Das Leben ist keine Wundertüte, aber auch kein Rohkostteller... Der neue Roman von Bestseller-Autorin Susanne Fröhlich Zu wem hält eine Frau, wenn die eine Freundin die andere mit deren Mann betrügt? Was tut man, wenn die eigenen Kinder plötzlich erwachsen werden und die alten Eltern immer mehr zu Kindern? Wie kann man mit einem Gemüseapostel glücklich werden, wenn man eher Spaghetti-Bolognese-Fan ist? Wie besänftigt man eine 15jährige, die entschieden hat, einen aus tiefstem Herzen zu hassen, weil man jetzt mit ihrem Vater zusammenlebt? Und der ist wirklich toll. Dass es mit einem Mann noch mal so schön sein würde, hätte Andrea Schnidt sich nie träumen lassen. Aber all die Fragen, denen sie sich jetzt stellen muss, machen das neue Glück nicht gerade unkompliziert. Aus den Turbulenzen kommt Andrea jedenfalls so schnell nicht raus … Voller Empathie, mit viel Witz und blitzgescheit erzählt Susanne Fröhlich davon, was es heißt, eine neue Liebe zu leben – und das, wenn beide schon eine Familie haben. Einfach ist da gar nichts.
Susanne Fröhlich ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin, die hauptberuflich für den Hessischen Rundfunk arbeitet.
Susanne Fröhlich machte 1982 ihr Abitur an der Schillerschule Frankfurt. Nach abgebrochenem Jura-Studium (4 Semester) und Volontariat debütierte Fröhlich 1984 beim Hessischen Rundfunk (Hörfunk). Von 1988 bis Sommer 2007 moderierte sie das „Ausgehspiel“ in hr3. Im Fernsehen moderierte sie „Allein oder Fröhlich“, „Vorsicht Fröhlich“ oder „Wir vier“. Sie war regelmäßig Gast bei Blond am Freitag sowie in der HR-Quizshow strassen stars.
Mittlerweile hat Fröhlich mehrere Bücher veröffentlicht. „Frisch gepresst“ handelt von einer Frau namens Andrea Schnidt, die gerade Mutter wird. „Frisch gepresst“ ist der erste Roman/Hörbuch über Andrea Schnidt. Weitere sind: „Frisch gemacht“, „Familienpackung“, „Treuepunkte“ und „Lieblingstücke“. Das Buch „Jeder Fisch ist schön, wenn er an der Angel hängt“ wendet sich an weibliche Singles. In ihrem Roman „Der Tag, an dem Vater das Baby fallen ließ“ wirft die Mutter des verstorbenen Babys den Vater hinaus und beginnt eine lesbische Beziehung zur Zugehfrau. 2004 erschien Susanne Fröhlichs bisher größter Bucherfolg „Moppel-Ich“, ein Ratgeber, der sich auf humorvolle Weise mit Gewichtsproblemen auseinandersetzt. In Anlehnung an dieses Buch entstand auch ein Fernsehfilm. Im MDR Fernsehen moderiert sie die Buchsendung „Fröhlich lesen“.
Susanne Fröhlich lebt mit dem Fernsehmoderator Gert Scobel zusammen. Die beiden haben zwei Kinder.
Den Titel des Buches empfinde ich hier tatsächlich als sehr passend. Wir begleiten die Protagonistin Andrea Schnidt, die bereits aus einigen anderen Büchern bekannt ist. Hier (im achten Band) erlebt Andrea wieder einiges und es ist alles dabei. Glückliche Momente und traurige Momente, Freud und Leid. Wie aus dem Leben gegriffen. Eine Wundertüte halt. Andrea ist mit ihrem zweiten Mann/Partner glücklich, aber seine 15-jährige Tochter ist die reinste Zicke. Andrea`s eigene Tochter ist für ein Jahr in Australien. Die Nachbarn gehen fremd. Andrea´s Vater stirbt, die Mutter zeigt erste Anzeichen von Demenz. Alles nicht so einfach. Eigentlich sind es alles mehr oder weniger typische Alltagssituationen, aber ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt.
Dieses Buch gefiel mir wieder um einiges besser als der Vorgänger. Fr. Fröhlich, oder vielleicht eher Andrea Schnidt, hat hier wieder zu alter Form zurück gefunden und uns an ihrem Alltag teilhaben lassen. Der ist zugleich bodenständig normal, so dass es authentisch wirkt. Aber doch auch 'ausgefallen' genug, dass es lohnt darüber zu lesen.
