Niemand weiß besser als Finn, wie gefährlich es ist, den Nachtschattenwald zu betreten. Der gefürchtete Mondwandler holt alle, die nach Sonnenuntergang dort unterwegs sind – behaupten die Erwachsenen. Und seit seine Schwester Hannah nicht aus dem Wald zurückgekehrt ist, scheint der Beweis erbracht. Trotzdem nagen Zweifel an Finn: Was, wenn die Geschichten über den Mondwandler nicht wahr sind? Tief im Nachtschattenwald macht Finn eine Entdeckung, die viel größer ist als das Geheimnis um Hannahs Verschwinden...
Ich habe LEIDER wahnsinnig lange gebraucht, das Buch zu lesen. Es tut mir wirklich sehr, sehr leid, denn ich konnte es, als es so langsam in Fahrt kam, gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und die Geschichte hat mich wirklich vom Hocker gehauen.
Was so harmlos begann, hat sich wirklich in eine sehr actionreiche Geschichte mit tollen Themen gedreht. Wer hätte denn gedacht, dass eine besondere Figur die Finger im Spiel hat??? Mich konnten auch einige der Hauptprotagonisten überzeugen, allen voran Samira! Ich habe sie so in mein Herz geschlossen, herzallerliebst. Dann Finn, der einfach nur versucht seine Schwester zurück zu holen. Später kamen dann noch die Elstern dazu, eine Gruppe Jugendlicher, die versuchen die Entführung der Menschen durch den Mondwandler zu beenden. Diese Gruppe zeigte sich als eher schwierig, aber gut, später kam man mit denen klar und hat es so hingenommen.
Aber mir ging wirklich das Herz auf, als der Epilog HANNAH dran war! Ich fand diesen Abschnitt so wunderbar!!! Ich hatte ein kleines Tränchen im Auge...
Schon der Anfang ist großartig, weil die Welt so ganz anders ist als man zunächst erwarten würde. Und je weiter wir in den Wald vordringen, umso mehr Geheimnisse gibt es zu entdecken, die die Geschichte in unerwartete Richtungen treibt. Finn ist dabei ein angenehmer Charakter, dem man gern folgt. Er ist nicht perfekt, aber gerade das fand ich eine schöne Botschaft – anders sein ist nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Am Ende ging es für meinen Geschmack fast ein bisschen zu schnell und ich hatte noch einige Fragen. Hier wäre ein zweiter Band fantastisch um die interessante Welt noch mehr auszuarbeiten, aber bislang ist es ein Einzelband und auch in sich abgeschlossen.
Da ich immer wieder auf der Suche nach spannenden Kinder- und Jugendbüchern bin, blieb mein Blick beim schönen und auffälligen Cover von Nachtschattenwald hängen. Der Titel klang schon mal interessant und der Klappentext las sich auf jeden Fall vielversprechend. So war ich sehr neugierig, als ich es zum Lesen bekam.
Dank des flüssigen Schreibstils samt bildlicher Beschreibungen, die für reichlich Kopfkino sorgten, kam ich sehr gut in die Geschichte rein, obwohl ich mich anfangs ein wenig darüber wunderte, "wann" das Ganze wohl stattfindet. Nach wenigen Seiten war es jedoch klar und ich wurde immer neugieriger, wohin mich die Erzählung um den Protagonisten Finn führen würde. Der Klappentext sagte zwar das Wesentliche aus - allzu viel verraten wurde allerdings nicht.
Je weiter ich beim Lesen voran kam, umso spannender fand ich das Buch, bis ich es kaum noch aus der Hand legen wollte. Sicherlich war (für Erwachsene) nicht alles ganz so überraschend; trotzdem gab es einige unerwartete Wendungen und Ideen. Zudem verstand es die Autorin sehr gut, Spannung aufzubauen und neue Fragen aufzuwerfen. Freundschaft, (Selbst-)Vertrauen, Gefahren, Abenteuer, Mut sind nur ein paar Schlagworte, die mir im Zusammenhang bei einer Buchbeschreibung in den Sinn kommen. In einem Kinderbuch ist dies alles sehr wichtig. Hier geht es neben diesen jedoch um einiges mehr.
In meinen Augen ist dieses Buch für Kinder eine interessante Möglichkeit, nicht nur eine spannende Geschichte zu lesen, sondern sich am Ende auch ein paar Gedanken zu machen, wohin uns all die Technik und unser aktueller "Umgang" mit der Umwelt und Natur führen könnte. Alles kindgerecht verpackt mit einigen Denkanstößen, aber trotzdem nicht langweilig. Da werden bei den jungen Lesern und Leserinnen sicherlich einige Fragen auftauchen, die zu interessanten Gesprächen und Diskussionen für alle Beteiligten führen könnten.
Von mir gibt es deswegen eine klare Leseempfehlung für Kinder und Junggebliebene, denn die Geschichte, die man getrost als Dystopie bezeichnen kann, ist nicht nur spannend erzählt, sondern auch zeitgemäß (aber ohne dem mahnenden Zeigefinger).
Als Finn und seine Schwester Hannah sich eines Tages zu weit in den Nachtschattenwald gewagt hatten, schafften sie es nicht mehr vor der Dunkelheit nach Hause. Der berüchtigte Mondwandler hat Hannah geholt, denkt man, als sie auch am nächsten Tag nicht mehr nach Hause kommt. Ist die Sage über den Mondwandler also wirklich wahr?
Meine Meinung: Mit dem Nachtschattenwald hat Kathrin Tordasi eine grandiose Geschichte für Jung und Alt geschrieben. Auf den ersten Seiten eröffnet sie eine dystopische Welt, die mit einem wild wuchernden Wald Gestalt annimmt. Das Setting wird durch sämtliche Sinne erlebbar. Der Autorin gelingt es, die Magie dieses Ortes in ihren Beschreibungen festzuhalten. Die Protagonisten Finn und Samira, welche beste Freunde sind, zeigen sich für ihr Alter sehr reif und rational denkend. Durch ihre Neugier beginnt das Abenteuer in den Wäldern sehr schnell. Zudem treten andere Figuren auf, die der Leser bis zum Ende hin nicht eindeutig in die Kategorie Gut oder Böse einteilen kann. Auf ihrem Weg erleben sie zahlreiche magische Momente und die Spannung nimmt besonders im letzten Drittel stark zu. Unerwartetes geschieht Seite für Seite, sodass der Leser in einen Sog der Geschichte gerät.
Fazit: Kathrin Tordasi findet stets genau die richtigen Worte für die besondere Welt, die sie schöpft. Kluge Figuren und Überraschungsmomente sorgen dafür, dass das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen ist.
heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers“ von Kathrin Tordasi, das 2021 (um genau zu sein: heute!) bei Sauerländer erscheint. Ich hatte das große Glück, vorab ein Leseexemplar zu erhalten und kann dir somit tiptop pünktlich zum Erscheinungsdatum meinen Brief mit meinen Leseeindrücken zukommen lassen.
Inhalt Kannst du dir eine Welt vorstellen, in der die Natur sich die Städte zurückerobert hat? Nein? Ich auch nicht. Für Finn, seine Familie und seine beste Freundin Samira ist diese Vorstellung allerdings Realität geworden. Was auf den ersten Blick vielleicht idyllisch wirkt, hat jedoch auch seine Kehrseite: Die Pflanzen wachsen schneller als bei uns und besonders nachts ist der Wald gefährlich, denn dann treibt der Mondwandler sein Unwesen. Wer oder was das genau ist, weiß Finn nicht. Nur, dass er, laut den Erwachsenen, all diejenigen, die bei Nacht ihre Häuser verlassen, verschleppt. Doch dann zwingen ihn die Umstände die Sicherheit seines Hauses nachts zu verlassen und er begibt sich auf ein gefährliches Abenteuer, das ihn alles, was er zu wissen meinte, infrage stellen lässt.
