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Tarçınlı Kuskus

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1984 Berlin doğumlu, Alman yazar Elsa Koester ilk romanı Tarçınlı Kuskus'ta, gazeteci ve aktivist olarak edindiği deneyimlerden ve ailesinin farklı kültürel geçmişlerinden yararlanarak, Bellanger ailesine mensup, üç kuşaktan kadının hayatını, bir kültürlerarası diyalog örgüsüyle, sosyo-politik arka planıyla, göçmenlik, kadınlık, kimlik politikaları, küreselleşme, milliyetler, aidiyetler ve tabii ki efsanevi yemekler etrafında örülü hikâyeleriyle ele alıyor.

Tunus, Fransa ve Almanya üçgeninde, son derece canlı ve kıvrak bir dille, sürekli değişen anlatıcı perspektifleriyle ilerleyen roman, kaderleri sosyal çalkantılar ve krizlerle belirlenen güçlü kadınların iç içe geçen büyüleyici hikâyelerini anlatırken, Tunus'un bağımsızlığı, Paris'teki 68 olayları ve mülteci krizi gibi Avrupa'nın yakın tarihindeki birkaç önemli olaya da odaklanıyor.

Son yıllarını Paris'teki dairesinde kitap okuyarak geçiren, yüz yaşını aşmış, Fransa doğumlu, "Mamie" lakaplı Lucile, Tunus'ta doğan kızı Marie ve bu iki bağımsız, yaralı kadının hatıraları arasında kaybolan, aileyi birbirine bağlayan duygusal bağları, çocukluğunu ve kimliğini arayan Berlin doğumlu torunu Lisa. Tarçınlı Kuskus psikolojik derinlik, duygusal sıcaklık, empati, hikâye anlatma zevki ve çekici karakterlere dolu, sürükleyici ve çağdaş bir Avrupa romanı.

408 pages, Paperback

Published April 6, 2021

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About the author

Elsa Koester

3 books6 followers

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Community Reviews

5 stars
16 (18%)
4 stars
31 (35%)
3 stars
28 (31%)
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9 (10%)
1 star
4 (4%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Uralte  Morla.
370 reviews129 followers
August 27, 2020
Lisa muss die Pariser Wohnung ihrer Großmutter auflösen. Eine Wohnung an die vor allem ihre Mutter Marie viele eher unangenehme Erinnerungen hat. Und auch Lisa verbindet gemischte Gefühle mit ihr. Sowohl die Großmutter als auch die Mutter sind relativ nahe hintereinander verstorben und Lisa erinnert sich. An ihre Mutter Marie, an ihren Alkoholismus, ihre Liebe, ihre Verzweiflung, an wunderschöne und schreckliche Momente. In vielen Kapiteln folgen wir Lisas Erinnerungen und ihren gegenwärtigen Erlebnissen in Paris. In anderen Kapiteln lesen wir von Maries Erinnerungen, von den Streitereien mit ihrer schwierigen Mutter, von der Ausreise aus ihrer Heimat Tunesien, ein Land, das sie bis an ihr Lebensende vermisst und das sie mit einem schlechten Gewissen verbindet. Weil ihre Familie dort nur durch die französische Kolonialgeschichte lebte.
"Couscous mit Zimt" ist ein Drei-Generationen-Roman, die Geschichte dreier Frauen, die versuchen, ein freies Leben zu führen und alle auf ihre Weise schmerzhafte Fehler machen. Es ist auch eine Geschichte über Mütter und Töchter, über Kindheitserfahrungen, die das gesamte Leben prägen und sich wiederum auf die nächste Generation übertragen. Und es ist ein Buch über Erinnerung, über die unterschiedliche Wahrnehmung der gleichen Begebenheiten, über das Suchen einer Wahrheit.
Elsa Koester schreibt das alles in einer dynamischen Sprache, die in ihren unterschiedlichen Facetten die unterschiedlichen Charaktere widerspiegelt. Eine klare Leseempfehlung von mir!
Profile Image for Sarah Sophie.
282 reviews261 followers
November 9, 2020
Habt ihr schon mal was von den Pied Noir gehört? Ich bisher auch nicht! Doch ihre Geschichte ist es wert erzählt zu werden!
Ein Buch über eine Französisch-Tunesische Kolonialgeschichte im Gewand 3er Frauen aus 3 Generationen.
Lucille lebte bis an ihr Lebensende in Paris in ihrer Wohnung, sie hat ihre glücklichsten Jahre aber in Tunesien verbracht und kam als Witwe mit ihrer kleinen Tochter zurück nach Frankreich. Ihre Enkelin Lisa in der Gegenwart muss diese Wohnung nun auflösen nachdem Lucille verstorben ist. Was sie dort alles findet und welche Geschichten in der Rückschau erzählt werden müsst ihr selbst entdecken. Ich fand das Buch athmosphärisch und gut erzählt vom Schreibstil. Nicht alle Protagonistinnen waren mir gleich sympathisch, aber das muss auch nicht immer sein. So wirkte es natürlicher und "echter".
Eine tiefe Familiengeschichte voller Sehnsucht, Identitätsfindung und Heimatlosigkeit mit dem Fokus Tunesien und Frankreich.
Profile Image for Nadine Schrott.
687 reviews65 followers
September 14, 2021
Ein wirklich gelungener Roman über das Leben, das Loslassen und die wirklich wichtigen Dinge...

