Lu ist smart, schnell und als Anwältin in einer Top-Kanzlei supererfolgreich. Doch dann stirbt ihr großer Bruder Pip und mit einem Mal weiß Lu nicht mehr, wo oben und unten ist. In Pips Gartenlaube will sie sich erst nur verkriechen, doch dann wird es Frühling. Die Natur erwacht, und während Lu in der Erde wühlt, entdeckt sie nicht nur, dass Glück etwas ist, das man mit den Händen greifen kann. Sondern auch, was sie vom Leben wirklich will.
"Ein Garten für Zwei" ist mein drittes Buch von Emma Sternberg und da mir ihre Romane bisher immer sehr gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf das neue Buch.
Lu arbeitet erfolgreich für eine Anwaltskanzlei und kennt kaum etwas anderes als ihren Job. Als ihr Bruder überraschend stirbt, zieht sie sich in seine Gartenlaube zurück.
Das Buch ließ sich von Beginn an flüssig lesen, auch wenn ich da noch nicht völlig in der Geschichte angekommen war. Ich habe ein wenig gebraucht, um mit Lu, aber auch mit ihrem Leben im Garten warm zu werden. Manchmal waren es mir auch ein bisschen zu viel Gartenbeschreibungen und zu sehr der erhobene Zeigefinger, wenn es um die Umwelt ging.
Insgesamt konnte mich die Geschichte dann aber doch gut unterhalten und das Dorfleben sowie Lu's Ideen, haben dann ein wenig mehr Spaß in die Geschichte gebracht. Auch ihre Gartennachbarn stellen sich als sympathische Nebencharaktere heraus.
Das Setting hat mir gut gefallen und thematisch war es mal ein wenig etwas anderes und eine andere Art und Weise wie sich die Protagonist zurückzieht und sich selbst finden muss.
Auf den neuen Roman der Spiegel Bestsellerautorin Emma Sternberg habe ich mich riesig gefreut. Aus ihrer Feder stammt ja auch der Bestseller „Fünf am Meer“, der mich auch total begeistert. Aber nun zum Inhalt: Lu ist smart, schnell und als Anwältin in einer Top-Kanzlei supererfolgreich. Doch dann stirbt ihr großer Bruder Pip und mit einem Mal weiß Lu nicht mehr, wo oben und unten ist. In Pips Gartenlaube will sie sich erst nur verkriechen, doch dann wird es Frühling. Die Natur erwacht, und während Lu in der Erde wühlt, entdeckt sie nicht nur, dass Glück etwas ist, das man mit den Händen greifen kann. Sondern auch, was sie vom Leben wirklich will. Wieder ein Wohlfühlroman, der wie eine wohltuende Umarmung ist, der mich jedoch auch nachdenklich gestimmt hat. Wieder hat es die Autorin geschafft, mich von Anfang an in die Geschichte eintauchen lassen. Ich lerne eine sympathische Protagonistin kennen, die als Anwältin einfach spitze ist und in meinen Augen ein kleiner Workaholik. Doch plötzlich wird alles anders. Der Tod ihres Bruders hat ihr buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen. Und auf einmal rückt der Superjob in den Hintergrund. In Pips Gartenlaube habe ich mich auch sofort wohlgefühlt. Hier ist man eins mit der Natur und auf einmal scheint nichts mehr wichtig zu sein. Genau hier hat Lu zu sich selbst gefunden und festgestellt, dass sich etwas in ihrem Leben ändern muss – und dass obwohl sie ihren Job wirklich über alles liebt. Es hat Spaß gemacht, Lu ein Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten und all ihre Veränderungen mitzuerleben. Sie hat mir aber auch Mut gemacht, denn es ist wirklich nie zu spät für einen neuen Lebensabschnitt. Die Autorin hat alle Charaktere wirklich wunderbar beschrieben. Ich kann mir wirklich jeden Einzelnen super vorstellen. Erwähnen möchte ich noch die tollen Rezepte, die im Buch zu finden sind. Sie laden einfach zum Nachmachen ein. Außerdem versprüht das Cover gute Laune. Ein tolles Lesevergnügen, dass mir Traumlesestunden beschert hat. Ein wunderbarer Sommer-Sonne-Gute-Laune-Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.
Mir ist schon klar, dass dieses Genre nach Verallgemeinerungen und Stereotypen schreit, aber wenn die Hauptfigur diese so penetrant vor sich herträgt, wird es etwas schwierig, weil mir dann jede Sympathie für sie fehlt. Das Problem hatte ich bei diesem Buch leider phasenweise, weil Lu schon sehr vorurteilbehaftet durchs Leben geht und dabei manchmal auch ziemlich überheblich wirkt. Ich mochte das Setting generell gerne und auch der Plot war nett gemacht, aber dadurch hab ich insgesamt nicht so mitgefiebert, wie ich gerne hätte. Es reicht leider nur für zwei Sterne.
Wie die Kraft der Natur seelische Wunden heilen kann
Lu verliert durch einen tragischen Unfall ihren Bruder. In ihrer Trauer flüchtet sie aus ihrem Alltag als erfolgreiche Anwältin und landet in der Gartenlaube, die ihrem Bruder Pip so viel bedeutet hat. Nach und nach kann sie sich immer mehr auf den Garten und die Natur um sie herum einlassen. Sie versteht, weshalb ihr Bruder den Garten so sehr geliebt hat. Und auch für sie hält das abgelegene Fleckchen Erde eine ungeahnte Zukunft bereit...
Anfangs ist die Geschichte turbulent, flacht dann jedoch ziemlich ab, um gegen Ende wieder etwas Fahrt aufzunehmen. Dadurch hat sich der Mittelteil doch etwas gezogen. Der Schreibstil ist flüssig und lädt zum Lesen ein. Die Geschichte von Lu berührt und regt zum Nachdenken über die eigenen Prioritäten an. Trotz aller Ernsthaftigkeit kann das Buch auch immer wieder mit lustigen Szenen aufwarten und löst so eine schöne Mischung von unterschiedlichen Gefühlen beim Leser aus. Die schönen Beschreibungen der Laubengärten machen direkt Lust, selber zu Schaufel und Rechen zu greifen und zu gärtnern.
Ein tiefsinniger und doch leichter Roman für Gartenfeunde.
Puh, das musste ich jetzt nach 2/3 abbrechen, weil es einfach nicht besser wurde. Dabei fand ich das Gartensetting total schön. Aber Lu war einfach nervtötend und kein bisschen sympathisch. Das Buch liest sich wie ein Sachbuch, das in Romanform gepresst worden ist. Vielleicht habe ich auch das Problem, dass ich schon lange um alle diese Probleme weiß und fast verzweifle an der Ignoranz der meisten Menschen, und Lu ist das absolute Stereotyp eines solchen Menschen... "Fünf am Meer" fand ich total schön, aber dieses Buch... schade!