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Die Tochter der Highlands. Island 1289: Bei einem Schiffsunglück gerät Enja in die Fänge von Menschenhändlern. Sie wird in den Orient entführt und dort zur Assassinin ausgebildet. Als junge Frau sucht sie ihre Wurzeln und macht sich auf den langen Weg nach Schottland, wo in den Highlands ein erbitterter Krieg zwischen den Clans und den Engländern tobt. Als Enja bei einem Angriff schwer verletzt wird, rettet sie ausgerechnet der Clanführer James Douglas. Auf seiner Burg kommt sie wieder zu Kräften. Sie ist fasziniert von James, und als er in englische Gefangenschaft gerät, unternimmt Enja alles, um ihn zu retten – obwohl sie sich damit einen mächtigen Feind macht: den englischen König. Die hochspannende Geschichte einer furchtlosen Heldin vor der Kulisse der Schottischen Unabhängigkeitskriege

505 pages, Paperback

First published May 17, 2021

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About the author

Eva Fellner

21 books35 followers
Eva Fellner, whose full name is Eva Fellner von Feldegg, was born in 1968 in Murnau, upper Bavaria, and initially worked as editor-in-chief of a specialist trade magazine. She founded a digital marketing agency and traveled extensively. China and South Africa became a second home for her. In addition to Asian martial arts, she has always been interested in history, strong women and the world of the Middle Ages. She is convinced that the most beautiful stories are written by life.

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Community Reviews

5 stars
63 (32%)
4 stars
66 (33%)
3 stars
46 (23%)
2 stars
12 (6%)
1 star
8 (4%)
Displaying 1 - 30 of 34 reviews
Profile Image for Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,171 reviews642 followers
June 3, 2024
3,5 Sterne
Dieses Buch zu bewerten, fällt mir nicht ganz leicht. Auf der einen Seite fand ich die Geschichte von Enja, die 1289 ein Schiffsunglück überlebt und von Island in den Orient gelangt, sehr spannend. Sie gerät in die Hände von Menschenhändlern und wird dann zur Assassinin ausgebildet. Jahre später kehrt sie nach Schottland zurück und gerät in den Krieg, verliebt sich,...
Die Kapitel wechseln sich ab. Wir begleiten einmal das Kind Enja, das im Orient langsam erwachsen wird und verschiedene Stationen durchläuft.
Dann sind wir im Jahr 1307 in Schottland. Enja ist inzwischen Anfang 20 und eine ausgebildete Assassinin...
Ich persönlich fand die Geschichte der jungen Enja spannender. Die Kapitel, die in Schottland spielen, empfand ich hin und wieder als etwas langatmig.
Ich bin ein bisschen enttäuscht von dem Buch. Eigentlich lese ich Historische Romane sehr gerne, und dieser Roman ist durchaus gut, aber so ganz gepackt hat er mich leider nicht.
Profile Image for Nadine Schrott.
685 reviews65 followers
January 12, 2022
Ein wirklich gelungener Historien Roman...!

Einen Punkt Abzug für das offene Ende...ich hasse es einfach, wenn man gezwungen wird, sofort den nächsten Band zu besorgen....

Enja verliert ihre Mutter bei einem Schiffsunglück Ende des 13. Jahrhunderts und wird von Skkavenhändlern gerettet. Verkauft in einen orientalischen Harem erfährt sie dort eine harte aber vielschichtige Ausbildung. Als sie als Junge verkleidet fliehen kann, ändert sich für sie alles....Not und Hunger bestimmen ihren Alltag...bis sie von einem alten Arzt in die Lehre genommen wird....

Zehn Jahre später führt Enja das Leben einer schottischen Adligen... als Vorsteherin einer großen Burg führt sie ihre Untergebenen mit sicherer Hand durch die Wirren des schottischen Unabhänigkeitskrieges....kämpferisch und willensstark besteht sie auf ihre Unabhängigkeit....

Wirklich gut gewählter Plot...Schottland im Mittelalter, der Orient und die Assassinenausbildung werden in außergewöhnlicher Weise erzählt. Manchmal war ich etwas verwirrt, was die inhaltlichen Bezüge der einzelnen Handlungsstränge angeht....aber mit etwas Konzentration war auch das machbar...
Sehr spannend und flüssig geschrieben.

Wirklich lesenswert!
Profile Image for Gedankenlabor.
851 reviews125 followers
June 15, 2021
>>Kannst du es hören? Dort schlägt das Herz einer Löwin, dort fließt das Blut einer Kriegerin, stolz und stark!...<<

Island 1289: Bei einem Schiffsunglück gerät Enja in die Fänge von Menschenhändlern. Sie wird in den Orient entführt und dort zur Assassinin ausgebildet. Als junge Frau sucht sie ihre Wurzeln und macht sich auf den langen Weg nach Schottland, wo in den Highlands ein erbitterter Krieg zwischen den Clans und den Engländern tobt...3

„Die Highlanderin“ von Eva Fellner ist ein sehr lebendiger historischer Roman, wie ich finde! Innerhalb von zwei verschiedenen Zeit- und Erzählsträngen lernen wir Enja kennen und erfahren hautnah, wie sie die Hürden ihres Lebens meistert und reisen durch den Orient und Highlands, schippern über die Weite des Ozeans und kämpfen mit an Enjas Seite. Sie ist eine wirklich starke und mutige Persönlichkeit und das hat mir sehr gefallen!
Insgesamt lies sich das Buch sehr gut lesen, es geht hier zwar nicht in die Tiefen von Enjas Seele, dennoch erfahren wir hier eben viel historisches und es wird von Anfang bis Ende nicht langweilig.

Fazit: Ein solider historischer Roman für Zwischendurch mit einer starken Frau, die so einiges auf dem Kasten hat und für ihre Ziele kämpft!
Profile Image for Gedankenlabor.
851 reviews125 followers
July 1, 2021
>>Kannst du es hören? Dort schlägt das Herz einer Löwin, dort fließt das Blut einer Kriegerin, stolz und stark!...<<

Island 1289: Bei einem Schiffsunglück gerät Enja in die Fänge von Menschenhändlern. Sie wird in den Orient entführt und dort zur Assassinin ausgebildet. Als junge Frau sucht sie ihre Wurzeln und macht sich auf den langen Weg nach Schottland, wo in den Highlands ein erbitterter Krieg zwischen den Clans und den Engländern tobt...

„Die Highlanderin“ von Eva Fellner ist ein sehr lebendiger historischer Roman, wie ich finde! Innerhalb von zwei verschiedenen Zeit- und Erzählsträngen lernen wir Enja kennen und erfahren hautnah, wie sie die Hürden ihres Lebens meistert und reisen durch den Orient und Highlands, schippern über die Weite des Ozeans und kämpfen mit an Enjas Seite. Sie ist eine wirklich starke und mutige Persönlichkeit und das hat mir sehr gefallen!
Insgesamt lies sich das Buch sehr gut lesen, es geht hier zwar nicht in die Tiefen von Enjas Seele, dennoch erfahren wir hier eben viel historisches und es wird von Anfang bis Ende nicht langweilig.

Fazit: Ein solider historischer Roman für Zwischendurch mit einer starken Frau, die so einiges auf dem Kasten hat und für ihre Ziele kämpft!
Profile Image for Elizzy.
474 reviews26 followers
June 15, 2021
Meine Meinung
Mein erster historischer Roman! Ja tatsächlich, habe ich diese Genre weithin gemieden. Oft dachte ich “Geschichtsunterricht brauche ich jetzt nicht unbedingt auch noch in meiner Freizeit” doch dieses Buch ist so viel mehr!

Es bewegt sich irgendwo zwischen Fantasy und actionreichem Roman. Zwischen Throne of Glass und Outlander. Dies war jedenfalls mein erster Gedanke, als ich den Klappentext las. Eine ausgebildete Assassinin kämpft im 14. Jahrhundert gegen den englischen König? Cool!



Das es zwei Erzählstränge gibt wird einem als Leser ziemlich schnell klar. Denn bereits auf den ersten 60 Seiten wechselt man zwischen den Jahren 1307 und 1289. In der einen Geschichte ist Enja bereits die starke Assassinin und in der Vorgeschichte ist sie noch das junge Kind, das entführt wird und in den Orient als Sklavin zurecht kommen muss.

Obwohl es ein historischer Roman ist schlägt sich die Autorin nicht gross mit Jahreszahlen und Ereignissen herum. Dies erleichterte für mich auf jeden Fall den Einstieg in dieses Genre. Ich kam so gut in der Geschichte voran und musste mich nicht in detaillierte, geschichtliche Hintergrundinformationen vertiefen. Im Allgemeinen fand ich den Plot-Aufbau überaus spannend.

Besonders die Vorgeschichte über die noch junge Enja konnte mich sehr fesseln. Bereits als Enja mit ihrer Mutter aufs Schiff geht und dieses verunglückt, war ich mit dem Herzen dabei. Als sie dann von Piraten aufgefangen wird und versklavt, fieberte ich bereits so richtig mit ihr mit. Ich war mitten im Geschehen und sogleich war mir die Protagonistin sympathisch!

Enja wird als Charakter von allen Seiten durchleuchtet und von Kapitel zu Kapitel erfährt man mehr über sie. Doch auch die Nebenfiguren wurden interessant dargestellt und blieben einem im Gedächtnis.

Obwohl mich die Vorgeschichte besonders fesselte fand ich den Hauptstrang ebenfalls sehr erfrischend. Dieser war nämlich voller Action und die erwachsene Enja eine mutige Protagonistin, von der es ruhig noch einige mehr geben könnte!

Die 500 Seiten las ich in einigen Nachtschichten und tatsächlich habe ich dadurch auch so einige wirre schottische Träume gehabt 😉

Das Liebesdreieck, welches am Rande langsam aufgebaut wird erschien mir durchaus passend und ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze weiter entwickelt.

Der riesige Cliffhanger am Ende ist nämlich mehr als fies und ich habe noch so einige offene Fragen! Zum Glück erscheint die Fortsetzung bereits diesen Herbst und ich hoffe sehr, dass im zweiten Band noch so einiges beantwortet wird.

Schreibstil & Cover
Mir gefiel der Schreibstil von Eva Fellner sehr gut, sie schaffte es mich in die Geschichte und vor allem in diese Zeit zu holen. Ohne Mühe fühlte ich mich ins 14. Jahrhundert zurück versetzt. Die Stimmung kam auf jeden Fall rüber und ich hatte tatsächlich beim Lesen einen Film im Kopf. Eva Fellner erzählt detailliert verliert sich aber nicht in unnötige Einzelheiten. Das Cover zeigt eine Frau mit langem wehenden Haar, ob dies wirklich Enja darstellen soll weiss ich nicht. Denn ich stelle mir Enja noch etwas heller vor und auf gar keinen Fall in einem Kleid! Die Szene wirkt aber stark und für mich ist dies nicht unbedingt ein typisches historisches Cover. Was mir auf jeden Fall aber zusagt 😉 denn ich hätte dadurch in einer Buchhandlung eher zu diesem Buch gegriffen.