Ich konnte ja lange Zeit nicht nachvollziehen, wieso Andrea überhaupt mit jemanden zusammen ist, der solch einen 'Rucksack' aus der Vergangenheit mitschleppt, mit dem sich Andrea nur schwer arrangieren kann. In dem Fall heißt der Rucksack Alexa. Denn Andrea hat kaum was positives, oder was wirklich verliebtes über ihren Paul gesagt. Erst so nach und nach kommen auch seine guten Seiten zum Vorschein.
Am Schluss ist das Buch übrigens in ganz anderer Hinsicht emotional, und macht deutlich dass Susanne Fröhlich hier über das ganz normale Leben mit all seinen Facetten schreibt, nicht nur über witzige Situationen. Mir hat genau das sehr gefallen!!
Es war sehr witzig und nicht ohne Tiefgang. Die Humor wird abgewechselt mit erkennbare Fragen und Sorgen. Ich wusste nicht das Teil war von einen Serien. Ich habe es gelesen ohne das Gefühl etwas zu vermissen.
Andrea soll / darf endlich die Tochter von Paul kennen lernen. Sie planen einen Kurztrip nach Thüringen. Alina ist ein verwöhnter Teenie, der Andrea auch ganz klar die Meinung sagt. Dies wäre nicht schlimm, wenn diese nicht eine versteckte Drohung beinhalten würde! Aber Andrea hat genug um die Ohren, um davon abgelenkt zu werden: Backaroma-Duftspray, verliebte Kinder, nervige Exfrauen, anstrengende Verwandte und liebestolle Nachbarn und Freunde halten Andreas Leben auf Trab.
Andrea Schnidt hat mich über die Jahre begleitet. So wie auch sie, bin ich älter geworden. Ihre Sorgen, Nöte und Ängste ähnelt denen all der Frauen um mich herum und meinen eigenen. Die Bücher habe ich immer in zeitlichen Abständen gelesen und dieses Mal habe ich mich gefühlt, als wenn ich nach Hause komme. Danke Susanne Fröhlich. Und dabei enthält das Buch noch nicht mal einen großen Ausschnitt, es sind nur ein paar Wochen, ein kurzer Moment im Leben von Andrea. Liebe, Freude und Trauer liegen ganz dicht bei einander. Der ewige Geschwisterzwist wird endlich begraben, Missverständnisse treten auf, weil alle nur "nett" sein wollen. Aber es sind wieder die versteckten Weisheiten, die kleinen Anmerkungen von Frau Fröhlich, die einen innehalten und über das Leben nachdenken oder auch schmunzeln lassen oder man haut auf den Tisch und sagt "so ist es!".
Zitate: Was bringt es, sich über seine körperlichen Defizite ständig zu beschweren? Nichts. Entweder man »arbeitet« an seinem Körper oder man lässt professionell schnippeln oder man akzeptiert das vorhandene Material. Die letzte Variante ist mit Sicherheit die preiswerteste, aber nicht unbedingt die einfachste. (Seite 10)
Für einen Kaffee und ein bisschen Tratsch ist Tamara immer zu haben. Ich ehrlich gesagt auch meistens. Attraktiver als Hausputz ist es allemal. An sich ist so gut wie alles attraktiver als Hausputz. Bis auf Zahnarzt vielleicht. (Seite 25)
Und nein, nett ist nicht die kleine Schwester von scheiße, wie es Menschen oft und gern behaupten. Nett ist phantastisch. Ich liebe nette Menschen. Nett ist auch nicht gleich doof. Nett ist unterschätzt und tut gut. (Seite 35)
Es gibt überdrehte und egozentrische Menschen, die einem Energie rauben und einen ermattet zurücklassen, und es gibt überdrehte und egozentrische Menschen, die einen mitreißen und beflügeln. Rena gehört eher zur zweiten Sorte, mit kleinen Ausrutschern zu Typ eins. Aber sie ist jedenfalls nicht langweilig. Bin ich eigentlich langweilig? Ich bin unsicher, hoffe aber, nicht. (Seite 41)
Aufwühlend. Die Geschichte um Andrea nimmt Fahrt an und steuert auf ungeahnte Tiefen an. Einfach aufwühlend. Wie auch schon in den anderen Teilen sind die Charaktere liebevoll umschrieben und die Geschichte ein Auf uns Ab der Gefühle.
Als Hörbuch gehört. Ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Ist ja inzwischen schon wie ein Heimkommen ins Leben der Andrea Schnidt. Bin gespannt ob es noch eine Fortsetzung geben wird.