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Gänseblümchen – eine sehr queere Geschichte

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Rick mag Blumen, Rosa und Harmonie. Für seine Mitschüler*innen ist der Fall klar – eindeutig schwul. Nur fühlt sich Rick nicht sonderlich schwul, wenn er in Gegenwart der beliebten Auri vor lauter Herzklopfen kein Wort über die Lippen bekommt. Außer Vhyn, seinem nicht-binären liebsten Menschen, weiß das allerdings keine*r, und das ist auch gut so. Auch wenn Rick gerne etwas selbstbewusster sein würde, will er vor allem eines: Ruhe und Frieden.

Als der Rebell Bo neu an seine Schule kommt, ist es damit jedoch schlagartig vorbei. Nicht nur, dass er Rick beklaut und provoziert, wo er nur kann, nein, ausgerechnet der scheint einen besonderen Draht zu Auri zu haben. Das kann doch nicht wahr sein! Als Rick sich entschließt, Bo auf den Zahn zu fühlen, überschlagen sich die Ereignisse…

Ein wunderbar queerer Young-Adult-Roman über Freundschaft, Sex, die große Liebe und was es bedeutet, seine eigene Stärke zu finden.

376 pages, Paperback

First published January 1, 2021

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Elias Finley

2 books5 followers

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Community Reviews

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4 stars
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Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Noah.
88 reviews24 followers
August 14, 2021
3.5-4 Sterne - Insgesamt mochte ich das Buch gerne, die Hauptfiguren und ihre Charakterentwicklung sind nachvollziehbar (und größtenteils sympathisch) und es war schön, viele verschiedene Arten queer zu sein zu sehen. Leider gab es auch ein paar Dinge, die ich nicht so gern mochte, weshalb ich nicht mehr Sterne vergeben kann.

Ich mochte sehr, wie die Freundschaft zwischen Rick und Vhyn dargestellt war und fand den offenen Umgang mit Sexualität, sowohl untereinander zwischen Freund_innen als auch zwischen Rick und seiner Familie sehr schön. Ich wünschte, davon gäbe es generell mehr in Jugendbüchern! Auch die Fehler und schlechten Entscheidungen der Figuren wirkten nachvollziehbar und in sich konsistent und ich mochte im Großen und Ganzen die Entwicklung der Figuren.

Nicht so gut fand ich leider einerseits den unglaublich häufigen Ableismus/Saneismus, sowohl in der Figurenrede als auch im Erzähltext, der aus Ricks Perspektive beschrieben ist. (Begriffe wie dumm, Id**t, gestört und wahnsinnig tauchen so häufig auf, als hätte der Autor sie mit einem Salzstreuer über dem Buch verteilt und das hat mich ziemlich geärgert. Schade finde ich es insbesondere deshalb, weil ein Ableismus-Verständnis zumindest in Ansätzen vorhanden ist. Es wird bspw. an einer Stelle angesprochen, dass es nicht okay ist, behindert als Schimpfwort zu verwenden.)

Das Zweite, was mir leider nicht gefallen hat, war, dass es einen Fremdouting-Plot (aus Eifersuchtsgründen) gab.


Am Ende des Buchs gibt es eine ausführliche, kapitelweise Liste mit Inhaltswarnungen, die ich sehr gut fand (meine eigene am Ende des Reviews ist daran angelehnt und noch durch einige wenige ergänzt). Das fand ich sehr gut, noch besser wäre es, wenn diese auch online zugänglich wäre, sodass Leser_innen sie sich vor dem Kauf ansehen können. Ich mochte außerdem, dass mit * entgendert wurde.

Fazit! Trotz einiger Kritikpunkte auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Freundschaft, verschieden queere Figuren und Figuren, die im Laufe des Buches eine nachvollziehbare Charakterentwicklung erleben.

Content Notes:
Ableismus/Saneismus, Alkohol- und Drogenkonsum (Gras), Coming-out, Fremdouting, Filmriss (durch Alkohol), Erbrechen, Deadnaming (teilweise explizit) und Misgendering, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit, Dyacissexismus, Sex, häusliche Gewalt (erwähnt), körperliche Gewalt, homo- und transfeindliche Beleidigungen, Misogynie, Sexismus, Tod, Unfalltod (von Eltern, in der Vergangenheit), (Tattoo-)Nadeln, kulturelle Aneignung (Traumfängermotiv auf einem Kleidungsstück)
Profile Image for Claudia Harauer.
1,606 reviews12 followers
July 29, 2021
Diese Rezension hat meine 12 jährige Tochter geschrieben

