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Das Kalte Herz #1

Paris Underground

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Als Scott seiner Schulkameradin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Es gibt keine Zufälle. Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Denn nun begibt er sich zusammen mit Gwendolyn auf die Suche nach dem verlorenen Herzen in die Pariser Unterwelt. Ein Abenteuer, das sein Leben für immer verändern wird. Gleichzeitig müssen sich beide mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, die sich über fast 150 Jahre erstreckt.

300 pages, Kindle Edition

Published January 12, 2020

11 people want to read

About the author

Anja Stephan

14 books41 followers

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Community Reviews

5 stars
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2 stars
1 (5%)
1 star
2 (10%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Sofia.
274 reviews49 followers
September 11, 2021
Der Schreibstil hat mir von Anfang an gut gefallen. Er ist bildlich, locker, leicht und lässt sich gut weglesen.
Dadurch wirken die Charaktere sympathisch und echt, mit ihren Ecken und Kanten. Ich mochte Scott und Gwyn sehr gerne und fand ihre Beziehung zu einander sehr vielschichtig und interessant, vor allem was ihre gemeinsame Vergangenheit anging.
Außerdem enthält das Buch einen nicht-binären Nebencharakter, was generell noch viel zu selten zu finden ist. Das neue Pronomen fand ich anfangs noch etwas ungewohnt, aber man gewöhnt sich dann doch schneller daran als man denkt.
Auch Paris als Setting ist sehr schön. Die Stadt wird an vielen Stellen ausführlicher beschrieben und der französische Flair ist an vielen Stellen spürbar.

Leider gab es auch einige Dinge, die mir nicht gefallen haben. Allen voran: die Geschichte. Das Buch hat weder einen klaren roten Faden, noch einen Spannungsbogen. Die meiste Zeit wusste ich nicht wo die Handlung eigentlich hin will und was für eine Art von Geschichte das ist. Dabei endet es auch noch so plötzlich, an einem zufälligen Moment, sodass ich am Ende einfach nur verwirrt war.

Auch die Welt wird meiner Meinung nach nicht genug erklärt. Elfen, Musen, Hexen usw. leben zwischen den Menschen, anscheinend ganz öffentlich. Wie es dazu kam, was das für die Menschen bedeutet oder ähnliches wurde an keiner Stelle erklärt. Auch nicht wie alt Elfen eigentlich werden können (oder sind sie unsterblich?) , was es mit ihrer komplizierten Familiengeschichte oder ihren Fähigkeiten auf sich hat... Wo kommen Elfen her? Inwiefern unterscheiden sie sich von den Menschen? Haben sie eine eigene Rechtssprechung? Dürfen Menschen/Hexen und Elfen heiraten?
Da hätte ich mir einfach besser Worldbuilding und die eine oder andere Erklärung mehr gewünscht. So hat es sich einfach angefühlt, als wären sie ganz normale Menschen, nur mit längerer Lebensspanne, spitzen Ohren und mysteriösen Elementkräften...
Auch die Magie und ihre Regeln generell werden an keiner Stelle erklärt, sondern einfach als gegeben in den Raum gestellt.

Insgesamt hat das Buch durch den schönen Schreibstil und die tollen Charaktere viel Potential, aber es fehlt eine klare Handlung und ein besserer Weltenbau. Wenn Teil 2 diese Dinge nachholt, könnte das echt eine schöne Urban Fantasy Reihe werden 😊
Profile Image for JuliesBookhismus.
1,187 reviews
July 13, 2021
Einfach nur genial!
Ich weiß ehrlich nicht, was ich dazu sagen soll, denn die Welt ist unsere, nur das die Fabelwesen (wie wir sie nennen) mit uns zusammenleben. Sie haben mit oder gegen uns in den Kriegen gekämpft und sind gleichberechtigt, wie jeder andere auch. Wir leben also mit Hexen, Hoch- und Halbelfen, sowie anderen zusammen und kommen hervorragend miteinander aus. Jedenfalls nach dem Gesetz von 1969, das im Buch verabschiedet wurde. Das täte uns im Übrigen auch ganz gut.
Wir lernen Scott kennen, einen Halbelf, der es wirklich nicht leicht hatte in seinem Leben. Von der familie nicht anerkannt (nicht freiwillig), von der Gesellschaft verstoßen und von seinen Klassenkameraden diskiminiert, ist er heute erwachsen und schon über 100 Jahre alt. Intelligent und charakterstark, ein wundervoller Protagonist.
Dazu kommt Gwendolyn. Sie ist eine Hochelfe und damit quasi eine prinzessin der Elfen. Gerade in ihrer Familie ist es sehr wichtig auf die Familienehre zu achten. Sie hasst es und kehrt der eigenen Familie größtenteils den Rücken zu.
Schon seit der Schulzeit auf Umwegen verbunden, kommt es zu immer mehr zufälligen Begegnungen und dann kommt quasi der SuperGAU. Hier will ich aber nichts weiter vorwegnehmen.

