegszeit als uneheliche Tochter bei Zieheltern im Burgenland auf. Mit 13 Jahren wird sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als Dirn in ein kleines Dorf im südlichen Niederösterreich gebracht, wo sie fortan ohne Lohn und Rechte, und unter menschenunwürdigen Bedingungen auf einem Bauernhof Schwerstarbeit leisten muss.

Renate Welshs „Johanna“ ist ein unglaublich erdrückender, erschreckender und aufrüttelnder Roman, der fast schon dystopisch anmutet. Das Buch erzählt vom Schicksal eines Mädchens, das wohl Zigtausenden aus dieser Zeit gleicht, und mich als Leserin unglaublich betroffen gemacht hat. Mir war, vielleicht naiverweise, nicht bewusst, wie verheerend die Lebensbedingungen unehelicher Kinder, vor allem eben Mädchen, in der Zwischenkriegszeit waren. Auch zeigt dieses Buch auf, wie prekär die politische Situation in den 1930ern war und wie die Bevölkerung dazu stand und damit umging.
Ich finde es einerseits schön zu sehen, wie weit wir in manchen Bereichen in den letzten 90 Jahren gekommen sind, und andererseits stimmt es mich wahnsinnig traurig, wie wenig sich andere Dinge verändert haben bzw. beginnen sich zu wiederholen.
Als jemand, der nur wenige Ortschaften vom Handlungsort entfernt aufgewachsen ist, hat mich dieses Buch doppelt berührt. Ich habe auch etwas recherchiert und herausgefunden, dass mindestens eine der Familien, die hier erwähnt werden, zur damaligen Zeit tatsächlich in Gloggnitz gelebt haben. Hut ab, Frau Welsh, Ihr Maß an Recherche ist auf mehr als nur einer Ebene anerkennenswert.

Ich verstehe, wieso „Johanna“ an vielen österreichischen Schulen mittlerweile zur Pflichtlektüre geworden ist und kann nur allen – ob erwachsen oder jugendlich – ans Herz legen, dieses Buch zu lesen.

Weitere Zitate, die ich besonders aktuell fand:

„Weil doch jeder Mensch seinen Stolz hat. Wenn er dann ein gutes Wort von oben kriegt, glaubt er, jetzt ist er wer. Besonders wenn andere noch weiter unten sind. Ich meine, aus einer schwarzen Diktatur kann leicht eine braune werden, weil jede Diktatur dieselbe Art von Menschen braucht, egal, was für eine Diktatur es ist. Und schöne Worte können sie alle machen.“

„Wenn die Leute nicht Bescheid wussten, wurden sie ärgerlich und wollten nicht, dass man fragte. Das hatte sie schon lang gelernt. Dinge, die die Leute genau wussten, erklärten sie gern. Maria hatte nur gesagt, wogegen sie waren. Die mussten doch auch für etwas sein. Oder für jemanden.“
Profile Image for ~•verena•~.
486 reviews8 followers
January 8, 2025
3.5 ⭐
Seit Johanna wusste, dass sie weggehen würde, sah alles anders aus...

- Johanna, S. 1


"Herbstmilch" trifft auf "Jugend einer Arbeiterin".

Johanna wurde als uneheliches Kind geboren und von einer Ziehfamilie aufgezogen. Mit 13 bricht sie von Zuhause auf und landet auf einem Bauernhof in der Nähe von Gloggnitz, Niederösterreich, wo sie von nun an als Dirn (österreichisch für Magd) arbeiten soll. Eigentlich wollte sie ihre Mutter finden und eine Lehre als Schneiderin machen, weshalb sie so bald wie möglich den Lahnhofer-Bauernhof wieder verlassen möchte...
Wir begleiten Johanna mehrere Jahre, von 1931 bis 1936. Man leidet mit ihr, ist wütend auf sie bestehenden Verhältnisse in denen sie quasi als Sklavin arbeitet und ärgert sich über die boshaften und grausamen Dorfbewohner:innen, die gerne jeden hinterrücks schlecht reden. Es ist einfach unfair zu hören, wie das junge Mädchen behandelt, geschunden und beschimpft wird, einfach nur aufgrund ihrer Herkunft - als uneheliche Tochter einer Magd ist sie nichts wert, was ihr auch ihre Mitmenschen oft und deutlich spüren lassen.
Man ist nur wer, wenn man etwas hat.
... Wenn einer vorbeiging, wussten alle, wie viele Joch Boden da gingen und wie viele Kühe...

- Johanna, 5%

Was ich an diesem Buch auch faszinierend fand, war die düstere Stimmung (Armut, Ernteausfälle...), die durch die prekäre politische Situation nur noch angeheizt wird. Es gibt verschiedene politische Strömungen, die Johanna wahrnimmt: die Dollfuß-Anhänger, Sozialisten und Nazis.
Da die Geschichte aus Johannas Perspektive erzählt wird, werden die politischen Vorkommnisse wie Bürgerkrieg und Dollfuß' Ermordung nur gestreift, denn, wie Johanna öfter feststellt kennt sie sich mit diesen Dingen nicht aus (es geht sie auch nichts an, wie die Bäuerin ihr oft genug sagt), sie möchte aber mehr lernen.
... »Du bist nicht dumm, merk dir das! Die oben, die wollen gern, dass du das glaubst, damit sie dich dann für dumm verkaufen können.«
»Aber ich weiß doch nicht, was los ist!«
Er nickte. »Das ist es ja. Sie wollen nicht, dass wir wissen, was los ist. Wenn nur ein paar wissen, was los ist, dann können sie den vielen sagen: Seht ihr, ihr braucht uns. Ihr braucht unsere Führung. Das ist ja der Grund, warum wir lernen müssen. Verstehst du?«...


