Klirrend kalt - erster Band der Küstenkrimis mit der jungen TV-Journalistin Kira Lund
»Dies war das Land der Stürme, in dem es wenig Liebliches gab. Überall hatte der scharfe Wind seine Spuren hinterlassen, war über die Äcker gefegt, hatte die weiße Pracht bis auf die braune Krume hinunter eingesammelt und an anderen Stellen zu Schneewehen aufgeworfen, die sich wie Dünen bis zu einem Meter hoch auf den Wegen und vor den Knicks türmten.«
Eiswinter im deutsch-dänischen Grenzland. Eine Beamtin der Flensburger Stadtverwaltung kehrt vom Tauchgang unter die zugefrorene Ostsee nicht zurück. Erst als Tauwetter einsetzt, wird ihre Leiche auf dem Meeresgrund gefunden. Die forensischen Untersuchungen zeigen, dass die erfahrene Sporttaucherin unter Wasser ermordet wurde. Die junge Reporterin Kira Lund soll über den rätselhaften Fall berichten. Schnell stößt sie dabei auf undurchsichtige Machenschaften rund um einen millionenschweren Immobiliendeal, gerät deshalb plötzlich selbst ins Visier skrupelloser Gegner und wird zum Ziel eines heimtückischen Mordanschlags.
H. Dieter Neumann hat mit seiner Geschichte »Dunkles Wasser« beim »NordMord Award 2018« den ersten Platz (Jurypreis) gewonnen. Der »NordMord Award« ist der traditionsreichste Krimipreis in Norddeutschland.
Dieser erste Band einer neuen Reihe von Spannungsromanen hat mir wirklich gut gefallen. In diesem Band tritt die Kommissarin Helene Christ, die in den letzten sechs Romanen die Hauptfigur war, etwas in den Hintergrund, auch wenn sie die Ermittlungen der Polizei leitet. Dieser Perspektivwechsel ist klasse, weil er eine neue Reihe mit neuer Protagonistin einleitet, aber vertraute und liebenswerte Personen beibehält.
Die Hauptfigur in diesem Band ist die Journalistin Kira Lund, für die ein Todesfall, über den sie berichten muss, zu einer persönlichen Angelegenheit wird, weil das Opfer ihre Freundin war.
Wie in allen Romanen des Autors wird die norddeutsche Region lebendig geschildert, alle Sinne werden angesprochen, man riecht das Salz in der Luft, fühlt das Wasser auf der Haut und hat die Landschaft vor dem inneren Auge. Die Figuren sind lebendig geschildert, haben Ecken und Kanten und sind nicht perfekt.
Ich liebe den eher ruhigen Schreibstil und finde es gut, dass der Autor ohne besondere Gewalttätigkeiten und blutige Szenen auskommt, aber trotzdem extrem spannende Geschichten erzählt, in der man zwar nicht alle Figuren mag, wohl aber versteht, was sie bewegt und antreibt.
Auch mit dem Start seiner neuen Reihe kann der Autor voll und ganz überzeugen. Mit Kira hat er wieder eine sehr sympathische Protagonistin erschaffen, aber auch altbekannte Charaktere sind wieder mit dabei. Mir hat gut gefallen, dass Kira wirklich den meisten Raum einnimmt und Helene zwar mit dabei ist, aber doch eher am Rande.
Der Schreibstil ist wie immer gut zu lesen, und es fühlt sich an wie nach Hause kommen. Der Fall ist wieder spannend, mit überraschenden Wendungen und einer schlüssigen Aufklärung. Neben der Aufklärung des Falls lernt der Leser auch einiges über Land und Leute. Die schönen Beschreibungen des Landes zwischen den Meeren macht Lust auf Urlaub. Die eingestreuten Informationen zu den Besonderheiten im deutsch-dänischen Grenzland fand ich interessant, und sie haben die Geschichte sehr gut abgerundet.
Ich hatte kurzweilige Lesestunden und freu mich schon jetzt auf den nächsten Teil.
Buchmeinung zu H. Dieter Neumann – Haie unter dem Eis
„Haie unter dem Eis“ ist ein Kriminalroman von H. Dieter Neumann, der 2021 bei Piper Spannungsvoll erschienen ist.
