Als Penny auf Fuerteventura landet, um in einem All-inclusive-Club zu arbeiten, ist Milo der Letzte, mit dem sie rechnet. Milo, der kurz mit ihr auf der Schule war, dessen Name nichts als Ärger verhieß und mit dem sie ein verirrter Kuss verbindet. Jetzt ist ausgerechnet die fröhliche Helena, Pennys Zimmergenossin, mit Milo zusammen und Penny kann ihm kaum aus dem Weg gehen. Aber da ist noch immer die Erinnerung an diesen Kuss. Auch Helena merkt, dass da mehr ist, und das schlechte Gewissen ihr gegenüber droht Penny zu ersticken. Doch Gefühle lassen sich nicht steuern. Selbst wenn sie schnurgerade in die Katastrophe führen.
Ein Kuss in einem Schrank, an einem Tag, an dem sich ihre Leben veränderten, und danach haben sie sich jahrelang nicht gesehen, obwohl sie in der gleichen Stadt wohnten. Dann arbeiten sie aber ausgerechnet zusammen im gleichen Hotel auf Fuerteventura und erinnern einander an die Vergangenheit, vor der sie geflohen sind. Und dann sind da noch Gefühle, die wieder aufkeimen.
Milo kennt sich mit Vorurteilen bestens aus und dieser Job ist für ihn ein Neuanfang, bei dem er vorgeben kann, ein fröhlicherer Mensch zu sein und ein entspannteres Leben zu leben. Aber dann taucht Penny auf und sie weiß einige Dinge, die er hinter sich lassen wollte, und durchschaut seine Fassade sofort. So muss Milo also wieder mit seinen Dämonen kämpfen ...
Ich bin ja ein großer Fan von Liebesdreiecken und fand hier auch Helena sehr interessant. Sie ist fröhlich, liebenswert und gibt jedem ein gutes Gefühl, sogar dem traurigen Milo geht es in ihrer Nähe besser. Aber als Milos Freundin steht sie einer Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten natürlich im Weg und man kann davon ausgehen, dass diese Beziehung früher oder später enden wird. Da Helena aber so ein nettes Mädchen ist und sowohl Milo glücklicher macht als auch Pennys neue beste Freundin wird, war ich auch gespannt, wie man die Situation auflösen will. Insgesamt war ich dann auch ganz zufrieden mit diesem Liebesdreieck, auch wenn mir ein paar Dinge nicht so sehr gefallen haben.
Die Liebesgeschichte von Milo und Penny fand ich aber auch wirklich schön. Man spürt nicht nur die Anziehung, sondern die Vertrautheit und Verbundenheit zwischen ihnen. Mir hat auch besonders die persönliche Entwicklung der Charaktere sehr gut gefallen, die einander auch Mut machen und gemeinsam ihre Ängste überwinden. Die sommerlich warme Atmosphäre in der Hotelanlage fand ich auch durchaus gelungen.
Fazit "Mit dir leuchtet der Ozean" hat mir wirklich gut gefallen, ich mochte besonders Protagonist Milo, die Entwicklung der Charaktere und ihren Umgang miteinander.
"Mit dir leuchtet der Ozean" von Lea Coplin ist ein wahrer Sommerroman! Nicht nur das Cover weckt Sommergefühle, sondern auch die Atmosphäre von Fuerteventura machen Lust auf Urlaub und Entspannung. Dazu eignet sich dieses Buch perfekt.
Das Cover finde ich ansprechend. Es gefällt mir sehr gut, da es mir sofort Sommergedanken verschafft. Auch die Schrift wurde toll in Szene gesetzt. Der Schreibstil der Autorin hat mir leider große Probleme bereitet. Lea Coplin verwendet viel Denglisch und schreibt öfter die Gedankengänge der Charaktere in Klammern, was für mich persönlich ein absolutes No-Go ist und stark im Lesefluss gestört hat.
Die Charaktere hatten mehrere Facetten und konnten mich mit ihrer Authentizität überzeugen. Ihre Probleme und Grenzen waren für mich jederzeit nachvollziehbar, was ich bei einem New Adult-Buch immer sehr mag. Penny ist mit ihrer Art sympathisch, obwohl sie vom Charakter her eher zurückgezogen ist. Milo hingegen ist offen, aber mit einer düsteren Vergangenheit. Seine Vergangenheit war für meinen Geschmack zu unspektakulär. Bzw. kann man über gewisse Dinge eigentlich leicht hinwegsehen, die als mega schlimm dargestellt wurden. Die Beziehung der beiden Charaktere zueinander entwickelte sich meiner Meinung nach zu schnell. Ich mochte allerdings den Wandel der Beziehung innerhalb der Geschichte ganz gerne.
Die Handlung beinhaltete mehr Tiefgang, als ich erwartet hatte. Im Buch werden mehrere wichtige Themen angesprochen und die richtigen Werte vermittelt. Es handelt sich um sanftes New Adult mit einem Hauch Humor und einigen unerwarteten Plottwists. Die Kapitel waren mir hin und wieder etwas zu kurz, aber dafür haben die Sichtwechsel zwischen Penny und Milo und die gelegentlichen Chat-Nachrichten mich überzeugen können. Das Buch ist relativ kurzweilig und lässt sich gut in einem Rutsch oder für Zwischendurch lesen. Ich mochte es, dass es kaum Drama gab und die Charaktere vernünftig miteinander kommuniziert haben.
Insgesamt ist "Mit dir leuchtet der Ozean" eine leichte Sommerlektüre, die man wunderbar am Strand, in den Bergen oder auch zu Hause auf dem Balkon lesen und genießen kann. Von mir gibt's trotz kleiner Kritikpunkte eine Leseempfehlung!
Eine tolle Geschichte die einem den Sommer auf jeden Fall näher bringt! 😍 Als Penny nach Fuerteventura reist um dort als Animateurin zu arbeiten, ist das Letzte womit sie rechnet auf Milo zu treffen. Die beiden kennen sich aus der Schulzeit und haben sich ewig nicht gesehen.. Milos Vergangenheit liegt zwischen den beiden, doch haben sie eine Chance? Der Schreibstil der Autorin war für mich erst etwas schwer, da sehr viele Satzzeichen verwendet werden. Mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt und es war flüssig zu lesen :) Die Geschichte spielt sowohl aus der Sicht von Penny als auch aus der Sicht von Milo, somit lernt man beide Charaktere gut kennen und kann sich hineinfühlen. Die Autorin zeigt uns mit ihrem Buch sehr schön, dass man nicht jedes Gerücht glauben sollte das man hört & dass das undenkbare manchmal trotzdem wahr werden kann! Eine schöne Geschichte über die Hoffnung & gaaanz viele Sommergefühle 😍🏖
Nee Nee das war absolut nichts. Super langweilige, flache und klischeehafte Charaktere und die Liebesgeschichte war auch blöd, einzig das Setting war schön sommerlich.
‚Mit dir leuchtet der Ozean‘ / Lea Coplin / 330 Seiten / 2.5/5⭐
Mit dir leuchtet der Ozean gibt ein sehr starkes Urlaubs Feeling, was wirklich schön ist, da momentan Reisen nicht möglich ist. Die Atmosphäre ist leicht und auch der Schreibstill unterstreicht diese Sommer Stimmung. Das die Geschichte auf Fuerteventura spielt passt sehr gut und ist auch nicht das klassische NA Setting.
Trotzdem konnte die Geschichte mich nicht mitreisen, die Handlung war teilweise nicht ausreichend beschrieben worden, und der Plot war für mich ziemlich vorhersehbar.
Penny und Milo waren zwei sehr ähnliche Protagonisten, beide sehr verschlossen und geheimnisvoll. Ich wollte mehr über sie erfahren. Nur diese Ähnlichkeit war das, was mich letztendlich gestört hat, es gab keine Abwechslung, keine besonderen Persönlichkeiten.
An Nebencharakteren hatte das Buch leider auch nicht viel zu bieten.
Helena, die als „erfrischend oberflächlich“ beschrieben wurde hat mich sehr gestört, diese Oberflächlichkeit war definitiv da, nur sie war nicht erfrischend, sondern anstrengend. Sie hat nie weiter nachgefragt, wie es einer anderen Person geht und alles mit einem Lächeln abgetan. Es hat gewirkt als würde sie nichts interessieren und ihr wären all die Menschen um sie herum egal.
Phillip, den man auch direkt zu beginn kennenlernt, war ein wandelndes Klischee, in seiner Persönlichkeit, seinem Aussehen, wie seinem Verhalten.
Die Thematik ist, meiner Meinung nach, leider auch nicht gut umgesetzt worden. Fremdgehen ist nichts was „einfach so“ passieren sollte. Man sollte eine Person niemals auf so eine Weise Verletzen. Gefühle können sich ändern, nur dann muss darüber geredet werden und nicht ein Betrug mit ‚Das ist einfach so passiert‘ rechtfertigen.
