Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen ...
Ich mag die Bücher von Kristina Günak. Eigentlich kann man sich schon darauf verlassen, dass man eine schöne Geschichte zu lesen bekommt. Es sind Wohlfühlbücher. Und auch dieses Buch reiht sich da ein.
Hier geht es um Luisa, alleinerziehende Mutter einer achtjährigen Tochter. Luisa arbeitet als Hebamme und braucht nun dringend eine Auszeit. Ihr Rücken macht ihr große Probleme. Sie reist mit Tochter Amelie an die Nordsee zu ihrer Tante.
Sie lernt neue Leute kennen, gewinnt Freundinnen, verliebt sich, kann endlich ihre Vergangenheit aufarbeiten, und auch Tochter Amelie blüht sichtlich auf.
Das alles ist schön zu lesen, einfach zum Wohlfühlen halt. Ich mochte das Buch sehr!
Obwohl das "kaputte Herz" titelgebend ist, spielen die amourösen Verwicklungen der Protagonistin nur eine Nebenrolle. Hauptsächlich geht es in diesem neuesten Buch von Kristina Günak um Frauen - vorwiegend, aber nicht nur (alleinerziehende) Mütter - die unter der enormen "Mental Load" Last leiden, die ihnen in ihrer Rolle aufgebürdet wird. Doch nicht nur, dass sie für alles im Familienhaushalt verantwortlich sind. Dadurch bedingt gehen sie weniger arbeiten, werden finanziell vom Mann abhängig und haben spätestens in der Pension nur sehr wenig Geld zur Verfügung, was nicht selten in Altersarmut endet.
Dass all das mal in so einem Frauenroman thematisiert wurde, finde ich wunderbar. Auch wenn die Leserschaft in diesem Fall das alles schon weiß, und sie auch nicht diejenigen sind, die was daran ändern können. Aber es ist ein Anfang.
Ansonsten geht es auch noch um Frauenfreundschaften, Zusammenhalt, Solidarität, alte Familienprobleme und Neuanfänge. Und um das alte Sprichwort "Es braucht ein Dorf, um ein Kind aufzuziehen". Warum Luisa allerdings soo lange gebraucht hat, um eine Lösung für ihren 'Knoten im Magen' zu finden. Es lag doch so offensichtlich auf der Hand...
Kaputte Herzen kann man kleben ist mein zweiter Roman von Kristina Günak, der mir wie bereits der erste richtig gut gefallen hat.
Ich finde diesen besonderen Schreibstil zwischen absoluter Wohlfühlatmosphäre, Spaß und Ernsthaftigkeit sehr gelungen und fühle mich damit sehr wohl. In dieser Geschichte werden die Themen Liebe, Überforderung im privaten und beruflichen Bereich für Mütter bzw. Alleinerziehende, Schuldgefühle und Freundschaft behandelt und perfekt in eine runde Geschichte gepackt. Die Geschichte ist nur so dahingeflogen und das tolle Setting an der Nordsee in St. Peter Ording hat mir richtig gut gefallen, da ich dort bereits einige Urlaube verbracht habe und genau wie Luisa die beruhigende Wirkung des Meeres und die weite der Strände genieße. Die Charaktere waren mir alle von Anfang an sympathisch und ich konnte mich jederzeit mit den Problemen des jeweiligen identifizieren. Von Anfang an war eigentlich klar, dass das Leben von Luisa und Amelie ihrer Tochter sich ändern muss bzw. ändern wird, da sie so in ihrem Hamsterrad nicht mehr weitermachen konnte. Besonders toll fand ich auch, dass die Freundinnen Hase, Suse, Wibo und Steffi sie in ihrer "Therapiegruppe" aufgenommen haben und versucht haben ihr zu helfen und das Geben und Nehmen in dieser Gruppe selbstverständlich war, was Luisa bisher in München so nicht erfahren konnte. Keiner der Charakter war frei von Fehlern und dies wurde besonders an ihrer Tante Mimi deutlich, die in der Vergangenheit Fehler begangen hat und diese nun aber bereut und wieder gut machen möchte. Auf dem Rosenhof haben Luisa und Amelie viel erlebt und auch emotional einiges meistern müssen, aber wie heißt es so schön: am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. Bereits beim ersten Auftauchen von Tom, war mir klar, dass es zwischen ihm und Luisa funktionieren könnte. Das auch er einiges erleben musste und sein Päckchen zu tragen hat, bringt beide nur näher zusammen.
Auch wenn von vornherein eigentlich klar war, worauf die Geschichte hinausläuft, hat sie mich doch richtig gut unterhalten und mit auf den Weg gegeben, dass es immer einen Weg gibt, auch wenn es noch so ausweglos scheint. Und das A und O dabei Freunde und Familie ist, auf die man sich verlassen kann.
Ich liebe die Bücher von Kristina Günak und habe mich sehr gefreut, ihr neuestes Werk in den Händen zu halten.
Hebamme Luisa braucht eine Auszeit von ihrem stressigen Leben als Hebamme und alleinerziehende Mutter. Tante Mimi holt Luisa samt Tochter zu sich nach St. Peter-Ording um abzuschalten, aufzutanken und wieder Halt zu finden. Während dieser Auszeit trifft Luisa auf alte und neue Bekannte. Am Strand lernt sie einen Mädelclub kennen und auch lieben. Außerdem wird sie von Mimi in die Physiotherapie Praxis von Tom geschickt.
Kristina Günak greift hier eine sehr wichtige Problematik auf. Es wird sehr deutlich vor welchen großen Herausforderungen Hebammen heute stehen, obwohl sie so wichtig sind. Auch die Themen im Mädelclub haben mir regelrecht aus der Seele gesprochen. Es fühlte sich beim lesen einfach richtig gut an.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Kristinas toller, flüssiger Schreibstil hat mich aufs Neue begeistert und überzeugt. Die Geschichte ist unterhaltsam und besticht mit einem sonnigen Setting, so dass ich mich richtig wohl gefühlt habe. Von mir 5 Sterne für dieses schöne Buch.
In " Kaputte Herzen kann man kleben " ist die alleinerziehende Luisa nach einem traumatischen Ereignis bei ihrer ansonsten geliebten Arbeit am Rand des erträglichen angelangt und ihre immer stärker werdenden Rückenbeschwerden lassen Luisa die Notbremse ziehen. So reist Luisa mit ihrer achtjährigen Tochter Amelie zu ihrer Tante Mimi auf den Rosenhof nach St. Peter Ording, um dort endlich wieder zu sich zu finden. Doch zunächst muss Luisa alte und neue Lasten aus ihrem Leben aufarbeiten, denn da liegt das ein oder andere im Argen. Als Luisa am Strand auf eine kleine Frauengruppe trifft und diese Luisa kurzerhand unter ihre Fittiche nehmen, merkt Luisa was ihr im Leben fehlt: Freundinnen die zueinander halten und sich gegenseitig unterstützen. Zudem tritt Tom in Luisas Leben und auch wenn sie ihn zunächst als einen Aufreißer hält, erkennt sie schnell, dass auch hinter Tom mehr steckt als gedacht und das sie sich zueinander hingezogen fühlen. Kann Luisa endlich wieder zu sich selbst finden und ihren Beruf wieder zu ihrer Berufung machen? Und wie geht es für Luisa und Tom weiter, haben sie evtl eine gemeinsame Zukunft? Die Story lässt sich leicht und flüssig lesen, bleibt dabei abwechslungsreich sowie spannungsgeladen. Man darf mit Luisa, Tom und den Rosenhofbewohnern mitfiebern und die verschiedesten Emotionen erleben. Es gibt einiges zum schmunzeln bis herzhaft zu lachen, so manche mitfühlende Momente und das ein oder andere Tränchen zu vergießen. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, da ich wissen wollte, ob Luisa ihr Leben neu ausrichtete und ob es für sie und Tom ein Happy End gab. Das Buch bekommt von mir eine Lese / Kaufempfehlung und 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ Sterne.