Ich liebe die Geschichte! Ich will mehr und hoffe, dass der Auftakt noch weit getoppt wird, denn hier ist so viel Potenzial drin, dass die Geschichte sich quasi von selbst schreiben könnte. Danke liebe Anja, dass du diese geschichte geschrieben hast! Wir können daraus noch so viel lernen! Es geht um Diversität und ihre positiven folgen. EIne wahnsinnig tolle Geschichte.
Profile Image for Moni2506.
401 reviews
February 11, 2024
„Paris Underground - Das Kalte Herz“ von Anja Stephan ist der erste Teil einer Reihe, in der es um die Suche nach einem verlorenen Herzen und der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit geht. Erschienen ist der Roman im Juni 2021 im Selfpublishing bei bookrix.

Zufälle gibt es nicht im Leben. Als Scott 150 Jahre später seiner ehemaligen Klassenkameradin Gwendolyn über den Weg läuft, weiß er sofort, dass sich etwas ändern wird. Diese Begegnung setzt eine Kette von Ereignissen in Bewegung, die beide dazu zwingt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und bei der sie ein verlorenes Herz wiederfinden müssen.

Das Buch schlummerte schon länger auf meinem ebook-Reader und nun habe ich mich endlich an die Geschichte rangewagt. Urban Fantasy habe ich bisher eher selten gelesen. Bei dieser Reihe ist die Stadt schon im Namen des Titels. Es geht nach Paris.
Die Autorin hat ihrem Roman Content Notes vorangestellt und diesen auch einen ehrlichen Aufruf beigestellt, sie darauf hinzuweisen, sollte etwas fehlen. Das gefiel mir gut. Wer Content Notes für sich selber nicht benötigt, kann diese überblättern. Ich habe sie gelesen und ja, sie geben natürlich Hinweise auf den Inhalt, aber wirklich gespoilert haben sie mich nicht.
Den Schreibstil fand ich angenehm lesbar und so habe ich das Buch recht zügig gelesen. Paris als Schauplatz gefiel mir gut. Neben mir bekannten Orten, habe ich auch neue Orte in Paris kennen gelernt. Die Begeisterung der Autorin zu dieser Stadt habe ich im Buch sehr gespürt.
Anfangs war ich mir nicht ganz so sicher, ob ich die Geschichte mögen werde. Der rote Faden der Geschichte war für mich nicht so ganz erkennbar. Es war mir ein bisschen zu sprunghaft und manche Ereignisse kamen mir zu plötzlich. Mit der Zeit hat mich die Geschichte dann aber doch irgendwie gepackt. Ich war gerne dabei wie Scott und Gwendolyn sich nach 150 Jahren neu kennenlernen. Im nächsten Band erwarte ich dennoch, dass die Geschichte rund um das verlorene Herz ein bisschen gezielter vorangetrieben wird, denn das verlor sich in diesem Teil der Geschichte doch recht schnell wieder.
Auf ihrer Webseite betont die Autorin, dass ihr Diversität in ihren Romanen wichtig ist und das lebt sie in diesem Buch auch. So gibt es hier mit Bernadette einen Charakter, der non-binär ist und das Pronomen iel verwendet. Es gibt ernste Gespräche, es wird sich reflektiert. Typische Tropes aus dem Romance Genre werden genommen und eben ein wenig anders umgesetzt. Ich habe mich da an der ein oder anderen Stelle dennoch etwas überfordert gefühlt, aber nach längerer Betrachtung muss ich sagen, dass mir Vieles in der Umsetzung sehr gefallen hat und ich mir solch ehrliche Gespräche, wie sie teilweise hier im Buch geführt werden, auch im echten Leben wünschen würde.
Ich mochte am Ende sowohl Scott als auch Gwendolyn. Gwendolyn ging mir anfangs etwas auf die Nerven. Sie war mir zu laut und zu impulsiv und der erste Eindruck war sehr von ihrer Außenperson geprägt. Sie steht in der Öffentlichkeit und Bernadette ist ihr größter Fan. Mit der Zeit habe ich allerdings auch mehr von der privaten Gwen gesehen und das gefiel mir dann wieder gut. Scott besitzt ein Antiquariat und ist so ein bisschen das Gegenteil von Gwen. Er mag keine bunte Farben, er hat nicht viele Freunde und sein Alltag ist von Routinen geprägt. Beide machen nicht immer alles richtig und dennoch haben sie, wie ich finde, einen guten Umgang miteinander gefunden.
Das Ende kam für mich recht plötzlich und mitten in der Geschichte und da bin ich kein Fan von. Am Ende des Buches gibt es neben Informationen zur Autorin und einer Danksagung noch Fragen, die in einer gemeinsamen Leserunde oder in einem Lesekreis besprochen werden können. Das gefiel mir wiederum sehr gut. Das sehe ich öfter mal bei englischen Büchern.