Zum Autor: Heinrich Dieter Neumann war zunächst Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden als Oberstleutnant d. R. arbeitete der Diplom-Finanzökonom als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft, bevor er sich - nach vielen Schreibseminaren und begleitet von einem Studium der Neueren Deutschen Literatur - ganz aufs Schreiben verlegte.
Klappentext: Eiswinter im deutsch-dänischen Grenzland. Eine Beamtin der Flensburger Stadtverwaltung kehrt vom Tauchgang unter die zugefrorene Ostsee nicht zurück. Erst als Tauwetter einsetzt, wird ihre Leiche auf dem Meeresgrund gefunden. Die forensischen Untersuchungen zeigen, dass die erfahrene Sporttaucherin unter Wasser ermordet wurde. Die junge Reporterin Kira Lund soll über den rätselhaften Fall berichten. Schnell stößt sie dabei auf undurchsichtige Machenschaften rund um einen millionenschweren Immobiliendeal, gerät deshalb plötzlich selbst ins Visier skrupelloser Gegner und wird zum Ziel eines heimtückischen Mordanschlags.
Meine Meinung: Kira Lund, die Hauptfigur der neuen Serie, ist Journalistin und mit dem Opfer befreundet gewesen. Kira Lund beginnt zu recherchieren und begegnet dabei einer altbekannten Figur des Autors, der Kommissarin Helene Christ. Beide kommen sich näher, akzeptieren aber weitgehend die berufsbedingten Grenzen. Kira ist nicht die Draufgängerin sondern eher eine zurückhaltende Person, die aber sehr hartnäckig auftreten kann. Mir war sie sehr sympathisch, auch weil ihr Partner wegen einer Mission zur Arktis nur telefonisch unterstützen kann. Für die körperliche Nähe ist ihr Hund Ditch zuständig. Es gibt einige Nebenhandlungen, die die Figur Kira Lund sehr authentisch wirken lassen. Der Roman verzichtet weitgehend auf eine explizite Gewaltdarstellung. Die Spannung kommt eher aus den Rechercheergebnissen als aus dem Mordfall. Nichtsdestotrotz gibt es eine komplette und nachvollziehbare Erklärung für alle Geschehnisse. Der Schreibstil ist ruhig und eher emotionsarm, schaltet aber bei Bedarf hoch. Auch die Atmosphäre stimmt und ich habe einiges über Land und Leute dieser Region zwischen den Meeren gelernt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und werde Kira gerne in weiteren Fällen folgen.
Fazit: Dieser Spannungsroman hat mich vor allem dank seiner authentischen Hauptfigur und der glaubhaften Handlung überzeugt. Gerne vergebe ich vier von fünf Sternen (80von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger Romane aus.
Bereits mit seiner Reihe um die Ermittlerin Helene Christ hat mich Dieter Neuman mit seinen Regionalkrimis überzeugt. Und das ist ihm auch mit dem Start der neuen Reihe um die Reporterin Kira Lund mehr als gelungen.
Seine Liebe zu Land und Leuten rund um die Flensburger Förde geht weiter und man spürt seine Verbundheit hierzu. Diese macht das Geschehen mehr als lebendig. Eine gute Mischung aus einem mysteriösem Tod einer Taucherin, ein gesellschaftskritische Thema und natürlich eine gute Prise norddeutschen Humors lassen uns nicht nur eintauchen unters Eis, sondern schnell auch in die Geschichte.
Sympathische und weniger sympathische Charaktere mit ihren Ecken und Kanten führen uns teilweise auf falsche Fährten, knüpfen Fäden und doch ist das Ende für mich überraschend und doch mehr als schlüssig.
Besonders Kira und ihr Hund Ditch habe ich gleich von Anfang an ins Herz geschlossen und so freue ich mich, dass diese Reihe noch weitergeht. Auch hat er damit überrascht, albekannte Charaktere aus der vorherigen Reihe einzubauen, so dass der Abschied aus dieser nicht schwer fällt.
Was mich immer wieder freut, ist, dass der Autor es schafft bis zum Schluss eine immense Spannung aufzubauen ohne großes Blutvergießen und Brutalität.