Würde ich das Buch Empfehlen?
Für alle Fans von Throne of Glass und Outlander ein Must-Read! Enja schafft es historische Romane einem jungen Publikum schmackhaft zu machen. Die Protagonistin zieht einen in den Bann und ich mochte sie wirklich sehr. Von mir also eine klare Leseempfehlung – am besten gleich in Kombination mit dem zweiten Band, denn der Cliffhanger ist richtig fies.

Bewertung
Plot ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Spannung ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)
Profile Image for Anna.
772 reviews48 followers
March 3, 2022
Rezensionsexemplar

INHALT
Bei einem Schiffsunglück gerät das junge Mädchen Enja 1289 von Island in die Fänge von Menschenhändlern. Sie wird in den Orient verschleppt und dort zur Assassinin ausgebildet. Doch je älter sie wird, desto dringender möchte sie ihre Wurzeln erforschen und so findet sie ihren Weg nach Schottland. Dort tobt bereits ein erbitterter Krieg zwischen den Clans und den Engländern.
Als Enja bei einem Angriff schwer verletzt wird, rettet sie James Douglas, ein schottischer Clanchef. Er fasziniert Enja von Beginn an und als er in Gefangenschaft gerät setzt sie alles in Bewegung, um ihn zu befreien. Ganz egal, wen sie sich dabei zum Feind macht. Und wenn es der englische König ist..

Dieser historische Roman verliert keine Zeit. Das erste Kapitel ist voller Spannung und Action, denn wir verfolgen Enja während eines Mordanschlags auf einen englischen Baron. Auf der einen Seite fand ich diesen Einstieg sehr passend, denn es wurde direkt Spannung vermittelt. Auf der anderen Seite hatte ich aber direkt so meine Schwierigkeiten. Normalerweise kann ich mich recht schnell auf neue Erzählweisen und Geschichten einlassen. Hier ist es mir doch etwas schwerer gefallen, was eventuell an den recht verschachtelten Sätzen der Autorin liegt. Alles wird ausschweifend und mit vielen Worten erzählt. Gleichzeitigt wechselt die Erzählperspektive innerhalb des ersten Kapitels bereits drei Mal. Es kommen Nebenfiguren, sowie Enja selbst zu Wort. Das hat es für mich teilweise wirklich schwer gemacht der Handlung zu folgen, denn dieses Wechselspiel zieht sich durch den gesamten Roman.

Es gibt zwei Haupterzählstränge. In dem einen befinden wir uns 1307 in Schottland. Dort ist die erwachsene Enja mitten in den schottischen Unabhängigkeitskrieg verwickelt und kämpft um einen friedlichen Ort zum Leben für sich und ihre Lieben. Ihre Neutralität, die sie an der schottisch-englischen Grenze hatte, gibt sie aber auf, nachdem sie sich in den schottischen Clanführer James Douglas verliebt hat. In dem anderen Erzählstrang, welcher 1289 in Island beginnt, begleiten wir Enja als Kind und sehen ihre Entwicklung zu der Frau, die sie 1307 in Schottland dann ist. Sie durchläuft an unterschiedlichen Stationen verschiedene Ausbildungen und den Gedanken dahinter konnte ich sehr gut verstehen. So wird nach und nach das Geheimnis um Enja mit ihrem Sklaventattoo gelüftet. Doch gleichzeitig wirkt es teilweise etwas wirr und zu viel. Noch dazu halte ich die gesamte Figur der Enja für sehr unrealistisch und historisch nicht haltbar, weshalb ich auch meine Schwierigkeiten mit ihr als Heldin hatte. Ich lese normalerweise eher klassische historische Romane, habe es mit diesem Buch aber mal auf einen Umweg gewagt, der eben nur zum Teil gelungen ist.

Ich muss zugeben, dass mir eine chronologische Erzählweise wohl besser gefallen hätte. Ich fand die Rückblenden zur jungen Enja deutlich spannender und ich konnte mich irgendwie besser in sie hineinversetzen, als in die erwachsene Enja. Dort haben mir einfach noch viele Informationen gefehlt, die ich in ihrer Vergangenheit gesucht habe. Durch das abwechselnde Erzählen wurde ich immer und immer wieder herausgerissen, konnte meine Überlegungen nicht zu Ende führen und musste mich dann wieder auf die neue Situation einlassen. Nicht, dass dieser Erzählstrang nicht auch seine Vorzüge hätte, doch ich habe mich sehr viel lieber im Orient bewegt, um herauszufinden wie Enja zur Assassinin wurde. Was mich leider sehr gestört hat ist die Tatsache, dass ich keine wirkliche emotionale Verbindung zu Enja aufbauen konnte. Sie ist so kühl und abgestumpft, dass ich sie nicht wirklich greifen konnte. Mir fehlten Einblicke in ihre Gefühlswelt. Letztlich hat sie immer wie eine starke und unerschütterliche Kriegerin agiert und nie hinter ihre Fassade blicken lassen. Auch nicht mich als Leserin. So wirkt sie auf mich als Charakter nicht rund genug, um wirklich mit ihr mitzufühlen, denn es gab nichts zu fühlen. Auch die Liebesgeschichte, die sich erst sehr spät und nur am Rande entwickelt hat da nicht geholfen.

Das größte Problem in diesem Buch war für mich aber die Fülle an Themen, die nacheinander abgehandelt werden. Es geht von Wikingern zum Orient über Harem zu Assassinen, dann in die Highlands und in den Krieg. Alles wird irgendwie angerissen aber nichts richtig auserzählt. Wie bereits weiter oben erwähnt hätte mir hier eine ausführlichere chronologische Erzählweise besser gefallen, denn dann wäre die Fülle an Möglichkeiten vielleicht besser ausgeschöpft worden. So habe ich zwar bei der jungen Enja eine klare Intention der Autorin gespürt und erkannt: zu klären wie das kleine Mädchen zu einer unerschütterlichen Kriegerin wurde.
Doch bei dem Erzählstrang in Schottland war mir bis zum Ende hin nicht klar wohin die Reise eigentlich gehen soll. Es wirkte eher rastlos, ohne roten Faden und Anhaltspunkt, wohin sich Enja und ihre Geschichte wenden soll. Im letzten Drittel wirkt es sogar noch etwas zielloser und dann endet der Roman, für mich persönlich, doch etwas zu abrupt. Es gibt viel zu viele offene Fragen und auch der Erzählstrang in der Vergangenheit findet kein rundes Ende zum Beginn der Geschichte, sondern hört sozusagen einfach auf. Auch wenn ich den zweiten Teil bereits bereitliegen habe, so habe ich den Abschluss des Buches als nicht ganz rund empfunden, weil es teilweise wie abgewürgt bei mir ankam, um sicher zu gehen, dass genügend Stoff für einen zweiten Band da ist, woran ich nie wirklich gezweifelt habe.

Ich muss aber sagen, dass ich den Einfallsreichtum der Autorin wirklich toll finde, sie verstrickt verschiedene Themen ineinander, bringt Vorsehung, Glück, Kampfgeist aber auch Religion mit in ihren Roman und überlädt die Geschichte nicht mit historischen Fakten. Da ich aber für solche historische Einordnungen lebe, haben mir diese Fakten dann doch etwas gefehlt. Dies ist aber eben nicht der Anspruch der Autorin und das respektiere ich natürlich, denn diese Geschichte ist eine Geschichte und keine Nacherzählung des schottischen Unabhängigkeitskrieges. Alles in allem bin ich doch froh, dass ich Enja kennengelernt habe und bin gespannt was der zweite Teil für mich bereithält.

FAZIT
„Die Highlanderin“ ist für mich eine sehr durchwachsene Geschichte, die zum Teil sehr temporeich durch Actionszenen geht und dabei doch recht unterhaltsam ist. Die Erzählweise ist etwas gewöhnungsbedürftig und die Zeitsprünge haben es mir schwer gemacht, mich richtig zu orientieren, dennoch fand ich vor allem den Erzählstrang aus der Vergangenheit der Protagonistin Enja sehr spannend und interessant. Wer einen klassischen historischen Roman sucht, ist mit diesem Buch nicht unbedingt gut bedient, wer mal etwas anderes lesen möchte, kann sich diese Geschichte gerne einmal genauer anschauen.
Profile Image for GI LA.
445 reviews5 followers
July 16, 2021
Island 1289: Die kleine Enja überlebt als einzige ein schweres Schiffsunglück und wird im letzten Moment gerettet. Doch sie ist in der Hand von Menschenhändlern, die ihr das Zeichen des Sklaven auf die Stirn ritzen und sie im nächsten Hafen verkaufen. Enja landet, nachdem sie mehrere Stationen durchlaufen hat, im Orient und wird zur Assassinin ausgebildet. 18 Jahre später, macht sie sich als erwachsene Frau, auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Ihr Weg führt sie nach Schottland und dort baut sie sich ein neues Leben auf.
Doch im schottischen Grenzbereich tobt zwischen dem englischen und schottischen Clans ein heftiger Krieg und Enja steht zwischen den Fronten.
Als sie bei einem Überfall schwer verletzt wird, findet James Douglas, der Sohn eines Clanführers sie, nimmt sie mit auf seine Burg und rettet ihr das Leben. Die junge Frau ist schnell fasziniert von James, doch ihre Wege trennen sich wieder. Doch dann wird der Douglas-Clan von König Edward angegriffen und James gefangen genommen. Enja zögert nicht lange und reitet nach London um ihn zu befreien. Sie ahnt nicht, dass sie sich damit einen mächtigen Feind schafft.

Das Cover passt zu einem historischen Roman. Die Frau mit den rotblonden Haaren und dem grünen Kleid hat allerdings nichts gemeinsam mit der Hauptprotagonistin Enja, die fast ausschließlich als Mann auftritt und deren Haare sehr hell sind.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig.
Es hat aber etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven haben es mir etwas schwer gemacht. Es gibt zwei Handlungsstränge. Zum einen begleiten wir die kleine Enja, die im Jahr 1298 als Auserwählte ihre Heimat Island verlassen muss und auf einem Schiff einer ungewissen Zukunft entgegenfährt.
Im zweiten Handlungsstrang, der im Jahr 1307 beginnt, ist Enja mittlerweile erwachsen und Herrin des Landsitzes Caerlaverock. Sie gerät mitten in den Kampf der schottischen Clans gegen den englischen König Edward und versucht alles, um als Frau ernst genommen und akzeptiert zu werden.