Fazit: Ein erster Band, der mir insgesamt ganz gut gefallen hat. Der respektvolle Umgang der Protagonisten miteinander gefiel mir gut. Die Suche nach dem verlorenen Herzen ist mir ein bisschen zu sehr in der Vergangenheitsbewältigung untergegangen. Ich vermute allerdings das wird noch wichtig sein, wenn es denn bei der Suche im zweiten Band hoffentlich voran geht.
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews44 followers
October 11, 2021
Ein unerwartetes Zusammentreffen …

Genau das passiert Scott McKeane.
Er, der nicht darauf vorbereitet war seine Schulkameradin Gwendolyn aus seiner Jugendzeit über den Weg zu laufen. Gemeinsam müssen sie sich einem Abenteuer stellen, das nicht nur tief in die Unterwelt von Paris hinabreicht, sondern sie auch in die eigene Vergangenheit katapultiert.

Meine Meinung

Ich liebe interessante Storys die mich bildhaft in ihren Bann ziehen können und genau solch ein Buch haben wir hier.
Der Auftakt einer Trilogie die mich begeistert mitnahm nach Paris und seinen Geheimnissen.

Das Cover gefällt mir sehr gut und passt hervorragend zum Titel und somit zum Inhalt.
Hier trifft man auf Scott und Gwendolyn, die mir beide sehr gut gefallen mit ihrer hervorragend ausgearbeiteten Charakteristika.
Scott gefällt mir mit seiner ruhigen Art, während Gwendolyn sehr viel Temperament hat.
Beide ergänzen sich auf ihre Weise, auch wenn es öfter zwischen ihnen kracht.
Dazu sind sie mit ihren besonderen Eigeenschaften sehr gut umgesetzt.

Paris als Setting finde ich dazu mega interessant beschrieben und auch die Geheimnisse auf die man hier trifft.
Ein Auftakt der neugierig auf mehr macht.
Profile Image for Gwynnys Lesezauber.
351 reviews9 followers
October 3, 2021
Wie angewurzelt stand er da. Es war nicht so, dass er Angst vor ihr hatte. Nein, nein. Es war vielmehr ein tiefsitzendes Gefühl von …
Verdammt … er hatte Angst vor ihr. Aber das Schlimmere war, dass er wusste, dass sie recht hatte. Sein einziger Freund hatte ihn ans Messer geliefert.
Aus Paris Underground – Das kalte Herz I von Anja Stephan

FAKTEN
Das Buch Paris Underground – Das kalte Herz I von Anja Stephan ist der erste Band einer Trilogie und im Juni 2021 erschienen. Derzeit ist es nur als eBook zu erstehen.

KURZMEINUNG
Gefühlvolle und erwachsene Fantasy mit einem erfrischenden Humor und Charakteren, die in ihren Persönlichkeiten eine authentische Tiefe vermitteln – ich bin begeistert!

KLAPPENTEXT
Als Scott seiner Schulkameradin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Es gibt keine Zufälle. Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Denn nun begibt er sich zusammen mit Gwendolyn auf die Suche nach dem verlorenen Herzen in die Pariser Unterwelt. Ein Abenteuer, das sein Leben für immer verändern wird. Gleichzeitig müssen sich beide mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, die sich über fast 150 Jahre erstreckt.

