»Zuerst werde ich den Spinnenkönig zur Strecke bringen. Ich schlachte jeden nieder, der mir im Weg steht. Ist dies vollbracht, ziehe ich die Verräter zur Rechenschaft und schände die Leichen derjenigen, die versuchen meiner Rache durch den Freitod zu entfliehen.« Von Rachsucht getrieben, jagt der Vampir Festus den Spinnenkönig kreuz und quer durch den Ghulwald. Um sein Ziel zu erreichen, lässt er sich sogar auf den Plan ein, seinen Platz als König des Ghulwaldes einzunehmen. Doch obwohl die Blutsauger Conor und Famine, sowie der junge Wolf ihm zur Seite stehen, ist ihm sein Erzfeind immer einen Schritt voraus. Allmählich muss Festus sich fragen, ob er seinen Freunden vertrauen kann oder ob sie ihm hinterrücks einen Dolch in den Rücken rammen werden. Denn die Frage, wer Beute ist und wer Jäger, scheint nicht so klar wie angenommen.
MEINUNG Auch in Band 2 besticht die Geschichte vor allem durch die recht derben Geschehnisse. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und würde behaupten, dass manche Schilderung in dem Buch nicht jeder vertragen würde. Ich finds aber geil! Das Wiedersehen mit Festus, Conor, Famine und einigen anderen aus Band 1 hat mir wieder viel Freude bereitet. Die Dynamik unter den Charakteren ist spitze, man mag jeden der Drecksäcke irgendwie total gerne. Den schwarzen Humor, der in der Geschichte Herrscht finde ich genial. Spannende Wendungen haben das ganze sehr interessant gemacht, auch wenn, finde ich zumindest, diesmal weniger Spannung aufkam als beim ersten Teil, und auch ein paar klitzekleine Längen vorhanden waren, war ich doch wieder voll in der Geschichte drin.
Jetzt bin ich einfach mal wieder sau gespannt wie die Geschichte weitergehen wird ... und vor allem wann wird es weitergehen? Das Frage ich mich, während ich meine Fackel in Öl tränke und lächle.
FAZIT Ein Dark-Fantasy Roman nach meinem Geschmack. Derb, düster, blutig und auch irgendwie ein wenig drollig.
Pest ahoi! Wir befinden uns immer noch in einem Land der Untoten und Vampire. Nach den dramatischen Ereignissen am Ende des ersten Bandes beschließt die Hauptgruppe um Vampir Festus, den grausamen Spinnenkönig zu jagen und ihn zur Strecke zu bringen. Zusammen schmieden sie Bündnisse im Ziel, unter einem vereinten Banner gegen ihren gemeinsamen Feind zu ziehen. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Gut und Böse wie noch nie zuvor in dieser Reihe und etablierte Charaktere enthüllen ungeahnte Seiten ihrer Persönlichkeiten.
Charaktere
Die Charaktere um den Vampir Festus sind in Band 2 weitaus zahlreicher und auch komplexer angeordnet als im ersten Teil. Im Vordergrund stehen neben Festus die altbekannten Charaktere Wolf und Thea ebenso wie Erzpriester Conor und Vielfraß Famine. Jedoch werden auch viele neue Charaktere eingeführt, darunter die verführerische Todeshändlerin Sorena und der junge Fürst Argon. Demgegenüber bleiben die Antagonisten bis auf den Spinnenkönig relativ blass. Die Geschichte konzentriert sich hauptsächlich auf die Hauptgruppe und die inneren Konflikte, anstatt viele Untertanen des Spinnenkönigs einzuführen. Besonders interessant ist dabei jedoch auch die Motivation des Spinnenkönigs selbst. Seine Pläne gehen nämlich weit über einzelne Gräueltaten hinaus …
Plot
War der erste Teil noch eine modifizierte klassische Heldenreise, so erschließt Band 2 ganz neue Gebiete. Anstatt als kleine Gruppe durch die Baronien zu reisen, setzen die Charaktere alle Hebel in Bewegung. Die Geschichte erhält dadurch politische Dimensionen und umfasst somit auch Intrigen, Feldzüge und komplexe Pläne. Während man im ersten Band noch auf die Idee hätte kommen können, eine einfach gestrickte Geschichte mit klar vorgegebenen Konturen vor sich zu haben, entführt uns Band 2 in eine Welt ohne Sicherheiten, in der sich eine dramatische Enthüllung an die nächste reiht.
