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In diesen Sommern

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170 pages, Hardcover

Published July 15, 2021

58 people want to read

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Janina Hecht

2 books

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1 star
3 (2%)
Displaying 1 - 21 of 21 reviews
Profile Image for Sarah Sophie.
283 reviews263 followers
July 16, 2021
Schlaglichter einer heranwachsenden Frau in den 80ern..

Teresa ist 16 und lebt gemeinsam mit ihren Eltern und kleinen Bruder in einer Kleinstadt in Deutschland. Wir bekommen in kurzen, einprägsamen Kapiteln kleine Einblicke in Teresas Kindheit und Jugend. Vor allem die Sommer und Sommerurlaube werden beschrieben. Was jetzt alles herrlich klingt und auch nach außen gesund wirkt, ist in Wahrheit alles andere als das. Teresas Vater ist Alkoholiker und gewalttätig.. das bekommt am Anfang besonders die Mutter zu spüren aber später auch Teresa.
Mir ist die gesamte Erzählung durch die zT extrem kurzen Kapitel etwas zu distanziert geblieben, allerdings fliegt man durch die Seiten. Welchen Weg Teresa geht und was sie aus ihrem Leben macht fand ich verständlich und ich habe ihre Gedankengänge oft nachvollziehen können. Sprachlich waren ein paar Highlights dabei, generell hätte der Schreibstil gerne mehr davon bieten können.
„Manchmal würde ich gerne einer Version meines Vaters vertrauen. Eine Antwort haben auf die Frage, wer er war. Ich lege die Ereignisse wie Schichten aus Transparentpapier übereinander und versuche zu erkennen, was durch scheint.“ ( S.12)

Da ich selbst in diesem Jahrzehnt Kind war, kam das Gefühl für diese Zeit zB mit der Musik im Auto der Eltern gut bei mir an. Ich hatte mehrere Flashbacks! Ein gelungenes Debut, wobei ich mir etwas mehr sprachliche Finesse gewünscht hätte. 3,5Sterne
Profile Image for Gedankenlabor.
854 reviews124 followers
July 21, 2021
>>Wenn ich an diese Jahre denke, frage ich mich, ob es eine Kontinuität der Ereignisse gibt, eine Entwicklung, auf die ich mich verlassen kann. Ich versuche die Situationen zu ordnen, sie zusammenzuhalten,...<<

✒„In diesen Sommern“ von Janina Hecht ist ein schmales Buch, in dem es doch so so unglaublich viel zu erfahren und mitzuerleben gibt. Hier nimmt uns die junge Teresa mit in all die Sommer, die sie so sehr prägten, die so viel bedeuteten und die doch so viele Wunden bluten ließen … Für mich war dieses Buch viel mehr als eine Erzählung, denn Teresas Schmerz und die Suche nach Sicherheit ist allgegenwärtig. Durch eigene Erfahrungen in meiner Jugend kann ich vieles, was Teresa hier passiert ist sehr nachfühlen und umso intensiver wurde eben dieses Buch für mich.
Sprachlich bewegen wir uns hier auf einfachen und doch eindringlichen Pfaden, die mich als Leser schnell an die Hand nehmen konnten und durch Teresas Leben und ihre Erfahrungen führten.

>>Ich bewahre verschiedene Erzählungen nebeneinander und wähle eine passende aus. Immer begleitet von zwei Kräften, der Furch davor, ihn zu vergessen, und der Notwendigkeit, nicht zu viel an ihn zu denken. ...<<

So bleibt mir abschließend zu sagen, dass dieses Buch absolut kein klassisches Sommer-Wohlfühlbuch ist, sehr wohl aber eines, was die Komfortzone ankratzt und eine junge Seele offenbart, die gehört werden will und mich sehr bewegen konnte.📖💖
Profile Image for Lea.
1,120 reviews302 followers
June 30, 2021
It was good, but it was a very hard and uncomfortable read, and at the end I wasn't sure if the payoff was worth all the pain. Domestic violence, alcoholism, family abuse. It was.. a lot.
Profile Image for Verena.
380 reviews
July 15, 2021
Inhaltswarnung: häusliche Gewalt, Alkoholismus
In kurzen, nicht immer zusammenhängenden Episoden erzählt Janina Hecht mit ihrem Debütroman die Geschichte von Teresa und ihrer Familie. Über den normalen Kindheits- und Jugenderinnerungen wie Fahrradfahren, Spielen mit dem Bruder, Urlaubstagen im italienischen Ferienhaus lauert wie ein dunkler Schatten die Präsenz des Vaters. Liebevoll und aufmerksam, verloren und einsam, gewalttätig und brutal. Sein Alkoholismus und die Gewaltexzess prägen das Leben von Teresa, ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder. Zunächst im Zusammenleben, aber auch nachdem Teresa als junge Erwachsene längst ausgezogen ist, lässt die Vergangenheit sie nicht los. Die einzelnen Episoden ergeben nach und nach ein stimmiges kohärentes Gesamtbild; immer klarer, je älter Teresa wird, je reflektierter sie ihre Situation betrachtet. Man leidet mit der Familie, selbst mit dem Vater leidet man, das Ende trifft nicht nur Teresa hart und unerwartet. “In diesen Sommern” lässt sich trotz des Themas leicht und in einem Rutsch durchlesen, wirkt aber stark nach.
67 reviews1 follower
July 18, 2021
„Ich merke manchmal, wie ich Momente gegeneinander abwäge. Und mich frage, ob man das überhaupt tun darf. Ob man Szenen ausstreichen kann, die nicht ins Bild passen und für Unruhe sorgen.“

