München 1897. Anton und Therese Randlkofer führen den beliebten Feinkostladen Dallmayr in der Dienerstraße. Während die Gutsituierten erlesene Pralinen, honigsüße Früchte und exquisiten Kaffee probieren, träumen vor den prachtvoll dekorierten Schaufenstern die einfachen Bürger vom schönen Leben. Ein jeder möchte Kunde im Dallmayr sein. Doch dem glanzvollen Aufstieg des Familienunternehmens droht ein jähes Ende, als Patriarch Anton ganz unerwartet verstirbt. Schon wenige Tage später beginnt sein Bruder Max zu intrigieren, um das florierende Geschäft unrechtmäßig an sich zu reißen. Entschlossen, ihm das Feld nicht kampflos zu überlassen, setzt sich Therese an die Spitze des Unternehmens. Noch weiß sie nicht, dass auch in den eigenen vier Wänden Geheimnisse lauern …
Stimmungsvoller Familienroman mit historisch gut recherchiertem Hintergrund....
Balbina lebt bei Tante und Onkel in München....diese betreiben das berühmt Dallmayr Delikatessen Geschäft. Als ihr Onkel schwer erkrankt, beginnt für die junge Frau eine schwierige Zeit....Ihre beginnende Liebe zu ihrem Cousin Max wird ebenso auf die Probe gestellt wie ihre Beziehung zu ihrer Tante Therese... Denn die Familie hütet ein großes Geheimnis....
Sehr detailliert geschrieben....und dadurch mit unter etwas langatmig ....sind die Charaktere hervorragend ausgearbeitet....tolles Setting und informativer Plot.... Der nächste Band ist schon bestellt....!
Im München des Jahres 1897 liegt Anton Randlkofer schwer erkrankt in seinem Bett. Seine Frau Therese führt in dieser Zeit das Feinkostgeschäft Dallmayr. So viel haben sie geschafft, seitdem sie Alois Dallmayr das Geschäft abgekauft haben. Hoflieferanten sind sie geworden und fast jeder kennt den mit Hingabe geführten Laden, der den Käufer mit feinsten Delikatessen lockt. Nach Antons Tod hat Therese es nicht leicht und da ist auch noch ihr Schwager Max, der nur zu gerne mit in den florierenden Handel mit den Köstlichkeiten einsteigen will und vor Intrigen nicht zurückschreckt.
Fast jeder kennt die schöne Kaffee-Werbung aus dem Hause Dallmayr, gemütlich und ein wenig aus der Zeit gefallen. Doch hinter diesem Traditionshaus steckt eine arbeitsame Vergangenheit, von der dieser Roman erzählt. Eine Familiengeschichte mit interessanten Charakteren, Verstrickungen, jeder Menge Leckereien und viel Wissenswertem aus dieser Zeit. Therese Radlkofer war eine bemerkenswerte Geschäftsfrau, die den Finger am Puls der Zeit hatte und experimentierfreudig war, so dass das Haus Dallmayr wachsen und gedeihen konnte. Doch es geht nicht nur um Therese, sondern auch um ihre Kinder, die Liebe und die Position der Frauen zu dieser Zeit. Es geht an schöne Schauplätze wie Hamburg, La Palma, eine Schlittschuhbahn, zum Schloss nach Ismaning, das Oktoberfest und den Walchensee. Natürlich trifft man im Roman auch den einen oder anderen Prominenten der damaligen Zeit, wie den jungen Albert Einstein, dessen Vater, sich auf elektrische Beleuchtung spezialisiert hatte.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Die Geschichte umfasst 640 Seiten und wird mit weiteren Bänden fortgeführt, die man am besten mit Schokolade und einer Tasse Kaffee genießen sollte.
Das Buch wurde mir als kostenfreies Leseexemplar zur Verfügung gestellt.
„Dallmayr - Der Traum vom schönen Leben“ ist der erste Teil der Dallmayr-Familiensaga von Lisa Graf aus dem Penguin-Verlag.
