Die Kommissare Hardy Finkel und Greta Silber sind fassungslos, als man sie zur Leiche einer berühmten Esoterikerin ruft. Tags zuvor hatte das Opfer noch bei Gretas Lesung im Konferenzsaal des Polizeipräsidiums applaudiert. Keine zwölf Stunden später liegt die Frau tot in ihrer eigenen Sauna, wo sie jämmerlich gestorben sein muss.
Tragischer Unfall oder Mord? Eine blutige Spur führt nach Hiddensee – zu einem Verbrechen, das neununddreißig Jahre zurückliegt. Die Zeit drängt, denn schon bald sieht es so aus, als arbeite jemand eine Todesliste ab.
Während bei den derzeitigen Temperaturen der Schweiß in Strömen fließt (in meinem Schlafzimmer sind 29,6 °C!), können wir uns bei einem spannenden Thriller etwas Abkühlung verschaffen, denn dort ist es Winter. Und wenn man bei der Hitze kaum zum Schlafen kommt, ist die Alternative, stattdessen den Thriller zu lesen, gar nicht so übel.
Ganz frisch im Buchhandel, digital und gedruckt, ist der neueste Thriller aus der Finkel & Silber-Reihe. Wer die Thriller von Elias Haller kennt, der weiß, dass es sich immer lohnt, die Bücher zu kaufen. Meine Bewertungen sind durchweg im Bereich der 9-10/10 Punkte, und das schaffen die wenigsten Autoren. Es ist meist immer mindestens ein weniger gutes Buch dabei. Aber Elias scheint ein wirklich gutes Händchen dafür zu haben, was die verschiedensten Fälle betrifft und die Spannung fast die ganze Zeit auf einem wirklich hohen Level zu halten. Selten schaffe ich es, das Buch einfach so zur Seite zu legen. Und so habe ich auch dieses innerhalb von 2 Tagen ausgelesen.
Die Charaktere der Protagonisten / Ermittler sind uns schon durch die vorangegangenen Bücher ein Begriff. Der Autor erschafft wirklich vollkommen unterschiedliche Figuren, wie sie im realen Leben erscheinen, mit all ihren Facetten, Unterschieden, Macken und liebenswerten Allüren. Aber auch die neuen Figuren, die natürlich die Story füllen, sind so detailliert dargestellt, dass man meinen möchte, sie stammten aus der Realität und sind womöglich einfach nur namentlich verändert worden ;)
Es ist eine Freude, den Thriller zu verschlingen. Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen! – 10/10 Punkte
Was ich immer wieder als Story interessant finde ist, wenn jemand vom Ermittlerteam das Opfer bzw. den Täter rein zufällig im Vorfeld der Tat treffen. Dieses Mal tritt das Opfer auf Greta zu und möchte gerne mit ihr zusammen einen Kriminalroman über eine wahre Begebenheit schreiben. Und genau dieses Angebot spiet im gesamten Thriller eine tragende Rolle und bringt Geheimnisse ans Licht, die wirklich erschreckend sind. Schon relativ früh konnte ich erahnen was es damit auf sich hat und es zeigt einfach mal wieder, dass manche Abgründe der menschlichen Seele einfach unendlich sind.
Und dann passiert der Mord ausgerechnet an der Ostsee in einer Gegend, die viel zu idyllisch für so eine Tat erscheint. Wie man am Cover erkennen kann geht es dieses Mal recht stürmisch und beängstigend zu.
Desweiteren geht es noch um die große Frage, wie gut man sein Gegenüber wirklich kennt. Und genau darüber muss sich Greta dieses Mal Gedanken machen. Wie reagiert man am Besten in so einer Situation und was sagt das über die eigenen Fähigkeiten als Ermittler aus?
Das schöne an den Büchern Elias Haller ist, dass er im Laufe der Handlung wichtige Informationen aus den vorigen Bänden erwähnt. Da ich eine Menge Krimi- und Thrillerreihen lese bin ich über jeden Autor dankbar, der einem kleine Erinnerungshilfen einbaut. Denn mittlerweile gibt es ja eine Menge Bücher in diesem Genre, die an der Ostsee spielen oder eben einen Ermittler haben, der nebenberuflich Bücher schreibt.