Mit diesem Debütroman ist Janina Hecht ein ganz außergewöhnlicher Roman gelungen, der unter die Haut geht, obwohl oder gerade weil er das Thema Alkoholsucht und wie diese den Familienalltag beeinflusst auf so rationale, nüchterne Weise schildert. Stakkatohaft erzählt Protagonistin Teresa in kurzen, nur wenige Seiten langen Momentaufnahmen, von ihrem meist ungewöhnlichen Familienleben. Gibt es aus ihrer Kindheit vereinzelt noch schöne Erinnerungen, werden diese im Laufe der nächsten 20 Jahre immer seltener. Über allen Zusammentreffen mit ihrem Vater schweben die Fragen: Hat er wieder zu viel getrunken? Wie ist er heute drauf? Wird es wieder Streit oder sogar Gewalt geben? Der Vater wird zum Fixpunkt der Familie – nicht, weil er seinen Lieben den nötigen Halt gibt, sondern weil sich deren Verhalten Tag und Nacht nach seinem Befinden richtet und sie hoffnungslos versuchen, trotzdem eine Art Familienleben rundherum aufzubauen.

Die Hilflosigkeit der Kinder und der Mutter ist deutlich zu spüren, aber auch deren Zusammenhalt und Stärke. Obwohl es der Familie nach vielen Jahren gelingt, sich ein Leben ohne den Vater zu erschaffen, schweben die dunklen Schatten der vergangenen Jahre immer über ihnen. Sie können die Erinnerungen und Gefühle der Kindheit nicht abstreifen. Auch Jahre später kommen die Gefühle vom Anderssein, von Schuld, von Hilflosigkeit, Angst und Heimlichkeit in ihnen hoch.
Mich hat besonders die außergewöhnliche Beobachtungsgabe beeindruckt, die sich durch den ganzen Roman zieht. Und vor allem, dass er gerade durch seine leisen Töne seine besondere Intensität erlangt. Lesenswert!
Profile Image for Kathrin.
92 reviews3 followers
August 18, 2021
Irgendwas fehlt mir. Ich verstehe, wieso die Erinnerungen in jungen Jahren sehr oberflächlich sind, allerdings hatte ich mir mit dem Älterwerden der Protagonistin mehr Tiefgang der Gedanken und Sprache gewünscht, mehr Auseinandersetzung mit dem Geschehenen.
Profile Image for Co_winterstein.
146 reviews10 followers
February 26, 2022
In diesen Sommern von Janina Hecht
Subtil erzählt sie vom Alkoholismus des Vaters, nach und nach erst wird der Leserin das schließlich zerbrechende Familienidyll vor Augen geführt. Die Gewalt des betrunkenen Vater drängt sich langsam in die späteren Kapitel.
Das Buch liest sich wie eine fragmentarische Aneinanderreihung von Erinnerungen der Ich-Erzählerin Teresa.
Es verweben sich gut und schlechte Erinnerungen an den Vater, er bringt ihr das Radfahren bei, nimmt sie mit auf die Baustelle, zeigt ihr, wie man Kabel abisoliert und Aufputzsteckdosen montiert, rettet einen ertrinkenden Jungen aus einem Pool.
In anderen Kapiteln beschreibt sie, wie er ihr aus Wut ins Gesicht schlägt, den kleinen Bruder Manuel im Pyjama nachts in der Kälte als Strafe auf die Terrasse sperrt und Teresa im Teenageralter auf den Boden schmeißt und mit Füßen auf sie eintritt, weil sie zu laut Musik gehört hat.
Janina Hecht stellt die Vaterfigur nicht als Monster dar, sondern vielschichtiger, als verzweifelten, rat- und manchmal hilflosen Mann, der seine Kinder eigentlich liebt und stolz auf sie ist.
In leisem Erzählton schildert sie wie der Vater häufig im Zentrum der Familie steht und seine Stimmungen, die Gefühle und das Verhalten der drei anderen Familienmitglieder dominieren, bis die Mutter schließlich die Reißleine zieht und ihn mit den Kindern verläßt.