Luisa ist für einige Wochen krank geschrieben. Um sich zu erholen, fährt die Alleinerziehende mit ihrer Tochter zu ihrer Tante an die Nordsee und lässt den stressigen Alltag in München für einige Zeit hinter sich. Mithilfe eines geschickten Physiotherapeuten und neuen Bekanntschaften versucht sie, wieder auf die Beine zu kommen…
Ich habe bereits zwei Bücher von Kristina Günak gelesen, die ich sehr mochte. Auch diesmal gefällt mir der lockere, bildhafte Schreibstil wieder richtig gut. Und auch die Geschichte kann überzeugen.
Die 45-jährige Luisa, die als Ich-Erzählerin auftritt, arbeitet als Hebamme in München. Der Berufsalltag in einer Klinik ist anstrengend und lässt ihr nicht die Zeit, die sie gern für jede einzelne zu betreuende Familie zur Verfügung hätte. Der Stress im Job, die Verantwortung für ihre 8-jährige Tochter, bei der es in der Schule nicht so rund läuft, und die große Belastung, die das teure Leben in München mit sich bringt, haben Luisa körperlich und seelisch ausgelaugt. Doch kaum unterwegs, quält sie schon wieder der Gedanke, dass sie in wenigen Wochen wieder fit sein muss und ihr Leben wieder besser geregelt bekommen will. Von der Großstadt kommen die zwei ins beschauliche St. Peter-Ording, wo sie vorübergehend zur Luisas Tante auf einen Bauernhof ziehen. Das Dorfleben kann beide ein wenig entschleunigen, vertreibt die Sorgen aber natürlich nicht. Allerdings lernen sowohl Luisa als auch Amelie dort Menschen kennen, die bei beiden ganz unterschiedliche Wünsche zutage fördern. Ich mochte die Gemeinschaft, in der die beiden dort aufgenommen werden, und den dargestellten Zusammenhalt. Es gibt sehr verschiedene, sympathische Nebenfiguren, die teilweise eigene Probleme mitbringen. Dabei verzichtet die Geschichte überwiegend auf unnötiges Drama. Die Handlung zieht ruhig und gleichmäßig vor sich hin, ohne große Aufregung aber auch ohne langweilig zu werden. Die ruhige Atmosphäre ist angenehm, auch wenn die Stimmung insgesamt durchweg recht nachdenklich und bedrückt ist.
Luisas Sorgen sind nachvollziehbar dargestellt: Kind, Vollzeitjob, abwesender Vater, der nicht regelmäßig Geld zahlt, Haushalt, Hausaufgaben… und jede Menge Erwartungen von allen Seiten, die sie unbedingt erfüllen möchte, denen sie aber nie gerecht werden kann. Ein Ausweg scheint nicht in Sicht. In St. Peter-Ording lernt Luisa, nicht immer perfekt sein zu müssen, doch sie kann auch nur schwer aus ihrer Haut. Sie macht eine sehr langsame Entwicklung durch, wobei ich ihr Festhalten an alten Mustern nicht immer verstehen konnte. Sie ist sehr verbohrt und will die sich ihr bietenden Lösungen nicht sehen. Auch kam mir der entscheidende Sinneswandel am Ende ein wenig zu schnell.
So anschaulich die Sorgen der alleinerziehenden Mutter geschildert werden, gibt es in Luisas neuem Umfeld allerdings allerlei verschiedene Familienmodelle. Und es wird deutlich: Sorgen und Belastungen tragen nicht nur Frauen und Mütter, auch wenn die hauptsächliche Care-Arbeit immer noch überwiegend in weiblicher Hand liegt. Dass das Buch – trotz allem Verständnis für Luisas Lage – auch die Gegenposition aufzeigt, fand ich gut und richtig. Es gibt halt nicht nur schwarz und weiß…
Auch die Schwierigkeiten, die der Beruf der Hebammen mit sich bringt (Versicherungen/ Kosten), werden aufgezeigt und damit auch Schwächen des deutschen Gesundheitssystems angeprangert.
Die Liebesgeschichte ist angenehm in die Handlung eingewoben. Sie nimmt nicht zu viel Raum ein, wobei ich mir manchmal durchaus ein paar mehr Details gewünscht hätte. Auch das Ende empfand ich als ein wenig zu abrupt.
Fazit
Angenehmer Schreibstil und tolle Figuren. Unaufgeregt wird Luisas (manchmal zu) zaghafte Veränderung geschildert: Krank und gestresst kommt sie von München an die Nordsee und muss sich über einige Dinge in ihrem Leben klar werden. Dabei gibt es viele ernste Momente und wichtige Gedanken: über hohe Erwartungen und eigene Anspräche. Über Perfektionismus und die Entscheidung, sich dem Erwartungsdruck zu verweigern. Über das, was jeder für sich als wichtig erachtet. Wann Druck gut ist und wann etwas mehr Gelassenheit helfen kann…
Nette Unterhaltung mit etwas anstrengender Hauptfigur
„Und da waren wir nun. Amelie und Luisa Haselnuss aus München auf dem Weg nach St. Peter-Ording. Eine Mini-Kleinfamilie, verloren im Leben. Also ich war verloren, mein Kind zum Glück nicht, weil es ja mich gab, mit genau vier Euro siebzig in der Tasche und dem seltsam wattigen Gefühl, dass mein Leben sich nun ändern würde - ändern musste, denn so konnte es nicht weitergehen.“
Luisa arbeitet in München als Hebamme. Als ihr die Belastungen des Berufs und der Alltags als Alleinerziehende zu viel werden, nimmt sie gemeinsam mit Tochter Amelie eine dringend nötige Auszeit und fährt zu ihrer Tante Mimi nach Sankt Peter Ording. Den ganzen Stress hinter sich zu lassen, entpuppt sich allerdings als große Herausforderung. Seit dem Tod von Luisas Mutter haben Mimi und Luisa Probleme miteinander. Hinzu kommt, dass Luisa unter ständigen Rückenschmerzen leidet. Ob der attraktive Osteopath Tom und die unkonventionelle Strandfrauengruppe Luisa helfen können?
Kristina Günak schreibt flüssig, unkompliziert und humorvoll aus Luisas Sicht in der ersten Person. Ihr eingängiger Sprachstil lässt sich angenehm leicht lesen.