🅄🄼 🅆🄰🅂 🄶🄴🄷🅃 🄴🅂 Die Geschichte beginnt 1897 in München. Anton und Therese Randlkofer führen den beliebten Feinkostladen Dallmayr. Nach einer schweren kurze Krankheit verstirbt Anton und Therese übernimmt die alleinige Leitung des Ladens. Antons Bruder Max ist damit aber nicht einverstanden und versucht sich den Laden unter den Nagel zu reißen.
🄼🄴🄸🄽🄴 🄼🄴🄸🄽🅄🄽🄶 Das Cover zeigt München im 19. Jahrhundert und passt gut zur Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und passt zur damaligen Zeit. Ich finde die Hintergrundinformationen wurden gut recherchiert und waren sehr interessant. Die Charaktere wurden gut und authentisch dargestellt. Sie passen alle gut in die Zeit und waren vielfältig, wodurch es nicht langweilig wird. Die Kapitel sind sehr lang, da sich ein Kapitel immer mehrere Monate beinhaltet. Für mich als Kapitelleser war es daher etwas anstrengend. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn man die bestehenden Kapitel weiterunterteilt hätte. In dem Buch gibt es viele parallel verlaufenden Geschichten. Dadurch ist es zu Beginn etwas schwierig, sich in die Geschichte einzufinden und alle Charaktere kennenzulernen. Im Laufe der Geschichte waren es mir zu viele Geschichten. Bei einigen erwähnten Geschichten habe ich mich gefragt, warum sie für die Hauptgeschichte notwendig sind. Leider konnte ich mir die Frage auch bis zum Ende nicht beantworten. Durch die vielen Geschichten wurde mir als Leser leider auch die Spannung genommen, weil es einfach zu viele Stories waren. Das Ende war für mich, auch wenn es einen weiteren Teil gibt, irgendwie unvollständig.
🄵🄰🅉🄸🅃 Leider konnte mich der erste Teil der Dallmayr-Saga nicht überzeugen. Die recherchierten Hintergrundinformationen waren wirklich interessant und auch der Schreibstil war angenehm und passend zur damaligen Zeit. Allerdings waren es zu viele Handlungsstränge, wodurch meine Spannung gelitten hat. Ich hätte es besser gefunden, wenn man sich auf einige Handlungen fokussiert hätte.
2,5 Sterne Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Einerseits relativ gut erzählt, aber zwischendrin zog es sich sehr. So sehr, dass ich überlegt hatte abzubrechen, weil die Charaktere auch irgendwie alle komisch waren. Das hat sich am Ende nochmal gedreht, aber insgesamt bin ich zwar irgendwie interessiert das zweite Buch noch zu lesen, aber bin nicht unbedingt überzeugt.
Das Buch ist zwischendurch etwas langatmig (Hördauer auf Audible: 19h!), aber liebevoll und detailreich erzählt. Man kann sich sehr gut in die Zeit hineinversetzen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, dem Haus Dallmayr. Zudem gibt es nicht eine klare Protagonistin, sondern mehrere, deren Gedanken und Beweggründe geschildert werden. Die Sprecherin des Hörbuchs ist wirklich super!!
3,5 Insgesamt völlig in Ordnung und eine unterhaltsame, leichte Lektüre, die einen in das München zum Ende des 19. Jahrhunderts abtauchen lässt. Das Ende des Romans war mir aber doch zu viel des Guten. Daher bin ich mir jetzt auch noch nicht sicher, ob ich die Fortsetzungen wirklich lesen will.
Lebendig und authentisch mit viel historischem Hintergrund
Für Anton und Therese Randlkofer hat sich ein Traum erfüllt. Das Ehepaar ist Inhaber des bekannten Feinkostgeschäfts Dallmayr in der Münchner Dienerstraße. Wer es sich leisten kann geht zu Dallmayer um sich mit feinen Köstlichkeiten zu versorgen. Die einfacheren Bürger schauen sich die prachtvollen Schaufenster an und träumen von einem schönen Leben. Als Anton Randlkofer in der Blüte seines Lebens unverhofft stirbt steht seine Frau Therese alleine da mit dem Geschäft. Ihre Kinder sind noch zu jung um das Geschäft zu führen. Antons Bruder Max bietet seine Hilfe an, doch Therese weiß, dass Max das Geschäft gerne selber übernehmen möchte. Therese nimmt den Kampf auf und führt das Geschäfte alleine weiter. Dabei stehen ihr treue Mitarbeiter zu Seite. Doch dann kommt ein lange und gut gehütetes Geheimnis ans Licht und droht Therese den Boden unter den Füssen weg zu ziehen.