Zusammengefasst konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Die Charaktere waren einseitig, die Handlung voraussehbar, und die Thematik wurde mit einem ‚passiert‘ beiseitegeschoben.
» 3.5 von 5 Sternen « Lea Coplin entführt uns hier nach Fuerteventura und holte mir damit den Sommer nochmal direkt ins Wohnzimmer. Zwar kam die Insel an sich, eine Spur zu kurz, doch dafür erleben wir den Alltag von Penny und Milo, die als Angestellte eines All Inclusive Hotels auftreten, hautnah mit. Die Urlaubsvibes kamen so herrlich intensiv bei mir an, hüllten mich ein und unterhielten mich nebenbei auch noch wahnsinnig gut. Die Geschichte der beiden Protagonisten fällt total authentisch aus und man spürt von der ersten Sekunde an, dass sich die beiden schon vertraut sind, obwohl sie eigentlich Fremde füreinander sind. Mit einem einfachen, aber atmosphärischen Schreibstil geleitet uns die Autorin durch die Handlung und fängt die Emotionen sehr glaubhaft und transparent ein und überträgt sie auf den Leser. Für mich eine tolle Unterhaltung, die zwar nicht den Wow-Effekt bot, den ich mir erhofft hatte, aber mir doch ein paar tolle Stunden im Solana Sunshine Club bescheren konnte. Alles weitere könnt ihr, wie immer, auf meinem Blog nachlesen. Dafür einfach dem Link » hier « folgen und ihr werdet umgehend weitergeleitet. Viel Spaß beim Stöbern.
Ich habe so gut wie alle Bücher von dieser Autorin gelesen und das Hörbuch ist sogar vor dem Erscheinen des Buches schon auf bookbeat verfügbar gewesen. Da hab ich es mir gleich angehört und vor zwei Tagen auch das Buch eingetroffen. Ich war so neidisch auf Milo und Penny. Ich wollte unbedingt ins Buch springen und in Fuerteventura ins Meer springen und abkühlen, denn bei uns war es in den letzten Tagen sehr warm. Die Geschichte hat mich so entspannt, dass ich zweimal vor dem Ende des sleeptimers eingeschlafen bin. Musste dann zwar wieder zurück zur richtigen Szene hüpfen aber egal. Es war wirklich echt toll und dieses Cover gibt mir so richtige sommervibes. Würde sagen, dass es perfekt für zukünftige Strandurlaube passt. 4,5 Sterne
Ach etwas schade, dass das letzte Viertel des Buches dann so eine Fremdgehgeschichte wurde. Sonst wäre es locker ein Stern mehr geworden! Denn der Anfang verspricht eine ganz tolle und atmosphärische Geschichte. Allein das Setting auf der Insel Fuerteventura in einem Ferienresort am Meer ist super schön. Und die ganzen Jobs und Aktivitäten der Animateure hören sich super abwechslungsreich und spannend an. Ich hatte immer genau ein Bild vor Augen als wir Penny beim Lagerfeuer am Meer begleitet haben, sie fürs neue Musical geprobt hat oder an der Strandbar aushalf. Allerdings verstehe ich nicht, warum Penny bis zum Ende hin keine Lust auf den Job hatte. Klar, der Anfang war schwierig, aber zum Ende hin war ich dann etwas genervt davon. Warum kann sie sich nicht einfach wie ich über das tolle Setting freuen? 😂 Was mich allerdings ohne Augenzwinkern richtig gestört hat: Das Fremdgehen. Warum? Wirklich, es gab nicht einmal einen Grund. Und wir reden nicht von dem „ich küsse sie und mache ihr Hoffnung und dann küsse ich eine andere“ sondern über „Ich kuschle mit ihr die ganze Nacht und küsse sie und dann gehe ich anschließend in mein Bett, wo meine nackte Freundin auf mich wartet und schlafe mit ihr“. Leute, trennt euch einfach, wenn eure Gefühle sich anders entwickeln 🙄
Insgesamt ist sind die ersten 2/3 wirklich stark mit absoluten Sommerfeeling. Danach für mich leider enttäuschend.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Hab das Buch als Hörbuch gehört und es war von der Grundidee der Story her ganz süß aber ich kam mit den Protagonisten und dem Aufbau nicht klar. Ich hatte viele Momente wo ich mir einfach nur dachte „häää?“ und war dementsprechend auch oft verwirrt! 😕 Man kann es lesen weil es für zwischendurch ganz nett ist aber in meinen Augen kein Must Read
Ein süßes Buch für den Sommer. Ich liebe die Stimmung sehr und auch die Charaktere. Allerdings hat mir ein wenig der Tiefgang gefehlt, was aber bei der geringen Seitenanzahl auch verständlich ist :)
Sommerliche Lovestory mit ungewöhnlichem Setting. Mir hat ein bisschen die Tiefe gefehlt, sowohl in der Entwicklung der Geschichte als auch bei den Charakteren. Unterhaltsam war es allemal.
Als ich dieses wunderschöne Cover und den interessanten Klappentext im dtv Programm entdeckt habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. „Mit dir leuchtet der Ozean“ ist ein leichter Sommerroman mit tollen Setting, der mich aber leider nicht überzeugen konnte.
Fangen wir mal mit dem Positiven an: bei der Szene aus der Vergangenheit von Pennys und Milos erstem Kuss konnte man wirklich die Chemie der beiden fühlen. Es war aufregend beschrieben und die Anziehung zwischen ihnen, die auch bei ihrem Wiedersehen nach vier Jahren wieder auftritt, ist somit nachvollziehbar. Das Setting in Fuerteventura fand ich auch toll! Ich liebe das Urlaubsfeeling, das die Autorin eingefangen hat.
Leider konnte ich zu den Protagonisten Penny und Milo keine Verbindung aufbauen. Sie waren mir zu eintönig und zu blass. Noch blasser waren allerdings die Nebencharaktere. Helena, Milos Freundin, fand ich teilweise sehr oberflächlich und anstrengend. Trotzdem war sie für Penny eine gute Freundin, die sie offen aufgenommen hat, obwohl Pennys verschlossene und gleichgültige Art es ihr sicher nicht leicht gemacht hat. Sämtliche andere Figuren hatten keinerlei Einfluss auf die Geschichte und kamen mir mehr oder weniger überflüssig vor.
Solche Liebesdreiecke finde ich immer etwas schwierig und hier hat mir die Auflösung nicht gefallen. Das Verhalten von Milo und Penny ging teilweise echt gar nicht und war für mich sehr problematisch, was meine abschließende Bewertung auch massiv beeinflusst hat. Allgemein wirkte besonders der letzte Teil der Geschichte sehr gehetzt, während davor die Geschichte so vor sich hingeplätschert ist.
Das Buch ist für mich eine sommerliche Zwischendurchlektüre, die mir aber leider aufgrund persönlichen Präferenzen nicht richtig gefallen hat. Um Spoiler zu vermeiden, möchte ich dies aber nicht weiter ausführen. Ich hätte mir leider etwas anderes erhofft.
[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag zur Verfügung gestellten Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.]
"Mit dir leuchtet der Ozean" ist mein drittes Buch von Lea Coplin und ich war sehr gespannt auf die Geschichte von Milo und Penny. Besonders neugierig gemacht hat mich auch das Setting in einem Hotelclub auf Fuerteventura.
Das Buch war sehr flüssig zu lesen und ich bin wirklich durch die Geschichte geflogen. Das Setting des Buches hat mir sehr gefallen und ich fand es sehr interessant die beiden Protagonisten in ihrem Hotelalltag zu begleiten.
Penny und Milo waren mir sympathisch und ihre Geschichte sehr interessant, aber insbesondere die Erfahrungen, die die beiden gemacht haben, hätten noch ein wenig mehr Tiefe gebrauchen können. Gefühlt wurden die Erlebnisse der beiden eher am Rande erzählt und kaum bis wenig Auswirkungen auf ihr aktuelles Leben.
Die Liebesgeschichte fand ich eigentlich ganz süß und man hat auch die besondere Anziehung zwischen Penny und Milo gespürt, allerdings hat mich das Liebesdreieck mit Helena doch ein wenig gestört und ich konnte das Verhalten und die Entscheidungen in dem Zusammenhang nicht immer nachvollziehen.
Insgesamt war das Buch aber eine unterhaltsame Geschichte mit einem tollen Setting, das perfekt für einen heißen Sommertag ist.
Ich brauchte leichte Unterhaltung und dachte dieses Buch könnte das richtige sein. Leider war meine Wahl eine absolute Enttäuschung. Grundsätzlich hätten Penny und Milo spannende Protagonisten sein können, aber meiner Meinung nach blieben sie viel zu flach, insbesondere die Vergangenheit der beiden hätte man intensiver beleuchten können. Die ganze Geschichte wurde meiner Meinung nach nur sehr oberflächlich behandelt. Zwischendurch dachte ich, ich hätte eine gekürzte Hörbuchvariante erwischte, aber dies war nicht der Fall.