Mir hat das Buch „Gänseblümchen – eine sehr queere Geschichte“ gut gefallen. Mein Lieblingscharakter war Vhyn. Sier war mir sehr sympathisch und siene Art hat mir gefallen. Anfangs mochte ich Bo ebenfalls sehr, was sich ab zirka zwischen der Mitte und dem Ende des Buches geändert hat und im Epilog habe ich ihn dann wieder gemocht. Generell waren alle Charaktere gut geschrieben und real. Ein großer Pluspunkt war, dass nicht nur die geläufigsten Sexualitäten/ Geschlechter (schwul, lesbisch, bi, hetero, trans und cis) repräsentiert waren, sondern auch unbekanntere, wie zum Beispiel Pansexualität oder non-binäre Geschlechter, wie zum Beispiel Vhyn. Außerdem benutzt sier die Neopronomen sier/sien. Sier erklärt auch sehr gut warum sien diese Pronomen benutzt.
Ich mochte den Schreibstil sehr. Zeitweise bin ich so in dieses Buch versunken, dass ich vergessen habe, dass ich gelesen habe. Die Triggerliste ist sicherlich sehr hilfreich für Menschen, die von gewissen Sachen (= z. B. Transphobie/Feindlichkeit, Zwangsouting, Misgendering / Deadnaming, …) getriggert werden.
Profile Image for Thea.
92 reviews14 followers
August 27, 2021
Dinge, die Rick toll findet: Blumen, Pastellfarben, Freundlichkeit. Deshalb denken seine Mitschüler*innen, er sei schwul. Das stimmt aber gar nicht, denn was oder vielmehr wen Rick auch toll findet: Auri, eine sehr beliebte und hübsche Mitschülerin, in deren Gegenwart er höchstens inkohärente Laute von sich geben kann, wenn überhaupt.
Davon abgesehen hat Rick zusammen mit seinen Großeltern und Vhyn, seinem Lieblingsmenschen ein ruhiges Leben. Das ist aber auch schlagartig vorbei, als Bo in seine Stufe kommt und sich sofort mit Rick anlegt. Und auch danach bleibt es nicht wirklich ruhig…

Eines meiner Highlights: Rick! Ich finde Rick toll, er ist ein unglaublich sympathischer Protagonist und ich mochte ihn sehr gerne. Rick ist der Meinung, die meisten Dinge würden sich durch Freundlichkeit klären lassen bzw. sie würden gar nicht erst entstehen, wenn die Menschen ein bisschen freundlicher zueinander wären. Er ist bodenständig, ein bisschen schüchtern und awkward manchmal und am liebsten buddelt er in seinem Garten herum, wenn er nicht gerade mit Vhyn abhängt. Trotzdem hat er auch Fehler und er trifft im Laufe der Geschichte mehrfach falsche Entscheidungen, aber das macht ihn nur noch etwas nahbarer.
Ich mochte auch seine Freundschaft zu Vhyn und wie er hinter siem steht und sien supportet. Generell hat mir die Charakterdarstellung und ihre Interaktionen in dem Buch gut gefallen, ich mochte auch Ricks Oma und seine beiden Opas sehr gerne. Tatsächlich auch Bo, der die allermeiste Zeit über nicht besonders nett und sympathisch ist.

Was mir leider nicht so gut gefallen hat,

Der Stil ist ziemlich umgangssprachlich. Dadurch ließ es sich zum einen sehr schnell und angenehm runterlesen, war aber teilweise auch etwas anstrengend, weil es auch die Gedankenrede des Protagonisten betraf.

„Gänseblümchen – eine sehr queere Geschichte“ ist das erste Buch, das ich gelesen habe, in dem eine Figur Neopronomen nutzt und auch das erste, in dem mit Stern entgendert wird. Fand ich beides toll! Es wurde nur leider beides nicht zu hundert Prozent konsequent durchgezogen. Zwar wurden die „(Mit)Schüler*innen“ und „Lehrer*innen“, wenn sie nicht näher spezifiziert wurden, durchgängig mit Sternformen versehen, aber es gibt genug Gruppenbezeichnungen (wie z.B. „Nachbarn“), bei denen das nicht durchgezogen wurde. Was mich mehr gestört hat, dass an mehreren Stellen noch sie/ihr-Pronomen auftauchen, als Vhyn schon sier nutzt. Nicht bei Deklinationsformen im Nominativ, aber vor allem bei Possessivpronomen ist das leider der Fall und einmal auch eine ganze Seite am Stück. Das fand ich ziemlich schade.

Positiv ist mir die Liste mit Triggerwarnungen aufgefallen, bei der die potenziellen Triggerthemen auch noch kapitelweise aufgeschlüsselt worden sind.