Der Schreibstil wie immer fließend, flüssig und sehr spannend. Habe viel gezittert, mitgelitten, geschmunzelt, gelacht.
Für mich ein mehr als gelungener Start in eine neue aufregende Reihe rund um Flensburg. Verdiente 5 Sterne.
Mit diesem Krimi liefert H. Dieter Neumann einen gelungenen Auftakt zu seiner Reihe um die Journalistin Kira Lund. Solide recherchiert und von Anfang bis Ende logisch dargelegt lesen wir von der Aufklärung eines tragischen Mordfalls. Wie bei Schwarz Rot Gold, einer meiner Lieblingsserien aus der Kindheit, werden wir in jeden Schritt der Ermittlungen einbezogen und können zusammen mit der Journalistin das Puzzle Stück für Stück zusammenfügen, bis sich schließlich ein ganzes Bild ergibt.
Ein eher langsamer Anfang
Da dieses Buch nicht nur ein Krimi ist, sondern zugleich als Auftakt einer Reihe dient, widmet sich ein nicht zu unterschätzender Teil insbesondere am Anfang dem Privatleben der Journalistin mit allen Höhne und Tiefen. Ebenso lernen wir ein bisschen mehr über Flensburg und die besonderen Beziehungen im hohen Norden zu Dänemark. Für mich, die ich aus dieser Ecke stamme, durchaus unterhaltsam, aber leider bisweilen auch zu langatmig.
Auch wenn direkt zu Beginn ein Verdächtiger festgenommen werden kann, von dem man an Leser sofort denkt, dass er es garantiert nicht war, hat es in meinen Augen etwas zu lange gedauert, bis die Ermittlungen wirklich Fahrt aufgenommen haben. Dies ist sicherlich auch dem Umstand des Serienauftaktes geschuldet, doch ich hätte mir konkrete Hinweise etwas früher im Buch gewünscht. Sehr viel Zeit wird verwendet, die Zweifel von Kira Lund an Schuld oder Unschuld des Verdächtigen zu schildern, ohne dass sich der Plot wirklich vom Fleck bewegt.
Akribische Ermittlungsarbeit mit spannenden Höhepunkten
Als es dann aber schließlich soweit ist, wird es richtig spannend, so dass ich die letzte Hälfte des Buches an einem Stück durchgelesen habe. Aus persönlichen Gründen stürzt sich Kira Lund auf die erste Spur, die sie sieht, und ermittelt auf eigene Faust, aber auch in Absprache mit der Polizei in Gestalt von Hauptkommissarin Helene Christ. Diese beiden Frauen ergänzen sich wunderbar und spielen sich gegenseitig immer wieder kleine Details zu, die die jeweils andere in die richtige Richtung weißt.
Immer mehr Personen landen im Kreis der Verdächtigen, doch erst ganz zum Schluss wird wirklich klar, wer nun der eigentliche Mörder war. Obwohl die groben Zusammenhänge schnell zu Tage treten, beweist der Autor seine Stärke gerade darin, die Beweisführung wasserdicht zu machen und alle Zusammenhänge lückenlos aufzudecken. Dass sich dabei Kira Lund auch – in meinen Augen sehr fahrlässig – in Gefahr begibt, würzt diese akribische Ermittlungsarbeit gekonnt. Das Ende ist befriedigend und hinterlässt keine Fragen, so dass der Fall wirklich zu den Akten gelegt werden kann.
Fazit
Der Küstenkrimi „Haie unter dem Eis“ besticht durch die solide Ermittlungsarbeit der Journalistin Kira Lund und ist damit ein gelungener Auftakt zu einer Reihe um diese Figur oben in Flensburg. Nach einigen anfänglichen Längen nimmt das Buch schnell Fahrt auf und führt den Leser in angemessenem Tempo von einem Verdächtigen zum nächsten. Jedes neue Puzzleteil fügt sich gut ein und verleiht dem Bild mehr Tiefe, so dass am Ende die eigentlichen Täter überführt werden können. Der Krimi lässt mich zufrieden zurück und macht zugleich Lust auf mehr, weswegen ich eine Leseempfehlung ausspreche.