Hinzukommt, dass ich absolut kein Fan des verwendeten Strickmusters bin.
„Mit dir leuchtet der Ozean“ war mein erstes Buch der Autorin. Sie schreibt locker und leicht, eher umgangssprachlich, teilweise mit kurzen englischen Einwürfen. Man kommt sehr schnell voran.
Die Geschichte hat mir gut gefallen, das Setting fand ich originell, auch wenn man von der Insel an sich wenig mitkriegt. Milo und Penny treffen nach fast vier Jahren auf Fuerteventura aufeinander. Sie kennen sich von früher, beide erinnern sich an die besonderen sieben Minuten, die sie gemeinsam hatten - und sofort flammen die alten Gefühle wieder auf. Doch Milo hat eine Freundin. Helena wohnt und arbeitet, genau wie Milo und jetzt auch Penny, in der großen Hotelanlage. Hier sind also Konflikte vorprogrammiert. Zudem haben die Protagonisten, die die Geschichte abwechselnd aus ihrer Sicht erzählen, beide eine Vergangenheit, aus der sie ein Geheimnis machen. Da man wissen möchte, was jeweils vorgefallen ist, bleibt man gespannt dran. Leider, und das fand ich wirklich schade, wird, nachdem sich beide kurz offenbart haben, nicht näher auf die Umstände eingegangen. Es blieb mir alles zu nah an der Oberfläche. Ich denke, ich hätte noch mehr mitfühlen können, wenn es alles etwas weiter ausgeführt worden wäre.
Die Chemie zwischen den Figuren war einigermaßen spürbar, insbesondere die Schrank-Szene konnte mich überzeugen. Da auf der alles aufbaut, konnte ich die grundsätzliche Anziehung der beiden schon nachvollziehen.
Insgesamt hat mir ein bisschen Tiefgang gefehlt. Aber es ist ein gutes Buch für jüngere Leser, die Liebesdreiecke mögen und ein bisschen Urlaubsfeeling brauchen.
Eine besondere und gefühlvolle Geschichte mit Urlaubsflair.
Vorneweg eine kleine Info:
Diese Rezension enthält minimale Spoiler, welche sich aber eigentlich auch schon aus dem Klappentext heraus erschließen lassen. Falls ihr lieber gar nichts über die Geschichte wissen wollt, solltet ihr diese Abschnitte auslassen. Ich werde diese spoilernden Abschnitte zuvor noch einmal explizit kenntlich machen.
Zur Geschichte:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich den Stil von Lea Coplin sehr liebe - ihre Geschichten sind immer so tiefgehend, einzigartig und bewegend. Außerdem schafft sie hier wieder einmal eine wundervolle Atmosphäre, in der man sich einfach wohlfühlen muss. Fuerteventura ist eine traumhafte Kulisse, deren bildhafte Beschreibungen mir richtiges Fernweh bescherten, und die Idee von Animateur:innen in einem exklusiven Hotel finde ich ebenfalls interessant, es ist mal etwas anderes und wurde zudem noch schön inszeniert.
Der große Plot Twist der Geschichte war allerdings gar nicht mein Fall und das hat nichts mit der Autorin oder speziell dieser Geschichte zu tun, ich mag diese Art von Handlung bzw. Konflikt nie, in keinem Buch. Ich denke der Klappentext verrät euch schon, in welche Richtung diese Geschichte geht, dementsprechend sind meine Anmerkungen eigentlich keine Spoiler, aber ich möchte trotzdem niemanden ungewollt spoilern, also lest den folgenden Abschnitt bitte mit Vorsicht.
! Achtung minimale Spoiler im folgenden Absatz !
Ich persönlich bin einfach überhaupt kein Fan davon, wenn Fremdgehen in Büchern romantisiert wird und ich sage nicht, dass das hier direkt erfolgt, aber das muss es auch gar nicht, denn Fremdgehen ist und bleibt immer einfach nur scheiße. Es macht mir Charaktere sofort unsympathischer, da es in meinen Augen einfach keine Gründe gibt, die Betrug innerhalb einer Beziehung rechtfertigen. Weiterhin nervt es mich, wenn der:die Betrogene extrem negativ dargestellt wird, nur um den Betrug weniger gravierend erscheinen zu lassen. Helena ist in dieser Geschichte das stets fröhliche und naive Dummchen ohne Substanz (womöglich übertreibe ich hier etwas, aber im Grunde ist das durchaus ihre Rolle in der Geschichte), während die beiden Protagonist:innen Penny und Milo natürlich tausendmal interessanter, vielfältiger und facettenreicher sind. Außerdem wird der Prozess des Fremdgehens nie nachvollziehbar aufbereitet, zumindest nicht für mich, was entweder an mir liegt oder daran, dass Betrug in der Beziehung nie nachvollziehbar ist und es auch nicht sein sollte. Jedenfalls haben sich mir sofort zwei Fragen gestellt: 1. Wieso ist Milo überhaupt mit Helena zusammen, wenn er sie nicht liebt? 2. Wieso verlässt er sie nicht einfach gleich, wenn er sie doch sowieso nicht liebt? Dann hätte man zumindest das aktive Fremdgehen in Form von körperlichen Seitensprüngen vermeiden können.
! Spoiler Ende !
Davon abgesehen mochte ich die Themen und Konflikte dieser Geschichte sehr. Milo's Vergangenheit hat mich emotional aufgewühlt und ergriffen. Lea Coplin erzählt diese Geschichte mit viel Feingefühl und lässt sie dabei lebensnah und natürlich erscheinen. Ich konnte sie glauben und fassen.
Der Prolog konnte mich auf Anhieb fesseln und bietet wirklich einen tollen Einstieg in die Geschichte. Ich war sofort Feuer und Flamme für dieses Buch. Auch wenn das große Ganze der Handlung natürlich recht vorhersehbar ist, steckt sie dennoch voller kleiner Überraschungen, unerwartet viel Tiefe und vor allem ganz viel Gefühl. Normalerweise kratzen dünnere Bücher nur an der Oberfläche, weswegen ich diese eigentlich auch nicht gerne lese, aber Lea Coplin beweist mit diesem Werk wieder einmal, dass der Seitenumfang nicht ausschlaggebend für die Tiefe eines Buches ist, sondern was man aus diesen (paar) Seiten macht. Die Geschichte von Penny und Milo ist intensiv, tiefgehend, mitreißend und bewegend.
Die Liebesgeschichte hatte für mich natürlich diesen einen großen Makel (siehe oben), aber ansonsten hat sie mir sehr, sehr gut gefallen. Ich mochte die Dynamik zwischen Penny und Milo und wie sie einander ohne viele Worte verstehen, obwohl sie sich jahrelang nicht gesehen haben und damals auch nicht wirklich kannten. Zwischen den beiden besteht eine ganz besondere Verbindung und das ist einfach nur magisch und wunderschön. Ich liebe die ernsthaften und tiefgründigen Gespräche, die sie führen und wie viel sie einander dabei geben können. Die Zwei sind füreinander bestimmt und das konnte man zwischen den Zeilen deutlich spüren.
Zu den Charakteren:
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Penny und Milo in der ersten Person Singular erzählt. Ich konnte mich in beide Protagonist:innen gut einfühlen und hineinversetzen, auch wenn ich ihr Handeln nicht immer nachvollziehen konnte bzw. selbst ganz anders gehandelt hätte. Ihre Gefühle waren für mich greifbar und gingen mir nahe. Ich habe mit Penny und Milo gefühlt, gelitten, geweint, gelacht, geschwiegen, bereut, gehofft und geliebt.
Penny ist eher zurückhaltend, ruhig und vorsichtig. Sie hält sich lieber im Hintergrund und lässt andere Menschen nur schwer an sich heran. Ich mochte sie und ihre Art unheimlich gerne, weil sie so pur und echt ist, ohne Filter, einfach nur Penny.
Milo musste in seinem jungen Leben schon viel zu viel sehen und ertragen und das hat Spuren hinterlassen. Er ist ein düsterer und geheimnisvoller Charakter, der viel hinter seiner undurchsichtigen Fassade verbirgt, die er auch vor sich selbst nur ungern abzulegen scheint. Milo klammert die Realität aus und versucht jemand zu sein, der er nie sein wird und eigentlich auch gar nicht sein möchte.
Während Milo nachdenklich, ernsthaft und melancholisch ist, sprüht Helena nur so vor Lebensfreude und Energie. Sie ist stets unbeschwert, gut gelaunt und lustig.
! Achtung hier wieder ein minimaler Spoiler !