Fazit: Ich mochte das Buch auf jeden Fall! Ich mochte die Charaktere, die zwischenmenschlichen Beziehungen (familiär und freundschaftlich) und die Menge an Queerness (es ist eindeutig eine sehr queere Geschichte ^^), ohne dass sie einem sehr plakativ ins Gesicht geworfen wird und es sich nach einer Checkliste anfühlt, auf der man die unterschiedlichen Arten von Queerness abhaken kann. Sie sind einfach queer und manchmal ist/wird das relevant und manchmal auch nicht, sie dürfen trotzdem so sein wie sie sind. Das hat mir gut gefallen.
Es gab ein paar Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben, aber ich würde dennoch eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen, es ist nämlich dennoch ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Profile Image for Tessa.
980 reviews23 followers
September 24, 2021
Den ganzen Lobeshymnen kann ich mich leider nicht anschließen, dennoch will ich erstmal mit den positiven Aspekten des Buches beginnen.
Ich liebe die Diversität. Wir treffen pansexuelle und bisexuelle Charaktere, nicht-binäre und transidente. Und das in einem deutschen Buch! Meine Meinung gibt es bisher viel zu wenige deutsche queere Literatur. Auch die Tatsache das Vhyn, ein nicht-binärer Charaktere, Neopronomina benutzt habe ich so noch nie in einem deutschen Buch erlebt. Auch wenn ich anfangs über sier/sien gestolpert bin (da es hier einfach noch nicht so gebräuchlich ist wie they im Englischen) habe ich mich irgendwann daran gewöhnt.
Auch war das Buch sehr Sex positiv, und hatte zudem eine Triggerliste am Ende. All das sollte man mehr in Jugendbüchern finden!

Jedoch störte mich der Schreibstil. Ich fand es sehr kindlich geschrieben und teilweise schwer zu lesen, da mir vor allem Dialoge nicht immer sehr natürlich erschienen. Ich fand es auch seltsam, dass keiner der Charaktere fluchte sondern nur Worte wie "Depp" oder "Scheibenkleister" verwendete. Welche 18/19-jährigen fluchen nie?
Auch die Handlung fand ich nicht allzu packend, und für die Charaktere konnte ich mich auch nicht begeistern, vor allem für die beiden Love Interests, die ich eher wahnsinnig unsympathisch fand, und von Dreiecksbeziehungen bin ich kein Fan.
Gelegentlich waren ein paar Typos übersehen worden (z.B. Whatsapp-Grippe) und das Rick nicht glauben konnte, dass man auch heute noch in Ländern fürs LGBTQ+ Sein bestraft werden kann, erschien mir auch sehr unglaubwürdig. In welcher heilen Welt lebt er, vor da er doch einen schwulen Opa hat und sich eigentlich ziemlich gut mit diesen Themen auskennt?

Alles in allem liebte ich die Idee dahinter, die Umsetzung jedoch war nicht meins.
Profile Image for Jaye Card.
76 reviews13 followers
October 20, 2021
Vielen Dank an Netgalley für dieses Rezensionsexemplar!

Anmerkung: In diesem Review wird der Begriff "queer" im reclaimed Sinn verwendet.

Ich möchte kurz mit dem Grund anfangen, warum ich dieses Buch gelesen habe: Da gab es ein anderes Review, in dem stand, in diesem (queeren) Buch sind zu viele der Charaktere queer. Ah ja, hab ich mir gedacht, wie überaus unerwartet. Und dann hab ich daran gedacht, dass sich das außerdem eigentlich mit meiner Erfahrung deckt: Irgendwie versammeln sich queere Menschen andauernd unterbewusst. Keine Ahnung wieso, aber in meinem Freundeskreis entpuppen sich andauernd alle als queer. Das war für mich also auch ein Zeichen des Realismus, also habe ich mich spontan dafür entschieden, dem Buch mal eine Chance zu geben.

Wenn man ein queeres Buch sucht, ist "Gänseblümchen" von Elias Finley eine solide Wahl. Das Buch folgt Rick, Bo und Auri, die sich zuerst in ganz schön chaotische Liebesgeschichten und später ganz schön heftiges Drama verwickeln, und dem nonbinären Menschen Vhyn, der...auch da ist, falls jemand einen Arschtritt benötigt oder so. Das Buch hat eben genau das, was man so von einem queeren Buch erwartet: Queere Liebesgeschichten, Gefühle ums Outing, stellenweise authentisch und einfühlsam, stellenweise reden Charaktere ein bisschen wie Sachbücher (aber gut, tun ja manche Leute im echten Leben auch). Was ich im Punkt Queer Writing gut gefunden habe, war, dass ein bisschen mehr erforscht wird als "nur" Homosexualität (womit ich nicht und absolut nicht implizieren will, dass man Homosexualität nicht erforschen soll, aber ist auch schön, mal die anderen Fahnen hier und da zu sehen). In diesem Buch kommen ganz verschiedene Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten vor, und ich weiß es zu schätzen, wenn mal ein bisschen eine weitere Bandbreite repräsentiert wird.

