Eine abgründige und urkomische Geschichte über die schönste Zeit des Jahres: die Ferien! Die Einladung klingt perfekt: Eine Woche Ferien in einem idyllischen Haus in Frankreich. Einfach mal wieder die Seele baumeln lassen. Süβes Dolcefarniente genieβen. Und natürlich: Essen wie Gott in Frankreich! Doch leider kommt es dann so, wie es oft kommt: Ganz, ganz anders.
Fremde Freunde ist kurzweilige Unterhaltung, es geht um einen (Spät-)Sommerurlaub. Drei Familien fahren gemeinsam ins Ferienhaus und verbringen dort ein paar Tage. Alle haben so ihre kleinen oder großen Geheimnisse, auch die Gastgeber haben ihre Freund nicht ganz uneigennützig eingeladen. Es passieren ein paar skurrile und ein paar seltsame Dinge.
Das Buch lässt sich schön in einem Rutsch weglesen. Es ist trotzdem hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Die Geheimnisse waren teilweise recht unspektakulär, das Ende auch nicht wirklich besonders. Kein Buch, das man gelesen haben muss, aber für (heiße) Sommertage und -nächte genau das richtige.
Das Buch beginnt kurzweilig und gibt im Laufe der Story schöne Skizzen der einzelnen Lebensphasen und -Geschichten sowie deren ganz normale Probleme. Der Stil ist angenehm, so dass sich das Buch kurzweilig anfühlt. Den zitierten Witz vermisst man jedoch häufiger, viel mehr stehen dann ironisch oder ernst(?!?)gemeinte Übersetzungen einzelner Begriffe ins Französische im Fokus, was schnell albern wirkt. Auch lernen die Familien sich nicht, wie das Buch glauben macht, wirklich kennen. Das wird am Ende sogar fast genau so gesagt. Das Ende wirkt auf die Schnelle hingeklatscht, uninspiriert und seltsam, somit unbefriedigend, so dass ich mich Frage, was das Buch eigentlich sagen will.
Der Roman ist sommerlich-leicht, das Setting, Frankreich ganz schön. Das französische Flair habe ich vermisst. Hier hatte ich mir etwas mehr erhofft. Erwartet hatte ich außerdem, dass sich die Ereignisse deutlich dramatischer zuspitzen. Es gibt diese letzten Seiten, die Situation. Doch schlussendlich fand ich deren Auflösung eher banal und irgendwie zu weit hergeholt. Ansonsten plätschert die Story langsam dahin, ganz so, wie der Kanal, an dem das Ferienhäuschen liegt. Die Geschichte hätte meiner Meinung nach Potenzial für noch etwas mehr „Drama“ gehabt, doch das ist sicherlich subjektiv und Geschmacksache.
Fazit: Insgesamt habe ich „Fremde Freunde“ von Max Küng mäßig gern gelesen. Es ist ein unterhaltsamer Sommerroman, unaufgeregt und als Urlaubslektüre geeignet. Für mich war die Story zu flach und geradlinig, die Figuren sind mir nicht wirklich ans Herz gewachsen. Obwohl ihre Gedanken und Gefühle durchaus gut wiedergegeben werden, blieben die sechs Personen doch etwas blass und keine*r war mir wirklich sympathisch. Sprachlich war der Roman gut, locker, humorvoll und das Setting passt in den Sommer!
Ich fand die Zeichnungen der verschiedenen Charaktere sehr schön. Man bekommt Einblicke in total normale Familien, mit total bekannten Problemen und »Geheimnissen«. Ich glaube ich fand gerade so schön, dass alle Probleme und Situationen in mir den Gedanken hervorgerufen haben, dass mir das alles bekannt vorkommt aus Erzählungen von Bekannten. Nicht jedes Buch muss eine neue Welt erfinden. Sicherlich hält sich der Spannungsbogen in Grenzen, aber es ist eine angenehme Lektüre für faule Tage!
Weder abgründig noch urkomisch, wie der Klappentext glauben machen will, aber gut zu lesen. Spannung kommt allerdings erst in den letzten 10% auf. Erinnert teilweise an "Die Skrupellosen" von Sadie Jones.
Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist an einigen Stellen mit Humor gespickt. Allerdings habe ich eine andere Wendung erwartet, weshalb mich das tatsächliche Ende etwas enttäuscht zurückgelassen hat.
Das Setting hat total Spaß gemacht und die Kapitel waren angenehm kurz. Man hat tiefe und erschreckende Einblicke in das Leben, Eheleben und Charakter der Menschen bekommen. Die Auflösung und das Ende wurden mir zu schnell und unzufriedenstellend abgewickelt.
Zu Beginn auch in der Mitte hatten wir das Buch sehr gut gefallen der Schreibstil, die Beschreibung der einzelnen Person, die Perspektivwechsel. Allerdings hat mich das Ende sehr enttäuscht, dass ich nicht sicher bin, ob ich das Buch weiter empfehlen würde.
Sehr witzig und manchmal auch bitterböse geschrieben. Sehr gute Zeichnung der Charaktere. Der Schluss war aber absehbar und nicht sehr originell. Leichte Lektüre, empfehlenswert