Ich für meinen Teil mochte Helena überhaupt nicht, um genau zu sein ging sie mir sogar tierisch auf den Keks und das stört mich, weil ich mich nun frage, ob es von der Autorin so gewollt war, dass niemand Helena mag, um den Betrug an ihr weniger schlimm erscheinen zu lassen. Wenn ja, dann hat es funktioniert, denn ich hatte wirklich nur wenig Mitleid mit ihr und das finde ich so, so kritisch, weil es Fremdgehen weniger negativ und furchtbar darstellt als es ist und als es wirken sollte. Helena's Charakter ist so unbedarft und oberflächlich, dass es fast schon lächerlich ist. Die Präteritum-Sache war das einzig Interessante an ihr und das hat eigentlich auch nicht zu ihr gepasst bzw. hätte ich es bei einem Charakter mit Tiefe mehr verstanden. Leider wird hier auch nie aufgeklärt, wieso Helena immer in der Vergangenheitsform spricht. Wahrscheinlich damit sie nicht interessanter und liebenswerter wirkt als sie es jetzt tut, weil man Penny und Milo dann weniger mögen würde und jede:r soll doch die Protagonist:innen mögen, oder?
! Spoiler Ende !
Lea Coplin hat mit Penny und Milo zwei authentische, vielschichtige und lebensechte Protagonist:innen erschaffen, die auf mich greifbar und natürlich gewirkt haben. Sie besitzen Ecken und Kanten, die sie interessant, menschlich und lebendig machen. Die Nebencharaktere sind ziemlich genau das: Nebensache. Ich würde nicht sagen, dass sie schlecht ausgearbeitet sind, aber Penny, Helena und Milo stehen eben ganz klar im Zentrum der Geschichte.
Sie zählen zwar nur indirekt zu den Charakteren, aber die Katzen haben es mir in dieser Geschichte besonders angetan, ich bin und bleibe einfach ein Katzenmensch.
Zum Schreibstil:
Das Buch lässt sich locker-leicht und flüssig lesen. Lea Coplin überzeugt hier mit einem jugendlich-frischen, modernen, aber auch sehr einfühlsamen und bedeutungsvollen Schreibstil. Er ist natürlich, lebensnah und greifbar. Lea Coplin schreibt an den richtigen Stellen erfrischend und humorvoll und beschreibt ihre Kulisse so bildhaft und atmosphärisch, dass ich mich beim Lesen förmlich nach Fuerteventura versetzt gefühlt habe. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte gar nicht, dass die Geschichte endet.
Weitere Anmerkungen:
Das Cover ist ein absoluter Traum und hätte die Atmosphäre der Geschichte gar nicht schöner einfangen können. Ich liebe die Farben und deren weichen Verläufe und Zeichnungen.
Fazit:
Ich hatte hohe Erwartungen in dieses Buch gesetzt, da ich Lea Coplin, ihren Schreibstil und ihre besondere Art, Geschichten zu erzählen sehr liebe, jedoch war "Mit dir leuchtet der Ozean" einfach nicht mein Buch. Der Funke ist nie ganz übergesprungen, aber das lag in erster Linie an mir selbst und meiner Antipathie gegenüber der hier zentralen Thematik und nicht an der Geschichte selbst oder gar dem Schreibstil der Autorin, von seinem Plot Twist abgesehen ist es nämlich wirklich ein tolles Buch: intensiv, tiefgründig, mitreißend und vor allem sehr gefühlvoll und bewegend.
Pünktlich zum Erscheinungstermin letzte Woche ist "Mit dir leuchtet der Ozean" von Lea Coplin bei mir angekommen. Da die Autorin mich schon letztes Jahr im Sommer mit ihrer ungekünstelten, spritzigen, authentischen Art zu Schreiben in "Für eine Nacht sind wir unendlich" überzeugt hat, war ich sehr gespannt auf ihren neusten Roman und hatte auf ein ähnliches Highlight gehofft. Leider hat mich "Mit dir leuchtet der Ozean" nicht ganz so sehr überzeugen können, wie ihr letzter Roman. Zwar sind Setting, Figuren, Atmosphäre und Handlung einzeln betrachtet grundsätzlich interessant gestaltet - als Ganzes war mir aber nicht ganz klar, was diese Geschichte sein will. Ein seichter Urlaubsroman? Keineswegs, dazu ist der Roman zu schwermütig und das Setting wird zu wenig genutzt. Eine dramatische Liebesgeschichte? Leider bleiben viele Themen zu oberflächlich und einige Emotionen gehen auf dem Weg verloren....
Das Cover entführt mit einem farbintensiven Bild eines Strands im Hintergrund und dem hervorgehobenen Kontrast aus türkisblauem Wasser und orangenem Sand im Titel sofort in eine sonnige Parallelwelt voll heißer Tage, lauer Nächte, Sandburgen und Gelächter unter Palmen. Nach dem Einstieg in die Geschichte kommt dann aber schnell die Ernüchterung: Trotz grundsätzlichem Sommer-Sonne-Kaktus-Flair die "Mit dir leuchtet der Ozean" keine unbeschwerte Sommerlektüre. Dazu sind die Tage der Protagonisten zu voll, der emotionale Ballast, den beide mit sich herumschleppen zu schwer und die Stimmung zu melancholisch. Statt Strandpartys, Freude und Freiheit zu zelebrieren, fallen Penny und Milo nach ihren langen Tagen im Club oft erschöpft ins Bett und bekommen außerhalb ihrer Tätigkeit im Solana Sunshine Club wenig von der spanischen Insel zu sehen, auf der sie den Sommer verbringen. Das ist keineswegs ein Problem und nur logisch angesichts der Tatsache, dass Penny und Milo nicht zum Urlaubmachen auf Fuerteventura sind - aber eben eine Sache, die man wissen muss, wenn man sich auf die Geschichte einlässt.
Erster Satz: "In dem Augenblick, in dem meine Hand den Griff umschloss, knipste irgendjemand das Licht aus, und auf einmal war es stockfinster im Raum."
Auch der poetische Titel führt auf eine eher falsche Fährte: wer hier eine leidenschaftliche Liebesgeschichte erwartet, wird eher enttäuscht werden. "Mit dir leuchtet der Ozean" erfindet den Begriff "Slow Burn" komplett neu. Zwar lesen wir von ihrem ersten Kuss schon im ersten Kapitel, nachdem wir in dem sehr süßen Prolog die erste richtige Begegnung von Penny und Milo während eines Partyspiels im Schrank beobachtet haben, fällt ihr zweites Aufeinandertreffen, fast vier Jahre später aber weit weniger prickelnd aus. Während sich Penny eigentlich nur ihrer Freundin zuliebe für den Job beworben hatte (die nun aber mit Gips zuhause bleiben musste) und nichts lieber tun würde, als sich von der Welt zu verkriechen, ist auch Milo nicht gerade begeistert, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Denn Penny weiß zu viel über seine Vergangenheit und könnte das Bild des unbeschwerten Sunnyboys zusammenbrechen lassen, das er sich mühsam aufgebaut hat. Sie beschließen also, einander erstmal aus dem Weg zu gehen - was sich als gar nicht so einfach herausstellt, da Milos Sonnenschein-Freundin Helena ausgerechnet Pennys Zimmergenossin ist...
Milo: "Mit Helena zusammen zu sein ist großartig, denn es nimmt dem Leben all die scharfen Kanten. Hier allerdings, zwischen Penny Fuchs und mir, wirkt sie auf einmal wie einer dieser aufziehbaren Hundewelpen aus der Werbung. Zu positiv. Zu perfekt. Nicht echt."
Klar, kein Wunder, dass es unter diesen Umständen eine ganze Weile dauert, bis die beiden sich etwas annähern, aber ein bisschen mehr Prickeln hätte es zwischen den beiden meiner Meinung nach schon können. Ich finde es grundsätzlich positiv, dass sich die Autorin hier so viel Zeit lässt, bis Penny und Milo sich wiederfinden, ein bisschen mehr Chemie, Anziehungskraft und Gefühlen hätte sie sich aber trotzdem bedienen können, um uns über die recht ereignisarme erste Hälfte hinwegzuhelfen. Denn bis auf die Beschreibung der Arbeit im Club, das ein oder andere Telefongespräch nach Hause und kurze Treffen der beiden Protagonisten passiert zunächst einfach nicht. Zwar ist das All-Inclusive-Club-Arbeitsleben ein interessanter Rahmen, in welchem ich noch nie eine Geschichte eingebunden gelesen habe, aber auch wenn ich ein Auge zu drücke muss ich anmerken, dass es sich dennoch ganz schön ziiieeeht, bis endlich mal etwas passiert.
Penny: "Da stehe ich, in einem kurzen T-Shirt mit zu nackten Beinen, und Milo starrt mich an... wie ich weiß nicht, wie er mich anstarrt. Als sei ich ein leeres Blatt oder eine weiße Leinwand und er kurz davor, mich mit Farbe zu begießen, aus vollen Eimern, bis ich darin untergehe."