Und natürlich, ganz wichtig: Die Charaktere sind erst einmal einfach Charaktere. Ich hab Rick wirklich gemocht, er ist so...gutherzig einfach. Jede/r in diesem Buch macht mal einen Fehler, und denkt dann auch darüber nach, und das macht alle wirklich menschlich. Alle sind von ihrem Umfeld beeinflusst - Ricks schwuler Opa existiert nicht nur der Repräsentation wegen, sondern weil er Ricks Einstellung zu queeren Themen stark beeinflusst hat, und weil er auch einfach ein herziger Typ ist. Queere Themen und Charakterisierung zu balancieren fällt vielen Autor/innen schwer, aber in diesem Buch läuft das ganz flüssig. Um so tiefer sitzt dann der schiere Schock bei manchen Sachen, die manche gewisse Charaktere später tun, nachdem man sie lieb gewonnen hat...

Ganz ohne Stolpersteine ist das Buch natürlich nicht. Man merkt schon, dass es bei dem Buch auch darum ging, Leuten etwas über das queere Leben beizubringen, und stellenweise stolpert es da schon bisschen drüber. Das ist grundsätzlich nicht so schlimm, aber wenn man öfter queer liest, dann wird es bisschen eintönig, wieder einmal dieses und jenes erklärt zu kriegen. Ich kann aber natürlich nicht einschätzen, wie das für queer fiction-Neulinge ist.
Außerdem hätte ich mir wirklich gewünscht, einen Charakter vor dem großen Finale, in dem dieser Charakter plötzlich sehr wichtig wird, genauer kennen zu lernen.

Alles in allem: Das Buch ist so ziemlich das, was ich mir von einem "standard" queer read erwarte. Es steht zwischen anderen queeren Büchern zwar nicht grad total raus, aber es ist solide, lesenswert und liebenswert. Definitiv eine Empfehlung für Leser/innen, die ihre ersten Schritte in das Genre wagen möchten.

Content warnings:

Am Ende des Buches findet ihr auch eine Liste mit Triggern per Kapitel, was ich übrigens sehr lobenswert finde.
Profile Image for Kathi.
24 reviews2 followers
January 20, 2022
Ich muss ehrlich sein, nach etwa 20 % des Buches war ich kurz davor es abzubrechen. Im Nachhinein bin ich froh es nicht getan zu haben, da mir sonst eine wunderbare und süße Geschichte entgangen wäre. Aber mal der Reihe nach.
Das Vorwort hat mich sehr berührt, weil sich meiner Meinung nach jede*r sofort willkommen fühlen kann. Es wird von Anfang an gegendert, was ich das erste Mal bei einem Roman gesehen habe, und ausführlich und dennoch unkompliziert die nicht-binäre Genderidentität mitsamt der Pronomen, die verwendet werden können, erklärt. Es wird klar, dass es dem Autor selbst sehr am Herzen liegt, Intoleranzen aus dem Weg zu räumen, ebenso wie das verbreitete Bild der Heteronormativität. Dass Elias Finley das Wohl der Leser*innen am Herzen liegt, sieht man auch in der gut ausgearbeiteten Trigger-Liste, auf die er explizit ebenfalls im Vorwort hinweist.
Doch so wohl ich mich in den ersten Seiten auch gefühlt habe, so enttäuscht war ich dann erst einmal bei der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr kindlich gehalten und gerade bei einem Liebesroman, bei dem meist früher oder später sexuelle Handlungen zum Thema werden, finde ich es sehr unangenehm das Gefühl zu haben, aus der Sicht eines jungen pubertierenden Menschen zu lesen. Davon abgesehen ist der Protagonist 19 Jahre alt, was eine gewisse Reife und Selbständigkeit vermuten lässt, die ich im ersten Viertel des Buches viel zu selten erkannt habe. Er wird schon am Anfang als sehr emotional beschrieben und ging mir damit manchmal sehr auf die Nerven. Wenn in jedem Kapitel der Protagonist in Tränen ausbricht, so dass er auf mich teilweise fast wie ein bockiges Kind wirkt, kommt mir das für einen 19-jährigen schon sehr komisch vor. Die anbahnende Liebe erinnerte mich anfangs auch eher an die ersten Versuche von 13-Jährigen, was es insgesamt sehr unangenehm und anstrengend gemacht hat, sich auf die Geschichte einzulassen.
Im Laufe des Buches hat sich das etwas gewandelt. Meine Vermutung ist, dass der Autor mit Absicht im ersten Viertel einen unsicheren, kindlicheren Schreibstil gewählt hat, um die Entwicklung der Charaktere und der gesamten Geschichte zu verdeutlichen, was meiner Meinung nach etwas nach hinten los gegangen ist, weil es bei mir fast zu einem Abbruch des Buches geführt hat.
Doch als die Geschichte dann etwas ins Rollen gekommen ist und ich mich ab etwa der Hälfte auch langsam mit den Charakteren identifizieren konnte, hatte ich Spaß am Lesen. Es war zwar alles sehr vorhersehbar und manchmal konnte ich über Streitigkeiten, die im Buch entstanden sind, nur schmunzeln, da sie mit der eigentlichen Handlung wenig zu tun haben und dementsprechend auf mich sehr unnötig gewirkt haben, aber dennoch mochte ich die Entwicklung einiger Charaktere und auch den Zusammenhalt der Protagonist*innen fand ich sehr schön zu lesen.
Ich fand es außerdem dann doch überraschend, dass einige verschiedene Labels aus der Pride-Community aufgetaucht sind und nicht, wie so oft, nur die bekanntesten. Das macht das Buch für mich zu einer Art Wohlfühlort und Menschen, die sich mit der Thematik nie wirklich befasst haben, können bestimmt daraus lernen.
Insgesamt kann ich das Buch jedem ans Herz legen, wenn man über die ersten 25 % hinwegsehen kann. Die Geschichte an sich ist nicht übermäßig besonders, aber diese queere Umgebung und die Akzeptanz, die dort herrscht, haben mir oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Profile Image for Luka.
463 reviews12 followers
September 16, 2021
Thx NetGalley für die Bereitstellung des Buches für eine ehrliche Rezension