Ein eindringlicher Text, der sich vorsichtig an das Thema Häusliche Gewalt und Alkoholismus herantastet! Klare Leseempfehlung!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Elma.
49 reviews
August 30, 2021
Ich mochte in etwa das erste Drittel. Als sich die Geschichte noch aus der Perspektive der Erzählerin als junges Mädchen las: die Gewalt des Vaters oft eher am Rande bemerkt oder nicht ganz verstanden, Bilder von Schwimmen und Ertrinken.
Gerade wie hier häusliche Gewalt als wahrgenommen beschrieben wird - verwirrend platziert neben normalen Familienszenen - wirkte lebensecht.

Danach verlor der Roman für mich an Kraft: Die Erzählerin wird älter, man folgt ihrem bürgerlichen, hetero-normativen Weg ins erwachsen Werden. Zunehmend abgenutzte Phrasen, die wohl poetisch gemeint sind, um die Beziehung zum Vater zu erklären.

Lieber hätte ich, die Erzählung wäre in der Kindheit verweilt und geendet.
Profile Image for Wedma.
438 reviews11 followers
July 26, 2021
Ein starkes Debüt! Hallt noch lange nach. Sehr schön erzählt: Talentiert wie gekonnt. Sehr gern gelesen.
Klappentext beschreibt den Inhalt sehr gut: „Behutsam tastet sich Teresa an ihre Kindheit und Jugend heran, ihr Blick in die Vergangenheit ist vorsichtig geworden. Erste unsichere Versuche auf dem Fahrrad an der Seite des Vaters, lange Urlaubstage im Pool mit dem Bruder, Blumenkästen bepflanzen mit der Mutter in der heißen Sommersonne. Doch die unbeschwerten Momente werden immer wieder eingetrübt von Augenblicken der Zerrüttung, von Gefühlen der Hilflosigkeit und Angst. Da schwelt etwas Unausgesprochenes in dieser Familie – alle scheinen machtlos den Launen des Vaters ausgeliefert zu sein, Situationen beginnen gefährlich zu entgleisen. Ebenso unaufdringlich wie fesselnd erzählt Janina Hecht von schönen und schrecklichen Tagen, von Ausbruch und Befreiung und vom Versuch, sich im Erinnern dem eigenen Leben zu stellen. "In diesen Sommern" ist die bewegende Geschichte einer Familie auf der unentwegt gefährdeten Suche nach einem stillen Glück.“
In kurzen Kapiteln, in Episoden, die so bildhaft und griffig in Szene gesetzt wurden, lernt man die Geschichte von Teresas Kindheit kennen. Angefangen vor der Geburt, beim Vorfall mit ihrem Vater auf dem Rhein über die frühere Kindheit und dem Bepflanzen der Blumenkästen mit der Mutter bis hin zum Erwachsenenalter mit seinen oft nicht einfachen Aufgaben.
Erst mutet das Ganze als eine Ansammlung von kurzen, blitzartigen Kindheitserinnerungen an, die, so großartig erzählt, schon an sich einen sehr schönen Lesestoff liefern. Je weiter man liest jedoch, desto deutlicher tritt die Kontinuität, die Entwicklung, in vielerlei Hinsicht, hervor: Das kleine Mädchen wird zur jungen Erwachsenen. Das nicht einfache Verhältnis zum Vater wird nicht gerade besser. Die kleine, erst glücklich anmutende Familie zerbricht. Die junge Frau ist dabei, ihr eigenes Leben zu führen. Die Wohnung des Vaters wird nach seinem Ableben aufgeräumt, dabei kommen all die Erinnerungen hoch.
Hier wurden viele Aspekte des familiären Lebens zum Ausdruck gebracht. Die Vater-Tochter Beziehung zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk. Die Mutter-Tochter, Schwester-Bruder, Vater-Sohn Beziehung kommt ebenfalls oft zur Sprache, stets von einem etwas anderen Blickwinkel beleuchtet.
Fazit: Ein schönes, auf jeden Fall lesenswertes Stück Literatur, das diesen Sommer um einige Facetten reicher macht. Sehr gern gelesen.
Profile Image for Vivienne.
50 reviews
June 8, 2023
„Manchmal bin ich wütend darüber, dass ich nie wieder mit ihm sprechen kann. Aber diese Wut hat keine Richtung. Ich kann sie nicht herunterschlucken und sie verschwindet nur sehr langsam.“ - Janina Hecht