Vor dem Hintergrund einer tunesisch - französischen Familiengeschichte entwickelt sich eine stimmungsvolle Erzählung um die Räume einer Pariser Wohnung...

Mitunter etwas hölzern geschrieben..... trotzdem hat mich dieser Roman um die Selbstfindung einer im Netz ihrer intensiven Familienbindung gefangenen jungen Frau sehr gefangengenommen!

Lesenswert!
Profile Image for Britta.
399 reviews38 followers
February 12, 2021
Auch wenn der Klappentext etwas völlig anderes verspricht, erwartet einen hier ein ziemlich verstörender Familienroman, der sich um 3 Frauengenerationen dreht. Eine gänzlich kaputte Familie mit vielen Traumata, mit Abtreibungen, Missbrauch, Gewalt. Aber auch einer wahrlich guten Wrzählsprache. Und einem Lichtblick in Form der jüngsten Generation.
11 reviews
August 1, 2025
Irgendwie hat mich das Buch dann doch gepackt, mit den vielen unterschiedlichen Handlungsstränge.
Profile Image for Luisa.
283 reviews
January 27, 2021
Ich muss zugeben, dieser Roman hatte es spätestens ab dem Moment schwer, als mir klar wurde, dass hier wieder einmal Schuldzuweisungen von Töchtern an Mütter im Mittelpunkt stehen. Dieser Rückzug auf "Meine Mutter ist an meinem verkorksten Leben schuld" und das gebe ich auch so an die nachfolgenden Generationen weiter, ist zwar psychologisch gesehen nicht aus der Luft gegriffen, mir als Romanthema aber zu wenig und als Grundlage einer Figurenkonzeption zu einfach und vor allem nervend, da es meistens - und leider auch hier - damit endet, dass alle Töchterfiguren sich zu hysterischen, ewig weiter pubertierenden, lamentierenden und sich selbst bemitleidenden Frauen entwickeln.

Ja, die Mamie dieser Geschichte ist schon ein ziemlicher Besen, streitsüchtig, egoistisch, die Töchter auf jeder Ebene missbrauchend, unversöhnlich, gefühlskalt und herrisch, aber warum sie so ist - das wird nicht erwähnt und hätte mich schon noch interessiert. Stattdessen wird Mamie zum Dämon der Geschichte, der auch die erwachsenen Töchter noch beherrscht und bis in den Tod verfolgt. Die zweite Generation, Marie, hat eine ungleich schöne Erzählstimme, wenn ihre Perspektive zu Wort kommt, und man entdeckt in ihr eine einfühlsame, aufstrebende Seele, die aber weder von ihrer Tochter Lisa, mit deren Erziehung Marie heillos überfordert zu sein scheint, wahrgenommen wird, noch von ihrer Schwester Solange, die - warum auch immer - im Erwachsenenalter die Sichtweise der bösen Mutter Mamie auf Marie übernimmt.

Was dem Roman durch diese Figurenkonstellation gelingt, ist die Sichtbarmachung der Tatsache, dass es nie möglich sein wird, andere wirklich zu erkennen - selbst innerhalb der Familie, bleibt man sich letztlich fremd. Stattdessen sind es eher die familiären Wurzeln, das Aufeinanderfolgen von Generationen, das Verbindung stiftet und Heimat gibt. Ein, wie ich finde, schöner Gedanke. Es ist sicherlich ein absoluter Pluspunkt des Romans diese Note einzuflechten.