In Gänseblümchen geht es vorrangig um Rick und seine Freund*innen und Klassenkamerad*innen in der Abiturstufe. Ich war positiv überrascht, dass wirklich jede Hauptperson auf ein oder andere Weise queer ist. Der Titel hat also nicht zu viel versprochen.
Da das übergeordnete Thema des Buches mit Akzeptanz, Toleranz und Selbstfindung sehr weit gefasst ist, war ich sehr neugierig darauf, wie das im Speziellen aussehen würde. Rick hat mit seiner Sexualität weniger zu kämpfen als andere Jugendliche in diesem Buch, was eine sehr interessante Perspektive für einen Protagonisten in einem queeren Buch ist. Er weiß zwar noch nicht, mit welchem Buchstaben im LGBTQ+ Alphabet er sich identifiziert, aber er ist nicht gestresst, das herauszufinden. Sein Weg ist sehr positiv und mit Freude und Spaß beschrieben und ich denke, Jugendliche profitieren davon, diese positiven queeren Stories zu hören. Insbesondere, da hier auch schwierigere Themen angesprochen werden; Deadnaming, erzwungene Outings, Gewalt an queeren Menschen, etc. (Alle diese Dinge sind übrigens in einer Triggerliste am Ende des Buches getagged, wovon ich ein sehr großer Fan war, und ich hoffe, dass andere Jugendbücher damit nachziehen werden.) Rick's relativ entspannte Attitüde ist daher häufig eine wohlverdiente Pause zwischen dem ganzen heavy Kram.
Vhyn, Rick's bestie, ist nichtbinär und verwendet später Neopronomen, was ich so noch nie in einem Jugendbuch gesehen habe. Der Struggle mit sienen Eltern war gut dargestellt und ich habe sehr mitgefiebert, als es ums Outing ging. Auch, dass dieser Stereotyp, dass nichtbinäre Personen eigentlich nur "women light" wären, wurde kurz aufgegriffen, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich hätte mir da noch eine tiefere Exploration gewünscht, aber das Buch kann ja nicht 500 Seiten werden.
Das ist jedoch ein Grund, warum ich nicht die vollen fünf Sterne geben konnte. Man merkt, dass alle angesprochenen Themen mit sehr viel Sensibilität behandelt wurden. Leider fand ich, dass zu viel angeschnitten wurde und dann nicht genug Zeit war, alles so zu besprechen, dass es im Buch Sinn macht. Dadurch lasen sich manche Passagen etwas seltsam predigend und nicht so, als ob sich normale Jugendliche über diese Themen unterhalten würden. Mehr so wie eine Infoseite über die LGBTQ+ Community.
Leider konnte ich mich mit dem Schreibstil auch generell nicht wirklich anfreunden. Ich habe nicht wirklich geglaubt, dass die Charaktere Teenager sind. Häufig klingt es leider etwas gezwungen umgangssprachlich, so als ob versucht wurde, auf Biegen und Brechen "jugendlich" zu sprechen.