Figuren Bevor ich auf die einzelnen Figuren eingehe, möchte ich anmerken, dass ich sie durch die Bank weg großartig gearbeitet fand. Natürlich haben einige mehr im Fokus gestanden, während andere sich eher an der Peripherie aufgehalten haben, aber es fühlte sich durch und durch nach einer lebendigen Cast an. Besonders bei den Protagonist:innen hatte ich das Gefühl, dass sie vieldimensional und individuell gearbeitet waren. Ohne zu viel verraten zu wollen: Hier findest du einige Figurenkonstruktionen und -konstellationen, die sonst kaum Repräsentation finden. Besonders nicht in Kinderbüchern. Um so mehr freue ich mich, dass sie hier solche tragenden Rollen spielen. Besondere Erwähnung finden muss zuallererst der Protagonist Finn. Ganz besonders begeistert mich an ihm, dass er so ganz und gar nicht dem stereotypen Konstrukt toxischer Männlichkeit entspricht, sondern introvertiert und unsicher, aber auch mitfühlend und fürsorglich ist. Und dass es ganz genau diese weichen Eigenschaften sind, die ihn besonders machen und ihm einen Vorteil auf der gefährlichen Reise durch den Nachtschattenwald verschaffen. Ich habe das Gefühl, dass Finn durch diese Abwendung von Klischees lebhaft wird und ein großes Identifikationspotential besteht. Er führt als entdeckender Held durch die Geschichte und wir dürfen gemeinsam mit ihm lernen. Lernen, wie man durch den Dschungel des Waldes navigiert, wie man Mut findet und wie man lernt sich selbst in all seinen Facetten zu akzeptieren. Analog ist auch Finns beste Freundin Samira eine starke und wiffe Figur. Sie hat ein Talent für Naturwissenschaften und ihre Erfindungen schaffen es mehrfach, Situationen gänzlich auf den Kopf zu stellen. Auch Samira ist mutig. Vielleicht auf eine andere Art als Finn, aber genau das macht es in meinen Augen so spannend, weil sich hier zeigt, dass Mut viele Gesichter haben kann.
Wesentliche Thematiken Das bringt mich auch schon zu meinem nächsten Punkt: den wichtigen Thematiken, die das Buch aufgreift. Wie bereits erwähnt, finde ich, dass Mut eine wesentliche Rolle in „Nachtschattenwald“ spielt. Und zwar nicht darauf beschränkt, dass die Protagonist:innen lauter furchtlose Held:innen sind. Ganz im Gegenteil: Sie sind unsicher, sie haben Angst, sie zweifeln – und genau das ist es, was sie so stark macht. Denn sie finden trotz all dieser Dinge die Stärke und den Mut, weiterzumachen und für das einzustehen, was richtig ist. Es hat mir sehr gut gefallen, dass hier gezeigt wird, dass Stärke und Mut keine gegebenen Dinge sind oder sein müssen, sondern dass sie in jeder und jedem von uns stecken können. Und dass Mut hier in so vielen Beziehungen aufgegriffen wird. Nicht zuletzt in der, dass es Mut braucht, um den Status Quo in Frage zu stellen und gegen den Strom zu schwimmen, in dem man kritisch denkt. Das ist eine sehr wichtige Botschaft, wie ich finde, und ich freue mich, dass sie derart undidaktisch eingebracht wird. Ebenso gut mit der Geschichte verwoben ist der Umweltaspekt, der große Beachtung findet. Kathrin Tordasi schafft es ungeheuer geschickt, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Umweltschutz für uns Lesende wichtig ist – aber ganz ohne erhobenem Zeigefinger. Ein Balanceakt, der ihr hervorragend gelingt.
Schreibstil Das bringt mich auch schon zu dem Schreibstil im Allgemeinen. Ich habe es bei ihrem ersten Kinderbuch „Brombeerfuchs“ schon gesagt, aber ich sage es gerne nochmal: Ich liebe Kathrin Tordasis Schreibstil. Sie hat eine ungeheuer lockere und verspielte Art zu erzählen, die aber keineswegs aufgesetzt wirkt. Ihre Texte haben eine große Leichtigkeit, ohne dabei jedoch platt zu sein; ganz im Gegenteil, ich finde ihren Schreibstil extrem lebhaft und eloquent. Ihre Figuren haben jeweils ganz individuelle Stimmen und sie schafft es, eine große Nähe zu diesen herzustellen. Dadurch hatte ich beim Lesen das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein und konnte das Buch über große Strecken nicht aus der Hand legen.
Du merkst es schon: Ich bin durch und durch angetan von „Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers“ und kann es abenteuerlustigen Leser:innen ab 10 nur wärmstens an’s Herz legen. Aber auch ältere Leser:innen können bestimmt ihre Freude am Nachtschattenwald haben – ich hatte sie jedenfalls. Schau also unbedingt mal vorbei!
„Geh niemals nach Sonnenuntergang in den Wald.“ – so lautet die wichtigste Regel für die Menschen in Karin Tordasis Buch „Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers“. Den Kindern wird die Regel von klein auf eingetrichtert, denn „die Nacht gehört dem Wald. Sie gehört dem Mondwandler“. Und dieser holt sich diejenigen, die die Regeln brechen und versetzt sie in einen immerwährenden Schlaf. Finns 13jährige Schwester Hanna hat vor sechs Jahren die Regeln gebrochen, seither ist sie verschwunden. Damit beginnt eine Science-Fiction-Dystopie für junge Leser. Ich bin kein Teil der Zielgruppe, aber mein zehnjähriges Ich hätte mit dem Thema nicht wirklich umgehen können, weshalb ich das Buch eher für Jugendliche ab 13 Jahren empfehlen würde. Denn das, was die Autorin da in eine extrem spannende, wenn auch sehr düstere Abenteuergeschichte verpackt, ist keine leichte Kost. In Finns Welt hat die Natur begonnen, sich alles zurückzuerobern, was die Menschen ihr im Lauf der Zeit abgerungen haben. Bestehende Häuser wuchern von unten nach oben zu und ohne Schutzhandschuhe kann man nicht mehr vor die Tür gehen. „Man musste jedoch darauf achten, dass alles Gleichgewicht blieb, damit die Natur nicht doch noch alles überwucherte“ – es gibt keine Infrastruktur mehr, Telefone und Internet funktionieren nicht mehr, dafür ist alles grün und die Menschen leben in einem riesigen Urwald. Das Gleichgewicht zu halten, sichert das Überleben. Finns Leben dreht sich seit dem Verschwinden seiner Schwester Hanna hauptsächlich um seine beste Freundin Samira, seine Eltern und seine Oma Vera. Bis eine marodierende Bande Jugendlicher, genannt „die Elstern“, nachts bei seiner Oma einbrechen. Und eines der Mädchen in der Gruppe trägt die schwarz-weiße Pandamütze von Finns Schwester. Obwohl es schon dunkel ist, macht sich Finn auf die Jagd nach dem Mädchen. Ehe er es sich versieht, befinden er und Samira sich in einem wilden Abenteuer und plötzlich ist der Nachtwandler nicht die einzige Gefahr im Urwald. Weitere Ausführungen zum Inhalt spare ich mir, da ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehle – also: selber lesen! Es lohnt sich! Einerseits ist Karin Tordasis Buch ein Abenteuerroman für Jungleser, wobei ich die Altersempfehlung von zehn Jahren etwas nach oben korrigieren würde. Tatsächlich steckt in dem Buch nämlich viel mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Natürlich ist es eine wilde Jagd mit dem Ziel, den Mondwandler zur Strecke zu bringen und die Nachtschwärmer zu finden und zurückzuholen. Aber es ist auch ein dystopischer Roman über die Folgen der Umweltzerstörung und die Frage, was passieren könnte, wenn die Natur „zurückschlägt“. Dazu ist es ein Buch über Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und Verrat und über die Chancen und Gefahren von Technik und künstlicher Intelligenz. Die Autorin hat die Geschichte mit sehr viel Fantasie hervorragend erdacht und gekonnt und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Ihre Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch da folgt sie der Maxime, dass das Gleichgewicht gehalten werden muss: die Geschichte ist zwischen Gut und Böse, Stärken und Schwächen großartig ausbalanciert. Auch die Atmosphäre und die Landschaft, die sie beschreibt, sind greifbar und plastisch. Auch ich möchte das Gleichgewicht halten, daher bei so viel positiven Aspekten auch ein Manko: die Geschichte hat ein paar Längen, die zugegebenermaßen zum Querlesen einladen. Außerdem hätte dem Text an ein paar Stellen ein sorgfältigeres Lektorat nicht geschadet. Aber alles in allem fand ich das Buch überwiegend atemberaubend spannend und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Der Schluss ist stimmig und schlüssig und er hat mich wirklich überrascht, so eine Auflösung hätte ich nicht erwartet. Für diesen Twist ziehe ich meinen Hut vor der Autorin und vergebe für das Buch fünf Sterne.
