Mein Bauch gehört mir? Die Debatten um die berühmten Abtreibungsparagrafen zeigen, dass es hier noch immer um eines der gesellschaftlich umstrittensten Themen geht. Dabei entscheidet sich jede dritte Frau mindestens einmal im Leben für einen Abbruch.
Abtreibungen sind bis heute mit Scham belegt und erheblichem Druck von außen ausgesetzt. In Deutschland sind sie nach wie vor nicht erlaubt, aber straffrei. Die wieder verstärkte Stigmatisierung von allen, die sich für einen Abbruch entscheiden, sorgt dafür, dass über diese Erfahrungen fast flächendeckend geschwiegen wird. 2017 wurde eine Ärztin vor Gericht verurteilt, nur weil sie die Information über die Möglichkeit von Abtreibungen in ihrer Praxis auf ihre Homepage gestellt hatte. In ihrer sorgfältig recherchierten Studie stellt Erica Millar heraus, wie die gängige Rhetorik auch in vermeintlich liberalen Ländern mit festgelegten Stereotypen arbeitet: Mutterschaft ist gut, Abtreibung böse, Ersteres bringt Glück, Letzteres Unglück. Jahrelang hat Millar Parlamentsdebatten verfolgt und Medien analysiert, um die erste weltweite Studie zu den emotionalen Zuschreibungen rund um Abtreibungen zu verfassen. Die australische Forscherin zeigt, dass der überwältigende Teil der Frauen nach der Abtreibung große Erleichterung und Dankbarkeit empfindet und nicht – wie so oft unterstellt – traumatisiert ist.
Interesting analysis of the way society sees abortion and post-abortion women, written by a pro-choice Australian author. She argues that the general discourse of abortion requires it to be presented as a difficult, emotionally harmful choice for women. She highlights the rhetoric used by both sides of the abortion debate about how abortion is a bad, traumatic thing that should be "rare." She says this is a myth and most women are happy with their abortions. I disagree with her premise, I think there is a reason why the narrative of abortion as trauma developed, and that it is the truth for many women, more so than the "happy abortion" narrative she promotes. But it was an interesting book to read.
Lots of good stuff In here. Some enraging facts, some deeply comforting ones. Little too academic-y, would like something more accessible for all readers.