Hauptfigur Luisa steht ständig unter Strom. Sie setzt sich selbst unter Druck, wird ihren eigenen ��berzogenen Erwartungen nicht gerecht, weder im Beruf noch als Mutter. Für ihre Patientinnen hat sie zu wenig Zeit und den Vergleich mit anderen perfekten Vollzeit-Müttern glaubt sie, nicht bestehen zu können. Leider hatte ich meine Schwierigkeiten mit Luisa. Die sensible Frau tat mir sehr leid, aber sympathisch war sie mir nicht. Ich konnte Luisa und ihren Kummer gut nachvollziehen, empfand sie als Person aber als zu verkrampft, manchmal weinerlich und irgendwie anstrengend. Einige andere Figuren wie ihre neuen Freundinnen aus Sankt Peter wirken dagegen recht erfrischend, auch wenn sie nicht besonders differenziert dargestellt werden. Tom kommt für mich zu blass und brav rüber, ihm fehlen die Ecken und Kanten.
Findet Luisa Ruhe und schafft sie es, sich von ihren überzogenen Ansprüchen zu lösen? In Sankt Peter Ording trifft sie viele Menschen, die ihr zeigen, dass man auch mal Fünfe gerade sein lassen muss und dass sie nicht allein ist. Gut gefallen hat mir, dass der Roman darauf hinweist, wie schwierig die aktuelle berufliche Situation für Hebammen in Deutschland ist. Ein Problem, dem dringend mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Außerdem wird sehr deutlich, wie schwer es Mütter, vor allem Alleinerziehende haben und dass es notwendig ist, sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass man alles alleine schaffen muss. Luisas neue Bekannte Steffi drückt es im Buch folgendermaßen aus „Alleine geht das nicht. Das mit der Kinderaufzucht. Man braucht ein Dorf, besser eine Stadt.“ Auch Steffis sonstige Gedanken zur Kindererziehung machen Spaß: „Natürlich sind wir keine gute Mütter! Wir sind die besten Mütter der Welt. Ich möchte nicht, dass meine Tochter lernt, dass man perfekt sein muss. Und das kann ich ihr perfekt beibringen.“ Die Geschichte ist insgesamt unterhaltsam und nett, leider enthält sie aber auch allerhand Klischees. Perfekte Mütter, die die vegane Bio-Ernährung bevorzugen, werden beispielsweise immer wieder als Feindbild gesehen. Mit großen Überraschungen wartet die recht vorhersehbare Handlung nicht auf. Ein Eskapismus-Roman mit Nordseeflair, leichte Unterhaltung mit kleinen Schwächen, gut geeignet als Urlaubslektüre.
Nach einem traumatischen Erlebnis in ihrem Beruf als Hebamme wird Louisa krank geschrieben und nimmt sich mit ihrer Tochter Amelie eine Auszeit bei Mimi, ihrer Tante, in St. Peter-Ording. Ich hatte eine eher typische Sommerlektüre mit romantischem Einschlag erwartet, dieses Buch ist für mich aber so viel mehr als das!
Achtung, diese Rezension kann Spoiler enthalten!
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da es sich alleine schon vom Klappentext her anders angehört hat als die Geschichten, die ich sonst lese. Normalerweise bin ich nämlich eher im Bereich New Adult/Jugendbücher unterwegs und dort sind die Hauptcharaktere meist Studenten und haben selten Kinder. Da ich aber seit einigen Monaten selbst Mutter bin, konnte ich mich mit den Schilderungen und Alltagsproblemen von Louisa sehr gut identifizieren. Besonders gerne mochte ich die Frauengruppe, in die sie hineingerät, denn die Unterhaltungen waren immer sehr amüsant und ich hätte am liebsten mit ihnen dort am Strand gesessen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und hat mich direkt am Anfang super in die Geschichte eintauchen lassen. Ich finde es toll, wie sie die Tiere auf dem Hof für mich so lebendig hat werden lassen und auch die Namen haben mich des öfteren schmunzeln lassen.
In dieser Geschichte geht es viel um das Thema „loslassen“ und eben nicht immer perfekt sein zu müssen. Da trifft die Autorin bei mir genau ins Schwarze, da ich selbst auch immer sehr hohe Ansprüche an mich stelle und mir damit enorm viel Druck mache.
Die Nebencharaktere mochte ich in diesem Buch fast noch mehr, als die eigentliche Hauptperson Louisa, da diese für mich ziemlich einzigartig waren und eben nicht 0815. Die Stimmung, die kreiert wurde, war wundervoll und ich hatte oft das Gefühl, selber am Meer zu sein.
Es wird hier oft von einem Wohlfühlbuch gesprochen, was ich aber nur teilweise bestätigen kann. Für mich war das Thema Burnout und psychische Überlastung sehr präsent und auch das wichtige Anliegen der Autorin auf die Missstände im Gesundheitssystem hinzuweisen, hat dieser Geschichte eine Ernsthaftigkeit verliehen. Durch Schwangerschaft und Geburt habe ich selber miterlebt, wie unterbesetzt die Krankenhäuser auf den Geburtsstationen sind und wie wenig Hebammen es auf dem Land nur noch gibt, habe ich bei meiner Suche selbst gemerkt. Großes Lob an Kristina Günak für die Thematisierung in diesem Buch, wir sollten Geburt und Wochenbett tatsächlich in unserer Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit und Wert zugestehen!
Nun zu meinem Kritikpunkt, der für mich begründet, warum es kein 5-Sterne-Buch geworden ist: Für mich war schon relativ schnell klar, was die Lösung für Louisas Problem sein könnte und ich habe nicht verstanden, warum sie sich so lange dagegen gesträubt hat. Es war wirklich offensichtlich, dass ihr das Leben in München nicht gut tut und für mich kam ihre Einsicht einfach deutlich zu spät. Außerdem: Wenn man eine ausschweifende Lovestory erwartet, ist man hier definitiv falsch! Im Vordergrund steht die persönliche Entwicklung der Hauptfigur und die Liebesgeschichte ist nur ein Teil des Ganzen, was mich aber nicht gestört hat.
Ansonsten kann ich dieses Buch sehr empfehlen, besonders allen Mamas! Ihr seid tolle Mütter, auch wenn nicht immer alles perfekt ist, das muss ich selber zwar auch noch lernen, aber das Buch gibt da auf jeden Fall einen Denkanstoß. ;-)
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viele Emotionen, Humor, Tiefgründigkeit, Urlaubsfeeling - einfach ein gute-Laune-Roman
Die gestresste Hebamme Luisa hält es nicht mehr in München aus, deshalb fährt sie mit ihrer Tochter Amelie zu ihrer exzentrischen Tante Mimi nach St. Peter-Ording, um einmal abzuschalten und hoffentlich auch ihre Rückenprobleme beheben zu können. Der attraktive Physiotherapeut Tom schafft es, nicht nur ihre Rückenschmerzen zu therapieren; Amelie taut am Hof ihrer Tante auf; und dann sind da noch die Frauen vom Strand, die aus dem perfekt-sein-wollen ausgestiegen sind...