Im Mittelpunkt des neuen H. Dieter Neumann Roman steht die junge Video Journalistin Kira Lund, die für einen Regionalsender im hohen Norden Deutschlands als Video Reporterin tätig ist. Der nächste Auftrag den sie von ihrem Chef erhält, ist die Reportage über eine Frau, die beim Eistauchen in der Flensburger Förde ums Leben kam. Entsetzt muss Kira feststellen, dass es sich bei der Toten um ihre Freundin Carola handelt. Überzeugt davon, dass der unter Tötungsverdacht stehende Ehemann zu Unrecht beschuldigt wird, beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren. Unterstützung erhält sie von Hauptkommissarin Helene Christen. Durch Kiras hartnäckigen Recherchen, bei der sie einem Komplott auf die Spur kommt, gerät sie selber in Gefahr. Dieser Roman ist der Auftakt einer neuen Roman Reihe von H. Dieter Neumann, der auch dieses Mal im hohen Norden angesiedelt ist. Sein neuer Hauptcharakter lebt und arbeitet auf dem Stück Land zwischen Nord – und Ostsee im hohen Norden. Gekonnt setzt er die Umgebung in die Geschichte ein und beschreibt sie so lebhaft, dass der Leser durchaus geneigt sein könnte diese in seine nächste Urlaubsplanung mit einzubeziehen. Der flüssige Schreibstil des Autors erleichtert dem Leser der Story in einem Fluss zu folgen. Besonders gefallen hat mir, dass der Autor seinen neuen Charakter Kira in meinen Augen sehr real gezeichnet hat. Keine Superheldin die alles aus dem nichts wuppt, ohne jegliche Probleme in ihrem Leben. Nicht nur, dass sie gefühlsmäßig mit dem Tod ihrer Freundin umgehen muss, der Autor zeigt auch gleichzeitig die alltäglichen Probleme die sie zu bewältigen hat. In diesem Roman kommt auch die Romanfigur Helene Christ als Hauptkommissarin wieder zum Einsatz. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diese Reihe (noch) nicht gelesen habe, und auch dieser interessante Charakter vollkommen neu für mich war. H. Dieter Neumann kommt auch in diesem Roman wieder ohne großartig beschriebene Brutalität und Beschreibungen von Körperflüssigkeiten aus. Im Gegenteil, mit einem guten Spannungsbogen, mit hier und da einem guten Wortwitz, macht er dieses Buch zu einem entspannten aber dennoch spannenden Lesevergnügen. Vielen Dank an den Piper Spannungsroman Verlag zur Verfügungsstellung eines Rezensionsexemplars. Dies hat in keinster Weise meine Meinung beeinflusst.
Spannende Hintergründe Das düstere Cover in Zusammenspiel mit dem Titel macht mich neugierig auf den Inhalt. Zudem ist es der Beginn einer neuen Reihe das ist immer mit sehr großem Interesse bei mir verbunden.
Inhalt: Kira Lund ist Journalistin bei einem regionalem Fernsehsender. Durch ihre Partnerschaft mit einem Klimaforscher verbringt sie viel Zeit allein. Sie widmet sich kritischem Journalismus und erfreut sich an den gemeinsamen Zeiten mit ihrem Hund Ditch. Nachdem ihre Freundin bei einem Tauchgang in der Ostsee verschwunden bleibt, beginnt Kira mit eigenen Ermittlungen, die mehr als gefährlich für sie selbst und ihr Umfeld sein wird.
Überlegungen aufgrund meines Leseeindruckes:
Der Roman beginnt sehr spannend mit dem Tauchgang. Die Beschreibung desselben ist so lebendig, dass mir förmlich der Atem stockt.
Die erste Hälfte des Romans ist gespickt von emotionalen Reaktionen auf das Geschehen. Leider nimmt das Erzähltempo in der letzten Buchhälfte extrem ab. Es kommt zu gedanklichen Wiederholungen. Schon über mehrere Kapitel wird Entwicklung der Ermittlungen, durch Kiras Überlegungen und Austausch mit Kommissarin Christ vorhersehbar. Daher ist das Finale leider nicht mehr überraschend.
Kira Lund als Hauptprotagonistin mit ihrem treuen Hund Ditch ist ein große Sympathieträgerin. In den kommenden Fortsetzungen würde die Erzählung von kontinuierlichen Cliffhangern und Spannungsbögen sehr profitieren.
