Der verschrobene Kommissar Hyeronimos Galavakis ermittelt in seinem ersten Fall mit deutscher Gründlichkeit und kretischem »Siga-Siga«. Ein Griechenland-Krimi zum Wegträumen und eine Reise zu den schönsten Stränden Kretas sowie in die urigsten kretischen Tavernen
»Wenn alles in ihm drunter und drüber ging, fokussierte er sich auf das Meer. Er hatte seine Wohnung vollkommen danach ausgerichtet. Seine Fenster und die großzügige Terrasse über den Dächern Heraklions gingen zum Meer. Er konnte es sehen und in seine Weite eintauchen.«
In der berühmten Samariaschlucht werden nach einem Unwetter menschliche Knochen gefunden. Wer ist hier wie gestorben und warum wurde niemand als vermisst gemeldet? Was hat die junge Bloggerin Eleni, die die Leichenteile gefunden hat, damit zu tun? Kommissar Hyeronimos Galavakis deckt in seinem ersten Fall ein Verbrechen von erschreckender Brutalität auf, dessen Wurzeln bis in den Zweiten Weltkrieg zurückreichen. Denn wer seine Landsleute verraten hatte, wurde nach dem Krieg bestraft und seiner Familie verzeiht niemand wirklich, auch wenn oberflächlich alles in Ordnung zu sein scheint ...
In der Samariaschlucht werden nach einem Unwetter Knochen gefunden. Bloggerin Eleni fühlt sich persönlich verantwortlich und drängt darauf, beim Fall mitzuermitteln. Gemeinsam mit Kommissar Hyeronimos Galavakis und Gerichtsmedizinerin Penelope stößt sie auf ein Netz aus Verrat, Kriegstraumata & Familiengeheimnissen.
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Wir erleben die Ereignisse aus mehreren Perspektiven und Zeitebenen. Das bietet Tiefe und hält die Spannung aufrecht. Dafür sorgen auch die Mini-Cliffhanger am Ende jedes Kapitels.
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Hyeronimos Galavakis ist verschroben, eigenbrötlerisch und mit psychischen Belastungen behaftet. Seine Panikattacken werden authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Er ist gut in seinem Job und hat eine hervorragende Beobachtungsgabe.
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Die junge Bloggerin Eleni weiß was sie will und ist entschlossen dies auch durchzusetzen. Ihre Eltern würden sie wahrscheinlich eher als respektlos und rebellisch beschreiben. Auf mich wirkte sie etwas überspitzt dargestellt und ich bezweifle, dass sie in der Realität eine derart präsente Rolle bei den Ermittlungen einnehmen würde. Insgesamt ist sie eine eher anstrengende und etwas naive Person.
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Gerichtsmedizinerin Penelope ist professionell und bringt einiges an medizinischem Know-how mit. Sie ist eine gute Freundin und Kollegin. Für meinen Geschmack vertraut sie der ihr bisher völlig fremden Eleni allerdings etwas zu schnell.
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Ich mochte das atmosphärische Kreta-Feeling: die Beschreibungen von Land, Leuten und der griechischen Mentalität, sowie von gemütlichen Tavernen und kulinarischen Köstlichkeiten.
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Es ist ein fesselnder Reihenauftakt, ideal für Krimifreunde und Kreta-Liebhaber. Historische Bezüge werden mit der Gegenwart, traurigen Wahrheiten und einem Hauch Insel- und Urlaubsstimmung verwoben.
Kreta-Krimis sind im KOmmen schon mein zweiter dieses Jahr. Merkwürdigerweise wieder von einem deutschen Autor. Was ist zu erwarten? Viel Lokalkolorit, gutes Essen, viel Meer hier und da ein paar Sightseeingtipps - aber auch eine gute GEschichte. Ein Kommisar, der den Ruf hat etwas merkwürdig sein, verschroben mit vielen Tics,, der aber liebenswert rüberkommt. Inhalt des Krimis ist ein verwobene Geschichte, die den Nachhall der deutschen Besatzungsgeschichte auf Kreta wiedergibt. Mal wieder eine unrühmliche Geschichte für die Deutschen. Die Kapitel enden fast alle mit einem Cliffhanger, so dass der Leser angetrieben wird weiterzulesen und mitzufiebern, wer jetzt wann und wieso verwickelt ist. Es ist alles dabeiFamilie, Verrat Gewalt in der Ehe und Traumata aus dem Krieg und Bürgerkrieg und es macht Spass zu lesen. Der wundervolle Videolink am Ende des Buches rundet es alles schön ab. Die nächsten Bücher sind in der Pipeline und schon angekündigt. Auf meiner Wunschliste stehen sie :-)
Zum Inhalt: Eleni will durch die berühmte Samaria wandern, wird aber von einem Unwetter überrascht. Durch das Unwetter werden Leichenteile freigespült, die Eleni entdeckt. Wer ist die Person und warum wurde er nicht als vermisst gemeldet? Kommissar Galavakis nimmt die Ermittlungen auf, die nicht einfach sind, denn er stößt auf viel Schweigen. Das Verbrechen scheint eine Verbindung zur Vergangenheit zu haben. Meine Meinung: Neben der Tatsche, dass mir der Krimi richtig gut gefallen hat, war das auch ein richtig schöner Kurzurlaub auf der wunderschönen Insel Kreta. Wer Kreta kennt wird vieles darin entdecken und Aha- und Sehnsuchtsmomente erleben. Die Geschichte war gut aufgebaut und logisch entwickelt. Die Protagonisten haben mir wirklich gut gefallen. Was ich besonders gut fand, ist dass das kretische Lebensgefühl, der Stolz der Kreter, die Waffenliebe, einfach die kretische Seele sehr gut eingefangen wurden. Fazit: Toller Krimi mit sehr viel kretischem Flair