Meine Meinung: Dieses Buch ist ein richtiges Wohlfühlbuch! Ich hatte schon Bücher gelesen, auf denen dies bzw. "Glücksroman" draufstand, aber diese Geschichte ist eine der wenigen, die diese Bezeichnungen auch wirklich verdient hat! Der Schreibstil ist so lebendig, man fühlt direkt mit Luisa mit. Dass Luisa der Rücken so weh tut, wundert mich nicht. Das ist ein Anzeichen für ihre seelischen Belastungen und ihre Verzweiflung und Wut: alleinerziehend, der Kindsvater überweist das bisschen Unterhalt fast nie und kümmert sich auch nicht um sein Kind, und dann noch die hohen Anforderungen der "Mütter-Mafia" aus Amelies Schule - schon allein, als ihre Münchner "Freundin" anrief und nur herumkommandierte, aber mit keinem Wort nach ihrem Befinden fragte, zeigt ja schon alles. Ich wäre auch mega-wütend gewesen. Und dann der undankbare unterbezahlte und extrem stressige Hebammen-Job im Krankenhaus...
Die Beschreibungen von St. Peter-Ording sind so anschaulich, dass ich mir alles im Kopf ganz genau vorstellen kann - ich liebe einfach diese Atmosphäre am Meer und habe das Gefühl, durch das Buch dort Urlaub zu machen. Alle handelnden Personen, so unterschiedlich sie sind, schließt man auf die eine oder andere Art ins Herz, vielleicht weil sie so aus dem Leben gegriffen und realistisch gestaltet sind und sich weiterentwickeln. Der Zusammenhalt der Einwohner und wie sie Luisa als Fremde in ihrer Runde aufnehmen, fand ich sehr berührend.
Das Buch verpackt tiefgründige Themen (Hebammenberuf; Familie und Verlust von Familienangehörigen; alleinerziehende Eltern/Pflege/Fürsorge, gesellschaftliche Erwartungen bzw. Über-Muttis und daraus resultierend Mental Load sowie physische Schmerzen) in einer humorvollen Geschichte. Und auch die Emotionen kommen nicht zu kurz - nicht nur in Sachen Freundschaft, Liebe und Romantik, sondern auch bei der Ponyfohlen-Geburt und natürlich, als Luisa einer Frau im Sturm, als kein Arzt kommen konnte, bei der Geburt ihres Kindes beigestanden hat.
Der Ausgang der Geschichte war zwar abzusehen, aber es war einfach soo schön zu lesen und genau dieses (rundum abgeschlossene und herzerwärmende) Happy-End hat die Geschichte gebraucht :D
Fazit: Eine äußerst unterhaltsame Geschichte mit Tiefenwirkung, die einen über sein eigenes Leben reflektieren lässt und gleichzeitig sehr humorvolle Urlaubsstimmung bringt. Ein richtig toller Glücksroman.
Luisa, die als alleinerziehende Mutter mit Ihrer Tochter Amelie in München lebt, hat schwer mit ihrem Alltag zu kämpfen. Dies macht sich durch besonders schwere Rückenschmerzen bemerkbar. Sie braucht dringend eine Auszeit, und da sie wegen ihrem Rückenleiden krangeschrieben ist, fährt sie mit ihrer Tochter zurück in ihre Heimat nach St. Peter Ording. Hier bei ihrer exzentrischen Tante erhofft sie sich ein wenig Erholung und vor allem eine Milderung ihrer Schmerzen. Eher unverhofft trifft sie auf eine kleine Gruppe Frauen, die sich regelmäßig treffen, um ihrem Alltag und den entsprechenden Sorgen zu fliehen. Doch auch in St. Peter Ording stellt das Leben Luisa vor neue Herausforderungen.
Der neue Roman von Kristina Günak ist kein typischer Liebesroman. Wer das erwartet wird enttäuscht. Es geht vielmehr darum, sich dem Alltag zu stellen und das der Mensch (in diesem Fall hier Luisa) es nicht leicht hat, alles unter einen Hut zu bekommen. Der Tag hat nun einmal „nur“ 24 Stunden, da kann Mann/Frau nicht immer alles allein schaffen. Luisa scheint mit ihrem Leben als alleinerziehende Mutter manchmal überfordert, was sich in körperlichen Schmerzen wiederspiegelt. Die Angst zu versagen, oder als schlechte Mutter dargestellt zu werden, verbietet Ihr gerade dazu nach Hilfe zu fragen. Es steht außer Frage, dass sie ihre Tochter über alles liebt und alles für sie tun würde. Wie ein afrikanisches Sprichwort schon sagt, welches auch in diesem Buch zitiert wird, „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“. Kristina Günak zeigt sehr deutlich, dass es vollkommen OK ist, nicht alles allein geschafft zu bekommen. Es ist vollkommen in Ordnung, Hilfe von außen zu erhalten, und dass man durchaus darum bitten kann.
Es ist kein leichtes, lustiges Buch, was vor Romantik überläuft, aber es ist in meinen Augen dennoch ein gutes Buch. Der flüssige Schreibstil der Autorin, das schöne Setting in St. Peter Ording, oder auch die eine oder andere humorvolle Alltagssituation machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen. Jammert die Hauptprotagonistin über ihr Leben? Ja, aber sie findet auch ihren eigenen Weg zurück zum Glück.
Der Roman hat mich gut unterhalten.
Vielen Dank an den Lübbe Verlag und Net Galley zur Verfügungsstellung eines Rezensionsexemplars. Dies hat in keinster Weise meine Meinung beeinflusst.
Inhalt Luisa ist Hebamme, alleinerziehend und am Ende ihrer Kräfte. Als sie schließlich krank geschrieben wird, weil die Belastung einfach zu viel wurde, beschließt sie ihre Tante in St. Peter-Ording zu besuchen. Früher hatte sie hier regelmäßig Zeit verbracht, doch nach einem Streit mit ihrer Tante hatte sie diese nun schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen. Zusammen mit ihrer Tochter macht sie sich auf den Weg in den Norden Deutschlands. Luisas Tochter Amelie ist sofort begeistert von Tante Mimi und ihren Tieren und auch Luisa kann nach kurzer Zeit endlich etwas loslassen. Sie lernt eine Gruppe junger Mütter kennen, die das Leben nicht zu ernst nehmen und wie es der Zufall so will, kommt sie dann auch noch ihrem Physiotherapeuten Tom näher. Doch schon bald wird es Zeit für die Heimreise und es stellt sich die Frage, wie es dann weitergehen soll.
Meinung Ich habe das Hörbuch zu "Kaputte Herzen kann man kleben" durch Zufall bei Bookbeat entdeckt. Weder Buchtitel noch Autorin waren mir bekannt, aber die Kurzbeschreibung konnte mich überzeugen. Von Minute zu Minute wurde ich mehr in den Bann der Geschichte gezogen, fühlte immer mehr mit Luisa, der Hauptperson der Geschichte mit.
Besonders sympathisch fand ich in der Geschichte den Umgang mit dem Thema "Kinder kriegen/haben". Ein Thema, das mich besonders beschäftigt, seid ich vor 9 Monaten selbst Mama geworden bin. Es wird ehrlich davon berichtet, dass es manchmal ganz schön anstrengend und herausfordernd sein kann als Mutter, besonders natürlich als alleinerziehende. Dass es aber auch wunderschön ist, ein Kind zu haben und welches Glück es bedeutet, wenn es gesund und fröhlich durch die Welt geht. Besonders im Vergleich mit einem anderen Buch, das ich parallel zu dieser Geschichte gelesen habe, muss ich sagen, dass Kristina Günak aus meiner Sicht die Situation und die Gefühle sehr authentisch beschreibt und für mich die Geschichte dadurch schon einige Pluspunkte gesammelt hat.