„Dallmayr – Der Traum vom schönen Leben“ ist der Auftakt einer mehrteiligen Reihe um die Familie Randlkofer und das bekannte Delikatessengeschäft Dallmayr von Lisa Graf. Der erste Band umfasst die Jahre 1897-1899. Anton und Therese Dallmayr führen ihr Geschäft gemeinsam und das mit großem Erfolg. Der älteste Sohn Hermann macht eine Kaufmannslehre bei Antons Bruder Max und soll einmal das Geschäft übernehmen. Doch dann stirbt Anton unverhofft und Therese führt das Geschäft alleine weiter. Dabei muss sie sich einigen Intrigen ihres Schwagers stellen der mit Neid und Missgunst auf den Erfolg blickt. Unterstützung findet Therese bei ihren Angestellten die immer hinter ihr stehen. Die Kunden lieben Therese und holen sich oft Rat und neue Rezepte bei ihr.
Auch die Angestellten werden sehr gut in Szene gesetzt. Besonders hat es mir Ludwig der Lehrbub angetan. Wie oft er mich zum Schmunzeln gebracht hat kann ich gar nicht zählen.
Auch Balbina, die Nichte von Therese ist ein toller Charakter. Sie lebt schon einige Jahre bei den Randlkofers und führt den Haushalt. Sie war es auch die Anton während seiner Krankheit gepflegt hat. Balbina mochte ich fast am liebsten. Mit ihr habe ich oft mitgelitten.
Alle Charaktere werden sehr lebendig dargestellt. Auch die Geschichte klingt sehr authentisch und lebendig. Mir ist klar, dass Lisa Graf und Therese Randlkofer sich nie begegnet sind, doch liest sich die Geschichte so, als hätte Therese selbst ihr Leben der Autorin anvertraut. Eine Geschichte so den LeserInnen zu vermitteln ist schon eine Kunst.
Jetzt habe ich den ersten Band ausgelesen und bin richtig wehmütig. Doch die Leseprobe zum zweiten Band tröstet mich etwas. Es wird mit Sicherheit genauso interessant weitergehen Den Therese hat ja noch so viel vor.
… und frisch aufgebrühten Kaffee. Willkommen im Dallmayr! Therese Randlkofer ist die Besitzerin und Geschäftsführerin des Dallmayrs. Eines der ersten und exquisitesten Feinkostgeschäfte Münchens. Nach einem schweren Schicksalsschlag und einem Geheimnis, was ihr Leben aus der Bahn wirft, packt sie der Ehrgeiz. Ende des 19. Jahrhunderts ein gut laufendes Geschäft mitten in München alleine führen und dann noch als Frau? Genau das ist der Plan, den Therese verfolgt und auch hervorragend meistert. Aber Therese ist nicht ganz allein, sie verfolgt den Traum gemeinsam mit ihren Kindern, ihrer Nichte und vielen sehr sympathischen Angestellten.
Das Buch ist genau das richtige für einen kalten Nachmittag mit einem Kakao und frisch gebackenen Keksen auf dem Sofa. Die Geschichte plätschert nur so vor sich hin. Hier und da gibt es mal eine kleine Aufregung, die sich aber schnell zum Guten wendet. Alle Charaktere sind sehr sympathisch oder schleichen sich im Laufe der Geschichte direkt ins Herz. Der Schreibstil ist flüssig und man lernt so einiges aus der Zeit um 1900 dazu. Vor allem, was es bedeutet zu der Zeit einen Laden zu führen, der viele exotische Lebensmittel, wie Früchte, Fisch, Schokolade und vor allem Bananen führt.