Finn lebt mit seinen Eltern in einem von Pflanzen überwucherten Haus. Die Menschen sind allesamt Selbstversorger und das was sie nicht selbst anbauen oder herstellen können, tauschen sie mit anderen Menschen. Es ist ein einfaches Leben, welches sich auf die wenigen Dinge im Leben beschränkt. Umgeben ist die Siedlung vom Nachtschattenwald. Die Erwachsenen erzählen den Kindern, dass sie nachts nicht draußen im Wald sein sollen, denn sonst kommt der Mondwandler und holt sie und lässt sie in einen immerwährenden Schlaf fallen. Was wie ein Gruselmärchen klingt, muss Finn jedoch selbst miterleben. Denn seine Schwester wurde vom Mondwandler mitgenommen. Doch kleine Zweifel bleiben in ihm erhalten.
Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Es strahlt nur vor grünem Wald und wirkt gleichzeitig mysteriös. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Die Autorin schreibt die Geschichte vor allem sehr spannend, sodass ich regelrecht ans Buch gefesselt war. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Wobei ich gestehen muss, dass ich es selbst stellenweise echt gruselig gefunden habe.
Die Charaktere passen hervorragend zusammen. Auch wenn sie sehr jung sind, so erscheinen sie doch sehr reif. Finn und Samira sind zwei taffe und mutige Kinder, die sich etwas trauen, was sich die Erwachsenen niemals trauen würden. Ihr Zusammenhalt ist eine wahre Inspiration, die mich während der Geschichte immer wieder verblüfft hat. Finn ist während dem Abenteuer stets über seinen eigenen Schatten gesprungen und hat sich toll entwickelt. Er hat ein Ziel für das er bereit ist sein Bestes zu geben. Auch wenn kleine Zweifel ihn stets begleiten. Seine Freundin Samira gibt ihm auf dem Weg den nötigen Rückhalt, den er braucht. Es ist eine sehr tiefe und verbundene Freundschaft, die man beim Lesen spüren kann. Die Elstern haben das Charakter-Setup komplettiert. Sie sind eine rebellische Gruppe, die sich nicht unterkriegen lässt.
Ich finde es toll wie die Autorin das Thema Klimawandel und unseren Planeten aufgegriffen hat. Wir sind zu fortschrittlich, verbrauchen zu viele Ressourcen und sind schlichtweg zu viele Menschen für den Planeten. Umso schöner ist es zu lesen wie die Natur sich ihren Weg zurückgebahnt hat und wie die Menschen sich damit arrangieren können und trotzdem glücklich sind. Zudem finde ich es toll wie auch die Digitalisierung und Automatisierung in die Geschichte eingewebt wurde. Wir streben immer nach Fortschritt und geben immer mehr in die Hände der Maschinen, daher finde ich es sehr gelungen wie dieses Thema in der Geschichte ebenfalls seinen Platz erhält.
Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Es ist auf der einen Seite magisch und faszinierend, auf der anderen Seite ist es mystisch und gruselig. Die Autorin konnte vor allem die Umgebung besonders gut bildlich darstellen, sodass ich das Geschehen stets vor Augen hatte.
Der Ideenreichtum der Autorin ist klasse. Der Frosch ist einfach nur fabelhaft. Für mich ist er sehr überraschend. Und ganz ehrlich. Damit habe ich einfach gar nicht gerechnet. Es sind generell tolle Wendungen im Buch enthalten, die ich nicht kommen gesehen habe.
Einen Kritikpunkt gibt es jedoch. Das Buch ist ab 10 Jahren. Ich finde es als Erwachsene schon stellenweise echt gruselig und weiß nicht, ob ein 10-jähriges Kind diesen Sachverhalt überhaupt versteht. Die dystopischen Elemente und auch der Mondwandler ähneln schon eher einem Jugendbuch-Thriller.
Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende spannend und die Geschichte hat so viele Wendungen, die einen immer wieder aufs Neue überraschen. Bei diesem Buch braucht man definitiv Nervennahrung.
Science Fiction, Dystopie, Abenteuergeschichte? Von allem etwas und einfach nur richtig gut!
„Finns Welt war grün, und er hatte sie nie anders gekannt“ (aus Kapitel 1). Alles wird eingenommen von dem schnell wachsenden Urwald, der sämtliche Städte überwuchert – in rasender Geschwindigkeit. Es gibt keinen elektrischen Strom, kein Internet, keine Autos oder Maschinen. Die Menschen pflanzen, ernten, verkaufen, tauschen alles, was sie zum Leben benötigen. Doch für Finn ist das okay, er lebt gerne hier, wo seine Familie (Eltern, Großmutter) und seine beste Freundin Samira auch leben. Man hat gelernt, sich anzupassen. Tagsüber dürfen die Menschen in den Wald, nachts nicht. Wer sich nicht daran hält, läuft Gefahr, vom Mondwandler gefangen und in ewigen Schlaf gelegt zu werden. Dieses Schicksal ist auch seiner Schwester Hannah vor 6 Jahren widerfahren. Und so vielen anderen Menschen ebenso.
Eines Tages stoßen Finn und Samira mit den Elstern zusammen. Das ist eine gruppe jugendlicher Rebellen, die sich zusammengeschlossen haben, um den Mondwandler zu töten. Sie glauben nicht an die Geschichte, die seit so vielen Jahren erzählt wird, sondern vermuten anderes dahinter. Finn uns Samira können den Elstern entkommen – doch nun ist in ihnen ein leiser Zweifel gesät. Sie machen sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Nachtschattenwaldes. Begleitet von Elli, einer Abtrünnigen der Elstern und Flöckchen, einem seltsamen summenden und manchmal leuchtendem Frosch, der wie eine Art Kompass den Weg weist.