Fazit:
Eine entspannende Lektüre mit mehrfach guten Suspense-Inhalten. Gute 3,5 Sternebewertung!
Ich wünsche dem Autor Dieter Neumann weitere gute Ideen und viel Erfolg mit der Kira Lund Reihe.
Ein spannender Küstenkrimi – gelungener Auftakt der Reihe
Ein Tauchgang im Eiswinter, ein Mord – so beginnt der Küstenkrimi „Haie unter dem Eis“. Passend zu der Jahreszeit ist das Buch auf jeden Fall, habe ich mir gedacht. Umso mehr habe ich mich gefreut, ein Rezensionsexemplar (Hörbuch) zu bekommen. Vielen Dank noch mal!
Kira, eine junge Reporterin, ist an der Story nicht nur als Journalistin interessiert, sondern auch privat, denn das Opfer ist ihre beste Freundin. Die Geschichte ist spannend geschrieben: es gibt viele Wendungen, die immer wieder verschiedene Täter verdächtigen lassen. Bis zum Schluss ist der wahre Mörder bzw. Auftraggeber nicht klar. Die Protagonistin fand ich sehr sympathisch. Sie ist scharfsinnig und wirkt authentisch bei ihren Ermittlungen, Handlungen und Überlegungen. Auch den Sprecher, Orlando Gzuk, muss ich loben. Ich fand seine Stimme sehr angenehm, einzig die Polizeikommissarin hat mir jedes Mal etwas zu schnell gesprochen. Die stimmige Atmosphäre der deutsch-dänischen Landschaften und der Küste runden die Geschichte gut ab.
Das Hörbuch hat von mir auf jeden Fall eine Weiterempfehlung!
Bei einem Tauchgang ermordet - war es der Ehemann oder steckt doch etwas anderes dahinter? Die Geschichte fing spannend an und hatte zwischendrin auch noch einige spannende Momente. Die Hauptcharaktere fand ich als "Ermittler-Duo" zwar eigentlich nicht schlecht, aber irgendwie haben sie sich für meinen Geschmack zu schnell zu gut verstanden, dafür dass die eine Journalistin und die andere Kommissarin ist. Die Qualität des Hörbuchs war leider nicht überragend: Gerade zu Anfang gab es sehr große Unterschiede bei der Lautstärke und in einem Kapitel waren einige Schnittfehler. Der Sprecher hat mir insgesamt ganz gut gefallen, einiges war aber etwas übertrieben (aber das passte an den Stellen durchaus zur Story). Zum Ende wurde die Geschichte leider immer weniger spannend. Insgesamt ließ sie sich aber ganz gut hören. Vielen Dank an SAGA Storify für das Rezensionsexemplar!
Spannend, lebendig und bereichernd. Das Buch liest sich wie von selbst. Kira Lund, eine Journalistin, "ermittelt" in einem brisanten Fall. Es war von Anfang an packend und diese Spannung wurde das ganze Buch über gehalten. Die Emotionen der Protagonistin sind mitzufühlen und die Hintergrundgeschichte zu Ihrem Privatleben mochte ich sehr. Vor allem die beschriebene Landschaft hat viel zu dem positiven Lesegefühl beigetragen. Man kann richtig die salzige Luft riechen und auf der eigenen Haut spüren.