Nach und nach kam ich immer besser in die Geschichte hinein. Obwohl ich den Wechsel der Zeiten zu Beginn anstrengend fand, haben die Rückblicke in die Vergangenheit mir doch sehr dabei geholfen, die Hauptprotagonistin besser zu verstehen.
Denn bei der erwachsen Enja fiel es mir etwas schwerer, mich in sie hinein zu versetzen und ihre Gedanken und Emotionen nachzuvollziehen.
Enja ist eine unglaublich starke Protagonistin. Teilweise war sie mir schon fast zu stark, denn sie zeigt so gut wie gar keine Schwächen. Sie lernt unglaublich schnell, ist intelligent, kennt keine Angst, ihre Wunden heilen in einem unheimlich schnellen Tempo (erfahren wir im zweiten Teil warum?) und sie hat als Assistentin gelernt zu töten.
Zu Hal fand ich keinen richtigen Zugang. Er ist Enjas ständiger Begleiter und war mir mit seiner Eifersucht fast ein wenig unsympathisch. James hingegen, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Obwohl er in einer Welt aufgewachsen ist, in der Frauen nichts zu sagen haben und keine eigenen Entscheidungen treffen dürfen, akzeptiert er Enja sehr schnell.

Die Autorin hat gekonnt geschichtliche Informationen einfließen lassen und mich mit vielen interessanten Informationen versorgt. Ich habe viele Jahre im Gesundheitswesen gearbeitet und habe zum Beispiel mit großer Fazination verfolgt, über welches Wissen die Heiler der damaligen Zeit bereits verfügt haben sollen. Allerdings habe ich, nachdem Enja sich aus Stoffrollen einen Tampon gebastelt hat, die Stirn gerunzelt. Das fand ich dann doch etwas zuviel des guten.

Der Autorin ist es gelungen, die atmosphärische Stimmung wunderbar einzufangen und auch die bildhafte und lebendige Beschreibung des Settings, sorgte dafür, dass ich den Orient und die Highlands regelrecht vor Augen hatte.
Der Plot bleibt während der ganzen Zeit spannend, allerdings lösen sich die Probleme und Schwierigkeiten manchmal etwas zu schnell und unkompliziert. Am Schluss lässt die Autorin mich mit einem richtig fiesen Cliffhanger zurück.
Im Nachwort hat Eva Fellner dann nochmal aufgelistet, welche der Charaktere es tatsächlich gegeben hat und wer der Fantasy der Autorin entsprungen ist.
Ich habe lange mit mir gerungen, wie viel Sterne ich dem Buch geben soll. Nach einem etwas schleppend Start, hat die Geschichte mich irgendwann nicht mehr losgelassen und ich habe sie dann fast in einem Rutsch gelesen. Ich bin schon neugierig auf die Fortsetzung der Reihe und deshalb gibt es letztendlich 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung.
Profile Image for Julia L. Jordan.
Author 1 book6 followers
July 1, 2021
Die historischen Romane, die ich häufig lese, spielen üblicherweise im 17. bis 19. Jahrhundert und ich habe lange gezögert, ob ich einen Roman über Schottland im 13./14. Jahrhundert wirklich lesen will. Nach Ende der Lektüre bin ich froh, dass ich diesem Buch eine Chance gegeben habe, gerade weil so Vieles neu für mich war, aber auch, weil wir eine sehr untypische weibliche Hauptfigur kennenlernen können. Trotz einiger kleinerer Schwächen habe ich diese Geschichte förmlich verschlungen.

Die Geschichte zweiter Welten

Das erste, was mich überrascht hat, war, wie viel Raum die Vergangenheit der Protagonistin einnimmt, wie viel wir von ihr im Orient sehen. Wenn ich schon über Schottland im 13. Jahrhundert kaum etwas weiß, so trifft dies noch mehr auf Persien zu. Gleichzeitig bietet sich diese Region für historische Romane sehr an, dann gerade in der Wissenschaft waren uns die Menschen dort doch um einiges voraus. Und so habe ich mit großem Interesse und einiges an Überraschung gelesen, wie Enja, die Protagonistin, Heilkunst erlernt und wie gewagt viele der Operationen und Behandlungsmethoden für die damalige Zeit waren – und wie viel man dort schon wusste.

Zurück in Schottland dreht sich natürlich viel um die Unabhängigkeitskriege. Selbst wenn man Geschichte nicht studiert hat, so weiß man doch grob, worum es ging und was geschehen ist. Große Namen wie William Wallace und Robert de Bruce fallen, ohne dass der Fokus wirklich von Enja wegrückt. Die Geschichte bleibt bodenständig, zeigt den Kampf einer starken jungen Frau um Anerkennung und wie sie ihren Clan und ihre Burg erbittert hält. Fiktion mischt sich hier spannend mit Fakten, historische Persönlichkeiten werden zum Leben erweckt, ohne je von der Protagonistin abzulenken. Das ist die größte Stärke dieses historischen Romans.

Eine etwas zu starke Protagonistin

Die Enja, die wir in der Vergangenheit kennenlernen, wie sie zuerst zur Haremsdame, dann zum Assassinen ausgebildet wird, ist eine starke junge Frau – zu stark manchmal. Alles, was sie anfasst, gelingt ihr. Sie lernt problemlos neue Sprachen, eignet sich medizinisches Wissen an, ist nach kurzem Training schneller und gewandter als andere Straßenkinder und übertrifft darin auch bald andere Assassinen. Immer mal wieder scheint es beinahe, als wären wir in einem Fantasy-Roman gelandet, in dem die Heldin übernatürliche Fähigkeiten hat.

Die Enja der aktuellen Zeit, die in Schottland ihren Clan anführt, wirkt da viel menschlicher, echter. Sie ist immer noch stark und den meisten im Kampf überlegen, aber ihr Temperament und ihr Charakter bringen sie immer wieder in Schwierigkeiten, und insbesondere zwischenmenschlich ist sie oft verunsichert und überfordert. Gerade weil sie so stark und unabhängig erscheinen viel, wird sie manchmal schwach. Das ist eine gelungene Darstellung, die in der Vergangenheit fehlt. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Enja der Vergangenheit etwas blass bleibt und viele Dinge tut, fühlt und sagt, die dem Plot geschuldet sind. Spannenderweise war es dennoch dieser Einblick in die Vergangenheit, der mich wirklich gefesselt hat – vielleicht, weil die Welt mir so fremd war und ich all die neuen Informationen aufgesogen habe wie ein Schwamm.

Generell hätte ich mir auch mehr ausführlich beschriebene Kampfszenen gewünscht. Uns wird oft gesagt, wie überlegen sie ist, doch wir sehen nur selten wirklich etwas davon. Ich hoffe, dass wir im zweiten Teil mehr von Enja in Aktion sehen werden.

Fazit

Der historische Roman „Die Highlanderin“ ist ein hochspannendes und stark recherchiertes Portrait einer jungen Frau, die sich nicht den Regeln der Zeit fügen will. Während der Fokus stets auf ihr und ihrem Werdegang liegt, lernen wir viel über den Orient, Schottland, die Unabhängigkeitskriege und die Medizin der damaligen Zeit. Auch wenn die Protagonistin Enja bisweilen zu übermächtig wirkt, habe ich doch bis zum Schluss mitgefiebert und ihr Erfolg gewünscht. Trotz kleinerer Schwächen kann ich den im Oktober erscheinenden zweiten Band „Der Weg der Highlanderin“ kaum abwarten.
Profile Image for Sabine.
771 reviews20 followers
June 7, 2021
Ich liebe historische Romane und nach einer Leseprobe war klar: Das könnte ein Buch für mich sein!

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Enja, eine junge Frau, die als Kind von Menschenhändlern entführt wird, so in den Orient gelangt, wo sie unerwarteterweise als Assassinin ausgebildet wird und dann ihren Weg nach Schottland findet. Es gibt viele Abenteuer, die sie bestehen muss, und natürlich auch einen jungen Schotten, der ihr Herz in Aufruhr bringt.

Ich habe die Geschichte geliebt – von der ersten Seite an war ich gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es gibt zwei Zeitebenen und auch mehrere Erzählperspektiven. Ich fand das aber nicht verwirrend, da über jedem neuen Abschnitt die Zeit und der Ort stehen, in dem sich der Leser mit Enja gerade befindet. In einem Handlungsstrang ist Enja schon eine erwachsene Frau und geht ihren Weg in Schottland, in einem anderen wird ihre Geschichte von Kindheit an erzählt bis zu dem Punkt, wo sie Schottland erreicht. Ganz viele Kapitel werden aus Sicht Enjas in Ich-Form erzählt, so dass man natürlich sehr gute Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle erhält, andere Kapitel dagegen sind aus Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben, so dass man als Leser auch eine interessante Außenansicht des Geschehens hat.

Enja ist großartig – sie ist als Heldin konzipiert und hat damit natürlich sehr viele tolle Eigenschaften. Sie ist klug und wortgewandt, scheut nicht die Gefahr und setzt sich für die Ihren ein. Aber sie ist auch hitz- und vor allem dickköpfig – so leicht gibt sie nicht auf. Ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen. Ich mochte aber auch Hal total gerne, ihren besten Freund. Ihn schätze ich für seine Loyalität und Stärke – er wirkt nach außen wie ein harter Krieger, dabei hat auch er ein weiches und vor allem großes Herz, das er aber in vielen Situationen gut zu verbergen weiß. Fast schon „niedlich“ wirkt der Hüne, wenn er eifersüchtig ist, da musste ich wirklich einige Male schmunzeln. Es gibt noch viele andere Figuren, sowohl Gute und Böse, nicht jeder hat eine gut ausgearbeitete Geschichte, die Hauptfiguren aber schon, so dass man sie sich gut vorstellen kann.

Der Schreibstil ist locker und sehr lebendig, aber auch nicht zu modern geraten, sondern passend zur Geschichte. Vor allem aber hatte ich viele Bilder im Kopf und fühlte mich mitten im Geschehen, ohne dass es langatmige Beschreibungen gibt. Gelungen fand ich auch den Spannungsbogen – wobei man von einem „Bogen“ gar nicht sprechen kann, denn eigentlich ist das Buch von Anfang an spannend, und die Autorin schafft es, diese Spannung auch bis zum Schluss hoch zu halten. So hoch, dass ich kaum erwarten kann, bis es mit Enja weitergeht, denn die Fortsetzung ist bereits in Arbeit.