SCHREIBSTIL & MEHR
Ich bin richtig verliebt in diesen Auftakt!
Anja Stephan ist es gelungen, erwachsene Fantasy mit frischem Humor und einer Tiefe zu schreiben, die direkt ins Herz geht. Ich liebe die Atmosphäre, die ihr Paris für mich bereithält, die Dynamiken der Gespräche und den daraus entstehenden Witz.
Scott hat als Protagonist seine ganz eigenen Züge und Denkweisen, er wirkt dadurch greifbar. Dabei hat man nicht das Gefühl, ihn schon ewig zu kennen. Vielmehr ist es so, dass die Autorin erlaubt, ihn während der Handlung richtig kennenzulernen. Immer weitere kleine Bruchstück aus Vergangenheit und Gegenwart ergeben ein neues Ganzes und lassen ihn in seinem ganz eigenen Licht erscheinen – und das macht sie mit all ihren Charakteren. Das ist etwas ganz Besonderes, denn sie drängt die Züge nicht auf, stellt sie als gegeben hin. Sie lässt ihre Charaktere selbst wirken. Das feiere ich wirklich ganz speziell.
Auch der Schreibstil der Autorin hat ein ganz eigenes Flair. Keine Silbe wirkt gestelzt, taktisch gesetzt. Aus dem ganzen Buch spricht Gefühl. Ich habe den Eindruck, die Autorin hat viel von sich zwischen den Zeilen versteckt.
Und derweil sie schon damit überzeugen kann, verteilt sie in dieser Geschichte so unglaublich wichtige Statements. Zum Teil offen und deutlich benannt, zum Teil versteckt und dennoch offensichtlich genug, um wahrgenommen zu werden.

FAZIT
Eine absolute Leseempfehlung! Kluge, erwachsene und harmonische Fantasy überzeugt mit authentischen Charakteren und einem ganz besonderen Lesegefühl. Das Buch hat sich mit jeder Zeile in mein Herz geschlichen und ich fiebere dem zweiten Band entgegen. Ich hoffe sehr, die Bücher erscheinen auch als Print, denn ich möchte sie unbedingt in meinem Regal stehen haben!

BEWERTUNG
Höchstwertung!
5 von 5 Goldenen Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk, 03.10.2021
Profile Image for Nora4.
483 reviews9 followers
September 2, 2024
Ich habe eigentlich, was meinen Lesegeschmack angeht, schon immer ein ziemlich gutes Gespür dafür, was mir gefallen wird und tatsächlich sind auch wirklich die allermeisten Bücher immer genau nach meinem Geschmack. Fehlgriffe passieren dennoch manchmal und hier war das eindeutig der Fall.

Eigentlich klang der Klappentext vielversprechend. Urban Fantasy mit Elfen in einem Setting wie Paris (einer Stadt, die viel zu bieten hat, aber dennoch kaum als Setting für Fantasy genutzt wird) klang eindeutig nach meinem Geschmack. Er war zwar etwas vage was die Geschichte selbst angeht, aber die wichtigsten Punkte für Aufbau wurden gegeben.

Aber irgendwie scheinen mir Klappentext und das Buch selbst so überhaupt nicht zusammenzupassen. Wäre nicht im Klappentext erwähnt, dass beide wohl Elfen sind, wäre ich nie darauf gekommen, dass sie es sind, denn das Wort Elf fällt im Buch erst sehr spät. Der Fantasyaspekt wurde irgendwie komplett herausgelöscht. Bis auf das besondere Bild, dass wohl anscheinend Glück bringt und Gwendolyn nun restaurieren muss, passiert absolut nichts und selbst das ist mehr eine Nebenerwähnung. Und das eigentlich nicht einmal im Fantasybereich, sondern allgemein.

Ich habe damals beide Bände gleich zusammengekauft und weil ich es so eben bereits hatte, habe ich Band zwei ebenfalls noch überscannt. Nach beidem weiss ich gerade einmal die Basics, dass sie scheinbar durch ihr Elfenleben sehr alt sind (wie alt wird aber auch nie gesagt), dass Gwendolyn eine auf sehr schräge Weise exzentrische Künstlerin und Restauratorin ist, keine Kinder bekommen kann und sechs kaputte Ehen hat (was selbst auf eine verlängerte Lebensspanne gesehen sehr viel ist und mich nicht wirklich an die neu aufflammende Liebe zwischen ihr und ihrem Ex glauben lässt, einer der wenigen Faktoren, die überhaupt einen klareren Fokus im Buch bekamen) und eine davon eben auch mit Scott, der Bücher liebt. Mehr gibt es zu den beiden nicht wirklich zu sagen.