Stil
Ähnlich wie im ersten Band tauchen auch hier Schilderungen exzessiver Gewalt auf, jedoch sind sie dosierter und effektiver eingesetzt. Besonders in sich haben es die Schlachtszenen, die aber genau mit dieser düsteren Gestalt überzeugen können. Festus' Suche nach Rache ist kein heldenhafter Kampf, sondern eine regelrechte Höllenfahrt und der allgemeine Stil unterstreicht dies.
Fazit
Es handelt sich um eine starke Fortsetzung eines ohnehin schon soliden Romans. Einzig zu kritisieren ist unter Umständen die große Fülle an neuen Charakteren, die auf den knapp 200 Seiten einfach nicht genug Platz haben und das Memorieren einzelner Namen erschweren. Davon abgesehen jedoch ist Krampitz erfolgreich der Sprung von der einfachen Heldenreise zur düsteren Königsqueste gelungen. Wir dürfen also gespannt sein, was in Zukunft noch auf uns zukommt …
Band 1 war eine Abenteuerreise voller packender Spannung, ein Krimi, der bis zur letzten Seite mich gepackt hatte.
Das Cover hatte mich sofort wieder gepackt, ebenso der Klappentext.
Wir lernen Festus besser kennen, ebenso Conner und Famine. Aber vor allem die Verhandlungskünste des Prinzen Pest, die Politik der Adligen und Söldner und die Käuflichkeit von Rittern werden uns vor Augen geführt. Ein notwendiges Übel. Manchmal verlor ich den Faden, wer nun mit wem welche Abmachung hatte und gefühlt nahm es den Schwung aus der geschichte.
Dafür waren die Kämpfe und Schlachten spannungsgeladen, detailliert und trotz all dem Spektakel wusste man immer, was geschah. SO müssen Kampfszenen sein! Mehrmals haben ich den Atem angehalten, wenn dabei auch noch unvorhersehbare Wendungen einhergingen.
Aber wer jagt hier wen? Festus den Spinnenkönig? Oder der Spinnenkönig Festus?
Das Ende war genial, der Epilog pure Gänsehaut.
Felix Borrmann verpasst dem Ganzen seine Stimme und wieder einmal konnte der Herr mich zu einem Hörbuch überzeugen.
Band 3 kann kommen. Ich bin bereit für den Ghulwald, wenn es soweit ist.
Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem harten Cliffhanger von Band 1 an. Die wilde Hatz auf den Spinnenkönig setzt sich in gewohnt düsterer Manier fort. Hier darf jeder jedem eine Klinge an die Kehle setzen, sich an dem Blut von Feind und Freund ergötzen und die übel zugerichteten Opfer als Untote seinen Truppen hinzufügen.
Ich feiere diesen unangepassten Stil, die harten Schlachtszenen, den überaus geringschätzigen Tonfall aller Charaktere und die Tatsache, dass eine Aufteilung in Gut und Böse im Prinzip gar nicht möglich ist. Denn «gut» klingt in Bezug auf die charakterlichen Eigenschaften der Protagonisten wie «genießbar» für einen schimmligen Haufen Mist.
Fazit: Starkes Buch, starke Fortsetzung, unbedingt lesen und den morbiden Gedanken des Autors folgen!
Es geht feuchtfröhlich weiter im Lande der Vampire und Untoten und was da nicht noch so alles herumkriecht.
Es wird wieder gemordet und gekämpft, gesungen und gelacht... Nee, wartet mal. Das war woanders! Es wird auf jeden Fall gemordet. Blut fließt da ne Menge. Und auch Tränen. Imaginäre Tränen. Von mir.
Ich bin positiv überrascht, Tobi hat sich hier wirklich selbst übertroffen. Jeder Charakter macht eine gewaltige Entwicklung durch. Festus ist weniger Arschloch, Conor dafür umso mehr. Ihr werdet die beiden lieben. Und miteinander shippen wollen. Fanfictions incoming! Und Halleluja, was ist denn bitte mit Thea passiert?!
Jeder Charakter hat noch einen Ticken mehr Tiefe bekommen. Mir sind alle so viel sympathischer geworden. Oder anstrengender, je nachdem... Der Humor ist allerfeinster schwarzer Augenschmaus. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, dass das Ding endlich raus ist!
Wann geht es denn weiter, Tobi? Fackeln liegen schon bereit 😈