Im Nachwort erklärt die Autorin noch einiges zur zeitlichen Einordnung der Geschichte – auch, dass sie manche Ereignisse zeitlich auch schon mal verschoben hat. Das kann man natürlich kritisieren, mich aber hat es nicht gestört, und mit der Erklärung am Ende wird ja auch klar, dass es eine bewusste Entscheidung war.

Ich fand die Geschichte wirklich großartig und gebe daher 5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Ein toller historischer Abenteuerroman mit einer sympathischen Heldin und Protagonistin, die ich gerne begleitet habe. Es ist spannend von Anfang an, es gibt viele Abenteuer und Gefahren, in die die ganz unterschiedlichen Charaktere geraten. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, ohne langatmige Beschreibungen, die viele in historischen Romanen so fürchten. Ich fand das Buch großartig und gebe 5 von 5 Sternen.
Profile Image for Klusi.
86 reviews
August 4, 2021
Enja, die Heldin des Romans, ist keine gebürtige Highlanderin. Ihre Vergangenheit liegt im Dunkeln. Als junges Mädchen wird sie schiffbrüchig, und Sklavenhändler retten sie, um sie später zu verkaufen. Nach einer abenteuerlichen Zeit im Orient kommt sie nach Schottland und wird dort sesshaft. Die Menschen, die auf ihrer Burg leben, vertrauen ihr und halten ihr die Treue. Aber sie muss um ihr Eigentum kämpfen, denn Frauen hatten zur damaligen Zeit in Schottland kaum Rechte. Enja ist eine gewandte Kriegerin, und meist spürt sie Gefahren schon im Voraus. Aber einmal versagt ihr Gefühl, und sie wird schwer verletzt. Der Clanführer James Douglas findet sie und nimmt sie mit, um sie auf seiner Burg gesund pflegen zu lassen. Von da an steht sie in seiner Schuld, und sie erhält im Verlauf der Geschichte auch die Gelegenheit, sich zu revanchieren.

Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen, wobei man stets anhand der Kapitelüberschriften über Zeit und Ort der einzelnen Abschnitte im Bilde ist.

Enja hat eine abenteuerliche, bewegte Vergangenheit. Über ihre Herkunft weiß sie nur sehr wenig und kann viele Erinnerungen nicht einordnen. Wir erleben hier eine außergewöhnliche, kluge und starke Protagonistin. Mit dem schottischen Volk hat sie eine Gemeinsamkeit, denn beide kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Enja ist ein Freigeist mit einer unkonventionellen Lebensführung. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe ihre Erlebnisse geradezu atemlos verfolgt. In Schottland kämpft sie für Unabhängigkeit und Gerechtigkeit. Auf ihrer Burg Caerlaverock bildet sie auch Frauen zu Kriegerinnen aus und nimmt für sich und die ihr Anvertrauten Freiheiten in Anspruch, die zur damaligen Zeit für Frauen nahezu unmöglich waren. Nicht nur Enja selbst, auch die Menschen in ihrem Umfeld sind mutig und sehr sympathisch.

Immer wieder gibt es Rückblicke zu früheren Ereignissen, die zeigen, wie alles begann. Nach und nach lernt man die Protagonistin immer besser kennen und erfährt auch viel über das Schicksal der Menschen, die ihr wichtig sind und waren.

Es bahnt sich im Buch auch eine Romanze an, wobei diese eher eine untergeordnete Rolle spielt. In erster Linie ist dies ein historischer Abenteuerroman vom Feinsten.

Neben vielen tollen fiktiven Charakteren begegnen wir im Lauf der Handlung auch immer wieder realen historischen Persönlichkeiten, beispielsweise Robert de Bruce, James Douglas, William Wallace oder auch Hassan I-Shabbah. Was die genauen Zeitangaben betrifft, hat sich die Autorin hier die künstlerische Freiheit gestattet, ein paar Termine zu verschieben und anzupassen, um die Ereignisse für ihren Roman nutzen zu können. Eva Fellners Schreibstil ist lebendig und bildhaft. Man kann in diese Geschichte regelrecht eintauchen und ist gefesselt von der wundervollen Kulisse, den spannenden Ereignissen und den interessanten Protagonisten. Das Ende der Geschichte ist gut gelöst, aber es gibt einen Cliffhanger, der mich schon sehr neugierig auf die Fortsetzung macht, die im kommenden Oktober erscheinen wird.
Profile Image for Andrea Karminrot.
305 reviews6 followers
August 31, 2021
Die Highlanderin
Ein historischer Roman von Eva Fellner

Die Highlanderin ist eine stolze Frau. Sie ist etwas Besonderes, mit ihrem weißem Haar und ihren tiefblauen Augen sieht sie einer Schottin so gar nicht ähnlich. Und doch fühlt sie sich in den Highlands zu Hause. Enja von Cearlaverock.
Die Geschichte spielt im Jahre 1309. Enja die Highlanderin verfolgt einen Ritter, der eines ihrer kämpferischen Mädchen getötet hat. Dabei wird sie selber schwerst verletzt. James Douglas, Sohn des Clanführers der Douglas, findet die verletzte junge Frau und nimmt sie mit in die Burg. Dort erholt sich die Highlanderin sehr schnell wieder, sehr zum Erstaunen der Heilerin. Enja ist dem jungen Douglas etwas schuldig und ganz nebenbei fasziniert er sie.
Als der Douglasclan in englische Gefangenschaft gerät, versucht Enja die Männer vor dem englischen König Edward zu retten und findet sich selber, dem Hochverrat angezeigt, im Gefängnis wieder.
Enja ist, wie gesagt, etwas Besonderes. Woher sie tatsächlich stammt, kann sie nicht beantworten. Es ist dort, wo sie herkommt lange kalt und sie erinnert sich daran, dass sie etwa sechs Jahre alt gewesen sein muss, als ihre Mutter sie zu einem besonderen Ort über das Meer begleiten wollte. Doch eine riesige Welle brachte das Schiff auf dem sie ihre Reise unternahmen, zum Untergang. Außer Enja schien keiner zu überleben. Piraten sammelten das Mädchen nach Tagen aus dem Meer ein und machten aus ihr eine Sklavin. Markiert mit dem Tattoo eines schwarzen Kreuzes zwischen den Augen, wurde sie in Bagdad verkauft. Damit begann die seltsame Ausbildung der kleinen Enja.
Der Roman ist so spannend geschrieben! Die 505 Seiten vergehen wie im Flug. Wobei ich nicht sagen kann, was mich mehr fasziniert hat, das Leben der kleinen Enja, bevor sie Schottland erreichte oder die selbstbewusste und für die damalige Zeit zu sehr emanzipierte Frau in den Highlands. Ich hatte nie das Gefühl, dass der Roman irgendwo eine träge Stelle aufwies. Ununterbrochen hielt sich die Spannung. Enja erzählt meistens ihre eigene Geschichte. Aber auch die anderen Figuren kommen zu Wort!
Schade das Die Geschichte so schnell zu Ende war. Nun heißt es auf den Folgeband warten zu müssen, der leider erst am 11.10.2021 verfügbar sein wird. Ich bin sozusagen im Enja von Cearlaverock-Fieber!
Profile Image for Steffi Jhls.
21 reviews
August 13, 2023
Ein gutes Buch, das sowohl in die Welt des Orients als auch in die Geschichte der Schotten währen des 13./14.Jhd. entführt. Die Charaktere werden interessant gezeichnet. Allerdings ist es für meinen Geschmack von der Handlung und in Bezug zu den Figuren ein wenig zu überzogen.
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1,233 reviews23 followers
May 23, 2021
Ich habe schon seit Längerem keinen historischen Roman mehr gelesen, da mein großes Problem mit dem Genre ist, dass die Geschichten häufig entweder zum Einschlafen langweilig oder absolut unglaubwürdig aus der Luft gegriffen sind. Mit "Die Highlanderin" hat mich letzte Woche jedoch eine Rezensionsanfrage erreicht, die ich einfach nicht ablehnen konnte, nachdem ich den Klapptext gelesen habe. Assassinen, Medikusse und Highlander vor der Kulisse des schottischen Unabhängigkeitskrieges am turbulenten Anfang des 14. Jahrhunderts? Das klang einfach zu spannend, als dass ich nicht überprüfen könnte, ob diese Mischung tatsächlich funktioniert. Und das tut sie. Und wie. Ich war innerhalb von zwei Tagen mit den gut 500 Seiten durch und auch wenn ich ein paar Punkte zu kritisieren hätte, bin ich froh, dass die Geschichte zu mir gefunden hat.

Das Cover des Aufbau Verlags zeigt eine Frau mit wehendem Kleid und roten geflochtenen Haaren vor einer rauen, gewitterumwölkten Landschaft, über der der Titel in großen, goldenen Letter schwebt. Auch wenn es eine sehr typische Aufmachung für einen historischen Roman ist, gefällt mir die Gestaltung als Ganzes sehr gut. Schade ist nur, dass die abgebildete Frau nur sehr wenig an unsere Protagonistin Enja erinnert, die zum einen sehr helle, fast schon weiße Haare hat und zum anderen keine Kleider trägt. Innerhalb der Buchdeckel ist die Geschichte in 20 größere Kapitel geteilt, die jeweils abwechselnd auf zwei Zeitebenen spielen. Jene Kapitel sind dann nochmal in kürzere Szenen gegliedert, sodass man auch als Fan von kurzen Kapiteln auf seine Kosten kommt.

Erster Satz: "Welcher Teufel hat mich nur geritten!"

Trotz der sehr starken Anfangsszene, in der wir unsere Protagonistin Enja während eines Mordanschlags auf einen englischen Baron kennenlernen, habe ich mir mit dem Einstieg in die Geschichte eher schwergetan. Das lag vor allem an der eher seltsamen, verschachtelten Erzählweise, die Eva Fellner für ihre Geschichte gewählt hat. Statt durchgängig aus der Sicht von Enja zu erzählen, wechseln sich hier Er-Erzähler aus den Perspektiven von wichtigen Nebenfiguren wie Hal oder James und auktoriale Zwischenepisoden mit dem personalen Ich-Erzähler ab. Schon während des ersten Kapitels gibt es drei solcher Perspektivenwechsel und auch noch einen Zeitsprung von wenigen Tagen, was mir das Ankommen stark erschwert hat. Dazu kommt, dass die Autorin hier nicht nur mit ihren Erzählperspektiven jongliert, sondern der Roman wie bereits erwähnt auf zwei Zeitebenen rangiert, die abwechselnd in jedem Kapitel verfolgt werden. Im ersten Handlungsstrang, der im Mai 1307 in Schottland beginnt, ist unsere erwachsene Protagonistin Enja in die Wirren des schottischen Unabhängigkeitskrieges verstrickt und kämpft zwischen den Fronten des englischen und des schottischen Königs um einen friedlichen Ort zum Leben für sich und ihre Lieben. Ihre Neutralität als Landbesitzerin im schottisch-englischen Grenzland muss sie aufgeben, als sie sich in einen schottischen Clanführer verliebt...