Warum ich dem Buch nur drei Sterne gebe? Weil die Geschichte mir teilweise zu seicht gewesen ist. Kaum könnte es einen Skandal geben, ist dieser auch schon geklärt. Das Buch hätte ein bisschen mehr Aufregung vertragen können und war an manchen Stellen zu langatmig. Manche Handlungsstränge waren mir wiederum zu schnell abgehandelt. Extrem gestört hat mich die Beschreibung des 13 jährigen Sohns Paul. Zu der Zeit sind viele Kinder/Jugendliche mit 14 Jahren in die Lehre gegangen und mussten von zuhause ausziehen. Paul wird beschrieben, als wäre er nicht älter als 6…
Trotzdem ist es eine absolute Wohlfühlgeschichte und wer Lust auf ein Buch ohne viel Aufregung hat und den Duft von Kaffee und Schokolade liebt, der ist im Dallmayr genau am richtigen Platz. Und wer weiß, vielleicht werden die nächsten Teile um einiges aufregender. Ich bin gespannt…
Diese Familiensaga war genau das richtige für die Vorweihnachtszeit und Weihnachten. Eine spannende Geschichte und eine bemerkenswerte Familie. Jedes Familienmitglied mit eigenen Zielen und Wünschen, die dann doch alle wieder zusammenführen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Ein wirklich bezaubernder und unterhaltsamer Roman
„Ich glaube an die Banane“ (Seite 222)
Worum geht’s? Anton und Therese Randlkofer haben sich mit dem Kauf des Feinkostladens Dallmayr einen Lebenstraum erfüllt. Doch kurz danach verstirbt Anton und Therese steht alleine da. Alleine mit dem Geschäft und einem Berg Schulden und einem Schwager, der ihr nichts Gutes will. Aber sie gibt nicht auf und gemeinsam mit ihren Kindern und dem Team des Dallmayr gelingt es ihr, das Familienunternehmen nicht nur zu halten, sondern goldenen Zeiten entgegenzuführen.
Meine Meinung: Lisa Grafs „Dallmayr – Der Traum vom schönen Leben“ ist der Auftakt zur Dallmayr-Trilogie, in dem die Autorin über die Familiengeschichte rund um das Feinkostgeschäft Dallmayr schreibt. Und nicht nur darüber, sondern auch viele weitere historische Details bringt sie ihren LeserInnen näher, wie die Geschichte der Banane, die Vermessung von Bayern, auch ein bisschen Politisches ist dabei. Und das alles eingewebt in die unglaublich interessante und vielseitige Geschichte des Hauses Dallmayr, das vor dem Buch für mich einfach nur eine Kaffeemarke war und jetzt für mich so viel mehr ist.
Die Dallmayr-Familie, dazu zähle ich nicht nur Therese, Balbina, Elsa, Hermann sondern auch die Angestellten Korbinian, Ludwig, Rose und wie sie alle heißen – ich habe sie so ins Herz geschlossen. Jeder hat seine Eigenheiten und wie in jeder Familie wird auch mal gestritten und man verträgt sich wieder. Alle haben zusammengestanden, auch in schlechten Zeiten. Dann die von Poschingers, dieses leider kinderlose Ehepaar, das sich Therese so angenommen hat. Sie habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen. Und auch Max und seine Kartenspielerkumpels waren gut getroffen, wenn sie auch keine sympathischen Charaktere waren.
Dann die Beschreibung des Ladens, des Essens, der Köstlichkeiten. Ich glaube, ich habe noch nie so perfekte Beschreibungen gelesen. Ich konnte das Dallmayr vor mir sehen, die Schokolade riechen, die Pralinés, die anderen Delikatessen. Auch die Beschreibung der Landschaften – als wäre ich selbst dort! Das Buch hat mich mitgenommen von der ersten zur letzten Seite. Es war schön, gemeinsam mit den Randlkofers durch das München der 1897er Jahre bis hinein ins Jahr 1900 reisen zu dürfen, gemeinsam mit ihnen Freude und Leid erleben zu dürfen und ich freue mich schon so sehr auf den zweiten Teil der Trilogie und darauf, alle wiederzutreffen!