Das Cover passt PERFEKT zur Story, zeigt es doch neben Finn, Samira und Elli auch den Wald mit einigen Häuserruinen im Hintergrund sowie leuchtende Insekten. Von Beginn an werde ich in diese so ganz andere Welt hineingezogen die mir – ich muss es gestehen – sehr gut gefällt mit der vielen Natur, der wenigen Technik und dem entschleunigten Leben. Die Beschreibungen sind so bildhaft, dass ich mir Setting und Figuren super vorstellen konnte. Finn und Samira sind pfiffige Jugendliche, aber nicht übertrieben dargestellt. Einfach Kinder, die in der ihnen gewohnten Umgebung leben und agieren. Dass diese Umgebung für den Leser so gar nicht gewöhnlich ist, macht das Buch zu einer echt fesselnden Sache! Ich frage mich die ganze Zeit: wer oder was ist dieser Mondwandler? Was ist mit den vielen Menschen, die verschwunden sind? Warum leuchtet Flöckchen der Frosch? Und warum ist er so zutraulich? Der Spannungsbogen ist die ganze Zeit ganz oben, man rutscht von einem Abenteuer ins nächste, bekommt immer mal ein paar Häppchen hingeworfen, aus denen man sich seine eigenen Vorstellungen zusammenbastelt nur um dann wieder festzustellen, dass man auf der falschen Fährte war. Zu gerne wäre ich Dank des absolut fesselnden Schreibstils mit in die Geschichte gesprungen, um den Wald selbst zu sehen und zu spüren und zu hören. Man bekommt als Leser richtig Lust, es live mitzuerleben.
Die Idee ist genial, die Umsetzung spannend ohne Ende und die Auflösung überraschend und stimmig. Finn und Samira mit ihrer humorvollen und liebenswerten Art wachsen einem sehr ans Herz – und in Flöckchen habe ich mich sowieso unsterblich verliebt! Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Umwelt und Klima. Und zwar nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit ganz viel Spannung, Abenteuer, Fantasie und einer sehr packenden Story nicht nur für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren, sondern sehr wohl auch für die ältere Leserschaft.
In Finns Welt überwuchern Pflanzen sämtliche Straßen und Häuser und verwandeln alles in einen riesigen Urwald. Die Menschen leben im Einklang mit der Natur und kommen gut zurecht. Zumindest so lange niemand von ihnen des Nachts den Wald betritt. Denn dann kommt der gefürchtete Mondwandler und holt sich diejenigen die die Regeln brechen. So wie auch Finns große Schwester. Finn will herausfinden was hinter dem Ganzen steckt und begibt sich auf die Spuren des Mondwandlers.
Meine Meinung: Das Buch beginnt schon so wunderbar geheimnisvoll mitten im Wald, den man des Nachts nicht betreten darf. Das hat mich sofort neugierig gemacht. Ich wollte unbedingt mehr über diese Welt und vor allem über den Mondwandler erfahren. Mit ihrem angenehm bildhaften Schreibstil hat die Autorin den Nachtschattenwald zum Leben erweckt und mich damit völlig gefangen genommen. Der Urwald ist ein geheimnisvoller und wunderschöner Ort mit ungewöhnlichen Bewohnern. Vor allem der weiße Frosch ist überaus faszinierend.
Die Geschichte erzählt von unserer Welt die sich in der Zukunft stark verändert hat. Pflanzen wachsen rasend schnell und überwuchern Straßen und Häuser. Finn kommt in seiner Welt gut zurecht, doch das Verschwinden seiner Schwester belastet ihn sehr. Als er glaubt sie finden zu können, begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch den Nachtschattenwald, in dem der Mondwandler sein Unwesen treibt. Glücklicherweise hat er seine beste Freundin Samira dabei, die ihm Hoffnung schenkt und ihn wunderbar bei seiner Suche unterstützt. Sie ist ein sympathisches und sehr kluges Mädchen. Besonders schön finde ich, dass Finn nicht der typische starke Held ist. Er hat etwas Besonderes an sich das ihn ab und zu verunsichert und an sich zweifeln lässt. Trotzdem beweist er Mut und Stärke indem er tut was er für richtig hält. Es war schön seine Gedanken zu verfolgen und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Auch die anderen Charaktere sind alle überaus lebendig und facettenreich dargestellt. Mir gefällt es gut, dass die Elstern nicht einfach nur eine böse Diebesbande sind. Man lernt sie kennen, erfährt etwas über ihre Geschichte und entwickelt Verständnis für sie.
Es ist wahnsinnig spannend die Geschichte zu verfolgen und gemeinsam mit Finn und Samira die Rätsel des Waldes zu lösen. Dabei macht man einige überraschende Entdeckungen die einen staunen und manchmal zufrieden lächeln lassen. Die Welt ist liebevoll ausgearbeitet und entfaltet sich im Laufe der Geschichte immer weiter.
Besonders gut gefallen haben mir die Botschaften die vermittelt werden. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, sich so zu akzeptieren wie man ist und darum gemeinsame Wege zu finden. Mir hat die Geschichte rundum gut gefallen, sie ist in sich abgeschlossen und hat ein wunderbares Ende.
Gestaltung: Das Cover ist sehr passend umgesetzt und hat gleich meine Aufmerksamkeit geweckt. Man sieht Finn mit seiner Freundin Samira und ihre unerwartete Begleiterin auf dem Weg in den düsteren Nachtschattenwald. Vereinzelte Lichtpunkte lassen das Ganze magisch wirken. Im Hintergrund erkennt man einen Teil der überwucherten Gebäude und entdeckt Spuren der „alten Welt“.
Fazit: Eine wundervolle Mischung aus Abenteuer, Fantasy und Science Fiction! Für alle die geheimnisvolle, magische Geschichten mögen.
Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für das Leseexemplar!
Wer nachts noch draußen im Nachtschattenwald ist, wird vom Mondwandler geholt, das weiß Finn mehr als gut genug, denn als seine Schwester im Nachtschattenwald verschwand, wurde die Legende nochmal bestärkt. Allerdings hat Finn die Hoffnung nicht aufgegeben und als er anfängt nachzuforschen, stößt er auf ein riesiges und gut behütetes Geheimnis…
Die Umsetzung:
Ich liebe die Natur und schon als ich das Cover des Buches gesehen hatte, war ich begeistert. Die Gestaltung des Covers ist so schön mit der wilden Natur, den verfallenen Gebäuden und den drei Hauptprotagonisten darauf. Dass der Titel dann auch noch golden schimmert, ist ein richtiger Blickfang. Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr, er war zwar etwas distanzierter, aber wie die Natur durch die Worte lebendig wurde, war faszinierend. Der Schreibstil ist zudem sehr einfach zu lesen und flüssig. Finn ist ein sympathischer Charakter, er macht sich immer noch Vorwürfe, dass seine Schwester wegen ihm verschwand und ist deshalb fest entschlossen, sie wieder zu finden. Samira und Elli, die Finn auf dieser Reise beistanden, mochte ich allerdings auch sehr. Die Geschichte startet langsam, man lernt erst einmal die Kommune, in der Finn wohnt, ein bisschen kennen und erfährt, wie die Welt so aufgebaut ist, das es nur viele kleine Kommunen gibt und die Natur sich den Rest des Planeten zu eigen gemacht hatte. Diese Welt finde ich einfach unglaublich spannend und die Vorstellung, dass man in diesem fast endlosen Wald verlassene und heruntergekommene Strukturen, magische Lebewesen und andere spannende Sachen finden kann, ist faszinierend. Die Geschichte ist ganz klar eine Abenteuergeschichte mit viel Spannung und einem großen Finale. Ich mochte das Buch auch total, zumindest bis auf das Ende, denn dieses war eher durchwachsen. Es blieben einfach viel zu viele offene Fragen übrig, die viel zu wichtig sind, um unbeantwortet zu bleiben. An sich ein gutes Buch, dem mehr Seiten, um die ganzen offenen Fragen zu klären, nicht geschadet hätten.