Spannung wird vor allem durch die vielen offenen Fragen gewonnen, die nur nach und nach beantwortet werden. Was ist mit Milos Bruder passiert? Was ist an den Gerüchten um ihn dran? Was hat es mit Pennys Veränderung und der angespannten Stimmung in ihrer Familie auf sich? Weshalb sind die beiden ausgerechnet in Fuerteventura gelandet? Im Laufe der Beantwortung kommt das ein oder andere sehr ernste Thema ans Licht, das dann auch die vorher genannte schwermütige Atmosphäre, Milos gekünsteltes Lächeln und Pennys Typveränderung erklärt. Auf diese Themen und Konflikte wird aber leider zu wenig eingegangen, als dass ich richtig emotional mitgenommen worden wäre. Im hinteren Teil der Geschichte bricht dann nämlich die zuvor vermisste Liebesgeschichte durch und wird so präsent, dass eine weitere Auseinandersetzung mit der Charakterentwicklung völlig untergeht (die Figuren scheinen sogar vollkommen aufzuhören zu denken, wenn man mal betrachtet, was sie so anstellen *augenverdreh*).
Milo: "Helena schwebt davon, und ich bleibe mit dem Gefühl zurück, dass die Maske, die ich seit Monaten trage wie eine zweite Haut, in leichte Schieflage gerät durch die andere, die ich gerade darübergestülpt habe."
Um zu erklären, wie ich das meine muss ich noch generell ein paar Worte zu den Figuren verlieren. Penny und Milo erzählen hier in 51 Kapiteln abwechselnd jeweils aus der Ich-Perspektive und sind grundsätzlich sehr spannend angelegt. Lebendig werden die beiden vor allem durch ihre Eigenheiten und die vielen ungenauen Hintergründe und Fragen, die sie und ihr Verhalten aufwerfen. Darüber hinaus ist aber nicht so ganz der Funke übergesprungen, da wir bei vielen wichtigen Entwicklungsschritten nicht dabei sind und ich das Gefühl hatte, dass die Figuren manchmal selbst vergessen haben, wer sie eigentlich sind. Fangen wir mal an mit Penny. Diese hat erst kürzlich ihr Psychologiestudium abgebrochen, da es ihr gelungen ist "sich in jeder einzelnen möglichen Psychoneurose wiederzuerkennen, die ihr über den Weg lief" (Grüße gehen raus an mein eigenes Hypochonder-Ich, das bei jeder vorgestellten Störung denkt "ach, das hast du doch auch, oder?" - da konnte ich mich nur zu gut drin wiederfinden). Schon auf den ersten Seiten konnte ich mich gut mit ihr identifizieren, da ich das Gefühl kenne, zu sehr im eigenen Kopf gefangen zu sein. Doch dann kommt sie in den Club und alles was sie tut ist arbeiten und an Milo denken - ihre zuvor genannten Probleme ausgehend von ihrem Studienabbruch prägen ihre Wahrnehmung und ihr Empfinden in der weiteren Handlung kaum. Zukunftsängste? Fehlanzeige. Viele Gedanken über Zuhause, über das Studium, über ihre Kindheit? Nope. Ihre neu entdeckte Leidenschaft für das Theater? Wird zur Randbemerkung. Der Konflikt mit ihren Eltern? Das kann man ja im Epilog kurz als geklärt deklarieren. Es scheint, als würde sie plötzlich nur noch eine Sache beschäftigen: Milo. Und das macht sie leider ein bisschen eindimensionaler, als sie hätte sein müssen.
Penny: "Irgendwie habe ich allmählich das Gefühl, ihr gehört vielleicht zusammen, Milo und du". "Ah nein, das ist..." "Ich meine, du gibst dir jetzt schon zum zweiten Mal richtig Mühe, die nicht in Milo Kohlberg zu verlieben. Und diesmal scheint es dir ein bisschen weniger gut zu gelingen als damals in der Schule."
Milo kämpft mit seinem schlechten Ruf, der ihn von München aus bis nach Fuerteventura zu folgen scheint und findet es leichter, alle mit einem unbeschwerten Lächeln zu täuschen, als wirkliche Nähe und Verletzlichkeit zuzulassen. Wirkliche Beziehungen sind ihm zu anstrengend, deshalb konzentriert er sich auf seine Katzen und ist mit der immer gutgelaunten Helena zusammen, die nie Fragen stellt. So weit so gut. Als Penny auftaucht, will er ihr zunächst aus dem Weg gehen, fühlt sich dann aber immer mehr mit ihr verbunden und dann - plötzlich - scheint das mit der Verschlossenheit kein Problem mehr zu sein. Er öffnet sich ihr immer mehr und erzählt, was damals wirklich geschehen ist - wirklich emotional verarbeitet wird das aber von keiner der beiden Figuren und beim Leser kommt auch nicht viel mehr ans als ein "oh, aha". Ich halte also fest, dass viele Konflikte nicht ganz so gelöst werden, wie ich mir das vorgestellt habe und viele der Themen zu oberflächlich und viele der Gefühle zu distanziert bleiben.
Milo: "Ich frage mich, ob wir uns damals zueinander bekannt hätten. Sie, das stille, zurückhaltende Mädchen, mit dieser einen Freundin an ihrer Seite, nicht wirklich unbeliebt, aber auch nicht in den angesagten Cliquen unterwegs. Nicht ganz außen vor. Am Rand. So wie ich. Vielleicht war damals nicht unsere Zeit. Die Frage ist bloß, ob sie es jetzt ist"
Damit ich meine Rezension nicht mit einem zu negativen Eindruck beende, will ich nun auch noch ein paar positive Worte über "Mit dir leuchtet der Ozean" verlieren. Ich habe in meiner "Lesekarriere" schon wirklich eine Menge New-Adult-Bücher gelesen und immer wieder das übertriebene Drama, die vielen Klischees und die aufgesetzten Probleme kritisiert, die leider oft mit emotionalen Geschichten des Genres einhergehen. Ganz dagegen gefeit ist "Mit dir leuchtet der Ozean" natürlich auch nicht, dennoch gefiel mir, wie unaufgeregt die Autorin aus dem Leben ihrer Figuren erzählt. Lea Coplins ruhige, aber authentische Erzählweise sorgt letztendlich dafür, dass man zwar nicht ganz weiß, worauf der Roman hinauswill, man aber trotzdem alles in allem eine gute Zeit hatte!
Fazit:
Für einen Sommer-Wohlfühlbuch zu schwermütig, für eine dramatische Liebesgeschichte zu emotional distanziert und für einen Entwicklungsroman zu oberflächlich... Zwar sind Setting, Figuren, Atmosphäre und Handlung einzeln betrachtet grundsätzlich interessant gestaltet - als Ganzes war mir aber nicht ganz klar, was diese Geschichte sein will.
Als Penny auf Fuerteventura landet, um in einem All-inclusive-Club zu arbeiten, ist Milo der Letzte, mit dem sie rechnet. Milo, der kurz mit ihr auf der Schule war, dessen Name nichts als Ärger verhieß und mit dem sie ein verirrter Kuss verbindet. Jetzt ist ausgerechnet die fröhliche Helena, Pennys Zimmergenossin, mit Milo zusammen und Penny kann ihm kaum aus dem Weg gehen. Aber da ist noch immer die Erinnerung an diesen Kuss. Auch Helena merkt, dass da mehr ist, und das schlechte Gewissen ihr gegenüber droht Penny zu ersticken. Doch Gefühle lassen sich nicht steuern. Selbst wenn sie schnurgerade in die Katastrophe führen.
Cover: Ich finde das Cover wirklich sehr schön
Schreibstil: Den Schreibstil kenn ich schon von der Autorin und war daher nichts Neues für mich. Ich kam gut zurecht und war gespannt was mich erwartet. Leider war die Umsetzung nicht so meins. Milo mochte ich ganz gerne wegen seinen Charakter her. Aber mit Penny wurde ich einfach nicht so warm. Ich fand die Situation auch nicht so und die Lösung des Problems, damit kam ich nicht so recht. Das Seeting ist wirklich schön und ich hab mich wohlgefühlt. Ich kam auch ganz gut zurecht mit Helena und hatte Mitleid mit ihr.
Meinung: Ein Buch für zwischendurch ist es für mich
Bewertung: 3/5
This entire review has been hidden because of spoilers.
Mit dir leuchtet der Ozean ist auch relativ kurz aber echt echt gut 9/10 gute Charaktere gute Hintergrund Geschichte lediglich die Auflösung lässt zu wünschen übrig man hätte das Ende noch deutlich strecken können und es hätte dem Buch gut getan. Penny guter Charakter und man wollte auch wirklich nicht das Helena verletzt wird.wirklich gut umgesetzt. Ich lachte auch über die Sprache derselben. Klare Empfehlung ich verstehe nur den Titel nicht so ganz der passt nicht so.
