Ein Zwei-Personen-Stück. Ein Pingpong mit Geistesblitzen. Ein jeder des anderen Sparring-Partner. Der versierte Oppositionspolitiker und der ebenso versierte Clown streitend vereint: im Einsatz gegen politische Routine. Gregor Gysi, der die Politik mit Witz reicher machen möchte; Martin Sonneborn, der mit seinem Witz der Politik ein Armutszeugnis ausstellt – zwei testen im Gespräch, wie weit man gehen muss, um aus dem Rahmen zu fallen.
„Die PARTEI und die Linke an der Macht: Martin, da wäre was los in Deutschland!“ „Punk! Es wäre Punk. Purer Punk!“
Mein Rezensionsexemplar habe ich vom Verlag via Netgalley erhalten.
Gysi und Sonneborn im Dialog: ein wahrer Schlagabtausch. Voller Humor, aber dennoch werden Probleme in der aktuellen Politik aufgedeckt und angesprochen. Dabei waren mir Sonneborns Aussagen häufig schon bekannt, sodass ich seine Teile als redundant wahrnahm. Aber dafür war Gysis Part umso interessanter für mich.
Ich bin nicht sicher, was das hier war. Eigentlich dachte ich, ich höre das Hörbuch zu "Gysi vs. Sonneborn". War es aber scheinbar nicht. Stattdessen ein Gespräch zwischen den beiden Politikern. Auch gut - den beiden kann man schlicht gut zuhören, ob man nun ihre Ansichten teilt oder nicht. Aber muss man aus einem Podiumsgespräch ein Hörbuch machen? Denn letztlich muss ich jetzt immer noch das Buch lesen ... Fail.
Sehr langweilig. Die beiden reden oft aneinander vorbei bzw. nebeneinander her, es gibt keine besonders bahnbrechenden neuen Erkenntnisse. Das ist ja fast wie bei jedem Podcast, bei dem sich 2 weiße cishet Dudes unterhalten. Die „Zusammenfassung“ am Ende hätte man sich sparen. Bro ich hab das Buch selbst gelesen und was sollen diese erzwungenen Hamlet Vergleiche?
Nachdem im Herbst die nächste Bundestagswahl stattfindet, ist es an der Zeit, sich ein bisschen mehr mit Politik zu befassen, da kommt das Buch „Gysi vs. Sonneborn – Kanzlerduell der Herzen“ von ebendiesen, erschienen im Aufbau-Verlag natürlich genau richtig.
Beschrieben wird es als Ping-Pong an Geistesblitzen, Zwei-Personen-Stück, Ein ganz linkes Ding. Und genau das trifft es auch. Gregor Gysi, langjähriger linker Politiker erweist sich einmal mehr als intelligent und weltoffen, spricht Klartext und bildet den perfekten Dialogpartner für Martin Sonneborn, EU-Abgeordneter und Parteivorsitzender von DIE PARTEI, der entgegen all seinen Beteuerungen gar nicht so unseriös daherkommt.
Es wird erwartungsgemäß satirisch und die Lachmuskeln werden gefordert. Es wird aber auch lehrreich – und zwar sehr! Die persönlichen Werdegänge der beiden Politiker werden ebenso beleuchtet, wie die Parteigeschichten, die Geschichte Deutschlands und die Politik der Bundes- und EU-Regierung von gestern und heute.
Das äußerlich ungleiche Paar funktioniert im Dialog hervorragend und hat erstaunlich ähnliche Ansichten und ein gemeinsames Feindbild – die Politik der vergangenen Jahre, die die Gesellschaft immer weiter spaltet, statt Lösungen vorzubringen. Die immer kapitalistischer wird, statt sich um ihren Sozialauftrag zu kümmern. Die immer mehr zum Einheitsbrei wird, statt sich klar zu positionieren und anzupacken. Nach der Lektüre dieses Buchs frage ich mich einmal mehr, warum steht das Volk angesichts der herrschenden Ungerechtigkeiten nicht auf?
Ein wichtiges Buch, weil es informiert und unterhält. Da kann wohl kaum ein politisches Buch mithalten.
Zuerst in live nun in Schriftform und dennoch erschließt sich mir das Konzept dieser Idee nicht ganz. Es wirkt wie eine Mischung aus Wahlkampfveranstaltung, politischem Kabarett und Selbstdarstellung - jedoch ohne rotem Faden. Jeder will seine Punkte machen.
Sicherlich gibt es gute Ansätze, doch empfehlen kann ich weder das Buch noch die Gesprächsrunde in echt.
"Es gibt eine erschreckende Kontinuität von Machtstrukturen und Herrschaftspraktiken. Die, die früher gut gelebt haben, leben immer noch gut ..." (Seite 83)
"Es gab nie einen natürlichen Grund, warum ein armer deutscher Bauer einen armen französischen Bauern totschlug und umgekehrt. Früher waren es die Könige, die die Menschen wegen der gewollten Kriege gegeneinander aufhetzten. Auch, damit die Mehrheit nicht auf die Idee kam, ihre Könige abzuschaffen." (Seite 90)
"...und die innere Einheit ist immer noch nicht verwirklicht." (Seite 92)
Nette Unterhaltung von Sonneborn und Gysi, aber nichts besonders aufschlussreiches. Alle 10 Seiten mal ein größerer Lacher, insgesamt ganz amüsant. Wenn man die beiden mag, kann man es ruhig lesen, ist aber keine Pflichtlektüre.