Mein Fazit:
Das Buch begann richtig gut, die Geschichte macht Lust immer weiter zu lesen und die Natur dieses Buches ist großartig aber das Ende war leider nicht ganz ausgereift, es gab einfach zu viele unbeantwortete Fragen. Deshalb bekommt das Buch von mir 4 von 5 Sterne, da es mich trotzdem sehr gut unterhalten konnte und perfekt für Kinder ab 10 ist, die Abenteuer lieben oder auch ältere Abenteurer.
Rezension „Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers“ von Kathrin Tordasi
Meinung
Kathrin Tordasi konnte mich bereits mit „Brombeerfuchs“ begeistern und faszinieren, sodass ich wahnsinnig gespannt war auf ihr neues Kinderbuch. Allein das Cover entfachte meine Neugierde und ich war Feuer und Flamme auf die Geschichte.
Kathrin Tordasi schafft ein bildhaftes, dystopisches Setting, in der sich die Natur ihren Platz zurückgeholt hat. Durch ihren mitreißenden und lebendigen Schreibstil war ich sofort gegangen und konnte mir alles nur allzu gut vorstellen. Sie schuf eine bedrückende Stimmung, aber auch eine, die von Realität und Authentizität durchzogen ist, denn so wird es irgendwann einmal sein, wenn wir Menschen nicht mehr sind. Ihr Ideenreichtum beeindruckte mich zutiefst und so verging Seite um Seite wie im Flug.
Lediglich der Anfang war mir vom Tempo her ein wenig zu langgezogen, doch je mehr man dem Verlauf folgt, umso packender wird es. Auch die Charaktere zeichnen sich wieder einmal durch liebevolle Hingabe, Authentizität und Echtheit aus. Finn erschien mir manchmal zu Weise für sein Alter und auch seine Gedankengänge waren sehr erwachsen. Jedoch muss man bedenken, dass die Kinder in einer anderen Zeit leben. Kathrin Tordasi erzählt über Freundschaft, Mut, das Klima und Vertrauen - jedoch ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit jeder Menge Phantasie, Spannung und Abenteuer.
Während der Handlung kamen unzählige Fragen in mir auf, ich staunte über das Abenteuer der Kinder und verlor mich in jeder überraschenden Wendung. Auch die Auflösung am Ende ließ mich sprachlos zurück, da sie mich unerwartet traf. Schlussendlich war ich nicht nur in die Figuren verliebt, sondern in die Idee und Umsetzung. Ob Jung oder Alt, die Autorin schafft eine wunderschöne Geschichte, in der man noch gerne länger verweilt hätte.
Fazit
Kathrin Tordasis neustes Kinderbuch „Nachtschattenwald“ weiß nicht nur mit einem traumhaften Cover zu überzeugen, sondern einer lebendig bildhaften Welt, liebevollen Figuren und Themen wie Umwelt, Freundschaft und Co. Ich habe die Kinder auf ihrem spannenden, phantasievollen Abenteuer mit Begeisterung und Faszination begleitet, wenngleich ich zu Anfang noch nicht ganz warm wurde, aber danach einfach nur noch gefesselt war. Diese Geschichte überrascht durch seine Idee und ein perfektes Ende.
Der Nachtschattenwald ist gefährlich. Dies weiß auch Finn und hütet sich davor, nachts im Wald unterwegs zu sein. Seine Schwester Hannah nahm dies jedoch nicht so genau und ist nun schon seit 6 Jahren verschwunden, verschleppt vom Mondwandler. Finn würde sie gerne suchen gehen, doch weiß er nicht, wo und wie. Doch dann trifft auf Mitglieder der Elstern, einer Gruppe Jugendlicher, die nachts durch den Wald streifen und klauen. Denn es besteht die Hoffnung, dass die verschleppten Personen nicht tot sind, sondern nur schlafen. Deshalb wollen die Elstern den Mondwandler finden und ihn vernichten. Finn glaubt jedoch, dass es eine andere Lösung geben muss.
Gleich mit den ersten Seiten ist man gebannt von der Geschichte und will unbedingt wissen, was es denn mit dem Nachtschattenwald auf sich hat. Denn dieser ist für alle gefährlich, vor allem nachts. Die Pflanzen wachsen schneller als normal, holen sich zurück, was der Mensch der Natur genommen hat und vor allem nachts treiben sich dort unheimliche Wesen herum.
Finn, der Protagonist der Geschichte, weiß um die Gefahren. Und er hält sich an die Regeln. Zumindest so lange, bis er durch Zufall auf einen kleinen Frosch stößt, der leuchtet und mit ihm per Summen kommuniziert.
Weil eine Gruppierung namens Elstern bei Finns Oma Dinge aus dem Garten klaut, macht er sich an die Verfolgung der Mitglieder. Zusammen mit seiner bester Freundin, Samira, findet er dann heraus, was die Elstern vorhaben und das er derjenige ist, der ihnen bei ihrem Vorhaben am Besten helfen kann.
Die Autorin hat eine sehr eindringliche Art, die Szenen zu beschreiben. Der Wald und das "Unheimliche" das von ihm ausgeht, wird gleich am Anfang als Thema angesprochen und man weiß genau, dass man sich ja nicht in der Nacht dorthin begeben soll. Die Gefahren sind zu groß und lauern an jeder Ecke.
Erst im Laufe der Geschichte kommt natürlich das ganze Ausmaß zum Vorschein und es ist erstaunlich, wie die Autorin sich die Zukunft so vorstellt. Die Natur ist unberechenbar und gerät außer Kontrolle, wenn der Mensch zu sehr in ihr herumpfuscht.
Die Idee der Autorin finde ich genial und ich frage mich, ob ihre Zukunftsvision vielleicht einmal möglich wäre.
Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich würde mich über einen weiteren Teil sehr freuen.
Meinung: Die Charaktere dieser tollen Geschichte sind liebenswürdig und wachsen im Laufe der Handlung immer weiter über sich hinaus, entwickeln sich und harmonieren hervorragend miteinander und mit der Welt. Jede Figur macht Spaß und ist sympathisch und gerade Finn fand ich sehr menschlich und damit plastisch.
Der Schreibstil ist wunderbar angenehm, einfach und dennoch phantastisch und tiefgründig. Die Welt, welche die Autorin erschafft, ist interessant und steckt voller wundersamer, schöner aber auch furchterregender Sachen und Wesen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam mit den Figuren diese Welt zu erkunden.
Die Handlung von Nachtschattenwald war für mich auf den ersten Blick etwas seltsam und merkwürdig. Diese Zukunft, in der elektrische Geräte mit Hilfe von Pflanzen geladen werden und in der sich ein extrem schnellwachsender Wald seine Gebiete zurückerobert, fühlte sich erstmal komisch an.
Allerdings entfaltet sich gerade daraus eine sehr spannende und neuwertige Geschichte um Finn und seine Freunde. Die Handlung weiß den Leser mit sich zu nehmen und auch zu überraschen. Vor allem, was das Ende betrifft. So ist das Buch nicht nur etwas für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die das komplette Ausmaß der im Text niedergeschriebenen Kritik vollständig erkennen.
Und von dieser Kritik hat das Buch durchaus einiges vorzuweisen, die zum Nachdenken anregt.
Fazit: Die Geschichte rund um den Nachtschattenwald in all seinen Facetten und Finn, seiner Suche nach seiner Schwester und dem Mondwandler macht sehr viel Spaß. Der lockerleichte Stil steuert ebenfalls dazu bei, dass man mit dem Buch mitfiebert und in der Welt versinkt.