Natürlich ist der Verlauf der Story nicht komplett neu und unvorhersehbar, aber im Gegensatz zu manch anderem Liebesroman ist diese Geschichte überhaupt nicht kitschig, sondern unterhaltsam, gefühlvoll und witzig.
Fazit Ich habe das Hörbuch sehr genossen und mir direkt ein weiteres Buch von Kristina Günak auf meinen Kindle geholt.
Mein drittes Hörbuch in Folge von Kristina Günak mit derselben Sprecherin. Alles in allem wieder eine solide Geschichte - grundlegend gut geschrieben und gesprochen.
Es hat mir gefallen, dass die schwierige Situation von Hebammen beleuchtet wird. Ein wichtiges Thema, über dass man nur selten etwas hört.
Kurz habe ich auch gehofft, dass es in diesem Roman ohne Love Interest abläuft. Wäre mal eine interessante Änderung zu den anderen Romanen der Autorin.
Leider gibt es einige Dinge, die mich an der Geschichte und vor allem an der Hauptfigur stören.
Mehrmals im Laufe der Geschichte, wird sich beklagt, wie schlecht Frauen es doch haben. Eine Nebenfigur würde nach Elternzeit gerne wieder arbeiten. Allerdings bekommt ihr Mann von der Firma es nicht genehmigt, die Stunden zu reduzieren. Zum einen beklagt die Frau wie unfair das ihr gegenüber ist. Kein Gedanke daran, wie es ihrem Mann damit geht. Zum anderen will sie arbeiten, weil das Geld nicht reicht. Da wäre es kontraproduktiv, wenn der Mann die Stunden reduziert. Er müsste eher schauen, ob er seine Stunden anders verteilen kann.
An einer Stelle sagt die Hauptfigur „Frauen verstehen das sofort. Männer nie.“ Als der Love Interest daraufhin erklärt, dass er das Problem sehr wohl kennt „Dann bist Du die eine Person mit Penis, die es versteht.“ - Sexismus pur.
Sie beklagt sich immer wieder über ihren Ex. Den Vater ihres Tochter. Er bittet um ein Gespräch mit der Tochter. Sie verspricht es mit der Tochter zu klären und sich zu melden. Spricht es bei der Tochter aber nie an und ghostet ihren Ex, als er mehrfach nachfragt.
Absolut kein Fehler Bewusstsein auf ihrer Seite. Immer sind die anderen Schuld.
Und wie ich es heraushöre, hatte ihr Ex ein Problem damit, sich nach der Geburt in die Rolle als Vater reinzufinden. Ein vermutlich nicht sehr ungewöhnliches Problem. Als Mann bekommt man die Schwangerschaft nur aus zweiter Hand mit. Als Hebamme sollte sie das wissen. Nicht nur die Mutter braucht Unterstützung sondern auch der Vater. Aber nein - er war ein schlechter Vater. Punkt aus.
Insgesamt also muss ich sagen, dass Buch hat seine guten Seiten, aber auch viel Schatten. Positiv: Blick auf Hebammen, Blick darauf, wie wichtig Freundeskreise sind. „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Negativ: Die Einstellung der Hauptfigur, viel Gejammer
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Luisa Haselnuss ist alleinerziehende Mama und arbeitet als Hebamme mit viel Herzblut. Doch nun lastet ein dunkles Ereignis schwer auf ihrer Seele. Sie stellt ihr gesamtes zukünftiges Leben in Frage und somit auch das ihrer achtjährigen Tochter Amelie. Glücklicherweise erkennt ihre Tante Mimi am Telefon den Ernst der Lage und beordert die Nichte samt Großnichte zu sich nach St.-Peter-Ording. Luisa nimmt Amelie ein paar Tage vor Sommer-Ferienbeginn aus der Schule und macht sich auf die lange Bahnfahrt von München an die Nordsee. Zunehmend fällt ihr jeder Schritt schwerer, denn die Last liegt ihr bleiern auf ihrem Rücken und verursacht heftige Schmerzen. Für Luisa und Amelie geht es nun erst einmal in den Sommer und vielleicht sogar in ein völlig neues Leben.
Trotz der für die Protagonistin Luisa zunächst einmal äußerst anstrengenden Situation schafft die Autorin es, dass eine gewisse Leichtigkeit in der Atmosphäre überwiegt. Sie bringt durch ihren wohl dosierten Schreibfluss und das gewählte Tempo in der Geschichte eine schöne Lebendigkeit in ihren Roman. Das Lesen fällt mir dadurch sehr leicht, denn die gewählte Sprache ist frisch und modern. Der Schreibstil lässt mich schnell in dem Buch ankommen, die Figuren sind lebensecht und tief in ihren Eigenschaften erkennbar. Da ist die Tante Mimi, die resolut aber herzlich ihren Hof führt und da ist ein achtjähriges Mädchen, nämlich Amelie, das trotz ihres jungen Alters, Situationen fabelhaft einschätzen kann und das prächtig reagiert. Durch die grundweg positiven Eigenschaften kann ich gleich mitfiebern für Luisa und Co. Das Nordsee-Flair erfasst mich und ist wirklich wundervoll beschrieben. Gefühle und Herz kommen natürlich nicht zu kurz und Luisa blüht durch das Interesse der Männerwelt wieder auf, auch nach ihren zuvor erlebten Enttäuschungen.
Fraglos vergebe ich hier fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle den Roman uneingeschränkt weiter. Ich wünsche dem Buch enorm viele Leser und Leserinnen, denn es verdient ein großes Publikum. Ich persönlich wurde ausgezeichnet unterhalten; ein Roman, bei dem das Lesen große, fabelhafte Unterhaltung bietet, gerade Recht für einen herrlichen Sommer.
Mein Urlaub ist gefühlt noch ewig hin und neben der Autorin hat mich die Aussicht auf einen Ausflug mit dieser Geschichte nach Sankt Peter-Ording besonders gereizt bei diesem Buch zuzugreifen. Und so hatte ich tatsächlich zumindest in meiner Fantasie die Gelegenheit mir die Meeresluft um die Nase wehen zu lassen. KAPUTTE HERZEN KANN MAN KLEBEN von KRISTINA GÜNAK ist GROßARTIG! Liebe Leute, ES LOHNT SICH SEHR! LUISA ist alleinerziehend, Hebamme, gestresst und krankgeschrieben. TOM, Osteopath, soll zumindest die körperlichen Probleme von LUISA wieder in Ordnung bringen. Die beiden sind SUPER SYMPATHISCH und auch sämtliche NEBENCHARAKTERE sind einfach große Klasse. Ich liebe LUISAS neue Freundinnen und die klare Botschaft, die sie vermitteln und auch TANTE MIMI gefällt mir ausnehmend gut. ALLE PROTAGONISTEN sind SEHR BILDLICH, DETAILLIERT und AUTHENTISCH dargestellt. Die CHARAKTERE insgesamt sind nicht mehr im Collegealter und das Buch kommt ohne ordentliche Beziehungsdramen aus, verzichtet aber nicht komplett auf Konflikte. Die Geschichte ist absolut nicht langweilig. KRISTINA GÜNAK bringt so viele Dinge genau auf den Punkt! Der SCHREIBSTIL von KRISTINA GÜNAK ist HUMORVOLL, SEHR UNTERHALTSAM und dennoch ERNSTHAFT. Schon der Einstieg ist ABSOLUT KLASSE, ich habe von Beginn an viel gelacht und die Autorin hatte mich schon auf den ersten Seiten. Das Buch ist schnell gelesen, man fliegt nur so durch die Seiten und möchte unbedingt wissen wie es weitergeht, WIRKLICH KURZWEILIG. Ich konnte die neue Geschichte der Autorin NICHT AUS DER HAND LEGEN. Außerdem ist KAPUTTE HERZEN KANN MAN KLEBEN hervorragend recherchiert, das Buch macht bestehende Missstände sehr sichtbar. KAPUTTE HERZEN KANN MAN KLEBEN ist ein Buch ZUM WOHLFÜHLEN. KRISTINA GÜNAK hat mir wirklich tolle Lesestunden bereitet. Eine MEISTERLICH geschriebene Geschichte, die SEHR, SEHR VIEL SPAß macht. MICH hat sie absolut begeistert. Also nochmal: ES LOHNT SICH! Von mir bekommt KAPUTTE HERZEN KANN MAN KLEBEN von KRISTINA GÜNAK ganz klare und eindeutige 5 von 5 STERNEN, ein ABSOLUTES HERZENSBUCH mit einer TOLLEN BOTSCHAFT.
