Angetrieben von dem Wunsch, die Welt zu bereisen, wagt Carmen Rohrbach mit 27 Jahren die Flucht aus der DDR, im Schutz der Dunkelheit über die Ostsee. Zwei Tage und Nächte verbringt sie auf dem Wasser, in ständiger Angst, zu ertrinken oder entdeckt und verhaftet zu werden. Ihr Fluchtversuch misslingt, doch ihr Freiheitswille bleibt ungebrochen: Nach zwei Jahren Haft im Frauengefängnis Hoheneck wird Carmen Rohrbach nach Westdeutschland ausgewiesen – und macht bald darauf als Dokumentarfilmerin und Reiseautorin die ganze Welt zu ihrer Heimat. »Solange ich atme« ist ihre zutiefst inspirierende, abenteuerliche Lebensgeschichte.
Sehr eindrückliche Schilderung einer gescheiterten Flucht aus der DDR über's Meer , die vielen Jahre im Gefängnis und die letztlich dann doch erfolgte Ausreise in den Westen. Was war die DDR doch für ein hochgradiger Unrechtsstaat mit abscheulichsten Mitteln zur Durchsetzung seiner Interessen.
Eine sehr interessante Biographie über das Leben in der DDR und wie mit Flüchtlingen umgegangen wurde. Da ich mich sehr mit dem Thema auskenne, hat mich wenig überrascht, aber ich denke, für Menschen, die sich neu mit dem Thema beschäftigen möchten, ist dieses Buch ein guter Einstieg. Sie beschreibt detaillierte ihre Flucht über die Ostsee und wie es dazu gekommen ist. Auch wird auf die Gefängniszeit nach der Verurteilung eingegangen, wobei man die Geschichten anderes Flüchtlinge kennen lernt.
Leider zieht sich das Buch am Anfang, da sie sehr viel auf ihre Kindheit eingeht. Teilweise fand ich es kaum nachvollziehbar, wie man sich so intensiv an Gegebenheiten erinnert, wo man gerade mal 2 Jahre alt war. Aber die Autoren scheint gerne Geschichten zu erleben und zu erzählen, daher wundert mich dies nicht.
Ansonsten sehr packend geschrieben und am Ende konnte ich es kaum weglegen.