Fazit: „Dallmayr – Der Traum vom schönen Leben“ von Lisa Graf ist einfach ein absolut herzliches, liebevolles und empathisches Buch, das trotz der vielen Seiten viel zu schnell gelesen ist. Therese, Balbina und all die anderen Mitglieder der Dallmayr-Familie – ich habe sie alle ins Herz geschlossen und vermisse sie jetzt schon. Dann die ganzen historischen Details, die familiären Parts, das Zwischenmenschliche, ich war von dem Buch einfach nur begeistert und besonders vom Schreibstil und der Leichtigkeit der Worte, die die Autorin gewählt hat und ihrer Liebe zu den noch so kleinen Details, die das München Ende des 19. Jahrhunderts mit all seinen Facetten wieder zum Leben erweckt haben; mit all seinen Geräuschen, Gerüchen und Farben.
5 Sterne von mir für diesen perfekten Unterhaltungscocktail, der einfach alles hatte. Ich kann es nicht erwarten, die Dallmayr-Familie im zweiten Teil der Trilogie wiederzutreffen!
Der Dallmayr Crema d´Oro in der wunderschönen goldenen Verpackung ist schon viele Jahre der Lieblingskaffee von mir und meiner Familie. Dadurch war es natürlich ein Muß für mich, die Familiengeschichte dazu kennenzulernen. Und ich war überwältigt. Zum einen hat Lisa Graf einen wundervollen, flüssigen und bildhaften Schreibstil, ich konnte mir das ganze Ambiente im Laden sehr gut vorstellen und mir lief regelmäßig das Wasser im Mund zusammen, wenn Ludwig und Balbina wieder neue Pralinen kreiert haben. Auch die Charaktere fand ich sehr ansprechend und bis auf einen waren mir auch alle mehr als sympathisch. Wir durften auch Anton Randlkofer noch kennenlernen und es ist wirklich sehr schade, dass er so früh sterben musste. Meine ganze Bewunderung galt dann seiner Frau Therese, der es meiner Meinung nach schon in die Wiege gelegt wurde, so erfolgreich zu werden. Sie hat einfach ein außergewöhnliches Gechick und Talent und auch für ihre Angestellten ist sie eine wunderbare Chefin. Eine Geschäft ist aber nur so gut, wie seine Mitarbeiter und hier hat Therese wirklich die Besten. Am liebsten mochte ich hier Ludwig, dessen größter Traum es ist, Chocolatier zu werden. Seinen Eifer fand ich einfach so ansteckend und ich habe richtig mit ihm mitgefiebert. Die Geschichte bietet aber auch einen spannenden Anteil, es gibt ein bestimmtes Geheimnis und ich war immer gespannt darauf, wann die Bombe platzt. Die Autorin verwöhnt ihre Leser:innen mit über 600 Seiten und keine davon wurde mir langweilig. Im Gegenteil, ich hätte noch ewig weiterlesen können, daher freut es mich sehr, dass die Familiensaga weitergeht. Fazit: Hier stimmt wirklich alles, tolle Handlung, tolle Charaktere, toller Schreibstil. Es gibt viele Handlungsstränge, die alles sehr kurzweilig machen und man lebt richtig mit der Familie mit. Zum Schluß möchte ich noch das wunderschöne Cover erwähnen, welches die Geschichte richtig schön abrundet. Wieder ein Buch für meine Jahresbestenliste, daher gibt es 5/5 Sterne und eine große Leseempfehlung.
Dallmayr, eine Institution in München und jeder kann sich unter diesem Namen wohl etwas vorstellen. Vor allem seit man in der Werbung das Münchner Hauptgeschäft auch immer wieder zu sehen bekommt.
In diesem Buch begleiten wir nun die Familie Randlkofer, die 1895 das Geschäft von Alois Dallmayr übernommen haben. Anton und Therese führen ihre Geschäfte recht erfolgreich, als Anton plötzlich krank wird und nach kurzer Zeit verstirbt. Therese muss nun nicht nur da Geschäft gegen ihren Schwager Max verteidigen, der alles daransetzt, einen Fuß in die Tür zu bekommen, um das Geschäft an sich zu reißen. Sie muss auch noch mit unerwarteten Familiengeheimnissen zurechtkommen.