Louisa ist alleinerziehend und als Hebamme im Dauerstress. Ihr Rücken zwingt sie zu einer Auszeit. Gemeinsam mit ihrer Tochter fährt sie zu ihrer Tante an die Nordsee. 8 Wochen Pause von allem Stress. Tom der Osteopath soll ihren Rücken wieder auf Vordermann bringen. Auch er hat private Probleme über die er nicht spricht. Es ist ein Liebesroman und noch viel mehr. Die Autorin hat viele Probleme angesprochen, die alle Frauen wie Männer aus eigener Anschauung kennen. Die Überforderung von Alleinerziehenden die gleichzeitig Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen. Die Situation der Hebammen in Deutschland, mehr Geburten aber weniger Hebammen, weniger Zeit für eine Geburt, bei selbstständigen Hebammen die hohen Kosten die die Fallpauschalen fast auffressen. Helikopter Mütter die alles besser wissen und auch können die weder den Vätern etwas zutrauen noch die Leistungen anderer Mütter anerkennen. Insgesamt ist unsere Gesellschaft auf Kriegsfuß mit arbeitenden Müttern. Sie sollen Kinder, Mann und Haushalt optimal versorgen, im Beruf erfolgreich sein, gut aussehen und immer Up to date sein. Neuestes Beispiel ist die Grünen Politikerin. Erste Frage war Wie will sie es machen als Mutter von zwei kleinen Töchtern Kanzlerin zu werden. Bei einem Mann wird diese Frage nicht gestellt. Beispiel Joe Biden, der am Krankenbett seines Sohnes nach dem Unfalltod seiner Frau als Senator vereidigt wurde. Diese Aufforderung über diese Themen nach zudenken fand ich sehr gut verpackt. In einer spannenden Liebesgeschichte in Verbindung mit neuen Freundschaften kamen diese Fragen nicht trocken oder anklagend an sondern sie passten sehr gut zum Setting genauso wie die Gefühle und Gedanken der Nebenfiguren. Alle Personen waren sehr detailliert gezeichnet und kamen sehr sympathisch bei mir an. Selbst der nicht vorhandene Vater bekam einen freundlichen Touch den ich gut akzeptieren konnte. Es ist kein reiner Wohlfühlroman, eher ein entspannende Geschichte über die man nachdenkt.
Kaputte Herzen kann man kleben ist ein angenehm unterhaltsamer Roman für zwischendurch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Luisa auf ihrem Weg zu ihrem Glück zu begleiten.
Die Story beginnt im Zug, auf der Fahrt von München nach St. Peter Ording. Luisa ist überfordert von ihrem Leben. Sie wird sich, ihrer Tochter und auch ihrem Job als Hebamme nicht mehr gerecht und benötigt dringend eine Auszeit. Bei ihrer Tante Mimi auf dem Hof ist der perfekte Ort dafür, obwohl sie es am Anfang nicht richtig annehmen kann. Mit der Zeit taut sie auf und erkennt, dass das Leben auch lebenswert ist, wenn man nicht perfekt ist. Mit den richtigen Menschen um einen herum kann man sein Glück finden, wenn man sich darauf einlässt. Mir hat die Story und deren Verlauf sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Luisa berichtet aus ihrer Sicht von den Geschehnissen, sodass man einen hervorragenden Überblick über ihrer Gedanken und Gefühle bekommt.
Die Protagonisten sind alle sehr individuell und liebevoll beschrieben, lassen dem Leser aber genügend Freiraum für die eigenen Vorstellungen. Luisa ist eine strake Frau, die durch Stress und Überforderung aus der Bahn geworfen wurde. Da ist eine Auszeit an der Nordsee die beste Idee. Tante Mimi ist eine herzensgute Frau, die einen Bauernhof hat und sich liebevoll um alle kümmert. Tom ist der ortsansässige Chiropraktiker und mit seinen Zauberhänden schafft er Luisas Rückenschmerzen schnell Erleichterung...ob er sich auch in ihr Herz schleichen kann?
Das Cover gefällt mir gut und es passt auch zum Titel des Buches. Durch die Möwe und den Leuchtturm weiß man, dass das Buch am Wasser spielt und es schürt das Fernweh.
Fazit:
Kaputte Herzen kann man kleben hat mir von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut gefallen. Ich liebe die Story, die Protagonisten und die Botschaft, die sich dahinter verbirgt. Es ist ein schöner und angenehmer Liebesroman, den man so schnell nicht vergisst.
Luisas Leben geht gerade den Bach herunter. Ihre Arbeit als Hebamme erfüllt sie nicht mehr, ihr Rücken schmerzt so sehr, dass sie nicht mehr arbeiten kann und bei Amelie, ihrer Tochter, läuft die Schule auch alles andere rund. Als sie wegen Burnout krankgeschrieben wird, fährt sie mit ihrer Tochter zu Tante Mimi nach St. Peter Ording. Dort kann sie zu sich kommen, und über ihre Zukunft nachdenken. Doch bis sie das Angehen kann, müssen noch Missverständnisse geklärt werden und Luisa muss lernen auch mal andere machen zu lassen. Sie lernt die Mädels Wibo, Hase, Suse und Steffi kennen und merkt, wie gut es ihr tut Freundinnen zu haben, die für einen da sind. Und mit Tom, ihrem Osteopathen mit den magischen Händen, scheint auch mehr als nur eine Patientenbeziehung möglich.