Ich spreche für Nachtschattenwald gerne eine Leseempfehlung für jedes Alter aus.
Nach "Brombeerfuchs" ist dies mein zweites Buch der Autorin und ich finde, dass sie eine ganz besondere Art hat zu erzählen. Sie schafft es mich direkt in den ersten Zeilen abzuholen und mich in der Geschichte heimelig zu fühlen. Ich würde ihr auch eine gewisse Vorliebe für Wälder unterstellen, denn diese hat sie mich in beiden Werken sehr spüren lassen. Die Protagonisten sind wie immer ein wenig kindlich, aber auch gescheit. Ich mochte sie alle sehr, selbst die nicht so netten, denn jeder hatte seine Beweggründe für sein handeln. Entsprechen war der Wohlfühlfaktor einfach sehr hoch und die Atmosphäre für mich förmlich greifbar. Selbstverständlich gibt es auch einen tierischen Begleiter in der Geschichte, den ich persönlich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. Der Abschied von dem Frosch Flöckchen fiel mir besonders schwer, nachdem ich das Buch beendet hatte.
Während die Geschichte des "Brombeerfuchs" mehr Richtung Fantasy geht, könnte man hier schon fast unterstellen, dass es eine Sci-Fi Dystopie für Kinder bzw. Jugendliche ist mit ganz viel Abenteuer, denn stellt man sich die großen "was wäre wenn"-Fragen, dann wäre all dies, genau so, möglich. Da ich beide Genre sehr gerne mag, besonders diese Art von Gedankenspielen - in diesem Fall ging es mitunter um den Umgang mit der Umweltproblematik-, fühlte ich mich rund um wohl. Besonders schön fand ich außerdem, dass die Autorin wieder schön aufzeigt, dass man im Team einfach stärker ist. Dass jeder gewisse Stärken und Schwächen hat, die man so eben ausgleichen kann. Das ich das Buch verschlungen habe, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Fazit:
Ein spannendes, facettenreiches und unterhaltsames Leseabenteuer für große und kleine Kinder, das zum Verweilen einlädt.
Nachdem mich die Autorin mit "Brombeerfuchs" wirklich gut unterhalten konnte war ich gespannt auf ihr neuestes Projekt.
Wir lernen Finn kennen, der in einer Welt lebt, in der sich die Natur ihren Platz zurück erobert hat. Die Menschen haben gelernt mit ihr zusammen und von ihr zu leben. Es wird angebaut, geerntet, weiterverarbeitet und so Handel betrieben. Geld gibt es nicht mehr, nur Tauschwaren. Ein "normales" Leben, wenn auch ohne Strom, Autos usw. hat sich gefunden. Allerdings gibt es natürlich auch Regeln. Eine davon ist, sich nachts nicht im Wald aufzuhalten. Wer dies tut gerät an den Mondwandler und dieser versetzt seine Opfer in einen tiefen Schlaf. So ist auch vermutlich Finns Schwester Hannah verschwunden. Niemand sucht nach den Vermissten, aus Angst selbst zum Opfer zu werden. Dann kommt diese Gruppe Jugendlicher, welche den Mondwandler finden und unschädlich machen will. Doch Finn hat andere Pläne. Werden sie den Mondwandler finden und besteht noch Hoffnung für seine Opfer?
Die Autorin hat eine spannende Handlung und ein wirklich tolles Setting einfließen lassen. Die Idee mit dem Dschungel aus Pflanzen ist so mega und ich konnte es mir auch richtig gut vorstellen. Das Wordbuilding hatte mir ja schon in "Brombeerfuchs" gut gefallen und auch zieht es mich wieder mitten in die Geschichte.
Mit Finn und Samira hat die Story zwei super Charaktere die sich hervorragend ergänzen und ein tolles Gespann sind. Ich war gern mit den Beiden unterwegs. Sie haben in ihren jungen Jahren Ecken und Kanten und sind keine Superhelden. Das hat mir gut gefallen, da es sie auch sehr authentisch machte.
Fazit
Ein tolles Fantasyabenteuer hat die Autorin gezaubert, welches nicht nur etwas für junge Leser ist. Es geht um Freundschaft und Mut, welches sowohl Samira, als auch Finn sehr gut wiederspiegeln. Einen richtig schönen Story also, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. 5 Sterne und eine Leseempfehlung gibt es von mir.
Mich begeistern selten Geschichten, die an Orten spielen, die ich kenne. Also in der Regel lese ich nichts, das in Deutschland spielt, schon gar nicht in so einer Metropole wie hier in Berlin. Anders sieht das aus, wenn wie hier z.B. Berlin nicht mehr wirklich Berlin ist.
In dieser Geschichte ist der Stadtflair verschwunden, Dschungel herrscht. Es sind nicht mehr viele Menschen am Leben, und die, die es sind, verstecken sich vor dem Wald und den Tieren darin. Es gibt keine Vernetzung mehr. All unser Luxus wie Handys hat sich in Luft aufgelöst und keine Bedeutung mehr.
Im Wald soll ein Wesen leben, das man den Mondwandler nennt. Finns Schwester Hannah geht im Wald verloren und suchen will sie keiner so recht, aus Angst. Erst viele Jahre später findet sich eine Gruppe Teenager, die dem Wesen auf die Spur gehen wollen. Ihr Vorgehen ist radikal und würde die verschwundenen Menschen wie Hannah gefährden, sollten diese noch im Wald sein. Also beschließen Finn und seine Freundin Samira, den Mondwandler vorher zu finden und die möglicherweise "Schlafenden" zu befreien. Doch nichts ist so, wie sie gedacht haben, und ihre Welt steht Kopf, als sie den Mondwandler finden.
Ich fand die Geschichte insgesamt durchaus lesenswert, an manchen Stellen aber zu langatmig. Das Cover ist ein Eyecatcher, wie ich finde. Der Schreibstil hat mich gut durch die Geschichte geführt und die Figuren mochte ich gern.
Mein Fazit:
Eine leichte Geschichte mit tollen Botschaften, einer merkwürdigen Realität und einer tollen Grundidee. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen!
Nachtschattenwald -Auf den Spuren des Nachtwandlers-
Abenteuerliches Kinderbuch für Mâdchen und Jungen ab 10 Jahren
Worum es geht, Klappentext:
Niemand weiß besser als Finn, wie gefährlich es ist, den Nachtschattenwald zu betreten. Der gefürchtete Mondwandler holt alle, die nach Sonnenuntergang dort unterwegs sind – behaupten die Erwachsenen. Und seit seine Schwester Hannah nicht aus dem Wald zurückgekehrt ist, scheint der Beweis erbracht. Trotzdem nagen Zweifel an Finn: Was, wenn die Geschichten über den Mondwandler nicht wahr sind? Tief im Nachtschattenwald macht Finn eine Entdeckung, die viel größer ist als das Geheimnis um Hannahs Verschwinden ...
Folge Finn in den Nachtschattenwald!
Meine Meinung:
Obwohl ich definitiv nicht zur Zielgruppe gehöre hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es ist sehr flüssig zu Lesen, in einem wundervollen Stil verfasst und auch unheimlich spannend.
Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Familie, Umwelt und auch um die Gefahren, die AI oder KI mit sich bringt.
Es regt zu Nachdenken an und ist lehrreich. Ich finde es ist ein Buch für alle Altersklassen ab 10 Jahren aufwärts uns auch ältere Menschen können dabei durchaus noch etwas lernen.
Die Geschichte und ihre Figuren sind sehr gut angelegt und durchdacht. Sympathisch und tiefsinnig.