Ich hatte so meine Probleme mit der Familie. Therese, Herrmann, Paul und Balbina sind eigentlich alles ganz patente Personen, sprechen aber nicht so richtig miteinander. Elsa war mir einerseits zu berechnend und egoistisch und andererseits zu naiv. Und Max ist von Anfang an einfach nur ein intriganter Mistkerl. Es gab aber auch einige sympathische Charaktere, wie den Lehrbuben Ludwig, seine Schwester Lilly und Korbinian, den Fahrer.
Schön fand ich immer die Szenen, bei denen Ludwig und Balbina neue Ideen fürs Geschäft einbringen und Therese sie einfach mal machen lässt. Und wo neue leckere Dinge entdeckt werden und das Geschäft von Dallmayr im Vordergrund steht.
Alles in allem hat mich das Buch nicht so richtig gepackt, ich mag es nicht, wenn gleich von Anfang an das Unheil über der Geschichte hängt. Spannung ist gut, ich brauche aber keine dauernde Anspannung. Trotzdem lies es sich gut lesen und war auch interessant, besonders wenn es um das Geschäft Dallmayr geht.
Therese und Anton führen den Feinkostladen Dallmayr. Nachdem Anton stirbt wird ein Geheimnis aufgedeckt und Therese muss sich ohne ihn durchboxen.
Ich habe noch nie ein Buch gelesen wo das essen so toll beschrieben wurde. Man konnte tatsächlich alles schon schmecken was beschrieben wurde. Es sind viele Details im Buch. Man liest ganz viele Briefe und Gedichte. Besonders durch die ganzen Briefe fühlte sich die Geschichte nahbarer an. Die Dramatik und die Spannung wurde perfekt aufgebaut ohne übertrieben zu wirken.
Das so viele verschieden Persönlichkeiten vorhanden sind, finde ich echt großartig. Die meisten davon schließt man ganz schnell ins Herz. Therese ist eine ganz starke Frau, und das merkt man von seite zu Seite immer mehr. Besonders angetan haben es mir aber Balbina und Ludwig. Balbina macht meiner Meinung nach auch die großte Entwicklung durch, und das habe ich besonders gerne gelesen.
Der Penguin Verlag macht meiner Meinung nach mit die besten Cover in Deutschland. Das sieht man auch ganz gut an diesem Exemplar. Auch die gestaltung wenn man das Buch aufklappt ist richtig schön. Am Ende findet man sogar ein tolles Rezept für Pralinen.
Das Buch gehört definitiv zu Meinen Lesehighlights dieses Jahr. Ich kann es jedem einfach nur empfehlen !!!
Mich bei dieser Rezension kurz zu halten wird vermutlich sehr schwierig, da es einfach so viele Charaktere, Perspektiven und Handlungen gibt, die alle ineinander greifen und doch unabhängig voneinander sind. Den Mittelpunkt all dieser Dinge bildet der Delikatessenladen "Dallmayr" in München Ende des 19. Jahrhunderts, der seit zwei Jahren von der Familie Randlkofer geführt wird. An deren Spitze stehen das Ehepaar Anton und Therese, doch da Anton seit einiger Zeit erkankt und ans Bett gefesselt ist, führt Therese das Geschäft, was für eine Frau in dieser Zeit sehr unüblich war, doch der Erfolg des "Dallmayr" spricht für Thereses Erfolg als Geschäftsfrau. Unterstützt wird sie von ihren drei Kindern und ihrer Nichte Balbina, die als Hausmädchen, Köchin und Kindermädchen für den jüngsten Sohn Paul im Haus arbeitet und sich immer mehr dem ältesten Sohn Hermann annährt, der seine Ausbildung zum Kaufmann im Laden von Antons Bruder Max macht. Elsa, Thereses einzige Tochter, verbringt nur wenig Zeit zuhause, da sie in einem Mädchenpensionat untergebracht ist. Doch als sie eine schicksalshafte Begegnung mit einem Künstler hat, sind alle Benimmregeln schnell vergessen. Mein heimlicher Liebling in der Geschichte war Ludwig, der