Kristina Günak liefert mit diesem Buch einen perfekten Wohlfühlroman ab, der aber auch in die Tiefe geht. Die Anforderungen des Hebammenberufs, der Mutterschaft und die Probleme, die Frauen haben, wenn sie versuchen alles allein zu stemmen, sind große Themen. Ich denke fast jede Frau kennt das Gefühl fast alles selbst organisieren zu müssen und dabei auf der Strecke zu bleiben. Die Freundschaft der Frauen und ihre Art, sich gegenseitig zu unterstützen fand ich ganz großartig beschrieben. Und auch die Beziehung zu Tom und wie sie sich entwickelt, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Da treffen zwei Erwachsene aufeinander und verhalten sich auch so, wie man es von Menschen ihres Alters erwartet. Schön auch das Umfeld, Tante Mimi, die im späten Alter doch noch eine Beziehung gefunden hat, Fiete, der nicht zu seiner Homosexualität stehen kann und auch Heinz, Suses dementer Vater sind einfach ganz großartig beschrieben.
Ich kann da Buch nur empfehlen. Es bietet wirklich wundervolle Lesestunden, in denen man aus dem eigenen Alltag abtauchen kann.
Zum Buch: Luisa und Amelie Haselnuss, Mama und Tochter, machen sich auf den weiten Weg von München nach Sankt Peter Ording. Zu Luisas Tante Mimi. Luisa ist Hebamme, alleinerziehend und mittlerweile am Ende ihre Kräfte angekommen. Nachdem sie solche yprobleme mit ihrem Rücken bekam, das sie sich nicht mehr schmerzfrei bewegen konnte, wurde sie krankgeschrieben und ihre achtjährige Tochter Amelie vom Unterricht befreit. An der Nordsee angekommen hat Tante Mimi für Luisa einen Termin bei dem Womanicer Tom ausgemacht, er ist Osteopath und bringt Luisas Herz ganz schön aus dem Takt. Schafft Luisa einen Umschwung in ihrem Leben?
Meine Meinung: Jede Frau, ob Mutter oder nicht, sollte dieses Buch gelesen haben. Ich könnte noch eine ganze Seite Zusammenfassung schreiben. Es gibt so viele Personen, die alle wichtig für die Geschichte sind. Natürlich sind Luisa und Tom die Hauptpersonen, aber auch Fiete, Mimi und Malte sind wichtig. Steffi, Suse, Hase und Wibo. Heinz und Matthias. Alle haben ihren Platz in der Geschichte, alle sind wichtig. Und vor allem, alle zusammen ergeben diese ganz wunderbare Familie, bei der man sich willkommen fühlt. Eine so wahre Geschichte, viele Situationen haben mich denken lassen, ja, genau so fühlt es sich an. Tiefgründif und trotzdem total unterhaltsam, eine wunderschöne Gegend, tolle Personen. Alles was ein Buch braucht. Mich hat die Geschichte von Luisa mitten ins Herz getroffen, ich hatte teilweise Tränen in den Augen. Sie hat mich berührt, bewegt und ganz wunderbar mitgenommen. Absolutes Lieblingsbuch und absolute Leseempfehlung.
Nicht nur der Titel ist etwas fürs Herz - auch der Inhalt des Buches sorgt für gute Stimmung.
Ich bin zwar eigentlich eher die Krimi-Leserin, aber ab und zu brauche ich ein bisschen Liebe: Und da hat mich "Kaputte Herzen kann man kleben" wirklich abgeholt.
Was ich toll finde ist, dass es nicht zu kitschig ist. Auch wenn es ein Happy End hat - was bei diesem Genre aber ja ein absolutes Muss ist - war es trotzdem sehr lebensnah. Es ging nicht einfach nur um die schönen Seiten des Lebens, sondern auch um Selbstzweifel, Trauer und Missverständnisse. Dadurch wirkte es "echt" und Luisa so "normal", dass man sich mit ihr identifizieren konnte.
Auch toll fand ich, dass so ein wichtiges Thema wie der Hebammen-Mangel, aber auch die Belastungen, die dieser Beruf hat, angesprochen wurden. Das war mir gar nicht so bewusst.
Ein schöner Nebeneffekt ist für mich das Setting: Es macht Lust auf Urlaub am Meer, weil es so realistisch beschrieben wurde. Es scheint nämlich nicht immer nur die Sonne, sondern das Wetter ist auch regnerisch und rau.
Natürlich kann man das Ende schon vorausahnen und auch die ein oder andere Wendung kam jetzt nicht sooo überraschend, aber egal - darauf kam es mir auch nicht an.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, er ist flüssig und anschaulich, ohne zu langatmig zu sein.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich muss aber gestehen, dass mir das gewisse Etwas gefehlt hat. Es ist eine tolle Lektüre für den Urlaub oder gemütliche Abende auf der Couch, aber es gab keinen Wow-Effekt. Deswegen gibt es von mir 4 Sterne.
Schon das Setting in St. Peter-Ording an der Nordsee hat mich direkt vom Buch überzeugt, mich gepackt und konnte mich umgehend in Urlaubsstimmung versetzen 🌊 Es herrscht eine absolut angenehme Wohlfühlatmosphäre🥰
Normalerweise lese ich viel häufiger New Adult Romane in denen die Protagonisten eben was jünger sind. Die Protagonistin Luisa hier, hat bereits ein Kind und steht mitten im Leben. Es hat mir aber sehr gut gefallen, mich in ihre Situation hinein zu ersetzen und einfach mal eine etwas andere Perspektive kennenzulernen. Obwohl ich selbst noch an einem anderen Punkt im Leben stehen, hatte ich doch oft das Gefühl sie gut verstehen zu können und ihre Gefühle nachzuempfinden😊
Kaputte Herzen kann man kleben bringt alles mit, was ich mir von einem guten Buch wünsche. So fehlen weder lustige, humorvolle, aufregende Momente noch fehlt es an Emotionen und Tiefgründigkeit💕 Freundschaft und Familie und Liebe stehen weit im Vordergrund und auch die großen und wichtigen Herausforderungen des Lebens werden thematisiert...
Der Schreibtisch von Kristina Günak ist wunderschön locker und leicht. Sie schreibt sehr bildhaft, was mir auch immer sehr gut gefällt. Auch das Cover lädt unumgänglich zum Lesen ein🥰 Nordseefeeling pur⚓
Wer Lust auf ein wirklich schönes Buch hat, das es schafft, einem im ein oder anderen Moment auch zum Nachdenken anzuregen und Tiefe Emotionen zu wecken, der ist hier einfach richtig🤍
Louisa ist alleinerziehend und arbeitet als Hebamme, dadurch ist sie meistens am Rande ihrer Kapazitäten. Aufgrund eines traumatischen Erlebnisses und immer schlimmer werdenden Rückenschmerzen wird sie krank geschrieben und nimmt eine Auszeit bei ihrer Tante in St. Peter-Ording. Dort lernt sie Menschen kennen, die ganz anders als ihr Umfeld in München sind und erkennt, dass es auch möglich ist einen anderen Blick auf das Leben zu haben.
"Kaputte Herzen kann man kleben" liefert dem Leser das was er sich von diesem Buch verspricht. Einen angenehmen Roman, der sich leicht anfühlt, aber auch viele Lebensweisheiten und tiefgreifenden Gedanken beinhaltet. Dadurch, dass die Geschichte am Meer spielt, eignet sich der Roman besonders gut als Sommerlektüre.
Der Schreibstil ist angenehm und das Buch lässt sich leicht lesen. Der Autorin gelingt es sehr gut, wichtige Themen genau auf den Punkt zu bringen. Gut gefallen hat mir, dass die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft und auch die Probleme rund um den Beruf als Hebamme thematisiert wurden.