Die Verbindung zwischen Gewesenem und Neuem will von der Autorin auch stilistisch eingebunden werden, indem sie zahlreiche Wörter und Satzteile immer wieder in unmittelbarer Nähe nochmals aufnimmt und wiederholt - S. 192 mag als einer der Höhepunkte dieses anstrengenden und enervierenden Stils gelten. Das ist zwischendurch mal ganz nett - aber in dieser Frequenz funktioniert es nicht, sondern stört.

Schwierig finde ich auch die zahlreichen politischen Einlassungen und Statements. Sicher sind weder Kolonialisierungspolitik noch der Umgang mit Geflüchteten bei einem solchen Roman als Kontext unverzichtbar, aber eine elegantere Einbindung in den Handlungszusammenhang und vor allem ein dosierter Einsatz wären sehr wünschenswert gewesen.

Wenn ich es zusammenfasse, läuft es hierauf hinaus:

Ich mag das Cover sehr und finde den Titel großartig, das Ende des Romans ist richtig toll und sehr gelungen.

Von der Dämonisierung alter Frauen, von hysterischen Frauen in der Mitte des Lebens und orientierungslosen jüngeren Frauen, politischen Einlassungen und stilistisch enervierenden Wiederholungen habe ich vorerst genug.

Wer David Grosmans Was Nina wusste mochte, wird hier eine Heimat finden, wer wie ich dem Roman wenig abgewinnen konnte, wird auch mit Couscous mit Zimt seine Schwierigkeiten haben.
Profile Image for Eva.
56 reviews1 follower
April 19, 2021
Anders, (vermutlich!) authentisch, französisch-tunesisch.

Elsa Koester hat für mich einen etwas anderen Schreibstil, als sonstige typische Familien-Romane, der mich zu Beginn hat etwas zögern lassen. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist er erfrischend!
Die ersten Seiten haben mir thematisch total überzeugt! ›Ich habe Gott nie um Kinder gebeten.‹ - was für ein Auftakt!

Um ehrlich zu sein, war ich nach den ersten Kapiteln etwas unsicher, ob ich das Buch nicht lieber beiseite legen sollte... zum Glück habe ich das nicht getan! ;)

Eine tolle Geschichte über Heimat, Identität, Einwanderung, Revolten, Frankreich, nach Tunesien riechender Couscous...
Die Geschichte der 3 Bellanger-Frauen ist auf verschiedene Weisen faszinierend!
Großmutter, Lucile, erscheint mir etwas "ruppig", aber dennoch liebenswürdig und gemütlich. Sie verbringt ihre letzten Jahre lesend mit einer Zigarette in ihrer Wohnung in Paris - angestrengt vom Leben, ist das alles was sie möchte!
Mutter, Marie, hingegen erscheint mir etwas chaotisch und unruhig - was wahrscheinlich daher rührt, dass sie mit dem Umzug von Tunesien nach Frankreich nicht klar kommt. Tochter (und Enkeltochter), Lisa, ist mir als Person am liebsten - was wahrscheinlich an der Zeit liegt, in der sie lebt, denn hiermit kann ich mich natürlich am besten identifizieren - heute. Lisas Mutter (Marie) und Großmutter (Lucile) sterben fast zur selben Zeit, somit kommen einige organisatorische Dinge auf Lisa zu, z.B. die Wohnung in Paris. Lisa lebt in Berlin. Lisa fährt nach Paris um die Sache mit der Wohnung zu regeln und stößt so auf einige Erinnerungen aus der Vergangenheit. Über ihre noch lebende Tante Solange (Schwester von Mutter Marie) erfährt sie Details über ihre Mutter Marie. Lisa ist sich nicht mehr sicher, was die eigentliche Wahrheit ist und wie sie ihre Mutter sehen soll.

Faszinierend geschrieben! Ich konnte mich sofort neben Lisa auf dem Wohnzimmerboden der Pariser Wohnung wieder finden. :)
Spannend erzählt! 3 Generationen, 3 Frauen, 3 Schicksale - von den Pieds-noirs, über die Geschehnisse in Frankreich im Mai '68 bis hin zum modernen Zeitgeschehen.