Trotzdem würde ich empfehlen, Gänseblümchen einmal zu lesen, bzw. einem Teenager in die Hand zu drücken. Selbst wenn es kein neuer Favorit ist, glaube ich, dass es dennoch viel gibt, was Leser hier rausholen könnten. Vor allem, die Art wie Neopronomen benutzt werden, und hier diskutiert wurden war sehr gut gemacht und schon allein deshalb, ist es imo wert, einmal reinzulesen.
1 review
October 25, 2021
Der Debütroman des Autors Elias Finley kreist um einen Oberstufenjahrgang, aus der Sicht des Protagonisten Rick werden vor allem die Erfahrungen, die er mit seinem Lieblingsmenschen Vhyn, seiner Mitschülerin Auri, und den Neuankömmling an der Schule Bo macht erzählt, und auch sein enges Verhältnis zu seinen liebevollen Großeltern wird thematisiert.

Wie der Untertitel „Eine sehr queere Geschichte“ schon andeutet behandelt der Roman exemplarisch die Geschichten mehrerer queerer, junger Menschen in einem prägenden Alter und erzählt von Selbstfindung, als auch Konflikten, Empathie und Verbundenheit zwischen den Charakteren. Hier zeigt sich die besondere Stärke des Buches, man merkt regelrecht beim Lesen wie wichtig dem Autor die Ausarbeitung dieser Charaktere beim Schreiben war. Speziell die Darstellung queerer Figuren kann schnell ins stereotype und eindimensionale abdriften, diese Klippe umschifft der Autor aber im Großen und Ganzen. Das Können Finleys zeigt sich auch im Schreibstil, durch welchen das Buch sehr zugänglich wird. Auf seitenlange Schachtelsätze wird verzichtet zu Gunsten einer eingänglichen, die Emotionen gut transportierenden Sprache, die teils eine umgangssprachliche Färbung aufweist, was mich sonst bei Büchern stört, da es leicht aufgesetzt wirken kann, einen Eindruck, den ich allerdings beim Lesen dieses Buches nicht hatte.

Auch positiv zu erwähnen ist die Triggerliste am Ende des Buches, etwas das ich zum ersten Mal in einem Buch gesehen habe und ich mich frage, warum nicht mehr Autoren und Verlage dies nicht als selbstverständlichen Teil einer Publikation ansehen. Eine ebenfalls sympathetische Ergänzung, ist die comichafte Darstellung der Charaktere auf dem Backcover, während das Frontcover ein Meer von unterschiedlichen Blüten ist, was ich interpretieren würde als symbolhafte Darstellung der vielfältigen Identitäten queeren Lebens, die gemeinsam eine Community bilden.

Insgesamt würde ich diesen Young Adult Roman jungen Menschen sehr empfehlen, aber nicht nur, auch „älteren“ Lesern weiß der Roman zu gefallen. Ich persönlich habe mich zurückversetzt gefühlt in die Zeit als ich im Alter der Hauptfiguren war und ebenfalls mein Coming Out hatte. Was mich auch zur Hauptbegründung für die 5 Sterne Bewertung führt, tendenziell dachte ich beim Lesen an 4 Sterne. Ein Stern Abzug, da die Darstellung der Nebenfiguren teils im tropehaften Territorium beheimatet ist und teils Konflikte und Charaktereigenschaften für meinen Geschmack noch stärker von der beschreibenden Ebene auf die Handlungsebene verlagert hätten werden können. Dies nimmt dem Buch allerdings nichts von seinem distinktiven Charme und mehr noch auf die Frage, ob ich so ein Buch in der Zeit meines Coming Outs gebraucht hätte, kann ich nur sagen: Ja. Ja definitiv. Und dies wiegt meine kleineren Kritikpunkte mehr als auf, sodass ich ohne Zweifel die volle Sternezahl geben kann. Ich bin gespannt auf die nächsten Werke Elias Finleys.
Profile Image for Cori Kane.
Author 6 books9 followers
August 15, 2021
Rick ist neunzehn und kurz davor, sein Abi zu machen. Sein Lieblingsmensch und einziger Beistand im Schulalltag ist Vhyn, nicht-binär und kurz davor, sich vor Familie und Klassenkameraden zu outen. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum auch Rick von einigen Klassenkameraden der queere Stempel aufgedrückt wird: Rick mag Blumen und die Farbe Pink und das reicht für viele halt schon. Doch Rick fühlt sich nicht schwul, tatsächlich ist er verknallt in Mitschülerin Aurelie.

Die Tatsache, dass er vor ihr kaum ein Wort herausbringt, erschwert sein Leben jedoch erheblich. Da ist es doch ganz anders mit dem neuen Mitschüler Bo, der sich benimmt wie ein Elefant im Porzellanladen und Rick gleich ziemlich auf den Wecker geht. Doch Rick versucht es mit nett und stößt damit auf einigen Erfolg… nicht nur bei Bo.