Lehrling im Dallmayr, der eine große Leidenschaft für Schokolade und andere Süßigkeiten entwickelt, die Kundinnen mit seinem Charme verzaubert und einen wunderbaren Humor hat. Natürlich muss es auch einen Wiedersacher in der Geschichte geben: Max, Thereses Schwager, der neidisch auf den großen Erfolg des Dallmayr ist und mit allerhand Intrigen versucht er dem Unternehmen zu schaden. In dem über 600 Seiten dicken Buch konnte man die Familie Randkofer, all ihre Mitglieder und Beziehungen gut kennenkernen, verstand deren Beweggründe immer besser und fühlte sich schon bald fast selbst zugehörig. Auch wenn es immer wieder Probelme und Schwierigkeiten gab, was das Buch durchaus spannend machte, konnte man sich doch darauf verlassen, dass am Ende immer alles gut gehen würde, wodurch eine sehr entspannte Atmosphäre entstanden ist. Durch den anschaulichen aber schlichten Schreibstil wurde die Zeit, die Stadt München und auch der Laden gut eingefangen, das Zeitgeschehen wurde immer wieder eingebunden (etwa ein Gastauftritt von Albert Einstein) und durch die etlichen Perspektiven bekam man einen guten Überblick über verschiedene soziale Schichten. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, war authentisch und zum einfasch genießen, als würde man ein gutes Stück Schokolade essen oder eine Tasse exotischen Kaffee trinken. Aber Achtung: bei diesem Buch früher oder später Hunger zu bekommen ist quasi vorprogrammiert.
Beim Lesen tauchte ich ein in eine vergangene Zeit, deren Schatten noch in unsere Gegenwart reichen und ich hatte jeden Augenblick das Gefühl, mich wahrhaftig in der erzählten Epoche zu befinden. Das lag vor allem an den hervorragend recherchierten Fakten und Stimmungen, die im Roman vermittelt wurden. Die Charaktere sorgfältig eingeführt und vielschichtig gezeichnet. Einer mit viel Spannung erzählten Geschichte über ein heute weltweit agierendes Unternehmen einer interessanten Familie und den zeitgeschichtlich relevanten Ereignissen die den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts einläuteten. Für mich nicht nur ein Buch das hervorragend unterhält sondern auch sozusagen gratis Einblick in geschichtliche Zusammenhänge vermittelt.
Ich fand vor allem den Schreibstil total einladend. Gerade das bayerische hat es oft auch humorvoll gemacht. Man landet direkt mitten in der Geschichte und es geht teilweise rasant voran.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Ich bin meistens kein Fan davon wenn es mehr als 2 oder 3 Perspektiven sind aber hier hat das total gut gepasst.
Ich habe wirklich alle ins Herz geschlossen und bei allen immer darauf gefreut ihren Teil der Erzählung weiterzulesen. Ich fand auch so ganz kleine Details total unterhaltsam, wie die kurze Erwähnung vom Einstein Bertl und von Karl Valentin.
Wirklich ein sehr gelungener, runder, kurzweiliger historischer Roman, den ich gut und gerne weiterempfehlen kann.
Dallmayr. Der Traum vom schönen Leben ist der Auftakt zu einer Saga. Es geht um den Feinkostladen Dallmayr in München. Der Laden wird von Therese & Anton Randlhofer geführt. Als Anton stirbt übernimmt seine Frau zusammen mit seiner unehelichen Tochter das Geschäft. Als dann auch noch Max der Schwager von Therese kommt, nimmt das alles seinen Lauf. Dieser steht Therese absolut nicht gut gegenüber. Die einzelnen Personen sind total gut beschrieben & authentisch. Lisa Graf hat einen tollen, angenehmen, flüssigen & fesselnden Schreibstil. Freue mich schon jetzt auf den 2. Band.