Die Reihe rund um Finkel und Silber ist so ganz anders als die um Frost oder Donner, denn sie ist viel ruhiger und konfrontiert einen nicht ständig mit fragwürdigen Charakteren oder ähnlichem. Aber trotzdem ist die Ostseereihe turbulent und hat genügend Nervenkitzel, also passend zum Genre Thriller.
Bei den Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass der Fall komplexer ist als ursprünglich vermutet. Durch die vielen kurzen Kapitel kommt ganz langsam Licht ins Dunkel, jedoch geraten immer mehr Menschen in das Visier des Täters und somit bleibt den Ermittlern nicht viel Zeit. Die Auflösung an sich hatte mich richtig überrumpelt, immerhin hatte ich viel zu lange eine ganz andere Person in Verdacht. Wenn der Autor eins kann dann ist es falsche Fährten legen und er schafft es erstaunlich oft mich hinters Licht zu führen.
Am Ende gibt es dann noch einmal einen gewaltigen Cliffhanger, der jede Menge Zündstoff und somit weit reichende Veränderungen verspricht. Deshalb freue ich mich schon richtig auf die Fortsetzung und mal schauen was die beiden Ermittler noch so erwartet.
Fazit: Alles in allem ist es ein spannender Thriller über einen Fall, der weit in die Vergangenheit reicht und den man gut ohne Vorwissen lesen kann.
Inhalt Anlässlich einer Lesung der Autorin und Kriminalhauptkommissarin Greta Silber erzählt ihr Simone Dammbeck, die einige Esoterik-Ratgeber geschrieben hat, sie arbeite nun ebenfalls an einem Kriminalroman. Der Titel lautet „Der Knochenfund“ und es geht um ein 1982 auf der Insel Hiddensee geschehenes Verbrechen, dem jedoch nie nachgegangen wurde. Greta findet die Esoterikerin etwas eigenartig und aufdringlich, verspricht jedoch, sich das Exposé anzusehen. Als am nächsten Tag Simone Dammbeck tot in ihrer Sauna gefunden wird, fragen sich Greta Silber und ihr Kollege Hardy Finkel sofort, ob es sich tatsächlich um einen tragischen Unfall handelt. Oder gibt es einen Zusammenhang zu dieser Geschichte vom angeblichen Einbruch im Jahr 1982 auf Hiddensee und dem verschwundenen Jugendlichen? Was ist damals wirklich passiert? Als es in rascher Folge weitere Tote gibt, sind Finkel und Silber gezwungen, rasch nicht nur metaphorisch tief in der Vergangenheit zu graben.
Thema und Genre Dieser Thriller mit Regionalbezug spielt an der Ostsee, auf Usedom, Rügen und Hiddensee. Es geht um Verbrechen in der Vergangenheit, Schuld und Rache.
Charaktere Dies ist der vierte Fall des sympathischen Ermittlerteams Hardy Finkel und Greta Silber, wobei Greta plötzlich auch persönlich betroffen ist.
Handlung und Schreibstil Nach einem Prolog im Jahr 1982 spielt die straffe Handlung in der Jetztzeit. Ergänzt wird sie durch Rückblenden, die Spuren bis in die Gegenwart aufzeigen. Doch die Rückschlüsse sind nicht immer richtig und es gibt einige überraschende Wendungen, die für zusätzliche Spannung sorgen. An den detaillierten Beschreibungen der verschiedenen Örtlichkeiten und Schauplätze erkennt man mit Freude, wie genau der Autor hier auf den Inseln recherchiert hat. Der Schreibstil entspricht dem Genre, die Ereignisse sind realistisch und logisch nachvollziehbar, Humor erhöht das Lesevergnügen.
Fazit Ein interessant aufgebauter Ostsee-Thriller, der auf den Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee spielt und nicht nur für Spannung, sondern auch für Urlaubsfeeling sorgt.