Als ich den Titel las, dachte ich mir hhm, das kann jetzt vieles sein, aber Haie und Eis da passt was nicht zusammen, das muss was anderes sein und so war es auch Haie kann man auch anders bezeichnen. Die Geschichte beginnt mit einem interessanten Tauchgang, es war so detailliert beschrieben, das man gemeint hatte man ist selbst mit dabei beim tauchen, aber dann was dann geschieht war echt heftig. Carola und ihr Mann Jesper tauchen zwar zusammen aber Carola kommt bei dem Tauchgang unter dem Eis ums Leben. Es kommt wie es immer kommt, verdächtigt wird immer zuerst der Ehemann. Dann kommt noch die Videojournalistin ins Spiel, sie ist Carolas beste Freundin, sie glaubt nicht daran das Jesper ihr Mann Carola umgebracht hat, sie vermutet das es andere Hintergründe hierfür gibt und Kira sie ermittelt auf eigene Faust und erfährt so einiges, zum Beispiel Carola hatte eine Affäre und Kira geht jeder spur intensiv nach und ihr Spürsinn führt sie schließlich nach Dänemark und urplötzlich gibt es einen weiteren Toten. So nach und nach ergibt alles einen Sinn, was für mich anfangs nicht so ganz schlüssig war, mich hat das Buch sehr gefesselt so das ich es nicht aus der Hand legen konnte. Somit gibt es auch andere Haie die einem sehr gefährlich werden können. Es hat mir richtig gut gefallen. Das einzige was mich gebremst hatte war meine Internetverbindung, so das ich verspätet meine Rezzi abgeben konnte
Kira Lund gefällt mir ausgesprochen gut. Auch dass Helene dabei ist und eine wichtige Rolle spielt, ist klasse. Der Fall war ebenfalls spannend. Das Buch hatte Lesesog von der ersten Zeile an. Besser geht es nicht.
„Haie unter dem Eis“ hat schon viel zu lange auf meinem SuB gelegen. Als das Buch im Mai 2021 erschienen ist, litt ich an einer akuten Krimi-Übermüdung. Das hat sich mittlerweile gelegt, also habe ich es endlich gelesen.
Kira Lund, eine junge Videojournalistin, wird in die Ermittlungen bezüglich des Todes ihrer besten Freundin Carola verwickelt. Carola wurde nämlich während eines Eistauchgangs, den sie mit ihrem Mann durchgeführt hat, ermordet. Nachdem Carolas Ehemann Jesper unter Verdacht geraten ist, mischt sich Kira in den Fall ein und recherchiert mit den ihr als Journalistin zur Verfügung stehenden Mitteln auf eigene Faust. Sie kann einfach nicht glauben, dass Jesper seine Frau auf dem Gewissen hat.
Ich habe mich sehr gefreut, Helene Christ, die in der Vorgängerreihe des Autors die Hauptrolle besetzt, wieder zu treffen. Natürlich ist auch Frau Sörensen, ihre kleine Hündin, mit dabei. Wie du dir sicher vorstellen kannst, ist Helene nicht sehr glücklich darüber, dass Kira nicht nur neugierige Fragen stellt, sondern sich auch noch in große Gefahr begibt indem sie Orte aufsucht, die direkt mit dem Verbrechen in Zusammenhang stehen. Ich finde, dass eine Ermittlung aus Journalistensicht mal etwas anderes ist als aus Sicht der Kommissare, die in den meisten Krimis ermitteln, die ich bisher kennen gelernt habe.
Kira erforscht das Geschehne fast auf sich allein gestellt und gegen den Willen der ermittelnden Behörden, weil diese glauben, dass Kira einfach nur eine große Story wittert und damit groß raus kommen will. Auch im Privatleben ist Kira in der Zeit, in der der Roman spielt, auf sich allein gestellt. Ihr Freund Lukas befindet sich in der Antarktis auf Forschungsreise und um die Gesundheit ihres Vaters ist es nicht gut bestellt. Dieses unfreiwillige allein sein kam in meinen Augen hier besonders zur Geltung. Ich konnte regelrecht fühlen, dass Kira zeitweise verzweifelt war.
In den Romanen, die ich bisher von H. Dieter Neumann gelesen habe, wird an Wirtschaftsthemen nicht gespart. Das ist auch hier so. Allerdings sollte dies kein Hindernis für dich sein, denn die Zusammenhänge sind so gut aufbereitet, dass sie jeder verstehen kann. Es handelt sich hier auch nicht um einen blutrünstigen Krimi, so dass selbst zarte Gemüter das Buch bedenkenlos lesen können.
Wenn dich bereits die Helene-Christ-Reihe begeistert hat, solltest du unbesorgt zuschlagen. Mir hat die Kira-Lund-Reihe sogar noch ein wenig besser gefallen. Der zweite Teil der Kira-Lund-Reihe „Todeslied“ erscheint am 28. April 2022. Der dritte Teil „Stumme Gräber“ ist für das Jahr 2024 angekündigt.