Der Untertitel ist natürlich Programm, Gänseblümchen ist tatsächlich eine sehr queere Geschichte. Ricks Findung seiner sexuellen Identität steht dabei im Vordergrund, doch durch die Hilfe und Akzeptanz seiner Familie und Freunde kommt er da ganz gut durch. Doch das Finden seiner Selbst ist nicht die ganze Geschichte, dazu kommen noch die ein oder anderen Hindernisse und Missverständnisse, die diese Geschichte interessant machen.

Ich fand das Buch sehr gut erzählt. Es ist einfach, der Geschichte zu folgen und die Handlungen der Charaktere sind gut nachvollziehbar. Dadurch, dass die Protagonisten jung und doch volljährig sind, schreckt die Erzählung auch vor grafischer Darstellung von Sex-Szenen nicht zurück, die jedoch Teil der Geschichte (und rar) und nicht unbedingtes Highlight derer sind. Für jemanden wie mich, die sich selbst auch mit 19 geoutet hat, wäre dies ein gutes Buch gewesen, nicht zur Selbstfindung, mehr zur Stabilisierung des Herausgefundenen.

Coming out ist nicht einfach, wenn man es selbst macht, es ist noch um einiges Schwieriger, wenn es einem gezwungenermaßen abgenommen wird. Doch das passiert häufig an Schulen, wo spekuliert wird, wo geredet wird. Die Geschichte beschäftigt sich mit diesem Thema und nimmt es ernst. So, wie auch der Verlag die Themen der Geschichte ernst nimmt und deshalb am Ende des Buches einen Index mit Trigger-Warnungen gibt, das fand ich sehr gut.

Ich denke, das Buch eignet sich besonders gut für junge, queere Menschen, die einfach mal Protagonisten treffen wollen, die mehr so sind wie sie selbst. Das Buch bietet verschiedene Formen des Queerseins im Zentrum der Geschichte und sollte so auch von nicht-queeren Menschen gelesen werden, die vielleicht einfach neugierig sind, oder neuerdings jemanden in ihrem Umkreis haben, der/die queer sind. Es öffnet einen guten Dialog und zeigt auch, dass dieser Dialog immer respektvoll ablaufen sollte. Dabei erstickt das hilfreiche aber die Geschichte nicht. Sehr empfehlenswert.
271 reviews3 followers
August 1, 2021
Dieses Buch hat mich total überrascht. Es ist im Bereich LGBTQIA angesiedelt, und das ist oft in Jugendbüchern ein schwieriges Thema. Viele Bücher wollen einfach zu viel und packen so unglaublich viele queere Charaktere in ihre Bücher, dass es irgendwann einfach too much ist.

Auch hier trifft man auf viele queere Charaktere, aber es passt in der Mischung sehr gut. Rick, der Protagonist, ist z.B. ein junger Mann, der das Glück hatte, bei sehr toleranten Großeltern aufzuwachsen, die ihre eigene Vorgeschichte in diesem Bereich haben. Diese Toleranz lebt er, und das sehr reflektiert und ehrlich, was man als Leser das ganze Buch über deutlich spüren kann. Er lernt im Laufe der Geschichte, dass er selbst pansexuell ist - was wirklich sehr gut erklärt wird! Sein "Lieblingsmensch" (welch eine tolle Bezeichnung für eine nicht binäre Person) ist Vhyn. Beide sind auf ihre Art sehr interessante und wirklich gut durchdachte Charaktere! In Bezug auf Vhyn lernt man als Leser auch etwas über Neopronomen - und das, ohne dass es wie eine BElehrung rüberkommt. Auch hier wieder großes Lob an den Autor! Ihm ist es wirklich gelungen, viele Informationen über queeres Leben zu geben, ohne dabei zu trocken oder zu theoretisch zu wirken. Das finde ich großartig!

Ein bißchen fragwürdig finde ich das Cover. Ich fürchte, dass es nur einen kleinen Kreis junger Leser überzeugen kann, überhaupt danach zu greifen. Und das wäre wirklich schade, denn ich finde, dass dieses Buch sich wirklich lohnt!
Profile Image for Emirene.
27 reviews
March 5, 2022
Bevor ich zum Inhalt komme, kurz ein paar Worte zum Cover: So gut mir das Buch inhaltlich auch gefällt, mit dem Cover kann ich mich nur mäßig gut anfreunden. Es ist super bunt, was an sich gut zum sehr queeren Inhalt passt, jedoch wirkt es stark überladen. Durch die vielen verschiedenen, im Ton sehr kräftig leuchtenden Blumen fällt im ersten Moment gar nicht auf, dass auch die Schrift etwas viel ist. Auf den zweiten Blick fallen die drei verschiedenen Schriftarten in unterschiedlichen Größen und zum Teil verschiedenen Ausrichtungen dann aber doch auf. Positiv zu bemerken ist aber, wie gut sich das Verlagslogo einfügt.