Ich konnte mich dafür begeistern und empfehle das Buch all jenen, denen unsere Umwelt und unser Leben nicht egal ist.
Finn weiß, wie gefährlich es ist, den Nachtschattenwald zu betreten. Der gefürchtete Mondwandler - ein gefährliches Monster - holt alle, die nach Sonnenuntergang dort unterwegs sind – das behaupten zumindest die Erwachsenen. Und Finn hat keinen Grund, daran zu zweifeln - schließlich hat er auch seine Schwester Hannah geholt. Aber als er eines Tages einen leuchtenden Frosch findet, beschließt er, selbst herauszufinden, wer oder was genau sich im Nachschattenwald versteckt. Und dort macht er eine phantastische Entdeckung, die viel größer ist, als er sich vorstellen konnte ...
Ich habe mich mit dem Brombeerfuchs sehr schwer getan und war mir deshalb bei diesem Buch nicht sicher, ob es mir gefallen würde. Ich muss aber sagen, dass ich restlos begeistert bin. Das Buch geht zwar in eine völlig andere Richtung, als die, die ich erwartet hatte (mit der Auflösung hatte ich absolut nicht gerechnet), aber gerade das ist das Spannende daran. Man will unbedingt weiterlesen und dabei sein, wie sich Finn und seine Freunde durch den Wald kämpfen, auf der Suche nach der Wahrheit, und dabei ein Wunder nach dem anderen entdecken. Die Figuren sind tiefgründig und aufwändig angelegt, die Geschichte ist wunderschön geschrieben und man kann die Magie praktisch auf jeder Seite spüren. Meine Favoriten war ganz klar Flöckchen, der leuchtende Frosch, sowie die entwaffnend patente Samira.
Eine ganz klare Leseempfehlung für alle ab 10, die gerne Geheimnissen auf die Spur kommen.
- Fantastische Dystopie - Die Welt, in der Finn lebt, wird vom Wald beherrscht, und es gilt, sich an seine Regeln zu halten – vor allem nach Sonnenuntergang, wenn der Nachtwandler umherstreift und sich diejenigen holt, die gegen diese Regeln verstoßen. Finns Schwester ist auf diese Weise verschwunden und er würde alles geben, um sie wiederzufinden. Aber Finn fängt an sich zu fragen, wie viel an den Legenden eigentlich dran ist – und damit ist er nicht allein. Dieses Buch konnte mich wirklich überraschen! Ich bin recht unbedarft und ahnungslos an die Geschichte herangegangen – und dann hat sie mich von der ersten Seite gepackt und war bis zum Schluss einfach nur wahnsinnig spannend und toll geschrieben. Kathrin Tordasi hat hier eine wirklich interessante dystopische Welt geschaffen, die unheimlich und faszinierend zugleich ist – mit so vielen tollen Details und Figuren, dass man darin richtig versinken kann. Finn ist außerdem ein unglaublich sympathischer Protagonist, an dessen Seite man sich wirklich gerne mit der Machete durch den Nachtschattenwald kämpft. Und dann gab es auch noch eine furchtbar süße und geheimnisvolle Nebenfigur: Einen kleinen Frosch, der es in sich hat. Insgesamt hat mich das Buch mit seiner nicht nur fantastischen, ideenreichen und spannenden, sondern einer auch sehr intelligenten Geschichte begeistert, die definitiv zum Nachdenken anregt. Kinder ab 10 werden sich sicherlich schon von der kontinuierlichen Spannung und den tollen Charakteren mitreißen lassen, etwas ältere Kinder und Jugendliche (und natürlich auch erwachsene Leser) werden dann auch den dystopischen Aspekt voll auskosten können. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung! Diese Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.
Dieses Buch wird vom Verlag ab 10 Jahren empfohlen, allerdings würde ich das Alter etwas höher setzen. Gar nicht, weil die Geschichte für 10 jährige nicht geeignet ist, sondern weil es eine ganze Weile dauert, bis die Action endlich losgeht. Mein 13 jähriger Sohn hat das Buch gelesen und war am Anfang ein paarmal kurz davor, es abzubrechen, weil es ihm zu lange gedauert hat. Man bekommt eben am Anfang erstmal die dystopische Welt vorgestellt, in der der Protagonist Finn lebt. Und das alles zieht sich etwas in die Länge, so dass es dauert, bis die Spannung einen wirklich packt. Aber sobald das Geschehen ist, kann man das Buch nur noch schwer aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist wirklich schön und kindgerecht. Die Charaktere und Figuren sind interessant und detailreich ausgearbeitet. Finn und auch seine Freundinnen Elli und Samira sind total sympathisch, man kann sich gut mit ihnen identifizieren und auch die Beweggründe für ihr Handeln lassen sich sehr gut nachvollziehen.
Leider bleiben für uns am Ende des Buches noch einige Fragen offen, was ein bißchen unbefriedigend ist. Aber wir hoffen einfach auf eine Forsetzung!
Das Buch Nachtschattenwald klang für mich direkt beim ersten Lesen des Klappentextes nach einem Jugendbuch mit großem Potenzial. Ich bin mit hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen, allerdings muss ich sagen, dass meine Begeisterung noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat beim Lesen.
Die Geschichte ist fesselnd, keine Frage. Ich habe wirklich Spaß dabei gehabt, mit Finn die Geheimnisse und die Magie des Waldes zu erkunden, und mich stets gefragt, was wohl auf der nächsten Seite auf mich wartet. Es gab keine allzu ausgeprägten Längen im Storyverlauf, die mich aufgehalten hätten, die Figuren neben Finn waren mir ebenfalls sehr sympathisch und dennoch hat ein Funke zum Highlight gefehlt. So richtig final zu 100% überzeugt wurde ich nicht, daher kann ich "nur" 4 von 5 Sternen vergeben.
Dank an Netgally & denn Fischer Verlag die mir dieses Buch als Rezension Exemplar zu Verfügung gestellt haben.
In dieser Geschichte folgen wir Finn und seine Freundin Samira die beide immer wieder mit denn Legenden des Mondwandler konfrontiert werden Klappentext siehe zweites Bild.
Die Geschichte wird aus der dritten Perspektive geschrieben und ist einfach zu Lesen außerdem folgen wir die Sicht von Finn. Das Setting finde ich ein Spannendes Thema immerhin ist es nicht alle Tage das man nur umgeben von Wald ist. Deswegen fand ich es wirklich gut wie die Autorin daraus eine Welt für sich erschaffen hat. Finn ist ein mutiger Charakter mir hat gefallen wie er und seine Freundin Samira Begeisterung für Technische Sachen hatten und auch immer alles zusammen tun wollen.
Im Laufe des Buches wurde es immer Spannender da ich ehrlich nicht gewusst habe was mich erwartet und mochte die Wendung die sich dann im laufe der zweiten Hälfte ergeben hat und war wirklich überrascht. Im ganzen hat es mir gut gefallen es fängt etwas langsam an wird aber im laufe immer besser. Es war definitiv ein unerwartet Überraschung die mir gut gefallen hat und angetan bin von der Storyline.