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich anfangs Probleme hatte, in das Buch hinein zu kommen. Die knappen, teilweise nicht zusammenhängenden Kapitel, haben es mir schwer gemacht, einen Zugang zur Protagonistin Theresa zu finden. Mit der Zeit jedoch, berührten mich die Worte der Autorin immer mehr. Wir erleben ein kleines Mädchen, welches schon in jungen Jahren mit häuslicher Gewalt vertraut gemacht wird, aber nie wirklich das Ausmaß realisiert. Sie weiß nur, dass es falsch ist, was ihr Vater tut. Gleichzeitig kommen immer wieder positive Erinnerungen auf, die sie an eine schöne Zeit mit ihrem Vater erinnern, welche jedoch immer wieder von seinem unberechenbaren Verhalten getrübt werden.
Zum Ende hin, entwickelte sich das Buch zu einem Highlight für mich. Nicht nur keimten Erinnerungen an meine Kindheit in mir auf, auch sah ich mich wieder mit dem Tod meines Vaters konfrontiert und entdeckte Parallelen zwischen meiner und Theresa‘s Trauerbewältigung, verstand ihre Fragen und konnte ihre Wut auf das Unausgesprochene und die verlorene Zeit nachempfinden. Was mich jedoch am meisten realisieren ließ, dass ich mit dem Tod meines Vaters einfach nicht abschließen kann, ist die Tatsache, dass wir uns zum Ende hin nur noch fremd waren, so wie es bei Theresa und ihrem Vater der Fall war.
Somit entwickelte sich das Sommerbuch zu einem sehr emotionalen und berührenden Erlebnis für mich, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauchte.
Profile Image for Fromme Helene.
112 reviews9 followers
August 7, 2021
Brüchiges Mosaik aus Erinnerungen

Stück für Stück erinnert sich Teresa an ihre Kindheit und Jugend. Momentaufnahmen des Familienlebens - arrangiert um den Vater und seine Gemütszustände. Lachen und Angst gehen oftmals Hand in Hand.

Erzählt wird aus Teresas Sicht. Die Erzählweise gleicht Erinnerungsblitzen in Form eines Grundschulaufsatzes. Subjekt, Prädikat, Objekt. Jeder Satz gleichförmig, dazwischen hängt das Ungesagte wie eine dunkle Wolke. Als blättere ich die Fotos in einem mir fremden Familienalbum durch, jede Erinnerung chronologisch aufgereiht ohne persönliche Wertung, kaum eine Emotion auszumachen, und trotzdem spüre ich die Angst, die ihren Platz in den Leerstellen findet.

Beim Lesen habe ich das Gefühl, ich werde nicht richtig satt. Doch die Geschichte formt sich in meinem Kopf. Bis zum Ende weiß ich nicht, ob ich zu viel oder zu wenig hineininterpretiere. Mir fehlen mehr konkrete Aussagen, an denen ich mein Bild festmachen kann, und so bleibe ich zurück mit einem bruchstückhaften Mosaik einer Familie, die wortlos gelitten hat und auch am Ende keine Worte für das überstandene Leid findet. Doch je länger das Gelesene zurückliegt, spüre ich wie das Buch mich mit den wortlosen Szenen meiner eigenen Kindheit konfrontiert. Die unausgesprochene Angst ist ein Trigger.

Fazit: Ungewöhnliche Inszenierung einer Familiengeschichte, die den Leser zur eigenständigen Ausformung fordert.
Profile Image for greta.
53 reviews
June 30, 2023
Durch Zufall in der Bibliothek entdeckt und sicher eines der besten Bücher bisher in diesem Jahr geworden.
Die Art der Erzählung und die Schreibweise gibt mir sehr Ewald Arenz Vibes, großer Pluspunkt.
Viele Gefühle und kleine, gut beschriebene Momente im Leben, die jeder so nachempfinden kann, auch wenn man persönlich nicht solche negativ prägenden Erfahrungen in seiner Kindheit und Jugend gemacht hat. Authentisch und zart geschrieben mit tollen treffenden Beschreibungen der Wahrnehmung einer jungen Frau.