Man nehme einen Kuss und eine erneute Begegnung. Eine tolle Idee, nur ohne Emotionen und mit total blassen Charakteren, einer Insel die ich nicht wirklich kennenlerne und einer Arbeit / Situatuon, die immer als Außenstehende beschrieben wird. Das ist nichts, was mich überzeugt. Liebe, Sommer, Bad Boy, New Adult hin oder her - für mich war es leider eine Enttäuschung.
Dieses Buch hat mir Urlaubsfeeling verschafft, denn ich habe das Meer riechen und Salz auf meinen Lippen schmecken können. Das war sehr schön. Die Geschichte war sehr interessant und entspannt, voller ungeklärter Fragen und heimlichen Blicken. Dabei gibt es zwei Blickwinkel, aus dem das Buch geschrieben wurde. Einmal Milo und einmal Penny. Die beiden zusammen sind sehr tiefgründig und spannend. Denn das Buch hat seinen eigenen Humor und ich liebe einfach die beiden Protagonisten für ihre Stärke und Eigenarten. Besonders spannend finde ich Pennys Veränderung und ihre Art Situationen zu analysieren, gleichzeitig dazu hat sie aber keinen Überblick was Milos Gefühlschaos anbelangt. Ich liebe sie aber für ihre Menschlichkeit und Verfehlbarkeit. Was mir gefallen hat ist die realistische Sichtweise der Geschehnisse und die Szenenbeschreibung. Die war ab und an ziemlich magisch und ich habe wirklich Lust auf Urlaub bekommen. Gleichzeitig hat mir das Buch aber auch Unendlichkeit, Freude und Freiheit gegeben. Wirklich schön. Der Schreibstil der Autorin war auch ganz schön. Also ist das Buch eine super Reise in ferne Länder und schenkt einem etwas Urlaub. Die Story ist sehr vielversprechend. Ein Mädchen flüchtet auf die Insel, um Abstand zu ihrer Familie zu nehmen. Dabei trifft sie auf einen Jungen, den sie aus der Schule kennt und um den sich viele Gerüchte drehten, doch dieser scheint wie ausgewechselt. Beide wollen sich voneinander fernhalten, denn die Vergangenheit ist unweigerlich mit ihnen verbunden, aber die Anziehung ist zu groß. Werden sie dagegen ankämpfen oder verlieren sie sich vielleicht in der Vergangenheit? Wer weiß? Penny ist einfach eine coole Socke. Anders als man sie erwartet würde, denn durch ihre zurückhaltende Art kommt sie einem beinahe schüchtern vor. Doch das ist sie keinesfalls, sie ist direkt, distanziert auf den ersten Blick, aber immer ehrlich. Sie kann auch sehr freundlich sein und voller Lebensfreude, doch die ganzen Menschen und das dauerhafte nett sein ist nicht ihr Ding. Dafür entdeckt sie aber ein verstecktes Talent in sich, dass Theater. Darin ist sie gut und sie liebt die Aufmerksamkeit, die ihr dabei geschenkt wird. Der Grund, warum sie auf Fuerteventura ist, liegt tief in ihrer schwierigen Vergangenheit begraben. Sie flüchtet vor ihrer Familie und versucht alles was mit ihrer Mutter zusammenhängt zu vermeiden. Dadurch verändert sie sich äußerlich, doch innerlich bleibt sie gleich. Sie ist eine sehr besondere Person und entwickelt sich stark. Sodass sie erkennt das man niemanden verurteilten sollte dafür das man sich verliebt. Sie wächst an dieser Reise und lernt viel neues kennen, zugleich verliert sie aber auch ihr Herz und kann endlich nach vorne blicken. Ihre Entwicklung ist also sehr schön. Milo ist ein Chamäleon. Er scheint sich seine Haut abstreifen zu können und sich in eine neue Haut reibzusetzten. So gut hat er sein Poker Face perfektioniert. Seine Vergangenheit war wahrlich nicht sie einfachste und dazu noch die Gerüchte um ihn. Wirklich eine Last, vor der er geflogen ist und nun alles daran setzt nicht mehr an sie zu denken. Doch das ändert sich als Penny auftaucht und ihn diese vor Augen führt. Er versucht sein neues Leben nicht zu gefährden, doch die Anziehung zu ihr ist zu stark. Weshalb er immer mehr zum alten Milo in ihrer Gegenwart wird. Kalt, distanziert, aber auch loyal und hilfsbereit. So ist er, doch sobald er seine Maske aufsetzen ist er nur noch ein Abklatsch, ein zu netter und fast schon lebloser, oberflächlicher Typ, ohne Hoffnung. Jedoch entwickelt er sich über das Buch hinweg sehr schnell und wird stark. Er lernt das er ruhig der sein kann, der er ist und sich ebenso seiner Vergangenheit widmen muss, wie Penny. Dadurch schafft er es endlich seinem Leben eine Richtung zu geben und bekommt Hoffnung und Liebe. Zusammen sind Penny und Milo einfach die zwei Seiten einer Münze. Sie tragen beide eine Maske, um der Außenwelt ihre Gefühle zu verstecken. Doch Milos ist perfekt und Pennys nicht existent. Dabei sind die beiden eigentlich Seelenverwandten, denn sie verstehen den anderen wie sonst keiner. Ihre Verbundenheit ist atemberaubend und ich liebe sie als Team einfach. Für mich sind sie sehr spezielle Persönlichkeiten, die den jeweils anderen vor dem Abgrund retten. Ich finde sie klasse zusammen. Das Ende war einfach gehalten und sehr realistisch. Denn die Protagonisten mussten sich ihrer Vergangenheit stellen und konnten so einsehen das sie nicht vor ihr wegrennen können. Sie müssen sie verstehen und akzeptieren, um damit zu leben. Das ist sehr schön zu betrachten und bringt einen zu vielen Erkenntnissen, die man auf den ersten Blick nicht bemerken würde. Das Ende hat mir also sehr gefallen und war nicht nur spannend, sondern hat einem auch eine Lehre auf den Weg mitgegeben. Renne nicht vor der Vergangenheit weg, wenn du in der Zukunft glücklich sein willst. Das finde ich super und nehme ich mir sehr zu Herzen. Eine schöne Geschichte, die einem im Gedächtnis bleibt und das Herz nach mehr schreien lässt. Besser kann man das Buch nicht beschreiben und genau aufgrund dieses Gefühls bekommt es volle fünf Herzen.
Meer und Herzen: aufgewühlt Als Penny auf Fuerteventura landet, um in einem All-inclusive-Club zu arbeiten, ist Milo der Letzte, mit dem sie rechnet. Milo, der kurz mit ihr auf der Schule war, dessen Name nichts als Ärger verhieß und mit dem sie ein verirrter Kuss verbindet. Jetzt ist ausgerechnet die fröhliche Helena, Pennys Zimmergenossin, mit Milo zusammen und Penny kann ihm kaum aus dem Weg gehen. Aber da ist noch immer die Erinnerung an diesen Kuss. Auch Helena merkt, dass da mehr ist, und das schlechte Gewissen ihr gegenüber droht Penny zu ersticken. Doch Gefühle lassen sich nicht steuern. Selbst wenn sie schnurgerade in die Katastrophe führen. (Klappentext)
Von Lea Coplin habe ich bereits "Nicht ist gut. Ohne dich." gelesen, was für mich nur okay war und ich war gespannt, wie sie mich mit dieser sommerlichen Lektüre überzeugen würde. Die Grundidee, dass sich Milo und Penny aus der Schulzeit kennen und bei einer Party einen Kuss in einem Schrank ausgetauscht habe, der aber zu nichts weiter geführt hat, und sie sich Jahre später ausgerechnet in dem Club Solana Sunshine wiedersehen, fand ich genial. Zitat Penny : "Er stand einfach da. Milo. Der Junge aus dem Schrank. Der Kuss meines Lebens. Drei Jahre und sieben Monate später im Club Solana Sunshine, Fuerteventura, Spanien." Seit dem haben sie sich äußerlich, aber auch innerlich verändert. Beide sind total davon überrascht den anderen nach dieser Zeit wiederzusehen und wissen nicht so recht, wie sie damit umgehen sollen. Fast vier Jahre hat Penny nicht an den Kuss und Milo gedacht. Jetzt erwischt sie sich dabei, immer wieder an ihn denken zu müssen, und Milo geht es ebenso mit ihr. An der Schule gab es früher viele kriminelle Gerüchte über Milo und Penny stellt fest, dass sie eigentlich nichts über ihn weiß und fragt sich, wer er eigentlich wirklich ist. Aufeinander wirken sie jeweils unergründlich und können nicht mal erahnen zu können, was der andere denkt. Sie könnten sich einfach ineinander verlieben, jedoch hat er eine Freundin - Helena, Pennys Mitbewohnerin, die tatsächlich keine blöde Zicke und stattdessen eine super nette Person ist. Keiner von beiden möchte Helena verletzten und haben Gewissenbisse wegen ihren Gefühlen. Die Liebesgeschichte mochte ich einerseits ziemlich gerne, aber andererseits wusste ich am Ende nicht ganz, was ich von dem Konflikt halten sollte. Zitat Milo : "Helena ist Faszination und Anmut und Ausstrahlung und Perfektion. Und ich sehne mich nach Kanten und Zicken und Sonnenblumenaugen. Ich muss verrückt geworden sein. Komplett verrückt." Als Hauptcharaktere hatten Penny und Milo charakterliche Tiefe und ich fand sie sympathisch, besonders je mehr man über sie erfahren hat. Ich hätte mir nur vielleicht gewünscht sie noch anders kennenzulernen, mehr über ihre Wünsche, Hobbys etc. und sie selbst zu erfahren, weil sie nicht nur ihre Probleme ausmachen. Das Setting mit dem Club-Resort fand ich total interessant, mit den verschiedenen Jobs und Aufgaben, der Atmosphäre und dem Leben dort. Darüber habe ich noch nie zuvor ein Buch gelesen und mochte diesen Aspekt richtig gerne. Ich bin nur durch die Seiten geflogen, es ließ sich extrem schnell lesen und Lea Coplin hat Pennys und Milos leicht und locker erzählt.