Das sind alles ganz normale Dinge, die ja an sich auch eine gute Figur bilden können, aber das Wesentliche fehlt: Was macht sie eben auch zu Elfenfiguren und was macht diese Welt magisch? Sie leben lang, na und? Scheint ja nicht Auswirkungen zu haben (beide haben äussert «moderne» Ansichten für die Tatsache, dass sie sprichwörtlich Weltkriege und Revolutionen durchlebt haben müssen, also spielt nicht einmal ein solcher Faktor in den Aufbau einer interessanten Figur mit). Werden sie denn nie krank, altern sie langsamer oder kann ihnen gar nichts anhaben? Sind sie gar unsterblich? Wie werden die Elfen in der Gesellschaft aufgenommen oder sind sie verdeckt? Haben sie Magie? Was wäre es für ein Magiesystem? Was macht ein Halbelf von einem Elfen aus? Leben sie weniger lang oder haben sie gewisse Fähigkeiten nicht (wenn es denn überhaupt solche gibt)? Wie würde man solche eventuellen Fähigkeiten erlernen oder ausbauen oder ist das einfach von Geburt an möglich? Und wann kommt eigentlich der Untergrund der Katakomben, auf den der Titel bewusst anspricht, ins Spiel? (Ich habe es zum ersten Mal bewusst in Band 2 im letzten Drittel mitbekommen). Was macht dieses Bild denn nun wirklich genau, ausser Glück zu bringen (welche Art von Glück überhaupt)? Ist dieses Bild einzigartig, oder gibt es mehr solcher besonderen Bilder oder andere Artefakte? Gibt es ausserhalb von Paris mehr Elfen? Gibt es überhaupt auch noch mehr Fabelwesen, als nur Elfen auf dieser Welt? Wie sieht der Gesellschaftsaufbau innerhalb der Elfen aus? Laut manch anderer Rezension sollte das ja gut aufgebaut worden sein, aber wenn dieser Aufbau überhaupt folgte, dann lange nachdem ich bereits den Faden verloren habe und nur noch durchgescannt habe und eben nicht so, dass es letztendlich eine relevante Rolle spielt.

Das sind nur einige der sehr vielen Fragen, die es eigentlich zu klären gibt, damit überhaupt irgendein Weltenaufbau stattfinden kann, aber keine davon wurde auch nur im Geringsten erwähnt und wenn dann erst, wenn es wesentlich zu spät gewesen wäre um mich noch packen zu können. Ich habe beim Scannen wirklich darauf geachtet, dass mir Worte wie Elf oder Magie oder sogar Katakomben aufgefallen wäre, stattdessen wurden aber durchwegs nur alltägliche Dinge erwähnt. Und dabei wurden nicht einmal diese wirklich genutzt. Paris, welches ein unglaubliches Setting hätte, wurde kaum dafür genutzt. Die Figuren sind halbwegs ausgebaut um einen soliden Startpunkt für die Geschichte zu bieten, spielen aber in einem langweiligen Setting und wachsen auch nicht aus sich heraus, weshalb auch dieser kleine Aufbau leider nichts bringt.

Zu einem gewissen Grad, denke ich, dass gerade für den Anfang der Geschichte, der einem abholen muss, die komplett falschen Dinge in den Fokus rücken (Als Beispiel: Wenn das einzige was am Anfang des Buches überhaupt hervorgehoben wird, die Tatsache ist, dass Gwen einen Wert auf Pronomen setzt, dann ist das für mich ein komplett falsch angesetzter Fokuspunkt, denn zur Geschichte trägt er absolut nichts bei). Nach den ungefähr ersten 100 Seiten weiss ich noch nichts bis auch solche unwichtigen Dinge und warte nur darauf, dass eigentlich auch endlich etwas Information für den Kontext folgt.

So war klar, dass ich danach ohne weiteres auf Überscanmodus gewechselt bin und auch froh darum, denn ich habe bei beiden Bänden nichts mehr verpasst. Die Liebesgeschichte ist meiner Meinung nach flach und der Fantasyaspekt spielt keine Rolle. Mit nur ein wenig umschreiben hätte es auch einfach eine normale Cozy Mystery Geschichte zwischen zwei eher untypischen Personen gehen können, die eben noch ein Geheimnis um ein Gemälde herausfinden müssen. Ich gebe nicht gerne wenig Sterne aber ich war leider auch nach zwei Bänden mehr als nur enttäuscht und konnte nichts Gutes an der Reihe finden, weshalb das Buch nur zwei Sterne bekommt.
Profile Image for Line Wirl.
6 reviews
September 6, 2024
Mir hat es wirklich gut gefallen. Es ist sehr schwer, die Vergangenheit, die sich über zwei Weltkriege zieht, von zwei Menschen so emphatisch aufzuarbeiten, dass man den Eindruck bekommt, da lernen sich zwei Menschen oder eben (Halb-) Elfen richtig kennen.
Gleichzeitig wird Spannung durch eine Prophezeiung erzeugt, die Lust auf mehr macht!
Displaying 1 - 9 of 9 reviews