Die Handlung wird aus Ricks Perspektive wiedergegeben, Rick der gerade 19 geworden ist, zur Schule geht und nebenbei im Baumarkt arbeitet, Rick, der Blumen, Rosa und Harmonie mag, von seinen Mitschüler:innen als schwul bezeichnet wird, obwohl er sich nicht sonderlich schwul fühlt und der in Gegenwart der beliebten Auri vor lauter Herzklopfen kein Wort über die Lippen bekommt. Mit Beginn des neuen Schuljahres kommt Bo neu in den Jahrgang und er scheint es auf Rick abgesehen zu haben. Nicht nur dass er ihn beklaut und provoziert, wo er nur kann, ausgerechnet Bo scheint auch einen besonderen Draht zu Auri zu haben. Doch als Rick Bo näher kennenlernt, beginnen sich die Ereignisse zu jagen.

"Gänseblümchen" ist sehr gut verständlich und vor allem nah am Hauptcharakter geschrieben. Der Schreibstil vermittelt das Gefühl, alles tatsächlich aus Ricks Gedanken heraus mit zu erleben, dadurch liest es sich zum einen sehr schnell und zum andern auch sehr emotional. Besonders gut finde ich außerdem, dass es eine sehr detaillierte Liste mit potentiellen Triggern gibt, durchgängig inklusive * gegendert wird und dass im Vorwort auf die Verwendung der Pronomen sier/sien eingegangen wird, denn genau diese Art der Kommunikation ermöglicht mehr Sensibilisierung für den respektvollen Umgang mit non-binären Menschen und Verständnis für den notwendigen Sprachwandel für mehr Repräsentation, dessen Notwendigkeit viele Menschen leider noch nicht sehen. Generell muss ich aber auch einfach sagen, dass das Buch schon allein durch die enorme Menge an queerer Repräsentation (vor allem der Teile der Community, die sonst leider viel zu oft übersehen werden) einen riesigen Pluspunkt bei mir hat.

Die Entwicklung des Plots hat mich schlicht umgehauen. Durch die Liste potentieller Trigger wurde zwar schon deutlich, dass viel passiert, aber es gab so viele Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, dass es bis zum Epilog spannend und überraschend blieb. Bezeichnend hierfür ist mein Kommentar bei goodreads, als ich gerade 93% des Buches gelesen hatte: “Es sind noch 7% zu lesen und ich habe das ungute Gefühl, dass mir dieses Buch das Herz brechen wird. Ich hab so Angst um Bo. Er hat sich wie der letzte Arsch verhalten, aber er ist mir wirklich ans Herz gewachsen und ich habe irgendwie doch sehr Angst vor dem Ende des Buches.”

Letztlich kann ich vor allem eins sagen: Wow. Nur wenige Bücher schaffen es, mich mit allen Emotionen abzuholen, Charaktere zu schaffen, die absolut glaubwürdig und real geschrieben sind, und dabei noch wichtige politisch-moralische Botschaften zu vermitteln. Ich habe mindestens genauso oft gelacht (ja, auch laut, sehr zur Verwirrung der Menschen um mich herum) und mich für die beschriebenen Personen gefreut wie ich auch sauer auf Rick und Bo war und mitgelitten habe, wenn die Handlung unschöne Wendungen nahm. Die beschriebene Freundschaft zwischen Rick und Vhyn ist einfach großartig (ich würde die beiden so gern mal in der Realität treffen) und die Charakterentwicklung (die ich mir für Rick noch etwas mehr gewünscht hätte) von Bo ist der Wahnsinn. Es ist so schön zu lesen, wie Vhyn und Auri über sich hinauswachsen und mit allem Mut, den es dafür leider manchmal braucht, zu sich selbst stehen. Aber nicht zuletzt sind auch die Nebencharaktere einfach cool, ich brauche bitte mehr Personen wie Ricks Großeltern in meinen Büchern! :D
5 von 5 absolut verdiente Sterne für diesen wunderbaren, queeren Young-Adult Roman, dessen Cover und Inhalt genauso unperfekt, bunt und liebenswert sind, wie das Leben.
Profile Image for Nunmalich.
42 reviews4 followers
November 28, 2022
Rick ist ein großartiger Protagonist.

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Hab es jetzt schon zum zweiten Mal gelesen und finde es noch immer ganz ganz wundervoll!
Ich finde man merkt richtig mit was für guten Intentionen der Autor an das Buch rangegangen ist und deshalb auch ganz viel richtig gemacht hat. Mir ist auch aufgefallen, dass fast immer nach Consens gefragt wird, richtig gut!
Würde mich supermegadolle freuen, wenn es noch einen zweiten Band geben würde.
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