Obwohl sich das Leben der 3 Bellanger-Frauen hauptsächlich in Tunesien, Frankreich und auch ein wenig in Deutschlang abspielt, hat mich die Beschreibung auf Seite 414 von Maries Aufenthalt in Griechenland am meisten begeistert - ich habe Reisefieber und möchte sofort nach Kreta!
Profile Image for bbouquineur.
71 reviews1 follower
January 9, 2021
Ein interessantes Portrait dreier Generationen von Frauen: Die Großmutter lebt zunächst mit ihrer Familie in Tunesien, kehrt dann aber als pied-noir im Zuge der Unabhängigkeitsbewegungen in den Kolonien zurück nach Frankreich.
Ihre Tochter erlebt den Mai 68 in Paris, hat zahlreiche Probleme mit der Art ihrer Mutter, was schließlich zu einem Bruch führt, sodass sie mit ihrer Tochter wiederum in Berlin lebt.
Die Jugend- und Studienjahre der Mutter sowie die Zeit ihrer Tochter in Paris sind die beiden hauptsächlichen Zeitebenen - es werden die Ereignisse von 68 mit den nuits debouts parallelisiert.

Insgesamt ein schönes Buch mit interessanten Persönlichkeiten und Einblicken in verschiedene Epochen der hauptsächlich französischen Geschichte. Elsa Koester gelingt ein interessantes, lesenswertes Buch.
Dass es für mich trotzdem nur 3 Sterne geworden sind, liegt daran, dass mich das Buch trotz allem nicht so recht fesseln konnte, immer wieder habe ich über mehrere Tage nicht weitergelesen. Vor allem die frühere Zeitebene hatte für mich einfach Längen. Trotzdem kann es gut sein, dass ich zugreife, wenn Elsa Koester wieder ein Buch veröffentlicht. Eine junge Autorin, die hier ihr Debut schreibt, steigert sich ja auf einer guten Grundlage noch weiter.
3-3,5/5
Profile Image for Martina Wurz.
21 reviews
December 24, 2025
Spannende und Farben reiche Beschreibung der abenteuerlichen Lebensgeschichten von 3 Generationen von Frauen, die es der jeweiligen Tochter durchwegs nicht ganz einfach machen. Eingebettet in Tunesien-Krise, Studentenrevolten in Paris 1968 und aktuelle Studentenproteste, Flüchtlingskrise, Bataclan-Anschlag. Kulinarik, Sightseeing und tolle Musik-Nennung tragen zur Paris- und Mittel eer-Sehnsucht bei.
Manches erfährt man erst am Ende des Buches, dazwischen wirkt es aber zeitweise Recht langatmig, und einiges wiederholt sich - sonst wären es 5 Sterne!
Profile Image for Lotti Karotti.
100 reviews1 follower
October 10, 2025
Dieser Roman war deutlich bereichernder als erwartet, daher 4,5*. Auch wenn die Autorin mit ihrem Werk sicher viele Themen abhandeln wollte (französische Kolonialgeschichte, Rassismus, Missbrauch, Revolution, Alkoholismus, Mutter-Tochter Traumata…), haben mich die drei Frauengenerationen ziemlich in ihren Bann gezogen. Ich fand die Geschichte sehr realistisch und habe nebenbei noch einiges lernen dürfen.
138 reviews
December 2, 2025
I got through over half and then stopped. The earlier sections, and especially the narration of Marie, I enjoyed. But at some point it just dragged on, and I no longer felt commited, nor interested, to read it to the end.
Profile Image for Sayra.
114 reviews19 followers
February 21, 2022
Schöne, traurige, schreckliche und sehnsuchtsvolle Familiengeschichte in einem. Aus der Perspektive von drei Generationen von Frauen erzählt.
Profile Image for hanna.
271 reviews
June 3, 2021
die hauptfigur, lisa, erbt die wohnung ihrer verstorbenen großmutter in paris, und außerdem die komplexe familiengeschichte, geheimnisse, schuldgefühle und erinnerungen...

das buch war für mich ganz und gar nicht einfach zu lesen, aber es hat sich so sehr gelohnt. die unterschiedlichen stimmen, die komplizierten beziehungen, die fragen nach identität und umgang mit geschichte - das alles hat 'couscous mit zimt' für mich unglaublich lesenswert gemacht und ich kann es nur empfehlen! über pied noirs in frankreich habe ich persönlich auch noch nie ein buch gelesen. und queere figuren, die einfach queer sind und wo es nicht im fokus der handlung steht, brauchen wir sowieso noch viele viele mehr!
Displaying 1 - 18 of 18 reviews

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