Zum Inhalt: Der Nachtschattwald ist gefährlich, keiner weiß das besser als Finn. Angeblich holt der gefährliche Mondwandler alle, die nach Sonnenuntergang dort sind. Und das Finns Schwester Hannah nicht mehr aus dem Wald zurück gekehrt ist, dient natürlich als Beweis der Geschichte. Doch was, wenn die Geschichte gar nicht wahr ist? Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine Mischung aus Abenteuerroman und fantasy, die oft sehr düster ist. Aber das Düstere passt sehr gut zur erzählten Geschichte. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist auf jeden Fall für die Zielgruppe geeignet, lässt sich aber auch gut von einer älteren Leserschaft lesen. Für Kinder, die es spannend mögen, ist das auf jeden Fall ein absoluter Tipp. Fazit: Gelungene Mischung
"Nachtschattenwald" ist ein spannender Jugendroman, den ich richtig aufgesogen habe. Atmosphärisch und eindringlich erzählt Kathrin Tordasi die Geschichte von Finn und seiner besten Freundin Samira, die in einer Welt leben, in der der Klimawandel bekämpft wurde und der Wald sich die Städte zurückgeholt hat. Allerdings bergen die Wälder neue, ganz eigene Gefahren, über die die Erwachsenen beharrlich schweigen. Finn hat schon in jungen Jahren seine Schwester Hannah an den Wald verloren, die Hoffnung, sie lebend wieder zu finden allerdings niemals aufgegeben. Es macht richtig viel Spaß, zusammen mit Finn den Geheimnissen des Nachtschattenwaldes auf die Spuren zu kommen und herauszufinden, was dahinter steckt. Er ist dabei ein kluger und ruhiger Protagonist, der sich seine Schwächen eingesteht und sich nicht davor scheut, Hilfe anzunehmen, wenn er sie benötigt. Samira ist dagegen ein Wirbelwild, frech und abenteuerlustig, schlagfertig und mutig. Sie möchte ich als Charakter auch sehr. Allzu viel über die Handlung möchte ich nicht verraten, da dieses Buch meiner Meinung nach am besten wirkt, wenn ihr euch überraschen lasst. Von mir gibt es 4 🌟☺️
n erzählen alle Erwachsenen, dass man nicht in den Nachtschattenwald gehen darf, weil der Mondwandler alle holt, die sich im Dunkeln noch dort bewegen.Und seine Schwester ist auch nicht mehr daraus zurückgekehrt.Doch Jahre danach gibt es Anzeichen, dass sie doch noch lebt!Super spannende Geschichte für Jugendliche ab 11 Jahren-spannend und ein bisschen gruselig!
Eine gut strukturierte und geschriebene Geschichte mit leicht dystopischem Charakter. Die Figuren waren gut durchdacht, obwohl ich mir bei einigen noch mehr Hintergrundinformationen gewünscht hätte. Das Ende war mir ein wenig zu schnell abgearbeitet, aber alles in allem hat es mir sehr gut gefallen und definitiv etwas für Abenteuerlustige.
Gestaltung Das Cover ist so traumhaft schön. Es vermittelt sofort einen Eindruck von dem Nachtschattenwald und regt die Fantasie an. Ich liebe die Farben und Motive. Zudem sind auf dem Cover drei der Protagonisten abgebildet, wodurch ich mir auch schon ein gutes Bild von ihnen vor dem Lesen machen konnte. Außerdem erwartet euch im Buch ein Inhaltsverzeichnis - daneben möchte ich auch noch betonen, dass die einzelnen Überschriften der Kapitel schon richtig Lust auf das Buch machen. Weiterhin finden sich immer wieder kleine gestalterische Elemente, die aber nichts Außergewöhnliches sind. Das "Vorwort" von Hannah dagegen ist mit Bäumen und Blättern eingerahmt. In Allem ist das Buch also auch im Innern ein Blickfang.
Schreibstil Der Schreibstil ist von Beginn an sehr angenehm und flüssig. Ich wurde sofort in das Buch hineingezogen; ich hatte keinerlei Probleme bei dem Einstieg. Die Autorin schafft es mit ihrem Stil den Nachtschattenwald zum Leben zu erwecken und ein genaues (sehr magisches) Bild dem Leser zu vermitteln. Es ist, als würde man selber um Nachtschattenwald umherirren. Es gibt keine Passagen, über die ich gestolpert bin oder die mir komisch erschienen.
Handlung Die Handlung hat mich sehr interessiert. Es geht rasant los und bleibt bis zum Schluss spannend. In angemessenem Tempo folgen spannungsreiche und relativ "normale" Szenen. Mir gefällt wirklich gut, dass wir als Leser so viel vom Nachtschattenwald sehen und miträtseln können, was es sich mit dem gefürchteten Mondwandler auf sich hat. Insbesondere gefiel mir die Wendung zum Schluss. Der Autorin gelingt es sehr gut, aus einer zunächst übernatürlichen, magischen Erklärung der Dinge eine rational und denkbare Erklärung zu machen - auf die Auflösung des Rätsels um den Nachtschattenwald, den Schläfern und dem Mondwandler könnt ihr euch also unheimlich freuen!
Figuren Die Figuren sind ziemlich einzigartig. Sie sind alle individuell und dynamisch konzipiert. Alle Figuren haben eine Vergangenheit, die auch in die gegenwärtige Zeit im Buch hineinwirkt. Ich konnte mich schnell mit den Protagonisten anfreunden und finde sie auch allesamt sympathisch. Ihre Gedankengänge und Handlungen sind nachvollziehbar und realistisch. Zudem ist ihr Habitus auch dem Alter entsprechend. Es gibt einige Figuren, die man kennenlernen kann. Neben den vielen Protagonisten gibt es auch einige Antagonisten. Einige der Antagonisten kann man nur aus der Ferne betrachten, aber der "Hauptantagonist" wird intensiv beleuchtet.
Fazit Kathrin Tordasis neues Buch "Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers" ist ein intensives, magisches Erlebnis, das nicht nur für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist. Auch Erwachsene können Spaß an der Geschichte haben. Euch erwarten interessante, dynamische Figuren. Sowohl die Protagonisten als auch die Antagonisten sind gut konzipiert worden. Sie lassen ihre Leser tiefe Blicke in ihre Psyche werfen. Der Schreibstil und die Handlung lassen das Fantasy-Herz höherschlagen. Zudem kann man es auch als Dystopie und Abenteuergeschichte sehen! Es gibt unheimlich viele Orte zu entdecken, viele 'magische' Wesen schwirren umher und ein Geheimnis möchte unbedingt aufgedeckt werden. Insgesamt ist der "Nachschattenwald" pure Unterhaltung. Ein fantastisches Leseerlebnis für Groß und Klein.
Außergewöhnliche Geschichte, aber sehr langatmig Im Nachtschattenwald ist die Hölle los. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn dort dreht der Nachtwandler seine Runden und sammelt alle eine, die nachts nicht in ihrem Bett liegen. Der Wald holt sich seine Territorien zurück und vertreibt die Menschen immer weiter. Wir lernen in dieser Zeit Finn und Samira kenne, die beide wichtige Menschen an den Nachtwandler verloren haben. Doch warum will niemand nach ihnen suchen? Langsam aber sicher kommen die beiden einem riesigen Geheimnis auf die Spur, dass ihr Vertrauen in die Erwachsenen in ihren Grundfesten erschüttern wird. Die Geschichte an sich ist wirklich außergewöhnlich und stellt unsere derzeitige Situation mit Mutter Erde sehr schön dar. Doch was dann folgt, umgehen wir hoffentlich. Mir hat die Idee und die Figuren wahnsinnig gut gefallen. Allerdings sind hier auch sehr viele Längen drin, die es mir schwer gemacht haben, die Geduld zu bewahren. Mich hat es jedenfalls wirklich angestrengt, dem Ganzen zu folgen. Dafür ist es dann nach diesen Längen wieder volle Action. Von einem Extrem ins andere, so würde ich mein Leseerlebnis hier beschreiben. Es ist bildgewaltig, fantastisch und es dreht sich um Liebe und Freundschaft. Hat mir im Großen und Ganzen wirklich sehr gut gefallen.