Der zweite Handlungsstrang startet 1289 in Island und erzählt Schritt für Schritt, wie die damals noch kleine Enja von ihren Eltern auf eine Reise ohne Rückkehr geschickt, sie durch Menschenhändler in den Orient verschleppt wird und dort von einer Station zur nächsten verschiedene Ausbildungen durchläuft. Die Einbindung von Enjas Vorgeschichte als gleichwertiger Handlungsstrang, der abwechselnd mit der Haupthandlung verläuft, ist kein ganz neues, aber ein eher ungewöhnliches Konzept, mit welchem ich mich erst anfreunden musste. Auf der einen Seite macht diese Vorgeschichte, die Schritt für Schritt erzählt, wie sie zu der Frau geworden ist, die wir in Schottland handeln und kämpfen sehen die Haupthandlung gerade erst interessant. Denn natürlich fragt man sich beim Lesen, wie eine hellhaarige Isländerin mit Sklaventattoo auf der Stirn und einer Entourage an seltsamen, diversen Gestalten überhaupt mitten im schottischen Unabhängigkeitskrieg gelandet ist. Auf der anderen Seite wirkt der Aufbau ein wenig zu verzettelt und an einigen Stellen unstringent.

"Kannst du es hören? Dort schlägt das Herz einer Löwin, dort fließt das Blut einer Königin, stolz und stark! Du gehörst nicht hierher!"

Um zu erklären, weshalb ich das so empfunden habe, muss ich etwas weiter ausholen. Die Zeitsprünge und Erzählperspektiven-Wechsel könnten wohlwollend als "interessant" oder "anspruchsvoll" betitelt werden, im Endeffekt führte diese eher verworrene Erzählweise jedoch dazu, dass gerade der Anfang sehr verwirrend für mich war und mich Enjas Geschichte nur schwer fesseln konnte. Mit der Zeit gelangt man dann zwar besser in die Geschichte, ich war aber immer wieder zu Beginn eines neuen Abschnitts verwirrt und musste mich erst kurz gedanklich sortieren, wer jetzt von was in welcher Zeit erzählt. Mit der Zeit ist mir dann jedoch aufgefallen, dass mir die Rückblick-Passagen, welche ja wie gesagt von Enjas Abenteuer im Orient erzählen, besonders gut gefallen haben und ich jedes Mal, wenn wir zur "Jetzt-Zeit" wechselten, fast etwas enttäuscht war. Das hängt natürlich ein bisschen damit zusammen, dass die Mischung aus Orient, Sklaven, Assassinen, Haremsdienerinnen, Medikusse und Kreuzzüge wahnsinnig spannend war. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, denn auch auf dem späteren Handlungsstrang passiert eine ganze Menge.

Der Hauptgrund, weshalb mich die Vorgeschichte mehr fesseln konnte, als die eigentliche Handlung liegt bei der Protagonistin Enja selbst. Denn dadurch, dass wir in der Haupthandlung noch eine Menge Verständnislücken haben, sind wir beim Lesen emotional viel näher an der jungen Enja, als an der stahlharten Kriegerin, zu der sie später wird. Mit der Zeit verstehen wir auch, weshalb unsere Heldin mit der Zeit deutlich abgestumpft ist und lernen mehr über ihren Weg, die Figuren, die wir später an ihrer Seite sehen und können uns so mit der Zeit auch mehr mit der erwachsenen Enja identifizieren. Dennoch blieb sie mir als Figur selbst über die meiste Zeit der Geschichte viel zu fern, da sich die Autorin schlichtweg in all dem Abenteuer nicht genügend Zeit für die Gefühle der Figuren nimmt.

"Ich werde einen Weg herausfinden. Niemand wird es schaffen, mich zu brechen... und eines Tages werde ich dich zu mir holen und wir werden frei sein, frei wie der Wind."

Dabei meine ich gar nicht nur die "Liebesgeschichte", die sich erst auf den letzten Seiten entwickelt und auch nur eine sehr kleine Rolle spielt, sondern vor allem von Enjas emotionaler Reifung oder allgemein ihren Gefühlen, die trotz der sehr nahen Ich-Perspektive nur in geringem Maße auf uns Leser übertragen werden. Versteht mich nicht falsch, die taffe Kriegerin Enja ist ohne Zweifel eine äußerst interessante Figur - vor allem im gegebenen historischen Kontext. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir aber mehr Emotionen von ihr gewünscht, um wirklich rund zu sein. Sie steht in fast jeder Situation stark und unerschütterlich da, entfernt sich durch ihre geringe Emotionale Schwingungsfähigkeit aber deutlich vom Leser.

Neben der im Laufe der Zeit immer größer werdenden Distanz zwischen Leser und Protagonistin ergibt sich noch eine weitere Schwierigkeit aus dem geteilten Aufbau des Romans. Die Geschichte funktioniert als Ganzes erstaunlich gut, ist aber deutlich überfüllt. Zwar gehen die einzelnen Motive - Wikinger, Orient, Medicus, Harem, Assassinen, Highlander, Krieg - überraschend flüssig ineinander über, die teilweise großen Zeitsprünge sorgen jedoch dafür, dass die einzelnen Parts nicht ausreichend auserzählt werden können. So verschwendet die Autorin eine Menge Potential. Ich an ihrer Stelle hätte ich auf entweder den einen oder den anderen Handlungsstrang auf einer der beiden Zeitebenen fokussiert, um die Zusammenhänge flüssiger darzustellen und ihrer Hauptfigur mehr Tiefe geben zu können. Denn während der Rückblick-Strang auf ein ganz klares Ziel zuläuft - nämlich zu erklären, wie Enja als Prinzessin in Schottland gelandet ist -, springt die Haupthandlung eher ziellos von einer actionreichen Szene zur nächsten. Zwar taucht James Douglas immer wieder auf und auch das Spannungsgefüge zwischen dem englischen und schottischen König ist spannend erzählt, einen wirklichen roten Faden gibt es dabei aber nicht (oder zumindest wurde mir keiner klar) und mir war bis zum Ende nicht klar, worauf die Geschichte hinauslaufen würde.

"Sein Leben hatte nun Allah in der Hand. Ab jetzt würde sich einiges ändern, ja, vielleicht auch zum Guten. Er entließ seine Gedanken in einen tiefen Schlaf voller schöner Bilder, sein alter Körper schwebte schwerelos und schmerzfrei in einem sanften Traum. In der Luft lag der leicht bittere Geruch von Mohn."

Das klingt jetzt vielleicht erstmal positiv, denn wenn ich das wüsste, wäre die Geschichte ja vorhersehbar, oder nicht? Nein, "Die Highlanderin" trudelt im letzten Drittel eher ziellos umher und anstatt die aufgebaute Spannung weiter zu nutzen, endet der Roman abrupt in einer der wichtigsten Szenen mit tausenden offenen Fragen. Auch der Vergangenheitsstrang endet auf halbem Weg einfach und schafft es nicht, wie zu Beginn erwartet den Kreis zu schließen, sodass wir mit Enja in Schottland ankommen würden. Mir ist klar, dass es noch eine Fortsetzung geben soll und gewisse Cliffhanger sind auch gerne gesehen, hier wird jedoch so vieles abgewürgt, dass der Roman im Gesamten als unrund erscheint.

Jetzt habe ich relativ ausführlich zu erklären versucht, weshalb der Aufbau der Geschichte auf mich etwas verwirrend und nicht ganz stimmig gewirkt hat. Dennoch möchte ich nochmal hervorheben, dass ich den Roman alles in allem mochte und deshalb mit einigen positiven Punkten abschließen. Mir hat zum Beispiel sehr gut gefallen, dass man die Geschichte sowohl als historischen Roman, als auch als Abenteuerroman lesen kann, da "Die Highlanderin" sich zu keinem Zeitpunkt in langen Ausführungen oder Erklärungen des politischen Klimas etc. verliert, sondern sich stark auf die Erlebnisse der Protagonisten konzentriert. Für den ein oder anderen Leser werden die Erklärungen oder Einbettungen in den historischen Kontext vielleicht etwas zu knapp gerade sein, mir hat der Fokus aber gut gefallen, da es nichts Anstrengenderes gibt, als historische Romane, die zu stark von der Handlung abweichen und sich im belanglosen Inforausch verzetteln. Spannend ist auch, dass Eva Fellner hier Wahres mit Fiktion mischt und vergangene Zeiten auf eher moderne Einstellungen treffen lässt. Die Frage, ob alles, was hier passiert, wirklich realistisch ist, fegt die Autorin dabei sehr geschickt vom Tisch, in dem sie die Figuren selbst erkennen lässt, dass Enja erstaunlich viel Glück zu haben scheint. "Die Highlanderin" landet zwar nicht wirklich in der Mystik-Schiene, die Enjas weitsichtige Instinkte oder ihr Talent, sich wahnsinnig schnell anzupassen, oder zu heilen, mit Magie zu erklären versucht. Durch das Einbinden von Vorsehung, Schicksal und Religion wird das unwahrscheinlich Erscheinende jedoch passend eingebettet, sodass es im Gesamtkontext stimmig wirkt.


Fazit:

Ein spannender, temporeicher historischer Roman mit starker Heldin, der jedoch durch viele Zeitsprünge und Perspektivenwechsel an Stringenz einbüßt und nie in einen richtigen Handlungsfluss findet.
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344 reviews8 followers
September 12, 2021
Der Mönch sprach ein Gebet und ließ sich vom Wächter aus meiner Zelle führen. Ich bekam einen Kloß im Hals. Wenn es also der König nicht schaffte, dann würde mich die Kirche ins Grab bringen. Wie hatte Isaak immer gesagt? „Kein Gott der Welt kann gegen die Dummheit der Menschen etwas ausrichten. Inshallah …“
Aus Die Highlanderin von Eva Fellner

FAKTEN
Das Buch Die Highlanderin von Eva Fellner ist im Mai 2021 im atb Verlag erschienen. Es ist als eBook und Taschenbuch erhältlich. Bisher handelt es sich um einen Einzelband, es ist jedoch ein weiterer Band mit dem Titel Der Weg der Highlanderin für Oktober angekündigt.

KURZMEINUNG
Ein historischer Roman mit Schwächen, insgesamt jedoch unterhaltsam.