Dallmayr ist eine ganz nette Familiensaga, die schnell gelesen ist. Eine interessante Geschichte über das Deliktessengesxhäft in der Münchener Innenstadt. Allerdings ohne große Höhen und Tiefen. Kaum Charakterentwicklung. Über jedes noch so große Übel wird erhaben darüber geschnitten. Und der Antagonist zieht sich eh von selbst zurück. Eher langweilig und gemächlich als interessant und aufregend.
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Dallmayr = Munich tradition. If you always wanted to understand how Munich was around 1900… read this book. Fiction and reality combined. It is a family-saga, easy language, to be enjoyed while reading… and you‘ll get hungry sometimes between all the delicate food, coffee, tee, etc described in this book. Looking forward for the next two follow up books.
Unerwarteterweise hat mir dieses Buch sehr viel Lesefreude bereitet, auch wenn ich (bisher?) nicht so die Freundin von historischen Romanen bin. Aber Geschichten von starken Frauen, die auch ein paar völlig menschliche Fehler haben, machen mir einfach Spaß und dieses Setting hier hat mich zusätzlich absolut mitgenommen. Klare Empfehlung zum Lesen!
I loved this story about Dallmayr Delikatessen in Munich in the late 19th century. Likeable characters, a strong sense of place, an interesting period in time. However it was too long, too many side stories that had a beginning but no end. I doubt I'll read more of this series.
In dem historischen Roman Dallmayr der Traum vom schönen Leben von Lisa Graf, geht es um Anton und Therese Randlkofer, beide kaufen das Geschäft Dallmayr und betreiben gemeinsam den berühmten Feinkostladen in der Innenstadt von München. Die Geschäfte laufen super, doch auf einmal stirbt Anton Randlkofer und Therese steht mit dem Laden alleine da, sie entscheidet sich dafür den Laden alleine weiterzuführen unterstützt wird sie dabei von ihren Kindern und den fleißigen Angestellten. Doch nicht jeder ist begeistert von der Idee das ausgerechnet eine Frau einen bekannten Feinkostladen führt, der Bruder von Anton Randlkofer Max setzt alles da daran das der Laden nicht gut da steht und er den Laden übernehmen kann, doch da hat er nicht an Therese gedacht, die mutig und entschlossen ist Dallmayr weiterzuführen.
Persönliche Meinung:
Das Buch über die Geschichte Dallmyr war mein erster Historischer Roman, den ich gelesen habe. Der Roman spielt von 1877 bis 1900. Die einzelnen Szenen in dem Buch werden gut beschriebe, wer schon einmal in München war bzw. dort wohnt Weiß an Hand der Beschreibung der Straßen, Plätze wo die Geschichte grade spielt. Therese finde ich ist eine starke, mutige Frau die sich nicht von jedem was sagen lässt. Neben Therese, Anton erfährt der Leser auch etwas über die Kinder der Radlkofer Hermann, Paul und Elsa. In dem Buch wird außerdem der Angestellte Ludwig und das Hausmädchen Balbina näher beschrieben. Ich fand die Geschichte an sich spannend geschriebe, allerdings hat sich das zweite und vierte Kapitel ein wenig in die Länge gezogen. Nach dem Tod von Anton erhält Therese einen Brief, den Anton vor seinem Tod verfasst hat, mich hat der Brief nicht wirklich überrascht.
Fazit:
Eine gute Geschichte, wer mehr über das Geschäft, den Erfolg, den Aufstieg Dallmayr erfahren möchte, den kann ich das Buch empfehlen.
Väga huvitav on lugeda firma Dallmayri ja perekonna Randlkoferi seotust ja ajalugu, mis sest et pool on välja mõeldud. Hästi on kirjeldatud ajaloolist tausta.
Sehr gut, verschiedene Charaktere der Familie und der Belegschaft, die ihren Weg in einer spannenden Zeit gehen. Ich freue mich und bin gespannt auf den zweiten Teil!
3,75 Sterne Am Anfang etwas schwer reinzukommen und etwas schwierig zu lesen, da es nicht wirklich Kapitel gibt. Alles in allem aber eine sehr schöne Geschichte, die durch die gut recherchierten Details zum späten 19. und frühen 20. Jahrhundert spannend ist!