Total begeistert haben mich die Figuren. Louisa ist einfach nur sympathisch und ihre Tante eine ganz besondere Frau. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, sodass es einfach Spaß macht sie im Buch kennen zu lernen.
Ich kann das Buch definitiv empfehlen, es hat mich sehr gut unterhalten, aber war auch nicht "zu" seicht.
>>Das Leben ist zu kurz. Brich die Regeln, verzeihe schnell, küsse langsam, Liebe wahrhaftig, lache hemmungslos und bedaure niemals etwas, das dich zum Lachen gebracht hat.<< Mark Twain.
Das Buch hier ist ein wahres Schätzchen, ich hätte es mir im Buchladen wahrscheinlich nicht gekauft, da es much nicht direkt angesprochen hat aber wenn man sich erstmal drauf einlässt ist es ein sehr schönes Buch. Mit Hebammen kenne ich mich gar nicht aus und habe mich auch nie damit befasst, aber durch das Buch ist mir alles viel klarer geworden und ich finde das Thema auch sehr interessant und spannend. Luisa Haselnuss ist eine sehr starke und selbstbewusste Frau, was im Buch auch gut dargestellt wird. Das Buch spielt auf St. Peter Ording, was mir persönlich sehr gut gefällt, es gibt ja heute noch wenig Geschichten die in Deutschland spielen. ☺️ Das Buch erzählt von vielen alltäglichen Problemen die jeder kennt und auch gut mit dem Hauptcharakter mitfühlen kann. Das Mutter sein spielt hier auch eine große Rolle, was mich persönlich sehr interessiert hat und auch sehr schön war, die Entwicklungen der Charaktere zu sehen. Insgesamt war es eine sehr schöne Geschichte die ich für Zwischendurch empfehlen kann. Leider war die Schrift sehr klein, was mich am Anfang sehr irritiert hat und ich mich erstmal etwas dran gewöhnen musste, da ich sonst größere Schriften gewöhnt bin.. 😂
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farben harmonieren super miteinander und die geschwungene Schriftart macht das Bild perfekt. Man bekommt direkt Lust auf Urlaub und aufs Lesen. Der Titel hat mir auch sofort zugesagt, leider passt er, meiner Meinung nach, nicht ganz zum Buch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, leicht und flüssig zu lesen. Man fliegt richtig durch die Seiten. Durch den bildhaften Schreibstil ist man mittendrin im Geschehen. Es gefällt mir auch sehr gut, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Louisa war mir von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte die Geschichte gut miterleben. Auch die anderen Charaktere mochte ich sehr gerne. Ich fühle mich richtig wohl in dem kleinen Ort und auf dem Hof. Mich hat das Buch irgendwie rundum verzaubert. Die Liebe kam zwar etwas kurz im Buch, aber alles andere war so großartig beschrieben, dass ich mich richtig gefesselt fühlte. Tiefgründig und doch leicht zu lesen. Der Zusammenhalt, Freundschaft, Familie und der kleine Hof mit den Tieren machen das Buch einfach zu einem super Wohlfühlbuch. Ich vergebe für das Buch verdiente 5 von 5 Sterne.
Mir hat das Cover und der Titel so gut gefallen, dass ich gar nicht groß geschaut hab, worum es geht, sondern es sofort als Hörbuch geladen habe.
Themen gibt es genug in dem Buch: Es geht um alleinerziehende Mütter und um deren Stress, der nicht nur daraus entsteht, sondern auch ums Erwachsenwerden von Vätern und um Homosexualität und wie selbstverständlich diese heute doch gelebt werden sollte. Und auch der Tod hat eine Nebenrolle. Aber es geht natürlich auch um Liebe, Freundschaft, Familie und Zufriedenheit. Alles ist verpackt in diesen einen Roman und es wird nicht langweilig.
Ich habe mich sofort wohlgefühlt bei den „Strandkorbfrauen“ und auch die anderen Figuren waren sympathisch und vor allem „echt“! Es war eine gelungene Mischung von Personen, die ich wenn auch nicht sofort, aber in mein Herz geschlossen habe. Naja, fast alle.
Vanida Karun ist die perfekte Sprecherin für dieses Hörbuch, Ich habe es jede Sekunde genossen ihr zu lauschen.
Anfangs hatte ich so meine Schwierigkeiten in die Geschichte reinzufinden, da sich das Buch für mich nicht leicht und flüssig lesen ließ. Nachdem ich also mehrere Anläufe brauchte, bin ich wirklich sehr froh drüber, der Geschichte eine Chance gegeben zu haben! Die Protagonistin sowie die Nebencharaktere mochte ich ganz gerne, ebenso wie das Setting, welches Urlaubssehnsucht in mir auslöste. 🤩 Auch die Thematik fand ich sehr interessant, zumal ich selbst Mutter bin, und mir nie wirklich Gedanken zum Thema ☆Hebamme☆ gemacht habe. Ein unterhaltsames Buch, welches auch noch zum Nachdenken anregt und mit sympathischen Charakteren in einem genialen Setting glänzt. Und so nebenbei: ich will auch in den Club der entspannten Frauen aufgenommen werden! 🤩 Trotz holprigem Start vergebe ich 4,5/5⭐
Die Handlung: Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen …
Meine Meinung: Zunächst möchte ich der Bloggerjury und dem Verlag dafür danken, dass sie mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Für mich war dies, das erste Buch der Autorin und ich kann vorweg nehmen, dass es auf jeden Fall nicht das letzte gewesen sein wird. Der Schreibstil sowie der Wechsel zwischen Humor aber auch Ernsthaftigkeit haben mich geradezu durch das Buch fliegen lassen. Dabei ist mir vor allem Luisa als Protagonistin sehr ans Herz gewachsen, da sie in meinen Augen sehr authentisch und greifbar beschrieben wurde.
Die Autorin hat es darüber hinaus geschafft in diese wundervolle Geschichte ein ganz wichtiges Thema der heutigen Gesellschaft zu packen und zwar den Hebammenmangel. Meines Empfindens nach ist dies immer noch eine Thematik die leider nicht sonderlich weit verbreitet ist. Dieses Buch ist allerdings nicht nur eine Liebesgeschichte mit einem absehbaren Happy End, was natürlich bei so einem Buch dazugehört, sondern auch eine Hommage an die Freundschaft und die Familie. Es vereint Glück und Trauer gleichzeitig und scheint daher mitten aus dem Leben gegriffen, so dass ich mich sehr gut mit der Geschichte identifizieren konnte.
Nicht zuletzt lädt das Setting natürlich geradezu zum davon träumen ein. Ich selbst war noch nie in St. Peter Ording, an dessen Ort das Buch spielt, kann mir den ein oder anderen Ort da nun aber dank der bildlichen Beschreibung der Autorin sehr gut vorstellen und habe große Lust, irgendwann selbst mal dort einen Familienurlaub zu erleben.
Ich kann dieses Buch all jenen empfehlen, die gerne eine leichte Romanze mit der richtigen Portion Humor lesen.
Fein gezeichnete Liebesgeschichte mit jeder Menge Tiefgang. Eine Hommage an die Arbeit der Hebammen und an die Mütter, die so viel leisten - und die Väter, die wirklich Väter sind.