KLAPPENTEXT
Enja – Das Schicksal der Schotten liegt in ihrer Hand.
Schottland, 1314: In den Highlands tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Engländern und den Clans um die schottische Unabhängigkeit. Als die Lage sich zuspitzt, beschließt die mutige Kriegerin Enja, die zur Assassinin ausgebildet wurde, für die Schotten zu kämpfen – an der Seite des Clanführers James Douglas. Am Tag der großen Schlacht fällt der König der Schotten eine schwerwiegende Entscheidung: Enja soll sich als Frau vom Kampfgeschehen fernhalten. Doch als sie in den Reihen ihrer Feinde jemanden erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hat, weiß sie: Dies ist ihre einzige Chance.
Die hochspannende Geschichte einer unvergesslichen Heldin inmitten der schottischen Highlands.

SCHREIBSTIL & CHARAKTERE
Die Autorin hat ein Händchen für die Beschreibungen der Umgebung. Auch manche Charaktere hat sie sehr gekonnt gezeichnet.
Enja zum Beispiel war präsent als Protagonistin, aber ich bekam einfach kein Bild von ihr. Wie sie gekleidet war, konnte ich greifen, doch ich konnte ihr kein Gesicht zuordnen. James hingegen und auch Hal hat man sofort vor Augen. Das ist schade, da es ja hauptsächlich um sie geht. Leider war sie in ihren Handlungen auch ein wenig unstet. Von der kontrollierten Assassinin zur unbeherrschten Frau, die sich damit richtig in Schwierigkeiten bringt – das passt für mich nicht ganz zusammen. Denn eine Ausbildung, wie Enja sie genossen hat, geht in Fleisch und Blut über.
Mich haben auch ein wenig die Rückblenden irritiert und immer aus dem Lesefluss gerissen. Ich hätte ihre Geschichte schlicht von Beginn an erzählt und darauf aufgebaut besser gefunden. Ich verstehe natürlich, dass diese Rückblenden zum einen die Spannung besser aufbauen, wenn sie an die richtige Stelle gesetzt werden, und zum anderen manches erst nach und nach entdeckt werden kann. Es hat also seine Berechtigung und vermutlich gefällt es auch vielen Lesern so sehr gut. Mir hat es jedoch die eben erst aufgebaute Stimmung zerstört – dabei hat die Autorin es ja immer wieder geschafft, die Atmosphäre greifbar zu machen. Doch für das richtig fesselnde Lesegefühl hat es dann leider doch nicht gereicht. Bedauerlich, denn das ist mir sehr wichtig.
Der Schreibstil an sich war jedoch gut zu lesen und insgesamt wurde ich unterhalten.

MEIN FAZIT
Dieser historische Roman kommt zwar mit einigen Schwächen daher, kann jedoch insgesamt unterhalten. Für das Herzblut der Autorin, das Potenzial der Geschichte und mich als Leserin hätte ich mir einfach mehr gewünscht.

MEINE BEWERTUNG
Hier gibt es 2 von 5 Zahnrädchen.
©Teja Ciolczyk, 11.09.2021
2,363 reviews7 followers
June 8, 2021
„Die Highlanderin“ von Eva Fellner erzählt die spannende und berührende Geschichte einer ganz besonderen Frau, die sich gegen alle Widerstände und in einer männlich geprägten Gesellschaft behaupten kann.
Enya gerät nach einem Schiffsunglück als Kind in die Hände von Sklavenhändlern, die sie im Orient weiterverkaufen. Für das kleine Mädchen beginnt eine abenteuerliche Odyssee, die sie über mehrere gefährliche Stationen schließlich zu einer Ausbildung als Assassine führt. Ein paar Jahre später landet Enya in Schottland, wo sie ein neues Zuhause und eine neue Aufgabe findet. Sie schließt sich dem schottischen Unabhängigkeitskrieg gegen den englischen König Edward an und kämpft furchtlos und unerbittlich für ihren Clan und dessen treue Mitglieder.

Die Autorin teilt ihre Geschichte in zwei Zeitebenen auf, von der eine die aktuellen Geschehnisse ab dem Jahr 1304 in Schottland erzählt und die zweite die ereignisreichen Etappen in Enyas Leben ab ihrer Kindheit 1289. Die Erzählstränge wechseln sich ab und sind durch die Überschriften über den Kapiteln einfach zu unterscheiden.
Ich könnte gar nicht sagen, welchen Teil ich spannender fand, denn ich war von beiden absolut gefesselt. Der Schreibstil liest sich hervorragend und ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Die Lebensgeschichte von Enya ist außergewöhnlich und packend und zeigt eine Frau, die stark, mutig, loyal und sehr intelligent ist. Sie geht ihren eigenen Weg, der für sie einige Schicksalsschläge bereit hält, aber gleichzeitig immer wieder vom Glück begünstigt ist. Ein starker Partner an ihrer Seite ist der martialisch wirkende Ire Hal, der für sie durchs Feuer gehen würde. Aber auch die Beziehung zum Clanführer James Douglas verspricht noch einiges an Spannung. Überhaupt sind hier sowohl die Neben- als auch die Hauptfiguren absolut facettenreich und voller Überraschungen.
Das Ende bleibt offen und ich fiebere der Fortsetzung förmlich entgegen. Noch immer gibt es viele Geheimnisse und ungeklärte Fragen zu Enyas und Hals Geschichte, sowie zu ihrer Zukunft, von der ich unbedingt mehr lesen will. In dieser faszinierenden Story steckt unglaublich viel Potenzial, was die Autorin in diesem Auftaktband erfolgreich ausgeschöpft hat.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne!
Profile Image for Nicci.
81 reviews10 followers
June 2, 2021
Worum geht es?
Bei einem Schiffsunglück auf rauer See verliert die kleine Enja ihre Mutter. Sie wird von Menschenhändlern aufgegriffen und in den Orient verschifft und verkauft. Im Laufe der Zeit kehrt sie dem Orient und Bagdad den Rücken und sucht in Schottland ihre Bestimmung.

Meine Meinung
Eine einnehmende und abenteuerliche Geschichte einer starken Frau in Zeiten der Unabhängigkeitskriege Schottlands. Zeiten, die Männer wie William Wallace und Robert de Bruce geprägt haben. Interessant auch mal eine Geschichte zu lesen, in der eine Frau ihren Mann steht.

Der Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven - aus Sicht einer dritten Person und der Ich-Perspektive - und der zusätzliche Wechsel zwischen den Zeiten fand ich innovativ, aber das ganze hat etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt, damit man noch mitkam.

Der Sprachstil ist ansonsten modern und leicht zu lesen. Die Hauptcharaktere sind interessant und vielschichtig, auch wenn man nicht gerade den Grund ihrer Seele präsentiert bekommt.

Die Geschichte ist lesenswert, aber nicht sonderlich spannend. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten und ins Schottland des 13 und 14. Jahrhunderts versetzt gefühlt.
Profile Image for Erya.
184 reviews2 followers
July 13, 2022
Ich bin erst seid kurzem auf den Geschmack von Historischen Romanen gekommen. Aber dieser ist der Hammer. Am Anfang brauchte ich etwas um mich an die komplizierten Namen zu gewöhnen aber es hat sich gelohnt. Die Story ist so spannend und lässt sich flüssig lesen wenn man einmal drinnen ist. Ich liebe Enja. Und nicht nur weil ihr Name meinem gleicht sondern auch wegen ihrer Stärke. Ich habe selten eine solch starke Protagonistin erlebt. Ich bin echt gespannt wie es weitergeht. Jedem der blutrünstige und romantische Historische Romane liebt der muss diese Reihe gelesen haben.
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262 reviews
January 16, 2026
DNF

Leider bin ich so gar nicht in die Geschichte reingekommen.
Was mich beispielsweise gestört hat war das Springen zwischen den beiden Handlungs- und Zeitensträngen. Kaum hatte man sich in einen davon eingelesen, schon wurde man wieder in den anderen gerissen. Das hat mich einfach immer wieder rausgebracht. Besser hätte mir hier eine chronologische Erzählweise gefallen.
Zudem hat mich die Geschichte einfach nicht mitgerissen, sodass mein Interesse daran weiter zu lesen leider immer weniger wurde. Schade, denn der Klappentext hörte sich eigentlich ganz gut an.
Profile Image for Tiana_Loreen.
368 reviews6 followers
November 30, 2021
Anders als gedacht, aber es konnte mich ab der ersten Seite fesseln! Enja lässt sich nicht unterkriegen, egal wie schwer der Schicksalsschlag auch ist!

Inhalt:
Die Tochter der Highlands.
Island 1289: Bei einem Schiffsunglück gerät Enja in die Fänge von Menschenhändlern. Sie wird in den Orient entführt und dort zur Assassinin ausgebildet. Als junge Frau sucht sie ihre Wurzeln und macht sich auf den langen Weg nach Schottland, wo in den Highlands ein erbitterter Krieg zwischen den Clans und den Engländern tobt. Als Enja bei einem Angriff schwer verletzt wird, rettet sie ausgerechnet der Clanführer James Douglas. Auf seiner Burg kommt sie wieder zu Kräften. Sie ist fasziniert von James, und als er in englische Gefangenschaft gerät, unternimmt Enja alles, um ihn zu retten – obwohl sie sich damit einen mächtigen Feind macht: den englischen König. (© Aufbau Verlag)

Meine Meinung:
Ich lese selten bis kaum historische Romane und auch wenn sich die Autorin ein paar historische Freiheiten genommen hat, fühlte ich mich gut unterhalten, denn Enja ist eine starke weibliche Protagonistin, die nie aufhört zu kämpfen!

Die Handlung und die Charaktere
Das Buch selbst handelt in zwei Zeitzonen, zuerst Enjas Gegenwart in Schottland, wo sie Lehnherrin einer Burg ist und diese auch gerne offiziell anerkannt bekommen will. Doch der König von England stimmt dem nicht zu, da Enja eben eine Frau ohne Gemahl ist. In Schottland herrscht mit den Engländern Krieg, da die Schotten sich dem englischen König nicht unterwerfen wollen und kämpfen. Einer der schottischen Clans der Widerstandbewegung sind die Douglas. James Douglas ist zukünftiger Clanführer und rettet Enja einmal das Leben. Und doch wenn sich ihre Wege bald schon trennen, führen sie immer wieder zusammen. Und das mitzuerleben war wirklich spannend!