Zum vierten Mal gerät das Ermittlerduo an einen würdigen Gegner
Ostseeschmerz ist der vierte Thriller aus der Reihe um die Kommissare Hardy Finkel und Greta Silber. Da ich den ersten Teil der Reihe gelesen hatte, waren mir die Charaktere bekannt, die sich auf ihre gewohnte Art an die Ermittlungen gespickt mit allerlei kollegialen Neckereien machen. Inzwischen sind dann auch mit Hardys Freund Jan und der Studentin Lena neue wiederkehrende Charaktere hinzukommen. Der Fall wirft etliche Fragen auf, die sich erst langsam beantworten lassen und meist zu neuen Fragen führen. Eine Esoterikerin und angehende Krimiautorin wird tot aufgefunden und das soll nicht der einzige Mord bleiben. Es entwickelt sich ein Fall, der nur so vor Überraschungen strotzt. Diesmal wird Greta mit ihrem Mann Hannes persönlich involviert und es geht auf gewohnte Elias Haller Art dank kurzer Kapitel rasant von einer Spur zur nächsten.
Am Anfang des Buches hätte ich nie damit gerechnet, was dem Leser letztendlich als Lösung präsentiert wird. Ein Fall zum Mitraten, bei dem man nur auf der falschen Fährte landen kann, einfach genial. Die Charaktere sind toll, ihre Entwicklung glaubhaft, die Handlungsorte interessant und zum Greifen nah präsentiert. Ein wirklich gelungener Fall für die beiden Ermittler, der mit einem äußerst fiesen Cliffhanger endet, der jeden dazu bringen wird, sich den nächsten Teil zum Erscheinungstermin zu sichern.
Mir hat der neueste Thriller von Elias Haller wieder sehr gut gefallen, ich mag den Schreibstil und lassen mich lesend immer wieder gerne auf die Ostseeinseln versetzen. Ein Buch für jeden Krimi und Thrillerfan, der Überraschungen liebt, Charaktere mit Tiefe bevorzugt und Bücher mag, bei denen es nicht zu zimperlich zugeht.
Today's coffee was served with the book "Ostseeschmerz" by Elias Haller, the fourth instalment in the gripping Finkel & Silber series. Despite realizing my late entry into the series, I found this standalone thriller to be captivating. Set against a stormy backdrop, the detectives' investigation into an esoteric practitioner's murder uncovers long-buried secrets and raises questions about the depths of human understanding. With subtle nods to previous events, the book keeps readers engaged and ends with a satisfying resolution and an exciting hint at future adventures. Whether new to the series or a devoted fan, "Ostseeschmerz" delivers an immersive and thrilling reading experience.
Ich lese eigentlich keine Krimis/Thriller und wollte mit diesem Buch das Genre „kennenlernen“. Ich mochte die kurzen Kapitel sehr & dass ich wirklich bis zum Ende nicht wusste, wer für die Verbrechen auf Hiddensee verantwortlich war. Trotzdem konnte ich mit den Ermittlern nicht so richtig mitfühlen und die Geschichte hat mich bis auf die letzten Kapitel auch nie richtig „gepackt“.
Ich würde das Buch trotzdem weiter empfehlen, schaue mich jetzt aber eher bei den anderen Werken des Autors um :)
Dieses Buch wurde mir von Netgalley zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Im folgenden nun mein Leseeindruck.
Aufmerksam bin ich durch das Cover geworden und auch da ich bereits Bücher des Autors gelesen habe, die mich sehr begeistern konnten. So auch dieses Buch. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr angenehm lesen. Es gibt zahlreiche unerwartete Wendungen und es wird von Seite zu Seite immer spannender. Die Charaktere fand ich sehr sympathisch und ich bin sehr gespannt auf die Bücher davor, denn dies ist der vierte Band der Finkel und Silber Reihe. Wie auch bei den anderen Büchern, wäre ich auch hier nie auf den Täter gekommen ,das gefällt mir sehr gut. Außerdem war das Ende echt gemein, da möchte man doch am liebsten gleich den nächsten Band verschlingen. Der Haken daran, dieser muss erst noch erscheinen.
Zusammenfassend ein sehr lesenswertes Buch, was mich sehr fesseln konnte. Es bekommt 5 von 5 Sterne.