- Johanna, 77%


... Wenn einer lang genug gekuscht hat, dann glaubt er ja, er will das so, verstehst du? Weil doch jeder Mensch seinen Stolz hat. Wenn er dann ein gutes Wort von oben kriegt, glaubt er, jetzt ist er wer. Besonders wenn andere noch weiter unten sind. Ich meine, aus einer schwarzen Diktatur kann leicht eine braune werden, weil jede Diktatur dieselbe Art von Menschen braucht, egal was für eine Diktatur es ist. Und schöne Worte können sie alle machen...

- Johanna, 78%

Ein faszinierendes, authentisches Buch. Die Sprache und Art wie es geschrieben ist, erinnert mich oft an die Erzählungen meiner Oma, die ebenfalls am Land aufgewachsen ist.
Manche Dinge haben sich auch bis heute nicht geändert (Statusdenken, gierige Menschen, hinterrücks reden und einem ins Gesicht lachen), was ich aus meinem persönlichen Alltag in der österreichischen Einöde bestätigen kann.
Profile Image for Aldi.
1,413 reviews105 followers
May 21, 2021
Sehr eindringlich und authentisch geschrieben, ich hab das Buch (das ich in meiner Kindheit irgendwie verpasst hatte) in einer Sitzung verschlungen. Ich glaube, was mich am meisten getroffen hat (abgesehen von der ganz selbstverständlichen kompletten Unterdrückung von Frauen, Arbeitern, und erst recht arbeitenden Frauen), ist, wie prävalent manche der beschriebenen Dinge in Österreich noch mindestens 50 Jahre danach waren, denn da klang doch einiges sehr vertraut. Die politischen Hintergründe der 30er Jahre waren ebenfalls sehr treffend eingearbeitet, vor allem die Hinweise auf den aufkommenden Nationalsozialismus.

Das Ende war ein zweischneidiges Schwert für mich. Einerseits schön für die Selbstermächtigung der Hauptfigur, und ich war auch sehr froh, dass es gut für sie ausgeht. Andererseits war es auch ziemlich bittersüß, dass ein "gutes" Ende für sie trotzdem gerade nur klappt, weil ihr Freund nicht so ein komplettes Arschloch war wie jeder andere Mann im Dorf, und von ihren Berufsträumen kann sie sich ja trotzdem vorerst mal verabschieden (nicht aber von der Armut und ständigen Schufterei). Wie gesagt, authentisch.
Profile Image for Ines.
176 reviews8 followers
October 29, 2021
Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so berührt. Was für ein tiefer und echter Einblick in ein Stück Zeitgeschichte. Hautnah lässt uns Renate Welsh am Leben einer „Dirn“, einer Dienstmagd die unehelich geboren ist - und somit keine Rechte hat, teilnehmen. Unglaublich, dass solche Umstände kaum 100 Jahre her sind. Besonders berührt hat mich, wie sehr Welsh die Bürde der Unwissenheit beschreibt. Wie schlimm es ist, nichts über Rechte zu wissen, über politisches Geschehen oder einfach irgendwas und gleichzeitig das Wissen zuhaben, so wie ich lebe, kann das nicht richtig sein.
5 reviews
June 9, 2021
In kürzester Zeit verschlungen. Gibt einen tollen Einblick in die österreichische Seele, vermittelt ein gutes Bild der damaligen Zeit und politischen Lage und lässt einen viele Parallelen zur heutigen Zeit erkennen.
Ein tolles Buch!
19 reviews
January 5, 2022
Wunderschön geschrieben. So einfach und eindrücklich wird erzählt, wie es damals lief. Wie das einfache schwer Leben aussah, das früher so normal war. Es ist faszinierend, wie ein einfaches Mädchen wahrgenommen hat, wie sich die Zeit ändert, wie wenig man wusste und doch Teil von allem war.
Ich finde es so wichtig, dass solche Geschichten konserviert werden, bevor es niemanden mehr gibt, der von damals berichten kann!
Profile Image for Marlene.
269 reviews
January 26, 2022
After many years, I’m reading a book by one of my favourite children’s books authors again: “Johanna” by Renate Welsh.

It’s the story of Johanna’s life as a farmgirl in Austria between the two world wars. It was an interesting and also touching read.
2 reviews
January 27, 2023
Das Leben einer in den 30er Jahren unehelich geborenen Frau ... Leben am Bauernhof ... nichts wollen dürfen ... trotzdem ein schönes Buch!
Profile Image for Maribel Yazdanifar.
24 reviews1 follower
February 20, 2017
A super easy read. I finished the book in one day.
The story unfolds as you go forward. It depicts the daily life of a poor girl having big dreams which come to be fading away day by day. There is not much exciting moments in the story except a few rise and fall.
191 reviews1 follower
September 2, 2023
Super schöner Roman und sehr flüssig zu lesen.
Erzählt von dem Leben von Johanna, einem unehelich geborenem Kind, das als Dirn bei einem Bauern in einer denkbar schlechten Position ist. Die schwere Arbeit wird genauso thematisiert wie die politischen Umbrüche der Zeit (zumindest insoweit Johanna Zugang zu diesen Informationen hat).
Das Ende kam recht plötzlich, aber da es einen Folgeband gibt ist das zu verzeihen.
Displaying 1 - 12 of 12 reviews

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