„Am Morgen weckt mich mein Vater und fragt mich, ob ich mit zum Einkaufen komme. Er lächelt und hat schon einen Stoffbeutel bei sich. Ich ziehe mir schnell eine kurze Hose an. Mein Vater will die Treppe nehmen. Auf der Straße laufen wir einen schmalen Gehweg entlang, an manchen Stellen passen wir nicht nebeneinander durch, dann gehe ich vor. Der Laden ist klein, Holzregale mit Nudeln und Soßen in verschiedenen Größen, in grünen Plastikkisten gibt es Obst und längliche Tomaten. Wir kaufen Brot und Eier, Oliven und grüne Peperoni. Die Verkäuferin spricht Deutsch mit uns, ich sage ciao.“

„Immer begleitet von zwei Kräften, der Furcht davor, ihn zu vergessen, und der Notwendigkeit, nicht zu viel an ihn zu denken.“
Profile Image for Ivonne Hufnagl.
Author 4 books
July 19, 2021
Teresa erinnert sich an ihre Kindheit zurück. Durch kurze Kapitel erhalten die Leser einen Eindruck über ihr Aufwachsen. Es sind schöne Erinnerungen, welche sich mit schweren dramatischen Ereignissen mit ihrem Vater abwechseln.

Das Buch ist sehr einfach geschrieben. Die Sätze stehen unverbunden nebeneinander, was wohl den Eindruck von Gedanken widerspiegeln soll. Mir jedoch gefällt das nicht besonders, da mir einfach eine Art von Komplexität fehlt – selbst Tagebücher sind teilweise gewandter geschrieben. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht. Man erlebt mit, wie die Familie sich immer mehr auseinanderlebt und es zieht sich ein roter Faden durch das Buch. Insgesamt bleibt mir das Ganze jedoch einfach zu oberflächlich, da es schließlich aus der Sicht von Teresa erzählt wird – ich hätte gerne mehr Gefühle und Gedanken miterlebt. Es hätte viel mehr in die Tiefe gehen können.

Insgesamt kann ich das Buch für Leser empfehlen, die gerne eine kurze Geschichte über das Aufwachen eines Mädchen mit einem alkoholkranken Vater erleben möchten.
Profile Image for kristinaliest.
657 reviews9 followers
September 5, 2023
In der Geschichte hat mir einfach der rote Faden gefehlt, da es wirklich unzusammenhängend war und sich eher wie Tagebucheinträge gelesen hat.
Ich hätte mir hier mehr Charakterentwicklung gewünscht, da es klar ist, dass die Geschichte am Anfang, als sie aus ihrer Zeit als Kind geschildert wird, etwas oberflächlich ist und man sich als Kind noch nicht so die Gedanken macht wie als Erwachsener. Vielleicht sollte ich in Zukunft einfach von solchen Romanen die Finger lassen, denn das Buch hat auch nicht viele Seiten, so dass man hier eigentlich auch gar nicht wirklich Tiefe erwarten kann.
Profile Image for Uta Braun.
81 reviews4 followers
June 16, 2021
Wie Blitzlichter tauchen die Erinnerungen aus Teresas Leben auf. Eine ungewohnte Erzählweise - gut und leicht lesbar - hat mich überrascht und hat mir gut gefallen! 👍
Profile Image for Estrelas.
954 reviews
August 1, 2021
In kleinen Episoden erzählt die Protagonistin Teresa von ihrer Kindheit und Jugend. Das ist mal Mutter-Vater-Kinder-Idylle, mal Schwere durch den Umgang mit dem Vater.
Sein durch den Alkoholeinfluss verstärkter Jähzorn bringt alle Familienmitglieder in eine Hab-Acht-Stellung. „Er nickt mich nur an, hallo Teresa, sagt er, sein Atem schwer. Ich weiß sofort, es wird kein guter Abend.“ Und so erwartet man als Leser schon, dass ein stiller Moment, wie die Surfschule während des Urlaubs, trügerisch sein könnte und bald der nächste Ausbruch folgt.
„In diesen Sommern“ wird als Roman geführt, hat aber trotz einer gewissen Chronologie in Bezug auf das Alter der Kinder keine zusammenhängende Handlung. Durch die Ich-Erzählerin wirkt es eher, als habe man ein Tagebuch vor sich, wo ein Eintrag mitunter nur eine halbe Seite lang ist. Dieser Eindruck wird durch die einfache Sprache noch verstärkt.
Auch wenn sie in dieser Hinsicht noch etwas mehr hätte herausholen können, ist der Autorin ein stimmiges Werk gelungen, das den Blick auf die Details lenkt, und das hat mir gut gefallen.
Displaying 1 - 21 of 21 reviews

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