Fazit : Schöne Sommerlektüre mit Club-Resort-Setting und Penny und Milo, die sich unerwartet wieder begegnen und versuchen mit ihren Gefühlen füreinander umzugehen. Hat mir richtig gut gefallen.
„Mit dir leuchtet der Ozean“ von Lea Coplin war für mich genau der richtige Roman für den Start in den Sommer. Die Geschichte entführt Leser:innen nach Fuerteventura, schenkt einem ein Kribbeln im Bauch, zaubert ein Lächeln ins Gesicht und hat nebenbei auch einen angenehmen Tiefgang. Es geht um Penny und Milo, die einander während der Schulzeit nicht viel zu sagen hatten. Auch ein Partyspiel und ein wahnsinnig toller Kuss in einem Schrank ändern daran nichts, zu sehr belasten beide familiäre Sorgen – bis sie sich drei Jahre und sieben Monate später zufällig als Mitarbeiter im Solana Sunshine Club auf Fuerteventura wiedersehen. Sie suchen Abstand zu ihrem alten Leben, doch kann das gelingen, wenn einen die Vergangenheit und die Erinnerung an einen Kuss einholen?
Penny und Milo haben sich beide verändert, seit sie sich damals im Schrank begegneten. Penny hat ihr Aussehen verändert, Milo sein Wesen. Die Gründe dafür sind durchweg nachvollziehbar. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten einfühlen und auch der jeweilige Charakter war mir auf Anhieb sympathisch. Penny, so ruhig und zurückhaltend und damit mehr als fehl am Platz in einem Clubhotel, und Milo, augenscheinlich fröhlich und entspannt, doch im Grunde ist das alles nur Show. Denn Penny kennt die Gerüchte, die sich damals um seine Person rankten. Kriminalität, Drogen. Die Erinnerungen wiegen schwer und drohen Milo erneut mit sich zu reißen. Und auch Penny wühlt die Anwesenheit von Milo auf, denn trotz allem fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch das ist keine gute Idee, denn was, wenn an den Gerüchten etwas wahr ist? Und überhaupt ist da noch Helena, Milos Freundin und Pennys Zimmergenossin…
So entspinnt sich zwischen Milo und Penny vorerst eine zarte Freundschaft. Hier ist es der Autorin wunderbar gelungen, die Gefühle der beiden Protagonisten einzufangen. Die Unsicherheit, die Verbundenheit und auch die aufkeimenden tieferen Gefühle. Wer nun eine Dreiecksgeschichte und verletzendes Verhalten fürchtet, den kann ich zumindest etwas beruhigen. Zwar lässt es sich nicht vermeiden, dass eine Figur verletzt wird, aber die Autorin legte ein Augenmerk auf die Kommunikation zwischen Helena, Penny und Milo. Auch handeln Penny und Milo meist bedacht und rücksichtsvoll. Mir gefiel die Umsetzung sehr gut.
Vielmehr befürchtete ich, dass zu viele Klischees in „Mit dir leuchtet der Ozean“ stecken würden. Ist Penny das unscheinbare Mädchen, dass durch die Liebe über sich hinauswächst? Ist Milo der typische geheimnisvolle und unnahbare Junge mit faszinierenden Augen? Absolut nicht. Das Cover führte mich hier wirklich auf eine falsche Fährte, denn diese Liebesgeschichte ist frei von allzu strapazierten Klischees in diesem Genre und das tat unendlich gut. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, wie sie reden, handeln und denken ist herrlich normal und natürlich. Dazu trägt maßgeblich der großartige Schreibstil von Lea Coplin bei. Sie schreibt Dialoge, die echt wirken, und der Roman liest sich lockerleicht weg. Ideal für einen Tag, den man entspannt genießen möchte.
„Mit dir leuchtet der Ozean“ von Lea Coplin ist eine bauchkribbelige und sommergefühlige Liebesgeschichte mit angenehmem Tiefgang. Sympathische Figuren und ein lockerer Schreibstil haben mich absolut überzeugt. Ein Roman wie ein Sommerurlaub, entspannt und einfach schön.
Bei dem Cover konnte ich gar nicht anders als mir den Klappentext dazu durchzulesen, dann wusste ich eigentlich schon das kann nur ein Buch sein, das ich mögen würde.
Cover
Das Cover passt farblich so super zu der Geschichte und der Titel macht es rundum perfekt. Man hatte einfach schon so eine süße lockere Urlaubs-Lovestory erwartet.
Geschichte
Penny arbeitet in Furteventura in einem Club und hätte dort mit allem gerechnet, aber nicht mit Milo. Er war für eine kurze Zeit auf ihrer Schule, man hat vieles über ihn gehört und einige Gerüchte wurden gestreut. Da ist dieser eine Schrank-Kuss mit ihm den sie nie vergessen konnte.
Pennys Zimmergenossin ist mit Milo zusammen, obwohl sie ihm eigentlich versuchte aus dem Weg zu gehen, war das natürlich leichter gesagt als getan.
Protagonisten
Milo hat es mir so angetan, wie kann man sich nicht in ihn verlieben. Seine ganze Art hat mich direkt für sich gewonnen. Er hatte es nicht ganz leicht im Leben, seine Vergangenheit zeichnet ihn und gerade das wird ihm zum Verhängnis. Penny ist so eine süße, ich mochte sie wirklich gerne. Das zwischen den beiden war zum greifen nah und doch so weit weg, man hat wirklich mit Ihnen mitgefiebert.
Schreibstil
Der Schreibstil war so schön angenehm, locker und klar, das man der Geschichte wirklich aufmerksam folgen konnte. Dieses Setting hat mich sofort gepackt und gar nicht mehr losgelassen, man fühlte sich als wäre man mitten in Furteventura, so wundervoll. Auch die Protas wurden so echt und authentisch beschrieben.
Fazit
Was für eine schöne und einfühlsame Geschichte. Dieses Buch ist an den passenden Stellen emotional und berührend und hat dabei genau die richtige Tiefe. Nach dem Buch habe ich jetzt absolutes Fernweh und möchte unbedingt verreisen. Furteventura hat mich nie gefesselt, bis jetzt.
Seit meinem ersten Buch bin ich ein Fan der Autorin. Nun hat sie mit dieser Geschichte einen neuen, besonderen Roman geschaffen. Penny will auf Fuerteventura einen Job antreten und ahnt nicht, was das Schicksal vorhat. Dort begegnet ihr Milo der Junge, der ihr damals in der Schule nur Ärger verursacht hat….
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und man lernt so die Charaktere noch näher kennen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Die Nebenfiguren sind ebenso authentisch und gestalten die Geschichte mit. Ich liebe die Landschaft und war selbst schon vor einigen Jahren dort.
Die Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen und man muss einfach mit den Charakteren mitfiebern. Natürlich kommen Hindernisse ins Spiel und Gefühle, die Penny nicht gesehen hat. Ach, ich habe kaum gemerkt, wie schnell die Seiten verflogen sind und mich völlig in der Handlung verloren. Zwischendrin gab es ein paar Stellen, die sich leider gezogen haben und mir den Lesefluss ein wenig verdorben haben. Deswegen bekommt die Geschichte keine volle Bewertung von mir. Dennoch hat mich die Liebesgeschichte mitgerissen und ich bin gespannt, was als Nächstes kommt.