Die zweiten Zeitzone spielt in Enjas Kindheit, ab der Zeit, wo sie mit einem Schiff ihr zuhause verlässt. Und einfach zusammengefasst: Enjas Lebensweg war nicht einfach und geprägt von viel Leid und Kummer. Enja wächst in einer Welt auf, wo Frauen nicht viel wert sind, und wird nach einem Schiffsunglück in ihrer Kindheit als Sklavin verkauft. Doch sie hat Willensstärke, Sturheit und lernt schnell. Ihr Weg führt sie in einer Sklavenschule, als Bettelkind in einer großen Stadt über die Ausbildung zum Medikus und zur Assassine. Enja lernt bereits in ihren jungen Jahren viel und vor allem sich durchzusetzen.

Enjas Weg führt durch die Jahre und Länger und doch bleibt ein Thema konstant:
Enja lässt sich von keinem Mann dominieren und sieht nicht ein, warum sie als Frau weniger wert ist als ein Mann. Enja ist stark, stur, manchmal vorlaut, aber auch gerissen und sehr intelligent.
Mir persönlich ging der jungen Frau viel zu viel, viel zu leicht von der Hand. Sie war ein Talent in fast allem, was beeindruckend ist, aber auch einen faden Beigeschmack hat, denn zu perfekt ist auch…öde. Und doch fühlte ich mich im Buch ab der ersten Seite gut unterhalten.
Enjas Stärke beeindruckte mich und James Douglas immer wieder zu treffen und zu erfahren, wie er seine Meinung nach und nach ändert…gefiel mir.

Die Schreibweise
Ich kann zwar nicht beurteilen, ob die Wortwahl 100% historisch korrekt ist, aber ich fühlte mich im Buch ab der erste Seite wohl. Auch wenn mir manche Dialoge zu modern vorgekommen sind, störte ich mich nicht daran. Wie wahre Fans von historischen Romanen das Finden, kann ich nicht beurteilen, aber der Schreibstil ist angenehm, flüssig zu lesen und reißt mit.

Beim Lesen springt man zwischen beiden Zeitzonen hin und her, wechselt manches Mal auch die Perspektiven, aber Großteils wird sie aus Sicht von Enja wiedergegeben. So erfährt der Leser Schritt für Schritt weshalb Enja so ist, wie sie ist und solche Fähigkeiten hat.
Spannende Umsetzung, die mich auf Trab gehalten hat!

Fazit:
Ein beeindruckendes Debüt, dessen Inhalt mich mehr als einmal überrascht hat! Enja ist taff, mutig und vermutlich viel zu modern für ihre Zeit, aber ich mochte es. Die Zeitsprünge, das Springen zwischen Gegenwart und Vergangenheit brachte extreme Spannung in das Ganze. Auch wenn Enja manches Mal zu perfekt wirkte, verfolgte ich ihren Lebensweg mit Spannung und freue mich schon sehr, dass ich bald mit Band 2 beginnen kann.
Von mir bekommt „Die Highlanderin“ 4 von 5 Federn!
Profile Image for Danielle.
126 reviews
June 29, 2021
Klappentext

Island 1289: Bei einem Schiffsunglück gerät Enja in die Fänge von Menschenhändlern. Sie wird in den Orient entführt und dort zur Assassinin ausgebildet. Als junge Frau sucht sie ihre Wurzeln und macht sich auf den langen Weg nach Schottland, wo in den Highlands ein erbitterter Krieg zwischen den Clans und den Engländern tobt. Als Enja bei einem Angriff schwer verletzt wird, rettet sie ausgerechnet der Clanführer James Douglas. Auf seiner Burg kommt sie wieder zu Kräften. Sie ist fasziniert von James, und als er in englische Gefangenschaft gerät, unternimmt Enja alles, um ihn zu retten – obwohl sie sich damit einen mächtigen Feind macht: den englischen König.

Atmosphäre und Schreibstil

Eva Fellner erzählt bildhaft und lebendig Enjas Geschichte. Diese startete mit einer rasanten Szene, die einen sofort fesselte.
Bisher habe ich mich eher weniger an historische Romane herangetraut, aus Angst vor Langweile. Das Buch hat mich eindeutig eines Besseren belehrt.
Der Schreibstil war voller Spannung und Abenteuer und äusserst angenehm zu lesen. Ausdrücke, die nicht gerade zum Alltagsvokabular gehören, wurden sogleich erklärt.
Ich mochte die Ortsbeschreibungen sehr und liebte die verschiedenen, teils sehr gegensätzlichen Schauplätze.

Handlung

Die Handlung ist in zwei Stränge aufgeteilt, von denen abwechselnd erzählt wird. Zum einen erleben wir Enja zu ihrer gegenwärtigen Zeit in Schottland, zum anderen begleiten wir eine jüngere Enja durch ihre ereignisreiche Jugend und erfahren so eine Menge über sie.
Die Hauptgeschichte spielt während der schottischen Unabhänigkeitskriege. Den Zeitpunkt und die Location finde ich gut gewählt und ich habe mich sehr gefreut nebenbei mehr über das Thema zu erfahren. Es ist immer etwas passiert, langweilig wurde einem also bestimmt nicht.
Genauso war das in den Kapiteln der Fall, die Enja in ihrer Vergangenheit zeigten. Diese mochte ich sogar noch lieber. Ich verliebte mich sofort in das Ambiente des alten Persiens, das Eva Fellner so wunderschön beschrieben hat.
Meine einzige Kritik ist, dass ich die Geschichte teils zu vorhersehbar fand. Nie ist etwas geschehen, das mich ungläubig auf die Seiten hat starren lassen. Dies hat unter anderem auch daran gelegen, dass wir durch den späteren Handlungsstrang bereits wussten, was mit Enja geschehen würde und welche ihrer Freunde sich noch an ihrer Seite befinden würden.

Charaktere

Enja war eine unglaublich starke Protagonistin, und der Traum einer jeden Feministin, zu der man unwillkürlich aufschaut. Man wünscht sich sogleich, so zu sein wie sie. Ich bewunderte sie von Anfang an für ihre Stärke und ihren Mut. Zu einer Zeit, in der Frauen kaum was zu melden hatten, ist sie etwas ganz Besonderes. Ich war durch und durch fasziniert von ihr. Nur manchmal erschien sie mir beinahe ein wenig zu makellos. Dies störte mich allerdings kaum noch, wenn sie sich wieder in einer Szene befand, in der sie jeglichen Männern unter Beweis stellte, dass sie mit links mit ihnen fertigwerden konnte.
Hal mit seiner wortkargen, aber gutmütigen Art habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Diesen riesigen Muskelprotz mit dem grossen Herz musste man einfach lieben.
Obwohl James Douglas eigentlich der Love Interest sein sollte, hatte ich das Gefühl, von ihm nicht genug mitbekommen zu haben. Ich mochte ihn zwar, aber auch nicht mehr. Da hatte ich seinen jüngeren Bruder Hugh doch lieber. Allgemein schienen mir die meisten Figuren mehr Personality zu haben als James. Aber er hat ja im zweiten Band noch Zeit sich zu entfalten…
Der Grund, warum ich die Timeline in Persien lieber gemocht habe, sind unter anderem die vielseitigen Charaktere, die ich alle auf ihre Weise mochte.
Jasemine, Isaak, Hassan, Shi Fu und weitere prägten die Geschichte und sorgten dafür, dass ich mich jedes Mal freute, wenn vor einem Kapitel angekündigt wurde, dass wir wieder ins Morgenland zurückkehren würden.

Fazit

Eine starke Protagonistin, atemberaubende Landschaften und ein stimmungsvolles Ambiente – ein historischer Roman, der mich wirklich überzeugen konnte.
Profile Image for Ida.
12 reviews3 followers
October 4, 2021
Sie ist eine Highlanderin, wie man sie nicht erwartet: Enja von Caerlaverock mit ihrem weißen Haar und den durchdringenden blauen Augen, unerschrocken, mutig und verdammt gut ausgebildet in allen Fähigkeiten, die ein Assassine besitzen muss. Zumal sie auch nicht in Schottland geboren wurde, sondern in einem fernen Land aus Eis und Schnee, das sie als junges Mädchen als Opfergabe für große Götter erwählte. Doch das Schiff, das sie ihrem tödlichen Schicksal entgegenbringen soll, kentert, und ihre Retter entpuppen sich als Menschenhändler, die sie zu einer jungen Sklavin machen. Ihr turbulenter Weg führt sie weit weg von ihrer eisigen Heimat, quer durch den Orient bis hin zu den schottischen Highlands, die sie nun ihr Zuhause nennt. Kurz: Enja ist mit allen Wassern gewaschen, und scheut sich auch nicht davor, sich mit dem englischen König anzulegen, wenn es um das Wohl ihrer Leute, ihres eigenen Clans, geht.

Der Klappentext vom ersten Band um die Highlanderin verspricht Spannung pur vor landschaftlichen Settings, die ich so nie zusammengebracht hätte: der Orient mit all seiner Opulenz, den schmuddeligen Straßenkindern und goldenen Palästen, trifft auf die schottischen Highlands, wohin es unsere Protagonistin nach ihrer langen Reise verschlägt. Und der Klappentext lässt einen träumen: von einer starken weiblichen Heldin inmitten einer Welt der Männer und ihrer politischen Intrigen – und das ist genau das, womit diese Geschichte aufwartet. Ich für meinen Teil habe mich ja ein bisschen verliebt in die ungestüme Enja, die Kämpferin, Assassine, orientalische Prinzessin und Herrin von Burg Caerlaverock. Mit ihrem schnellen Mundwerk und der Fähigkeit, sich jeder noch so gefährlichen Lage anzupassen, hat sie sich mit jedem neuen Schwertkampf in mein Herz gespielt. Sie ist erbarmungslos, wenn es sein muss, gleichzeitig ist sie aber noch immer eines: eine junge Frau, die die Verantwortung für die Bewohner ihrer Burg und gefühlt von ganz Schottland auf ihren Schultern trägt.

“Die Highlanderin” liest sich wie eine Mischung aus Fantasy und Historischem Roman, vielleicht gerade wegen Enjas geheimnisvoller Vergangenheit. Besonders gut gefallen hat mir die Einarbeitung verschiedener Handlungsstränge. Ganz so, als würde man von Zeit zu Zeit in Enjas Erinnerungen eintauchen und ein neues Kapitel ihres bewegten Lebens kennenlernen, landet man einmal mitten in den orientalischen Slums, oder im Wagen eines alten Medicus, der sie als seine Assistentin aufnimmt. Manches Mal wechselt auch die Perspektive, wodurch man einen guten Eindruck davon erhält, wie Enjas Auftreten auf ihr Umfeld wirkt. Auf diese Weise bekommt die Geschichte um diese ungewöhnliche Highlanderin noch mehr Vielschichtigkeit – und ganz ehrlich, ganz entgegen meiner eigenen Erwartung mochte ich es sehr, so zwischen den Zeiten und Orten hin- und herzuspringen. So eng verwoben Enjas Lebensweg mit Leid, Tod und Verderben sein mag, es war einfach nur spannend, Seite um Seite, Kapitel für Kapitel ein neues Puzzleteil aus Enjas Vergangenheit zu entdecken und zu dem hinzuzufügen, was man schon über sie und ihre Begleiter weiß.

Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten, mich bald auf ein Neues in schottische Gefilde zu lesen. Denn im Oktober ist es so weit: der zweite Band der Reihe erscheint und ich bekomme ENDLICH die Möglichkeit, diesen Mords-Cliffhanger am Ende des ersten Bandes zu verarbeiten! Wenn ihr also noch eine Leseempfehlung braucht, hier ist sie. Auch wenn das Cover vielleicht nicht der Heldin der Geschichte entspricht (vielleicht schlägt eine weißhaarige Highlanderin auf dem Titelbild dann doch zu sehr in Richtung Fantasy), dann lasst euch von der mitreißenden Geschichte dahinter überzeugen. Enja hat mich vollends in ihren Bann gezogen, und ihre persönliche Entwicklung im Laufe der Jahre mitansehen zu dürfen, war ganz , ganz großes Kino. In Buchform, versteht sich.

4.5 Sterne!
5 reviews
October 26, 2025
Der historische Roman erzählt die spannende Geschichte einer jungen Frau, die in Island und im Orient aufwuchs und sich später in Schottland niederlässt.

Enja ist die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Sie wird von Piraten gerettet und auf einem orientalischen Sklavenmarkt verkauft. Der Unterricht für zukünftige Haremsdamen beinhaltet auch das Lernen verschiedener Sprachen. Doch es vergeht kein Tag, an dem Enja nicht an Flucht denkt. Sie möchte frei sein, wie die Männer. Nach einer geglückten Flucht lebt Enja als Junge verkleidet in Bagdad. Sie lernt den Arzt Isaak kennen, der sie in der islamischen Medizin unterrichtet. Doch bevor sich Enja auf die Suche nach ihren Wurzeln machen kann, landet sie bei den Assassinen, die sie zu einer Kämpferin ausbilden. Dort lernt Enja ihren treuen Gefährten Hal kennen, der sie auf dem Weg nach Schottland begleitet. Der wortkarge Riese mit dem großen Herz ist immer an ihrer Seite. Als Enja und Hal in Schottland ankommen, toben gerade die schottischen Unabhängigkeitskriege und sie muss sich für eine Seite entscheiden. 

Lady Enja von Caerlaverock
“Welcher Teufel hat mich nur geritten!” Das ist der perfekte erste Satz des Abenteuerromans. Der Prolog greift den Ereignissen vor. Enja lebt in einer Burg in Schottland und erinnert sich in Rückblicken an ihre Zeit in Persien. Sie ist eine rebellische junge Frau, die weiß, was sie will. Vor allem will sie sich nicht einem Ehemann unterwerfen, sie will selbst über sich bestimmen und bricht dabei alle Regeln. Eine gewagte Haltung in einer frauenfeindlichen Zeit der schottischen Unabhängigkeitskriege um 1300. 

Wie hat mir der historische Roman „Die Highlanderin“ gefallen?
Der historische Roman “ Die Highlanderin” ist in einem lockeren Schreibstil geschrieben und verliert sich nicht in historischen Details. Die historischen Begebenheiten bleiben im Hintergrund und sorgen für ein besseres Verständnis der Handlung. Im Nachwort erklärt die Autorin, welche geschichtlichen Freiheiten sie sich genommen hat. 
Der temporeiche Roman mit der ungewöhnlichen Protagonistin erinnert mich an Abenteuerromane, die ich früher sehr gerne gelesen habe. Die Handlung kommt mir nicht immer realistisch vor, das müssen Abenteuerromane auch nicht sein. Sie müssen vor allem spannend und temporeich sein. Der Held oder die Heldin müssen am Ende immer siegreich ihre Abenteuer bestanden haben.

Enjas Abenteuer im Orient haben mir bis jetzt besser gefallen als die in Schottland. Die Charaktere sind interessanter und vielschichtiger. Die Protagonistin hat eine außergewöhnliche Biografie. Enja ist zweifellos eine stolze und starke Frauengestalt, die ihrer Zeit voraus ist. Mir ist sie allerdings einen Tick zu perfekt. Sie weiß alles, sie kann alles und sieht auch noch top aus.
Der Roman ist aus Enjas Sicht in Ich-Form geschrieben, dadurch ist man näher an ihren Gedanken und Gefühlen. Zwischendurch kommt ein Erzähler zu Wort. In Rückblicken erinnert sich Enja an ihre Kindheit. Der schnelle Wechsel zwischen den Zeiten hat mich anfangs gestört, der Lesefluss wurde immer wieder unterbrochen. 

Fazit
Der historische Roman erzählt eindrucksvoll die spannende Geschichte einer jungen Frau, die in Island und im Orient aufwuchs und sich später in Schottland niederlässt. Mir hat das Lesen des Abenteuerromans viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Profile Image for Aki .
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October 6, 2021
Ich muss gestehen, dass ich in letzter Zeit tatsächlicher eher selten zu historischen Büchern greife, aber der Klappentext von Eva Fellners Buch hat mich sofort fasziniert.
Allein schon deshalb, weil dort das Wort Assassinin steht.
Nicht erst seit Assassins Creed fasziniert mich das Thema sehr, also blieb mir eigentlich gar keine andere Wahl, als in diese Geschichte einzutauchen.
Und ich habe es bei keinem einzigen Wort bereut, auf keiner einzigen Seite.
Durch den großen historischen Anteil des Buches merkt man deutlich, dass Eva Fellner weiß, von was sie dort schreibt.
Sie hat sich Gedanken darüber gemacht, sie hat recherchiert und sie hat einen Schreibstil, der oft dazu geführt hat, dass ich als Leserin dachte, selbst dabei gewesen zu sein.
Mit Enja hat die Autorin einen Charakter geschaffen, der es mir manchmal nicht einfach gemacht hat.
Ich habe ihre Geschichte gerne verfolgt, aber hatte manchmal auch das Gefühl, dass sie zu perfekt war.
Gerade für ein Mädchen ihres Alters beherrschte sie Dinge fast automatisch nach kurzer Zeit, Manchmal erschien mir sie mir zu .. ja, wie oben schon erwähnt, perfekt eben.
Aber auf der anderen Seite zeigt sie auch, dass man seiner eigenen Stärke viel öfter vertrauen sollte.

Besonders gefallen haben mir hingegen die Beschreibungen, die Eva Fellner der damaligen Zeit, den Schauplätzen und den Charakteren verpasst hat.
Durch die verschieden Clans, die Eva Fellner in ihrem Buch auftauchen lässt, bekommt man einen Eindruck von dem, wie es früher gewesen ist oder gewesen sein könnte.
Man merkt, dass die Autorin sich darüber informiert hat und ihre Recherchearbeit in diese eine Richtung gelenkt hat.

Die Highlanderin ist ein Auftakt, der neugierig auf mehr macht. Mit einer Protagonistin, die manchmal ein wenig zu perfekt wirkt, aber dennoch auf eine Art und Weise präsent ist, die nicht nur neugierig auf mehr macht, sondern auch berührt.
Ihre Geschichte selbst hat mich sehr berührt und ich habe mir oft genug ausgemalt, wie ich an ihrer Stelle darauf reagiert hätte.
Oder ob ich an all dem, was sie erlebt hat, nicht schon längst zerbrochen wäre.
Profile Image for Lea.
259 reviews
August 31, 2024
Inhaltsangabe:
In dem Historischenroman die Highlanderin Band 1 von Eva Fellinger, geht es um Enja.
Nach einem Schiffsunglück kann Enja sich retten bzw. wird von Menschenhändlern gerettet und in den Orient gebracht.
Dort wird sie unteranderem zur Assassinin ausgebildet. Nach einem besonderen Auftag gelangt Enja in die schottischen Highlands. Dort kämpfen schottische Clans gegen den englischen König um ihre Freiheit. Enja wird von James Douglas gerettet und verdankt ihm ihr Leben. Als James, der nächste Clanführer der Douglas von den Engländern in Gefangenschaft gerät ist für Enja klar, das sie versucht James zu befreien. Dies gelingt ihr mit Hilfe ihrer Freunde.
Nach ein paar Jahren taucht James in der Burg von Enja auf und bittet sie um Hilfe.

Dabei wird Enja vor die Frage gestellt wem sie die Treue verspricht dem Englischen König oder dem Schottischen König?

Persönliche Meinung:
Ich habe etwas mehr von dem Buch erwartet. Das Buch spielt mal in der Gegenwart mal in der Vergangenen ich fand des da durch anstrengend zu lesen. Die Historischen, Geschichtlichen Hintergründe hat die Autorin gut in den Roman mit eingebracht. Allerdings kam mir die Liebesgeschichte zwischen Enja und James ein wenig zu kurz. Enja als Hauptcharaktere wird als starke und unabhängige Frau dargestellt, ihren Lebensweg habe ich aber an manchen Stellen hinterfragt.

Fazit:
Die Geschichte war okay, die Zeitsprünge fand ich nicht so gut auch ein wenig Romantik hat mir in dem Buch gefehlt.
Das Buch bekommt von mir drei Sterne, den zweiten Band werde ich lesen, da ich wissen möchte ob Enja und James endlich zusammen kommen.
Profile Image for Barbara Ziegler.
256 reviews
October 11, 2021
Das Buch hat mir ganz gut gefallen, war aber alles in allem etwas langatmig wie ich finde. Mit den zwei Storylines die abwechselnd erzählt wurden fiel es mir schwer in die Geschichte hinein zu finden. Es war interessant so viel über die Geschichte von Enja zu erfahren, aber trotzdem war es alles in allem etwas zu viel finde ich. Ich hätte mir viel mehr Geschichte in den Highlands gewünscht und bin gespannt, ob das im nächsten Buch eher der Fall sein wird.
Profile Image for Antje.
162 reviews2 followers
March 2, 2022
An sich ein cooles Setting. Ich liebe starke Charaktere aber in diesem Fall..
Historisch an vielen Stellen sehr ungenau, was mich wirklich gestört hat beim lesen. Des weiteren mochte ich hier, obwohl sonst ein Fan davon, die Zeitsprünge nicht.
Der Schreibstil war an manchen Stellen meiner Meinung nach zu modern und nicht zum historischen Stil passend.
Für mich sind da einige Logiklücken, die mich beim Lesen ziemlich gestört haben.
Allerdings war das offene Ende wirklich spannend
Displaying 1 - 30 of 34 reviews

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