Eine besondere Geschichte aus der Feder der Autorin.
“Ich würde zu gern wissen, was in ihr vorgeht. Was in mir vorgeht, wäre auch nicht uninteressant.“
4,5⭐️
Das Buch lässt einen unfassbar berauscht zurück. Vom Meer, Clubtänzen, Schrank-Küssen und Sonnencreme. Eine bestimmte Mischung, die mich an längst vergangene Sommer denken lässt. Diese Atmosphäre schreit geradezu nach Fernweh und ich möchte jetzt auch ganz dringend ein Teil von so etwas sein. Hier trifft Vergangenheit auf Gegenwart. Beides im Einklang mit Anziehung und Schmerz. Alles, was zwischen den Protagonisten passiert, ist so einvernehmlich, ein langsames vorsichtiges Annähern, mit ganz viel Sehnsucht zwischen den Zeilen. Der Schreibstil ist genauso wie ich ihn liebe; poetisch, gern mal banal und lesbar wie von selbst. Durch die eher ruhigere Stimmung fühlt man sich sehr wohl in der Geschichte und gleichzeitig ist der Alltag im Resort, durch die verschiedenen Einsatzbereiche, schön abwechslungsreich gestaltet. Für mich ist es das perfekte Sommer-Buch!
Urlaubsfeeling mit starker Hintergrundgeschichte wird einem im neuen Roman von Lea Coplin geboten. Denn die Gefühle von Penny sind verwirrter denn je, als sie als Animateurin in einem All-Inklusive-Club auf Milo trifft, den sie aus ihrer Vergangenheit kennt. Er ist ausgerechnet mit ihrer Freundin zusammen und schnell entwickelt sich alles zu einem furchtbaren Gefühlschaos. Die Geschichte ist sehr schön ereignisreich mit zahlreichen Wendungen und Erkenntnissen. Durch die wechselnde Perspektive von Mila und Penny hat die Geschichte eine schöne Dynamik und dem Leser wird viel geboten. Dazu können die Charaktere auf ganzer Linie überzeugen, sind gut ausgearbeitet und vielschichtig. Zusätzlich verzaubert die Kulisse von Fuerte Ventura, welche den Leser in Urlaubsstimmung versetzt.
Ein rundum überzeugender Roman, der durch eine fesselnde Geschichte und traumhafte Kulisse überzeugt. Perfekt, um abzuschalten und sich etwas Urlaubsstimmung zu gönnen.
Die Atmosphäre, die das Buch ausstrahlt, gibt einem so schöne Urlaubsvibes zum Wohlfühlen 😊. Auch wenn ich noch nie auf den Kanarischen Inseln oder überhaupt in Spanien war, konnte ich mir die Orte so toll vorstellen und möchte auch selbst mal dorthin 🥰. Allgemein das Setting im Urlaubsresort ist mal was ganz anderes und perfekt für den Sommer ☀️ Einen halben Punkt abzug gibt es, weil mir das Ende zu schnell „runtergerattert“ war und es im echten Leben höchstwahrscheinlich anders abgelaufen wäre 😅.
Für mich leider regnerisches Schmuddelwetter statt strahlender Sonnenschein
Der neue Roman Mit dir leuchtet der Ozean von Lea Coplin wird als fesselnde und berührende Liebesgeschichte beworben, so dass ich mich auf ein mitreißendes und emotionales Sommerbuch gefreut habe. Leider konnte mich die Geschichte um Penny und Milo weder fesseln und mitreißen noch emotional berühren. Der Roman ist höchstens etwas für Zwischendurch, aber auch da muss ich gestehen, dass ich eher zu anderen Geschichten greifen würde.
Bei Mit dir leuchtet der Ozean handelt es sich um einen Roman aus dem dtv Verlag von der deutschen Autorin Lea Coplin. Das Buch ist als Einzelband erschienen und die Geschichte um Penny und Milo in sich vollständig abgeschlossen.
Nachdem sie ihr Studium abgebrochen hat, macht sich die junge Penny eher unfreiwillig allein auf den Weg nach Fuerteventura, um dort in einem All-inclusive-Club zu arbeiten. Womit sie am wenigsten gerechnet hat, ist dort auf Milo zu treffen. Milo, der vor einigen Jahren kurz mit ihr zur Schule gegangen ist. Milo, mit dem Penny nichts als Ärger verbindet – und vielleicht einen heißen verirrten Kuss, der immer noch fest in ihren Erinnerungen verankert ist. Doch Milo ist jetzt mit Pennys Zimmergenossin Helena zusammen. Doch Gefühle lassen sich einfach nicht steuern, auch wenn sie wissentlich schnurgerade in eine Katastrophe führen….
Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch den poetischen Titel, welcher sofort mein Interesse geweckt hat, und dem schlichten, aber sommerlich schönen und thematisch passend gestalteten Cover.
So poetisch ich den Titel des Buches fand, so wenig konnte mich leider der Schreibstil von Lea Coplin überzeugen. Für mich sind durch die geschriebenen Worte keine Emotionen übertragen worden. Ich habe mich das gesamte Buch als fremde, außenstehende Person gefühlt, welche nicht wirklich an den Ereignissen im Solana Sunshine Club teilhat. Hinzukommend hat mich der gewollt junge Sprachgebrauch, insbesondere das wahllose Einwerfen von englischsprachigen Ausdrücken, eher genervt. Schon in der Leseprobe war zu erkennen, dass die Kapitel sehr kurz sind. Zunächst störte mich das nicht so, aber leider hat mich das im Laufe der Geschichte immer mehr im Lesefluss unterbrochen, gerade bei 2 Seiten kurze Kapitel, die für mich keine wirkliche Daseinsberechtigung hinsichtlich der erzählten Geschichte hatten.
Was die Autorin jedoch wirklich wunderbar hinbekommen hat, mein Interesse war von den ersten Seiten an geweckt. Ich wollte einfach alles erfahren: Was verheimlicht Milo? Was hat es mit Pennys Veränderung auf sich? Was ist in der Vergangenheit und nach dem Kuss passiert?
Die Geschichte wird nahezu abwechselnd in der Ich-Perspektive aus der Sicht der beiden Protagnisten – Penny und Milo – erzählt. Die meisten Kapitel spielen in der Gegenwart, jedoch gibt es wenige Kapitel, welche in der Vergangenheit spielen und so eine Möglichkeit gaben etwas mehr über die Hauptcharaktere herauszufinden.
Die beiden Protagonisten Penny und Milo waren mir keineswegs unsympathisch, aber ganz ist der Funke bedauerlicherweise auch nicht übergesprungen. Für meinen Geschmack hat man als Leser zu wenig außerhalb des Solana Sunshine Club über die Charaktere und was diese ausmacht erfahren. Auch kam mir die jeweilige Charakterentwicklung zu kurz beziehungsweise zu spontan. Leider konnte ich von der Anziehung von den beiden absolut nichts spüren. Die Geschichte konnte mich nicht emotional berühren, was zur Folge hatte, dass ich mit den Charakteren weder gelitten noch gehofft habe. Wirklich schade!
Auch zu den Nebencharakteren kann ich nicht wirklich viel sagen, da diese sehr flach geschrieben waren und sich meistens lediglich durch eine markante Eigenschaft, beispielsweise die Art und Weise wie Helena spricht, individuell von den anderen Nebencharakteren unterschieden haben.
Außerdem gibt es viele Handlungen und bewusste Entscheidungen von den einzelnen Charakteren, auf welche ich hier aufgrund möglicher Spoiler nicht weiter eingehen möchte, die mir die Liebesgeschichte madig gemacht haben.
Ich habe mich beim Lesen des Öfteren gefragt, wie ein so relativ kurzes Buch so langatmig geschrieben sein kann. Auf den etwas mehr als 300 Seiten ist mir persönlich viel zu wenig passiert. Die Tage plätschern ein nach dem anderen so dahin, ohne das handlungstechnisch etwas relevantes passiert. Das Ende, wie sollte es dann auch anderes sein, ist in meinen Augen völlig überdramatisiert, kommt unfassbar schnell und lässt viele, überwiegend die Nebencharaktere betreffende, Fragen in meinen Kopf noch offen, so dass auch diese nicht zufriedenstellend für mich war.
Abschließendes Fazit:
Alles in allem konnte mich Mit dir leuchtet der Ozean von Lea Coplin nicht überzeugen, so dass ich für dieses Buch keine Leseempfehlung aussprechen kann. Die Geschichte um Penny und Milo hat viel Potential, was für mich leider ungenutzt bleibt. Auch konnte mich die Geschichte weder fesseln noch berühren. Ich könnte mir aber vorstellen, dass gerade jüngere Leserinnen und Leser die Liebesgeschichte um Penny und Milo mit ihren vorhandenen Konflikten gefallen könnte.